Was gestern geschah

 

24.11.2022

Da es Ryan zunehmend schlechter ging, das Fieber blieb und der Kater nichts mehr zu sich nahm, entschlossen wir uns, ihn doch stationär zu Dr.Dziwok zu geben. Und das war gut so. Wie sich zeigte, hatte Ryan massive Lessionen im Mäulchen, vermutlich Herpes. Er konnte vor Schmerzen nichts fressen, selbst wenn er noch Appetit gehabt hätte. Armes Kerlchen. Aber nun ist er in besten Händen, hängt an der Infusion und erhält alles, was ihm hilft. Wir sind voller Zuversicht, dass der hübsche Ryan wieder ganz gesund wird.

Auf dem Rückweg ins Tierheim durften wir Katze Sternchen mitnehmen. Das hat uns sehr gefreut. Die Fäden sind gezogen, die Pflaster entfernt. Sternchen braucht noch etwas Ruhe, aber sie frisst gut und möchte am liebsten immer kuscheln. Na klar, nach solchen Strapazen, da will man für seine Tapferkeit belohnt werden. Gern kommen wir Sternchens Wunsch nach. Auch an dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an alle Tierfreunde, die sich mit einer Spende an der Rechnung für Sternchen beteiligt haben. Wir sind ein weiteres mal vollkommen überwältigt von Ihrer Solidarität.

 

23.11.2022

Die dieswöchigen Tierarztvisite stand ganz im Zeichen der Samtpfötchen. Neuankömmling Elisabeth wurde gründlich untersucht. Sie benahm sich ganz vorbildlich, holte sich reichlich Streicheleinheiten von der Tierärztin ab. Der sieben jährigen Katze fehlt zum Glück nichts, was uns sehr glücklich macht. Nicht so gut steht es um Fundkater Ryan. Er hat sich leider einen schlimmen Katzenschnupfen zugezogen und hatte Fieber. Er bekam ein Mittel gegen den Schnupfen, Antibiose und Schmerzmittel verordnet. Auch seine Schwester Rachel nießt leider, aber es geht ihr verhältnismäßig gut. Das Geschwisterpaar Heidi und Peter sind leider auch noch nicht vom Schnupfen kuriert, aber sie fühlen sich bereits viel besser und futtern jedes Näpfchen in handumdrehen leer. Auch hier verfolgen wir den verordneten Medikamentenplan weiter in der Hoffnung, dass sich die beiden bald erholt haben.

 

22.11.2022

Beim Vorbereiten des Winterquartiers für unsere Schäfchen sind unsere Strohvorräte beträchtlich zur Neige gegangen. Deswegen kam heute Mittag der große Laster mit Stroh. Voller Elan luden wir Bündel um Bündel aus. Die Schäfchen beobachteten das Treiben lieber aus sicherer Entfernung. Nach getaner Arbeit fegten wir noch die Scheune und sind nun für die nächsten Monate bestens versorgt.

Außerdem hatte unser Kaninchenmännlein Sam wieder einen Termin in der Tierklinik zum Zahnspitzen kürzen. Diesmal sah es viel besser in seinem Mäulchen aus aber uns ist bewusst, dass das Grundproblem im Kiefer nicht gelöst ist. Zumindest kann er die nächsten Wochen schmerzfrei und würdevoll Leben. Als er wieder zurück im Tierheim war hat die große Tabea "ihren" Sam gleich ganz niedlich begrüßt, sein Köpfchen geputzt und sich dann an ihn gekuschelt. Die beiden scheinen sich wirklich doll zu mögen.

 

21.11.2022

Sicher haben Sie schon wie wir dem Ergebnis der Laboruntersuchung des roten Fundkaters (siehe "was gestern geschah" vom 14.11.) entgegengefiebert. Am Samstag war leider noch kein Befund da. Allerdings verschlechterte sich der Zustand des Katers, der dennoch voll liebesbedürftig war, enorm. Der Anruf des Tierarztes am Morgen verhieß nichts Gutes: Obwohl wir es schon geahnt hatten, waren wir über alle Maßen bestürzt: Der Kater hatte einen bösartigen, schnell wachsenden Tumor unter der Zunge, der wohl zu allem Übel auch noch aufgegangen war. Ihm blieb leider nur noch eine Option: Erlösung. Wie schrecklich, bereits die zweite Fundkatze innerhalb so kurzer Zeit! Wir ließen es uns nicht nehmen, den Kater noch ein letztes Mal zu streicheln und ihn, in Anlehnung an Katze "Sunshine", auf den Namen "Moonlight" zu taufen. Nun sind am anderen Ende der Regenbogenbrücke Sonne und Mond vereint und leben auch in unseren Herzen weiter. 

 

19./20.11.2022

Der Winter hat uns nun doch noch eingeholt. Energiekrise hin oder her, wir mussten über Nacht die Heizungen in den Hundehäusern aktivieren. Bald brauchen wir also auch wieder Nachschub an Heizöl. Eher bestellen bringt nichts, denn solange wir "nur" eine dreistellige Literzahl tanken, zahlen wir wieder drauf. Verrückt, aber wahr. Auch die Hühner und Scheunenkatzen können sich ab sofort wieder unter dem Rotlicht aufwärmen, was sie dankend annehmen.

Am Sonntag konnten wir bei Tomis die OP-Fäden vom 09.11. ziehen. Sie hielt brav still und wir waren im Nu fertig. Die Naht ist echt gut verheilt und Tomis darf nun wieder ohne Trichter im Schnee schnuppern.

 

18.11.2022

Unsere Schafe haben nun wieder ihr geschütztes Quartier in der Scheune bezogen. Etwas widerwillig verließen sie die Weiden, aber dann kannten sie den Weg. Ihre Strohbettchen waren ja schon vorsorglich ("was gestern geschah" vom 26.10.) hergerichtet, falls der plötzliche Wintereinbruch kommt.

Ganz plötzlich kam auch eine Anfrage betreffs Aufnahme einer Katze. Die Besitzern muss umziehen und die 7jährige "Elisabeth" kann leider nicht mit. Die Katze ist immerhin schon kastriert. Sehr fein. Nur bei den Impfungen müssen wir wieder von vorn beginnen, dies wurde mit der Zeit bedauerlicherweise vernachlässigt. Wir sagten der Frau zu, dass sie uns "Elisabeth" heute 

bringen kann. Die braungrau getigerte Schönheit mit weißem Latz und weißen Stiefeln war nicht dolle erfreut, dass sie nun einen Käfig beziehen musste. Die Besitzern meinte, dass sie mit Futter jedoch bestechlich wäre. Das sollte doch kein Problem sein, Futter und Leckerlis servieren wir der Samtpfote doch gerne.

 

17.11.2022

Auf die gestrige Erfolgsmeldung müssen wir Ihnen heut eine niederschmetternde Nachricht mitteilen. Katze Sunshine lag früh fast regungslos in ihrem Körbchen. Gestern Abend war ihr noch nichts Dramatisches anzumerken. Trotz ihres schlechten Allgemeinzustands stand Sunshine da noch an der Käfigtür, maunzte und fraß fein das ihr angebotene Magen-Darm-Futter. Wer weiß schon, welche gesundheitlichen Probleme ihr innerlich zu schaffen machten.
Da sowieso ein Tierarztbesuch auf der Tagesordnung stand, luden wir Sunshine fix ein und fuhren schon eher in die Praxis. Der Tierarzt konnte bedauerlicherweise auch nur noch feststellen, dass Sunshine ihre Körperfunktionen fast gänzlich eingestellt hatte und es blieb ihm keine andere Möglichkeit mehr, als sie zu erlösen.
Der Umstand, dass die dreifarbige Miez eine sogenannte Glückskatze war und den hoffnungsvollen Namen "Sunshine" erhielt, konnte sie leider auch nicht vor dem Schlimmsten bewahren. Wie gern hätten wir ihr noch eine schöne Zeit hier auf Erden gewünscht! Ruhe in Frieden, kleine Miss Sunshine!

Außerdem vorstellig in der Praxis waren die beiden weiblichen Abgabekatzen vom 06. und 07.11. zwecks Kastration. Da jedoch die schwarz-weiße "Heidi" noch schnupfte, wurde ihr Termin verschoben und sie durfte gleich wieder mit zurückfahren. Sie bekam Rotlicht und immunstärkende Mittel verordnet. Nur die grauschwarze "Rachel" wurde wie geplant kastriert und konnte -noch etwas benommen- am späten Nachmittag wieder abgeholt werden. 

 

16.11.2022

Für Hasi brach heute ein neues Leben an. Während die neue Meerschwein"mutti", die bereits in der Vergangenheit einige Tierchen von uns in ihre Familie aufnahm, sich riesig über das weiße Flausch freute, war Hasi von der Transportbox wenig begeistert. Kein Wunder bei ihrer Vorgeschichte. Umso erstaunlicher reagierte sie im neuen Zuhause. Zunächst zögerlich, traute sie sich schließlich in die Nähe der anderen Meerlis und verhielt sich auch tapfer, als die (selbstverständlich kastrierten) Böckchen die Eingangskontrolle vornahmen. Auch die vorhandenen Meerschweindamen waren weder zickig noch aufdringlich und so entstand der Eindruck, als wäre Hasi schon immer ein Teil der bunten Truppe. Nur bei menschlicher Annäherung war Hasi, die nun Lumi heißen darf, noch etwas schreckhaft. Am Folgetag erhielten wir sogar schon herrliche Beweisfotos, dass uns mit dieser Vermittlung wriklich ein Glückstreffer gelungen war. Nun darf das einst vereinsamte Meerschweinchen endlich, in einem großen extra Zimmer nur für die "Plüschpopos", zusammen mit den anderen ihre artgerechte Natur ausleben.

 

15.11.2022

Wir glaubten fast an ein Deja Vu, als erneut ein Ordnungsamt anrief und um Aufnahme einer verletzten Fundkatze bat. Das Tier saß wohl seit Stunden vor einem Haus und rührte sich nicht weg. Wahrscheinlich hat es um Hilfe gefleht und wurde zum Glück erhört. Wir sagten auch in diesem Fall unsere Hilfe sofort zu. Wenig später stand ein Mitarbeiter der Behörde bereits vor unserem Tor. Im Gepäck eine dreifarbige Miez, welche total schmuddelig ausschaut und eine große offene Wunde im Gesicht trägt. Wie im Fall des Katers war diese Katze auch schon einem Tierarzt vorgestellt worden und hatte Antibiotika bekommen. Josi bat den Abgeber gleich darum, für die Miez einen schönen Namen auszusuchen. Er meinte, sie soll Sunshine heißen. Topp! Wie sich rausstellte, hat die Gute wasserartigen Durchfall und sicher noch andere Baustellen. Wir werden sie in den nächsten Tagen mit in die Tierklinik nehmen und alles abklären lassen. Sunshine ist auf alle Fälle sehr lieb und geduldig.

 

14.11.2022

Wir erhielten einen Anruf mit der Frage, ob wir eine Fundkatze aufnehmen könnten, bei der dringend die Zähne behandelt werden müssten. Die Stadtverwaltung des Ortes würde die Kosten übernehmen. Selbstverständlich sagten wir zu, hier war offenbar schnelle Hilfe gefragt. Noch hatten wir keine Ahnung, wie schlimm es wirklich um das Tier stand. Zu uns gebracht wurde ein abgemagerter, schmutziger, roter Kater, an dessen Mäulchen Blut klebte. Das Tier war vorher bereits einem Tierarzt vorgestellt worden, hatte dort Antibiotika und Flohmittel bekommen. Das der Kater gar nicht fressen konnte, war nicht aufgefallen. Nach kurzem Aufenthalt bei uns entschieden wir, doch noch in die Praxis von Dr.Dziwok zu fahren, um den Kater begutachten zu lassen. Und das war gut so. Neben den verfaulten Zähnen wurde festgestellt, dass diese arme Kreatur eine massiv geschwollene Zunge hatte, welche an der Unterseite bereits Spuren von Fäulnis zeigte. Daher auch das schmutzige Fell, der Kater konnte sich seit längerem nicht putzen und auch kaum Nahrung aufnehmen. Was müssen das für Schmerzen sein? Warum musste er so lange leiden? Nun hängt er in der Tierklinik am Tropf. Wenigstens ist er sauber, hat es warm und wird ernährt. Eine Biopsie von der Zunge wird zeigen, ob es sich um einen Tumor handelt oder eine Schwellung aufgrund einer infizierten Wunde. Am Freitag ist spätestens mit dem Ergebnis zu rechnen. Dann wird über das weitere Schicksal entschieden. Wir wünschen dem lieben Kerl so sehr, dass ihm geholfen werden kann und er nochmal glücklich sein darf. Bitte drücken Sie ihm die Daumen.

 

12./13.11.2022

Heute war Akim der Glückspilz, der in ein neues Zuhause umziehen durfte. Wie ein aufgewecktes Kleinkind meisterte er die für ihn ungewohnte Situation. Autofahren war im ersten Moment mega anstrengend, da er meinte, alle anderen Autos jagen und verbellen zu müssen. Nach ein paar beruhigenden Worten verhielt er sich schließlich ruhig. In der Wohnung war er dann neugierig unterwegs, aber auch wie ein Welpi an jedem Dekoartikel interessiert. Die Hündin Jamie, die vor ca 2,5 Jahren von uns übernommen wurde, freute sich über den Neuzugang, obwohl Akim manchmal auch recht aufdringlich werden kann. Immerhin versteht er sehr gut, wenn Jamie ihm zeigt, dass sie genug hat. Auf jeden Fall muss Akim noch lernen, zur Ruhe zu kommen. Damit tut er sich noch etwas schwer. Es ist wie so oft eine Frage der Geduld und Übung. Er hat eben immer noch seinen Welpencharakter beibehalten. Wir hoffen ganz doll, dass Akim seine Chance nutzt und bald mit Hilfe seines neuen Rudels zu einem erwachsenem Hund heranreifen wird. 

 

11.11.2022

Es war der 11.11., Karnevalsbeginn oder Beginn der fünften Jahreszeit, würde manch einer sagen. Ein neues Leben beginnen, durften heute unsere mittlerweile recht groß gewordenen Kater Mimo und Aaron. Gleich am morgen stiegen beide in die Transportboxen und wurden Richtung Königsbrück chauffiert. Während Aaron unter kläglichem Jammern am Gitter der Box rüttelte, klang von Mimo nur am und an ein zartes Muurr durch das Wageninnere. Nach der freundlichen Begrüßung durch die Familie erkundeten beide Katerchen ihr neues Reich. Erst einmal nur einen Bereich, bis sich nach und nach die Türen in alle Richtungen öffnen werden. Aaron zeigte sich ein wenig mehr beeindruckt von dem Tapetenwechsel, als Mimo. Letzterer spielte schon nach 20 Minuten auf dem Teppich mit dem vielen Katzenspielzeug, welches das Kleinkind der Familie unter fröhlichem lachen für ihn umher schmiss. Aaron ließ sich derweile von der Hausherrin in schnurrende Extase streicheln. Wirklich klasse, dass die beiden Katerchen zusammen umziehen konnten und gemeinsam ihr neues Leben starten können. 

 

10.11.2022

Leider mussten wir heute erneut zum Tierarzt. Diesmal mit einer der beiden vor kurzem abgegeben zutraulichen Kätzchen. Der schwarz-weiße Kater hatte leider schlimm Schnupfen, so schlimm das ihm schon Blut aus der Nase kam. Außerdem hatten wir das Gefühl das er auch blutigen Urin absetzt. Es half nichts, er brauchte dringend Hilfe und so machten wir uns auf die Socken. Vier Spritzen gegen den Schnupfen musste der tapfere Kater über sich ergehen lassen. Wenn man den Seelchen nur erklären könnte, dass es nur zu ihrem Besten ist. Unser Verdacht auf ein Blasenproblem bestätigte sich glücklicherweise nicht. Die Tierärztin erklärte uns, dass die Blase klein, leer und nicht schmerzhaft ist, dafür hätte er einen prall gefüllten Wurmbauch. Samt einwöchigem Therapieplan wurden wir wieder Heim geschickt. Der junge Kater war froh wieder bei seiner Schwester zu sein. Zur Belohnung gab es Katzenleberwurst. Denn trotz des schlimmen Schnupfens hat der Kater immernoch ausgesprochen großen Appetit. Daumendrücken, dass er sich rasch erholt und seine Schwester nicht auch noch krank wird.

 

09.11.2022

Und wieder stand Hundeomi Tomis im Fokus. Erneut sind wir mit der Wuschelhündin in die Praxis gefahren für eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs. Bei der letzten Untersuchung wurde dort eine Verdickung festgestellt und leider bestätigte sich heute der Befund. Für Tomis bedeutet das eine weitere Narkose, in der das Gewächs entfernt wird. Ein gerissener Milztumor ist potenziell lebensbedrohlich, weswegen wir über diesen Zufallsbefund froh sind. Natürlich hätten wir Tomis die Prozedur gern erspart, aber auf lange Sicht ist die Operation die richtige Entscheidung. Am frühen Nachmittag konnten wir Tomis abholen und wieder mit zurück ins Tierheim nehmen. 

 

08.11.2022

Mit Meerlimännlein Anubis ging es heute auf die Reise. Bereits nach 20 Minuten erreichten wir unser Ziel: Anubis neue Heimat. Der junge Mann soll dort den Haussegen in der Meerschweingruppe wieder etwas gerade rücken. Nachdem eine schüchterne Meerlidame eine Erkrankung überstanden hat, wollte ihre dominante Schwester sie nicht mehr in ihrer Nähe dulden. Anubis durfte zuerst ohne die Damen die neue Umgebung ergründen. Doch wie erwartet, hielt er den Atem an und bewegte sich lieber erstmal gar nicht. Auch frischer Löwenzahn änderte nichts an seiner Meinung. Erst als die Mädels dazu kamen, wurde er mobil, zeigte sich von seiner charmanten Seite und zwinkerte beiden schonmal interessiert zu. Gemeinsam fraß sich der Löwenzahn auch einfach besser, als allein. Doch der frieden währte nicht lang, eh die dominate Meerlidame den neuen erstmal in seine Schranken verwies. Diese Zurückweisung machte bei Anubis erstmal Eindruck und er nahm sich etwas mehr zurück. Nur die Zeit wird zeigen, ob Anubis die Spannungen der beiden Mädels besänftigen kann und die drei zu einer harmonischen Gruppe zusammenwachsen.

 

07.11.2022

Zwei weitere Kätzchen nahmen wir auf. Es handelt sich auch diesmal um Geschwister, halbwüchsig, geboren im Mai diesen Jahres. Ein tierliebes Ehepaar, welches auch unserer Einrichtuing sehr verbunden ist, kümmert sich seit längerer Zeit schon um die Katzen eines alten Mannes in der Nachbarschaft, weil dieser dazu nicht mehr in der Lage ist. In diesem Jahr konnten bereits 8 Tiere von dort mit unserer finanzielen Unterstützung kastriert werden. Somit wurde viel Elend verhindert. Eine Katze war leider schon trächtig und brachte im Mai einen Wurf zu Welt. Zwei dieser Jungtiere sind nun bei uns, eine dritte war heute flüchtig. Sie wird demnächst "nachgeliefert". Da von dem alten Herrn nichts zu erwarten ist, bezahlten die Tierfreunde die Aufnahme der Kätzchen aus eigener Tasche. Die beiden sind wirklich zutraulich und niedlich, gewiss werden sie ein gutes Zuhause finden. Ihre Mutter ist selbstverständlich in der Zwischenzeit unfruchtbar gemacht worden.

 

05./06.11.2022

Im Kamenzer Ortsteil Wiesa fanden aufmerksame Bürger zwei junge Katzen. Es handelt sich um ein Geschwisterpärchen, welches vorsorglich in eine Tierarztpraxis gebracht wurde. Beide grauschwarzen Schönheiten (ein Kater und seine Schwester) sind zum Glück wohlauf. Während sich das Ordnungsamt auf die Suche nach einer Unterbringung für die zwei Katzenkinder begab, wurden diese in der Praxis entfloht und entwurmt. Als das Ordnungsamt schließlich an unserem Telefon läutete, sagten wir natürlich einer Aufnahme der zwei heimatlosen Fundtiere zu. Die Nächte sind schon sehr kalt und wir können schließlich eine geschützte Unterkunft und regelmäßig Futter bieten. Noch sind Beide durch den Umzug etwas gestresst, vor allem das Katzenmädchen, und wären am liebsten wieder geflüchtet. Doch in den nächsten Tagen werden sie sicher begreifen, dass sie nun erst einmal keine Not mehr leiden müssen und uns vertrauen können. 

 

04.11.2022

Unsere Hundeomi Tomis hatte heute einen Termin beim Tierarzt. Auf dem Programm stand eine Zahnsanierung und eine Ultraschalluntersung ihres Bäuchleins. Uns fiel auf, dass Tomis meist morgens von Übelkeit geplagt wird. All unsere Maßnahmen wie Futterumstellung, tägliche Betthupferl ect. brachten keine dauerhafte Besserung. Daher wollten wir mittels Sonografie herausfinden, wo das Problem liegt. Bei der Abholung offenbarte uns die Tierärztin das Tomis 18 Zähne eingebüßt hat und der verbleibende Rest auch nicht besonders erbaulich aussieht. Beunruhigender war jedoch eine Verdickung an der Milz. Zur Kontrolle soll Tomis kommende Woche noch einmal zum Ultraschall. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird das Gewächs auch gleich entfernt. Doch erstmal muss sich Tomis von ihrer Zahn-OP erholen. Noch ganz duselig war sie dankbar, dass wir ihr im Tierheim ein weiches Plätzchen an der Heizung freigehalten haben, wo sie den restlichen regnerischen Tag friedlich verschlief.

 

03.11.2022

Zur heutigen Tierarztvisite gab es wieder reichlich Impfungen zu verteilen. Begonnen haben wir mit Nalas Kids die sich prima entwickelt haben. Alle wurden noch einmal gründlich untersucht, bevor sie ihre notwendige zweite Impfung bekamen. Bei dem kleinen schwarz-weißen Kater Howard hat unsere Tierärztin Kryptorchismus festgestellt. Das bedeutet eine umfangreichere Kastration, da ein Hoden in der Bauchhöhle liegt und nicht abgestiegen ist. Auch der große schwarze Fundkater Mio, sowie der kleine Wirbelwind Johnny erhielten ihren zweite Impfung. Wenn sie alles gut verkraften, können sie auch bald die Quarantänestation verlassen. Schon ging es weiter zu Hündin Lola, die beim Anblick der Tierärztin einen kleinen Freudentanz aufführte. Auch sie erhielt ihre Impfung und ist nun ein Jahr lang immunisiert. Bei Hundeomi Nada entdeckten wir an der Rute einen Knubbel. Dieser stellte sich zum Glück als harmloser Grützbeutel heraus. Unser großer Wuschel Celentano leidet derzeit an einer Leckstelle. Von der Veterinärin bekam er Antibiotika und einen Halskragen verordnet. Zusätzlich waschen wir die Wunde täglich, um den Heilungsprozess zu optimieren.

 

02.11.2022

Heute mussten wir uns von einer ganz lieben Zeitgenossin verabschieden, aber es blieb uns keine Wahl. Katze Evi, mit den herrlichen Kulleraugen und dem lustigen Schlitz im Ohr, hatte einen Tumor im Mäulchen und konnte nicht mehr fressen. Der Zeitpunkt der Erlösung war gekommen. Bereits seit einiger Zeit nahm sie an Gewicht ab, hatte auch kein glänzendes Fell mehr. Aber Evi war immer präsent, ließ sich streicheln, und futterte auch noch. Wir ließen sie in ihrer geliebten Scheune, weil wir wussten, dass jeder Ortswechsel für Evi unbeschreiblichen Stress bedeutete. Einige Vermittlungsversuche waren genau daran gescheitert. Wir beobachteten die Katze täglich und heute stand fest, dass es nicht mehr weiterging ohne Leid. Die Tierärztin sorgte dafür, dass Evi in unserer Scheune friedlich über die Regenbogenbrücke ging. 10 Jahre durfte Evi bei uns ein Leben nach ihrem Wunsch genießen. Wir hätten ihr gern noch mehr Zeit gegönnt, aber es lag nicht in unserer Macht. Ruhe in Frieden, du Süße. Selbstverständlich wird auch Evi würdevoll im Tierkrematorium Rosengarten kremiert.

 

01.11.2022

Heute waren wir zu Gast in der Tierklinik. Einen Termin hatten Brandy, Scotch und Gin. Und auch Kaninchenmännlein Sam war mit dabei. Bei dem Rammler wurden die Zahnspitzen gekürzt. Obwohl wir zuletzt vor vier Wochen mit ihm aus dem selben Grund in der Klinik waren, war der Abstand der Behandlungen zu lang. Seine Zahnwurzeln sind entzündet, zu lang und deformiert. Chirugrisch gibt es keine Möglichkeit die Ursache zu beheben. Das abschleifen der Zahnspitzen ist das einzige, was wir tun können, um dem lieben Kerl Linderung zu verschaffen. Die Samtpfötchen erhielten ihre zweite Impfung und waren trotz großer Angst sehr tapfer. Im Anschluss durften alle wieder mit zurück ins Tierheim fahren und sich von den Strapazen erholen.

 

31.10.2022

Am Feiertag passierte nichts spannendes im Tierheim. Umso mehr freuten wir über Post unserer ehemaligen Schützlinge aus dem Urlaub. Zum Beispiel Kater Lucky hat sicher prima eingelebt und verträgt sich mit seinen Katzenkumpels. Unser ehemaliger Rüde Argus jetzt Radu war in Slowenien im Urlaub und darf sein Frauchen sogar ab und zu auf Arbeit begleiten. Airedale Terrier Faust lernt mit seinen Frauchen zusammen eine Menge in der Hundetrainerausbildung. Und die beiden Kater-Brüder-Paare Leo&Kleo, sowie Franek&Jarek bereiten ihren Herrchen eine Menge Freude. Solche positiven Nachrichten bauen uns auf und bestätigen uns bei der Tierschutzarbeit.

 

29./30.10.2022

Unser Wägelchen fuhr heute nach Radebeul, um Katze Mii in ihr neues Zuhause zu bringen. Wie wir inzwischen aus unserem Tierheimalltag wussten, ist das Katzenmädchen von Veränderungen wenig begeistert. So rief sie uns während der Fahrt auch nicht ihr gewohnt zartes "Mii" entgegen, sondern ein langgezogenes "Maaaau". Immer wieder steckte sie ihr Pfötchen durch die Tür der Katzentransportbox. Endlich angekommen, war Mii plötzlich verstummt. Wir zeigten ihr die erste Anlaufstelle, die Katzentoilette und ließen sie in Ruhe erkunden. Kater Cooper, der nur ein halbes Jahr älter ist, saß auf dem Kratzbaum, schnupperte und beobachtete die Situation. Als erst ganz langsam der Kopf von Mii, dann ihr langgestreckter Hals und schließlich der Rest der Katze aus dem Bad schlich, bemühte sich Cooper nach unten, um dann lieber das Weite zu suchen. Besser so, als wenn sie aufeinander los gehen, dachten wir, und warteten, was weiter geschah. Mii schaute sich noch ein bißchen um, die neuen Dosenöffner redeten derweil sanft mit ihr. Da die Wohnung jedoch sehr viel Platz bietet, und mit all den fremden Gerüchen behaftet ist, entschied Mii, sich vorerst ins Bad zurückzuziehen. Sie wird gewiss noch ein Weilchen benötigen, um sich mit allem anzufreunden. Wir hoffen jedoch, dass die Kleine schnell ihre Scheu ablegen kann.

 

28.10.2022

Offenbar haben sich über Nacht die Gemüter bei unserer Kaninchenbande etwas abgekühlt. Denn heute haben wir sie friedlich kuschelnd "erwischt". Und Tabea ausgestreckt mittendrin. Und immer sind das diese Momente, wo man natürlich keinen Fotoapparat griffbereit hat. Trotzdem konnten wir uns daran erfreuen, dass keiner mehr allein sein muss und sich alle ganz gut vertragen.

 

27.10.2022

Heute war große Tag der "Familienzusammenführung". Die große Widderdame Tabea durfte zu ihren Artgenossen umziehen. Hierfür wurde alles ausgemistet, ordentlich gereinigt und umgeräumt. Wir haben das Gehege noch einmal vergrößert, damit auch Tabea ihrer Größe entsprechende Hoppelsprünge absolvieren kann. Die Zusammenführung selbst verlief erst ganz ruhig, bis Sam die neue Dame entdeckt hat. Dann kam etwas Schwung in die Bude und auch die Mädels zeigten Interesse an einander. Noch sind sie keine dicken Freunde aber wir arbeiten mit reichlichen Möhrchen und Salat daran.

 

26.10.2022

Heute erreichten uns eine ganze Menge Spenden von lieben Leuten aus unserer Umgebung. Insgesamt circa acht Kisten voll wollten sortiert und ordentlich verräumt werden. Natürlich nicht ohne den prüfenden Blick unserer Scheunenkatzen, für die dann wie von zauberhand auch eine Leckerlietüte aufging. Außerdem begannen wir auch mit den Vorbereitungen das Winterquartier unserer Schäfchen herzurichten. Noch ist das Wetter ja wundervoll und sie können die wärmende Sonne auf der Weide genießen, aber wer weiß wie lang die Wetterlage noch anhält.

 

25.10.2022

Heute wurde ein Meerschweinchen im Tierheim abgegeben. Und obwohl das kein Grund zur Freude ist, erlaube ich mir doch die Aussage, dass es für alle Beteiligten das Beste war, was passieren konnte. Das weibliche Tier wurde vor ca. 1,5 Jahren durch die Vorbesitzer von Privat gekauft, "aus einem Dorf, von einer Frau die ganz viele Jungtiere hatte". Das Meerschwein lebte dann allein in einem Käfig. Manchmal im Sommer durfte es auf die Wiese. Ansonsten gab es nur Gurke, Kartoffelschalen und Meerschweintrockenfutter. Einen Tierarzt hat das Weibchen nie gesehen. Abgegeben wurde das Meerschweinchen namens "Hasi" übrigens einer offenen Plastekiste die gerade so groß wie ein Schuhkarton war. Entsprechend verängstigt und geschockt war Hasi also als wir es entgegen nahmen. Der erste Gesundheitscheck ergab keine Katastrophen, bis auf ein zusätzliches Paar Zehen(was ein Zeichen von Inzucht sein könnte) und Uringetränktes Fell. Wir sind gespannt ob Hasi sich nach der ganzen Zeit allein noch sozialisieren kann und ob sich Anubis über seine neue Partnerin freut.

 

24.10.2022

Ein neues Zuhause fand die kleine Hündin Leni. Die Familie hatte vor einiger Zeit eine kleine Hündin aus unserem kleinen Tierheim übernommen, welche leider vor kurzem über die Regenbogenbrücke ging. Wir wussten um den Schmerz dieses bitteren Verlustes. Dennoch wollten wir die Chance nicht vorüber ziehen lassen und sendeten ein Foto von Leni an die Familie. Am nächsten Tag besuchten sie das Tierheim und waren völlig hin und weg von der kleinen Madame. Auch bei den folgenden Besuchen festigten sich die positiven Gefühle für Leni und gipfelten schließlich in einer Adoption. Wir sind froh, dass Leni gar nicht lange bei uns warten musste. Bei der Verabschiedung sagte die lieben Leute zu uns, dass Leni sie gerettet hat. Wir sind noch immer zutiefst gerührt von dieser Aussage.

 

22./23.10.2022

Die einst verunfallte Fundkatze Carola (siehe "was gestern geschah" vom 05.09.) brauchte gar nicht lange auf ein neues Zuhause warten. Sehr ländlich, in zweiter Reihe gelegen, darf sie künftig zusammen mit dem alteingesessenen Kater Boris, welcher auch aus dem Tierschutz zu der Familie kam, residieren. Noch war Boris über das neue Familienmitglied eher wenig amüsiert und zog sich zurück. Carola indes zeigte stolz, dass die Tierärzte sehr gute Arbeit beim "Zusammenflicken" geleistet hatten und sprang munter die Treppen hoch und schaute sich im Bücherregal um. Dann ging es wieder im Eiltempo treppab zu dem bereitgestellten Futter. Innerhalb kurzer Zeit putzte sie die Näpfe restlos leer. Schließlich konnte Carola das, was Boris übrig gelassen hatte, doch nicht schlecht werden lassen. Sie ließ sich von Herrchen streicheln und schnurrte, als wolle sie uns damit zeigen, wir können ohne sie zurück ins Tierheim fahren. Ihr gefiel es dort. Boris wird auch bald merken, dass die liebe ruhige Carola eine Bereicherung ist.

 

21.10.2022

Der kleine Fundkater Johnny hatte sich in letzter Zeit großartig entwickelt und wir dachten, er sei aus dem gröbsten raus. Doch Johnny belehrte uns eines besseren. Aus heiterem Himmel zeigte er Symptome einer Erkältung, hat tränende Augen und nießt. Nun bekommt er mehrmals täglich seine Wärmflasche, ein pflanzliches Mittel zur Stärkung des Immunsystems und wir putzen im die Nase. Die zusätzliche Aufmerksamkeit scheint ihm zu gefallen und er beginnt gleich zu schnurren und zu spielen. Fieber hat er zum Glück nicht, aber dennoch sind wir besorgt. Bei so einem kleinen Kätzchen ist man gleich doppelt alarmiert.

 

20.10.2022

Ein Termin beim Tierarzt stand ins Haus. Gegen Mittag beluden wir das tapfere Tierheimauto mit Brandy und Nala, Jarvis und unserem neuen Fundkaninchen. Die beiden Katzen hatten heute ihren Kastrationstermin und musste erstmal dort bleiben. Jarvis wurde vorstellig, da er offensichtlich Schwierigkeiten beim Aufstehen hatten und geröntgt werden sollte. Leider ergab die Diagnostik, dass er beidseitige HD hat. Erstaunlich, dass man ihm im Alltag fast nichts davon anmerkt und er sich auch nicht gerade schon. Er durfte im Anschluss gleich wieder mit zurück fahren. Übrigens sprang er auch beide male selbstständig in das Auto. So ein lieber Kerl. Unser Fundkaninchen wurde erst einmal von den ganzen Zecken befreit, die es wohl im Wald aufgesammelt hat. Eine Mikrochip konnten wir leider nicht finden. Das offensichtlich weibliche Tier zeigte aktuell keine Anzeichen von Trächtigkeit und bis auf eine Bindehautentzündung im rechten Auge, scheint dem Tier nichts zu fehlen. Nicht unerwähnt sollte auch sein, wie ausgesprochen lieb und gutmütig sich Tabea - wie wir sie nannten - bei der ganzen Untersuchung verhielt. Sie machte sich auf dem Tisch lang und wartete geduldig, bis wir fertig waren. Auch sie konnte gleich wieder mit zurückfahren.

 

19.10.2022

Kaum 1,5 Monate dauert es, bis die hübsche Hündin Roxy in ihr neues Zuhause umziehen durfte. Die schüchterne Hündin begeisterte eine junge Frau und ihre Familie durch ihr verspieltes sanftes Wesen. Bei mehreren Besuchen konnten zarte Bande geknüpft werden. Auf der rund 25 minütigen Fahrt benahm sich Roxy tadellos, rollte sich in der Transportbox ein und entspannte sich. Im neuen Zuhause angekommen, war Roxy froh dem Regen zu entkommen und in die warme Stube einzutreten. Natürlich war erst einmal alles spannend. Der Flur, die Stube, die Küche, alles wurde beschnuppert. Rasch hatte sie den Futterplatz der Katze gefunden und geplündert. Sie konnte ja nicht wissen, dass dieser Snack nicht für sie gedacht war. Während wir den vertraglichen Teil abarbeiteten, kam nahm Roxy immer wieder freundlich Kontakt auf und ließ sich dann zwischen uns in der Küche nieder. Die ländliche Wohngegend läd zum ausgiebigen Spazierengehen ein und es dauert sicher nicht mehr lange, ehe Roxy alle Wege erkundet hat. Wir freuen uns sehr für Roxy und ihre neue Familie.

 

18.10.2022

Zu dieser Jahreszeit sind viele Leute gern im Wald und sammeln Pilze. Doch statt Pilzen fanden aufmerksame Bürger ein Kaninchen! Dabei war das Kaninchen nicht wirklich zu übersehen, weil es echt groß ist. Da uns keine Verlustmeldung vorliegt, müssen wir davon ausgehen, dass das Tier herzlos ausgesetzt wurde. Bei uns hat es nun erstmal einen Unterschlupf gefunden.

 

17.10.2022

Kurz nach dem gescheiterten Vermittlungsversuch, wagten wir es erneut. Diesmal ganz ohne andere Hunde und Katzen im Haus. Frau Doktors neues Frauchen hat nicht nur reichlich Erfahrung mit allen möglichen Haustieren, sondern sie hat auch einen ganz besonderen Narren an Hunden mit besonderen Bedürfnissen. Wir hoffen für Frau Doktor, dass diesmal das Glück länger hält und sie endlich ihr Für-Immer-Zuhause gefunden hat.

 

15./16.10.2022

Am Wochenende durften wir Lynn nach nur 1,5 Wochen Zwischenstopp bei uns bereits in ihr neues Zuhause vermitteln. Die viertel Stunde Fahrt bis in die Gemeinde Haselbachtal verbrachte die kleine Hündin leise fiepend in der Transportbox. Kein Wunder, denn ihre weite Anreise aus Rumänien war ja noch gar nicht so lange her und nun schon wieder fahren? Aber als wir ankamen, erkannte sie gleich das neue Herrchen und bewegte sich, wie wir sie kennen gelernt hatten, freudig, interessiert und artig an der Leine laufend. Nur als wir durch die Halle mit dem Fuhrpark des Unternehmers liefen, reagierte sie anfangs ein wenig zögerlich. Aber Herrchen wusste seinen Charme spielen zu lassen, um Lynn überreden zu können. Dann folgte der große Garten, der bis in jeden Winkel erschnuppert werden musste. Frauchen wurde auch sofort begeistert begrüßt. Nach einer kleinen Erkundungstour draußen gingen wir ins Haus. Die Treppe war noch eine Herausforderung für Lynn, nach 3 Stufen entschied sie, dass sie lieber umkehren wollte. Deshalb trug Herrchen die Kleine hinauf und Lynn konnte nun die Wohn- und Schlafräume begutachten. Während Frauchen und wir den Vertrag ausfüllten, rief Herrchen aus dem Wohnzimmer, wir sollten doch bitte einmal schauen kommen, wie sehr es Lynn gefiel. Tatsächlich war sie von alleine auf das Sofa gehopst und lag neben Herrchen, der sie kraulte. Als es Zeit war, Abschied zu nehmen, gingen wir wieder Richtung Parkplatz durch die Halle, die Lynn dieses Mal schon gelassen betrat. Sie durfte sich mit ihrem zukünftigen Arbeitsplatz, dem Büro, wo sie mit Frauchen ein paar Stunden verbringen wird, vertraut machen. Währenddessen gingen wir heimlich zum Auto und fuhren wieder mit einem guten Gefühl ins Tierheim zurück. 

 

14.10.2022

Manchmal braucht auch ein "Freund und Helfer" etwas Unterstützung. Wenn das Auto der Ortspolizei vorfährt wird man meist schon etwas nervös, welches Problem gelöst werden muss. Heute aber waren wir "nur" die Anlaufstelle, um mit einer Katzenlebendfalle auszuhelfen. Bürger hatte auf der Gemeinde eine Katze gemeldet, derer man nicht habhaft wird. Die Lebendfalle soll dort Abhilfe schaffen. Wir sind gespannt ob und welches Kätzchen sich in der Falle wiederfindet und eventuell seinen Weg ins Tierheim findet.

 

13.10.2022

Und schon war die Zeit wieder reif für die Tierarztvisite. Nalas prächtig gewachsene Jungtiere wurden der Reihe nach untersucht und geimpft. Ebenso wie der kleine weiß-schwarze Fundkater Johnny. Alle Kätzchen waren bei bester Gesundheit, was die Tierärztin attestiert hat. Auch bei der schwarzen Fundkatze vom Wochenende schaute die Tierärztin genau hin. Der ca. vierjährige Kater scheint kastriert zu sein und ist nicht gechippt. Wirklich schade. Ebenfalls geimpft werden musst der große Wuschel Celentano. Auch bei ihm gab es keinerlei Beanstandungen. Nun war Hundeoma Tomis an der Reihe. Bei ihr empfahl die Tierärztin eine Zahnsanierung, die wir zeitnah in Angriff nehmen möchten. Die Erstuntersuchung von unseren beiden Neuzugängen ergab erfreulicherweise auch nichts negatives, sodass wir uns Hündin Malu widmeten konnten. Mit geübtem Blick und einigen Handgriffen verschaffte sich die Veterinärin einen Eindruck von Malus Problem. Sie verordnete der Hündin sieben Tage Medikamente, in der Hoffnung Malu etwas Linderung zu verschaffen. Zusätzlich wollten wir noch einen Osteopathen befragen und ihr etwas CBD-Öl verabreichen. 

 

12.10.2022

Heute morgen hat unser Hausmeister beinahe in die Röhre geschaut, als er die Hühner und Schafe verköstigen wollte. Das Futter für die Hühnerscharr und die fünf Wolltiere war beinahe komplett aufgefuttert. Es half nichts: Da musste er losfahren und Nachschub besorgen. Für fast 100€ hat er Säckeweise Leckerein für unsere Scheunenbewohner besorgt. Nun ist das Futterlager wieder gut gefüllt und unsere Tiere müssen keine Angst haben zu darben.

Zu allem Überfluss fiel blieb am Vormittag die Heizung kalt. Ohje! Und das obwohl es doch jetzt bereits so frisch wird. Rasch holten wir uns bei der Heizungsfirma rat. Der Fehler in der Elektronik konnte zügig gefunden und behoben werden. Kurz darauf rödelte die Anlage wieder. Nun hoffen wir das es einmaliger Fehler war und nicht wieder auftritt.

 

11.10.2022

Wir können Entwarnung geben. Hündin Malu ist wieder im Tierheim und es geht ihr gut. Eine Ursache für Malus Unpässlichkeit konnte leider nicht gefunden werden. Auch das Blutbild zeigte keine Veränderung. Nun ist Malu wieder in ihrer gewohnten Umgebung und wir beobachten ihr Verhalten genau. Ein wenig humpelt sie noch, ist ruhiger und schont sich. Aber zumindest konnte sie wieder ihren Ball herumtragen und hatte auch ordentlich Appetit. Wir hoffen, dass dies eine einmalige Sache war und Malu uns nicht nochmal solche Sorgen bereiten wird.

 

10.10.2022

Einen gehörigen Schreck jagte uns Malu ein. Ein lautes Bum und Malu lag im Gehege. Unfähig aufzustehen, kippte sie immer wieder über und lag zitternd da. Umgehend brachten wir die Angsthündin in die Tierklinik. Schon bei der Ankunft in der Klinik war sie wesentlich orientierter und zeigte keinerlei Anzeichen eines vorangegangenen Traumas. Da sie aber vor Angst wie an den Boden angetackert war, blieb sie zur Kontrolle noch über Nacht in der Klinik. Wir hoffen das beste für die arme Maus.

 

08./09.10.2022

Es ist wohl ein ungeschriebenes Gesetz, dass am Wochenende scheinbar die meisten Zwischenfälle passieren, bei denen wir nicht immer helfen können. Ein Mann rief an, dass ihm im Nachbarort ein großer Hund zugelaufen war. Da er genau an und über die Hauptstraße der Stadt lief, sicherte er den Hund kurzerhand in seinem Grundstück und rief die Polizei. Diese meinte nur, dass am Wochenende sowieso nichts zu erreichen wäre und ob er den Hund noch bis Montag bei sich aufnehmen könne. Oh je, da haben ihn die Beamten aber eindeutig abgewimmelt und ihr Aufgabengebiet gekonnt weitergereicht. Dem Familienvater war es freilich nicht möglich, den unbekannten Hund einfach bei sich aufzunehmen. Deshalb fragte er telefonisch an, ob wir ihn abholen. Leider mussten wir ihn enttäuschen, da der geregelte offizielle Weg bei Fundtieren eingehalten werden muss (es geht schließlich sowohl um die Eigentums- als auch um die Kostenfrage) und außerdem waren wir nur minimal besetzt und konnten nicht mal eben unsere Schützlinge sich selber überlassen und einfach wegfahren. Wir rieten dem Bürger, sich noch einmal an die Polizei zu wenden und sich nicht abweisen zu lassen. Kurz darauf wurde uns eine schwarze Streunerkatze gebracht. Diese streifte tagein tagsaus nahe der stark frequentierten Leipziger Straße in Dresden umher. Die Leute konnten sie heute im letzten Moment vor einem Verkehrsunfall bewahren. Da die Katze ansonsten sehr zutraulich zu jedermann ist, wurde sie nach langem Hin und Her und Suchen eines Besitzers gesichert und zu uns gebracht. Seit einem viertel Jahr wurde die Fellnase schon mehrmals in teils gefährlichen Situationen gesichtet. Erfahrungen nach folgte sie (oder er) jedem Menschen, in der Hoffnung, etwas zu essen zu bekommen. Befragungen der dortigen Bewohner, Meldungen im Internet sowie Aushänge hatten keinen Erfolg gebracht. Neueste Nachfragen haben ergeben, dass das schwarze Tier wohl seit einem dreiviertel Jahr in dem Gebiet herumstreunert und sogar schon des öfteren -aus Versehen- über mehrere Tage in verschiedenen Kellern eingesperrt war oder in Hinterhöfen festsaß. Da sie inzwischen schon abgenommen hatte und gierig das Futter verschlang, das man ihr gab, (um sie z.B. aus Hauseingängen zu locken), kam der Verdacht auf, dass sie kein Zuhause hat. Da es nun außerdem kühler wird, sollte die Katze eine Chance auf ein Zuhause und ein gefahrloses Überleben jenseits der großen Straßen bekommen. Wir richteten der Katze also ein Körbchen in unserer Quarantäne ein.

 

07.10.2022

Leider währte das Glück für Frau Doktor nur kurz. Nachdem sie anfänglich eine gute Entwicklung in die richtige Richtung durchlief, spitzte sich ihr Problem mit anderen Hunden zu. So sehr, dass es für alle Beteiligten nicht mehr tragbar wurde. Trotz aller guten Vorsätze mussten wir das Experiment für gescheitert erklären. Nun wissen wir es für die Zukunft besser und werden für Frau Doktor ein passenderes Zuhause ohne andere Artgenossen suchen.

 

06.10.2022

Dank zahlreicher lieber Spender konnten wir heute die beiden kleinen Hündchen aus Rumänien im Empfang nehmen. Und obwohl der ganze Transporter aus Rumänien noch voll besetzt war, dran kein Mucks nach draußen. Im Handumdrehen waren unsere beiden Neuen ausgeladen und der Transporter wieder auf dem Weg. Oh was war das alles spannend für die zwei Zwerge. Die Nase war erst einmal überall, nur nicht bei uns. Na das ist auch okay, dachten wir, und ließen sie erstmal die fremde Umgebung erkunden. Doch immer wieder kamen sie dann doch bei uns schnuppern, Küsschen geben und Streicheleinheiten abholen. Die beiden sind wirklich zauberhafte kleine Geschöpfe und wir sind froh, ihnen die Hoffnung auf ein neues Leben bieten zu können.

 

05.10.2022

Heute trafen wir den Entschluss die zauberhafte Musja in unser Büro zu holen. Ihre Verstimmung wegen der Anwesenheit der anderen Samtpfoten in unserem großen Katzenhaus nahm eher zu als ab. Mit ihren 11 Jahren hat sie es sich verdient Einzelprinzessin in unserem Büro zu sein. Erst tapste sie verunsichert durch die fremde Umgebung doch dies legte sich rasch. Nun kann sie sich an der warmen Heizung einrollen und sich jederzeit Streicheleinheiten abholen, wenn sie es möchte. Sie macht einen zufriedeneren Eindruck, finden wir.

 

04.10.2022

Mit Leitern bewaffnet wollte sich unser Hausmeister an den "Herbstputz" in unserem Hundegehege ans Werk machen. Es heißt zwar "Ohne Moos nichts los", doch auf den Dächern unserer Hundehäuser hat das Grün wirklich nichts verloren. Die langen Metalleitern fanden unsere Vierbeiner erstmal seltsam und so begleiteten sie die Arbeitsschritte unseres Hausmeisters unter unsicherem Gebell. Doch schon bald hatten sie an die langen Dinger an ihrem Schlafhäuschen gewöhnt und die Reinigung des Dachs und der Dachrinne konnte zwischenfallsfrei durchgeführt werden.

 

03.10.2022

Tag der deutschen Einheit. Könnte es ein schöneres Datum für die Vermittlung von Paul geben? Auch für das Ehepaar und den Rüden war heute ein Feiertag und wir konnten sie endlich vereinen.

Noch ahnte Paul allerdings nichts von seiner ca. 170 km langen Tour nach Mittenwalde. Zwischen Spreewald und Berlin liegt dieses schöne Fleckchen Natur und mittendrin darf nun Paul seinen Lebensabend genießen. Anfangs sträubte er sich, in die Box ins Auto zu gehen und musste unter leichtem Protest hineingehoben werden. Als er merkte, dass die Fahrt länger dauerte, wurde er ruhig. Gegen Mittag kamen wir an und sahen die Bescherung: Paulchen hatte es irgendwie geschafft, sein Geschirr auszuziehen, daher befestigten wir die Leine schnell an seinem Halsband. Endlich wieder frischen Wind um die Nase wehen, freute er sich und machte sich mit Begeisterung daran, die Umgebung zu erschnuppern. Herrchen und Frauchen begrüßte er freundlich und holte sich schon die ersten Streicheleinheiten ab., Als Willkommensgruß gab es einige Leckerlis, schließlich hatte er heute die große Reise nüchtern antreten müssen.  Paule schien sehr interessiert an allem, er folgte seinem neuen Frauchen sogar, als sie ihre Lesebrille holen musste. Nur die Treppe ins Obergeschoß war ihm nicht geheuer, aber da braucht er auch nicht hin. Die meiste Zeit des Tages spielt sich im Erdgeschoß ab. Er hat dort mehrere Liegeplätze, die er aber nur beschnupperte und sich dann Paul-typisch genau in den Weg legte. Am schönsten fand er jedoch den Platz vor der gläsernen Terassentür, die in den sicher eingezäunten Garten führt. Neben Vögel beobachten kann er hier auch seine Liegekuhlen buddeln, ganz wie er mag. Ausgiebig erkundete er die grüne Idylle und an einigen Sträuchern setzte er gleich seine Markierung. Er schien Gefallen an seinem neuen Reich zu haben. Wir sind überglücklich, dass der große Knuddelhund trotz seines Alters und seiner Krankengeschichte ein liebes Zuhause gefunden hat. Fast ein Jahr musste er darauf warten. Es ist schon ein wenig amüsant, am 07.10.2021, dem ehemaligen Geburtstag der DDR, kam Paul zu uns und durfte nun am Tag der deutschen Einheit ausziehen. Wir finden, das ist geschichtsträchtig und wollten es deshalb unbedingt erwähnen.

01./02.10.2022

An diesem Wochende fand nichts spektakuläres im Tierheim statt. Wir nutzen also die Zeit um ein bisschen Ordnung zu schaffen, die Katzentoiletten, Kratzbäume und Transportboxen zu sortieren. Auch die Hundekörbchen wurde einmal gründlich gewienert und manche auch ausgetauscht. Die alte Hundedame Glory hat nun ein orthopädisches Bettchen. Und damit ihr Zimmergenosse Rufus nicht das nachsehen hat, hat er natürlich auch eines bekommen. Beide scheinen das sehr zu genießen.

 

30.09.2022

Nachdem sich der Zustand von Kaninchen Sam beim Tierarzt rasch besserte (Laborwerte wurden genommen und die Zahnspitzen abgeschliffen), er inzwischen auch gut fraß und etwas zunahm, durfte er wieder zurück ins Tierheim. Wir nutzten die Gelegenheit und richteten ein komplett neues Gehege für die Langohren ein und vergesellschafteten ihn mit den beiden Kaninchendamen, von denen er im vorigen Zuhause nur noch abgetrennt leben durfte. Als wir abends bei den Nagern noch einmal Grünes auffüllten, staunten wir nicht schlecht. Denn Sam saß plötzlich nebenan bei Anubis im Gehege und ließ sich das Heu schmecken, als wäre es sein Revier. Ob er über die Heuraufe kletterte oder einen großen Satz von einem der Häuschen aus machte, hat er uns jedoch nicht verraten. Wir änderten also die Anordnung im Gehege ein bißchen, um die Fluchtmöglichkeiten zukünftig auszuschließen. Anubis traute sich erst gar nicht heraus, aus Sorge, der große Unbekannte könnte noch da sein. Was muss er wohl einen kurzen Moment lang für einen Schrecken bekommen haben. Mit Möhrchen konnten wir Anubis  schließlich locken und ablenken.

 

29.09.2022

Es stand mal wieder eine Vermittlung ins Haus. Diesmal waren es die beiden im Tierheim geborenen Meerschweinchenbrüder Amun und Hapi. Als wir sie zum Transport einfangen wollten, kuschelten sich beide in einer Plüschhöhle aneinander, sodass wir kurzerhand die Kuschelhöhle samt Schweinchen in die Transportbox setzten. Dort verharrten sie auch Mucksmäuschen still bis wir in Dresden in ihrem neuen Reich angekommen waren. Beide wurden dann, immernoch in der Plüschhöhle, wieder umgesetzt. Offenbar waren sie so überwältigt von den Eindrücken, dass sie sich erstmal gar nicht rührten. Bereits im Vorfeld hatte sich die Familie schlau gemacht, welche neusten Erkenntnisse es über Meerschweinhaltung gibt und nahmen dankbar Tipps von uns an. Weder das angebotene Grünfutter, noch der frisch gepflückte Löwenzahn konnte die Brüder hervorlocken. Wir ließen sie also erst einmal in Ruhe und widmeten uns dem schriftlichen Teil. Gleich danach lunzten wir, was Hapi und Amun machen, doch es hatte sich nichts verändert. Noch immer waren beide in der Höhle, nur das am hinteren Ende nun vier Füßen herausschauten. Wie süß! Sie hatten es sich bequem gemacht und fläzten nebeneinander. Wir deuteten dies als gutes Zeichen. Allein im Tierheim blieb das Böckchen Anubis zurück. Trotz seiner tollen Rex-ähnlichen Fellstruktur hatte er bis heute leider kein Interessenten. Hoffentlich findet sich bald ein passendes Zuhause für das einsame Männlein.

 

28.09.2022

Da sich so rasch liebe Impfpaten gefunden haben, konnten die drei schüchternen Miezen, welche in keiner Gartensparte gefunden und zu uns gebracht wurden, auch gleich zur Tierarztrunde geimpft werden. Besonders gefallen hat den Katzen die Aufmerksamkeit nicht, aber immerhin konnten wir einige Erkenntnisse gewinnen. Zum Beispiel das der schwarze Kater an Kryptorchismus leidet. Das bedeutet, dass ein Hoden nicht abgestiegen ist und vermutlich noch im Bauchraum liegt. Seine Kastration wird also etwas umfangreicher als eine normale Kater-Kastration. Außerdem hat sich die Tierärtzin das kleine weiß-schwarzen Fundkätzchen angeschaut. Der Kater entwickelt sich ganz toll. Da er aber ein bisschen Schnupfen hat und deswegen eine Augenentzündung entwickelt hat, soll er Augentropfen bekommen. Mutterkatze Nala konnte ihre zweite Impfung empfangen. Sie bekommt nun sieben Tage Ohrentropfen damit der Dreck aus ihren Ohren bald nicht mehr sichtbar ist. Außerdem wurde die große Hündin Daria geimpft. Da der Tierarzt gar nicht Darias Freund ist, bekam sie sicherheitshalber einen Maulkorb auf.

 

27.09.2022

Kaninchenmännlein Sam schien es nicht gut zu gehen. Er wollte nicht so wirklich fressen, hockte ziemlich anteilnahmslos im Käfig. Wir ergriffen die Initiative und fuhren den Mümmelmann in die Tierklinik. Hoffentlich kann dort die Ursache für sein Unwohlsein gefunden werden. 

Außerdem können wir berichten, dass wir eine Pflegestelle für Frau Doktor gefunden haben. Nach einem gemeinsamen Nachmittag im Tierheim fiel die schwere Wahl auf die zarte Hündin. Natürlich gibt es noch Unsicherheiten, ob dieses oder jenes klappt. Aber der Wunsch und der Wille, die kleine Madame glücklich zu machen, war deutlich spürbar. Drücken wir die Daumen, dass alles klappt und Frau Doktor diese Chance dankbar annimmt.

 

26.09.2022

Heute hatten wir die liebe Katja von Snoots zu Besuch. Wie bereits einmal zuvor hat sie ganz wundervolle Fotos von unsere Hunde geknipst. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und wird in den kommenden Tagen auch auf unserer Homepage veröffentlicht. Hoffentlich klappt es mit den wunderschönen Fotos das unsere Hündchen auch bald ein liebevolles Zuhause finden werden. Wir bedanken uns von ganzem Herzen für dieses ehrenamtliche Engagement.

 

24./25.09.2022

Schon lange residieren im Tierheim abgesehen von Haustieren auch allerlei verschiedene Vögel. Seit einigen Jahren zählen zu den täglichen Besuchern auch ein Elstern-Pärchen. Man kennt sich, man Grüßt sich. Nun am Wochenende "grüßte" Frau Elster gar nicht mehr zurück. Aufgeplustert stand sie auf der Dachkante. Uns fiel gleich die optische Veränderung auf. Es fehlte ein beträchtlicher Teil des Oberschnabel. Nun ist guter Rat teuer, denn so ein Elster hat wenig Lust eingefangen zu werden. Um ein elendes verhungern des Rabenvogels abzuwenden haben wir ein buntes Potpourri an diversen Vogelfuttermischungen sowohl trocken als auch befeuchtet bereit gestellt. Obendrauf gab es gekochtes Ei und Reis. Bleibt zu hoffen, dass es Frau Elster irgendwie schafft das Futter in das Bäuchlein zu bekommen und wir sie auf diese Art über Wasser halten können, bis die Hornsubstanz des Schnabels nachgewachsen ist.

 

23.09.2022

Heute haben wir uns von den beiden wundervollen Kater Oli und Ama verabschieden dürfen. Die beiden konnten, genau wie es ihr Wunsch war, gemeinsam in ihr neues Zuhause umziehen. Beim Besuch der jungen Familie im Tierheim hatten sie sich alle unsere Wohnungskatzen angesehen. Normalerweise werden ältere Katzen immer gleich abgewunken, wenn es auch jüngere Katzen zur Auswahl gibt. Nicht dieses mal! Es war die Tochter, die darauf Bestand, die älteren Kater Oli und Ama zu adoptieren, da diese geringere Vermittlungschancen haben. Wow! Von so viel Weitsicht in so jungen Jahren sind wir absolut beeindruckt. Es war also nicht verwunderlich das Oli und Ama nach ihrer Ankunft erst einmal in den beiden Zimmern der Tochter in Ruhe ankommen sollten, ehe sie den Rest der Immobilie in Beschlag nehmen dürfen. Unter unablässigem miauen erkunderte Oli neugierig das neue Terrain. Ama war noch etwas verunsichert, hangelte sich recht unelegant den Kratzbaum hinauf nur um sich im Anschluss unter dem Bett zu verstecken. Doch wir sind uns ganz sicher, dass er sich so bald richtig wohl fühlt. Wir danken der ganzen Familie für die Aufnahme der beiden Herzenskater.

 

22.09.2022

Wie bereits vor einigen Tagen berichtet, schien in unserem großen Katzenhaus noch immer ein Magen-Darm-Problem zu bestehen, obwohl die Kätzchen seit einer Woche magenschonendes Futter bekommen. Um als Ursache einen Parasitenbefall auszuschließen, gab es heute die sechs Samtpfoten zum Frühstück kleine "gefüllte" Leberwurstkügelchen. Optional boten wir dem verwöhnten Katzen-Gaumen auch noch Lachscreme an. So verschwand im handumdrehen eine Tablette in jedem Kätzchen. Hoffen wir das es der Miezenbande danach nicht mehr so übel sein wird.

Nachdem unsere drei neuen Hundedamen in ein größeres Gehege umziehen durften, holten wir den Hochdruckreiniger heraus um in unserem Quarantänegehege einmal picobello sauber zu machen. In etwa zur gleichen Zeit hatte unser Hausmeister den Rasenmäher angeworfen um dem hochgewachsenen Gras zuleibe zu rücken. Trotz der Geräuschkulisse blieben die Hunde ziemlich entspannt. 

 

21.09.2022

Uns erreichte ein Anruf einer Tierfreundin. Unweit einer LPG entdeckte sie ein kläglich miauendes kleines Kätzchen. Auch die Mutterkatze des Würmchens war schnell ausgemacht, doch diese ging einfach nicht mehr zu dem Jungtier hin. Besorgt bat die Frau uns um Rat. Ohne Hilfe würde der Zwerg dort bald unter die Räder kommen oder verhungern. Kurz entschlossen sagten wir die Aufnahme zu. Quäkend und zitternd übernahmen wir das weiß-schwarze Jungtier in unsere Obhut und boten ihm eine Portion Nassfutter an. Offenbar hatte es bereits großen Hunger und spachtelte das Babykatzenfutter hinein. Eine Mitarbeiterin wird das Kleine nun mit nachhause nehmen und dort weiter aufpäppeln.

 

20.09.2022

Wie nah im Tierheim Freud und Leid zusammenliegen, mussten wir heute wieder schmerzlich erfahren. Nachdem wir gestern von der durchweg positiven Vermittlung berichteten, trug es sich zu das wir vor Feierabend noch einmal nach dem rechten sehen wollten. Kater Josef schien einen Schwächeanfall oder etwas ähnliches zu haben. Wir brauchten ihn rasch in die Tierklinik, doch man machte uns nicht viel Hoffnung. Leider besserte sich die Situation über Nacht am Tropf nicht und wir haben Josef, schweren Herzens, für immer gehen lassen. Mit ungefähr 15 Jahren hat der Charakterkater uns für immer verlassen. Und obwohl er von seinen 15 Jahren "nur" 1,5 Jahre bei uns verbracht hat, hat er eine Spur in unserem Herz hinterlassen. Es war nicht immer leicht mit dem eigensinnigen Kater. In letzter Zeit schien er sich immer öfter für Besucher zu begeistern, da diese immer eine Leckerlie für ihn parat hatten. Er miaute, um schmeichtelte ihre Beine und ließ sich sogar kraulen. Doch keiner wollte oder konnte dem alten Kater noch einmal eine Heimat geben. Wir trösten uns damit, dass Josef sich hier wohl gefühlt hat, immer als erster an der Tür stand wenn es Fütterungszeit war und täglich seine wohlverdienten Leckerlies bekommen hat. Ruhe in Frieden, Josef.

 

19.09.2022

Wieder konnten wir einen unserer Schützlinge vermitteln. Auserkoren war diesmal die kleine schwarze Laya. Nachdem ihre beiden Geschwister das Tierheim bereits verlassen durften, musste das Nesthäkchen bis genau heute warten. 

Laya war in der Box ganz aufgeregt, sie hat versucht so viel wie möglich zu sehen und uns alles kommentiert. Nach kurzer Fahrt waren wir angekommen. Es regnete in diesem Moment in strömen. Das hat Layas gute Stimmung kein bisschen getrübt. Im EG des Einfamilienhauses angekommen ging für sie endlich die Transportbox auf. Nichts wie raus aus der Kiste und jede Ecke inspirieren hieß es für die schwarze Mietz. Erstmal sollte sie diese zwei Räume in Ruhe erkunden können, ehe sie dann am Abend die weiteren Räume und später dann auch die 2. Etage zur Verfügung hat. Auf dem großen Esstisch stand eine hübsche Vase mit Ästen aus dem heimischen Garten und bunt bemalten Baumscheiben als Schmuck. Das war für Laya eine wahre Freude, rauf auf den Tisch und rund herum mit der Vase im Kreis. Für das neue Frauchen gar kein Problem. Sie legte die Äste extra für Laya zum spielen und kauen hin. Was für ein harmonisches Bild. Die Katzenaugen leuchteten, die Menschaugen auch. Familie mit Samtpfötchen vereint. Wundervoll. Laya war so beschäftigt mit all den neuen Eindrücken, dass sie gar nicht merkte, als wir uns verabschiedeten.

 

17./18.09.2022

Nachdem wir erst vor kurzem einige Bananenkisten voll gesammelter Spenden aus der Spendenbox in Bischofswerda freudig in Empfang nehmen durften, wurde uns am Wochenende ein Anhänger voll Futter und Zubehör von der Spendenbox aus Radeberg angeliefert. Unter den wachsamen Augen der Scheunenkatzen sortierten wir alles fein und räumten es an seinen geordneten Platz. Selbstverständlich öffnete sich "rein zufällig" eine Tüten Katzenleckerlis. Denn wer so brav aufpasst, dass nichts herunterfällt oder vergessen wird, hat sich ein extra Leckerbissen wahrlich verdient. 

 

16.09.2022

Die getigerte Schönheit Cinderella darf ab heute Prinzessin in ihrer neuen Heimat Moritzburg sein. Bei dem vorangegangenen Besuch begeisterte Cinderella durch ihr offenes, verschmustes und verspieltes auftreten und so durfte sie nun endlich umziehen. Cinderellas neue Familie sind keine Unbekannten für uns. Nicht nur durch finanzielle Unterstüzung ist uns die Familie schon lange verbunden, sondern auch mehrfache Einsätze im Tierheim konnten mit Hilfe der Familie einige Projekte verwirklicht werden. Cinderella findet also, sie haben sich mehr als verdient gemacht. ;-) Natürlich hoffen wir, dass die schöne Cinderella und ihre Menschen rasch ein eingespieltes Team werden und noch lange Freude aneinander haben.

 

15.09.2022

Gut gelaunt gingen wir mit der Tierärztin frisch ans Werk zur Visite im Tierheim. Samtpfötchen Tino, Anja und Mimo wurden noch einmal gründlich untersucht, ehe alle drei ihre zweite Impfung empfangen durften. Als nächstes widmeten wir uns Kaninchenmännlein Sam, dem wir die Fäden der Kastration gezogen haben. Die meisten Nager befreien sich früher oder später selbst von den OP-Fäden. Doch Sam war ganz vorbildlich und ließ alles an Ort und Stelle. Ein paar Wochen muss sich der Rammler noch gedulden, ehe er in das Gehege zu "Frau und Kind" ziehen darf. Die meisten Nager sind nämlich noch bis zu sechs Wochen nach der Kastration zeugungsfähig. Im Anschluss gingen wir zu unsere drei neune Hündchen aus der Smeura. Wir begannen mit der zurückhaltenden Roxy. Natürlich hatte sie erstmal gar keine Lust unsere Tierärztin kennenzulernen, blieb aber ganz ruhig und friedlich bei uns sitzen und konnte so untersucht werden. Ganz geheuer war ihr das aber nicht. Vor Schreck entwich ihr ein unüberhörbarer Darmwind, über den wir ein wenig schmunzeln konnten. Ansonsten konnte die Tierärztin nichts ungewöhnliches feststellen. Irina zeigte sich von ihrer besten Seite und bekam auch beste Gesundheit attestiert. Beim ersten Anblick von Lola wurde die Tierärztin ganz betrübt. Man muss sich unwillkürlich fragen, was diesem armen Geschöpf passiert sein möge. Der Kopf und die Beine voller Narben, ein Ohr fehlt, das andere ist auch nicht vollständig vorhanden. Und dennoch ist Lola den Menschen so zugewand, lässt sich überall berühren, kraulen und verteilt Küsschen. Bis auf einen abgebochenen Eckzahn konnte die Veterinärin auch hier nichts medizinisch beunruhigendes feststellen.

 

14.09.2022

In unserem großen Katzenhaus fanden wir beunruhigendes vor. Eine, oder mehrere, Katzen leiden unter einem Magen-Darm-Problem. Rasch gab es saubere Toiletten und wir verordenten Gastro-Intestinal-Futter, welches unsere gierigen Stubentiger gleich angenommen haben. Dennoch haben wir Musja zur genaueren Beobachtung in unsere Quaratäne umgesiedelt. Sie scheint sich in letzter Zeit noch mehr als sonst an der Anwesenheit ihrer Artgenossen zu stören. Vielleicht versursacht dieser Stress die körperlichen Symptome. Wir beobachten dies weiter.

 

13.09.2022

Heute haben wir uns ganz besonders über den angekündigten Besuch gefreut. Es kamen tatsächlich Interessenten für Paul! Trotz der reichlichen zwei Stunden Fahrzeit, ließ sich die Familie nicht beirren. Im Tierheim angekommen meldete Paul natürlich, dass Besucher da sind. Offensichtlich ging er aber nicht davon aus, dass sie ausgerechnet ihn kennenlernen wollten und so legte er sich wieder in sein Körbchen. Ein paar Leckerlies später war Paul rasch begeistert von den Besuchern. Auch auf einem ersten Spaziergang lief es sehr gut. Das erste Kennenlernen war also geglückt! Nun heißt es Daumen-drücken, dass Paul bald in sein Zuhause umziehen darf. Fast ein Jahr lang wartet er schon bei uns auf diesen Tag.

 

12.09.2022

Dieser Montag verlief absolut friedlich im Tierheim. Bis auf den Paketboten verirrte sich niemand zu uns und so entspannten die Hunde. Auch mal schön, nicht immer aufpassen zu müssen, dachten sie sich. Auf den umliegenden Wiesen sammelten wir frischen Löwenzahn für unsere Kleintiere. Rammler Sam wird immer zutraulicher, streckt sich zur Fütterungszeit schon dem saftigen Grün entgegen und lässt sich beim mümmeln kraulen. Für unsere Hühner gab es köstliche Zucchini, die ratzeputzekahl gepickt wurde. Mit der Schale sahen wir dann die Krähe davonziehen. Im Tierheim wird eben nichts schlecht. 

 

10./11.09.2022

Katze Anja machte große Kulleraugen, als wir sie von den Kastrationsfäden befreien konnten. So ganz geheuer war ihr die Angelegenheit nicht, aber sie hielt brav durch und fügte sich  dem, was da vor sich ging. Alles war bis dahin gut verheilt und so durfte sich Anja auch schnell wieder in ihrem Körbchen verkriechen.

Viel mehr Sorgen bereitete uns Hündin Glory. Trotz der guten Befunde (siehe "was gestern geschah" vom 02.09.) und der damit verbundenen Hoffnung ging es ihr traurigerweise schlechter. Sie konnte kaum aufstehen. Daher haben wir nun begonnen, ihr Schmerzmittel zu geben. Sie hatte bisher so stark dem Krebs getrotzt, darum liegen all unsere Wünsche und Hoffnungen darin, dass ihr noch eine schöne, möglichst längere Zeit hier vergönnt ist. 

09.09.2022

Hund Paul durfte heute zur Zahnsanierung. Weil er mit seinen alten Frakturen und Spondylosen schlecht von selber ins Auto kam, haben wir den großen gutmütigen Brummbär eben hineingehoben und dann gings los. Nach kurzer Zeit war er auch schon wieder abholbereit. Alles gut überstanden, lediglich von 8 Zähnen hatte er sich verabschieden müssen. Paul nahm es gelassen und war "ganz der Alte". Hauptsache, er konnte wieder hier auf dem Hof seinen geliebten Heckenplatz aufsuchen und Besucher anmelden. Streicheleinheiten kamen freilich auch nicht zu kurz. Die hatte er sich nach dem anstrengenden Tag auch besonders verdient.

 

08.09.2022

Seit April diesen Jahres haben wir keine Hunde mehr aus der Smeura übernehmen können, weil aufgrund der wenigen Vermittlungen einfach kein Platz frei war. Das dort über 6000 liebenswerte Wuffis warten, zerreißt uns fast das Herz. Daher wurde der Entschluss gefasst, wenigstens Drei dieser vielen Vierbeiner die Reise zu ermöglichen. Wir baten um jüngere und vorallem menschenbezogene Hündinnen, die wir bestimmt rasch vermitteln können. Roxy, Lola und Irina wurden uns per Video vorgestellt, wir sagten zu. Es war uns ein Herzensbedürfnis. Alles ging fix, heute kamen die Mädels an. Gut gelaunt und voller Neugier. Jetzt beginnt ihr neues Leben. Für die Erstuntersuchung beim Tierarzt und alle anderen Startmaßnahmen fallen natürlich Kosten an. Wir freuen uns außerordentlich, dass sich in Windeseile liebe Aufnahmepaten für Roxy, Lola und Irina gefunden haben. Unseren herzlichsten Dank.

 

07.09.2022

Wie vor einiger Zeit mit dem Filialdirektor vereinbart, erschienen heute 10 Uhr acht motivierte Mitarbeiter der Deutschen Bank Filiale Prager Straße, Dresden zu einem Social Day in unserem Tierheim. Anliegen ist, sich mit praktischer Arbeit im sozialen Bereich einzubringen. Herr Lehmann, der Filialdirektor, hat Hündin Ulla aus unserer Einrichtung adoptiert, daher kam ihm der Gedanken, in diesem Jahr mit seinem Team bei uns anzupacken.

Im Vorfeld war abgeklärt worden, welche Arbeiten anliegen und welches Equipment dafür benötigt wird. Mit großem Engagement wurde zunächst die Schafweide 2 mit dem Rasenmäher von altem, unbrauchbaren Gras befreit und dieses gleich mit Schubkarren auf unseren Kompost gebracht. Eine ganz schön anstrengende Arbeit, wie sich herausstellte :) Zeitgleich betätigte sich eine 3er Gruppe handwerklich an der Reparatur eines Outdoor-Hundebettes. Holzlatten, Sägen, Akkuschrauber, alles war an Bord, so dass die Fertigstellung reibungslos verlief. Ein Anstrich mit Holzlasur machte das Werk komplett. Nach der verdienten Mittagspause war das gesamte Team damit beschäftigt, unseren Sperrmüll, welcher sich in einem Jahr angesammelt hatte, nach vorn an die Weggablung zu bringen. Das war ein Berg! Aber viele Hände machen bekanntlich ein schnelles Ende und so war auch diese Aufgabe nach einer Stunde erledigt.

Es folgte ein weiterer äußerst erfreulicher Punkt: Herr Lehmann übergab uns einen Scheck mit einer Spende von 600 Euro. Unsere Freude war natürlich riesig. Wir sagen auf diesem Wege nochmals vielen ,vielen Dank für die tolle praktische und finanzielle Hilfe. Es waren interessante, äußerst nette gemeinsame Stunden. Solch eine Initiative könnte gern auch bei anderen Firmen Schule machen.

 

06.09.2022

Eine Frau aus der Umgebung stand in der Öffnungszeit mit 3 jungen Katzen vorm Tor und war in Tränen aufgelöst. Die scheue Mutter der ca. 8 Wochen alten Kätzchen muss ihr Leben auf einem Bauernhof in deren Nachbarschaft fristen und hat ihre Jungen statt beim Bauern (wo sie vermutlich erschlagen worden wären) in ihrem Garten bekommen. Dort wähnte sie sich sicher. Die Kleinen wuchsen heran, die Mutter verschwand eines Tages. Nun waren noch die 4 Kitten da, welche die Tierfreundin auch regelmäßig fütterte. Sie fingen an, die Umgebung zu erkunden. Der Garten befindet sich an einer stark befahreren Straße und an diesem Tag wurde das erste Geschwisterchen von einem Auto erfasst, war sofort tot. Aus Angst davor, dass die drei Kleinen das gleiche Schicksal ereilt, packte die Frau sie ein und brachte sie zu uns. Das wir nicht alle Katzen vor dem Überfahren werden retten können, zählte als Argument nicht. Unter der Bedingung (und mit Infomaterial ausgestattet), dass sie den Bauern aufsucht und ihn zur Kastration seiner Katzen überredet, haben wir die drei Kätzchen trotz Platzmangel aufgenommen. 

Es ist ein nicht enden wollendes Elend.

 

05.09.2022

Bereits vor einigen Wochen fanden aufmerksame Bürger eine verletzte Katze am Straßenrand zwischen Ohorn und Hauswalde. Das arme Tier war offensichtlich angefahren wurden, zeigte sich auf den Hinterbeinen bewegungungsunfähig. Ein Besitzer konnte dort nicht ausfindig gemacht werden, also brachten die Tierfreunde die schwarze Katze in die Tierklinik. Dr. Dziwok diagnostizierte einen Bruch der Hüfte. Er operierte diesen, die Chancen auf Heilung schienen gut. Carola, wie die Miez getauft wurde, war sehr tapfer. Jetzt, nach 8 Wochen und mit gutem Gangbild übernahmen wir die zierliche Katze und werden sie in unserem Büro weiterhin gut pflegen. Vermittelt wird sie nur noch als Wohnungskatze. 

 

03./04.09.2022

Die Apfelbäume in den Gehegen sind dieses Jahr überraschend ertragreich. Wir sammelten die besten Früchte, die die Hunde noch nicht "erwischt" hatten, nach und nach ein. Diese Köstlichkeiten servieren wir unseren Schafen und Nagern. Eigene Ernte ist was feines. Inzwischen sind natürlich auch die Hunde auf den Geschmack gekommen und gönnen sich den ein oder anderen Leckerbissen. 

Eine, die sich lieber Gras schmecken lässt, ist Frau Doktor. Wann immer es unsere Zeit erlaubt, üben wir mit ihr das An- der -Leine- Gehen außerhalb des Geländes. Die Kleine macht das wirklich prima. Wir sind so stolz auf unsere Heldin, für die Aufgeben einfach keine Option ist. Ganz tapfer, mit einem großen Urvertrauen in sich selbst und in uns Menschen, bewältigt sie beinahe jedes Hindernis. Deshalb sind wir umso betrübter und ratlos, dass Frau Doktor immer noch bei uns wartet. Dabei integriert sie sich bestens in den Alltag, sie gibt sich so viel Mühe. Die Hündin kann sich beispielhaft vorurteilsfrei auf den Menschen einlassen, sprüht vor Energie und Lebenskraft und ist gelehrig. Sie würden es keine Sekunde bereuen, sie ist wirklich das Beste, was einem an seiner Seite passieren kann. Worauf warten Sie also noch? Neue Bilder sehen Sie direkt auf ihrer Profilseite.

 

02.09.2022

Es hatte durch die Dürre und Hitze lange gedauert, doch nun war das Grün endlich wieder gewachsen. Für unsere Schafe öffnete sich deshalb das Tür zur Weide 4 und sie durften sich das frische Gras schmecken lassen. Der mechanische Rasenmäher hatte ebenso wieder eine Aufgabe. Unser lieber Hausmeister mähte gestern und heute emsig das Grundstück mit allen Gehegen. Sogar im Auslauf unseres großen Katzenhauses mähte er - unter strenger Aufsicht von Kater Josef, der auf dem Podest vorm Fenster saß - den Rasen. Die anderen Bewohner des Katzenhauses flüchteten lieber in die Innenräume, wo sie ihre Ruhe hatten. Ein Chef genügte schließlich ;)

Außerdem erhielten wir von unserer Tierärztin heute Rückmeldung über die Befunde der Blutproben: Bei allen drei Hunden (Glory, Paul und Celentano) war alles in Ordnung! Das sind fantastische Nachrichten, über die wir uns dolle freuten.

 

01.09.2022

In letzter Zeit hatten wir Labbidame Nele öfter beobachtet, wie sie sich juckt. Damit sie zu ihrer schon vorhandenen Allergie nicht noch sämtliche Umweltzreize plagen, haben wir sie heute gebadet. Draußen waren über 20 Grad, die Sonne konnte sich durch die Wolken schieben, es herrschten also gute Bedingungen, dass Nele nach dem Abrubbeln mit dem Handtuch an der Luft komplett trocknet. Pustekuchen, sagte sie, das habt ihr euch so gedacht, und wälzte sich wieder schön im Gras. Typisch Nele eben. Beim Blick auf Pauls Fell blieb auch niemandem verborgen, dass er so gerne unter der Hecke buddelte und es sich dort gemütlich machte. Hier und da war er grün geschmückt, was er sich prima heraus bürsten ließ. Wie viel Fell da gleich noch mit umherflog. Tomis kam schauen, was hier vor sich ging und zack, war sie als nächstes an der Reihe. Danach fühlte sich ihr Fell gleich viel wuscheliger an. Doch nicht nur ihr konnten wir damit eine Freude machen: Als im späteren Tagesverlauf Frau Doktor über den Hof stiefelte, hatte sie gleich noch einge Reste frischer Hundewolle zu erschnüffeln. Eine gelungene Abwechslung, würden wir sagen.