Was gestern geschah

 

21./22.05.2022

Am Wochenende nahmen wir erneut eine Rudelzusammenführung vor. Der Abgaberüde Jarvis durfte zu Juma und Tiago ins Gehege ziehen. Er zeigte sich nicht nur hoch erfreut und in Spiellaune, sondern glänzte auch mit einem tadellosen Sozialverhalten.

Da auch Akim wieder gesundheitlich genesen war, jedoch die Spannung zwischen ihm und Kupidon seit dem Beißvorfall weiterhin am Knistern war, siedelten wir Kupidon ebenfalls ins obere Rudel zu Tiago und seinen Mitbewohnern um. Kupidon motzte erst einmal ein bißchen, reagierte jedoch auf unsere Ansprache und sah ein, dass es besser wäre fürs zukünftige Zusammenleben, sich zu benehmen. Nachdem sich alle kennengelernt hatten und die erste Aufregung verflogen war, nahmen die 5 Hunde alle irgendwo einen Platz ein und dösten friedlich vor sich hin.   

 

20.05.2022

Die "rumänische Roulade" Nada darf nun mit in unserem Besucherrudel auf dem Hof laufen. Temperament, Alter und ihr tadelloses Sozialverhalten sprachen für diese Entscheidung. Nur Nada war erstmal nicht begeistert und wollte nicht "mit den Nachbarskindern spielen". Ein bisschen taute sie dann doch auf, als Paul freundlich zu ihr ging und sich vorstellte. Uns erschien dieses Duo so passend, dass sich die beiden nun auch erstmal den Schlafplatz teilen. Den anderen neugierigen Wuffels gegenüber war sie freundlich aber distanziert. Na sie wird sich wohl schon noch gut eingewöhnen und die Vorzüge genießen lernen.

 

19.05.2022

Am heutigen Nachmittag hatte die kleine Hündin Frau Doktor einen Termin in der Tierklinik. Da sich bei ihrem Darmproblem mit all unseren Mitteln bisher keine Besserung einstellte, wollten wir mit genauerer Diagnostik herausbekommen wie wir der kleinen lieben Hündin helfen können. Wir bemerkten schnell, dass der kleinen Hündin das laufen an der Leine fremd war. Vorallem auf unbekanntem Terrain wollte sie keinen Fuß vor den anderen setzten. Praktischerweiße hat sie eine handliche Größe und ließ sich einfach von A nach B tragen. Im Wartezimmer wurde die kleinen Hündin für ihre Seelenruhe bestaunt und auch der Tierarzt stellte beim abhören fest, dass Frau Doktor einen tiefenentspannten Puls und Herzschlag hat. Das Gute zuerst: im Verdauungstrakt sieht sowohl im Röntgen und im Ultraschall alles vollkommen normal aus. In Absprache mit dem Tierarzt soll die kleine Lady ab jetzt ein hypoallergenes Futter anstelle des gastrointestinalem Futter bekommen und wir warten die Ergebnisse des speziellen Blutbild von Frau Doktor ab.

In Zuge dessen haben wir auch über die Befunde von Glorys CT gesprochen. Der Radiologe konnte sicher zwei Metastasen finden, zwei weitere Auffälligkeiten die entweder auch Metastasen oder gutartige Tumore sind. Außerdem war eine Läsion der Leber zu sehen und die Nebenniere ist vergrößert. Sehr ernüchternd, aber wenigstens haben wir nun Klarheit.

 

18.05.2022

Nachdem der ehemalige Schweineauslauf für unsere Hühner ausbruchsicher auf Vordermann gebracht wurde, dürfen diese nun jene saftige Grünfläche für sich mitnutzen. Voller Neugier und Freude marschierten die Hühner hintereinander auf die Wiesen. Mit unserem aktuellen Foto der Woche wollen wir Sie liebend gern daran teilhaben lassen.

 

17.05.2022

Das Glück bei der Meerschweinchen-Vermittlung hält weiter an. Heute fand Muggie den Weg nach Dresden, um eine kleine Meerli- Truppe zu komplettieren. Da die Autobahn wieder einmal verstopft war, musste unser treues Wägelchen einen Umweg über die Landstraße nehmen. Von alledem bekam Meerschweindame Muggie jedoch nichts mit. Sie hatte sich in ihrer Transportbox ganz tief ins Heu eingehüllt. Die Vermittlung vor Ort verlief angenehm ruhig und friedlich. Das dominante Böckchen nahm gleich Witterung auf und kam das Rosettenmädchen beschnuppern. Beide verstanden sich sofort. Die anderen beiden Meerschweinchen hielten sich lieber versteckt und beobachteten das Ganze aus der Ferne. "Der Chef macht das schon", schienen sie zu denken, "wenn er sein OK gibt, ist alles gut". Muggie schaute sich nun ihr neues Revier an. Tagsüber darf sie draußen umherflitzen und abends geht es dann -vor Wildtieren gesichert - ins Haus. Während wir vor Ort waren, zeigte sie sich interessiert und legte sich entspannt in den Schatten eines Baumes. Sie wollte uns wohl damit überzeugen, sie dort zu lassen. Perfekt! Deinem Wunsch kommen wir gerne nach, liebe Muggie, und wir freuen uns, dass du nun deine kleine Familien"bande" gefunden hast.

 

16.05.2022

Und wieder hat sich eines unserer Meerlis auf den Weg in Richtung neue Heimat gemacht. Diesmal war Osiris der Auserwählte. In seinem neuen Gehege leistet er einer einsam gewordenen Meerlidame nun Gesellschaft. Schon beim Besuch im Tierheim stellte Osiris neue Familie fest, dass der kastrierte Bock noch schöner ist, als auf den Fotos. Das wollte er bei der Vermittlung aber noch etwas geheimhalten und versteckte sich erstmal. Es dauerte eine Weile ehe er das Gehege erkundet hat und dann den Weg durch eine lange Röhre auf die saftige Wiese fand. Der junge Mann ist eben doch klüger als gedacht. Seine neue Freundin blieb derweile vollkommen entspannt, was sich sicher auf positiv auf Osiris auswirkte. Wirklich eine gelungene Vermittlung.

 

14./15.05.2022

Gleich fünf unserer Quarantänekatzen konnten in unser großes Katzenhaus umziehen. Die beiden LPG-Katzen Arla und Milka, sowie die Abgabekatzen Anna und Kimba haben sich erstmal verdünnisiert. Lediglich Musja schritt wie eine Königin über ihre neuen Länderein unter anhaltendem miauen und reichlich Streicheleinheiten. Und dann erblickte sie Josef, der völlig in sich ruhend im Außenbereich vor der Scheibe sahs. Oh wie bitterböse Musja da geknurrt hat und schwupp war sie auch weg. Von Engelszungen verführt traute sich Kimba dann doch aus ihrem Versteck und schlich auf leisen Sohlen durch die unbekannte Umgebung. Jeder Schritt von Kimba war mit einem knurren von Musja untermalt, die derweile bockig hinter dem Sessel lag. Kimba ließ sich schon streicheln aber begann bei jedem Geräusch am ganzen Körper zu schlottern. Wir hoffen, dass sich die Lage in ein paar Tagen etwas entspannt hat.

 

13.05.2022

Gleich drei Termine hatten wir heute in der Klinik: Smileys Hüfte sollte geröntgt werden, Glory musste ins CT und Ileana sollte die Augenhöhle ausgeschabt und die Lider vernäht werden. Im handumdrehen waren die Tiere verladen und das Auto auf dem Weg. Bei der Voruntersuchung konnte sich der Tierarzt und die Schwestern von der Friedfertigkeit von Glory und Smiley überzeugen. Ileana kannten sie ja bereits von einem vorangegangenen Besuch. Wir vereinbarten, dass sich die Praxis meldet, wenn die Drei abholbereit sind. Der Anruf kam, doch mit einer niederschmetternden Nachricht. Die Operation von Ileana war gut verlaufen, die Wunde hatte nicht viel geblutet und es gab keine Komplikationen. Kurz nach Beendigung der chirurgischen Arbeit erlitt Ileana einen Herzstillstand. Reanimationsversuche schlugen fehl. Ileana war über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir waren wie gelähmt als wir diese Nachricht hörten, sodass wir gar nicht richtig erfassen konnten was bei Glory und Smiley rauskam. Erst als wir uns gesammelt hatten konnten wir losfahren, um unsere beiden Seniorenhunde abzuholen. Es tut so unfassbar weh das Ileana nicht mehr bei uns ist. Kaum waren wir wieder im Tierheim angekommen meldete sich telefonisch eine Firma aus dem nahegelegenen Gewerbegebiet. Dort sei eine kleine Katze aufgetaucht die unsere Hilfe benötigt. Ein paar Telefonate mit unterschiedlichen Personen und widersprüchlichen Informationen später brachte man uns einen Pappkarton in dem die kleine Miez hungrig krähte. Rasch nahmen wir sie in unsere Obhut. Obwohl sie noch so jung und klein ist, hat sie zum überleben schon alles wichtige lernen müssen. Zum Beispiel waren wir ihr nicht schnell genug mit der Zubereitung des Nassfutters, da hat sie vor lauter Hunger schonmal am angebotenen Baby-Trockenfutter genascht. Kittenaufzuchtsmilch verweigerte sie, genau wie Nassfutter gemischt mit Aufzuchtsmilch. Außerdem geht sie bereits selbstständig auf die Katzentoilette. Im Käfig nebenan lassen sich die drei Kids von Black-Mama immernoch von vorn bis hinten bedienen, obwohl sie bestimmt 2 Wochen älter sind. Die kleine Miez ist wirklich unglaublich tapfer.

 

12.05.2022

Unter dem süßen Duft des blühenden Flieders fand die dieswöchige Tierarztvisite statt. Freundlich miauend Empfing Musja die Tierärztin. Bei der Untersuchung fremdelte sie dann doch ein bisschen, blieb aber gelassen. Rasch durfte sie nach ihrer zweite Impfung wieder in die gewohnte Box, wo sie sich erst einmal ausgiebig putzen musste. Weiter ging es mit der Untersuchung und Impfung der beiden ehemaligen LPG-Katzen Arla und Milka. Die jungen Katzen stecken voller Energie und haben der Tierärztin gleich gezeigt wie schön sie ihr Inventar nach ihren eigenen Vorstellungen umsortieren können. Geimpft wurden sie trotzdem und auch die Kastrationsnaht war schön abgeheilt. Dasselbe galt auch für Kimba und Anna. Bei ihnen war das ziehen der Fäden mit einigen schwierigkeiten verbunden, aber mittlerweile war alles prima verheilt. Super! Wenn alle die Impfung gut vertragen dürfen sie in den nächsten Tagen in unsere Katzenvermittlungshäuser umziehen. Auch die Nahtfistel bei Nele und ihre Ohrenentzündung gehören dank der intensiven Pflege der Vergangenheit an. Rüde Javis fiel uns auf, dass er kein rundes Gangbild hat. Bei der Lahmheitsuntersuchung knackte die linke Hüfte laut und er hielt sehr dagegen. Die Tierärztin erklärte, dass könne manchmal passieren wenn der Hund eine vegrößerte Prostata hat und diese ungünstig irgendwo drückt. Da die Kastration erst ein paar Wochen her ist, kann es durchaus sein, dass sich die Prostata noch nicht ausreichend zurückgebildet hat. Wir warten also noch ein paar Wochen ab, ob sich etwas an seinem Gangbild verbessert.

 

11.05.2022

Für heute war ein etwas anderer Besuch angekündigt. Aus der evangelischen Grundschule Frankenthal waren die Mitglieder der "AG Gelddektive" auf der Spur des Geldes. Sie hatten in Handarbeit selbst Schokocrossies hergestellt und diese bei einem Basar verkauft. Ganze 55€ sind zusammengekommen! Und dieser Erlös sollte einem guten Zweck zugeführt werden. Dass diese Spende im Tierheim gut angelegt ist, davon konnten sich die sieben Kinder aka Gelddetektive und ihre Begleitpersonen live überzeugen. Strahlende Augen funkelten uns bei den Meerschweinchen entgegen, der ein oder andere durfte bei unseren Katzen auf Tuchfühlung gehen und die liebe Labbi-Hündin Emmelie ließ sich gern streicheln und mit Leckerlie verwöhnen. Was für ein erfolgreicher und spannender Nachmittag für alle beteiligten.

 

10.05.2022

Das Wetter war perfekt, die Reste vom Maifeuer beräumt und genügend helfende Hände vor Ort. Heute war der Tag an dem unsere fünf Schäfchen auf ihre Sommerweide durften. Nachdem sie bereits von ihrer prächtigen Wolle befreit, und die Klauen in Form gebracht wurden, lugten die Wolltiere schon ganz sehnsüchtig der Sonne entgegen. Mit ein wenig Vorbereitung verbarrikadierten wir die Schlupflöcher auf dem Weg zur Weide, doch die kleine Herde lief wie aufgefädelt nach draußen auf die Wiese. Rasch waren noch Stroh und Wasser herbei geschafft, was die Schafe schon gar nicht mehr mitbekamen, da sie sich im leckersten Gras wiederfanden und mit leuchtenden Augen weideten.

 

09.05.2022

Nachdem sich die Verdauungsprobleme von den beiden Hunden Frau Doktor und Smiley nicht besserten, haben wir in den vergangen Tagen eine Sammelkotprobe zusammengetragen und heute beim Tierarzt abgegeben. Nun sind wir gespannt was die genauere Untersuchung ergibt und wie wir den beiden Hündchen helfen können. Vom Verhalten her merkt man den ehemaligen Rumänen nichts an, sie verspachteln artig ihr Diätfutter, sind fröhlich und munter. Aber irgendeine Ursache muss es ja geben und wir möchten ja nur, dass die beiden rasch gesund werden und dann ein liebevolles Zuhause finden können.

 

07./08.05.2022

Die Wunden von Akims Bissverletzung pflegen wir täglich und mittlerweile hat sich der agile Rüde an die Prozedur gewöhnt und hält brav still. Leider sieht es noch nicht zufriedenstellend aus, so dass er weiterhin einen Schonplatz bekommt und seinen Halskragen auch noch auf behalten muss.

Pünktlich zum Muttertag haben wir Mutterkatze "black Mama", die übrigens manchmal ganz zaghaft Leckerlies aus unseren Fingern nimmt, auf "Mother & Babycat"- Trockenfutter umgestellt. Noch recht unbeholfen tapsen die 3 kleinen schwarzen Babys im Käfig umher und scharren schon mal im Katzenklo. Lange wird es also nicht mehr dauern, bis sie mitfressen und schließlich selbständig werden. Mann-o-mann, wie doch die Zeit vergeht.

 

06.05.2022

Nachdem Tiago sich von der Entfernung des Lidrandtumors und der Zahnreinigung gut erholt hatte, durfte er heute wieder zu seinen Kumpelinen ins Rudel ziehen. Alle freuten sich sehr ihn wieder zusehen und er freute sich ebenso zurück. Es war wirklich possierlich wie Juma und Finna den Rüden umschwärmten und immer wieder Spielaufforderungen zeigten, wie Hera schüchtern aber interessiert ihre Aufwartung machte und Nada erstmal gar nicht verstanden hat das Tiago wieder da ist. Als sie es dann realisierte machte sie sich zügig auf den Weg um Hallo zu sagen. Bellend lief sie in ihrem langsamen Tempo hinter ihm her als wollte sie sagen "Heee, warte, nicht so schnell, gleich bin ich da". Bereits nach 10 Minuten war die größte Aufregung dann verflogen und gemeinsames Dösen in der Sonne war angesagt. 

 

05.05.2022

Sage und schreibe 3 Minuten dauerte die heutige Vermittlungsfahrt. Wäre es ein Hund gewesen, hätte man das Stückchen auch laufen können. Aber mit einem Meerschwein? Wohl kaum.
Als wir die Wohnung betraten, konnten wir im Vorbeigehen schon das schöne Gehege bewundern, wo unser Böckchen "Re" zukünftig rumwuseln darf. Flugs ging es aber weiter ins Nebenzimmer, wo Re's neue Besitzer schon ein extra neutrales Terrain vorbereitet hatten. Re durfte sich als erster umschauen, was er aber so gut wie gar nicht tat. Nacheinander wurden die beiden bereits vorhandenen Meerschweinmädels dazu gesetzt. Frisches Gras in die Mitte und nun macht Mal.. Von wegen. Jeder verschwand in einem der Häuschen und es rührte sich eine Weile überhaupt nichts. Das ältere Meerschweinchen war die einzige, die dann gemütlich Gras verputzte. Lili saß im Haus gegenüber von Re und starrte ihn an. Sie, die eigentlich die scheuere war, nahm dann doch zuerst Kontakt auf. Dann rannte sie aber wieder weg und überließ das Feld der älteren Dame. Es sah ihr absolut ähnlich, sagten die Besitzer, erst anstacheln und dann einem Rückzieher machen. Da der ehemalige Meerschweinbock leider unerwartet starb, entwickelte sich zwischen den Mädels hin und wieder Zickenkrieg. Diesen sollte nun Re wieder schlichten und als Oberhaupt seines Harems seine Damen zu Harmonie untereinander erziehen. Dazu müsste er sie nur erst einmal kennenlernen. Ein wenig jagen, schnuppern und muiken war alles, was sie uns boten. Daher beschlossen wir, sie ein wenig ungestörter fühlen zu lassen und kümmerten uns nebenan um den Schutzvertrag mit allem drum und dran. Ein kurzes Quieken später und der darauf folgenden Stille, kam die Entwarnung: der Sohn hatte alles weiter beobachtet und fieberte voller Spannung mit. Kaum zu glauben, aber nach fast einer Stunde kam die ältere der beiden Meerli- Damen, Lina, auf Kuschelkurs zu Re ins Häusl. Nun muss nur noch die zweite Dame ihrem neuen männlichen Mitbewohner ihr Vertrauen schenken. 

 

04.05.2022

 Die Babys von black Mama entwickeln sich wirklich gut und fangen langsam an mit Krabbeln. Eines der drei hat jedoch morgens immer ein verklebtes Auge, welches wir vorsichtig abtupfen müssen. Wirklich hilfreich dabei ist, dass Mama uns das Versorgen ihrer Kleinen so tadellos gewähren lässt, obwohl wir ja in ihre "Privatsphäre" eindringen, was ihr eigentlich Unbehagen bereitet. 

Außerdem, wie jedes Jahr, sammelten wir wieder frisches Gras von unseren umliegenden Wiesen ein, um unsere Schafe und Nager langsam daran zu gewöhnen. Die Meerlies freuten sich dolle und quiekten, das saftige Stück Natur schmeckt ihnen sehr. Wir freuten uns ebenfalls, denn es entlastet natürlich auch unseren Geldbeutel. Wir sind nun nicht mehr nur auf das Grünfutter der Einkaufsmärkte angewiesen.

 

03.05.2022

 Heute waren die Katzenmädels Anna und Kimba an der Reihe mit Kastrationsfäden ziehen. Unser gestriges Bestreben blieb leider nur ein Versuch, da sich Kimba sträubte und wir in der Hälfte abbrechen mussten. Die Katzen haben wir danach mit Engelszungen bezirzt und ganz doll mit Leckerlis bestochen und für den restlichen Tag in Ruhe gelassen. Wir dachten uns, sollen sie ruhig noch einmal eine Nacht darüber schlafen. Neuer Tag, neues Glück. Und siehe da, heute waren die Miezen umgänglicher und alle Fäden konnten im Nu gezogen werden. Es ist eben besser, nicht stur alles nach Plan durchzuziehen, sondern besonnen und geduldig zu handeln. Insbesondere im Umgang mit Tieren ist, wie jeder wissen sollte, Feinfühligkeit gefragt. Anna und Kimba haben danach für ihre prima Kooperation selbstverständlich noch einen kleinen Snack von uns erhalten.

 

02.05.2022

 Wer unsere Homepage verfolgt, konnte bei Gina schon seit einer Weile "hat Interessenten" lesen. Wann kommt denn endlich das I-Tüpfelchen, wann ist ihr ersehnter Umzug? Na genau heute. Etwa zwei Stunden Fahrt waren angesagt, doch Gina blieb ruhig. Sie ist so ein braves Mädchen. In ihrem neuen Zuhause im Leipziger Umland angekommen, war Gina dann tatsächlich tapferer als wir es von ihr erwartet hätten. Sie stieg geruhsam aus der Box aus, folgte gut an der Leine. Nur bei den Treppen zur Haustür war es mit ihrem Mut vorbei. Das wird also eine schrittweise Übungsaufgabe für die nächsten Tage oder Wochen werden. Für heute nahmen wir den entspannten Umweg über den Garten zur Terassentür. Gina reagierte trotz allem Neuen weder schreckhaft noch verängstigt. Nacheinander begrüßten erst die Kinder und dann die Katzen den Neuankömmling. Mario sagte aus, dass er ernsthaft noch nie bei einer Vermittlung dermaßen entspannte Katzen erlebt hat. Gina wurde beschnuppert und friedlich in ihrem Kreis aufgenommen. Dieses gelassene Verhalten der Katzen war Gina eine sehr gute Hilfe in dieser neuen Situation. Während wir den schriftlichen Teil klärten, nutzte die junge Hündin die Zeit schon für einen ersten Rundumblick in der Wohnung. Sie traute sich noch nicht allzu weit weg von Mario, doch Neugier war definitiv vorhanden. Zwischendurch fielen die Äuglein schon kurz zu und Gina döste - wenn auch nur kurz - neben uns. Fragen hatte die Familie so gut wie keine mehr, denn alles war sehr gut durchdacht und gedanklich vorbereitet. Auch ein Rückzuzgsort, wo die Kinder nicht hin können, hatten sie extra für Gina eingerichtet. Vermutlich wird die Hündin die nächste Zeit erst einmal in der unteren Etage bleiben. Das ist allen bewusst. Sie haben jedenfalls die nötige Geduld, Verständnis und Feinfühligkeit, um sich auf Gina einzustellen und mit ihr die Welt in kleinen Schritten zu erkunden.

 

30.04./01.05.2022

 Durch die Stürme im vergangenen Herbst/ Winter haben wir unzähliges Geäst angesammelt, das nun pünktlich zum Hexenfeuer verbrannt werden konnte. Wir wissen, dass sich unter den Holzhaufen Tiere einnisten könnten und geben daher bei jeder Vermittlung auch unseren Feuerflyer mit. Hoffen wir von Herzen, dass mittlerweile jeder Bescheid weiß und gewissenhaft dafür Sorge trägt, dass kein Tier wegen menschlichem Brauchtum und Freude leiden muss! 

Außerdem konnten heute die Kastrationsfäden bei Arla und Milka sowie bei Rüde Jarvis gezogen werden. Dieser war froh, dass er endlich seinen Halskragen abstreifen durfte. Nun kann er auch wieder richtig mit dem Tau spielen.

 

29.04.2022

 Irgendwie war heute der Wurm drin. Bei der Kontrolle von Neles Nahtfistel stellten wir fest, dass diese leicht geöffnet war und nässte. Gerade in der Bauchfalte eine unangenehme Sache. Die hübsche Hündin, die mittlerweile schon wie ein Profi mit dem Halskragen umgeht, ließ sich diesen anstandslos überstreifen und artig den Bauch waschen. Das Zimmer, in dem sie und Emmelie schlafen, wurde mit Bettlaken ausgelegt, damit nicht so viele Fusseln an die Wunde kommen.

Später an diesem Tag hatte Akim Kupidon offenbar einmal zu viel geärgert und dieser bot ihm Paroli. Zum Leidwesen von Akim, der eine klaffende Wunde am Vorderbein hatte. Zum Glück musste die Wunde nicht genäht werden, dennoch waren wir froh, so kurzfristig einen Termin beim Tierarzt bekommen zu haben. Akim bekam Antibiose und tägliches Reinigen der Wunde verschrieben. Und leider auch einen Halskragen als Leckschutz. Letzteres war wohl die größte Strafe für Akim, der beinahe in Selbstmitleid zerflossen wäre. Hoffentlich lernt er seine Lektion für die Zukunft.

Am Abend folgte dann der nächste Schreck. Überall im Gehege von Omega, Rufus und Glory war Blut. Eine Rauferei war aber nicht zu hören gewesen. Quelle der Blutung war Omegas Ohr. Irgendwie muss der Rüde ganz blöd mit dem Loch der alten Ohrmarke hängen geblieben sein und dies war nun eingerissen. Zum Glück ließ uns Omega alles artig abtupfen und hielt für seine Verhältnisse auch prima still. Im Grunde genommen sah alles schlimmer aus als es war, aber dennoch waren wir erst einmal total erschrocken.

 

28.04.2022

 Es zeichnete sich bereits seit einiger Zeit ab, dass die Schafomi Leonie nicht mehr so fit wie gewöhnlich war. Immer öfter haben wir ihr beim aufstehen helfen müssen, haben ihr Futter und Wasser direkt vor die Nase gestellt. Als wir am heutigen morgen das Tierheim betraten war Leonie für immer eingeschlafen. Im Kreise ihrer Artgenossen, in gewohnter Umgebung ist sie friedlich von uns gegangen. Wir sind dankbar, dass wir sie die letzten Jahre begleiten durften. Nun nehmen wir Abschied von Leonie und werden noch oft an sie denken. Ruhe in Frieden.

 

27.04.2022

Die Sonne schien so herrlich, als die Tierärztin zur Visite ins Tierheim kam. Als erstes wurde die rumänische Mieze Ileana unter die Lupe genommen. Ob angeboren oder durch eine Krankheit verusachte, die Katze hat keine Augäpfel mehr. Aus diesem Grund haben sich beidseitig Ober- und Unterlid eingerollt und die Tränenflüssigkeit verklebt das Fell um das Auge. Außerdem hat sie einen kleinen Nabelbruch an der Kastrationsnarbe und eine Zahnfleischentzündung.  Weiter ging es mit den beiden neuen Hündchen. Die Tierärztin freute sich mit Frau Doktor eine Kollegin kennenzulernen. ;-) Beim "Sehtest" wies die kleine Hündin keine nennenswerte Reaktion der Pupillen auf. Auch die Reaktion auf Lichteinfall war nur minimal. Da die Augen aber äußerlich vollkommen intakt sind vermuten wir(aufgrund der Narben), dass die Hündin in Rumänien in den Kopf gebissen wurde und dabei der Sehnerv beschädigt wurde. Wegen ihrer anhaltenden Verdauungsprobleme bekommt sie jetzt Diätfutter und Antibiotika, genau wie ihr Zimmergenosse Smiley. Der Rüde hat eine schmerzhafte Hüfte und ein steifes linkes Bein. Um die Ursache zu ergründen, wird ein Röntgenbild unerlässlich sein. Die "rumänische Roulade" Nada bekam ebenso Antibiotika verordnet. Seit ihrer Zahnsanierung litt sie an Husten. Auch pflanzlicher Schleimlöser verschaffte nur minimale Linderung, daher werden wir ihr nun schulmedizinisch helfen müssen. Die hübsche Merry musste der Tierärztin einmal ihr strahlendes Lächeln zeigen. Sie hatte sich einen Zahn abgebrochen, aber da sie keine Schmerzen zeigte und der Zahn auch sonst keine Probleme zu verursachen schien, belassen wir es dabei. Auch Labbidame Nele musste sich der Tierärztin präsentieren. Nach ihrer Kastration entwickelte sie eine Fistel an der Naht. Außerdem war ihren Ohrenentzündung zurückgekehrt, weshalb sie nun wieder Ohrentropfen bekommen muss. Wir werden ihr Futter auf ein anderes hypoallergenes Futter umstellen. Bei all den Baustellen müsste man denken, dass Nele nur vor sich hinleidet aber sie ist so voller positiver Lebensenergie, dass man als Mensch nur den Hut ziehen kann.

 

26.04.2022

Teil eins unserer heutigen Aktivitäten bestand darin, mit dem Rüden Tiago in der Autotransportbox zum Tierarzt zu fahren. Er war heute zur Zahnsanierung vorstellig und seine Umfangsvermehrung am linken Augenlid wurde entfernt. 

Danach fuhren wir erneut auf Vermittlungstour. Das heutige Ziel war zwar nur 5 Minuten von uns entfernt, aber dafür waren wir gleich bei der Vergesellschaftung mit anwesend. Schließlich wollten wir sicher gehen, dass der Neuankömmling akzeptiert werden würde. Die Neue, die integriert wurde, war Meerli- Dame Hathor. Die Interessenten mussten sich etwas in Geduld üben, da Hathor ja ersteinmal ihre plötzliche Mutterrolle übernehmen musste. Nachdem sie ihre Babys erfolgreich großgezogen hatte und diese zu ebenso selbstbewussten, offenen kleinen Wusels heranwuchsen, stand Hathors Umzug nichts mehr im Wege. Es wurde extra eine kleine, neutrale Ecke in der Stube eingerichtet, wo Hathor ihre neuen WG-Mitglieder, bestehend aus 2 Mädels und einem Bock, kennenlernen durfte. Und es passierte...nichts. Hathor war die einzige, die umherstreifte, gluckernd die Gegend erkundete und kurz die anderen wahrnahm. Diese versteckten sich lieber und warteten ab. Selbst frischer Salat lockte zunächst nur die quiekend bettelnde Hathor an. Als sie genüsslich vor sich hin schmatzte, kam endlich Rosi heraus, anscheinend der Boss der Truppe, um nachzusehen, wer da diese Geräusche von sich gab. Sie beschnupperte Hathor allerdings nur, es folgte ein kurzes hin- und her Rennen, doch Hathor zeigte sich recht unbeeindruckt. Nach und nach kamen die anderen auch mal kurz geschaut, aber sie fanden es nicht annähernd spektakulär. Die Zeit war also reif fürs gemeinsame Gehege. Die "Petersiliengeber" hatten es selbstgebaut und für alle neu vorgerichtet. Auch hier blieb alles friedlich. Wir freuen uns, dass Hathor so unkompliziert integriert wurde und -im Winter so herzlos entsorgt- nun, wie Sachmet, auf der Sonnenseite des Lebens angelangt ist. 

Auf dem Rückweg war auch Tiago in der Tierarztpraxis bereit zur Abholung. Zwei Zähne mussten ihm gezogen werden und wegen des Lidrandtumors musste er einen Trichter tragen. Anfangs reagierte er etwas missmutig, aber als er das Tierheimauto mit der Box sah, sprang er von selbst hinein. Bloß schnell wieder zurück in sein Körbchen und den Rausch ausschlafen. Das tat er dann auch.

 

25.04.2022

Heute war ein ganz besonderer Tag für unsere Bürokatze Kirby, denn sie ging auf große Fahrt bis fast nach Karlsruhe. In vielen Mails, Telefonaten und dem vorangegangen Besuch im Tierheim kristallisierte sich Kirby als passende Katze für die Familie heraus. Schon Tage zuvor begannen wir mit den Vorbereitungen für Kirbys Umsiedlung. In der Vergangenheit schlug Kirby das Autofahren auf den Magen, also gewöhnten wir sie vorab schon an die Transportbox. Naja... eigentlich war es ein Transportpalast, denn Kirby reiste in einer unserer größten Hundetransportboxen mit Toilette, weichem Bett und "Getränken". Quasi First Class. Unser Plan ging voll auf. Kirby konnte in ihrer gewohnten Umgebung schon einige Zeit in der offenen Transportbox schlummern und ertrug auch die weite Fahrt entsprechend entspannt und ohne Malheur. Im neuen Zuhause angekommen, stapfte sie erst ungläubig durch die neuen Räumlichkeiten, ehe sie sofort den Sitzsack als optimale Liegemöglichkeit erkannte, hochkraxelte und sich heimelig einkringelte. Der bereits dort ansässige Seniorenkater schritt ganz vornehm in den Raum, besah die Situation, schnupperte kurz an der dösenden Kirby und widmete sich dann er Untersuchung von Kirbys Transportbox. Kirby warf dann ebenfalls einen Blick auf den ihr fremden aber charmanten älteren Kater, löste aber kurz darauf die entstandene innere Anspannung, als sie merkte, dass er ihr nichts böses tun möchte. Es macht uns so glücklich, dass eine ältere, nicht ganz gesunde Katze die Chance bekommt, ihren letzten Lebensabschnitt umsorgt und gebliebt im Kreis einer Familie verbringen zu dürfen. Für dieses gute Gefühl nehmen wir auch weite Strecken in Kauf.

 

23./24.04.2022

Am Vormittag, noch vor der Öffnungszeit, klingelte unser Telefon. Das Herrchen von Lucas meldete sich gesundet zurück und wollte wissen, wann er den Rüden wieder bei uns abholen könne. Seine Vorfreude und Ungeduld klang aus seiner Stimme heraus. Als Lucas sein Geschirr anziehen durfte, freute er sich, aber wusste anscheinend noch nicht so recht, was wir mit ihm vorhatten. OK, es geht nach draußen, und nun? Vor dem Tor zweifelte er einen Mini- Augenblick. "Ist das nicht,... doch, ...das ist.. er... MEIN Herrchen!!!" Er konnte es ab dem Moment gar nicht erwarten, zu ihm zu kommen und schmiegte sich ganz eng an ihn. Lucas' wedelnde Rute ergänzete das glückliche Bild. Und so wie die beiden waren natürlich auch wir unendlich froh über die Wiederzusammenführung.

 

22.04.2022

Die beiden Schwestern Anna und Kimba hatten heute ihren Kastrationstermin in der Tierklinik. Da Kimba mindestens drei Vorbesitzer hatte, konnte uns der Herr, der sie letztlich zu uns brachte, nicht genau sagen, ob sie kastriert ist oder nicht. Anna verriet bereits durch ihr Rufen nach einem Kater, dass sie nicht kastriert sein kann. Mit diesen Infos im Gepäck fuhren die Miezenmädels zu ihrem Termin. Am späten Nachmittag durften wir die beiden wieder abholen. Beide Katzen hatten beunruhigende Veränderungen an der Gebärmutter, sodass der sonst eher kleine Kastrationsschnitt bei Anna und Kimba etwas größer ausfiel. Da waren wir wohl gerade noch rechtzeitig, bevor den Miezen schlimmeres passiert wäre. Beide waren noch recht benebelt und somit auch eher entspannt. Eine nette Abwechslung, da sie sonst eher misstrauisch drein blicken.

 

21.04.2022

Wie so oft klingelte das Telefon. Der Mann am anderen Ende gab sich als unser Nachbar zu erkennen, der mit einem Anliegen an uns herantrat. Vor einiger Zeit hat er seine Schafhaltung beendet und nun wollte er den Platz in seiner Scheune anderwaltig nutzen. Dabei waren ihm die Heuballen, die er für seine Schafe gepresst hat im Weg und er fragte, ob wir diese brauchen können. Na sicher doch! Unser lieber Nachbar war sogar so gut, die kleinen Ballen in mehreren Fuhren mit dem Traktor zu uns zu bringen. Rasch haben wir Platz auf unserem Heuboden geschaffen und die erste Fuhre abgeladen, hoch gehievt und einsortiert. Wir sagen Danke an Elektro Nitsche aus Ohorn für diesen warmen Regen. Wirklich klasse!

 

20.04.2022

Gleich zu Beginn des Tages hatten wir ursprünglich einen Termin für Nada zur Zahnsanierung plus Hüfte Röntgen sowie für Tiago, ebenfalls mit Zahnsanierung sowie der genaueren Untersuchung seiner Umfangsvermehrung am Auge. Doch es kam alles anders. Am Dienstag ordneten wir in Absprache mit der Tierarztpraxis die Patientenliste neu. 

Bei Rüde Jarvis beobachteten wir nämlich in den letzten Tagen immer wieder ungewöhnliche Blutstropfen und vermuteten, dass es etwas mit der Prostata zu tun haben könnte. Deshalb wurde seine Kastration dringend notwendig. Auch die beiden "LPG"-Katzen wurden langsam rollig und wurden daher spontan zur Kastration bestellt. Nur Nadas Termin blieb wie ausgemacht.

 Also starteten wir damit, nacheinander die beiden Katzen Arla und Milka, sowie Hündin Nada und Rüde Jarvis in unser Auto zu laden. Bei Arla, der Scheueren der beiden "LPG"-Katzen, hatten wir über Nacht bereits die Box in ihr Abteil gestellt. Und tatsächlich war die Katze am Morgen schon brav drinnen. Mit Rüde Jarvis, der einem Körperkontakt eher abgeneigt ist, haben wir am Vortag begonnen mit Auto- sowie Maulkorbtraining. Das ging leichter als gedacht, nur hatten wir etwas Bedenken, ob das heut auch ohne Leckerlies so unkompliziert klappen würde. Autofahren ist er von seinem ehemaligen Zuhause bestens gewöhnt (er war immer mit im Camper unterwegs). Und jawohl, er spielte auch heute gut mit. Dann erfolgte in der Tierartztpraxis wieder die gestaffelte Ausladung. Bis auf ein wenig Gegrummel beim Blutabnehmen hat sich Jarvis viel besser benommen als befürchtet. Am Nachmittag waren alle Patienten wieder aus der Narkose erwacht und baten um Abholung. Nada durfte zum Glück alle Zähne behalten, es war nur der Zahnstein entfernt worden. Das Röntgenbild ihrer Hüfte ergab, dass die "rumänische Roulade", wie der Tierarzt sie liebevoll nannte, für ihr Gewicht und Alter gut aussah, der Verschleiß war hier nur geringgradig. Jedoch zeigte sich Arthrose an den Nervensträngen am Ende des Rückenmarks und an der Lendenwirbelsäule. Der Tierarzt hofft, dass ein möglicher Druck auf die Bandscheibe reduziert wird, wenn Nada ein paar Speckröllchen weniger hat. Laufen und Bewegen kann sie sich ja und wir setzen sie auf Diät. Nur ist der Erfolg nicht so schnell sichtbar, aber immerhin, seit ihrer Ankunft im März hat sie schon hinter der Kommastelle (ca 500 g) abgenommen. Bei den Katzen gab es keine Besonderheiten, sie waren artige Patienten und alles verlief nach Plan. Auch Jarvis war kooperativ. Seine Prostata war deutlich vergrößert und es hatten sich einige Zysten gebildet. Durch die Kastration sollte die Prostata mit der Zeit gut abschwellen und die unüblichen Blutstropfen damit der Vergangenheit angehören.

 

19.04.2022

Zu unserer großen Freude hat unsere Katzenseniorin Maggie ein Zuhause gefunden. Schon beim ersten Besuch ihrer neuen Familie stand fest, dass Maggie bei ihnen einziehen darf. Gemeinsam mit ihrem Lieblingskörbchen trat Maggie die Reise nach Dresden an. Als hätte sie es gewusst, ging sie selbstständig in die Transportbox und nahm eine gemütliche Liegeposition ein. Etwas ungehaltener wurde Maggie erst, als sich der Verkehr auf der Autobahn staute. Ihr Missfallen über diesen Umstand teilte sie Tierpfleger Mario deutlich hörbar mit. In der gemütlichen Wohnung angekommen, verließ Maggie selbstbewusst die Box und war erst einmal einen prüfenden Blick über ihr neues Reich. Sie schien zufrieden zu sein, vorallem, als sie sogleich das kleine Schälchen Trockenfutter erblickte und es sich schmecken ließ. Wir mussten wirklich lachen, als Maggie auf beiden Katzentoiletten mit unterschiedlichem Einstreu erst einmal Probe-gescharrt hat. Maggies neue Familie haben der Katzenoma sogar eine kleine Treppe aufs Fensterbrett gebaut. Der Ausblick war grandios und bestimmt wird Maggie dort noch einige Zeit verbringen. Wir freuen uns, dass Maggie gerade einmal zwei Monate im Tierheim warten musste und nun so richtig verwöhnt wird.

 

18.04.2022

Der heutige Feiertag war auch für Hündin Nele ein kleiner Grund zum Feiern. Ihre Kastrationsnaht sah gut aus und wir konnten ihr die Fäden ziehen. Nun durfte Nele endlich auch ihren Trichter abstreifen. Diese Freude währte jedoch nicht lange. Da Nele der Meinung war, immer herumschlecken zu müssen, bekam sie den Lampenschirm kurzerhand wieder aufgesetzt. Wir werden das die nächsten Tage weiter beobachten.

Der große Jubel war allerdings die geglückte Vermittlung eines unserer Meerlis. Dame Sachmet mit ihrer bescheidenen Zurückhaltung zog in eine größere Truppe. 5 weitere Muckelnasen freuten sich auf den Neuzugang. Das Kennenlernen lief sehr friedlich ab und Plüschpopo Sachmet wurde nach einem Heuschmaus von den anderen gleich ins neue Gehege mit seinen kleinen Versteckmöglichkeiten eingeweiht. 

 

16./17.04.2022

Am Osterwochenende dienten wir kurzzeitig als Hühner- Umschlageplatz. Aufmerksame Leser haben bestimmt unseren Hilferuf auf unserer Hauptseite gelesen. Ein Bauer in unserer Nähe gab gesundheitlich seine Hühnerhaltung auf. Es fanden sich mehrere Haus- und Hofbesitzer, die jeder ein paar Hühner aufnehmen konnten. Der Abgeber wollte jedoch anonym bleiben. Aus diesem Grund brachte er seine Hühnerschar in einer großen Hundetransportbox zu uns und wir schafften sie als Zwischenunterkunft in unsere Scheune. Von dort aus betteten wir sie in den mitgebrachten Kisten und Boxen der neuen Abnehmer um. Alles ging zügig und problemlos von der Hand. Der weiteste Weg führte einige der Ostereierproduzenten sogar ca 40 km bis an die tschechische Grenze. Wir danken im Namen des Abgebes sehr herzlich für die schnelle und reibungslose Realisierung einer neuen Bleibe der Hühner.

 

15.04.2022

Zum Feiertag ging es ruhig im Tierheim zu. Unsere Neuankömmlinge wurden gewogen, vermessen und wir lernten sie ein bisschen besser kennen.

Es war auch wieder Zeit für ein Großreinemachen bei unseren Meerlis. Ansonsten rückten heute Dinge in den Vordergrund, die sonst eher hinten anstehen. Zum Beispiel das Sortieren der Decken, Kissen und Körbchen auf unserem Wäscheboden oder Grundstückspflege. Auch das Altpapier wurde zerkleinert und entsorgt. Gern nutzen wir solche Ruhetage auch, um reichlich Organisatorisches abzuarbeiten, wie zum Beispiel Flyer auf den neusten Stand bringen und ausdrucken oder Listen aktualisieren. Das sind zwar keine besonderen Vorkommnisse im Tierheim, aber dennoch genau so wichtig für einen reibungslosen Arbeitsablauf.

Übrigens hat es sich bestätigt, dass die scheue Draußenkatze "Black Mama" drei kleine Kitten zur Welt gebracht hat. In einem günstigen Moment konnten wir die Würmchen sichten und zählen. Die kleine Familie scheint wohlauf zu sein und Black Mama erfüllt ihre Pflichten ganz hervorragend.

 

14.04.2022

Und dann ging es schneller als gedacht. Bereits am frühen Nachmittag fuhr der Transporter aus der Smeura vor. Der Fahrer drückte uns die Transportbox mit der zarten Katze in die Hand, welche wir gleich in die vorbereitete Katzenquarantänebox brachten. Das die Katze Augenprobleme hat war nicht ganz korrekt ausgedrückt, sie hat gar keine Augäpfel mehr. Abgesehen davon war die junge Katze aber total zutraulich, verschmust und offen. Einfach zum lieb haben. Wir gaben ihr den Namen Ileana, nach der rumänischen Prinzessin. Derweil wurden auch unsere zwei neuen Hunde ausgeladen. Beide teilten sich ganz friedlich eine Transportbox. Nach der langen Zeit in Rumänien fand Smiley die neue Umgebung und die neuen Menschen erst einmal doof und suchte sein Heil in der Flucht vor uns. Mit ganz viel Geduld durften wir ihm dann den Wassernapf und etwas fressen anbieten. Da war sein Misstrauen uns gegenüber schon gar nicht mehr halb so groß. Prima! Ganz anders verhielt es sich mit der kleinen Notfallhündin. Sie hatte kaum zwei Schritte aus der Box getan, da war uns klar, dass sie sogut wie gar nichts mehr sieht. Dafür reagiert sie umso besser auf Geräusche und Gerüche. Sobald sie ein Bein gefunden hat, stellt sie sich daran hoch. Mit ihren beachtlichen 25cm Schulterhöhe könnte man einfach dahin schmelzen, so niedlich ist dieser Hund. Wir gaben der kleinen Dame den Namen Frau Doktor. Dankbar hat sie auch unsere Unterstützung angenommen als wir ihr den Weg in das Schlafhäuschen zeigten und wo sie den Wassernapf finden kann. Gegen letztere ist sie beim eigenständigen Versuch sich zu orientieren dagegen gelaufen. Vielleicht war die mangelnde Sehkraft auch ein Auslöser für die Beißerei in Rumänien. Ein humpeln ist nicht mehr zu erkennen, dafür scheint sie Probleme mit der Verdauung zu haben. Wir beobachten dies genau.

 

13.04.2022

Die tierärztliche Visite stand wieder einmal auf dem Programm. Da alle fünf Katzen liebe Impfpaten gefunden haben, konnten auch alle ihren notwendigen Pieks bekommen. Begonnen haben wir mit Musja, die sich genüßlich streckend gern einer "Leibesvisitation" unterzog. Die Tierärztin teilte unsere Meinung, dass Musja durch die Verletzung am Kopf vielleicht einen Nervenschaden davon getragen hat. Eine Gesichtshälfte von Musja bleibt beim miauen nämlich still, was sich interessanterweise auch auf die Hälfte der Zunge auswirkt. Sie scheint jedoch beim fressen und trinken keine Einschränkung zu haben und die Tierärztin schloss auch nicht aus, dass die Funktion wieder zurückkehrt. Weiter ging es zu den nächsten Patienten. Die beiden LPG-Katzen entpuppten sich als Mädchen, die beide von Ohrmilben geplagt werden. Dagegen haben sie natürlich sofort etwas bekommen. Nun steht für die Mädels zügig die Kastration an, gleich nachdem wir passende Namen gefunden haben. Die Schwestern Kimba und Anna waren nicht besonders glücklich über die Untersuchung, ließen es aber friedlich über sich ergehen. Es folgte die Untersuchung einer Fistel an der Zehe von Labbihündin Emmelie, die uns kurz zuvor aufgefallen war. Ein Fremdkörper als Verursacher konnte nicht gefunden werden. Ganz bestimmt wollte Emmelie ihre Tochter Nele nicht so allein mit Halskragen "leiden" lassen, denn nun tragen beide Labbis eine "Tüte" auf dem Kopf. Die Nachkontrolle der OP von Neles Lidrandtumoren und der Kastrationsnaht war sehr zufriedenstellend. Ebenso glücklich war die Veterinärin mit Tiagos Ohren. Er war wegen einer beidseitigen Ohrenentzündung in Behandlung. Die beiden hübschen Hundedamen Finna und Gina wurden untersucht und ohne besonderen Befund gleich wieder entlassen. Prima! Um ja keinen Fehler zu machen, baten wir die Tierärztin noch einmal gemeinsam mit uns die Geschlechter unserer ganz kleinen Meerlis zu überprüfen. Nun, da wir uns sicher sind, können auch die kleinen Nager göttliche Namen bekommen.

 

12.04.2022

Gleich in der Früh bekam Bürokatze Kirby wie gewohnt ihre Medizin. Doch danach war heute nicht Frühstücken angesagt, sondern ein Ausflug in der Transportbox. Die Fahrt über war sie leise und auch beim Tierarzt benahm sie sich erstaunlich lieb und vorbildlich. Blutentnahme war ja früher bei Kirby nicht so einfach. Was es eben ausmacht, wenn die Schilddrüsenwerte gut eingestellt sind: keine Stimmungsschwankungen, kein Gezeter mehr, Kirbys Dosis ist also optimal angepasst. Was auch der Blutwert bestätigt. Das freut nicht nur die Tierärztin. Nur das Autofahren verträgt die Katzenomi leider immer noch nicht so gut. Zurück im Tierheim gabs erst einmal Streicheleinheiten und ein bißchen Hähnchenfleisch. Danach war Kirby so gut gelaunt, dass sie immer wieder unsere Nähe suchte, über die Tastatur tippelte und sich auf unseren Schoß legte. Anschließend erholte sie sich von ihrem Abenteuer mit einem leisen Schnarchen.

Auch Leonie ging es schon wieder ein wenig besser, die alte Dame hatte über Nacht neue Kräfte gesammelt und wirkte heut schon teilnahmsvoller und bewegte sich mehr. Sie wird eben auch nicht jünger. Nichtsdestotrotz war es wieder an der Zeit für die Wurmkur, bevor sie in den nächsten Wochen hinaus auf die Weide dürfen. Ein Anruf bei unseren Tierärzten brachte jedoch Ernüchterung: das Mittel war nicht vorrätig. Was nun? Nach einiger Recherche landeten wir in einer Praxis in Kamenz einen Treffer. Wir fuhren also am Nachmittag dorthin, um die Wurmkur abzuholen. Für das Wohl der Tiere sind eben manchmal auch Umwege nötig. Dafür konnten wir die Rückfahrt noch mit einem Einkauf verbinden, denn Grünes für unsere Nager war schon wieder alle. Die Salatliebhaber zeigen einen gesunden Appetit und fressen uns bald noch die Haare vom Kopf ;) Scherz beiseite, die 3 Kleinen sollen schließlich auch prächtig wachsen. Sie wiegen immerhin schon das Doppelte als nach ihrer Geburt. 

 

11.04.2022

Eines unserer Schafe bereitete uns Sorge. Leonie lag die meiste Zeit nur herum. Wir brachten ihr eine Wasserschüssel, doch sie mochte nicht trinken. Heu vor der Nase war dann schon eher eine willkommene Geste. Als wir später Nachschub geben wollten, stand sie plötzlich auf, humpelte zu den anderen und löste sich. Leonie stand, bewegte sich, zwar mehr schlecht als recht, aber immerhin etwas beruhigend. Sie humpelte zum Heu, danach zum trinken, also konnten wir wenigstens betreffs Futteraufnahme und Verdauung Entwarnung geben. Zwischendurch nutzte Leonie sogar alle vier Beine, vielleicht war sie nur unglücklich gelaufen oder falsch gelegen? Zum Glück ist diese Woche wieder die Tierärztin vor Ort, da werden wir Leonie vorstellen. Denn zum Tierarzt fahren mit dem Schaf, wäre wohl eine kaum lösbare Tagesaufgabe, die zusätzlich viel Stress bringen würde. 

 

09./10.04.2022

In der Nacht vom Samstag zum Sonntag brachte "black Mama" ihren Nachwuchs zur Welt. Die Draußenkatze konnte augenscheinlich nichts mit unseren kuscheligen Bemühungen anfangen und hatte die Katzentoilette als Wurfkiste benutzt. Gleich in der früh stellten wir deshalb eine zweite Katzentoilette in ihr Abteil. Die Pappkiste und Decken ließen wir dennoch, vielleicht überlegte sie es sich ja noch einmal? So richtig in die Karten hat sie uns nicht gucken lassen, aber es sieht aus, als wären da 3 kleine schwarze Katzenbabys zu sehen. Auch wenn die Neugier natürlich groß ist, der Respekt und der Anstand stehen über unserem egoistischen Wissensdurst. Es wird sich schon noch zeitig genug eine Gelegenheit bieten, den Nachwuchs in Augenschein zu nehmen. Der erste Überblick ergab keine Auffälligkeiten oder einen Grund zur Besorgnis, deshalb ließen wir sie in Ruhe. Das Wochenende waren demnach reine Mutter-Kind-Tage, ganz im Zeichen der Erholung.

 

08.04.2022

Ordentlich durchgeschüttelt vom Wetter wurden unsere Hunde. Kaum hatten sich unsere Schützlinge auf den sonnengewärmten Decken niedergelassen zog der nächste Graupelschauer auf und sie mussten ins geschütze Haus flüchten. Und gerade als wir die letzte Decke vor dem nassen Wetter in Sicherheit gebracht hatten, begann draußen wieder die Sonne zu scheinen. Bei diesem Aprilwetter wird einem jedenfalls nicht langweilig. 

Unser Meerli-Nachwuchs wächst prächtig. Es ist eine wahre Freude den kleinen zuzusehen, wie sie sich gegenseitig mit Luftsprüngen anstecken und gemeinsam neue Dinge erkunden oder sich einfach bei den Erwachsenen abschauen. Nachwievor kann man einfach Ewigkeiten beim beobachten der posierlichen Nager verbringen.

Ebenso gespannt pilgern wir jeden morgen in unsere Quarantänestation und überprüfen, ob die trächtige schwarze Mieze schon entbunden hat. Bisher verschmäht sie noch jedes Angebot einer Wurfkiste. Aber wir geben nicht auf und haben ihr nun einen Pappkarton zur Verfügung gestellt.

 

07.04.2022

Die schokobraune Labradordame Nele hatte heute ihren großen Operations-Tag. Als wir die Leine rausholten freute sie sich sehr, rannte gleich zu Mama Emmelie und gab ihr noch schnell ein Küsschen, bevor sie schwanzwedelt mit uns das Tierheim verließ. In der Tierklinik wurde sie dann Kastriert und bekam im selben Atemzug auch die Lidrandtumore entfernt. Es dauerte gar nicht lang, ehe der Anruf aus der Klinik kam, dass Nele nun wach wäre und abgeholt werden möchte. Ganz duselig und ohne Mama war es Nele nämlich immer ganz komisch zumute, was sie auch kundtat. Die Rückfahrt klagte sie uns all ihr Leid. Ganz langsam und mit Unterstützung brachten wir Nele wieder ins Tierheim. Es dauerte nicht lange bis Emmelie den vertrauten Geruch von Nele wahrnahm und unablässig wedelnd ihre Nähe suchte. Wir brachten die beiden gemeinsam in ihr Bettchen, damit sie noch etwas zur Ruhe kommen und Nele sich entspannt ausschlafen kann.

 

06.04.2022

Gleich zwei Hunde nahmen wir heute in Empfang. Ein sechs Jahre alter Border Collie- Rüde erschien mit seinen Besitzern zum Rudeltest. Er hatte die Kinder gebissen und konnte nun nicht mehr in der Familie bleiben. Weil er soziale Verträglichkeit zeigte, konnten wir ihn in unseren Reihen aufnehmen. Allerdings bezog "Jarvis" zunächst einen Einzelplatz, denn ob seine unregelmäßigen Impfungen noch gelten oder aufgefrischt werden müssten, klärt unser Tierarzt bei der kommenden Visite.

Der zweite Hund ist ein alter Bekannter von uns, nämlich Rüde Lucas. Sein Besitzer fühlte sich plötzlich überhaupt nicht gut und so kam der beige Rüden zu uns. Bitte hoffen Sie von Herzen mit uns, dass es nur auf einen kurzen Pensionsbesuch hinausläuft und der Besitzer schnell wieder auf die Beine kommt. Lucas und Herrchen waren seit der Vermittlung im Januar ein prima Team geworden. Wir wünschen beiden, dass das gemeinsame Glück noch lange anhalten darf! 

 

05.04.2022

Die liebe Katzenomi Maggie hat die Quarantäne verlassen und ein Katzenhaus bezogen. Nun hat sie mehr Freiraum und Platz zum Bewegen und kann sich in Form bringen für ihr neues Zuhause, auf das sie hoffentlich nicht lange warten braucht. Sie würde Ihnen auf jeden Fall Ihr Leben bereichern und viel Zuneigung zurück geben. Mit 17 Jahren sollte Maggie statt im Tierheim besser in den eigenen vier Wänden ihren Lebensabend verbringen dürfen.

Unser Hausmeister war heute, als es nicht regnete, mit Reparaturen der Hundehütten beschäftigt. Das ein oder andere Dach war mit den Jahren und den Witterungseinflüssen bereits  morsch geworden. Dabei nutzen vor allem unsere Hofhunde gerne diese Rückzugsorte, fernab von Trubel, Sonne oder Regen. Ab sofort haben sie es also wieder ganz kuschelig, mit frischem Holzgeruch obendrauf.

 

04.04.2022

Gegen Mittag konnte die zweite, ebenfalls schwarz- weiße "LPG"-Katze bei uns einziehen. Sie wollte wohl ihr Geschwisterchen nicht alleine in der Fremde lassen und war schnell eingefangen. Noch etwas durcheinander verkroch sich die Katze dann erst einmal im Körbchen. 

Ebenfalls im Körbchen versteckt, fanden zwei sechsjährige Katzenschwestern ihre Zuflucht. Der Besitzer musste umziehen und der neue Vermieter duldete keine Haustiere. So blieb dem Herrn keine andere Wahl, als die beiden getigerten Mädchen in unsere Obhut zu übergeben. Eigentlich war die Abgabe bereits vorige Woche angekündigt, jedoch versteckte sich eine der zwei Fellnasen, als sie Wind davon bekam, hinter der Schrankwand. Somit wurde die Angelegenheit kurzfristig auf einen noch unbestimmten Zeitraum verschoben. Mit Tricks und Leckerli saßen heut völlig unerwartet alle beiden Katzenmädchen in der Transportbox und diese Chance musste genutzt werden: Ohne zu Zögern konnten die Schwestern zu uns gebracht und zusammen in ein Katzenabteil einquartiert werden. Da eine der beiden sehr scheu ist, kann die gemeinsame Unterbringung hoffentlich für Stressminimierung sorgen. Wir würden es uns für sie wünschen. Noch faucht sie uns aus ihrem Körbchen heraus an. Aber wir nehmen es ja nicht persönlich und werden sie keineswegs bedrängen.

 

02./03.04.2022

Auch das Wochenende bescherte uns einen Zuwachs in unserem Katzenbestand. Als erstes stieß eine Frau im Zuge einer durchgeführten Kastrationsaktion wilder Katzen auf eine hochträchtige schwarze Mamamiez. Diese fand nun einen Platz bei uns, damit sie ihre Kids sorgenfrei gebären und großziehen kann. Danach wird auch die Mama kastriert und darf wieder in die Freiheit an ihre gewohnte Futterstelle zurück. 

Kurz danach kam eine von zwei angekündigten "LPG"- Katzen zu uns. In einem Landwirtschaftsbetrieb, der verkauft wird, leben freilebende Katzen, die nun durch den Verkauf dort nicht mehr geduldet sind. Eins der schwarz- weißen Jungtiere konnte am Samstag eingefangen werden und erhielt ein warmes, sicheres Körbchen in unserer Quarantänestation. Das Geschwisterchen wird hoffentlich bald folgen können.

 

01.04.2022

Mehrere Neuzugänge können wir heute verzeichnen. Diesmal fuhr der große Transporter der Smeura schon am Vormittag unsere Einfahrt entlang. Die beiden Hundedamen waren im Nu ausgeladen. Die wunderschöne Finna präsentierte sich gleich ganz stolz, freute sich, gab Küsschen. Gina war noch zurückhaltend und so entschieden wir uns dazu, ihr so viel Freiraum zu geben, wie sie braucht. Ganz langsam und ohne Druck traute sie sich den ersten Schritt aus Transportbox, nur um dann erstmal ein sicheres Plätzchen zu suchen. Nachdem sich der Staub etwas gelegt hatte, konnten wir Gina auch ein sanftes Wedeln und einen neugierigen Blick abringen. Vielleicht kann sich Gina von Finna ja noch etwas abkucken und freut sich bald auch doll über uns.

Außerdem wurde eine 10-11 jährige Katzendame wegen Umzug bei uns abgegeben. Musja, so ihr Name, sollte eigentlich schon vergangene Woche bei uns einziehen, aber irgendwie geht bei Musja immer irgendetwas schief. Kurz vor dem vereinbarten Termin geriet Musja in einen bösen Streit. Vermutlich mit einem Artgenossen. Ihr Kopf wurde in Mitleidenschaft gezogen, musste rasiert werden, das Auge gespült, Medikamente gespritzt. Nun konnte der Umzug aber nicht mehr aufgeschoben werden und Musja kam zu uns. Mit tiefer Stimme forderte sie miauend Leckerlies. Offenbar sind auch ein paar nerven im Gesicht betroffen, denn es regte sich nur eine Gesichtshälfte beim miauen. Bis auf diese Besonderheit machte Musja erst einmal keinen leidenden Eindruck, was ja sehr wünschenswert wäre.

31.03.2022

Schon waren wieder zwei Wochen vorrüber und es war wieder Zeit für die tierärztliche Visite im Tierheim. Erste Patientin war Katzendame Oreo. Eine kahle Stelle auf ihrem Kopf brockte ihr die Aufmerksamkeit des Veterinärs ein. Eine ganz konkrete Ursache konnte nicht ausgemacht werden, lediglich die Spuren einer Ohrmilbeninfektion aus ihrem früheren Leben. Wir werden erst einmal weiter beobachten. Katzenomi Maggie wurde vom Tierarzt nun für gesund erklärt. Das Mäulchen ist prima verheilt, sodass Maggie ab jetzt auch wieder Trockenfutter essen darf, wenn sie es denn möchte. Die beiden Labbi's wurden nun auch vollständig geimpft. Weiterhin gibt uns Nele aber Rätsel auf. Trotz Hypoallergenem Futter scheint sie ein Ekzem in den Achseln zu entwickeln. Ist dies nun psychischer oder physischer Natur? Wir behandeln sie nun prophylaktisch noch einmal gegen Krabbeltierchen, um diese ganz sicher als Ursache ausschließen zu können. Als nächstens waren die vier zuletzt bei uns eingetroffenen Hunde an der Reihe. Juma war gar nicht so erfreut vom plötzlichen erscheinen der Tierärztin, doch glücklicherweise vertraut sie uns und so konnten wir gemeinsam die Untersuchung meistern. Bei Hera war, bis auf ein Aterom, nichts ungewöhnliches feststellbar. Wundervoll! Nichts so rosig sah es bei Tiago aus. Auf beiden Seite hat er eine Ohrenentzündung, die Beißerchen lassen auch zu wünschen übrig und er hat eine seltsame Umfangsvermehrung unter dem Oberlid. Diese Probleme werden wir jetzt nach und nach angehen. Auch zur Zahnsanierung muss Nada. Bei der Gelegenheit kann auch gleich ihre Hüfte geröntgt werden, die offenbar auch sehr schmerzhaft für die beleibte Hündin ist. Es wird wahrlich nicht langweilig im Tierheim.

 

30.03.2022

Am heutigen Tag ereilte uns eine absolute Überraschung. Als wir am morgen wie gewohnt im Tierheim ankamen und laut quieckend von den Meerschweinchen empfangen wurden, regte sich etwas in der Kuschelhöhle. Unglaubig schauten wir zwei mal hin und rieben uns die Augen. Fundmeerschweinchen Hathor hatte über Nacht drei Jungtiere geboren, die nun tapsig ihre neue Welt erkundeten. Wir hatten natürlich festgestellt das Hathor ordentlich an Umfang zugelegt hatte, aber wir führten das auf ihr großartiges Selbstbewusstsein und ihr (wirklich)sehr erfolgreiches Futterbetteln zurück. Dass es sich um Nachwuchs handeln könnte, hatten wir gar nicht auf dem Schirm. Hathor hat ihre neue Rolle als Mama prima angenommen, putze die kleinen ordentlich und säugt sie. Die anderen Meerlis schienen nicht besonders Notiz von den Neuankömmlingen zu nehmen. Zumindest nicht, solange noch Salat zum verputzen bereit lag. Wir werden die Situation weiter beobachten und kommen wohl demnächst nicht ohne enorme Zeitverzögerung durch den Raum mit den Meerlis. Einfach zuckersüß!

 

29.03.2022

Unser heutiges Ziel war erneut die Landeshauptstadt Sachsens, allerdings dieses Mal direkt die Innenstadt. Katerchen Ignatz hatte nun endlich auch sein großes Los gezogen und fand eine Familie, in die er sehr gut zu passen schien. Die neuen Körbchengeber hatten uns extra vorher noch einmal angerufen, damit wir auch genügend Kleingeld einstecken für den hungrigen Parkautomaten. Ignatz freute sich und stiefelte von selbst in die Box. "Endlich darf ich auch umziehen", dachte er sich wohl. Während der Fahrt war er entspannt, beobachtete alle Handgriffe und horchte, wie der Motor leise schnurrte. Unser Ziel erreichten wir in der sechsten Etage eines Wohnblocks. Dann hieß es für Ignatz: Guck mal. Doch Ignatz war erst einmal unsicher. Er drückte sich gegen den Fußboden und schaute sich vorsichtig um. Stück für Stück richtete er sich ein wenig mehr auf, bis er erkannte, dass kein Unheil drohte. Erhobenen Schwanzes erkundete er alle Räume. Der vorhandene etwa gleichaltrige Kater versteckte sich, wie er es immer bei Fremden tat. Er hatte während unseres gesamten Aufenthalts noch nicht den Mut gefasst, sich zu zeigen. Die Wohnung ist schön groß, so dass sich die beiden Katzen auch bequem aus dem Weg gehen können. Unter dem Bett haben die Dosenöffner für jeden Kater einen extra Bettkasten eingerichtet, so dass auch hier ein Rückzugsort möglich wäre. Kartons, Spieleteppich und Spielzeuge bieten jede Menge Spaß und Abwechslung. Ignatz war total mit Erkunden beschäftigt, dass er sich für unsere Abreise überhaupt nicht interessierte.

 

28.03.2022

Mutter und Sohn machten sich auf die Reise. Die Rede ist natürlich von den Katzen Hania und Domek. Während Hania zügig in die Transportbox stieg, sah sich Domek das Ganze lieber aus einiger Entfernung an. Dann erkannte er, dass ihm sowieso keine andere Wahl blieb und er ja nicht wieder ganz alleine zurückbleiben wollte und machte es seiner Mutter nach. Während der Fahrt maunzten beide ein wenig. Nachdem unser Auto gewohnt flink und sicher Dresden erreichte, durften die Katzen in der Wohnung aussteigen. Beide wurden auf der Suche nach einem geeigneten Versteck schnell fündig und mussten sich erst einmal sammeln. Ein aus Europaletten selbstgefertigtes Sofa bot gute, gesicherte Rückzugsmöglichkeiten, die sie dankbar annahmen. Hania blieb dort verkrochen, nur Domek packte die Neuiger und er spähte ab und zu um die Ecke. Die Klettermöglichkeiten im halbwegs Verborgenen fand er richtig sensationell, er huschte in und um das Sofa. Na dann wird er im neu entstehenden Katzenzimmer garantiert seine wahre Freude haben. Da das Zimmer nicht gebraucht wird, richtet der Mann dort nach und nach für die Beiden ein Spielezimmer ein, mit "Catwalk", also vielen Regalbrettern an der Wand. Selbstverständlich bleiben dennoch fast alle Türen der Wohnung offen. Sie sollen ja nicht nur alleine spielen, sondern den Alltag gemeinsam mit ihrem Menschen erleben und schmusen und sich einfach nur wohlfühlen. 

 

25.03.2022

Das frühlingshafte Wetter spornte uns zum "Frühjahrsputz" an. Die regnerische und kalte Jahreszeit hatte ihre Spuren hinterlassen und so schrubbten und wienerten wir die Hundehäuser bis sie in neuem Glanz erstrahlten. Natürlich nicht, ohne die ein oder andere Spiel- und Streicheleinlage für jeden der wollte. Akim beteiligte sich auf seine Weise und stibitze heimlich den Schrubber. Wir mussten herzlichen über den Kobold lachen. Diesen treuen Augen kann man auch einfach nicht böse sein.

Außerdem fanden ein paar wunderschöne Blümchen den Weg ins Tierheim und in die Erde. Das hebt die Laune doch gleich enorm und sieht dazu noch ganz fantastisch aus.

 

24.03.2022

Unsere Bürokatze Kirby mäkelte in letzter Zeit immer öfter mit ihrem Futter. Wir griffen also auf Trick 17 zurück, besorgten etwas Hackfleisch und boten ihr ein Schälchen an. Da wurden die Augen groß, die Schnurrbarthaare richteten sich nach vorn und Kirby wurde ganz energisch. Beinahe hätte sie beim "reinschaufeln" den Napf vom Tisch befördert. Das konnten wir gerade noch verhindern. Im Nu war die Schale leer, Kirby schleckte sich genüßlich über die Schnute und sonnte sich ein bisschen im Büroauslauf. Hoffentlich geht das Gewicht dann bald wieder in die Höhe.

Auch die Samtpfötchen in unserem großen Katzenhaus erhielten ein Upgrade. Das Freiluft-Sandklo wurde ordentlich entleert und anschließend mit frischem Sand neu befüllt. Natürlich alles unter den wachsamen Blicken von Kater Josef.

 

23.03.2022

Die einzigartige, kleine rote Katze Ekaterina konnte so schnell nicht aus der Bahn werfen. Tagtäglich wurde sie von ihrem Schonplatz bei ihrer verordneten Leberdiät ins Spielezimmer gebracht zu Kater Ignatz. Also, Transportbox war ihr nicht fremd. Als sie sich heute allerdings im Tierheimauto wiederfand, war ihr etwas komisch zumute. Nach einem kurzen Maunzen war sie ungewohnt still. Ekaterina verkroch sich in die Ecke der Box, nur beim Ampelstopp kam sie vor, fragte um Hilfe und schmierte am Türchen. Die Fahrt dauert auch gar nicht lange, nach nicht einmal 20 Minuten waren wir in Radeberg, wo sie zukünftig ein großes Territorium für sich alleine hat. Es war niedlich, wie sie aus der Box stiefelte. Der Geruch vom Katzenstreu war ihr schon einmal bekannt, aber alles andere war so ungewohnt. Und so groß. Sie maunzte, tapste umher, maunzte wieder, und erkundete nach und nach, teils im Eiltempo, die Zimmer. Plötzlich stoppte sie vor dem Spiegel und starrte ihr Gegenüber eine Weile an. Da allerdings keine Regung auf der anderen Seite war, ging sie wieder weiter. Unters Bett, in die Küche, auf leisen Sohlen tippelte sie über das Parkett. Zwischendurch legte sie eine Schmuserunde zum Ablenken und Wohlfühlen ein. Herrchen hatte sich sehr vom Tierheiminventar inspirieren lassen. Sogar eine Spielschiene fand Ekaterina vor. Noch war sie allerdings mit Erkunden beschäftigt und wir waren begeistert, wie sie ganz elegant vom Sofa hoppste. Zum Abschied schlich sie noch einmal dankend um unsere Beine, ehe sie sich ganz ihrem Dosenöffner widmete.  

 

22.03.2022

Heute war der große Wuschel Celentano zum Röntgen beim Tierarzt geladen. Auf der Fahrt war "Celo" zwar leise, aber man konnte hören das er zu unruhig war, um sich hinzulegen. Dafür verhielt er sich auf dem Röntgentisch vorbildlich und zappelte überhaupt nicht. Die dabei entstandenen Röntgenbilder bestätigten den Verdacht, dass Celentano eine beidseitige Ellenbogendysplasie hat. Außerdem zeigte sich auch, dass der Rüde eine alte, schief zusammengewachsene Fraktur im Bein hat. Aber all das hält Celentano nicht davon ab überall hochzuhüpfen und seine neugierige Nase in alle möglichen Dinge zu stecken. Celentano bekommt ab jetzt ein pflanzliches Mittel ins Futter und wenn er Schmerzen hat, auch eine Tablette dagegen.Außerdem nahmen wir auch gleich Meerlimännlein Anubis zur Nachkontrolle mit. Die Heilung des Auges nach der Entferung der Granne verläuft wunderbar, die Augentropfen entfalten ihre Wirkung. Gute Neuigkeiten für das Böckchen.

 

Wir wollten auch nicht unerwähnt lassen, dass mittlerweile 1380€ von verschiedenen Tierfreunden für unsere ernome Heizöl-Rechnung gespendet wurden. Was für eine beachtliche Summe. Für diese großartige Hilfe sagen wir vielmals DANKE.

 

21.03.2022

Weil Anubis sein trübes Auge durch die Augentropfen sehr gut heilte, wagten wir endlich auch die Vergesellschaftung der Meerschweinböckchen. Auf großem neutralen Terrain setzten wir die Jungs zusammen und überwachten das Schauspiel. Jeder wollte dem anderen seine (nicht mehr ganz vorhandene) Männlichkeit beweisen und so spielten die Kastraten "Ringelpiez". Es war ein buntes An- und Aufeinander und verlief erfreulicherweise in einem wirklich friedlichen Rahmen. Als wir Anubis später seine Augentropfen, die er natürlich noch weiterhin bekommt, verabreichen mussten, versteckten sich alle 4 Böckchen gemeinsam unter einer Brückenkonstellation. Innerhalb kurzer Zeit herrschte schon so ein enger Zusammenhalt. Vielleicht kannten sich die Böckchen ja noch bzw. waren vielleicht verwandt? Sie werden ewig ihr Geheimnis für sich behalten. Es macht uns jedenfalls glücklich, dass nun keiner mehr alleine sein muss und unsere Meerlis soziale Gruppen bilden.

 

19./20.03.2022

Nachdem unser lieber Wirbelwind Ignatz in letzter Zeit immer öfter das katertypische Odor aufgetragen hat, wurde es aller höchste Zeit für die Kastration. Gleich morgends sollten wir den Kater in der Klinik "abliefern". Am späten Nachmittag durften wir Ignatz dann wieder abholen. Weil er noch ein bisschen duselig war, schaute er richtig grimmig drein. Ganz untypisch für den Powerschmuser mit der Reibeisenzunge. Zurück in seiner gewohnten Umgebung setzte er sich auf das vorbereitete Kissen auf dem Boden und versuchte sich, mehr schlecht als recht, ein bisschen zu putzen. Doch schon ein paar Stunden später war Ignatz wieder Herr seiner Sinne und der mürrische Blick war gewichen.

 

18.03.2022

Wir durften heute die liebe Maggie aus der Klinik abholen. Sie hat alles gut überstanden, war aber dennoch ziemlich missmütig, dass sie die Nacht nicht in ihrem Körbchen verbringen durfte. In nächster Zeit darf sie nur Nassfutter fressen, damit die Nähte in ihrem Mäulchen nicht aufgehen und alles gut verheilt.

Nachdem die Meerschweinchenjungs ihr Ungezieferbad überstanden hatten und die Kastrationsfäden gezogen waren, war der Tag der Vergesellschaftung der Böckchen gekommen. Doch noch bevor wir die Nager zusammenbringen konnten, stellten wir fest, dass Anubis ein ganz trübes Auge hatten. Ohje... was war passiert!? Rasch waren wir mit dem kleinen Kerl beim Tierarzt. Anubis hatte sich eine Granne ganz fies im Auge eingefangen. Das Entfernen von Grannen sollte immer einem Profi überlassen werden, da Grannen Widerhaken haben, die die Hornschaut empfindlich beschädigen können. Wir bekamen für den kleinen Bock zwei verschiedene Augentropfen mit, die er nun fünf mal täglich bekommen muss. Und wenn das klappt, wird sich sein Auge wieder vollständig erholen. Was für gute Neuigkeiten!

 

17.03.2022

Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende zu. Am Vormittag durften wir Katze Maggie zur notwendigen Zahnsanierung in die Klinik bringen. Im Dentalröntgen sah man das ganz Ausmaß. Maggie leidet unter FORL, einer schmerzhaften Erkrankung der Zähne. Der Katzenomi mussten alle Zähne gezogen werden und die Wunden vernäht werden. Die Katzenomi bleibt über Nacht zur Überwachung dort und bekommt zur Entlastung der Nieren noch eine Infusion.

Außerdem haben wir heute unsere Meerlimädels vergesellschaftet. Was war das für ein geflitze, gebrumme und gefiepe. Meerschweinchendame Maggie stellte gleich wieder unter Beweis, dass sie der Chef im Ring ist und sich von niemandem den Salat aus dem Mäulchen ziehen lässt. Positiv überrascht waren wir von Hathor. Die hübsche Dreifarbige war ziemlich mutig und hatte sich bereits am Abend das laute gequiecke und gebettel nach Futter, der anderen Mädels abgeschaut. Wir freuen uns über diese friedliche Zusammenführung.

Am Nachmittag dann fuhr der Transporter der Smeura vor. Ziemlich unkompliziert ließen sich alle vier Hunde aus den Boxen in das Gehege führen. Dank geübter Handgriffe und äußerst kooperativen Hündchen konnten wir bereits nach 10 Minuten den Fahrer für die Weiterfahrt ins nächste Tierheim verabschieden. Tiago fiel gleich durch sein offenes und fröhliches Wesen auf. Er kam, gab Küsschen und erkundete dann erst einmal das neue Terrain. Hera macht einen äußerst zarten Eindruck. Ganz ehrfürchtig wedelte die Schwanzspitze als sie sich die ersten Streicheleinheiten von uns abholte. Juma war zwar körperlich die Größte von den vier Hunden aber dennoch war die Rute an den Bauch getackert. Es war toll zu sehen, wie Juma innerhalb kürzester Zeit Tierpfleger Mario in ihr Herz schloss und ihm nicht mehr von der Seite wich. Er war Juma pötzlich so wichtig, dass die Hündin sogar ein bisschen eifersüchtig wurde, als Mario Tiago streicheln wollte. Jumas freude über das wiedergefundene Selbstvertrauen war so groß, dass sie uns auch ein paar zaghafte Spielaufforderungen schenkte. Nada wollte uns noch nicht so viel Vertrauen entgegenbringen, hielt ihre Wohlfühldistanz ein und verschlief den restlichen Nachmittag. Kein Wunder nach der langen und anstrengenden Fahrt.

 

16.03.2022

Wieder einmal stand zuverlässig am frühen Nachmittag die Tierärztin vor dem Tor. Erster Patient heute: Josef. Trotz erfolgreicher Bestechung wehrte er sich sehr gegen die notwenige Untersuchung und die nachfolgende Impfung. Dabei ist es doch wirklich nur zu seinem Besten. Zum Glück hatte uns Josef am späten Nachmittag schon wieder vergeben und schleckte sein Näpfchen leer. Danach schauten wir uns Glory an. Sie hatte tränende Augen und eine Wunde an der Nase. Vorerst bekommt sie vier mal täglich Augentropfen. Nächster Patient war Celentano, der immer mal wieder Lahmheit gezeigt hat. Einige professionelle Handgriffe später stand der Verdacht im Raum, dass unser Großer Wuschel an beidseitiger ED leidet. Das erklärt auch, wieso er die meiste Zeit überhaupt keine Lahmheit zeigt. Gewissheit haben wir erst nach einem Röntgenbild. Die Nachkontrolle von Labbihündin Nele war zufriedenstellend. Die Tabletten gegen die Epilepsie scheinen keine offensichtlichen Nebenwirkungen auszulösen, die Ohrenentzündung war abgeklungen. Nele war wie immer lieb und fröhlich. Außerdem baten wir die Tierärztin noch einen Blick in Pauls Mäulchen zu werfen. Die dort verbliebenen Zähne sind Zeugen seines bewegten Lebens und eine tierärztliche Behandlung könnte die Optik aufwerten. Aufgrund von Pauls medizinischer Vorgeschichte und der Tatsache, das keiner der Zähne wackelt, eitert oder weh tut, belassen wir dabei. Seiner guten Laune tun die schiefen Zähnchen jedenfalls keinen Abbruch.

 

15.03.2022

Neben der aktuellen politischen Lage in Europa, sind vorallem die gestiegenen Spritpreise in aller Munde. Doch auch der Preis für Heizöl ist enorm gestiegen. Dies haben wir nun am eigenen Leib erfahren als der große Heizöl-Laster ins Tierheim kam und unsere Tanks befüllt hat. Unter dem Strich stand eine Zahl von über 3000€. Da wird einem ganz schwindelig beim Anblick dieser Horrorsumme. Nur zum Vergleich: im Vorjahr kostete die selbe Menge über 100€ weniger pro 100L. Liebe Tierfreunde, hier sind wir dringend auf Ihre Hilfe angewiesen. Könnten Sie uns bitte finanziell unter die Arme greifen, damit wir diese Summe berappen können? Die Tiere würden es Ihnen Danken!