Was gestern geschah:

 

15.10.2019

Die hübsche Wilda durfte heute ihr neues Revier in Sebnitz erobern. Nach mehreren Besuchen ihres neues Frauchens im Tierheim stand der Entschluss fest, dass Wilda umziehen darf. Sie hatte einfach durch ihre offene und anhängliche Art überzeugt. Während der Fahrt verhielt sich Wilda ganz vorbildlich. Im schönen Sebnitz angekommen erschnüffelte sich Wilda gleich den Weg durch den Garten und verrichtete artig ihr Geschäft, ehe wir gemeinsam ins Haus ging. Drinnen war alles schon für Wildas Einzug vorbereitet. Überall standen Körbchen verziert mit Leckerlies, die Wilda dankbar verputzte. Sogar das Mittagessen für den Neuankömmling war schon vorbereitet, da sich Wildas neues Frauchen unbedingt an unsere Fütterungszeiten halten wollte. Die wuschelige Hündin war jedoch total mit dem erkunden des neuen Terrains beschäftigt und interessierte sich nicht sonderlich für den Inhalt des Napfs. Wir freuen uns, dass Wilda so ein liebevolles Zuhause gefunden hat.

 

14.10.2019

Wunder geschehen immer wieder, daher geben wir die Hoffung für keines unserer Tiere auf. Die Bestätigung dafür gab es an diesem Tag. Hündin Fenny, die so überaus schüchtern im April 2017 zu uns kam, hat ein wunderbares Zuhause gefunden, in welches sie heute einzog. Viele Wochen lang kamen die Interessenten zu uns ins Heim, um Fennys Vertrauen zu gewinnen. Sehr hilfreich war dabei die freundliche Bobtaildame der Familie. Nun war es soweit und Josi fuhr mit Fenny an den neuen Bestimmungsort. Was gab es da alles zu entdecken: Kaninchen in einem Gehege im Garten, Fische in einem Teich auf der Terrasse, große Fenster aus denen man alles überblicken kann. Fenny kam aus dem Staunen nicht raus. In der Wohnung war die Bobtaildame erneut der Ruhepol. Offenbar schloss Fenny daraus, dass alles in Ordnung ist und begab sich auf Entdeckungstour durch die untere Etage. Alle staunten, wie aufgeschlossen und neugierig sich die Hündin verhielt, hatte man doch eher mit Verkriechen gerechnet. Wir sind so glücklich darüber, dass es Menschen gibt, die sich Fenny ausgesucht haben und ihr von nun an alles angedeihen lassen, was zu einem tollen Hundeleben gehört. DANKE!

 

12./13.10.2019

Katze Lilly hatte wirklich Glück. Ihre Wartezeit im Tierheim dauerte nur genau 6 Wochen. Fertig geimpft und natürlich auch kastriert zog die Kleine nach Grünberg um und leistet dort künftig Kater Tommy Gesellschaft. Dieser hieß früher René und kommt auch aus unserem Tierheim. Bei der Übergabe von Lilly konnten wir uns also auch gleich vom Wohlbefinden eines ehemaligen Schützlings überzeugen. Lilly fand an dem Kater erstmal nichts spannendes. Die Wohnung, die Treppe und das Futter waren interessanter. Voller Neugier hopste die Katze durch ihr neues Revier und hatte sichtlich Spaß. Wir freuen uns, dass nun zwei unserer Samtpfoten dort glücklich sind.

 

11.10.2019

Am frühen Abend wurden 5 Meerschweinchen in unsere Obhut übergeben. Die Tiere hatten sich unkontrolliert vermehrt und nun befand der Besitzer das es zu viele wurden. Leider war das Geschlecht der Namenlosen Tiere unbekannt, sodass wir auch nicht wussten, ob es sich eventuell um tragende Weibchen handeln könnte. Die hätte im schlimmsten Fall bedeutet, dass wir in spätestens zwei Monaten 30 Meerschweinchen mehr haben könnten. Wir vereinbarten mit dem Besitzer, dass er alle seine Meerschweinchen mitbringt, damit wir die Tiere zumindest nach Geschlecht sortieren können. Der junge Sohn hatte bereits versucht die Nager nach Geschlecht zu trennen, was allerdings mehr schlecht als recht geklappt hat. Letztlich bezogen fünf junge Böckchen aus zwei unterschiedlichen Würfen unsere vorbereiteten Gehege.

 

10.10.2019

Bei strömenden Regen nahmen wir am Nachmittag unsere vierbeinigen Neuankömmlinge aus Rumänien in Empfang. Die Hunde waren dennoch voller Freude, als sie auf der Wiese standen und so viel Platz hatten. Neugierig beschnüffelten sie gefühlt jeden Grashalm. Natürlich mussten sie sich auch gegenseitig kennenlernen, was wieder ausgesprochen friedlich verlief. Kailey und Lion sind die Jüngsten und waren sogleich auch die Aufgewecktesten in der Truppe. Aber auch der alte Kiril marschierte umher, suchte immer wieder unsere Nähe, um sich eine kleine Streicheleinheiten abzuholen. Felda und Miorita hielten sich erstmal im Hintergrund, zeigten sich aber dennoch sehr freundlich. Als wir bei allen Hunden den Chip ausgelesen hatten, gab es für sie ein Willkommens-Abendbrot. Wir sind sehr froh, diese lieben Wesen bei uns zu haben. Danke an alle Aufnahmepaten.

 

09.10.2019

Der kleine rot-weiße Kerl Boston, welcher seit vergangener Woche ein "Einzelbett" in unserer Quarantäne bezog, wurde heute in die Tierklinik gebracht. Sein Zustand hatte sich weder verschlechtert, noch verbessert. Trotz Magen-Darm-Schonkost waren seine Häufchen nie fest und er offenbar nie satt. Gierig schrie er nach jeder Mahlzeit nach mehr Futter. Dennoch blieb nichts auf den Rippen hängen und sein Gewicht stagnierte. Boston soll nun auf Station der Klinik gründlich durchgecheckt werden, um die Ursache zu finden, was mit dem kleinen Mann nicht stimmt.

Die Meerschweinchen Brian und Antonio haben sich aus heiterem Himmel übel in der Wolle gehabt. Die beiden Kastraten, die bisher absolut friedfertig zusammengelebt haben, verbreiteten so miese Laune, dass sogar Peach und Peppie anfingen sich gegenseitig anzuzicken. Da sich die Lage immer mehr zuspitze, mussten wir Vater und Sohn nun leider trennen.

 

08.10.2019

Gegen Mittag hatten wir einen Termin in der Tierarztpraxis. Auf dem Plan stand die Zahnsanierung von Tscheppino und die Herzultraschalluntersuchung von Kater Max(3). Bei dem cremefarbenen Tscheppino mussten beide Eckzähne auf der rechten Seite gezogen werden, da sie abgebrochen waren. Den kurzen Eingriff hat der Kater gut überstanden. Nicht so erfreulich war das Ergebnis des Ultraschall. Max Herzwand ist zu dick, sodass das Herz nicht richtig arbeiten kann. Der stattliche, nette Kater benötigt nun Herzmedikamente. Zusätzlich wurde ihm noch Blut abgenommen, um andere organische Probleme auszuschließen. So ein armes Katerchen.

 

07.10.2019

Von der kurzen Kette im bulgarischen Tierheim bis zu einem Sofaplatz in Radeberg dauerte es genau ein viertel Jahr. Nun ist die hübsche Hündin Bobby vermutlich am Ziel ihrer Träume. Sie wohnt bei einem jungen Mann, den sie stets begleiten darf, auch zur Arbeit.  Bereits der erste Besuch hier im Tierheim zeigte eine große gegenseitige Zuneigung. Bobbys neuer Besitzer war eigentlich für eine andere Hündin gekommen, aber dann schlug sein Herz für die hübsche Schwarze. Und das passte. Bobby freute sich riesig, wenn sie den Mann am Tor erblickte und er sie zum Spaziergang abholte. Nun war es soweit, der Umzug stand an. Im neuen Zuhause war die Hündin noch etwas unsicher. Es wird einige Zeit dauern, ehe Bobby all die Eindrücke verarbeitet hat und sich entspannen kann. Aber dann wird sie das neue Leben in vollen Zügen genießen.

 

05./06.10.2019

Endlich durfte auch mal wieder eine Katze unser Tierheim verlassen. In letzter Zeit gab es ja nur Zuzüge zu vermelden. Aber nun sagte uns Vito "Lebewohl!" und das freut uns ganz besonders. Mitte Juni hatten wir den Kater aus der Tierarztpraxis in Steina übernommen, wo er nach schwerer Verletzung einige Zeit stationär behandelt wurde. Vito entwickelte sich hier zu einem absoluten Charmeur, der auf alle Menschen freudestrahlend zu lief. Aber auch auf Hunde. Er wird uns fehlen für die Verträglichkeitstests, die wir oft mit unseren Hunden durchführen. Vitos Reise war überaus kurz, sie führte nach Pulsnitz und endete in einer maximal ruhigen Straße. In der Wohnung war alles bestens vorbereitet für den Neuankömmling. Dieser probierte jedes Fensterbrett aus, auch den Tisch und die Küchenplatte. Darf er alles. Die angebotenen Leckerlies verschmähte der Kater hingegen, viel zu spannend war die  Wohnungsuntersuchung. Es ist ein wahrer Traumplatz, den Vito gefunden hat und das gönnen wir ihm von Herzen. Genieße es, Du Supertyp!

 

04.10.2019

Auch die vier Wohnungskatzen Solus, Tscheppino, Kater Grauchen und Pyrli haben sich mittlerweile so gut eingelebt, dass sie bereit waren ihre erste Impfung zu bekommen. Die Untersuchung der Tierärztin war ihnen eher unangenehm, jedoch ein notwendiges Übel. Nur bei Tscheppino sah die Ärztin Handlungsbedarf, da der Kater ein paar abgebrochene Eckzähne hat. In der kommenden Woche wird er wohl die Fahrt zum Tierarzt antreten, um sich von seinen schlechten Zähnen zu verabschieden.

 

03.10.2019

Nur reichlich einen Monat musste der Rüde Lucas bei uns warten, ehe er endlich in das ersehnte Wohnumfeld einziehen durfte. Schon im armseligen rumänischen Shelter träumte er davon, in einer gemütlichen Wohnung zu liegen und etwas verwöhnt zu werden. Nun ist es soweit und sogar gleich in unserem Ort. Lucas darf nach einer gewissen Eingewöhnung sogar mit Mutti auf Arbeit ins Seniorenheim gehen. Er fühlte sich sofort wohl bei der Familie. Die bereits vorhandene Katze zog sich erstmal in einen separaten Raum zurück, um in Ruhe über die Sache nachzudenken. Während dessen saß Lucas schon mit der Tochter auf dem Fußboden im Wohnzimmer und ließ sich knuddeln. Wir wünschen ihm noch viele schöne Jahre dort.

 

02.10.2019

Die Tierarztvisite drehte sich diese Woche vollkommen um unsere Samtpfötchen. Gleich 14 Katzen wurde gründlich untersucht und geimpft. Bei Fundkater Max wurde dabei ein Herzgeräusch festgestellt, welches mittels Ultraschall in der kommenden Woche näher untersucht werden muss. Der kleine rot-weiße Kater Boston bereitete uns schon eine Weile Sorgen, da er ziemlich dünn ist. In Absprache mit der Tierärztin wurde er nicht geimpft. Bei der körperlichen Untersuchung konnte keine konkrete Ursache gefunden werden. Er bekommt jetzt einen Schonplatz in unserer Quarantäne, um festzustellen ob er eventuell an Durchfall leidet oder andere Symptome zeigt. Bei Kater Vito stand noch eine Nachkontrolle der Leckstelle an seinem Pfötchen an. Es ist fast abgeheilt und bedarf vorerst keiner weiteren Therapie. Dennoch werden wir ein wachsames Auge darauf haben.

 

01.10.2019

Ein junger schwarz weißer Kater wurde in unsere Obhut übergeben. Die Besitzerin gab als Abgabegrund einen Umzug an, eröffnete uns aber auch, dass sie noch vier weitere Katzen hat. Quietschi, wie der Kater heißt, ist laut ihrer Aussage sehr kommunikationsbedürftig und verspielt. Bei uns zieht er sich aktuell sehr zurück, will nichts von uns wissen. Kein Wunder, wenn er doch so unvermittelt sein zuhause verliert. Wir werden ihm die Zeit geben die er braucht, um sich bei uns einzuleben.

 

30.09.2019

"Einsteigen bitte!" hieß es für die Hündin Theresia, denn Josi wollte sie in ihr neues Zuhause chauffieren. Es war eine relativ kurze Fahrt, bereits im beschaulichen Liegau-Augustusbad wartete das neue Frauchen auf die Hündin. Voller Freude begrüßten sich Beide. Anschließend wurde gemeinsam der Garten in Augenschein genommen und für sehr passend befunden. Ins Haus wollte die hübsche Hündin erst nicht so recht, da brauchte es etwas Überredungskunst. Drinnen wartete neben der erschrockenen Katze auch ein richtiges Bett für Theresia mit vielen Kissen und direkt neben dem Bett ihrer Menschen. Welch ein Luxus. Die Hündin war ziemlich aufgeregt, schaute sich alles an, ging auch immer wieder auf die Terrasse. Die Katze wurde gar nicht wahrgenommen, bis zu dem Moment, als sie in der Tür saß. Da traute sich Theresia nicht vorbei - unglaublich. Das wird sich noch geben, da sind wir sicher.

 

28./29.09.2019

Im Laufe der vergangenen Woche rief die Leiterin einer Wohnungsverwaltung bei uns an und fragte um Rat. Es ging darum, dass eine ältere Frau verstorben war, welche eine offenbar herrenlose Katze längere Zeit an ihrer Wohnungstür gefüttert hatte. Diese arme Katze saß nun Tag für Tag dort  und wartete auf Futter. Leider vergebens. Es gibt weitere Bewohner dort, die diese Katze versorgen wollten. Aber eben auch jene Mitmenschen, deren Anliegen es war, dass diese Katze endlich verschwindet. Wir rieten der Anruferin, die Katze doch weiterhin dort zu füttern, sie war dort heimisch, ihr ging es gut. Das war scheinbar nicht möglich, denn am Samstag wurde das Tier zu uns gebracht. Man hatte in der Nachbarschaft gesammelt, um die Abgabegebühr zahlen zu können und das "Problem" zu lösen. Es käme ja der Winter.... Nun ist Max also hier, Max der 3., sozusagen. Ein schwarz/weißer Kater, welcher rund und gepflegt aussieht. Er soll ca. 5 Jahre alt sein, ist bereits kastriert, hat leider keinen Chip. Wir empfahlen, in diesem Wohngebiet Aushänge zu machen. Vielleicht gehört der Max ja doch Jemandem, der ihn nun vermisst. Er ist so ein lieber Kerl, man mag nicht glauben, dass er einfach im Stich gelassen wurde.

 

27.09.2019

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns von Cotmyana. In der kurzen Zeit hatte die Hündin uns alle mit ihrer charmanten Art verzaubert und ist uns unfassbar doll ans Herz gewachsen. Nun lebt sie in einem ganz kleinen Dörfchen wo jeder jeden kennt und alle aufeinander acht geben. Es war schon ein lustiges Bild, wie auch alle Nachbarn Spalier standen als wir mit Cotmyana ankamen, weil sie so neugierig auf den Neuankömmling waren. Und auch hier punktete Cotmyana sofort in dem sie schwanzwedelnd zu jedem einzelnen hinlief und sie "vorstellte". Die ebenfalls dort wohnhafte Katze beäugte die Szenerie aus sicherer Entfernung. In der Wohnung von Cotmyanas neuem Frauchen leinten wir die Hündin ab und ließen sie ihr neues Heim erforschen. Es dauerte gar nicht lange, bis sich uns überraschend ein weiteres Schauspiel bot. Die eben noch so skeptische Mieze war mit in die Wohnung gekommen und schmierte und wälzte sich voller Inbrunst an der Leine, die eben noch an Cotmyana hing. Mit dieser Reaktion hätte die Besitzerin im Leben nicht gerechnet, da dies sonst gar nicht die Art der Samtpfote ist, wie sie berichtete. Wir deuteten es als Zeichen, dass die Miez wohl einverstanden ist mit der neuen Mitbewohnerin.

 

26.09.2019

An dieser Stelle wollten wir gern einmal wieder von der Minimieze Mikusch berichten. Anfang des Monats wurde der dreifarbige Winzling mit gerade einmal 370g zu uns gebracht. So einen Zwerg über die Runden zubringen ist immer wieder eine Herausforderung die viel Zeit und Mühe erfordert. Doch Mikusch zeigte uns gleich von Anfang an, was sie für eine Kämpfernatur ist. Um die kleine Katze optimal zu versorgen und etwas dem Infektionsdruck des Tierheims aus dem Weg zu gehen, nimmt Annett das Mädchen jeden Tag mit nachhause. Mikusch hat sich in der kurzen Zeit nicht nur körperlich, sondern auch charakterlich super weiterentwickelt. Der heutige Stand der Waage zeigte das erste mal über 800g an. Ein Zeichen, dass unsere Arbeit Früchte trägt.

 

25.09.2019

Wir wurden um die Aufnahme eines Katers gebeten. Der hübsche Kerl lebte seit einigen Jahren ein selbstbestimmtes und relativ sorgenfreies Leben, wurde von einer alten Dame regelmäßig gefüttert und rührend umsorgt. Leider verstarb die Dame jüngst. Nun wartete Kater Max natürlich immer noch jeden Tag auf seine Omi. Der Hausgemeinschaft tat der zutrauliche Kater so leid, dass alle Parteien zusammen gelegt haben, um Max in unsere Obhut zu geben. Soviel Empathie und Engagement von Leuten, die mit dem Kater eigentlich nichts zu schaffen haben, ist wirklich selten und gehört anerkannt. Hut ab! Der schwarz-weiße Max muss sich nun erst einmal bei uns einleben, bis wir hoffentlich recht bald wieder eine Familie finden, wo er ebenso hingebungsvoll gehegt und gepflegt wird wie bei seiner geliebten Omi.

 

24.09.2019

Vorgestern konnten wir einen der kleinsten Tierheimbewohner zu einem neuen Zuhause verhelfen, gestern einem der größten. Der imposante Rüde Ive war während der einstündigen Fahrt ganz brav im Auto und schaute die meiste Zeit aus dem Fenster. Diese lange Fahrt hatte seine neue Familie im Vorfeld oft in Angriff genommen, um das Herz des großen Angsthasen zu erobern. Im neuen Zuhause angekommen, war Ive erst einmal völlig verunsichert von all den neuen Eindrücken und wich Josi nicht von der Seite. Während Josi mit Ive's neuer Mama die vertragliche Seite klärte, ließ sich Ives neuer Papa bei dem Rüden auf dem Boden nieder und kraulte ihn ganz liebevoll. Um die entspannte Stimmung für Ive beizubehalten, verabschiedete sich Josi ganz ruhig und ging allein zur Tür hinaus. Das klappte wunderbar, denn Ive blieb einfach liegen und genoss die Streicheleinheiten. Wir freuen uns ehrlich, dass Ive jetzt die Chance bekommt Dreh- und Angelpunkt einer Familie zu werden und endlich nicht mehr einer von vielen sein muss.

 

23.09.2019

Ein kleiner Tierheimbewohner zog aus, um mit zwei Damen glücklich zu werden. Gemeint ist Meerschweinchen Hefty, dessen Reise mit Josi nach Dresden ging. Zum Zwecke der Zusammenführung der Drei hatte die Tierfreundin kurzfristig ein provisorisches neutrales Gehege gebaut und war noch nicht ganz fertig, als das Tierheimauto eintraf. Josi half noch, in die ebenfalls ganz neutralen Papphäuschen die Eingänge zu schneiden. Dann wurde die neue Gruppe gemeinsam in das Terrain gesetzt. Es verlief alles recht harmonisch. Vermutlich war Hefty noch von der Fahrt "geschockt" und die Mädels von der "Frechheit", in eine neue Behausung umziehen zu müssen. In ein paar Tagen, wenn alles friedlich bleibt, können die Drei in das große Gehege im Wohnzimmer. Dort haben sie wirklich alles, was das Meerschweinherz begehrt. Wir drücken die Daumen für ein nettes Miteinander. Heftys Partnerin Johanna sollte hier im Heim natürlich auch nicht allein bleiben. Sie leistet nun den Herren Antonio und Brian Gesellschaft.

 

21./22.09.2019

Am Samstag fand das 3.Hundefestival im Waldbad Polenz statt, der Hinweis darauf war über Wochen auf unserer Homepage zu sehen. Wir nahmen mit unserem Infostand daran teil, den wir zu einem kleinen Verkaufsstand erweiterten. Das besondere daran war, dass die Kunden selbst den Preis für das verschiedene Hundezubehör bestimmen konnten. Bei herrlichem Sonnenschein machte es uns wirklich Spaß, dort vor Ort zu sein. Die Veranstaltung war sehr vielfältig und gut organisiert. Ein paar mehr Besucher hätten sich alle gewünscht und hätte dieses Fest auch verdient. Für uns ist es als Erfolg zu werten. Neben der Erhöhung unserer Bekanntheit nahmen wir auch etliche Euro für unsere Einrichtung ein. Durch den Verkauf von Hundezubehör, welches wir hier nicht verwenden können, kamen stattliche 258,60 € zusammen. In der selbstverständlich aufgestellten Spendendose befanden sich zusätzlich 89,70 €. Ein Dankeschön an alle Tierfreunde für diese Zuwendungen. Wir hoffen sehr, dass es im kommenden Jahr dort ein viertes Hundefestival gibt und wir erneut daran teilnehmen dürfen.

 

20.09.2019

Zwei Patienten mussten zum Tierarzt. Zum einen der Kater Vito, dessen Pfote erneut in Augenschein genommen wurde. Die Tierärztin konnte eine deutliche Besserung feststellen. Die Schwellung ist zurückgegangen, die Haut trocken. Vito bekam erneut zwei Spritzen, um die Heilung weiter zu fördern. Der Befund, ob es sich unter Umständen um einen Hautpilz handelt, steht noch aus. 

Ebenfalls zum "Onkel Doktor" musste der Hund Roshi. Er hatte nach einem kleinen Scharmützel mit Barbu eine blutige Stelle im Auge. Auf diese sollte unbedingt der Tierarzt schauen. Zum Glück wurde sie als harmlos eingestuft. Roshi muss auch keinerlei Medikamente bekommen. 

 

19.09.2019

Der 13 jährige Kater Max wurde ins Tierheim zurück gebracht. Wir hatten den lieben Schmusekater vor zwei Jahren an eine Seniorin vermittelt, deren alte Katze verstorben war und die keinesfalls einsam sein wollte. Max hatte in dem Haus ein gutes Leben. Wir standen Frau R. stets zur Seite, wenn eine Fahrt zum Tierarzt anstand, Max kleine Sorgen hatte oder sich besonderes Futter wünschte. Dadurch konnten wir uns auch stets von der harmonischen Zweisamkeit und dem Wohlbefinden überzeugen. Leider ist die betagte Frau seit Kurzem bettlägerig und wünschte sich, bevor sie für immer einschläft, dass Max wieder in unserer Hände kommt. Davon wollte sie sich unbedingt noch selbst überzeugen. Diesen Wunsch erfüllten wir gern, unser Schutzvertrag sieht es ja auch genau so vor. Wir quartierten Max im Tierheimbüro ein, damit er den Umzug besser verkraftet und Gesellschaft hat. Dennoch sind wir betrübt über das Schicksal von Frau R. Sie ist ein Mensch mit einem wirklich großen Herz für Tiere und hat so manchem Vierbeiner das Leben gerettet. Für Max werden wir hoffentlich ein neues Zuhause finden.

 

18.09.2019

Gegen Mittag starteten wir mit der Tierärztin die Visite im Tierheim. Kater Vito hat eine Leckstelle auf dem Hinterlauf. Da äußerlich keine Verletzung zu erkennen ist, vermutete die Tierärztin das er womöglich ein kribbeln (oder ähnliches) in der Pfote verspürt. Vito wurde als Fundkatze mit Lähmungserscheinungen in den Hintergliedmaßen aufgegriffen. Vielleicht handelt es sich also um ein Spätfolge davon. Er kam zwei Spritzen gegen die Entzündung und soll Ende der Woche noch einmal in der Tierarztpraxis vorstellig werden. Im weiteren Verlauf der Tierarztrunde bekamen alle zu impfenden Miezen ihren Pieks. Unerfreulicherweise hat sich Florenz, die Tochter von Muttikatze Antalya, einen fiesen Schnupfen eingefangen. Auch sie bekam zwei Spritzen und wird nun ordentlich aufgepäppelt.

 

17.09.2019

Unser Tierheimauto war heute unser treuester Begleiter. Am Vormittag hieß es für die Miezen Lilly, Amanda und Antalya einsteigen, denn ihr Kastrationstermin stand an, um weiteren ungewollten Nachwuchs zu verhindern. Kaum zurück im Tierheim fand sich der Rüde Lucas im Auto wieder. Für ihn ging es zur Zahnsanierung. Die Beißerchen wiesen einige Defekte auf und von manchen Zähnen waren nur noch Trümmer zu erkennen. Das konnte nicht so bleiben, weswegen der Termin notwendig geworden war. Am frühen Nachmittag bekamen wir dann den Anruf, dass es alle vier Nasen überstanden haben und abgeholt werden können. Antalya war noch ganzschön benebelt und bekam erst einmal einen muckeligen Schonplatz. Auch Lilly hatte sich mit der Transportbox so angefreundet, dass sie erst einmal nicht aussteigen wollte. Wir haben ihr ihren Willen gelassen, nach der kräftezehrenden Operation. Bei Lucas wurden nur sechs "kleine" Zähne gezogen und die restlichen von Zahnstein befreit. Ansonsten schien ihm der kurze Ausflug nichts ausgemacht zu haben.

 

16.09.2019

Erneut wurden zwei Katzen in unsere Obhut übergeben. Die beiden kräftigen Kater Mautzi und Rambo wurden aufgrund eines berufsbedingten Umzugs zu uns gebracht. Dies war nicht nur für die beiden hübschen Brüder eine schwierige Situation, sondern auch für ihr Frauchen die einige Tränen vergoss. Während Mautzi schon nach wenigen Stunden begann mit uns Kontakt aufzunehmen und sich Streicheleinheiten abzuholen, würdigte Rambo uns keines Blickes. Er wird wohl noch etwas mehr Zeit benötigen, um sich mit dem unfreiwilligen Ortswechsel abzufinden. Wir werden uns große Mühe geben, dass auch er sich recht bald auch bei uns wohlfühlen wird.

 

14./15.09.2019

Ein spannender Tag war für Adabel angebrochen, denn der Rüde durfte heute tatsächlich in sein neues Zuhause umziehen. Mit seinen krummen Vorderbeinchen verließ er mit uns gemeinsam das Tierheim und machte sich auf den Weg nach Radeberg, wo er schon sehnsüchtig erwartet wurde. Bei vielen voran gegangen Besuchen im Tierheim erarbeitete sich das Ehepaar eine gute Vertrauensbasis zu dem schüchternen Rüden. Als die Entwicklung im Tierheimumfeld dann stagnierte, wagten wir den Schritt und vereinbarten ein Vermittlungstermin. Ganz artig hopste Adabel von allein aus dem Tierheimauto und folgt in die Wohnung seiner neuen Familie.

Der bereits vorhandene Beagle hielt gerade Siesta auf dem Sofa, begrüßte den Neuankömmling freundlich, ehe er sein Nickerchen fortsetze. Adabel war natürlich erstmal ganz ehrfürchtig bei all den neuen Eindrücken. Er wagte kaum zu atmen, weil er nichts falsch machen wollte. Dann brachte uns der Rüde dennoch zum schmunzeln, als er bei den fremden Klängen aus dem Radio den Kopf schief legte, um zu lauschen. Das Adabel mit all seinen Besonderheiten und dem Handicap bei uns gerade einmal 7 Monate im Tierheim gewartet hat, empfinden wir als großes Glück. Nun hoffen wir, dass dieses Glück für den Rüden anhält und lernt, wie schön es ist, Teil einer Familie zu sein.

 

13.09.2019

Der hübsche Rüde Jack hat es geschafft. Endlich durfte er dem Tierheimleben adé sagen und einen neuen Lebensabschnitt beginnen. Nahe Moritzburg bewohnt er künftig ein hübsches Einfamilienhaus mit großem Garten. Im neuen Zuhause angekommen zeigte sein neues Frauchen Jack den ganzen Wohnbereich, ehe wir uns für den "Papierkram" niederließen. Ganz vorbildlich hatte sie viele wichtige Fragen notiert. Gemeinsam gingen wir alle wichtigen Dokumente wie den Hundesteuerantrag, das Tasso-formular und die Unterlagen für die Versicherung durch. Das neu erstandene Sicherheitsgeschirr wurde auch gleich anprobiert und passend eingestellt. Derweil hatte Jack nur Augen für seine neue "Mutti". Als wir uns verabschiedeten, verstecke sich Jack hinter Frauchen, ganz so als wolle er sichergehen, dass er auch wirklich da bleiben darf und wir ohne ihn gehen sollen. Diesen Hinweis haben wir verstanden, Jack. Mach's gut du kleiner Schelm.

 

12.09.2019

Es wurden vier Katzen in unsere Obhut übergeben. Der Besitzer, ein 91 jähriger Herr, musste sich schweren Herzens von seinen geliebten Katzen trennen, da er sein Haus mit Grundstück verkauft, um in eine Wohnung zu ziehen. Man merkte dem älteren Mann an, wie schwer es ihm fiel, seine Lieblinge bei uns abzugeben. Liebevoll hatte er einen Brief verfasst in dem er die Charaktereigenschaften und Besonderheiten jeder einzelnen Mieze aufzählt und erläutert. Es handelt sich um drei kastrierte Kater und eine kastrierte Katze, die zwischen 3 und 7 Jahren alt sind und sehr klangvolle Namen haben. Noch sind Tscheppino, Pyrli, Solus und Kater Grauchen sehr traurig über den Verlust ihres angestammten Reviers, doch wir hoffen, dass sie sich bald etwas bei uns einleben werden.

 

11.09.2019

Wir haben alle Tränen in den Augen, denn am Mittag ist unser lieber Kater Rüdiger von uns gegangen. Wir mussten ihn für immer schlafen schicken, das war die einzige noch verbleibende Hilfe. Am Vormittag hatte der Ärmste so viel Blut gespuckt, selbst in seinem Futternapf war eine  Lache. Rüdi konnte nicht mehr fressen. Der Fußboden im Büro war vom Blut gefärbt. Die Zunge schien ein einziger Klumpen zu sein, es gab keine Rettung. Wir waren so traurig, als wir beim Tierarzt anriefen und darum baten, dass ein Arzt zu uns ins Heim kommt und den Kater erlöst. In Josis Armen ging Rüdiger, der Tapferste aller Kater, über die Brücke auf die Blumenwiese. Er hatte sechs Wochen bei uns ein gutes Leben voller Liebe, mit sattem Bäuchlein, weichem Kuschelkörbchen und einem Auslauf mit viel Sonne. Wenigstens das durfte er am Ende seines Lebens noch alles genießen. Ein kleiner Trost ist das für uns, auch wenn sein Fortgang sehr schmerzt. Selbstverständlich möchten wir Rüdi nicht in die Tierkörperbeseitigung geben. Die Basiskremierung mit anschließendem Verstreuen der Asche in der Natur würde 125 € kosten. Gibt es einen Tierfreund, der diesen letzten Dienst für Rüdiger spendieren kann? Wir wären dafür unbeschreiblich dankbar.

+++ Update 17:45 Uhr: es haben sich liebe Menschen gefunden, die die Kosten für Rüdigers Kremierung übernehmen. Tausend Dank!

 

10.09.2019

Die hübsche Hündin Ines hat künftig ihren Lebensmittelpunkt in der Weinstadt Radebeul. Im Auto war Ines einfach tiefenentspannt und so verging die Fahrt wie im Flug. Nach der Ankunft durchstöberte Ines neugierig den Garten und bekam als Begrüßungsgeschenk eine Wiener. Mit diesem feinen Geschmäckle war Ines jedoch nicht vertraut und so knabberte sie nur vorsichtig das Innenleben heraus und ließ die leere Haut zurück. Auch im Haus präsentierte sich Ines von Ihrer besten Seite, begleitete uns ins Obergeschoss und entspannte sich dort recht schnell. Die nach und nach eintrudelnden Familienmitglieder wurden freundlich begrüßt, ehe sie sich artig wieder auf ihren Platz legte. Mit einem guten Gefühl verabschiedeten wir uns von Ines und ihrer neuen Familie.

 

09.09.2019

Eine Katzenmutter mit ihren zwei halbwüchsigen Kindern wurde in unsere Hände gegeben. Das Muttertier stammt ursprünglich von einer älteren Frau, die zahlreiche Katzen fütterte. Irgendwann galt es, diese "zu verteilen", so kam die schildpattfarbene Miez zu ihren Besitzern (Nachbarn). Kastration schien kein Thema zu sein, also wurden im Mai diesen Jahres auch noch Junge geboren. Da der Besitzer nun sein Haus aufgibt und in eine Wohnung zieht, in der Tierhaltung nicht erlaubt ist (!), mussten die Katzen zu uns umsiedeln. Während die Mutterkatze recht zugänglich ist, sind ihre Kids nur auf Flucht bedacht sind. Es wird wohl viel Geduld und vor allem Sorgfalt nötig sein, um diese Zwei an die Bedingungen im Tierheim zu gewöhnen. Und auch hier wieder der Seufzer, dass dies alles vermeidbar gewesen wäre, hätte man rechtzeitig an Kastration gedacht.

 

07./08.09.2019

Es stand ein erfreuliches Ereignis auf dem Plan: Vermittlung Katze Maggy. Und sie hat wirklich den Jackpot! Ein ganzes Haus steht ihr zur Verfügung, dazu ein Rentner-Ehepaar, welches gewiss bestens für das Wohlergehen der Katze sorgt. Und tatsächlich fühlte sich Maggy sofort wohl dort in Pulsnitz. Die eigentlich eher schüchterne Miez  marschierte sogar auf der Schrankwand entlang und dufte hören, dass es nicht schlimm sei, wenn mal was zu Bruch geht. Wow, das kann ein schönes Leben werden. Wir hoffen, dass Maggy viele Jahre dort gegönnt sind.

 

06.09.2019

Heute mussten wir uns von einer ganz alten Freundin verabschieden. Unsere liebe Schafdame Magda verließen die Kräfte und es wurde Zeit über die Regenbogenbrücke zu gehen. In den letzten Jahren merkte man ihr ihr hohes Alter an. Es ging nicht mehr so schnell, sie baute trotz gutem Futter langsam ab. Magda lebte in unserer kleinen Herde bereits seit 12 Jahren ein sorgenfreien Leben. Mit ihren 19 Jahren erreichte das Bergschaf ein Alter, von dem viele ihrer Artgenossen nur Träumen können. Die Tierärztin ging sehr behutsam vor. Es dauerte nicht lange, bis Magda für immer eingeschlafen war. Wir werden unsere Magda für immer in unserem Herz behalten.

 

 

05.09.2019

Josi besuchte unsere ehemalige Bürokatze Lumpi im betreuten Wohnen bei Oma Börner. Die ältere Dame benötigte verschiedene Dinge für die Katze, welche es nur übers Internet zu kaufen gibt. Wir hatten uns darum gekümmert und brachten diese nun hin. Und was fanden wir vor? Zwei überglückliche ältere Damen. Lumpi und Frau Börner - das passt. Josi machte gleich Fotos von dieser trauten Zweisamkeit, so entzückt war sie. Eine absolute Win-Win-Situation, wie man heute so schön sagt.

 

Am Nachmittag wurde durch ein Ordnungsamt eine kleine Fundkatze bei uns eingewiesen. Ein wahrer Winzling, der gerade mal 370 Gramm auf die Waage bringt. Dieser Zwerg hatte eine Nacht lang in einem Grundstück miaut und so auf sein Elend aufmerksam gemacht. Tierliebe Bürger suchten am Morgen nach der Herkunft des Geräusches, nahmen sich der kleinen Miez an und kümmerten sich um die Formalitäten, die es nun mal einzuhalten gilt. Die Kleine scheint eine Kämpferin zu sein. Sie fraß sogleich Futterbrei angerührt mit Katzenmilch. Wir haben ihr eine wohlig-warme Unterkunft bereitet und tun alles, damit Mikusch, wie sie heißt, groß und stark wird. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.

 

04.09.2019

Mittwoch alle 14 Tage = Tierarztrunde.

Es gab allerhand zu tun. 11 Katzenkinder sowie Katzenmutti Antalya wurden geimpft. Auch Hund Sams bekam seinen turnusmäßigen Pieks. Er "versteinerte" fast vor Angst. Kurze Zeit später war Sams aber wieder entspannt. Die Tierärztin widmete sich nämlich im Quarantänegehege den vier Neuzugängen. Bei Sabina und sogar beim kleinen Zisco ist alles tip-top. Seine Schwester Zita hat eine leichte Augenentzündung, die nun 1x täglich behandelt wird. Die Haut der Beiden ist keineswegs so schlimm wie befürchtet. Die Hunde bekamen ein Mittel gegen Parasiten, vorerst nichts anderes. Erst mal schauen, wie sich das saubere Quartier und das gute Futter auswirken. Meist wird allein dadurch schon das Erscheinungsbild viel besser. Als Letzter war Lucas an der Reihe. Das der Rüde schlechte Zähne hat, war klar. Ein paar sind abgebrochen, der Rest soll mal in der Praxis genauer unter die Lupe genommen werden. Kein Problem, wir machen in den nächsten Tagen einen Termin. Wenn Sie uns bei den Kosten für diese Tierarztrunde unter die Arme greifen möchten, wäre eine Impfpatenschaft eine feine Sache. Die Fotos von den Kandidaten stellen wir morgen auf die Homepage.

 

03.09.2019

Selbst unser handwerkliches Meisterstück, der provisorische Auslauf für Antalyas sieben Kids, wurde der Meute zu klein. Kaum hatte man sich umgedreht, waren sie schon über das Gitter geklettert. Es wurde also höchste Zeit, der Rasselbande mehr Platz zu verschaffen. Wir bereiteten unser kleines Katzenhaus, welches derzeit leer war, für den Einzug des Kindergartens (samt Mama natürlich) vor. Mit großen Äuglein wurde das neue Terrain erkundet, bis das erste wie vom Hafer gestochen losflitzte und eine Kettenreaktion auslöste. So viel ungezügelte Lebensfreude ist einfach nur ansteckend.

 

02.09.2019

Katze Käse, die so schöne Kulleraugen hat, verließ an diesem Tag das Tierheim und zog einen Ort weiter nach Großröhrsdorf zu einem jungen Paar. In der Wohnung angekommen, plauderte Käse in gewohnter Manier drauf los, ließ keine Entdeckung unkommentiert. Voller Selbstbewusstsein marschierte die Katze in jeden Winkel der Wohnung, untersuchte auch die Stelle, wo die vorherige Katze immer am Sofa gekratzt hat, ganz genau. Und gab ihren akustischen "Senf" dazu. Ihre Leute werden gewiss immer eine Antwort von Käse bekommen, da sind wir uns sicher. Und die Miez wird dieses Zusammensein genießen. Als Prinzessin, ohne Nebenbuhler. Also ganz nach ihrem Geschmack.

 

Gegen Mittag brachte Marion die vier rumänischen Hunde zu uns ins Heim. Sie bewohnen in nächster Zeit erstmal gemeinsam das Quarantänegehege, um sich hier einzuleben.

 

31.08./01.09.2019

Die vier geretteten Hunde aus Rumänien (siehe Aufnahmepatenschaft) kamen am Samstag Abend bei Marion an. Wegen unserer strengen Lärmschutzauflagen ist uns eine Aufnahme am Wochenende nicht möglich, daher diese Zwischenlösung. Die Hunde hatten die Reise gut überstanden und fühlten sich auf dem Hof sofort wohl. Sabina ist ziemlich selbstbewusst und kann sogar Türen öffnen, obwohl sie ja echt kurze Beinchen hat. Lucas ist ein ruhiger lieber Geselle, vermutlich um Einiges älter als angegeben, aber das macht uns nichts aus. Und die beiden Kleinen, Zita und Zisco? Die gibt es nur im Doppelpack zu sehen, sie hängen sehr aneinander. Etwas schüchtern kommen sie rüber, schreckhaft und struppig. Doch das kriegen wir alles hin, keine Sorge. Die Zukunft beginnt jetzt.

 

30.08.2019

Das Ordnungsamt Pulsnitz übergab uns am Nachmittag eine kleine Fundkatze aus der Gartensparte. Die zutrauliche Mieze, welche von der Finderin liebevoll Lilly genannt wurde, hat sich gleich gierig auf das angebotene Nassfutter gestürzt. Im Anschluss sah man sie im wilden Spiel mit einer Plüschmaus durch den Käfig toben. Sicher werden wir keine Schwierigkeiten haben, für die niedliche schwarz-weiße Mieze ein neues Zuhause zu finden.

 

29.08.2019

Unser lieber Garfield machte sich heute auf die fünfstündige Reise ins neue Zuhause. Gemeinsam mit Mario verging die Fahrzeit wie im Flug. Obwohl Garfield anfangs etwas nervös war, erkannte er doch bald die feinen Vorzüge der stabilen Box und wollte nach kurzer Pipipause dort auch schnell wieder hinein. Wir trafen uns mit der Besitzerin in einem Park nahe ihres Wohnhauses. Dort gab es für Garfield erst einmal eine Menge zu lesen und die Anspannung wich mit jeder Minute. In einem kleinen Bach kühlte er sich die Pfötchen, ehe wir uns auf den Weg zu ihrem Häuschen machten. Dort angekommen staunten wir nicht schlecht, da jeder Zentimeter für das Wohl der Tiere eingerichtet war. Kater Räuber machte sich ganz groß, als er Garfield erblickte, blieb aber ansonsten ruhig. Solches Gebaren hob Opi Garfield nicht im geringsten an, immerhin gab es für ihn gekochtes Hühnchen als Begrüßungsleckerei. Sicher wird er noch eine ganze Weile brauchen, um sich auf die neue Situation einzustellen, doch wir haben keinen Zweifel daran, dass seine neuen Besitzer alles dafür tun werden, dass Garfield es so schön wie möglich hat.

 

28.08.2019

Ein schwarzes Chinchilla namens Chuck wurde bei uns abgegeben. Das putzige Tierchen ist der klassische Fall von unüberlegter Anschaffung. Der Sohn der Familie (Teenager) hatte sich Chuck gekauft, obwohl seine Eltern dagegen waren. Jetzt hat er keine Zeit mehr dafür. Die Erwachsenen springen nicht ein, sie hatten ja vorher gewarnt. Also Tierheim. Chuck hatte in dem Zuhause viel Auslauf und eine große Voliere. Er ist total auf Menschen geprägt und äußerst zahm. Aber dieses verhalten rührt aus dem Mangel an Artgenossen, daher können wir uns darüber nicht freuen. Chinchilla einzeln zu halten ist keinesfalls artgerecht. Bei uns muss Chuck vorübergehend auch einen Einzelplatz bewohnen, denn er ist unkastriert. Der Eingriff wird am kommenden Mittwoch nachgeholt, so dass für Chuck Aussicht besteht, nach 2,5 Jahren Einzelhaltung endlich das Zusammensein mit Artgenossen kennenzulernen. Darauf sind wir schon sehr gespannt.

 

27.08.2019

Einen Zahnarzttermin hatte heute die knuffige Hündin Catea. Gegen Mittag sollte sie nüchtern in der Praxis sein. Da hat Catea ganzschön in die Röhre gekuckt, als am morgen das Näpfchen leer blieb, aber da musste sie durch. Die Fahrt war Catea gar nicht geheuer, sie konnte sich in der schaukelnden Transportbox nicht entspannen und hechelte viel. Bereits 1,5 Stunden später kam der Anruf der Tierärztin, das Catea alles gut überstanden hat und bereits langsam munter wird. Als wir endlich zugegen waren, um die Hündin abzuholen hörten wir sie schon jammern. In fremder Umgebung aufzuwachen, war ihr wohl etwas unangenehm. Zahnschmerzen kann Catea keine haben, denn tatsächlich, so berichtete die Ärztin, musste sie keinen Zahn gezogen bekommen. Trotzdem sieht man einen merklichen Unterschied, da der ganze Zahnstein entfernt wurde.

 

26.08.2019

Die sieben kleinen Kätzchen von Fundkatze Antalya wachsen und gedeihen. Mittlerweile haben die Kids einen enormen Bewegungs- und Spieldrang entwickelt, sodass es selbst der Mama zuweilen einfach zu bunt wird. Um Antalya ihren Freiraum zu verschaffen und den sieben Zwergen gleichzeitig etwas zu bieten, bauten wir ein großes Freilaufgehege im Nachbarraum des Büro. Anfängliche Neugierde wandelte sich schnell in ansteckende Lebensfreude. Voller übermut schüttelte es die kleinen Katzen und man sah sie unter den witzigsten Geräuschen um die Wette flitzen, jedes Kissen zerwühlen und sich gegenseitig balgen. Beim beobachten der Würmchen kann man wirklich die Zeit vergessen. Antalya bekam derweil ihre wohlverdiente Ruhephase, ehe der ganze Kindergarten wieder bei der Mutti einzog. Wir sind so stolz auf Antalya, dass wirklich alle Babys wohlgenährt und bei bester Gesundheit sind.

 

24./25.08.2019

Ein schwerer Abschied stand an, welcher uns alle unsagbar traurig macht. Die schwarze Hündin Denisa musste aus dem glücklichen Leben, welches sie bei Marion als Pflegehund führte, scheiden. Vor wenigen Wochen hatte sich plötzlich eine Beule am Mäulchen der Hündin gezeigt. Marion dachte erst an einen Insektenstich, wir vermuteten einen vereiterten Zahn. Der Tierarzt stellte leider eine ganz andere Diagnose, nämlich Tumor. Und nicht nur einen, es gab noch einen zweiten am Hals, der nach innen wuchs. Eine Entfernung war unmöglich. Es blieb lediglich die Option, Denisa noch ein paar wunderschöne Wochen zu bereiten und sie dann in Frieden gehen zu lassen, wenn die Lebensqualität zu stark beeinträchtigt ist. Und so geschah es. 2014 kam Denisa aus Rumänien in unser Heim, sie war eine verängstige und von schweren Ohrproblemen geplagte Hündin. Bei Marion lebte sie richtig auf. Leider war dieses Glück viel zu kurz. Mit etwa 9 Jahren musste die Hündin nun schon diese Welt verlassen. Wir hätten ihr so viel mehr Zeit bei Marion gewünscht. Ruhe in Frieden, liebe Denisa.

Auf unserer Seite "Patenschaft" ist Denisas Profil mit vielen schönen Fotos noch zu sehen. Sie können sich gern ein Bild machen.

 

23.08.2019

Heute war ein ganz toller Tag, da wir eine professionelle Tierfotografin im Tierheim zu Gast hatten. Gemeinsam mit Josi konnten einige unserer Schützlinge ins rechte Licht gerückt werden. Frau Schwarz, welche auch zwei Hunde aus dem Tierschutz hat, war ausgesprochen nett und verständnisvoll, wenn etwas nicht auf Anhieb so funktionierte. Eine entspannte Atmosphäre diente dazu vollkommen natürliche Bilder von unsere Schützlingen zu knipsen. Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis. Die Zusammenarbeit mit Frau Schwarz war wirklich eine Freude. Wir können eine absolute Empfehlung an alle aussprechen, die gern ein richtig schönes Bild von ihrem Haustier möchten. www.fellkeks-fotografie.de

 

22.08.2019

Schon waren wieder zwei Wochen vorüber und es war wieder Zeit für die Tierarztvisite. Die Hündinnen Catea, Cotmyana und Agata wurden gründlich untersucht. Catea und Agata werden sich wohl bald wieder in den Händen von Tierärzten wieder finden, da eine Zahnsanierung notwendig ist. Bei der traumhaftlieben Cotmyana gab es keine Beanstandungen zur Eingangsuntersuchung. Der nächste Patient war Jack. Er begann kurz zuvor mit lahmen. Als wir die Ursache dafür gesucht haben, stellten wir fest, dass ihm eine Kralle am Hinterlauf fehlt. Er bekommt nun zweimal täglich ein Kernseifen Fußbad und Antibiotika. Außerdem muss er einen Trichter tragen, was ihn zum Glück aber überhaupt nicht stört. Die Miezen Maggy und Käse wurden zur Visite vollständig grundimmunisiert. Auch unser Sorgenfell Rüdiger haben wir uns angeschaut und die Tierärztin hatte einige hilfreiche Ideen, wie wir dem Kater noch unterstützen könnten. Sie regte an, dass Rüdiger, dem aufgrund eines Tumors 1/3 der Zunge amputiert werden musste, doch einen Katzenbody tragen könnte, um seinen ungesunden Putzdrang etwas unter Kontrolle zu bekommen. Und siehe da: Es funktioniert. Außerdem brachte Sie uns noch ein sehr kalorienreiches Tonikum mit, um ihn auch körperlich etwas zu stabilisieren. Trotz der schlechten Prognose bereitet uns Rüdiger durch seine charmante Art unglaublich viel Freude und wir sind froh, ihm helfen zu können.

 

21.08.2019

Was für ein Tag! Unsere Katze Nube durfte nach mehr als 3 Jahren an diesem Mittwoch ihre unfassbar lange Tierheimkarriere beenden. Das ist soooo wunderbar. Und was für einen schönen Platz sie bekommen hat! Ein großes Haus, alle Etagen sind frei zugänglich, ein toller Naturgarten, eine riesige Terrasse und eine gemütliche Wohnung, in der auch das Bett jederzeit "zur Verfügung" steht. Die Fahrt dorthin war denkbar kurz, das neue Zuhause ist in Pulsnitz. Nube sagte unterwegs keinen Ton. Aber die große Überraschung folgte in der Wohnung. Wir hatten fest damit gerechnet, dass die Katze sogleich unter einem Schrank oder Sofa verschwindet und einige Tage nicht gesehen wird. Das kündigten wir auch ihrer neuen Familie so an. Pustekuchen! Nube stieg aus der Box und begann sofort mit einem Rundgang. Sie hopste aufs Sofa, aufs Fensterbrett, in offene Schränke. Unglaublich. Offensichtlich gefiel es der Miez dort super, die Wohnung schien ganz nach ihrem Geschmack zu sein. Beim Abschied war unsere Langzeitinsassin nicht zu sehen, aber wir werden gewiss Nachricht von ihr erhalten. Sie wird das neue Leben in vollen Zügen genießen.

 

20.08.2019

Heute konnten wir gleich zwei ältere Damen glücklich machen. Unsere schwarze Bürokatze Lumpi ist mit uns Richtung Bischofswerda aufgebrochen, wo sie schon sehnsüchtig von ihrem neuen Frauchen erwartet wurde. Die rüstige Rentnerin litt sehr unter der Einsamkeit, nachdem ihre vorherige Katze im hohen Alter eingeschläfert werden musste, und ihre Kinder und Enkel eigene Wege gingen. Frau B. legte sich also mächtig ins Zeug, um Lumpi persönlich kennen zu lernen und ihre Zuneigung zu gewinnen. Was sollen wir sagen? Es hat funktioniert! Entgegen unserer Vermutung, stolzierte Lumpi durch die Wohnung, hopste aufs Sofa, klappte die Pfötchen ein und thronte wie eine Sphinx. Die Freude über ihre neue Mitbewohnerin war Frau B. ins Gesicht geschrieben. Mit großer Aufmerksamkeit folgte Lumpis neues Frauchen unseren Ausführungen über die Krankengeschichte der Seniorenkatze. Im Anschluss sichteten wir gemeinsam das Spezialfutter, welches Frau B. bereits für die schwarze Lumpi besorgt hatte. Die Rentnerin wollte wirklich nichts falsch machen, um lange Freude an ihrem neuen Samtpfötchen zu haben. Natürlich bekam Omi-Lumpi auch gleich ein Begrüßungsmenü, welches sie dankbar verspeiste. Hier wird es Lumpi wirklich an nichts fehlen. Wir freuen uns sehr, dass wir zusammen gebracht haben, was zusammen gehört.

 

19.08.2019

Am Nachmittag wurde die Fund-Schildkröte abgeholt. Ihre Besitzerin brachte eindeutige Beweise dafür mit, dass es sich bei Leo um ihr Eigentum handelt. Somit konnte sie den 10 jährigen in Empfang nehmen und in im nun hoffentlich sicher eingezäunten Garten wieder absetzen. Wir haben hier erlebt, welche Kraft diese Schildkröte entwickelt, wenn sie flüchten möchte. Am liebsten hätte Leo das massive Gitter des Bürokatzenauslaufes zerstört oder beiseite geschoben, um noch mehr Terrain zu haben. Er war ständig am arbeiten und hatte mit einem Lebensgewicht von 1225 g durchaus Masse zu bieten. Ein Dank geht an die Gemeinde Seeligstadt, die durch Aushänge auf den Fund des Tieres und dessen Unterbringung in unserem Tierheim aufmerksam gemacht hatte.

 

17.08./18.08.2019

Die vier Schwalbenkinder aus dem Bushäuschen haben sich in die Welt aufgemacht. Am Freitag haben wir noch ein Foto geschossen, was alle Vier gut entwickelt und topp befiedert in dem kleinen Körbchen zeígt, welches wir als Ersatz für das marode Nest aufgestellt hatten. Dieser Anblick war wirklich entzückend. Am Sonntag Mittag saß eine Jungschwalbe auf dem Rand des Körbchens und schaute sich aufmerksam um. So eine Hübsche mit ihrer hellen Brust. Da dachten wir uns schon, dass die Vier nun diesen Ort verlassen werden. Und am Abend war das Ersatznest leer. Wir wünschen den Vögelchen, dass sie eine gute Zukunft haben. Wir haben alles dafür getan. Es tut so gut zu wissen, dass sich solch eine Aktion lohnt, dass die Vogeleltern weiter füttern und die Kleinen auch in einem mit Heu gepolsterten Interimsnest warm genug sitzen, um zu überleben. Ehrlich, daran haben wir kaum zu glauben gewagt.

 

16.08.2019

Der dreibeinige Fundkater mit der nekrotischen Zunge, welcher am 30.07. in unsere Obhut übergeben wurde, ist bereits seit einer Woche im Tierheim. Wir haben lang mit uns gerungen, ob wir von ihm schreiben sollen, denn zweifelsohne gibt seine körperliche Verfassung Grund zur Diskussion. Rüdiger, wie wir den Kater tauften, hat sich mit dem fehlen einer Gliedmaße gut arrangiert, jedoch bereitet ihm die teilamputierte Zunge - verständlicherweise - Schwierigkeiten beim Nahrung aufnehmen und auch beim putzen. Wir versuchen ihn so gut es geht bei beidem zu unterstützen und er hält wacker sein Gewicht. Rüdiger schnurrt viel, liebt es gestreichelt zu werden und bettelt förmlich um Aufmerksamkeit. Dennoch bleibt abzuwarten, ob die Entzündung in der Zunge abklingen wird oder ob der Tumor erneut wächst. Aktuell bekommt er noch Medikamente. Wir danken der Tierarztpraxis für ihr Vertrauen in dieser heiklen Angelegenheit im Sinne des Tieres zu entscheiden.

Zum Tierarzt ist heute auch der große Angsthase Ive gefahren. Uns fiel auf, dass er schlecht frisst, was uns etwas Sorgen bereitete. Bei einer ersten äußerlichen Untersuchung wurde kein offensichtliches Problem an den Zähnen und in der Maulhöhle festgestellt. Auch das Herz zeigte keine Auffälligkeiten. Zur weiteren Diagnose wurde jetzt ein Blutbild angefertigt. Ive war, für seine Verhältnisse, sehr tapfer und meisterte die Situation wirklich gut.

 

15.08.2019

Am Nachmittag bekamen wir einen sehr überraschenden Anruf aus der Tierarztpraxis Steina. Die Hündin Yill sei vor Ort und es ginge ihr so schlecht, dass man sie gern erlösen möchte. Diese Vorgehensweise ist absolut korrekt, denn unser Schutzvertrag sagt aus, dass die Tötung des Tieres nur mit unserer Zustimmung geschehen darf. Aber warum Yill? Wir hatten sie doch erst am 01.07. vermittelt und da ging es ihr gut. Wir wurden aufgeklärt, dass die Ärmste seit Tagen schlimmen Husten hatte, der sich verstärkte. Medikamente halfen nicht. Yill war mittlerweile ganz schlapp und hustete über Stunden. Gestern wurde von ihr ein CT gemacht. Die Bilder zeigten furchtbare Dinge. Die Lunge voll mit Krebs, ein Lungenflügel war bereits zu Hälfte zusammengefallen. Es drohte ein Pneumothorax, an dem Yill qualvoll ersticken würde. Ihre Besitzer waren unendlich traurig, sie hatten Yill so lieb gewonnen. Und nun diese unfassbare Diagnose. Wir stimmten der Erlösung zu, die ganz sanft auf einer Decke im Auto geschah, wo Yill so gern mitfuhr. Das war die letzte gute Tat, die ihre Menschen für sie tun konnten. So eine liebe Hündin, die endlos viele Lebensjahre im rumänischen Tierheim vergebens gehofft und gewartet hat. Nun war sie endlich glücklich, leider viel zu kurz. Aber sie hat es noch kennengelernt, wie es ist, ein geliebter, umsorgter Hund zu sein, im weichen Körbchen zu schlafen und schöne Spaziergänge zu machen. Wir sind ihrer Familie dafür unbeschreiblich dankbar. Schlaf gut, Du liebe Maus.

 

14.08.2019

Das lustige Duo Bobby und Roshi wurden heute in einem unserer Rudel integriert. Sofort begannen sie mit der Erkundung des neuen Terrain, der Stock und jeder Halm wurden beschnuppert. Ihre Artgenossen wurden freundlich zur Kenntnis genommen aber sonst nicht viel beachtet. Barbu war sehr aufgeregt über die Neuzugänge und belagerte Bobby so lange, bis sie sich zu einer Runde Um-die-Wette-laufen überreden ließ. Als Rüde hatte Roshi nun nicht so viele Sympathiepunkte bei Barbu und musste dem Alteingesessenen erst beweisen, dass er auch ein ganz toller Kerl ist, um mitspielen zu dürfen. Das klappte bereits nach einiger Zeit ganz fantastisch und man sah die Bande im ausgelassen Spiel gemeinsam balgen.

Am frühen Nachmittag gab es einen kleinen Hoffnungsschimmer bezüglich unserer Fundschildkröte. Es meldete sich eine Frau, deren Schildkröte bereits vor über einem Monat entlaufen war, in der Hoffnung ihre Schildkröte wurde nun gefunden und zu uns gebracht. Leider handelte es sich nicht um ihr Tier - wirklich Schade.

 

13.08.2019

Am Mittag mussten wir mit unserer Ophelia zum Tierarzt. Sie hatte im rechten Ohr eine Bissverletzung, welche sich bereits eitrig entzündet hatte. Während der Autofahrt benahm sich Ophelia sehr gut und war ganz entspannt. Als wir in der Praxis ankamen, war die Hündin sehr aufgeregt und nervös, pendelte immer zwischen Josi und Selina hin und her und wollte am liebsten wieder aus der Praxis fliehen. Nach einem erfolglosen Versuch des Personals, sich Ophelias Verletzung aus der Nähe anzuschauen, wurde die Hündin in Kurzzeitnarkose gelegt. Erst dann zeigte sich, dass sich am unteren Ende des Ohrs bereits eine Beule mit Flüssigkeit gefüllt hatte. Diese wurde geöffnet, die Wunden gespült und schwup war Ophelia schon wieder munter. In den nächsten Tagen wird sie noch Tabletten brauchen, aber das war Ophelia egal, denn sie war überglücklich wieder aus der Praxis "nachhause" entlassen zu werden.

 

12.08.2019

Am Nachmittag brachte uns eine Tierfreundin eine Landschildkröte, welche sie gefunden hatte. Das Tier saß auf der Fahrbahn, nahe eines Bahnübergangs. Es waren also gleich mehrere Gefahren, die das Leben der Schildi bedrohten. Nun ist der ältere Herr in Sicherheit und wir sind gespannt, ob sich ein Besitzer meldet.

Aus Kärnten erreichte uns die frohe Botschaft, dass die drei mageren, verschnupften Kätzchen, welche sich im Tierheim in Klagenfurt befinden (siehe "Was gestern geschah" vom 03./04.08.) auf dem Weg der Genesung sind. Die Freude darüber ist natürlich immens.

 

10./11.08.2019

Neues von den Schwalbenkindern im Bushäuschen:

Sie leben! Am Samstag war ein Drittes aus dem maroden Nest gefallen und zum Glück auf der von uns angebrachten Pappe gelandet. Wir setzten es vorsichtig zu den beiden Geschwistern ins Behelfsnest, die einen guten Eindruck machten. Wow, es scheint zu funktionieren. Offenbar werden die Kleinen weiterhin gefüttert. Die Freude darüber war riesig. Am Sonntagmorgen hockte dann tatsächlich ein viertes Schwälbchen auf der Pappe und sperrte das Schnäbelchen auf. Unglaublich, dass in diesem Amateurnest vier Vogelkinder saßen. Da war doch eigentlich gar keine wirkliche Mulde. Nun ja, wir setzten auch diesen Piepmatz ins kleine Körbchen, worin die anderen Drei eng aneinandergekuschelt hockten. Ihnen schien es weiterhin gut zu gehen. Juju! Aber noch sind sie nicht flugfähig und auf die zuverlässige Versorgung ihrer Eltern angewiesen. Wir hoffen weiter auf einen guten Ausgang.

 

09.08.2019

Am Nachmittag fuhr mal wieder das große Auto der Tierhilfe Hoffnung bei uns vor und hatte fünf wundervolle Hunde für uns an Bord. Wir trugen die Boxen in unser Quarantänegehege und jeder Mitarbeiter durfte eine Box öffnen, dem Hund eine Schleppleine ans Halsband machen und ihn dann freundlich heraus bitten. Muss man natürlich nicht, die meisten Vierbeiner sind froh, endlich "aussteigen" zu dürfen. Das Verblüffende ist, dass sie uns sofort freudig begrüßen, teilweise anspringen vor Vergnügen. Manchen schlecken uns die Hände, andere stupsen und wollen gekrault werden. Und das auf völlig fremden Terrain bei völlig fremden Menschen. Solch liebe Tiere sind das, vorbehaltlos, arglos, dem Menschen treu ergeben. Wir sind jedesmal gerührt. Agata verzog sich erstmal hinter das Haus und verarbeitet die neuen Eindrücke. Cotmyana legte sich nach einem kurzen Rundgang ins vorbereitete Körbchen. Theresia und Casandra waren richtig übermütig, sprangen, rannten und wollten viel Aufmerksamkeit. Und die zerzauste Catea? Die war kaum wiederzuerkennen. Vermutlich hatten liebe Tierpfleger sie stundenlang gebürstet, jedenfalls sah ihr Fell top aus. Und sie strahlte uns an mit ihren dunklen Äuglein, wollte immerzu gestreichelt werden. Es sind einzigartige Momente die wir erleben dürfen, wenn wir gerettete Hunde aus dem Ausland in Empfang nehmen. Wir würden dies gern viel öfter tun, aber erst ein vermittelter Hund macht Platz für einen Neuen.

 

08.08.2019

An diesem Tag benötigten gefiederte Tiere unser Hilfe. In meinem Heimatdorf wurde ich von einer Frau angesprochen, die aufgeregt mitteilte, dass im Bushäuschen eine kleine Schwalbe aus dem Nest gefallen ist. Ob ich mich damit auskenne, wurde ich gefragt. Oh je, nicht wirklich, aber ich schau mir das mal an. Ich ging mit Sarah, die gerade bei mir weilte, hin und wir stellten als erstes fest, dass ein weiteres Kleines soeben abzustürzen drohte. Das was die Elterntiere da gebaut hatten, war ein maroder, bröckeliger Klumpen an der Wand, aber kein Nest. Arme Kinderschar! Sarah hob das Vögelchen vom Boden auf, stieg dann auf die Bank und nahm das absturzgefährdete Vogelkind in ihre Hand. Beide setzten wir in ein kleines Körbchen mit weichem Heu und holten uns dann telefonischen Rat bei der Wildvogelauffangstation in Dresden. Man riet uns, unter dem "Nest" ein Brett oder eine Pappe anzubringen, um weiteren Abstürzen vorzubeugen. Außerdem sollten wir ein "Ersatznest" in Form einer kleinen Kiste schön weich und warm polstern und neben dem anderen Bauwerk positionieren. Mit den beiden Findelkindern drin. So taten wir es. Wir hämmerten und klebten und polsterten und hatten in Kürze dieses Interimsbauwerk fertig. Machte einen guten Eindruck. Nun müssen nur noch die handwerklich unbegabten Schwalbeneltern ihre Brut weiter versorgen. Wir schauten eine halbe Stunde später nach und siehe da, es war ein emsiges rein und raus fliegen. Das lässt hoffen.

(Heike Falkenberg-Dziumla)

 

07.08.2019

Ein wirklicher Notfall hat ein tolles Plätzchen gefunden! Endlich hat die Einsamkeit für Kater Gomez ein Ende, wir sind so unsagbar froh darüber. Ganz ohne Vorbehalte wurde der Kater von Familie G. aus Dresden adoptiert. Diese hatte bereits vor vielen Jahren Katze Fanny von uns aufgenommen, welche in den letzten Jahren aufgrund von Diabetes gespritzt werden musste.  Was ist da schon eine kleine Tablette 1x täglich, die Gomez bekommt? Ein Klacks. Gomez fühlte sich auch sofort wohl in seiner neuen Wohnung, die Autofahrt hatte ihm offenbar nichts ausgemacht. Mit erhobenem Schwanz stolzierte der Schöne umher, schaute sich alles an und genoss all die Streicheleinheiten. Davon wird er nun ganz viele bekommen, es wird ihm an nichts fehlen. Herzlichen Dank dafür, dass Gomez nun glücklich sein darf. Er hatte in seinem Leben bisher nicht viele gute Zeiten. Jetzt wird er doppelt und dreifach entschädigt.

 

06.08.2019

Ein weiterer älterer Hund hat das große Glück, seinen letzten Lebensabschnitt in familiärer Geborgenheit verbringen zu dürfen. Die damit gesegnete ist seit gestern Hündin Clara (11 Jahre alt). Als sie ihr Brustgeschirr und die Leine erblickte, hüpfte Clara vor Freude. Sie war natürlich der Meinung, es geht spazieren. Aber diesmal führte der Weg nur bis zum Auto. Zum Glück war ihre Reise recht kurz, in Radeberg konnte Clara das Auto wieder verlassen. Auch hier war sie sofort der Überzeugung, dass nun eine Gassirunde folgt. Aber dann erschienen ihre "Leute" und die Freude war groß. Mit etwas erstauntem Blick inspizierte Clara den Garten ihres neuen Domizils, irgendwann war es genug und sie wollte ins Haus. Die Katze der Familie wurde kurz zur Kenntnis genommen, mehr nicht. Nach einem kleinen Rundgang legte sich Clara in das vorbereitete Körbchen und blieb auch dort, als Mario sich verabschiedete. Sie fühlte sich ganz offensichtlich schon sehr heimisch. Es ist einfach großartig, dass es immer wieder Menschen gibt, die einen älteren Hund aufnehmen und die Vorzüge dieser klugen Gelassenheit solcher Vierbeiner schätzen. Herzlichen Dank dafür!

Neuzugänge gibt es auch im Heim. Drei Katzenkinder wurden in unsere Hände gegeben. Ungewollter Nachwuchs, für den man keine Verwendung hat. Die Mutterkatze gehört einer alten Frau und deren Sohn versicherte mehrfach, diese Miez nun kastrieren zu lassen. Wir bleiben auf alle Fälle dran.

 

05.08.2019

Es gibt erste Post von Laji. Wir sind unbeschreiblich froh darüber, dass der Oldie nun ein Sofa im Wohnzimmer hat und nicht nur auf dem Tierheimhof. Aber lesen Sie selbst:

Liebes "Tierheim"-Team,
zu allererst auf diesem Wege noch einmal ein GANZ GROSSES DANKE! für die schnelle Vermittlung von Laji. DANKE dafür, dass Sie uns Laji anvertraut haben und uns somit die Möglichkeit geben unsere Familie komplett zu machen und liebevoll für Laji zu sorgen. Wir sind so unendlich dankbar und glücklich, dass Laji endlich bei uns sein kann. Und so wie wir ihn die letzten Stunden erleben durften, denken wir, dass es Laji mit uns genauso geht.

Unsere zwei Katzen sind überhaupt nicht scheu gegenüber Laji und Laji nimmt die beiden einfach zur Kenntnis, ohne igengendwie zu reagieren.

Gestern Nachmittag hat sich Laji schon sein Erdloch gegraben in dem er dann noch eine zeitlang schlief und in dem es bestimmt auch schön kühl war. Er hat sich "seinen Platz" so ausgesucht, dass er uns immer im Blick hat. Er ist immer gern in unserer Nähe und sollte er mal keinen von uns sehen, dann schaut er wo wir sind und ist glücklich.

Als es dann Zeit für die Nachtruhe war, waren wir das erste mal eine kleine Runde mit Laji spazieren und dann hat er sich für das Sofa als Schlafplatz entschieden. Wir hatten die Tür zu unserem Schlafzimmer für Laji offen gelassen und so konnte er auch jederzeit zu uns. Um 2 Uhr in der Nacht kam er dann und war ganz aufgeregt und unruhig (hat aber nicht gebellt), dann bin ich (sein Frauchen) mit ihm rausgegangen und es dauerte gar nicht lange, dann musste er seine Blase entleeren, dass ich dachte das nimmt gar keine Ende mehr. Aber durch diese große Hitze gestern hat er auch unwahrscheinlich viel getrunken. Dann schlief er wieder und alles war gut.

Heute ist er schon seit dem Frühstück mit uns im Garten und liegt mal in seinem Erdloch oder mal drin, geht zum Essen und Trinken und bewegt sich hier so selbstverständlich, als wäre er schon immer bei uns.

Ihre Familie H.

 

03./04.08.2019

Es geschah nicht gestern, sondern bereits am 31.07.19 in meinem Urlaub in Kärnten. Ich reise schon nicht in den Süden, dennoch blieb mir Tierelend diesmal nicht erspart. Auf der Heimfahrt zu unserer einsamen Almhütte lagen drei völlig "verrotzte" , ca 6 Wochen alte Katzenbabies mitten auf dem Feldweg. Eng umschlungen klammerten sie sich verzweiferlt aneinander. Dort oben kommen nicht viele Autos, aber die wenigen haben richtig Zaster drauf, es ist ja nichts ringsrum, nur Wald und Wiesen. Das nächste Auto hätte die Kätzchen platt gemacht. Vielleicht war das der Plan dieser Monster, die diese Schandtat zu verantworten haben. Mein Mann und ich dachten erst, Papier liegt dort oder ein Lappen... "Halt an!" rufe ich, als wir vorbei waren. Ausgestiegen, aufgehoben, keinerlei Widerstand. Die Kleinen war schwach und mager, eitriges Sekret kam aus Augen und Nasen. Ein Bild des Elends. Und nun? Erst dachten wir an Tierarzt, dann fiel mir Tierschutz in Kärnten ein. Internet lebe hoch. Es gibt einen 24h Notruf. Man sagte ganz unkompliziert die Aufnahme der Hilfebedürftigen zu und war dankbar, dass wir die Kätzchen bis Klagenfurt ans Tierschutz Kompetenz Zentrum bringen. Abends gegen 20 Uhr waren wir zurück und das gute Gefühl machte sich breit, dass diese armen Geschöpfe in Sicherheit sind, medizinische Hilfe bekommen und bestimmt auch satte Bäuchlein haben. Ich werde mich in den nächsten Tagen nach ihnen erkundigen.

Heike Falkenberg-Dziumla

 

02.08.2019

Nach langem warten ging es für Vera auf die Fahrt. Selbstständig hopste sie ins Auto, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Nach der Ankunft war Vera erst einmal unsicher und untersuchte den Garten nach einem Schlupfloch, doch mit jeder Minute wurde sie sichtlich entspannter. Die Kinder der Familie hatten ihr hölzernes Spielhaus extra für Vera als Rückzugsort im Garten hergerichtet. Ein großes Namensschild ziert den Eingang und sogar einen Briefkasten hat die Hündin bekommen. Nach einer ersten Inspektion legte sich Vera auch gleich hinein. Im Wohnhaus musste Vera erst einmal dringend die Katzennäpfe gründlich reinigen. Die Besitzer der Näpfe beobachteten das Treiben lieber aus sicherer Entfernung. Vera interessierte sich derweil weder für die Katzen, noch die Kaninchen oder die Kois. Sie hätte nur beinahe beim Versuch aus dem Gartenteich zu trinken das Gleichgewicht verloren. Der Abschied von uns fiel Vera dennoch ein wenig schwer. Aber sicher wird sie nicht lange ihren alten Freunden nachtrauern, da sie so viele tolle neue Dinge erleben wird. Wir freuen uns so, dass die liebe Hündin ein Zuhause gefunden hat.

 

01.08.2019

Am Nachmittag wurden zwei Meerschweinchendamen in unsere Obhut übergeben. Die beide einjährigen Peppie und Peach mussten ins Tierheim, da die Tochter keine Zeit mehr für die Tiere aufbringen konnte. Schade, dass die beiden wirklich hübschen Meerschweinchen offenbar so unbedacht angeschafft wurden. Uns wurde berichtet, dass die Tiere des öffteren Brot bekommen haben und die Kinder den Familienhund mit den Meerschweinchen haben "spielen" lassen. Auch sollen die beiden Meerschweinchen laut Sichtdiagnose der Besitzer "Pilz" gehabt haben, welcher nur durch eincremen verschwunden ist. Es ist wirklich ernüchternd, wie wenig man sich mit den Bedürfnissen von Meerschweinchen auseinandergesetzt hat.

 

31.07.2019

Die liebe Hündin Alma hatte heute ihren großen Tag: Sie durfte umziehen und ihre Tierheimkarriere an den Nagel hängen. Im Auto merkte man die zarte Hündin überhaupt nicht. Nach einer halbe Stunde Fahrt waren wir da und Alma begrüßte ihre neue Familie. Im Haus wollten wir Alma Zeit geben sich erst einmal umzuschauen, aber Alma wich ihrem neuen Frauchen nicht von der Seite. Wo ihr Frauchen war, war auch die liebe Hündin. Gleich zwei schicke Liegebettchen bekam Alma angeboten, ein kuschelig weiches Körbchen und ein orthopädisches Hundebett. Auf beiden lag Alma kurz Probe, nachdem Frauchen es ihr "erlaubt" hat. Die beiden Katzen, welche im Haushalt lebten, waren ein wenig missmutig über den vierbeinigen Neuzugang und knurrten durch die eigens dafür eingebaute Gittertür. Doch Alma nahm überhaupt keine Notiz von den Miezen, da sie tatsächlich nur Augen für ihr neues Frauchen hatte. Mit einem guten Gefühl verabschiedeten wir uns und wünschen allen beteiligten ein harmonisches und glückliches Leben miteinander.

 

30.07.2019

Am Vormittag stand eine Frau vor unserem Tor und bat um die Aufnahme einer Katze. Sie hatte das offenkundig kranke Tier in einem Wald an einem Steinbruch gefunden. Sie selbst wollte oder konnte die Katze nicht zu einem Tierarzt bringen. Hier war schnelle Hilfe gefordert. In Windeseile waren wir in der Tierklinik. ort wurde festgestellt, dass es sich um einen dreibeinigen kastrierten Kater handelt. Am offensichtlichsten war, dass ihm Eiter aus dem Mäulchen lief. Dieser stammte von der Zunge, die bereits zu 1/3 nekrotisiert war. Es folgte ein rascher Bluttest der Nierenwerte, ob der schwarz-weiße Kater eine Narkose auch überstehen kann und im Anschluss die Operation. Die nächsten Zeit wird er wohl noch stationär in der Tierklinik bleiben müssen. Daumen drücken, dass er sich erholt.

 

29.07.2019

Für den lieben Rüden Laji ging es am frühen Morgen auf lange Reise. In einem beschaulichen Ort in Niederbayern hat der kleine Rüde künftig seinen Lebensmittelpunkt. Die Fahrt war für Laji ziemlich nervenaufreibend. Umso glücklicher war er, als er endlich aus der Transportbox durfte und dann auch noch seine neue Familie erblickte. Das Schwänzchen stand gar nicht mehr still. Zur Begrüßung gab es ein Stück Trockenfleisch und schon hatte Laji die Strapazen der Fahrt vergessen. Zwischen den beiden Miezen und dem Rüden herrschte auch sofort Harmonie, sodass wir uns keine Sorgen machen müssen. Als wir uns verabschiedeten, blieb Laji ganz cool im Wohnzimmer liegen, als wolle er sagen, dass er dort gern bleiben möchte. Wir danken Familie H. das sie den langen Weg bis zu uns gemacht haben, um Laji kennen und lieben zu lernen. 

 

27./28.07.2019

Wie schon seit Jahren, beherbergt unser Scheune auch in diesem Jahr ein Schwalbenbrutpaar. Das eigens dafür eingerichtete Einflugloch in einer der Scheunentüren, wurde rege genutzt, obgleich am Tage das Törchen immer offen steht, um die Versorgung der Jungtiere durch die Eltern sicherzustellen. Natürlich war das für unsere Scheunenkatzen das beste Kino, was man sich vorstellen konnte. Und immer wenn sich die Miezen zu lang in der Nähe aufhielten, wurde sie unter Protest-Gezeter von dem Brutpaar davon gejagt. Offenbar war nun die große Zeit der Nestflucht gekommen und die kleinen Schwalben starteten die ersten Flugversuche. Dies bemerkte unser Hausmeister sofort und brachte die Jungvögel, unter dem strengen Blick der Elterntiere, vor den Katzen in Sicherheit. Wir freuen uns, über den Bruterfolg des Schwalbenpaars.

 

26.07.2019

Wie wir bereits vermutet hatten, haben die beiden zutraulichen Fundkätzchen vom 22.07. tatsächlich eine Besitzerin. Diese rücke samt Mutterkatze im Körbchen bei uns an. Nach fünf Tagen hatte die schwangere Dame endlich den richtigen Nachbarn erwischt, der ihr vom Verbleib ihrer kleinen Kätzchen berichten konnte. In der Zwischenzeit war sie sogar mit der Mutterkatze beim Tierarzt, der ihr bescheinigte, dass die Katze aufgrund des Verlustes der kleinen Katzen depressiv ist. Dennoch war viel Zeit vergangen seitdem, denn Mama und Babys wollten erstmal nichts mehr voneinander wissen. Wenn die kleine Familie erst einmal wieder in ihrer gewohnten Umgebung ist, finden sie sicher wieder zueinander.

 

25.07.2019

Ein anderer Tierschutzverein bat uns um Unterstützung in Form einer Vorkontrolle unweit unseres Tierheims. Wir sagten zu, um in diesem Fall, einem Jagdhund, der aus einer französischen Tötungsstation stammt, die Chance auf ein liebevolles Zuhause zu geben. Die Vorkontrolle selbst verlief sehr positiv und wir freuen uns, dass durch unsere Hilfe ein lieber Hund nicht noch länger im Tierheim ausharren muss.

Dank lieber freiwilliger Helfer konnten wir heute erneut eine große Menge an diverser Futterspenden, aus den Spendenboxen im Rewe Pulsnitz und dem Edeka Radeberg, entgegennehmen. Wir hatten alle Hände voll zu tun das Futter in die Scheune zu bugsieren und dann ordentlich zu sortieren. Wir möchten uns für die gute Zuarbeit und natürlich auch für all die feinen Spenden im Namen unserer Tiere bedanken.

 

24.07.2019

Zur turnusmäßige Tierarztvisite wurden diesmal fünf Miezen geimpft. Käse und Maggy erhielten ihre erste Grundimmunisierung. Während Maggy sich über die viele Aufmerksamkeit freute, fand Käse die Prozedur eher unangenehm. Rosina wehrte sich nach Kräften gegen ihre zweite Impfung. Wenn sie doch nur wüsste, dass es nur zu ihrem Besten ist. Im Anschluss ging es noch zu Rosinas Nachwuchs, Rona und Rio. Bei dem Katerchen Rio wurde ein kleiner Nabelbruch festgestellt, der aber kein akutes Problem darstellt. Dieser wird aller Wahrscheinlichkeit nach mit der Kastration behoben. Danach war nur noch der Labradorrüde Luca vorstellig. Auch er erhielt, nach gründlicher Untersuchung, mit der zweite Impfung, die vollständige Grundimmunisierung. Großes Lob gab es auch dafür, dass Luca so schön abgenommen hat. Den Pieks selbst hat Luca nicht einmal bemerkt. Zuletzt hatten wir noch eine kniffelige Aufgabe für die Veterinärin. Hündin Bobby hatte noch immer ihre Ohrmarke, welche ihr in Bulgarien verpasst wurde. Diese wurde nun endlich entfernt. Jetzt kann Bobby, ohne unschöne Erinnerung an ihre Vergangenheit, ihr neues Leben beginnen.

 

23.07.2019

Wir freuen uns verkünden zu dürfen, dass unsere beiden Azubis Selina und Sarah mit großem Erfolg das erste, beziehungsweiße zweite Lehrjahr abgeschlossen haben. Beide erhielt durchweg gute Noten auf ihrem Zeugnis, was auch uns als Ausbildungsbetrieb unglaublich stolz macht. Nun geht es für Sarah mit dem dritten Lehrjahr in den Endspurt zur Ausbildung als IHK geprüfte Tierpflegerin. Und auch Selina wird sich gründlich auf die Zwischenprüfung im kommenden März vorbereiten. Im Tierheim werden beide von Mensch und Tier sehr gemocht, und sind ein fester Bestandteil des Teams geworden.

 

22.07.2019

Erneut wurden wir um die Aufnahme von zwei jungen Katzen gebeten. Die beiden Katzen wurden auf der gleichen Straße, allerdings vor unterschiedlichen Häusern gefunden. Nach einer ersten Einschätzung handelt es sich um ein Geschwisterpaar, da beide gleich alt sind und ihr Verhalten darauf schließen lässt, dass sie sich kennen. Die beiden Mädchen hatten bereits ziemlichen Hunger als sie hier ankamen, waren aber nicht abgemagert. Auch scheint ihnen der Kontakt mit Menschen nicht fremd zu sein, was den Verdacht nahe legt, dass sie ausgesetzt wurden. Wann wird die Vernunft in die Köpfe der Menschen einziehen, dass eine Kastration auch gleichzeitig Tierleid verhindert. Leid zu verhindern ist kein Luxus, sondern gesunder Menschenverstand.

 

20./21.07.2019

Kater Bob bekam am Samstag Besuch von seinen Paten. Es wurde ausgiebig gekrault und geschmust. Aus Verlegenheit über die fremde Zuneigung zog es Bob immer wieder an den Napf. Es war ein lustiges Schauspiel, und so blieben seine lieben Paten bis Bob auch den letzten Krümel aus seinem Napf aufgefuttert hatte. 

Mutterkatze Antalya kümmert sich wirklich rührend um ihre sieben Babys. Regelmäßig sieht man sie aufgereiht wie die Sardinen an Mamas Milchbar liegen, die den kleinen das Bäuchlein präsentiert. Danach putzt Antalya fleißig ihre Babys, so wie es eine gute Mutti eben macht. Den Zweibeiner vertraut Antalya jedoch noch nicht ganz. Zu schnelle Bewegungen werden mit einem fauchen quittiert. Allerdings kann sie auch anders, wie sie uns beweißt, wenn es um ihren leeren Futternapf geht. Dann miaut sie ganz zart und fordert eindringlich ihre nächste Mahlzeit ein. Die soll sie auch bekommen. Wer sich um sieben kleine Würmchen kümmert, braucht so viel Energie, wie er kriegen kann. 

 

19.07.2019

Der große Tag war gekommen: Unser neues großes Katzenhaus wurde eröffnet, die erste vier Miezen durften einziehen. Im Handumdrehen waren die Katzen umgesiedelt und erkundeten neugierig das neue Terrain. Vito war der erste, der neuen neuen komfortablen Ausgab in den Auslauf fand und nutzte. Nach kürzester Zeit hatten alle Katzen das Freigehege erobert. Besonders schön war es, die 18 jährige Gabi zu beobachten, die sich für ein Nickerchen im Schatten auf der Wiese niederließ und dort selig schlief. Nicht einmal das Hundegebell veranlasste sie, ihre Ruhephase zu unterbrechen. Nun können die Katzen sich nach Lust und Laune im großen Innenbereich oder im sonnigen Auslauf aufhalten.

 

18.07.2019

Der Wonneproppen Piccolo packte seine sieben Sachen und verließ das Tierheim Richtung neue Heimat. Anfangs protestierte er lautstark gegen die unfreiwillige Fahrt im Transportkorb. Im neuen Zuhause angekommen verschwand er erstmal schnurstracks unter dem Sofa. Es dauerte einen Moment bis er erkannte: "oh, die kenne ich doch". Ab diesem Zeitpunkt gab es kein halten mehr. Er wusste gar nicht, an wem oder was er zuerst schmusen sollte. Piccolo rollte sich auf dem Rücken und schnurrte so laut er nur konnte. Selbst sein Lieblingsfutter fand er im Näpfchen vor. Kein Wunder also, dass er uns bei der Abreise keines Blickes mehr würdigte. Es wird noch eine Weile dauern, bis Piccolo im wunderschönen, katzengerechten Garten umher tollen kann, aber wir sind sicher, er wird unglaublichen Spaß dabei haben.

 

17.07.2019

Die Mitarbeiter einer Stadtverwaltung brachten uns am Vormittag acht Fundkatzen, d.h. eine Mutterkatze mit 7 (!) Babys. Als wir erfuhren, wo die Kleinen gefunden worden, waren wir echt geschockt. Unter der Entladerampe vom Kaufland hatte die Katzenmutter ihre Jungen geboren! Man muss sich die Not dieser Kätzin einmal vorstellen. Sie findet keinen anderen Platz als diesen lärm- und stressbehafteten Punkt, um ihre Babys zu kriegen. Welche Angst wird sie stündlich ausgestanden haben, man mag es sich nicht vorstellen. Die kleinen Kätzchen wurden von der Feuerwehr zu einem Tierarzt gebracht - mutterlos. Daran hatte man irgendwie gar nicht gedacht... Zum Glück gab es einen pfiffigen Security-Mitarbeiter, der die Mutterkatze am Kaufland völlig verzweifelt umherirren sah. Mittels Falle konnte sie eingefangen und nach fast 24 Stunden mit ihren Kindern vereint werden. Diese waren in der Zwischenzeit in der Tierarztpraxis mit Ersatzmilch gut versorgt worden, ihr Alter wird auf ca. 6 Tage geschätzt. Nun ist die ganze Familie bei uns. Zum Glück hat die Katzenmutter das Szenario gut verdaut und kümmert sich bestens um ihre Kinder. Wir hoffen von Herzen, dass alle durchkommen und ihnen eine glückliche Zukunft bevorsteht. Das Thema Kastration ist so aktuell wie je zuvor. Katzenelend muss verhindert werden!

 

16.07.2019

Der Rüde Knopf verließ am frühen Nachmittag mit Mario das Tierheim, in festem Glauben er würde zu einem Spaziergang ausgeführt werden. Sie können sich Knopfs Verwunderung vorstellen, als er sich plötzlich im Auto in der Transportbox wieder fand. Während der Fahrt verhielt er sich ruhig, doch im neuen Zuhause angekommen, war jedes bisschen Selbstbewusstsein wie weggeblasen. Schüchtern verkrümelte sich der kleine Hund unter den Tisch, wo er auch bis zu unserer Abfahrt sitzen bleiben wollte. Knopf, der im Tierheim so laut wie ein großer am Zaun spektakeln konnte, macht keinen Mucks. Lediglich als sein neues Frauchen zu ihm hockte und ihn etwas kraulte konnte man ein wedeln mit dem Schwänzchen sehen. Nicht immer ist ein Tier im neuen Zuhause gleich Feuer und Flamme. Manche Seele braucht etwas länger, um sich mit einer neuen Situation zu arrangieren. Dann erfordert es viel Geduld und Ruhe, um seinem neuen Schützling zu zeigen, dass alles in Ordnung ist. Wir wünschen uns für Knopf, dass er rasch erkennt, welches Glück er doch hat, auf das er bald wieder vor Freude ein Spektakel macht.

 

15.07.2019

Von dem einsamen Wolfsbaby (siehe "Was gestern geschah" vom 10.06.) gibt es erfreuliche Neuigkeiten. Wie wir gestern erfuhren, stand Folgendes am 10.07. in der Freien Presse:

"Die kleine Wölfin, die Pfingstmontag in einem Wald bei Burkau (Landkreis Bautzen) gefunden wurde, lebt nun dauerhaft in einem Wildpark in der Lüneburger Heide (Niedersachsen) - mit Luchs und Schneeleopard, aber auch Kamtschatkabär und Tiger. Sie kann nicht wieder in die Natur entlassen werden, wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden am Mittwoch mitteilte. Nach vierwöchigem Aufenthalt in der Auffangstation des Tierparks Görlitz sei der Welpe in sein neues Zuhause gebracht worden und habe sich gut eingelebt. Ohne Anschluss an ihr Rudel ist das Überleben in freier Wildbahn nach Angaben der Behörde ausgeschlossen. Es gebe keine Hinweise auf den Verbleib der Eltern und möglicher Geschwister. Der Wildpark Lüneburger Heide Tietz habe Aufzuchterfahrung, mit dem Land Niedersachsen gebe es eine Kooperationsvereinbarung für die Aufnahme von Wölfen, die nicht mehr in die freie Natur entlassen werden können."

 

13./14.07.2019

Bereits in der Anfangszeit unseres Tierheimes vor fast 23 Jahren haben wir zahlreiche Bäume gepflanzt. So z.B. komplett um das eingezäunte Grundstück eine Reihe aus Fichten und Hainbuchen. Diese sind mittlerweile mehr als 10 Meter hoch. Auch innerhalb des Tierheimes gibt es reichlich Baumbestand, alten und neuen. Dies hat zur Folge, dass sich hier jede Menge Vögel wohlfühlen. So brüten auch in diesem Jahr wieder Haussperlinge in großer Zahl. Ebenso ziehen Amseln und Stare hier Junge auf. Entsprechende Nistkästen wurden von uns schon vor Jahren angebracht. Ganz besonders freuen wir uns nun wieder über ein Schwalbennest in der Scheune. Dort piepst es seit dem Wochenende ganz munter und die Vogeleltern haben viel zu tun, die Kleinen satt zu kriegen. Ein großes Einflugsloch in der Hintertür der Scheune ermöglicht ungehinderten Futterdienst zu allen Tageszeiten. Röderhäuser 4 ist eben nicht nur ein Zuhause für Haustiere, sondern auch eine Art "Vogelinsel", die so herrlich grün aus den umliegenden Feldern ragt. In einer Zeit, in der die Menschen offenbar am liebsten alle Bäume auf dem eigenen Grundstück fällen, tut dieser Anblick und das Wissen um seine Nützlichkeit richtig gut.

 

12.07.2019

Unsere Katzenquarantäne zählt zwei neue Bewohner mehr. Die beiden Miezen Maggy und Käse(6 und 9 Jahre) wurden abgegeben, da sich ihre Besitzer getrennt hatten und die Katzen nun 5 Tage die Woche allein wären. Da dies kein haltbarer Zustand für Käse und Maggy wäre, rang sich der Besitzer schweren Herzens zur Abgabe der Katzen bei uns im Tierheim durch. Bisher sind beide noch zurückhaltend, aber es gibt schon erste positive Tendenzen. Laut Besitzer sind die beiden Wohnungskatzen sehr freundlich, kinderlieb, stubenrein und anschmiegsam. Gute Voraussetzungen, dass die Beiden nicht so lang im Tierheim ausharren müssen.

 

11.07.2019

Am frühen Nachmittag ging es für die beiden Meerschweinchenkumpels Torti und Clumsy auf die Reise unweit nach Radeberg. Dort wartete ein wunderschönes selbstgebautes Gehege mit großem Panoramafenster und vielen Versteckmöglichkeiten auf die Kleintiere. Nicht nur die beiden Meerlis, sondern auch die Tochter der Familie war sehr aufgeregt. Bereits seit Jahren hat sie jede Literatur über die possierlichen Nager verschlungen und wusste richtig gut Bescheid, über die Bedürfnisse der neuen Mitbewohner. Und nun war der große Tag gekommen, dass ihre Lieblingstiere Einzug hielten. Strahlendere Kinderaugen hat man nie gesehen. Sicher werden Torti und Clumsy noch einige Zeit brauchen, um sich richtig einzuleben, aber dann werden sie gewiss die ungeheure Zuneigung erwidern. Wir wünschen allen Zwei- und Vierbeinern eine lange, glückliche und sorgenfreie Zeit miteinander.

 

10.07.2019

Die turnusmäßige Tierarztrunde verlief diesmal ganz schnell und unkompliziert. Der hübsche Kater Vito bekam seine zweite Impfung. Er ist nun vollständig grundimmunisiert. Die Untersuchung, sowie den anschließenden Pieks empfand er als gelungene Abwechslung und schnurrte deshalb so laut er nur konnte. Auch mit seinem Gangbild war die Tierärztin mehr als zufrieden. Bei den schwarzen Flecken auf dem weißen Fell, erblasst jede Kuh vor Neid. Und noch dazu ist er sooo anschmiegsam. Ein richtig toller Kater, stellte auch die Veterinärin fest.

Es folgten zwei Nachkontrollen, die ebenfalls positiv verliefen und die Auswertung einiger Blutbilder, die angefertigt worden. Alles in allem also keine Notfälle oder Sorgenkinder. Wenn es doch nur immer so bleiben könnte.

 

09.07.2019

Manchmal muss man als Tierpfleger auch in andere Berufsfelder hineinschnuppern. Heute waren wir als "Kosmetiker" und "Friseure" unterwegs. Nach ihrem letzten Ausflug an die frische Luft, hatten unsere Meerschweinchen einiges an Gestrüpp in ihrem halblangem Fell aufgesammelt. Nachdem die Bürste bei den quirligen Nager wenig erfolgreich war, blieb nur der Einsatz einer Schere, um sie von dem Filz zu befreien. Während Hefty und Torti ganz still hielten, als sie ihren neuen Haarschnitt bekamen, stellte sich heraus, dass Clumsy wohl ziemlich kitzelig ist. Mit viel Geduld und Vorsicht schafften wir es dann doch, ihn etwas aufzuhübschen. Zurück im Gehege musste sich Clumsy vor Empörung erst einmal ausgiebig putzen. Natürlich nutzen wir auch gleich die günstige Gelegenheit und kontrollierten die Länge der Krallen und knipsten hier und da eine kleine Ecke ab. So gepflegt sah man die Schweinchen schon eine Stunde später wieder im Auslauf dösen.

 

08.07.2019

Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Jack-Russel Rüden Max, welcher lange Zeit in unserer Obhut war. Einmal konnten wir ihn vermitteln, nach etlichen Monaten kam er zurück. Grund: aggressives Verhalten in der Wohnung. Weitere 10 Monate vergingen, dann durfte Max das Tierheim erneut verlassen. Diesmal ging es zu einer resoluten Frau, welche sich von Max Allüren nicht beeindrucken ließ. Seit Oktober 2018 wohnt Max bei Frau K., die uns auch ab und an berichtet. Auf meine Nachfrage hin, erhielten wir ein neues Update zu Max. Auszüge daraus können Sie heute hier lesen. Wir sind überaus beeindruckt von der Haltung dieser Frau und zollen ihr größten Respekt. Max hat in ihr offenbar seine Meisterin gefunden. Sie schreibt:

Noch Ende Mai 2019 mussten wir die anstehende Impfung beim Tierarzt „abblasen“, weil an Max überhaupt kein „Rankommen“ war. Bis dahin hatte er meine Unterarme geradezu perforiert. Was ich allerdings zu dieser Zeit schon wusste: Im Wald ist Max ein ganz anderer Hund. Da rennt er 10, 12, 16 km – ohne Schwächeanzeichen. Ist fröhlich. Grinst ein typisches Hundegrinsen. Besteht selbstredend darauf, seine eigenen Wege trippeln zu dürfen. Kommt aber prompt und zuverlässig immer wieder zu mir zurück. Das Machtgehabe von Max kommt immer mal wieder durch, will sagen, der Dämon ist noch lange nicht bekämpft. ABER es reichen selbst zwei, drei Tropfen aus dem Wassernapf oder das Knistern mit der Wasserflasche auf dem Tisch …………….  und Max der Böse verwandelt sich in Max den kleinen Vorsichtigen. Lange Zeit hätte ich es für unmöglich gehalten, dass er sich streicheln lässt. Auf den Arm nehmen, dass würde ich mich allerdings bis heute nicht wagen ………………… ABER sein Vertrauen in mich wächst täglich ein Stück mehr. Ich kann bereits mit ihm Schabernack treiben und ihm über den Rücke streicheln. Er liebt es, sein Köpfchen an meine Unterschenkel zu drücken und sich Streicheleinheiten abzuholen. Alles in Allem: Wir sind auf einem guten Weg. Es wird noch einige Monate brauchen. Ich schätze, noch ein weiteres Jahr, und Max wird auch innerlich endlich angekommen sein – nicht nur äußerlich. Er war eben ein völlig verzweifelter Hund.  

 

06./07.07.2019

Das Daumen drücken hat geholfen - Bobby und Roshi sind bei uns! Wir können kaum ausdrücken, wie glücklich wir über diesen Fakt sind. Herzlichen Dank an alle Tierfreunde, die diese Aktion unterstützten. Es sind nur zwei der vielen Kettenhunde in Bulgarien, aber für diese Zwei beginnt nun das Leben. Und sie genießen es bereits in vollen Zügen. Am Sonntag nahm Marion die Hunde bei sich zu Hause in Empfang, da dies hier am Wochenende nicht möglich ist. Roshi und Bobby waren sofort freundlich, lieb, aufgeschlossen - ganz so wie beschrieben. Leider hatten sie auf der langen Fahrt ihre Exkremente im Käfig und damit auch im Fell verteilt, so dass sofort ein Bad nötig war. Wie neugeboren sind sich Roshi und Bobby vorgekommen, berichtet Marion. Auch das Bürsten genossen sie in vollen Zügen. Wenn man sich vorstellt, dass solche dem Menschen treu ergebenen, sanftmütigen Wesen bereits in einer Tötungsstation waren, kommen einem die Tränen. Wir hoffen innigst, Bobby und Roshi gut vermitteln zu können, um danach vielleicht weitere Kettenhunde aus Bulgarien zu retten. Es hat alles erstaunlich gut geklappt mit dieser Organisation.

 

05.07.2019

Nicht jeden Tag passieren großartige und außergewöhnliche Dinge im Tierheim. Dennoch haben wir viele Kleinigkeiten endlich von der To-Do-Liste streichen können. Unter anderem haben wir die Tür unserer alten Futterküche mit neuer Farbe gestrichen, ein paar Kratzbäume für den Innenraum unseres großen Katzenhauses wurden zusammengebaut und an diveresen Ecken und Enden Unkraut entfernt. Wir haben zudem das Wasserbecken in unserem Hofrudel gereinigt und neu befüllt, sowie Marius eine erfrischende Dusche verpasst. Viele kleine Dinge, die sonst einfach auf der Strecke bleiben, konnten heute in Angriff genommen werden. Natürlich kamen dabei auch unsere Schützlinge nicht zu kurz, denn es wurde ausgiebig gekuschelt, gespielt und gebürstet.

 

04.07.2019

Die Einweihung des neuen Katzenhauses naht. Unser guter Hausmeister ist gerade dabei, die letzten Außenarbeiten auszuführen. Gestern kam das bestellte Alu-Wellengitter an, welches als Absperrung dient, damit die Katzen nicht unter den Container krabbeln. Innen werden noch Restarbeiten an der Einrichtung ausgeführt, die Türe der Schleuse auch noch mit einem Gitter versehen. Im Außenbereich folgt noch die Grasmahd, dann können alle Häuschen wieder aufgestellt werden. Gesäubert sind sie bereits, manches wurde auch neu gestrichen. Wir sind alle sehr gespannt, wie unsere Katzen ihre neue Oase annehmen werden. Wir Menschen sind begeistert.

 

Am Vormittag wurde einer unserer größten Hunde, der Labrador Luca, ins Hofrudel integriert. Er zählt ja auch schon 11 Jahre, sein Platz ist bei den Senioren. Allerdings fanden diese den freudig-hippeligen Luca nicht so toll, wollten lieber ihre Ruhe haben. Luca wiederum kannte bisher nur Einzeldasein, er konnte gar nicht genug kriegen von all den Kumpels und dem Platz. Wie immer werden die Hunde auch diesen "Fall" selbst lösen mit ihrer ganz eigenen Kommunikation.

 

03.07.2019

Zweite Chance für Klein-Veronica. Die Süße fuhr mit Josi in die Oberlausitz. Josi fragte sich, ob denn die angegebene Adresse stimmt, denn die Straße glich eher einem Feldweg und Häuser waren kaum zu sehen. Aber ja, in dieser Idylle darf Veronica nun wohnen. Sie wurde von ihrer Familie und der vorhandenen Hündin Gerda auf einer großen Wiese erwartet. Erst gab es einen kleinen Spaziergang, dann durften die Hunde an langen Leinen ziemlich ungezwungen gemeinsam durchs Terrain laufen. Anschließend gingen alle gemeinsam ins Haus. Veronica hatte viel zu schnuppern und zu schauen, wollte dabei eigentlich nicht gestört werden. Aber Gerda ließ nicht locker. Da musste dann schon mal geknurrt werden, was die Zweibeiner völlig gelassen sahen. Klar doch, die Hunde müssen sich einigen und wissen, was der andere mag und was nicht. Auf alle Fälle wird es ein ganz anderes Leben für Veronica als bei der vorigen Vermittlung. Es ist sehr auf die Bedürfnisse der Hunde abgestimmt und von der Natur dominiert. Wollen wir hoffen, dass es diesmal für immer ist.

 

02.07.2019

Für Nube hieß es heute: bitte recht freundlich und lächeln. Die süße Griechin wartet schon so lange auf ein schönes Zuhause. Nube fand das Drumherum viel interessanter, neben Leckerlis und Spielzeug sowie Baldrian-Kissen war es gar nicht so einfach, sich auf die Kamera zu konzentrieren. Trotz allem haben wir wieder schöne Fotos von ihr machen können.

Auch unser Neuzugang Vito (Was gestern geschah 13.06.2019) musste vor die Linse der Kamera. Er ist doch recht schnell, möchte immer beim Menschen sein und am liebsten den ganzen Tag auf dem Schoß liegen und gestreichelt werden. Natürlich entstanden auch von unseren anderen Schützlingen viele schöne Fotos, die nach und nach ihren Weg auf unsere Homepage finden werden.

 

01.07.2019

Dieser Monat fängt wirklich ganz famos an - mit einem Zuhause für die überaus liebe Yill. Wir freuen uns wirklich riesig darüber, dass diese ältere Hündin für ihren letzten Lebensabschnitt solch einen fürsorglichen, schönen und passenden Platz gefunden hat. Yill wohnt nun im beschaulichen Eschdorf in einem kleinen Reihenhaus. Ihre Familie war mit dem vorherigen Hund bei Dr.Dziwok in Behandlung, kannte unsere Einrichtung von der großen Wandtafel, die dort im Wartezimmer hängt. Die Fahrt an den Stadtrand von Dresden verlief erstklassig, ebenso brav lief Yill die Rampe zum Häuschen hoch. Im neuen Umfeld zeigte sie sich dann ziemlich aufgeregt, aber sie wedelte ihr neues Frauchen immer wieder an. Das war so rührend. Wir sind davon überzeugt, dass Yill sich einlebt und die Vorzüge dieser Behaglichkeit schätzen lernt. An Geduld und Zuwendung wird es nicht fehlen. Herzlichen Dank an Familie G. für diese gute Tat und die besten Wünsche von uns.