Was gestern geschah:

 

14.12.2018

Ein kleiner Stern leuchtet für uns am Ende des Tunnels und will uns Mut machen. Wir durften eines unserer älteren Tiere in ein absolut passendes, wunderbares Zuhause bringen. Der Glückspilz ist Kater Rocky. Er wohnt seit gestern im Spreewald in einem Ortsteil von Lübben und dort in einem hübschen Häuschen. Das noch viel Bessere daran ist aber, dass in diesem Haus drei besonders liebe Zweibeiner für ihn sorgen werden und - das er von drei Hunden umgeben ist. Rocky liebt doch Hunde so sehr! Wir werden gewiss nicht gleich euphorisch, zu sehr enttäuscht worden wir in der letzten Zeit. Aber eine gewisse Portion Freude kommt schon auf angesichts dieser Vermittlung. Möge sie bitte dauerhaft halten.

 

13.12.2018

Wie soll man es noch nett umschreiben? Katze Lumpi verlor nach 14 Jahren ihr Zuhause. Grund dafür ist, dass ihre Besitzerin pflegebedürftig wurde und niemand sich um die alte Mieze kümmern konnte oder wollte. Für die Katzenomi ist das natürlich ein ganz enormer Einschnitt in ihrem Leben, den sie nicht ohne weiteres hinnimmt. Lumpi verkrümelte sich also in der hintersten Ecke des Quarantänekäfigs und wollte uns nicht einmal anschauen. Es bricht uns das Herz immer wieder so alte Tiere aufnehmen zu müssen und sie derart leiden zu sehen.

 

12.12.2018

Die Abwesenheit unseres Glücks sollte sich keinesfalls auf unsere Tiere auswirken. Darum gab es heute mal wieder eine ganz besondere Leckerei. Wir kaufte leckere Broiler (Brathähnchen) für unsere Schützlinge! Mit etwas Friemelei trennten wir das Fleisch von den Knochen und es gab für jeden ein wenig in den Napf. Gerda, die im Nachbarraum der Futterküche gerade ein Nickerchen hielt, wurde durch den herrlichen Duft sofort munter. Sie miaute aus voller Kehle, bis wir ihr endlich etwas in den Napf füllten. Das machten wir natürlich gern. Diesen vorweihnachtlichen Schmaus wollten wir unseren Schützlingen einfach gönnen. 

 

11.12.2018

Leider scheint sich unser "Glück" dem Wetter anzupassen. Im matschigen Schneeregen wurde uns heute der kleine Rüde Skipy zurückgebracht. Grund dafür war, dass Skipy ein Sticker-Sarkom hat. Eine Erkrankung, welche ordentlich behandelt eine sehr gute Heilungschance hat. Unglücklicherweise erkannte dies der behandelnde Tierarzt nicht, verordnete stattdessen Antibiotika. Diese führten bei Skipy zusätzlich zu hartnäckigen, wiederkehrendem Durchfall. Die Nerven lagen blank, Skipy wurde unverschuldet zur Last. Erst als auf unsere Drängen hin unser Tierarzt konsultiert wurde, erhielt man die Diagnose Sticker-Sarkom. Doch das Urteil war gesprochen: Skipy soll wieder ins Tierheim. Der kleine Rüde versteht die Welt nicht mehr und beklagt nun lautstark sein Schicksal.

 

10.12.2018

Derzeit scheinen wir von einer Pechsträhne verfolgt zu werden. Kater Moritz machte einen schlappen Eindruck, schlief auffallend viel und wollte nichts fressen. Nach etwas Motivation rappelte er sich doch auf, kam uns allerdings sehr steif vor. Das gefiel uns ganz und gar nicht. Wir fuhren sicherheitshalber zum Tierarzt, wo er stationär aufgenommen wurde. Hoffentlich findet man heraus, woran er leidet. Auf dem Rückweg bemerkten wir, dass unser Tierheimauto einen Platten hat. Auch das noch. Es hilft ja nichts: Wir stellten das Gefährt bei der Werkstatt unseres Vertrauens ab. Als wir dann am Nachmittag zu Fuß im Tierheim ankamen und uns wenigstens am schönen Weihnachtsbaumschmuck erfreuen wollten, mussten wir feststellen, dass freche Mäuschen sich am Kabel vergangen hatten. Die Lichter blieben dunkel. Hoffen wir, dass unser Hausmeister in den nächsten Tagen noch etwas retten kann.

 Manche Tage sollte man wirklich aus dem Kalender streichen. 

 

08./09.12.2018

Eine tierliebe Frau aus Bischofwerda brachte uns eine Barspende in einem Umschlag. Aber das war nicht irgendeine Spende. Diese Dame hatte sich richtig Mühe gemacht und wunderschöne Adventsherzen aus Naturmaterial gefertigt, welche sie auf einem kleinen, feinen Weihnachtsmarkt verkaufte. Der Erlös wanderte in das Kuvert, welches uns gemeinsam mit einem dieser äußerst geschmackvollen Schmuckstücke übergeben wurde. Wir bedanken uns auf das Herzlichste für diese tolle Initiative.

 

07.12.2018

Zwei weitere Miezen haben die Quarantänezeit erfolgreich und ohne besondere Vorkommisse hinter sich gebracht. Der hübsche junge Kater Jason und die achtjährige getigerte Findus sind in unsere Katzenhäuser umgezogen. Findus verkrümelte sich gleich unter dem Sofa, wo sie sich in der Gesellschaft der scheuen Gabi wieder fand. Wir hoffen, dass sich Findus in ein paar Tagen eingelebt hat und sich dazu entschließt lieber auf dem Sofa zu ruhen. Jason fand den Trubel in unserem "Katzenkindergarten" in gleichem Maße spannend wie beängstigend. Bestimmt wird er bald wieder zu alter Form zurück gefunden haben und dann miauend alle Besucher empfangen.

Außerdem waren wir heute einige Zeit damit beschäftigt unsere Scheune auszumisten. Grund dafür ist der bevorstehende Termin zur Sperrmüllabholung. Kaputte Kratzbäume, zernagte Hundekörbchen und andere Zeugen des Lebens in unserem Tierheim sammelten sich im letzten Jahr reichlich an. Nach dem "Budenschwung" in der Scheune hat man jetzt wieder allerhand Platz und freie Fläche. Die Scheunenkatzen beäugten soviel Bewegung lieber aus sicherer Entfernung. Nur der Frechdachs Friedrich wollte vor Neugier überall seine Nase hineinstecken.

 

06.12.2018

Leider gab es wieder einen Rückkehrer zu vermelden. Kater Kenny musste von uns abgeholt werden. Er durchlebte nach seiner Vermittlung eine absolute Wesensänderung, die uns allerhand Rätsel aufgibt. Er terrorisierte nicht nur Kater Steffen, mit dem er gemeinsam vermittelt wurde, sondern auch alle Katzen der Umgebung. Er spulte sich regelrecht hoch, bevor er nach draußen ging, als wäre er auf Ärger aus und würde die Konfrontation suchen. Nach und nach richtete sich sein Frust dann auch gegen Zweibeiner, bis die Stimmung kippte und der Entschluss feststand, dass Kenny zurück ins Tierheim muss. Wie aus "unserem" Kuschelkenny dieser Rambo werden konnte, ist uns nicht klar. Nun werden wir sehen, ob sich Kenny bei uns wieder etwas akklimatisiert und auf den Boden der Tatsachen zurückkommt.

 

05.12.2018

Zur Tierarztvisite gab es diese Woche für drei Miezen einen Pieks. Die liebe Findus, der kecke Jason und der gemütliche Peter wurden gründlich untersucht und im Anschluss geimpft. Nachdem Peter zuletzt wegen einer Entzündung in der Blase behandelt wurde, stand eine Nachkontrolle an. Leider war diese nicht zufrieden stellend und nur eine minimale Besserung war zu erkennen. Es stand der Verdacht im Raum, dass er Struvitkristalle hat, die den entzündlichen Prozess befeuern. Um Klarheit zu erlangen, wird Peter in den nächsten Tagen zum Ultraschall der Blase in die Klinik müssen. Danach waren die Hunde an der Reihe. Lediglich zwei Hunde mussten nach dem Gesundheitscheck mit der Spritze geärgert werden. Alles in allem, war es diese Woche ein kurzes Vergnügen mit der Tierärztin.

 

04.12.2018

Der hübsche Kater Ricardo packte sein Köfferchen und verließ das Tierheim. In einer großen Transportbox reiste er nach Großerkmannsdorf, wo bereits ein weiterer junger Kater auf den hübschen Burschen wartete. Trotz der überschaubaren Fahrtdauer, machte Ricardo seinem Unmut Luft und miaute die ganze Fahrt unablässig. In dem großen Haus angekommen, startete er gleich seine Erkundungstour. Obwohl wir erwartete hätten, dass er sich erst einmal versteckt, stapfte er mutig durch alle Zimmer in allen Etagen. Als der bereits vorhandene Kater Ricardo erblickte, entwich ihm ein leises knurren. Doch Ricardo war nicht beeindruckt und stiefelte fröhlich weiter. Als Auskuck wählte er dann das Sofa und beobachte dann seinen, hoffentlich bald, besten Freund und sondierte die weitere Lage. Wenn sich Ricardo dann vollends eingelebt hat, steht ihm nicht nur das riesige Haus, sondern Freigang in einer wundervollen Katzenfreundlichen Umgebung. Wir hoffen, dass die beiden Katerchen bald richtig dicke Kumpels sind und die Umgebung zusammen unsicher machen können.

 

03.12.2018

Nächster Kontrolltermin für Helga bei Dr.Dziwok. Drei Wochen waren seit der letzten Inaugenscheinnahme vergangen und wir fuhren mit einem guten Gefühl in die Praxis. Helga ist mittlerweile stundenweise im Hofrudel und bewegt sich fast "rund". Aber was sagt der Doc dazu? Er hat ja immer den kritischen Blick und das ist auch gut so. Um es kurz zu machen: Dr.Dziwok war begeistert vom Heilungsprozess nach der Femurkopfentfernung. Das Beste ist, dass sich die luxierte Kniescheibe durch die Korrektur des Beines  von selbst eingerenkt hat und bombenfest an der richtigen Stelle sitzt. Sensationell! Über eine weitere OP brauchen wir also nicht mehr nachdenken. Helga muss nun weiterhin kontrolliert bewegt werden, damit sie das Bein noch mehr belastet. Dies ist für den Aufbau der Muskulatur überaus wichtig. Also heißt es wieder 3x täglich Gassigehen mit ihr, was sie natürlich sehr genießt.

 

01./02.12.2018

Leider haben wir einen nächsten Rückkehrer zu vermelden. Die kleine weiß-braune Hündin Lenuta zog wieder bei uns ein. Ihre Besitzerin hat offenbar große gesundheitliche Probleme, außerdem ist ihre finanzielle Situation instabil. So sah sie keinen anderen Weg, als Lenuta zu uns zurück zu geben. Im Anfrageformular, welches vor der Vermittlung im Sommer 2017 ausgefüllt wurde, steht allerdings auch, dass sich im Krankheitsfall Familie und Freunde um den Hund kümmern. Tja, Papier ist geduldig. Mann und Kinder haben offenbar andere Interessen und die Eltern übernahmen lediglich den Weg ins Heim, um Lenuta zurück zu bringen. Für die hübsche Vierjährige wird es eine neue Chance geben. Am Abgabetag zeigte sie uns allerdings deutlich, wie ihr die Situation gerade missfällt. Uns auch, kleine Hündin, aber wir machen gemeinsam das Beste daraus. Versprochen.

 

30.11.2018

Eine eher ungewöhnliche Aufgabe ereilte unseren Hausmeister. Er durfte heute einen kleinen Weihnachtsbaum hübsch mit LED-Lichterkette verzieren und im Eingangsbereich unseres Tierheims aufstellen. Diesen eher ungewöhnlichen Wunsch erfüllte uns die liebe Frau B. aus Bautzen. Danke dafür! Nun erstrahlt das hübsche Bäumchen weithin sichtbar für uns und unsere Besucher. Auf das die besinnliche Zeit auch im stressigen Tierheimalltag ankommen möge. Wir sind guter Hoffnung und werden uns nun täglich an diesem schönen und dekorativem Anblick erfreuen. Der Advent kann kommen.

 

29.11.2018

Unser Katzenbestand zählt zwei Kandidaten mehr. In unsere Hände wurden zwei bildhübsche griechische Katzen gegeben, welche eine tierliebe Frau aus ihrem Urlaub in Athen mitgebracht hatte. Sie versorgte die Tiere dort, ließ sie auch impfen, chippen und sterilisieren. Die Reise überstanden die beiden Samtpfoten prima, doch dann erhielt der Erfolgsweg einen Knick. Der Vermieter duldete die Katzen nicht in der Wohnung, setzte eine Frist zur Abgabe. Wir nahmen die Beiden auf, die auf die klangvollen Namen Dalila und Simonetta hören. Und wir sind optimistisch, dass es für diese Göttinnen doch noch ein Happy End geben wird, denn sie haben wirklich Charme, wenn auch noch etwas Angst aufgrund der neuen Situation.

 

28.11.2018

Unsere Gerda scheint auf dem Weg der Besserung. Gierig wartet sie darauf, dass es endlich wieder Futter gibt und verspachtelt es dann meist in einem Rutsch. Sie genießt die Wärme der Rotlichtlampe oder schmiegt sich an die Wärmflasche. Nun durfte sie sich wieder unter Aufsicht im Raum die Beine vertreten, als unser lustiges Bild der Woche entstand. Aktuell steht Gerda noch unter Medikamenten aber wir sind voller Hoffnung, dass sie auch diese Hürde meistert. Die alte Kämpferin Gerda ist so tapfer. Danke an alle, die mit uns Daumen gedrückt haben. 

 

27.11.2018

Die drei hübschen Kater Ricardo, Rosario und Roberto sind in unser kleines Katzenhaus, zu dem "Jungvolk" umgezogen. Auch wenn die drei um einiges größer sind als Miris Kids, sind sie dennoch nicht sehr viel älter. Unsere Tierärztin vermutet, dass irgendwo im Stammbaum der drei Brüder ein Main Coone versteckt sein muss. Anders ließe sich nicht erklären wieso die drei Kater derart groß gewachsen sind. Auch bei der letzten Untersuchung fanden wir noch Milchzähne, die noch nicht gänzlich durchgewechselt sind. Als wir die drei Brüder im Katzenhaus aus der Transportbox ließen, machten sie erst einmal große Augen bei dem Trubel, den die fünf anderen Jungtiere veranstalteten. Ricardo war der erste, den es nicht mehr auf dem Stuhl gehalten hat. Er flitzte und tobte umher, rannte durch den Rascheltunnel und schoss die Spielzeugmäuschen umher. Nun fehlt den drei Katerchen nur noch ein liebevolles Zuhause.

 

26.11.2018

Katzenvermehrung einzudämmen ist ein ganz wichtiger Punkt des Tierschutzes. Am heutigen Tag haben wir erneut einen Beitrag dazu geleistet. Auf einem Hof in einer Gemeinde ca. 15 km entfernt von uns, gab es seit Jahren 2x jährlich reichlich Katzennachwuchs. Von mehreren Seiten wurden wir darauf aufmerksam gemacht. Nun endlich konnten wir die Leute davon überzeugen, uns die 4 Mutterkatzen zum Zwecke der für sie kostenlosen Kastration zu übergeben. Die Mädels wurden erfolgreich unfruchtbar gemacht und werden morgen wieder zurück gesetzt. Damit haben wir innerhalb von wenigen Wochen aus diesem Ort bereits 9 weibliche Katzen kastrieren lassen, denn an einer anderen Stelle waren es 5 Mädels. Wieviel ungewollter, ungeliebter Nachwuchs damit verhindert wurde, kann sich Jeder ausrechnen. Wichtig ist eben, dass es bei den Besitzern/Versorgern "Klick" macht und sie bereit sind, mit uns gemeinsam diesen Schritt zu gehen. 

 

24./25.11.2018

Nach 8 Monaten und zwei großen Operationen ist Dame am Ziel ihrer Wünsche angekommen. Von nun an hält das Leben ganz bestimmt nur noch sonnige Tage für diese tapfere Hündin bereit. Ihre neue Familie hat in der Vergangenheit bereits bei zwei Hunden aus unserem Tierheim bewiesen, über welch großes Herz sie verfügt und das sie alles für ihre Tiere tut. Dame fühlte sich in dem wunderschönen, geräumigen Fachwerkhaus mit Fußbodenheizung auch sofort wohl. Sie legte sich während unseres Gespräches zwischen die Stühle und relaxte, gerade so, als wäre sie schon lange dort daheim. Die selbstsichere kleine Hündin Gömbi aus Ungarn, die bereits dort wohnt, nimmt Dame die Restskepsis, die vielleicht noch vorhanden ist. Beide Hunde haben sich auf Anhieb verstanden, auch schon bei den Besuchen hier vor Ort. Wir sind also guten Mutes, dass dies eine Vermittlung von Dauer ist, verbunden mit Freude und Glückseligkeit bei allen Beteiligten. Unser großer Dank geht an Familie Sch. für diese Adoption. Keine Gezeter bezüglich der "zusammengebastelten" Knochen von Dame, keine Vorurteile, keine Angst vor dem, was kommen könnte. Einfach nur Liebe und Willkommenskultur. Das tut so unbeschreiblich gut.

 

23.11.2018

Gestern noch lobten wir Gerda für ihre gute Genesung. Heute bot sich ein beunruhigendes Bild. Gerda erbrach sich, wollte nicht fressen, speichelte und hatte Untertemperatur. Es half nichts: sie musste dringend zum Tierarzt. Unsere Sorge war groß, immerhin ist Gerda noch immer sehr dünn und ihr kleiner Körper hat keine Reserven. In der Praxis wurde sie gründlich durchgecheckt, erhielt mehrere Aufbauspritzen, etwas gegen die Übelkeit und wurde infundiert. Es besteht der Verdacht, dass sie einen Katzenschnupfen ausbrütet. Sofort bauten wir eine Rotlichtlampe vor Gerdas Schlafplatz und bestückten das Körbchen mit einer Wärmflasche. Neben einer Aufbaupaste, sollten wir Gerda mit Futter gegen Durchfall und Erbrechen versorgen. Außerdem sollten wir in den nächsten Tagen täglich mit Gerda vorstellig werden, um sie auch medizinisch engmaschig zu versorgen. Drücken Sie bitte alle Däumchen und Pfötchen, dass sich Gerda wieder fängt und es ihr bald besser geht.

 

22.11.2018

Bei der Tierarztrunde diese Woche konnten 6 Katzen erfolgreich geimpft werden. Bei niemandem hatte die Tierärztin Grund zu klagen. Lediglich bei Max und Moritz war es unmöglich das Herz abzuhören, da beide um die Wette schnurrten. Unkooperativ durch Freundlichkeit. Lieber so, als anders. Außerdem holten wir uns noch einmal Rat, weil Kater Peter, trotz unauffälliger Nierenwerte, viel trinkt. Wir kamen überein, dass man der Ursache mit einer Urinprobe näherkommen könnte. Und tatsächlich! Peter hat Eiweiß und Blut im Urin. Sogleich bekam er Medikamente verordnet, die ihm hoffentlich zu einer raschen Genesung verhelfen. Als nächstes versicherte sich die Ärztin, dass auch bei der alten Gerda alles in bester Ordnung war. Im Anschluss baten wir die Tierärztin einen Blick auf die Hündin Sandy zu werfen, die erst diese Woche bei uns ankam. Sie lobte gleich, was für ein glänzendes Fell die Hündin hat. Bis auf den sichtbaren Überbiss gab es auch hier keine Beanstandungen. Zum Schluss schauten wir noch bei Florel vorbei. Seine Daumenkralle bereitete uns immer noch Sorgen und tat ihm offenbar weh. Doch auch da wusste die Tierärztin Rat und entfernte das kaputte Stück. Damit Florel nicht weiter daran leckt und sich das Pfötchen am Ende noch entzündet, muss er die nächste Woche einen Trichter tragen. Wenn er nur wüsste, dass dies zu seinem Besten ist, würde er uns bestimmt nicht so vorwurfsvoll anschauen.

 

21.11.2018

Bitte halten Sie sich fest: Hund Runner musste bereits heute wieder abgeholt werden. Zwei Tage nach seinem Umzug trat er den Rückweg mit Mario an. Der Grund lässt uns nur noch Kopf schütteln: für einen 10-jährigen Hund ließe sich keine Krankenversicherung mehr abschließen, somit könne man die Verantwortung für Runners Zukunft nicht übernehmen.

Außerdem würde der Hund nicht rennen (Runner?) und kenne keine Kommandos. Ein Hund, der der rumänischen Hölle entkommen ist, der einfach nur anschmiegsam, lieb und sanftmütig ist, noch dazu super an der Leine läuft, wird nach zwei Tagen daran gemessen... Auch über das Alter hätten wir nicht richtig informiert, wurde gesagt. Dabei kann man sogar unter "Aufnahmepatenschaft" Runners Alter lesen. Wir sind wieder einmal fassungslos und einfach nur bitter enttäuscht. Das es für den hübschen Runner eine zweite Chance gibt, daran zweifeln wir jedoch keine Minute.

 

20.11.2018

Und noch ein lieber Hund durfte uns verlassen. Der unfassbar hübsche Marco hat das Herz einer netten Familie im Sturm erobert und residiert jetzt nahe Neustadt in Sachsen. Im neu gebauten Häuschen auf einem riesigen Grundstück lebt er nun mit diversen anderen Tierarten. Schon bei der Ankunft beäugte er neugierig die Enten. Und die Enten schauten neugierig zurück. Als wir an den Ziegen und Schafen vorbei liefen, hatte Marco etwas Bammel. Aber das ließ er rasch hinter sich, als wir im Wohnhaus angekommen waren. Dort wälzte er sich genüsslich auf dem Teppich, der direkt vor dem warmen Kamin lag. Ins Obergeschoss wollte er erst einmal nicht, aber auch diese Hürde wird bald überwunden sein. Wir freuen uns, dass Marco nicht so lange im Tierheim ausharren musste und hoffen, dass er noch viele glückliche Jahre mit Bauernhofflair in seiner neuen Familie verbringen darf.

 

19.11.2018

Gegen Mittag fuhr Mario mit dem süßen Rüden Runner nach Dresden, um ihn seiner neuen Familie zu übergeben. Der 10-jährige rumänische Hund hat es nicht mal bis auf die Homepage geschafft, so schnell hatten sich Tierfreunde für ihn interessiert. Gesehen und geliebt und das auf beiden Seiten. Runner protestierte auf der Fahrt lautstark, aber nach der Ankunft war der Kummer vergessen. Es gab sooo viel zu schnuppern! In der Wohnung verlief alles reibungslos, Runner saß neben Mario. Und er wollte wieder mit ihm mit, als der Abschied nahte. Es ist gut, dass es den Hunden bei uns gefällt, aber ein Zuhause ist noch was ganz Anderes. Dies wird das wuschelige Kerlchen bestimmt bald zu schätzen wissen.

Den freigewordenen Platz nahm eine Stunde später die sanftmütige, zierliche Hündin Sandy ein, von der wir am 1.11. unter "Neues" berichteten. Sandy war bereits eine Woche bei Marion, um sich in aller Ruhe von der schlimmen Zeit in Rumänien zu erholen. Dies gelang ganz prächtig, Sandy ist eine äußerst liebenswerte kleine Maus. Morgen wird sie ins Hofrudel integriert, was dann hoffentlich der nächste Schritt in Richtung eigenem Zuhause ist.

 

17./18.11.2018

Über diese Vermittlung haben wir uns besonders gefreut: Katze Mo durfte das Tierheim verlassen. Als letzte der 4 "M" Katzen (Markus, Marlies, Madeleine) hat Mo nun ein feines Plätzchen in einem geräumigen Haus gefunden, bei Menschen, die ihr viel Liebe geben möchten. Ihre Motivation Mo aufzunehmen war tatsächlich, dass diese Katze unbedingt Zuwendung braucht. Und damit haben sie so recht. Wie nicht anders zu erwarten, versteckte sich die schüchterne Mo nach der Ankunft erstmal im Kellerraum, wo es gefühlte tausend Verstecke gab. Ihre Toilette stand auch dort unten, außerdem stellte das neue Frauchen noch einen Wassernapf hin. Der gefüllte Futternapf blieb oben in der Küche, damit Mo einen Grund hat, ihre Deckung zu verlassen und in die Nähe ihrer Menschen zu kommen. Vermutlich wird dies ein paar Tage dauern, aber wir sind zuversichtlich, dass Mo "auftaut". Es ist ein sehr gutes Gefühl, diese unscheinbare Katze, die sich immer im Hintergrund gehalten hat, so gut aufgehoben zu wissen. Wir sagen vielmals DANKE an ihre neue Familie.

 

16.11.2018

Wir waren einmal mehr mit unseren Schützlingen beim Tierarzt. Mitgefahren sind die vier Jungtiere von Miri, die einen Kastrationstermin hatten. Einzig das Katerchen blieb allein zurück im Tierheim. Der kleine Cedric verstand die Welt nicht mehr, dass wir ihm seine Schwestern entführt haben. Und so jammerte er kläglich. Erst als wir ihm eine große Portion Nassfutter brachten, war die Trauer vergessen. Er verspachtelte seine Portion gierig, putzte sich dann etwas und hielt ein Nickerchen. Schon ein paar Stunden später konnten wir die Mädels wieder abholen, die Kastration verlief problemlos. Bei Candy wurde neben der Kastration auch ein Nabelbruch operiert. Auf die Kleine sollen wir ein Auge haben, da ihre Gebärmutter etwas angeschwollen war und die Ursache dafür nicht ganz klar ist. Cedric war heilfroh, seine Schwestern wieder bei sich zu haben.

Wir hatten mit der Tierärztin vereinbart, dass wir Gerda gleich noch einmal zur Nachkontrolle vorstellen wollten. Auch hier war die Veterinärin voll der Lobesworte über die gute Wundheilung. Die Ohrränder wiesen keine Verkrustungen auf und beim Kontrollwiegen brachte Gerda ein neues Spitzengewicht auf die Waage. Als Sahnehäubchen gab es den pathologischen Befund der eingeschickten Gewebeprobe von Gerdas Ohr. Ergebnis: die Wundränder sind frei von Krebszellen. Dies bedeutet, es wurde beim Schneiden alles erwischt. Wunderbar. Wir sind so froh, dass Gerda gefunden wurde und jetzt auf dem aufsteigenden Ast ist. Nicht auszudenken, wie elendiglich die arme Mieze ganz allein da draußen zugrunde gesiecht wäre.

 

15.11.2018

Am späten Mittag brachte Mario den großen Rüden Fozzy zu seiner neuen Familie nach Klipphausen. Diese berichtete uns am Abend Folgendes: Gleich nach Ankunft fläzte sich Fozzy aufs Sofa und betrachtete von dort aus das Geschehen. Als Mario gegangen war, folgte ein gemeinsamer Mittagsschlaf mit Herrchen, denn der Rüde signalisierte deutlich, dass er erstmal die neue Situation überdenken muss. Im Anschluss gab es "Futter für Alle". Während seine Menschen aßen, saß Fozzy brav auf seinem Platz, machte keine Anstalten zu betteln oder sich aufzudrängen. Von diesem tadellosen Verhalten waren seine Leute ganz entzückt. Sein eigenes Futter verschlang der Rüde nicht halb so gierig wie im Tierheim, im Gegenteil. Offenbar hatte er schon erkannt, dass ihm dort niemand die Bissen streitig macht und er die Mahlzeit genießen kann. Der anschließende Aufenthalt im Garten war ebenfalls entspannt bis eine kleine freche Katze aus der Nachbarschaft aufkreuzte. Die schien es wissen zu wollen und kam ganz nah an Fozzy ran. Der Hund war an der Leine, saß bei Herrchen am Stuhl und - machte gar nichts. Er schaute die Katze nur grimmig an, als wolle er mit einem Blick sagen, dass dies hier sein Revier ist und das genügte. Der kleine Provokateur trollte sich. Am Abend ging dann die Familie gemeinsam noch eine ausgiebige Runde Gassi. Es ist interessant mal zu hören, wie so ein Ankunftstag verläuft und wie vorbildlich sich ein Hund aus dem Tierheim verhält. Wir wünschen, dass diese Harmonie für immer anhält.

 

14.11.2018

Heute durften wir eine Menge Futterspenden abholen. Unter anderem aus unserer Spendenbox, die im Rewe Pulsnitz steht und auch von der WerkersWelt in Pulsnitz. Zeitgleich erreichte uns auch das gespendete Futter vom Edeka aus Radeberg. An dieser Stelle einmal mehr ein herzliches Dankeschön an die vielen anonymen Gönner. Mit vereinten Kräften buchsierten wir die vielen Kisten, Beutel und Säcke in unsere Scheune und sortierten dann die Futterspenden an den dafür vorgesehenen Platz. Nach gut 45 Minuten war es geschafft und unser Vorratslager stand gut da. 

Ein bisschen Sorgen hatten wir am Nachmittag. Florel humpelte. Als wir uns den Senior genauer beschauten, stellten wir fest, dass seine Daumenkralle eingerissen war und etwas blutete. Rasch die Krallenschere geholt und das Übel beseitigt. Noch eine ganze Weile würdigte uns Florel keines Blickes und leckte wehleidig sein Pfötchen. Am Abend war dann aber alles vergessen und er nahm freudig sein Betthupferl in Empfang. 

 

13.11.2018

Zuwachs in unserem Katzenbestand: eine Fundkatze fand den Weg zu uns. Eigentlich wollten die Finder den älteren Kater behalten, fütterten ihn, stellten ihn dem Tierarzt vor. Doch leider zeigte sich Rocky, wie die Finder den Kater nannten, äußerst aggressiv gegenüber seinen Artgenossen. Das gefiel der bereits vorhandenen Katze überhaupt nicht und führte dazu, dass Rocky zu uns umsiedeln musste. In den Wochen, die Rocky das Übergangszuhause hatte, konnten die Leute einige nützliche Informationen sammeln. Zum Beispiel liebt der Kater Hunde über alles, streift um deren Beine, schnuppert am Mäulchen, kuschelt mit ihnen - aber reagiert gegenüber Katzen mit erbarmungsloser Härte. Außerdem kann Rocky Türen öffnen und ist sehr anhänglich. Wir werden dem Kater nun einen Einzelplatz zuweisen und hoffen, dass er rasch ein Für-Immer-Zuhause findet.

 

12.11.2018

An diesem Tag hieß es 2x Fahrt zum Tierarzt. Es standen die Nachkontrollen der OP´s bei Helga und Gerda an. Die erste Tour ging um 12:30 Uhr in Richtung Steina, wo sich Dr.Dziwok den Heilungsverlauf und das Gangbild von Helga anschaute. Er war mit Beidem hoch zufrieden. In der Tat ist es sensationell, wie gut Helga 6 Tage nach dem großen Eingriff läuft. Sie ist ja kaum zu bremsen, aber wir müssen auf langsames Gehen achten. Nur keine Überlastung, das könnte fatale Folgen haben. Die nächste Kontrolle findet bei weiterhin gutem Verlauf erst am 3.12. statt. Wir sind wirklich glücklich mit dem, was Dr.Dziwok wieder geleistet hat.

Um 17:00 Uhr fuhren wir dann mit Katze Gerda zu Frau Brandt. Die Tierärztin schaute sich das "verschnittene" Ohr genau an, auch sie war überaus erfreut über die Heilung. Sogar der geschwollene Lymphknoten war bereits um die Hälfte kleiner geworden, wunderbar! Anschließend  wurde Gerda noch gewogen. Auch hier gab es Grund zur Freude, die Waage zeigte 2575 Gramm. Also wieder eine kleine Gewichtszunahme. Mit solch guten Nachrichten im Gepäck fuhren wir zurück ins Heim und hoffen, dass dieser Trend anhält.

Fotos von Helga und Gerda haben wir für Sie bei "Neues" eingestellt.

 

10./11.11.2018

Einen Monat nach seinem Bruder Steffen hat nun auch Kater Arne ein Zuhause gefunden. Ihn konnten wir fast zu Fuß hinschaffen, denn sein neuer Wirkungskreis liegt am Ortseingang von Ohorn. Ein kleiner, gemütlicher Dreiseitenhof, welcher nicht mehr bewirtschaftet wird, aber für einen Kater natürlich der reinste Abenteuerspielplatz ist. Zuerst jedoch heißt es "Eingewöhnung" und die findet bekanntlich im Haus statt. Arne huschte aus der Transportbox direkt unters Bett. Seinem neuen Besitzer war klar, dass der Kater erstmal Ruhe benötigt und es eine Weile dauern kann, ehe er sich vortraut. Auf Arne wartet dann eine geräumige Wohnung, in der alle Türen offen stehen und eine Katzenklappe zum ganz individuellen Freigang einlädt. Einem schönen Katerleben durfte also nichts im Wege stehen.

Am Samstag traf dann noch die gerettete Hündin Sandy aus Rumänien bei Marion ein. Sie wird dort die ersten Tage verbringen, ehe sie zu uns ins Tierheim kommt. Die Fahrt hat Sandy gut weggesteckt. Sie ist nicht ängstlich, aber etwas vorsichtig, was Niemanden wundert. Und vor allem ist sie sehr mager. Dem können wir gewiss Abhilfe schaffen, auch Dank der lieben Aufnahmepaten, die für Sandy gespendet haben.

 

09.11.2018

Am Vormittag starten wir mit Gerda in Richtung Tierarzt. 12:00 Uhr sollte die bei der Tierarztrunde am vorigen Tag vereinbarte OP durchgeführt werden, Gerda sollte sich vorher noch etwas in der Praxis vom Autofahren aklimatisieren. Wir alle dachten den Tag über an diese tapfere alte Katze und drückten ihr in Gedanken die Daumen, dass sie alles gut übersteht. Als am Nachmittag der Anruf kam, Gerda sei abholbereit, waren wir wirklich erleichtert. Bei der Übergabe berichtete die Tierärztin, dass die einen Großteil des Außenohres entfernt und das Gewebe eingeschickt hat. Es ist mit Sicherheit ein Plattenepitelkarzinom. Wichtig ist daher zu wissen, ob die Wundränder frei von Krebszellen sind und somit alles erwischt wurde. Das hoffen wir natürlich sehr. In der Narkose bekam Gerda auch gleich noch eine Gebisssanierung, etliche Zähne wiesen Löcher auf und mussten gezogen werden. Wir staunten echt, wie die gute alte Gerda diese Prozeduren wegsteckte und sogleich bei Ankunft im Tierheim Futter einforderte. Mit dem Halskragen zu fressen, muss Gerda noch lernen. Vorläufig halten wir ihr mehrmals täglich das Näpfchen direkt hin, das klappt prima. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass für Gerda jetzt ein wunderbares Leben ohne Schmerzen beginnt und sich dies auch endlich an ihrem Körpergewicht zeigt. An uns soll es nicht liegen, beste Versorgung ist garantiert.

 

08.11.2018

Tierarztrunde mit einem wahren Mamut-Programm.

Los ging es mit der Impfung von 9 (!) Katzen und Hund Whisky. Nachdem die Untersuchungen im CT und im MRT keine Auffälligkeiten in seinem Kopf zutage brachten, sind wir nun durchaus gewillt, Whiskey zu vermitteln. Offenbar sind die kleinen Verhaltensänderungen, die er manchmal zeigt, eine Marotte und keine Krankheit. Das stimmt uns optimistisch für eine Vermittlung.

Nach all den Impfungen wurden die 7 neuen Hunde aus Rumänien auf "Herz und Nieren" geprüft, d.h. Anschauen von Augen, Ohren und Zähnen, Abhören des Herzens, Kontrolle der Gliedmaßen. Außer etwas Zahnstein bei Truly und einen Satz geröteter Ohren bei Andromeda war alles in Ordnung. Letztere bekommt nun 7 Tage Ohrentropfen, dann müsste die Sache ausgestanden sein. Als nächstes schaute sich die Tierärztin unsere alte Katze Gerda an, dabei besonders das blutige Ohr. Dieses soll nun umgehend entfernt werden, da der Lymphknoten darunter bereits eine Schwellung aufweist. Wir machten einen OP Termin für den nächsten Tag aus. Zum Schluss setzten wir noch eine Mutterkatze von einer Futterstelle in eine Transportbox, welche wir mittels Falle vor einiger Zeit eingefangen hatten. Sie soll kastriert werden, damit der weiteren Vermehrung vorgebeugt wird. Ronja, wie wir diese Katzen nannten, fuhr gleich mit der Ärztin in die Praxis. Am Abend konnten wir sie "unfruchtbar" wieder abholen.

 

07.11.2018

Fast 8 Jahre alt musste Abby werden, ehe sie ihr Tierheimdasein beenden und in ein richtiges Zuhause einziehen durfte. Was für eine unfassbare Wartezeit! Abby kam im Februar 2014 zu uns, eine Hündin aus Bulgarien, die als Welpe vorm sicheren Tod gerettet wurde. Seitdem waren Tierheime ihr Zuhause. Bei uns fühlte sich Abby zweifellos wohl, aber wir waren stets der Meinung, dass sie ausziehen darf, wenn die richtigen Menschen kommen. Tierfreunde, die sich dieser Mission annehmen und einem Hund ohne jegliche Erfahrung bezüglich Zivilisation eine Bleibe voller Verständnis und Liebe geben. Und diese Menschen kamen vor ein paar Wochen hier her und sie waren sofort in Abby verliebt. Es folgen zahlreiche Besuche, bei denen man immer deutlicher spürte, welche Harmonie zwischen beiden Seiten herrschte. Ja, wir konnten es wagen und mit Abby durch das Tierheimtor marschieren, ins Auto einsteigen und sie zu ihrem Frauchen zu bringen. Und was sollen wir sagen? Abby war beeindruckend entspannt, als sie den Garten und später auch das Haus inspizierte. An ihrer Seite neben Josi und ihrem neuen Frauchen auch immer die bereits vorhandene Berner-Sennenhündin Brandy, die Abby zeigte, dass alles "halb so wild" ist. Wir bedanken uns über alle Maßen bei Frau B. für die Aufnahme von Abby und für ihren grenzenlosen Optimismus. Der übertrug sich vom ersten Treffen an auf alle Beteiligten. Es ist unbeschreiblich, wie gut sowas tut in einer Zeit, in der Misstrauen und Vorbehalte gegenüber Tieren und Personal aus Tierheimen leider an der Tagesordnung sind. Genieße dein neues Leben in vollen Zügen, liebe Abby und lass mal von dir hören!

 

06.11.2018

Zwei weitere Katzen im Glück. Und das quasi doppelt, denn Gustl und Bastl mussten nur anderthalb Monate im Tierheim ausharren, eher sie von einer Familie auserwählt worden. Das ist eine Seltenheit. Ab jetzt dürfen die Zwei wieder als umsorgte Wohnungskatzen leben und dies mit Sicherheit tausend Mal besser als beim Vorbesitzer. Ihre neue Herberge ist ein sehr geräumiges, modernes EFH in Ullersdorf, in dem der Einzug der Katzen liebevoll vorbereitet war. Besonders die Kinder hatten sich dafür ins Zeug gelegt. Offenbar war das den beiden Katzen aber erstmal egal, sie verzogen sich in die Kellerräume und warteten in einem Versteck, bis sich die Aufregung legt. Wir vermuten, dass Gustl und Bastl bereits am Abend mal einen kleinen Rundgang gemacht haben und werden bestimmt in den nächsten Tagen die News erfahren. Bis dahin sagen wir Danke für diesen tollen Platz für zwei nicht mehr ganz junge Stubentiger.

Um 11:00 Uhr hieß es für Helga "Einsteigen bitte!", denn ihr OP-Termin (Femurkopfentfernung) stand an. Am Abend übergab uns Dr.Dziwok die Hündin mit den Worten, dass alles gut verlaufen sei und wir am Montag zur Nachkontrolle kommen sollen. Bis dahin erhält Helga Schmerzmittel, darf sich nur ganz wenig bewegen und muss dringend Halskragen tragen. Wir haben ihr ein gemütliches Krankenlager eingerichtet und werden uns natürlich besonders um Helga kümmern.

 

05.11.2018

Gleich früh musste unser Tierheimauto wieder auf die bekannte Strecke nach Steina zum Tierarzt. Mutterkatze Miri hatte einen Termin zur Kastration. Vor Ort informierte man uns auch noch über das Blutbild von Kater Peter, der so auffällig viel trinkt. Seine Nieren scheinen in Ordnung zu sein, keine abweichende Werte waren festzustellen.

Am Nachmittag wurde die Rückkehrerin Ophelia in ihr ehemaliges Rudel wieder eingegliedert. Offenbar erkannten sich alle gleich, denn ohne viel Geschnupper wurde umgehend gespielt. Darüber waren und sind wir wirklich froh.

 

03./04.11.2018

Auf den Tag genau einen Monat nach Ihrem Umzug fuhr die Hündin Ophelia den gleichen Weg wieder zurück. Ankunft: Tierheim. Schon gegen 5 Uhr in der Früh waren D.& D. mit unserem Auto gestartet, um Ophelia aus der Nähe von Nürnberg wieder abzuholen. Das neue Frauchen kam leider mit der etwas speziellen Ophelia nicht zurecht, sie war nicht konsequent genug und hat in der Eingewöhnungsphase bereits zahlreiche Fehler gemacht, die sich kurzfristig nicht reparieren ließen. Dazu kam eine Antipathie von Ophelia gegen den Hund der Familie, bei der sie ab und zu ein paar Tage in Pension sein sollte. So wie früher unser Hund Kamil, der vorher auf diesem Platz wohnte. Aber Hunde sind eben verschieden. Es ist nicht zu erwarten, dass sie 1:1 austauschbar sind. Die Autofahrt bekam Ophelia offenbar nicht gut, sie war verängstigt und wollte mit niemandem etwas zu tun haben, als sie am zeitigen Nachmittag eintraf. Aber das wurde schlagartig mit dem Schichtbeginn von Mario besser. Und am Abend war die Hündin wieder ganz die Alte. Morgen werden wir sie in ihr bekanntes Rudel wieder eingliedern und dann alle gemeinsam auf eine neue Chance hoffen. Und die kommt bestimmt.

Eine gute Nachricht gibt es auch noch: der zweite Bluttest von Katze Gerda ergab, dass sie nicht an FIP, FIV oder Leukose erkrankt ist.

 

02.11.2018

Wunder gibt es immer wieder - der Glaube daran hat uns noch nicht verlassen. Und nun durften wir erneut Eines erleben. Ein Ehepaar aus Dresden hat ihr Herz für ein krankes Tier geöffnet und wird von nun an unserem liebenswerten Bürokater Markus in der 108 qm großen Wohnung mit eingenetztem Balkon und Wendeltreppe ein wunderbares Leben bereiten. Dabei nehmen sie es wie selbstverständlich auf sich, dass Markus wegen seiner chronischen Darmentzündung nur Spezialfutter bekommen darf sowie täglich Medikamente benötigt. Wir sind über diese Vermittlung unbeschreiblich glücklich und bedanken uns von ganzem Herzen ! Markus liebt Menschen über alles, er möchte so oft wie möglich gestreichelt werden, nicht selten ringelte er sich auch auf unserem Schoß ein oder legte sich auf die Tastatur, um soviel Aufmerksamnkeit wie möglich zu erhaschen. Nun wird er voll auf seine Kosten kommen. Er zeigte sich bei Ankunft auch sofort angetan von dem neuen Domizil, erkundete alles, sprang auch aufs Fensterbrett, um die Umgebung zu begutachten. Dann, offenbar platt von den vielen neuen Eindrücken, legte er sich unter den Tisch im Wohnzimmer und relaxte. Gewiss bleiben wir in Verbindung und stehen diesen wahren Tierfreunden mit Rat und Tat zur Seite. Genieße dein neues Leben, Markus !

 

01.11.2018

Wir begrüßen nach einem reichlichen Jahr Josi Braun wieder als Mitarbeiterin im Tierheim. Darüber sind wir wirklich erfreut, denn Josi ist eine exzellente Tierpflegerin und auch im logistischen Bereich eine große Unterstützung.

Wir hoffen auf eine gute langfristige Zusammenarbeit.

Der OP-Termin für Helga wurde festgelegt. Am kommenden Dienstag den 6.11. wird bei der Hündin eine Femurkopfresektion durchgeführt. Herr Dr.Dziwok nahm diesbezüglich noch Rücksprache mit der Spezialklinik in Hofheim. Die dortigen Mediziner sind ebenfalls der Meinung, dass diese OP zwingend nötig ist, um der Hündin Spätfolgen durch die schiefe Körperhaltung zu ersparen (siehe auch "Was gestern geschah" vom 29.10.) Wir sind sehr optimistisch, dass die OP erfolgreich verläuft, es ist nicht das erste Mal, dass bei einem Hund von uns dieser Eingriff durchgeführt wird. Lediglich die Kosten bereiten uns Bauchschmerzen. Vielleicht finden sich zum Wohle der lieben Helga auch Unterstützer?

 

31.10.2018

Obwohl in Sachsen Feiertag war, blieben wir nicht untätig. So fuhr unser Tierheimauto schon am Vormittag los zum Tierarzt. Mit an Bord war Runner zur Wundkontrolle. Der Abszess wurde noch einmal gründlich gespült und gereinigt. Runner schien die Prozedur gar nicht zu behagen und er wehrte sich nach Kräften. Zumindest war die Schwellung aber schon deutlich zurückgegangen und Runner auf dem Weg der Besserung.

Außerdem fuhr der Kater Peter (siehe Impfpatenschaft) mit. Uns fiel auf, dass er außergewöhnlich viel trinkt. Die Ursache wollten wir nun anhand eines Blutbilds abklären lassen. Peter war die ganze Zeit über tiefenentspannt und empfand den Tapetenwechsel als willkommene Abwechslung. Wir hoffen, bald eine Erklärung für seinen großen Durst zu bekommen.

 

30.10.2018

Kurz nach überstandener Quarantänezeit durfte uns die kleine schwarze Mieze Wanda schon wieder verlassen. Schon vor einiger Zeit bekundeten sehr nette Leute ihr Interesse an dem kleinen Wirbelwind. Wenig gefallen fand Wanda an ihrem Aufenthalt in der Transportbox. Sie dachte wohl, es geht zum Tierarzt und jammerte die ganze Zeit bis wir das Ziel erreicht hatten. In der neuen Wohnung angekommen, schlich sie vorsichtig durch die geräumige Wohnung und beschnupperte ihr neues Revier. Es dauerte keine zwanzig Minuten, bis der Groschen gefallen war und Wanda durch die Zimmer sauste. Besondere Aufmerksamkeit widmete sie dem selbstgebauten Pappkamin. Dieser steht seit einiger Zeit in der Wohnung, da das kleine Kind der Familie unbedingt einen Kamin wollte, damit der Weihnachtsmann auch zu ihnen kommen kann. Da hoffen wir mal, dass Wanda die "Feuerstelle" noch bis Weihnachten stehe lässt, damit sich auch etwas für sie unter dem Christbaum findet.

 

29.10.2018

Um 12:00 Uhr hatten wir einen Termin bei Dr.Dziwok in der Tierklinik. Grund dafür war ein leichtes Lahmen der Hündin Helga. Dieses scheint die Süße nicht zu beeinträchtigen, wir wollten es dennoch abklären lassen. Außerdem fuhr Katze Gerda mit, bei ihr war eine weitere Blutentnahme anberaumt worden. Ganz unplanmäßig luden wir auch noch den neuen Hund Runner mit ein, welcher eine deutliche Schwellung des Kopfes zeigte. Vermutung: Abszess. Die kurze Fahrt verlief sehr lautstark, alle drei Tiere machten ihrem Unmut Luft. Beim Öffnen des Autos dann die nächste Überraschung - Helga hatte innerhalb der viertel Stunde das Brustgeschirr zerkaut. Also nur mit Halsband und Leine ganz behutsam in die Praxis marschiert und gleich durch ins Sprechzimmer. Das Röntgen ergab den überraschenden, beachtlichen Befund einer Femurkopfluxation links. Vermutlich ausgelöst durch ein Trauma und bereits einige Zeit her. Wie gesagt, Helga flitzt und spielt, als wäre alles in bester Ordnung. Ist es nicht. Das Bein ist bereits ca. 1,5 cm verkürzt, eine OP ist unumgänglich, um weitere negative Folgen zu vermeiden. Der Eingriff wird etwa 700 € kosten und wir möchten heute schon fragen, ob Sie uns vielleicht unterstützen könnten. Erstmal durfte Helga wieder ins Auto, ihr Boxnachbar Runner war nun dran. Ja, es war ein Abszess, vermutlich durch einen Biss. Es musste ein größerer Schnitt unter Narkose gemacht werden, wir konnten Runner erst am Abend wieder abholen. Nun bekommt er Antibiotika und muss einen "Trichter" tragen. Bezüglich des Blutbildes von Gerda erhalten wir in wenigen Tagen Bescheid. Wir hoffen so sehr, dass die arme alte Katze keine unheilbare Krankheit in sich trägt, die der Grund ist, warum sie nicht zunimmt.

 

27./28.10.2018

Jetzt wo es draußen ungemütlicher wird, beginnt wieder die Zeit der Katzenvermittlung. Hunde geraten dann leider etwas ins Hintertreffen, es lockt einen ja bei Null Grad nicht so vor die Tür... Das ist in jedem Jahr das Gleiche und kein Grund zur Beunruhigung. Profitiert haben von diesem Trend am Wochenende gleich zwei Katzen. Die bildschöne Sabrina durfte endlich ausziehen, ihre 4 Weggefährten hatten längst ein Zuhause gefunden. Aber für Sabrina hat sich das Warten gelohnt, sie hat einen tollen Platz in einer sehr hübschen Wohnung mit herrlichem Balkon und jeder Menge Zuwendung. Ihr Frauchen war ganz aus dem Häuschen vor Freude, als wir Sabrina brachten. Gewiss werden die Beiden ein Herz und eine Seele.

Die zweite Glückliche heißt Frieda. Auch sie hat schon einiges an Wartezeit hinter sich und nun bestimmt ein wunderbares Leben vor sich. Frieda zog in eine große Wohnung, ebenfalls mit Balkon, dazu noch ein Artgenosse, dem sie den Tag versüßen soll. Pettersson war vor Jahren auch unser Schützling. Nach dem Tod seiner Partnerin Onyx (gleichfalls von uns) war er tagsüber sehr einsam und das soll nun anders werden. Wir hoffen sehr, dass sich beide Katzen anfreunden und es harmonisch zugeht. Etwas Geduld wird schon gefragt sein.

 

26.10.2018

Nun sind sie angekommen: die sieben neuen Hunde aus der Smeura. Ach was für wundervolle Geschöpfe! Einer nach dem anderen verließ die Transportbox, nahm ersten freundlichen Kontakt zu uns auf und schnupperte im Anschluss neugierig im Gehege. Auch untereinander blieb es die ganze Zeit friedlich. Schon nach kürzester Zeit konnte man beobachten, wie Andromeda die anderen zum spielen aufforderte und mit einem überglücklichen Blick über das Gelände rannte. Man hatte den Eindruck, sie konnte ihr Glück kaum fassen. Tristan kam in unregelmäßigen Abständen kucken, was wir und die anderen Hunde so trieben, war aber sonst mit dem erkunden der Umgebung beschäftig. Der kleine Nick krabbelte uns nach ein wenig freundlicher Ansprache schon an den Beinen hoch.

Zu Truly bekamen wir vorab die Info, dass sie übergewichtig sei. Das stimmt: Truly ist ein wahrer Molli. Aber nicht nur Truly, sondern auch die kleine Camelia hat deutlich zu viel auf den Rippen. Das soll nun wahrlich die kleinste Sorge sein. Bei uns bekommen die lieben Hunde jetzt reichlich Auslauf und angepasste Futterportionen, sodass die überflüssigen Pfunde sicher nur so purzeln. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir diesen netten Hunden hier die Hoffnung auf ein neues Leben geben können.

 

25.10.2018

Reges treiben in unserer Katzen Quarantäne. Nachdem die kleine Milli erfolgreich geimpft und kastriert worden war, konnte sie in eines unserer Katzenvermittlungshäuser umziehen. 

Doch noch am selben Tag gab es wieder Zuwachs in der Quarantänestation. Zwei Fundkatzen wurden abgegeben. Nun wirklich gefunden wurden sie nicht. Die beiden zahmen Katzen tauchten an einer Futterstelle auf, suchten den Kontakt zu Menschen und machten keine Anstalten wieder zu gehen. Also sagten wir zu die Beiden aufzunehmen. Der ältere Kater wurde von der Abgeberin Peter getauft. Er ist wirklich verschmust und scheint bereits kastriert worden zu sein. Einen Chip hat er jedoch nicht, sodass es uns auch nicht möglich war, einen Besitzer ausfindig zu machen. Ebenso wenig gechipt ist die andere Fundkatze. Es handelt sich mutmaßlich um einen Kater, der im Frühjahr geboren wurde.

 

24.10.2018

Zehn Tage, nachdem wir die vollkommen abgemagerte, halb verdurstete Katze vom Straßenrand aufhoben und in die Tierklinik brachten (siehe "Was gestern geschah" vom 13./14.10.) hier für Sie der aktuelle Stand:

Die Mieze ist seit vergangenem Freitag bei uns im Heim. Wir tauften sie Gerda und haben sie in unseren A-Raum einziehen lassen, wo sie sich in aller Ruhe erholen kann. Gerda ist wirklich ausgesprochen nett, wobei sie noch immer ein absolut jammervolles Bild abgibt. Derzeit wiegen wir sie täglich, um eine Tendenz beim Gewicht festzustellen, aber es ist sehr wechselhaft. Gerda hat bei uns ein kleines Buffet an unterschiedlichsten Trockenfuttern und Nassfuttern zur Verfügung, und verspachelt alles dankbar. Auch die Verdauung funktioniert bestens, dennoch nimmt die Katze nicht wirklich zu. Das ist seltsam, denn das große Blutbild ergab, dass alle Werte im Normbereich sind. Am kommenden Montag soll Gerda noch einmal in die Tierklinik zur Blutentnahme. Wir wollen gern wissen, ob sie evtl. an Leukose o.ä. leidet. Nicht nur wegen des Körpergewichts, sondern auch im Hinblick auf eine eigentlich anstehende OP. Zu allem Unglück sind Gerda´s Ohrspitzen nämlich mit einem Plattenepithelkarzinom befallen, sehen dadurch schlimm blutig und abgefressen aus. So ein armes Geschöpf ist Gerda. Wir hoffen von ganzem Herzen, ihr helfen zu können.

 

23.10.2018

Wir erhielten eine wundervolle Mail von Frau H. welche jüngst die Seniorin Sara in ihre Obhut übernahm. Man bekommt gleich Gänsehaut, aber lesen Sie selbst, was sie über Sara zu berichten hat: "jetzt ist Sara eine Woche bei uns und ich kann voller Freude berichten, dass sie sich gut eingelebt hat. Sie werden es nicht glauben, aber Sara kann RENNEN!!! Okay, es es ist eher ein schneller Trab, aber bei ihrem sonst eher schleppenden Gangbild hätte ich das nicht erwartet. Sie tut es häufig am Anfang der Gassirunde, und sobald wir nach dem Spaziergang in unsere Einfahrt einbiegen und sie das Haus sieht. Wir geben ihr VMP mobil und ich habe das Gefühl, dass sie besser läuft und es auch nicht mehr so lange dauert, bis sie nach dem Aufstehen in die Gänge kommt. Sara fordert inzwischen Streicheleinheiten ein, wenn ich Maya oder Amir streichle, kommt sie und stupst mein Bein an. Mein Mann berichtete, sie hätte gestern auch gebellt, als er am Telefon etwas die Stimme erhoben hat :-) Und heute Morgen hat sie mich nach dem Frühstück förmlich verfolgt und mich auffordernd angeschaut, bis ich noch mal mit ihr raus bin - nach einer kurzen Runde durch den Garten konnte sie sich dann zufrieden in ihr Körbchen legen. Sie ist also viel aktiver als am Anfang und nimmt an unserem Alltag teil. Und alle Besucher bestätigen ihr, was für eine Süße sie ist."

Außerdem konnten wir die kleine Chinchilladame Milka erfolgreich vermitteln. Ob sie sich mit den beiden bereits vorhandenen Chinchis verträgt, wird die Zeit zeigen. Wir drücken jedenfalls fest die Daumen.

 

22.10.2018

Am Abend war Frau Falkenberg-Dziumla als Vertreterin unseres Tierschutzvereins zu Gast auf dem Theaterkahn in Dresden. Dort fand eine erste Beratung des Organisationsteams für den Ultra-Lauf 7.0 statt, welcher 2019 als Spendenziel eventuell unser Tierheimes auswählen wollte. Es kam also auf Überzeugungskraft bei der Vorstellung unserer Arbeit an. Die Beteiligten lasen sich auch die mitgebrachten Flyer aufmerksam durch, stellten verschiedene Fragen und stimmten letztendlich zu, dass wir bei dem Lauf im März 2019 die Begünstigten sind. Darüber freuen wir uns ungemein. Die Initiative dazu stammt übrigens von unserem Mitglied Frau K. aus Ohorn, welche selbst eine aktive Läuferin ist. Wir sagen vielmals Danke!

 

20./21.10.2018

Vielleicht erinnern Sie sich noch an unseren Bericht über die zwei Rüden Balou und Whisky, welche das Glück hatten, aufgrund einer Zwangsversteigerung aus ihrem erbärmlichen Dasein befreit zu werden (siehe "Was gestern geschah" vom 13.08.). Einer der Beiden durfte nun schon weiter reisen und Quartier beziehen in Lauta, wo er ab sofort zu Hause ist. Während der Autofahrt verhielt sich Balou sehr artig. Kurz nach Ankunft erblickte der Rüde die ihm bekannten Menschen und zeigte sich vorsichtig erfreut. Es fällt ihm noch etwas schwer, aus sich heraus zu gehen, zu tief steckt die Vergangenheit. In der Wohnung machte Balou einen Inspektionsrundgang, war dabei sehr neugierig. Nichts wurde ausgelassen, alles untersucht und betrachtet. Sogar die Treppe lief er hoch, durchaus erstaunlich. Aber immer wieder führte ihn sein Weg zu Mario, er legte seinen Kopf auf dessen Beine und schaute ihn etwas fragend an. Das dieser Umzug nur zu seinem Besten ist, kann man einem Hund ja nicht erklären, das muss er einfach spüren. Mario schlich sich also davon, als Balou mit seinem neuen Frauchen den Garten inspizierte. Somit blieb allen eine große Abschiedsszene erspart. Wir hoffen, dass wir bald eine positive Mail bekommen, in der uns berichtet wird, wie gut sich der Rüde eingelebt hat.

 

19.10.2018

Und wieder zählt unsere Katzenquarantäne eine Mieze mehr. Die fast 9 Jahre alte Katze Findus wurde bei uns abgegeben, weil ihre Besitzerin zum Pflegefall wurde. Das Tierheim, aus dem die Katze ursprünglich stammt, weigerte sich vehement, das Tier wieder aufzunehmen. Was blieb also anderes übrig, als Findus bei uns Obdach zu geben. Die grau getigerte Miez ist nun alles andere als glücklich über ihren Umzug und versteckt sich unter ihrem Plüschkörbchen. Wirklich traurig, dass sie nun auch dieses Schicksal ereilt hat.

Ganz und gar nicht mehr traurig ist der weiße Kater Müffchen. Das taube Kerlchen, welches vor ca. 14 Tagen vermittelt wurde, ist in seinem neuen Zuhause vollends angekommen und bereitet seinem neuen Frauchen eine Menge Freude. Laut miauend folgt er ihr durch die Wohnung, sogar bis ins Bett und lässt sich genussvoll streicheln. Selbst die kleinen Sticheleien der bereits vorhanden Mieze bringen Müffchen nicht aus der Ruhe. Wir sind überwältigt vor Freude über diese positive Entwicklung. Nochmals vielen herzlichen Dank an Frau H. für die Aufnahme von Müffchen in ihrem kleinen Katzenparadies.

 

18.10.2018

Dresden-Klotzsche hat zwei Einwohner mehr. Und diese wohnen zufällig auch noch ganz nah beieinander. Als Erste durfte die rumänische Hündin Peggy das Tierheimauto verlassen. Sie residiert künftig in einem Einfamilienhaus bei einer fünfköpfigen Familie. Es warteten also reichlich Zweibeiner auf Peggys Ankunft, die sich gleich voller Begeisterung auf den Neuankömmling "stürzten". Da mussten wir doch mal kurz Stopp! sagen, damit sich Peggy die neue Umgebung erstmal in Ruhe beschauen und beschnüffeln konnte. Nebenbei fand sie gleich ein paar Bröckchen Katzenfutter auf dem Fußboden, die als Begrüßungssnack gewertet worden und umgehend im Mäulchen verschwanden. Anschließend hopste die Hündin aufs Sofa und aalte sich dort genüsslich. Ihr schien es im Haus sichtlich zu gefallen, was uns natürlich überaus freute. Wir verabschiedeten uns mit einem guten Gefühl und fuhren zweimal um die Ecke, dann standen wir schon vor Hausnummer 23. Da war auch für Katze Minni das schreckliche Autofahren vorbei. Samt Box führte der Weg in eine sehr geschmackvolle, helle Wohnung im Erdgeschoss eines Blocks. Zur Wohnung gehört auch ein Wintergarten, eine kleine Terrasse und hinten raus eine riesige Grünfläche. Autos quasi nicht vorhanden, dafür aber jede Menge Liebe und Fürsorge. Alles war bestens vorbereitet für Minnis Einzug. Diese schien das jedoch nicht zu würdigen, sondern verzog sich erstmal in der Katzentoilette. Wir sind absolut überzeugt davon, dass das Verstecken nicht lange anhält und Minni sich bald auf Erkundungstour durch ihr neues Refugium machen wird. Ihr wird es dort gewiss an nichts fehlen und dafür sind wir sehr dankbar.

 

17.10.2018

Ganz außerhalb des gewöhnten Rhythmus fand heute wieder eine Tierarztrunde statt. Anders ließ es sich organisatorisch nicht lösen. Sogleich wurden die drei Fundkatzen gründlich untersucht. Wie schon vermutet, handelt es sich um drei Kater. Überrascht waren wir aber beim Blick ins Schnütchen. Dort befanden sich nämlich noch einige Milchzähne. Bei solchen properen großen Halbstarken hätten wir nicht erwartet, noch Babyzähnchen zu finden. Wer weiß, ob Mama oder Papa nicht eine Main Coone oder ein Norweger war, was die Statur erklären würde. Körperlich sind die Drei auch in einem guten Zustand, was bei Fundtieren nicht immer der Fall ist. Nächster Patient war Jimbo, bei dem der Heilungsprozess nach der Zahnsanierung begutachtet wurde. Alles in bester Ordnung. So konnte er und sein Kumpel Flocke auch gleich noch grundimmunisiert werden. Und auch der hübsche Arne ergab sich in sein Schicksal, wurde gründlich untersucht und anschließend geimpft.

Positiv verlief auch die Nachkontrolle von Goofy. Die Schwellung an seiner Pfote war, dank des mehrmals täglichen Waschens, deutlich zurückgegangen, sodass auch er seine zweite Impfung erhalten konnte.

 

16.10.2018

Aus einer benachbarten Gemeinde wurden uns drei halbwüchsige herrenlose Katzenjungtiere übergeben. Die hübschen Miezen sind leider noch ziemlich durch den Wind und wollen nicht allzu viel von uns wissen. Aber sie zeigen einen gesunden Appetit, sodass wir hoffen, bald zu ihnen durchgedrungen zu sein und aus den Samtpfötchen ganz liebe, zahme Tiere zu machen. Bis dahin verbleiben sie in unserer Quarantäne, werden tierärztlich untersucht und bald auch geimpft.

 

15.10.2018

Ach wie ist das schön! Die gute alte Sara muss die nasskalte Jahreszeit nicht wieder mit Mäntelchen bekleidet im Tierheim verbringen, sondern darf es sich in einer herrschaftlichen Wohnung gemütlich machen. Bei ihr ist auch Hündin Maya, die vor 5 Jahren ebenfalls in unserem Tierheim vorübergehend Unterkunft gefunden hatte sowie der stattliche Rüde Amir, der gewiss auf die zarte Sara aufpassen wird. Das neue Domizil liegt übrigens im Südharz und bietet für die Hunde alles, was das Herz begehrt. Wir bedanken uns vielmals bei Frau H. für diese gute Tat und wünschen Sara, dass sie das neue, schöne Leben noch ein großes Weilchen genießen kann.

Vielleicht gibt es ja auch noch Hoffnung für die alten Hunde Fulga und Gabriel?

 

13./14.10.2018

Ein ereignisreiches Wochenende.

Hund Skipy, der wie ein "ewiger Welpe" ausschaut, zog nach langer, geduldiger Kennenlernphase nun zu seinen Leuten in die Dresdner Neustadt um. Um auf "Nummer Sicher" zu gehen, hatten wir gemeinsam entschieden, dass ein Dreipunkt-Sicherheitsgeschirr für den schreckhaften Skipy unerlässlich sein. Seine neuen Besitzer ließen dies anfertigen und es bewährte sich bereits bei der Vermittlung. Obwohl Skipy besser durch die Straßen lief, als erwartet. In Zukunft wird der Hübsche sein Herrchen täglich in dessen Bildhauer-Werkstatt begleiten, was auch nicht gewöhnlich ist. Wir drücken fest die Daumen, dass Skipy noch mehr an Selbstbewusstsein gewinnt und es ein zufriedenes Miteinander wird. Geduld und Einfühlungsvermögen haben diese Menschen schon bewiesen.

Das Tierheim verlassen durften außerdem die Chinchilla-Mädchen Lilly und Fluffy. Beide wurden ja bereits einmal aus Zeitmangel an uns zurück gegeben, nun hoffen alle Beteiligten, dass der neue, wirklich tolle Platz von lebenslanger Dauer ist.

Und dann gab es noch ein Tier, welches an diesem Tag dringend unsere Hilfe benötigte. Am Straßenrand außerhalb von Ortschaften hockte eine weiß-schwarze Katze, so nah, dass ein LKW sie um ein Haar erfasst hätte. Aber das Tier blieb regungslos sitzen. Da stimmt was nicht, das war klar. Also das Auto abgestellt, hingelaufen, angeschaut. Wieder kein Fluchtverhalten. Die Katze ließ sich widerstandslos hochnehmen, sie war unfassbar dünn, absolut dehydriert, ihr Ohr blutete, sonst schien sie unversehrt. Sie wurde eingeladen und schnellstens zum Tierarzt gebracht. Dort kam sie sogleich an die Infusion und wurde von den zahlreichen Parasiten befreit. Eine Blutentnahme folgte, ein erster Nierentest ergab keine Unregelmäßigkeiten. Das war schon mal gut. Auf die anderen Werte müssen wir noch warten. Nun hoffen wir, dass diese arme, ältere Katze überlebt und es mit ihr aufwärts geht.

 

12.10.2018

Und wieder die alte Leier. Man bat uns um Aufnahme eines Hundes, da die Besitzerin zum Pflegefall wurde. Der kleine schwarze Mischling Blacky blieb übrig. Obwohl die Verwandten sogar im selben Haus wohnten, sah sich niemand imstande dem fast 15 jährigen Hund noch ein paar Jahre in seiner gewohnten Umgebung zu vergönnen. So boten wir dem ungefähr cockerspanielgroßen Hund Obdach. Blacky zeigt sich vorsichtig, aber durchaus freundlich. Sein Gehör hat über die Jahre schon nachgelassen und aus dem gänzlich ergrauten Gesicht schauen treue ebenso ergraute Äuglein in die für ihn fremde Welt. Es bricht uns das Herz, wenn man ihn weinen und jammern hört. Nur wenn jemand die Zeit erübrigt, sich zu ihm setzt und ihn krault, scheint er seinen Verlust für einen kleinen Moment zu vergessen.  

 

11.10.2018

Gleich zwei Stationen durften wir anfahren, um Tiere von uns glücklich zu machen. Die erste Station liegt absolut paradiesisch in Liegau-Augustusbad und ist in Zukunft das Domizil des Katers Charly. Dieser erkannte offenbar auch gleich, welchen Volltreffer er gelandet hatte. Voller Selbstbewusstsein mit steil gestelltem Schwanz marschierte Charly durch das Erdgeschoss. Ab und zu ein kleiner Abstecher zum Futternapf, oh lecker! Dann wandte sich Charly wieder den Menschen zu, strich um die Beine, gab voller Inbrunst Köpfchen, schnurrte und legte sich dann mit eingeklappten Pfötchen mitten in den Raum. Pascha pur - einfach herrlich. Der stattliche Kater wird ein tolles Leben haben, davon sind wir fest überzeugt.

Zur zweiten Station ging die Fahrt nach Radeberg. Dort wartete ein einsames Meerschweinchen namens Toffy in einem ultragroßen, wunderschönen Gehege auf die Gesellschaft von Artgenossen. Diese brachten wir mit. Bevor Hans-Ole und Franz Herbert in den neuen Lebensraum gesetzt wurden, kam noch ein Napf mit frischem Gemüse rein, der etwas für Ablenkung sorgen sollte. Dies erweist sich bei einer Vergesellschaftung stets als hilfreich. Und so war es auch diesmal. Während Toffy noch schnorpste, liefen "unsere" Beiden schnurstracks in ein Häuschen und schauten sich das Ganze erstmal aus dem Versteck an. Anschließend wurde Tuchfühlung aufgenommen, die zwar mit einer gewissen Geräuschkulisse verbunden war, aber sonst friedlich verlief. Wir hoffen, die drei kastrierten Böckchen werden gute Freude. Das Ringsrum stimmt jedenfalls zu 100 Prozent.

 

10.10.2018

Gegen Mittag war die Tierärztin im Haus. Als ersten Tagesordnungspunkt widmeten wir uns der Impfung von den vier Katzen Gustl, Bastl, Putzi und Wanda. Alle ließen sich widerstandslos untersuchen und waren Gesund, sodass sie zum Schluss geimpft werden konnten. Besonders lobte unsere Tierärztin die dreifarbige Gustl, die einfach tiefenentspannt auf ihrem Kissen liegen geblieben ist, sich den Bauch kraulen ließ und während sie das Herz abgehorcht bekam. Bei welcher Katze ist das für einen Tierarzt schon möglich? Weiter ging es zum impfen der Hunde. Langzeitinsassin Fenny erstarrte bei der Untersuchung zur Salzsäule, erst als wir sie zur Ablenkung etwas streichelten, traute sie sich wieder zu atmen. Im Anschluss folgen noch Balou, Fozzy und der Neuankömmling Marco, die geimpft werden konnten. Auch der kleine fast haarlose Goofy hätte seine Impfung bekommen sollen, doch der kleine Kerl hat eine Fistel an der Pfote, die erst behandelt werde muss. Nun muss der Frechdachs erst einmal Trichter tragen, damit er nicht an der Pfote leckt. Besondere Bettruhe muss Goofy zum Glück nicht halten - das hätte dem Wirbelwind auch gar nicht in den Kram gepasst. Wir hoffen, dass die Schwellung an seiner Pfote bald abheilt.

 

09.10.2018

Gleich zwei Miezen wurden am Vormittag in eine Transportbox verfrachtet. Offenbar glaubten beiden, es geht zum Tierarzt und so hörte man lauten Katzenjammer aus den Kistchen ertönen. Was die beiden Kater Steffen und Kenny aber nicht wussten, war, dass die Reise ins schöne Müglitztal in ihr neues Zuhause ging. Dort angekommen war Kenny heilfroh aus der Transportbox zu kommen, schaute sich kurz um, stellte fest das ihm alles fremd ist und verkroch sich erst einmal. Angestachelt von Kennys "Mut" verließ auch Steffen die Box, um sich ebenfalls gleich zu verkrümeln. Wir hatten also erst einmal Zeit, um uns dem vertraglichen Teil zu widmen. Dabei fiel positiv auf, wie liebevoll und katzenfreundlich der ganze Wohnraum eingerichtet war. Drei deckenhohe Kratzbäume wurden extra für Kenny und Steffen neu besorgt. Ihnen soll es schließlich an nichts fehlen. Auch die nahe Umgebung schien risikoarm für Katzen zu sein und sollte den beiden Katern viel Freude bereiten. Tja, nun fehlen nur noch Kenny und Steffen, die aus ihrem Versteck herauskommen und ihr neues Revier voll in Beschlag nehmen.

 

08.10.2018

Nach jedem Hoch folgt ein Tief. Der hübsche Rüde Marco, den wir 2016 vermitteln konnten, musste zurück ins Tierheim. Über den Abgabegrund wurden hier unterschiedliche Angaben gemacht. Erst hieß es, er hätte den Nachwuchs angeknurrt, wobei die Leute selbst den Rüden als kinderlieb beschrieben haben. Danach wurde gesagt, man hätte zuviel Arbeit und zu wenig Zeit für den Hund. Was nun wirklich stimmt, werden wir nicht erfahren. Große Trauer war von Marcos Seite aus nicht zu erkennen. Der nun dreijährige, bildschöne Hund wird ganz gewiss eine nächste Chance bekommen. Wir bleiben optimistisch.

 

06./07.10.2018

Die Glückssträhne setzte sich fort - jipi!

Derjenige, der nun davon profitierte, war der schneeweiße Kater Müffchen. Sein Umzug war mit einer längeren Fahrt verbunden, denn Müffchen zog bei Frau H. in München ein, welche bereits unsere Katzen Fundy und Murmel in ihrem letzten Lebensabschnitt beherbergte. Diesen Traumplatz durfte am Wochenende der 14jährige Müffchen einnehmen und das war für ihn so wichtig! Das taube Tier wurde Ende Juni diesen Jahres nach dem Tod seiner lieben Omi aus der gewohnten Umgebung gerissen. Im Tierheim schien er wirklich verloren, genau solche Katzen geben sich irgendwann auf. Frau H. kam dem zuvor und bereits in den ersten Stunden als Bayer zeigte Müffchen, was das für eine herrliche Fügung ist. Er verzog sich nicht unters Bett und fauchte, so wie es alle erwartet hatten - nein, Müffchen marschierte durchs Haus, suchte die Nähe seines neuen Frauchens und saß am Abend sogar im Bett. Das ist wirklich der Hit. Wir sind unbeschreiblich glücklich und umarmen Frau H. aus der Ferne für ihre erneute Bereitschaft, einer alten Katze ein so wunderbares Zuhause zu geben.

 

05.10.2018

Wir können wohl davon sprechen, dass wir gerade eine echte Glückssträhne haben. Erneute konnten wir eine Hündin aus unserem Tierheim in ihren neuen Lebensabschnitt entlassen. Eine nette Frau, die bereits vor einigen Jahren einen Hund aus unserer Obhut übernahm, rief an und bekundete ernsthaftes Interesse an der hübschen Ophelia. Kurz zuvor war der Rüde Kamil, den wir damals nahezu haarlos in einem polnischen Tierheim entdeckten, mitnahmen und bei uns aufpäppelten, bei der netten Dame an einem unheilbaren Tumor verstorben. Lange sollte dieser Platz nicht leer bleiben und so kam sie aus Bayern zu uns gefahren, um Ophelia kennenzulernen. Die blonde Hündin freute sich ein Loch in den Bauch, dass endlich jemand nur für sie kam. Schon war es, um die Interessentin geschehen und der Entschluss stand fest, Ophelia ein neues Zuhause zu geben. Wir freuen uns darüber Hund und Frauchen so im Glück zu sehen, und wünschen den beiden viele glückliche Jahre miteinander.

 

04.10.2018

Eine ganz besondere Vermittlung ist uns gelungen. Der kleine mittlerweile neunjährige Rüde Max durfte mit uns nach Berlin fahren, wo er von einer netten hundeerfahrenen Dame und ihrem kleinen JRT-Beagle-Mischling erwartet wurde. Mehrfach haben sie den langen Weg aus der Hauptstadt zu uns auf sich genommen, um Max besser kennenzulernen. Lange Gespräche wurden geführt, da Max doch ein sehr spezieller Hund ist und alle Eventualitäten besprochen. Doch all seine Ecken und Kanten, hielten die Dame nicht davon ab, ihr Herz an den kleinen Kerl zu verschenken. Diese positive Einstellung und die vorhandene Erfahrung mit "anspruchsvollen" Hunden ließen uns den Schritt gehen. So wurde Max nun durch uns zum dritten und hoffentlich letzten mal vermittelt. 

Natürlich war Max sehr aufgeregt, hechelte viel aber ließ sich vom Großstadttrubel erst einmal nicht sonderlich beeindrucken. In der Wohnung wälzte er sich genüsslich auf dem Teppich und freute sich auch gleich über die angebotene Kaustange. Wir hoffen inständig, dass dieser positive Start nur der Anfang einer langen, aufreibenden aber am Ende doch, glücklichen Geschichte ist und Max nie wieder zurück ins Tierheim muss.

 

03.10.2018

Ein neues und wahrhaft ungewöhnliches Zuhause hat nun unser Hund Hanno. Er wohnt direkt über einem Autohaus, also faktisch über der Waschanlage. Aber keine Sorge, es ist wirklich eine Top-Wohnung! Wir waren sehr angenehm überrascht. Nachdem Hanno vom neuen Herrchen die Treppe hochgetragen wurde, weil er natürlich diese nicht laufen wollte, erblickten wir ein sehr geräumiges Gehege für Meerschweinchen, welches ganz artgerecht mit Naturmaterial ausgestattet war und zwei der kleinen Tierchen beherbergte. Gleich erstmal "Daumen hoch" für diese Haltung. Und auch Hanno schien das gute Karma zu spüren, er war entspannt und neugierig in der Wohnung unterwegs. Das hatten sowohl wir als auch Hannos neue Familie anders erwartet. Der erste Schritt ist also gemacht, wir sind optimistisch, dass sich Hanno in die Familie gut einlebt und das Zusammensein mit den beiden kleinen Kindern irgendwann richtig klasse findet. An Verständnis aber auch an klaren Regeln fehlt es jedenfalls nicht.

 

02.10.2018

Und wieder können wir von einer schönen Vermittlung berichten. Jeany mit den schönen Augen durfte umziehen. Ganz still und brav ging die Fahrt vorüber. Am Ziel angelangt wollte sie dann gar nicht aus dem Auto aussteigen aber wir konnten sie letztlich doch überzeugen. Mit einer gesunden Portion Vorsicht aber ebenso viel Neugierde erschnupperte sie die Gegend. Jedes Grasbüschel und jede Häuserwand wurde genau untersucht, sodass wir fast nicht vorwärts kamen. Dabei ließ sie sich, zu unserem erstaunen, weder von spielenden Kindern, vorbei brausenden Autos noch einer Seniorengruppe, von ihrem Vorhaben ablenken. Prima! Auch in der Wohnung erkundete das Näschen jede Ecke, immer mit einem kleinen Abstecher bei Herrchen und Frauchen, um sich ein Leckerlie abzuholen. Als wir die Formalitäten klären wollten, legte sich Jeany zu unseren Füßen unter den Küchentisch und hielt ein Nickerchen. Verträge können wohl sehr ermüdend für einen Hund sein sein. Wir freuen uns jedenfalls sehr darüber, dass Jeany nette und geduldige Leute gefunden hat, die bereit sind mit ihr zusammen die große, weite Welt zu entdecken.

 

01.10.2018

Ein einsames Herzchen ist nun nicht mehr allein. Wir sind überaus froh, dass Don Quijote nach dem Tod seiner lieben Gefährtin Conchita nicht lange auf eine neue Partnerin warten musste. Genauer gesagt sind es sogar zwei Mädels, die er in Zukunft umgarnen kann. Eine davon heißt Cloe und war auch einmal in unserer Obhut. Nun darf das Trio gemeinsam durch das schönste Kaninchengehege hoppeln, welches wir je gesehen haben. Es ist ein großer, gesicherter Abenteuerspielplatz und daran ein wärmegedämmtes, geräumiges Haus, ähnlich eines Gartenhäuschens. Das Ganze steht in einem kleinen Wäldchen am Wohnhaus, einfach perfekt. Da hat Don Quijote wahrhaft den Jackpot geknackt. Herzlichen Dank, dass er in dieses Paradies einziehen durfte. Wir drücken die Daumen für eine problemlose Vergesellschaftung.

 

29./30.09.2018

Am Samstag gab es einen besonders großen Glückspilz und der heißt Lara. Zu zweit hoben wir die imposante Hündin in unser Tierheimauto und ab ging die Fahrt nach Bischofswerda. Dort wartete am Gartentor schon ein älteres Ehepaar, welches Lara liebevoll begrüßte. Wir drehten gemeinsam eine Runde im Garten, was die Hündin sogleich zum pfützeln nutzte. Top! Dann ging es ins Haus, wo Lara die drei Stufen mit Bravour meisterte. Auch das war ja keine Selbstverständlichkeit. Lara, Du bist die Beste. Während die Formalitäten erledigt worden, lag die große Hündin neben uns in der Küche, ihre aufgeregte Atmung wurde zusehends ruhiger. Mit einer großen Portion Verständnis und Geduld ausgestattet, möchten diese lieben Menschen der älteren Lara einen schönen Lebensabend bereiten. Sie freuen sich darauf, wieder 4x am Tag an die Luft zu "müssen", das hat ihnen nach dem Ableben des vorigen Hundes so sehr gefehlt. Es wäre wirklich wünschenswert, dass es mehr Menschen mit einer solchen Einstellung gibt, die einem 13 jährigen Hund ein gemütliches Zuhause geben und betonen, dass sie ja selbst auch nicht mehr die Jüngsten sind und der Hund sie nicht überleben soll. Hochachtung dafür! Und die besten Wünsche für eine wunderbare gemeinsame Zeit.

 

28.09.2018

Der hübsche Kater Salomon mit dem weichen Fell hatte heute seinen großen Tag. Er wurde auserwählt und durfte zu einer tierlieben älteren Dame ziehen. Aufmerksam wurde sie auf uns und damit auch auf Salomon, durch ihren Verwandten, die bereits eine Katze aus unserer kleinen Einrichtung übernommen haben. Als sich Salomons Tansportbox öffnete, suchte er sich rasch ein sicheres Versteck. Die nette Dame erklärte uns, dass dies wirklich kein Problem für sie ist, da ihre leider verstorbene Katze ihr Leben lang scheu und ängstlich war. Das macht Hoffnung, dass Salomon dasselbe Verständnis entgegen gebracht wird, obwohl wir natürlich hoffen, dass er sich bald eingelebt hat und dann erkennt, wie sehr sein neues Frauchen ihn liebt.

 

27.09.2018

Zur zweiten Tierarztvisite im September konnten wir gleich 9 Katzen impfen lassen. Alle waren in gutem gesundheitlichen Zustand, sodass nichts gegen die Impfung sprach. Lediglich die moppelige dreifarbige Mieze Gustl hat Ohrmilben, was wir in den kommenden Tagen mit Ohrentropfen behandeln werden. Auch der Zahnstatus von Nachtkatzenmix Jimbo zeigte ein gewisses Defizit, sodass er in den kommenden Wochen einer Zahnsanierung unterzogen wird. Übrigens erregten die beiden beinahe haarlosen Miezen auch bei unserer Tierärztin aufsehen. Noch nie hatte sie solche Tiere in natura gesehen. Man lernt eben nie aus.

Etwas weniger erfreulich ist die Tatsache, dass wir bei einem Jungtier von Mieze Miri einen relativ großen Nabelbruch festgestellt haben. Allzu lange sollten wir nicht damit warten, meinte unsere Tierärztin. Wie so oft rückte zum Schluss unser Bürokater Markus in den Fokus. Sein Mäulchen war wunderbar abgeheilt und es bedarf keiner weiteren Behandlung. Das freut nicht nur uns, sondern auch Schmusekönig Markus.

 

26.09.2018

Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereines. Zur Freude des Vorstandes erschienen diesmal die Mitglieder recht zahlreich und die Zusammenkunft entwickelte sich zu einer angeregten Gesprächsrunde. Die Rechenschaftsberichte der Vorsitzenden und des Schatzmeisters waren überwiegend positiver Natur und wurden von den Mitgliedern entsprechend gewürdigt. Die Revisionskommision konnte fehlerfreie und sorgfältige Buchführung bescheinigen. Zur notwendig gewordenen Wahl eines neuen Vorstandsmitgliedes meldeten sogar zwei Kandidaten Bereitschaft an, was auch keine Selbstverständlichkeit ist. Mit einem einstimmigen Ergebnis wurden der Vorstand gewählt bzw. im Amt bestätigt. Für die Pläne des kommenden Geschäftsjahres signalisierten einige Mitglieder bereits ihre Hilfsbereitschaft. Alles in Allem eine wirklich positive Stimmung, die motivierend für die Zukunft wirkt.

 

25.09.2018

Aufgrund der nächtlichen Temperaturen haben wir ein bisschen aufgerüstet. Ein großes Bündel Stroh wurde den Schafen in ihrem Schutzhäuschen verteilt. Neugierig beäugte die Bande das treiben, um danach gleich einmal an den Halmen zu kosten. Auch unser Schweinemann Marius bekam eine dicke Lage Stroh in sein Häuschen, wo er in letzter Zeit immer die Nacht verbringt. Die kalten Temperaturen scheinen dem kastrierten Eber nicht gut zu bekommen. Immer öfter lässt er sich zum Futter bitten. Dabei geben wir uns die größte Mühe ihm ein schmackhaftes Mahl zu bereiten. Gekochter Reis mit Gemüsebrühe, Kohl und andere Leckereien landen regelmäßig für Marius im Kochtopf. Dazu gibt es natürlich immer leckere Eicheln, Obst und Gemüse. Tausende seiner Artgenossen kommen nicht in solch einen Genuss, dabei sind diese intelligenten, feinfühligen Wesen so viel mehr als nur ein "Nutztier". Unser Marius soll es gut haben, solange er bei uns ist. Das haben wir ihm versprochen.

 

24.09.2018

Mit großer Bestürzung und Traurigkeit müssen wir  schreiben, dass Katze Josie gestern in der Tierklinik erlöst werden musste. Ihre Nieren nahmen die Funktion trotz Infusion und bester medizinischer Versorgung nicht wieder auf, Josie verweigerte jegliche Nahrungsaufnahme. Sie gab sich auf, es blieb nur noch diese letzte Hilfe. Ob ihr ehemaliges Frauchen das verkraftet, bleibt offen. Sie hing so sehr an ihrer Josie, musste die geliebte 12-jährige Katze wegen einer Rücken-OP in unsere Obhut geben. Kein Mitmensch aus ihrem Umfeld war bereit, die Versorgung von Josie für einige Wochen vor Ort zu übernehmen (siehe "Was gestern geschah" vom 28.07.2018). Vermutlich ist es den meisten Menschen nicht bewusst, welches Trauma der Umzug in ein Tierheim bei einer älteren Katze auslöst. Josie war allein, erst in der Quarantäne, dann auch im Katzenhaus. Die wirklich lieben Artgenossen dort  konnten ihre Lebensgeister nicht wecken, ihr geliebtes Frauchen nicht ersetzen. Wir auch nicht. Es ist so bitter. Ruhe in Frieden, süße kleine Josie.

 

22./23.09.2018

Und täglich grüßt das Murmeltier...

Am Samstag wurden erneut zwei ältere Katzen bzw. Kater in unsere Hände gegeben mit dem immer wiederkehrenden Grund, dass die Besitzerin ins Pflegeheim musste. Es fällt uns langsam schwer, das zu ertragen. Gibt es denn keine Verwandten, die sich der Tiere annehmen können? Bleibt wirklich nur der Weg ins Tierheim, in dem diese älteren, liebebedürftigen Katzen dann oft eine lange, traurige Karriere vor sich haben? Wann wird schon mal eine Katze vermittelt, die älter als 8 Jahre ist? Wie es mit den Neuzugängen vom Samstag wird, sind wir besonders gespannt, denn es sind tatsächlich besondere Katzen. Nacktkatzen-Mischlinge nämlich, beide 9 Jahre alt. Der Kleinere von ihnen heißt Flocke und das, obwohl er lediglich an einer Seite ein kleines Büschel Fell hat, ansonsten ist er komplett nackt. Flocke - also ehrlich, wäre wohl eher ein Name für einen Perser oder so. Sein Leidensgefährte hört auf den Namen Jimbo und hat ein wenig mehr Behaarung. Beide sind sehr zutraulich und lieb, hängen außerdem tüchtig aneinander. Bedeutet: sollten möglichst nicht getrennt werden. Das macht die Vermittlung nicht einfacher. Wir geben uns wirklich alle Mühe, bekommen aber leider zu oft zu hören, dass diese Katze "viel zu alt" ist. Bitter, denn gerade diese Senioren brauchen so dringend die warme Gemütlichkeit einer menschlichen Wohnung.

 

21.09.2018

Katerchen Markus hat die Ruhe der Nacht genutzt, wärmte sich am Vormittag noch einmal richtig in der Sonne auf und war am Nachmittag wieder ganz der Alte. Zu unserer Freude verputzt er gierig jede Portion, die wir ihm anbieten.

Leider mussten wir aber erneut zum Tierarzt fahren. Diesmal an Bord: Katze Josie. Ihr schien es wirklich nicht gut zu gehen, sie kam nicht zum fressen und lag nur im Körbchen. Da schrillten die Alarmglocken bei so einer alten Mieze. Scheinbar hat sie sich eine Erkältung eingefangen und wird nun stationär behandelt. Wir hoffen inständig, dass es nichts Ernstes ist und wir sie bald wieder gesund und munter abholen dürfen.

 

20.09.2018

Unser Bürokater Markus hatte mal wieder einen Termin in der Tierklinik. Nachdem uns sein "Muffelmäulchen" aufgefallen war und die Tierärztin bei ihrer Runde letzte Woche im Heim anmerkte, dass Markus unbedingt zur Zahnsanierung sollte, war es nun soweit. Am Vormittag brachten wir den Kater hin, er war vorher medikamentös gut abgesichert worden wegen seiner chronischen Darmentzündung. Wie man uns dann am Abend bei der Abholung mitteilte, mussten fast alle Zähne gezogen werden. Außerdem saß noch eine vereiterte abgebrochene Zahnwurzel in der Tiefe des Kiefers, welche natürlich ebenfalls entfernt wurde. Es ist für Markus ganz wichtig, dass so wenige Bakterien wie möglich in seinen Darm gelangen, daher ist ein gesundes Mäulchen unerlässlich. Der Arme saß dann ganz betröppelt im Büro und sabberte vor sich hin. Ganz bestimmt sieht die Welt morgen schon wieder besser aus, wir werden Markus mit Streicheleinheiten ablenken und verwöhnen.

 

19.09.2018

Nachdem der Besitzer dreier Katzen bettlägerig geworden war und sich die Angehörigen nicht mehr um die Tiere kümmern wollten, wurden uns die Katzen übergeben. Die Freigängerkatzen sind im Alter von 6-11Jahren und verstehen nicht, wieso sie aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wurden. Leider fühlten sich die Verwandten nicht imstande uns die Tiere persönlich zu übergeben, es wurde nur der Nachbar geschickt, der leider keinerlei Auskünfte über die Tiere geben konnte. Wir fangen also quasi bei Null an, was wirklich bedauerlich für die Tiere ist. Und wieder ist es an uns, trauernde Tiere aufzubauen und ihnen die Hoffnung auf ein neues Zuhause zu geben.

 

18.09.2018

Erfreuliche Nachrichten aus der Tierklinik. Katze Mo darf abgeholt werden. Sie war auf Station völlig unauffällig, hat gefressen und ordentlich Kot abgesetzt. Das Einzige was auffiel war, dass Mo sich nicht richtig putzt. Es wurde also eine 5-minütige Inhalationsnarkose angeordnet, um noch einmal die komplette Maulhöhle inklusive Zunge genauestens anzuschauen, ob es vielleicht daher rührt. Auch die Halswirbelsäule wurde noch einmal akkurat geröntgt, doch es konnte keine Erklärung gefunden werden. Nun gab es die Order, wir sollen Mo bürsten. Das wird die scheue Katze wohl nicht mitmachen. Aber wir sind froh, dass sich der Verdacht eines Tumors nicht erhärtet hat.

 

17.09.2018

Unser Name ist Programm: "Hoffnung für Tiere". Auch heute hat sich wieder bewahrheitet, dass man die Hoffnung nie aufgeben sollte und sie Realität werden kann. Die Glücklichen diesmal: Koko und Kiwi. Durch Zufall und eigentlich auf der Suche nach einem anderen gefiederten Gefährten fiel der Blick auf die beiden im März abgegebenen Wellensittiche. So lange ohne Interessenten? Ein Zustand, der sich ändern musste. Die Familie entschied: Gegebenheiten, Platz und die nötige Erfahrung waren bereits vorhanden, also wollten sie die beiden in ihrer "bunten Truppe" aufnehmen. Koko und Kiwi empfanden die Umsetzung in die Vogeltransportbox wie erwartet nicht so genial und meckerten erst einmal. Während der etwa 2stündigen Fahrt hörte man sie zwischendurch immer wieder zwitschern. Zum Glück war es erstens nicht mehr so heiß und zweitens kamen wir zügig voran. Am neuen Wohnort der beiden angekommen, trauten wir unseren Augen kaum. So ein Paradies. Ländlich an der Saale gelegen befand sich das Grundstück auf einem alten Weinberg. Unten, vorn am Eingang, war ein Teich für die Frösche angelegt, dann folgten viele liebevoll gestaltete Beete hinauf und ganz oben war neben dem Wohnhaus die riesige Voliere, aus welcher uns fröhlicher Vogelgesang begrüßte. Wahrlich ein bunter Mix aus Sittichen, Kanarien, Finken und vielem Grün. Es wurden sogar eigens für die Vögel verschiedene Beerensträucher angepflanzt, damit diese sich selbst versorgen können. Wir waren so sehr begeistert und wollten am liebsten auch dort bleiben. Koko und Kiwi hatten erst einmal zu tun, das alles zu begreifen, durchzuatmen und erste vorsichtige Tuchfühlung mit den Bewohnern zu nehmen. Es herrschte trotz der neuen Situation keine Anspannung oder übermäßige Aufregung bei allen. Mit einem positiven bleibenden Eindruck und Wärme im Herzen bedankten wir uns bei der Familie und wünschen eine glückliche sonnige Zukunft.

 

15./16.09.2018

Die beiden Hunde Bonny und Gabriel bekamen Besuch von Ihren Patentanten. Es wurde viel gestreichelt, geknuddelt und gespielt. Und auch die anderen Hunde gingen nicht leer aus. Peggy hat sich ausgiebig bürsten lassen, für Max wurde das eine oder andere Stöckchen geworfen und auch Fulga präsentierte den Bauch, um sich genüsslich kraulen zu lassen. Als i-Tüpfelchen brachten die lieben Paten auch einiges zu beißen für Mensch und Tier mit. Wunderbar!

 

14.09.2018

Wieder wurden uns zwei Kaninchen übergeben. Grund dafür war, dass es Familienzuwachs gab. Jetzt rollt man innerlich mit Augen und denkt sich: "nicht schon wieder". Doch hier liegt der Fall anders. Vor fünf Jahren wurde der Abgeberin attestiert, dass sie niemals Kinder bekommen kann, worauf hin sie sich entschloss, zwei Kaninchen bei sich aufzunehmen und ihnen ein wunderschönes Leben zu bieten. Den beiden Tieren fehlte es an nichts, viel frisches Futter, täglich Auslauf, Schmuseeinheiten, wenn die Tiere wollten und auch regelmäßige Tierarztbesuche fanden statt. Nun fand Mutternatur aber einen Weg und die Abgeberin bekam doch ein Kind. Schmerzlich musste sie nun feststellen, dass ihr die Zeit fehlt, sich in ausreichender Form um die Tiere zu kümmern. Diesen Zustand wollte sie nicht länger hinnehmen und rang sich dazu durch, die beiden netten Kaninchen in unsere Obhut zu übergeben. Unter Tränen wurden uns Klopfer und Schnucki übergeben und hoffen hier auf ein neues liebevolles Zuhause.

 

13.09.2018

Gleich am Morgen hatte unser Seniorrüde Andrew und die schüchterne Mieze Mo einen Termin in der Tierklinik. Bei Andrew wurde eine Zahnsanierung durchgeführt und zwei Zubildungen im Maul entfernt. Alles ging zügig vonstatten und Andrew durfte am Nachmittag schon wieder zurück. Bei Mo lag der Fall anders. Die zurückhaltende Katze hat in den letzten Monaten struppiges Fell bekommen und abgenommen. Wir veranlassten also, dass sie in der Klinik in Narkose gründlich untersucht wurde, um zu erfahren, welches Problem sie plagt. Am Nachmittag bekamen wir eine erste Auswertung. Es scheint sich um ein Problem im Darm zu handeln, im schlimmsten Fall sogar ein Tumor. Mo wird nun erst einmal eine Woche auf Station beobachtet und auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung gewartet. Drücken wir die Daumen, dass es nichts derart dramatisches ist.

 

12.09.2018

Bei bestem Wetter begannen wir die routinemäßige Tierarztrunde. Angefangen bei Goofy und Fozzy, die uns aus schlechter Haltung übergeben wurden. Die Tierärztin war sehr zufrieden: die Kastrationswunde war gut verheilt, das Fell glänzte wieder, sie hatten ein gesundes Gewicht zugelegt, sodass man die Wirbelsäule nicht mehr sehen kann und vor allem haben wir keine Flöhe mehr gefunden. Es sprach also nicht dagegen, die beiden impfen zu lassen. Der große Fozzy und der kleine Goofy waren so happy über das nette Beisammensein und gekrault werden, dass sie vom eigentlichen Pieks gar nichts mitbekommen haben. Ein kleiner Fakt am Rande: wir fanden bei der Zahnkontrolle heraus, dass dem kleinen Goofy einfach beide oberen Eckzähne fehlen. Ob die bei seinen Vorbesitzern gezogen wurden oder er einfach von Natur aus nie welche hatte, werden wir wohl nicht erfahren.

Weiter ging es zu dem schäferhundgroßen Mischling Balou, der uns aus einer anderen erbarmungswürdigen Haltung übergeben wurde. Verlegen aber freundlich wedelte er mit dem Schwänzchen zwischen den Beinen, ließ sich gründlich untersuchen und anschließend impfen. Und da Balou so tapfer war, bekam er nach der Spitze auch ein Leckerli. Nach all diesen hübschen, netten, gesunden Hunden war unsere Tierärztin schon ganz verzückt. Das hielt auch in der Katzenquarantäne an, wo lauter tapsig, schnurrende Katzenbabys derzeit warten. Geimpft wurde allerdings nur ein Jungtier, welches gefunden wurde und bereits alt genug ist. Einen kleinen Dämpfer gab es zum Schluss dann doch: Bürokater Markus sollte zur Zahnsanierung. Ein paar der Beißerchen sehen nicht mehr so brillant aus, sodass Markus zuletzt Mundgeruch entwickelt hatte.

 

11.09.2018

Kurz nach dem Border Collie Charly konnte auch seine Freundin Jana in ihr neues Zuhause umziehen. Nun lebt sie künftig in mitten der wunderschönen Sächsischen Schweiz die zu ausgedehnten Wanderungen einlädt. Wenn das nicht eine deutliche Verbesserung zu ihrem tristen Zwingerleben darstellt. Wir gingen ein kleines Stück an der Elbe entlang und dann den Berg hinauf, bis Jana in ihrer Sommerresidenz angekommen war. Bis dorthin hatte Jana allerdings schon eine Menge zu schnuppern, immerhin hingen überall die Gerüche von Touristen und deren Hunden. Aber ebenso gründlich untersuchte Jana dann das Grundstück, nachdem sie ihr neues Frauchen begrüßt hatte. Ein besonderer Eyecatcher war das "Hunde-Auto". Ein ausrangierter PKW, den die ehemaligen Hunde von netten Dame so sehr mochten, dass die Frau es nicht über das Herz brachte, das Auto verschrotten zu lassen. Nun steht es da, mit verblichenen Lack und platten Reifen, als Rückzugsort, Schattenspender und Spielplatz nur für die Hunde. Dabei ist der große Garten schön bewachsen mit Sträuchern und Hecken. Für Jana gab es dann gleich noch ein Schweineohr, welches sie freudig auf die Wiese trug und dort genüsslich verspeiste. Als der Papierkram erledigt war und wir uns verabschieden wollten, gab es doch noch ein kleines Missverständnis. Jana dachte, dass sie nach dem netten Ausflug wieder mit uns gehen muss und stellte sich brav wartend ans Törchen. Wir konnten sie dann aber doch noch davon überzeugen, dass es besser ist, wenn wir ohne sie wieder ins Tierheim fahren.

 

10.09.2018

Wir waren wieder gefragt, als es um die Aufnahme einer Fundkatze ging. Das Tier wurde ein paar Orte weiter von einer netten Dame aufgegriffen. Als die augenscheinlich alte Mieze im Tierheim ankam, war sie sichtlich gestresst, fügte sich aber widerstandslos der Situation. Da wir Kontakt zu einer Tierfreundin pflegen, die in der Nähe des Fundortes der Katze wohnt, fragten wir nach, ob sie die Katze kennen würde. Und siehe da, die Besitzerin der zahnlosen Seniorenkatze, konnte ausfindig gemacht werden. Leider war diese aber überhaupt nicht begeistert davon, dass jemand einfach ihr Tier ins Tierheim gebracht hat und so ernteten wir für unseren Einsatz keinen Dank. Wir trösten uns mit dem Gedanken, dass die Katze nun wieder in ihrer gewohnten Umgebung ist.

 

 

08./09.09.2018

Manchmal hat man so ein Gefühl und muss immer wieder an ein Tier denken. Diesmal war es Kaninchendame Conchita die in unseren Gedanken war. Es schien ihr nicht gut zugehen. Wir verabreichten ihr ein paar Vitamine, polsterten ihr Gehege weich aus, sorgen dafür das sie immer etwas leckeres zu beißen fand. Doch am nächsten Tag ging es ihr noch schlechter, sodass wir mit ihr zum Tierarzt fuhren. Leider konnten auch die Mediziner nichts mehr für unsere Conchita tun, außer sie zu erlösen. Es ist jedes mal eine Tragödie, wenn ein Tier von dieser Welt gehen muss. 

 

07.09.2018

Das neue Chinchillahaus wurde nun möbliert und von seinen neuen Bewohnern in Besitz genommen. Nachdem alle Bauarbeiten beendet wurden, neue Kletterregale gebaut, eine Menge Häuschen und andere Versteckmöglichkeiten eingerichtet wurden, haben wir gestern unsere Chinchillas in ihren neuen Lebensraum entlassen. Die nachtaktiven Tiere machten zuerst keine Anstalten ihre gewohnte Umgebung zu verlassen, sodass wir einige Geduld aufbringen mussten. Erst als wir sie mit Apfelchips etwas lockten, wurden sie munter und begannen das Gehege zu erkunden. Die ersten Annäherungsversuche von Muffin und den drei Mädels verliefen sehr friedlich. Wir sind glücklich, dass dieses große Projekt einen so fantastischen Erfolg hat.

 

06.09.2018

Kaum auf unserem Hof integriert verließ uns heute schon die kleine niedliche Hündin Mona Richtung neues Zuhause. Als Tierpfleger Mario sie aus dem Mittagsschlaf holte, war Mona entsprechend unmotiviert und wollte gar nicht mitgehen. Erst als die kleine Dame in Dresden ankam und ihre neuen Dosenöffner erblickte, hob sich ihre Laune und ihr Schwänzchen gleichermaßen. In der Wohnung war in Pfötchenumdrehen alles erkundet, als Mona auch schon ihr eigenes kleines Buffet entdeckte. Nachdem das Bäuchlein voll war, wälzte sie sich noch einmal genüsslich auf dem Teppich, erklomm dann das Sofa und hielt ein Nickerchen. Wir wünschen Mona und ihren neuen Besitzern viele glückliche Jahre miteinander.

 

05.09.2018

Die fünf kleinen Hunde aus Rumänien, welche wir zuletzt aufnahmen, waren so weit bei uns angekommen, dass wir befanden, es wäre ein guter Zeitpunkt sie in unserem Hofrudel zu integrieren. Wie zu erwarten, funktionierte es wunderbar. Das Leben unter Artgenossen kennen die Tiere besser als alles andere. Es war sehr niedlich anzusehen, wie die Fünf vorsichtig das ganze Gelände mit der Nase erkundeten, sich das ein oder andere mal vor den Katzen im Gehege erschrocken haben. Nachdem die erste Aufregung verflogen war, sah mal die fünf Nasen in unterschiedlicher Besetzung balgen und spielen. Solch drollige Gesellen finden doch hoffentlich recht schnell ein Zuhause.

 

04.09.2018

Unser lieber Rüde Charly hatte das Glück und musste nicht allzu lange im Tierheim warten. Nachdem er die letzten 3 Jahre ein entbehrungsreiches Leben im Zwinger fristen musste, hat er jetzt liebe Menschen gefunden, die ihm das schöne Leben als Teil einer Familie zeigen und Charly all ihrer Liebe und Aufmerksamkeit schenken. Wie es nicht anders zu erwarten war, zeigte sich Charly die ganze Zeit freudig aufgeregt. In direkter Nachbarschaft zu seinem neuen Wohnort befindet sich ein Kindergarten, wo natürlich fröhlich gespielt wurde. Charly war gleich Feuer und Flamme, wollte sich als neuer Spielpartner anbieten und Bällchen fangen. In der Wohnung angekommen, wurde alles ausgiebig beschnuppert und schon einmal im neuen Bettchen Probe gelegen. Ein kleiner Fauxpas passierte dann aber doch noch. In seinem Übermut es sich in seinem neuen Heim wohnlich zu machen, hob Charly an einer Zimmerpflanze das Beinchen. Charlys neues Herrchen nahm es mit Humor. Er meinte, der letzte Hund war harninkontinent und die Fließen wären das schon gewohnt. Puh Charly, da hast du aber noch mal Glück gehabt an so entspannte Leute geraten zu sein.

 

03.09.2018

Ein kleines Kätzchen wurde im Wald gefunden. Der schwarze Knirps lief Spaziergängern laut miauend in die Arme. Ob sie dort von allein hingekommen ist oder ausgesetzt wurde, können wir nur erahnen. Mit dickem Wurmbauch und dem Fell voller Haarlingen wurde sie zu uns gebracht und gleich gegen die Parasiten behandelt. Ansonsten scheint der kleinen Miez nichts zu fehlen - außer Futter und Zuwendung. Und das bekommt sie von uns natürlich beides.

 

01./02.09.2018

Uns allen fiel ein Stein vom Herzen. Grund: Kater Arne ist wieder in Sicherheit! Der hübsche rot-weiße Arne hatte es vor einer Woche geschafft, aus dem Auslauf des großen Katzenhauses auszubrechen. Wie ihm das gelang, ist uns noch immer ein Rätsel. Jedenfalls saß der Gute tagelang in einem sicheren Versteck zwischen dem Katzenhaus und dem Auslauf. Obwohl er bestimmt großen Hunger hatte, ging er nicht in die Falle (in der leckeres Futter als Lockmittel stand). Manchmal am Abend, wenn alle Hunde im Schlafgemach waren, marschierte Arne frech auf dem Dach des Katzenhauses rum, gerade so, als wolle er uns den Stinkefinger zeigen. Das er sich in großer Gefahr befand und durchaus auch mal Hunde außerhalb der üblichen Zeit auf dem Gelände unterwegs sind, schien ihm nicht bewusst. Am Freitag hatten wir die zündende Idee, Arne das kleine Katzenhaus zu öffnen, in welchem er ganz zu Anfang residierte und welches derzeit leer steht. Wir stellten Futter und Wasser hinein, um es dem Kater angenehm zu machen und warten, was passieren würde. Der Plan ging auf. Am Sonntag früh saß Arne recht entspannt auf einem der Kratzbäume im kleinen Katzenhaus, wir mussten nur noch ganz fix die Tür schließen. Puh, geschafft. Nun überlegen wir in Ruhe, wo wir den Kater einquartieren. Vielleicht bleibt er gleich dort, denn dieser Auslauf ist quasi hochsicher. Ein Konstrukt aus Stahl, das kann Arne nicht ohne unsere Genehmigung verlassen.

 

31.08.2018

Bereits vor einigen Wochen, bat uns das Veterinäramt und Hilfe. Es galt zwei Hunde aus miserabler Haltung zu befreien und im Anschluss unterzubringen. Nachdem die Mieterin des Hauses, in dem die Hunde ohne eine Menschenseele eingesperrt waren, auch die letzte Frist verstreichen lies, handelten die Veterinäre sofort, um weiteres Leid der Tiere abzuwenden und brachten die stark abgemagerten Hunde zu uns. Zum Glück zeigten sich beide Hunde uns gegenüber sehr freundlich. Weniger erfreulich war ihr Gesundheitszustand: beide waren total abgemagert und in einem ungeahnten Ausmaß mit Flöhen übersät. Den Tieren nach zu urteilen, muss das komplette Haus wohl einem Flohparadies geglichen haben. Nur bei diesem Gedanken schüttelte es uns. Wir nannten die beiden Fozzy, einen wirklich großen Mischlingsrüden und Goofy, ein kleiner Nackthund-Mix. Wir versorgten also die Tiere nach bestem Wissen und Gewissen, bis wir die Freigabe vom Veterinäramt erhielten, dass die beiden Hunde nun in unsere Hände übergegangen sind. Nachdem dieser Schritt nun getan war, haben wir die beiden Rüden nun gestern in der Tierklinik kastrieren lassen.

 

30.08.2018

Katze Nube suchte sich das beste Versteck, was sie sich vorstellen konnte, aber es half nichts. Sie wurde trotzdem von unserer Tierärztin zur Visite gefunden und geimpft. Viel entspannter nahm der Rüde Paolo die Impfung hin, ließ sich abwechselnd kraulen und untersuchen, bemerkte den Pieks gar nicht und rollte sich zum Schluss auf den Rücken, um die Tierärztin doch noch zum bleiben und weiterkuscheln zu überreden. Der Rüden Balou, welchen wir aus schlechter Haltung übernahmen, sollte eigentlich auch mit der Spritze geärgert werden, doch leider ist die Kastrationsnaht nicht zufrieden stellend verheilt, sodass er nun erst einmal Antibiotika braucht. Richtig glücklich war die Tierärztin mit Andrews Zustand. Sein Hotspot war sehr gut verheilt, sodass er auch endlich den ollen Trichter loswerden durfte. Eine spannende Angelegenheit folgte im Anschluss. Wir fingen Koko, den Wellensittichhahn ein, um ein paar Proben zu gewinnen. Das hübsche Wellensittichpaar hat Interessenten und sollen in eine bunte Gruppe anderer Wellis integriert werden. Um den beiden eine längere "Quarantäne" zu ersparen, haben wir veranlasst den Test auf die gängigsten Krankheiten noch bei uns durchzuführen. Es wäre nicht in unserem Interesse kranke Tiere zu vermitteln und so einen gesunden Vogelschwarm zu gefährden. Als nun Koko gefangen war, musste die Tierärztin ihm eine Feder für den Test auszupfen. Das ziepte natürlich heftig, der Piepmatz erschrak und befreite sich. Laut protestierend drehte er zwei Ehrenrunden durch den kompletten Raum, bevor er eingefangen und wieder zu Kiwi verfrachtet werden konnte.

 

29.08.2018

Unser kleiner Pirat, die Hündin Dulfy, ist nun in Chemnitz zu Hause. Liebevoll trugen wir die Kleine zum Auto, denn zum Gefährt laufen bereitete ihr offensichtlich Unbehagen. Umso erstaunter waren wir über Dulfys ruhiges Verhalten während der Fahrt. Man merkte gar nicht, das ein Hund mit an Bord war. Zum Glück konnten wir direkt vorm Haus parken, Dulfy musste keine große Wanderung durch Chemnitz machen. Die Treppen waren dann die nächste Hürde. Auch hier half nur tragen, was sich die Hündin wirklich gut gefallen lässt. Aber wir sind optimistisch, dass die Kleine das 1x1 der Zivilisation noch lernt, an Geduld und Einfühlungsvermögen fehlt es ihren Leuten bestimmt nicht. In der Wohnung entspannte Dulfy dann sichtlich und so konnten wir in Ruhe den Schreibkram erledigen. Noch ein kleiner Schmatz zum Abschied und die Bitte, mal von sich hören zu lassen, dann ging es für uns zurück ins Tierheim. Zum Glück hielt die A 4 an diesem Tag keinen Stau für uns bereit.

 

28.08.2018

Uns schmerzt es sehr sagen zu müssen, dass die kleine Meerschweinchendame Lotta für immer von uns gegangen ist. Sie kam am morgen nicht, wie gewohnt, als erste zur Fütterung. Als wir nach ihr suchten, fanden wir ihren leblosen Körper im Häuschen liegend. Dieser plötzliche Tod macht uns alle sehr betroffen, haben wir doch sehr gehofft, ein schönes Zuhause für sie zu finden. Für viele mag es "nur ein Meerschwein" sein, doch Lotta hatte einen Charakter, eine Seele, ein Herz, welches in ihrer Brust schlug. Wir sind unendlich traurig...

 

27.08.2018

Was für eine positive Überraschung! Der zurückhaltende Kater Franz hat ein Zuhause gefunden. Nach dem tragischen Verlust ihres Katers Flo, der auch aus unserem Tierheim stammte, machte sich Familie S./H. auf den Weg zu uns. Ziel war es, einen passenden Weggefährten für ihre Katze Trudi zu finden, die die nette Familie damals gemeinsam mit Flo aus unserer Obhut übernahm. Nach ausführlicher Beratung fiel die Wahl auf Franz. Auch er soll, wie vorher schon alle seine Geschwister, endlich die Chance auf ein wundervolles Zuhause bekommen. Wir hoffen sehr, dass Franz es schafft es, seine Skepsis den Menschen gegenüber zu überwinden und sich rasch in seinem neuen Revier zurechtzufinden. Dann kann er im sonnigen Herbst gemeinsam mit Trudi die Gegend unsicher machen kann. Sein neues Domizil liegt in herrlicher Natur.

 

25./26.08.2018

Gern berichten wir an dieser Stelle mal wieder von den tollen Mails und Fotos, welche uns die Besitzer unserer ehemaligen Schützlinge zukommen lassen. Sie machen uns so viel Freude damit!

So schreibt zum Beispiel Frau W. von Kamil, dass sein Fell ganz schön und dicht geworden ist. Von Hautkrankheit keine Spur mehr. Kamil ist der Pascha und beide sind total glücklich miteinander. Auch die kleine alte Hündin Astra schickte uns eine Nachricht mit Fotos. Ihr machte die Hitze ganz schön zu schaffen, aber mit einer Kühlmatte versuchten ihre Menschen, Abhilfe zu schaffen. Sie lieben ihr Sternchen über alles. Absolut glücklich ist Familie M. mit den beiden Katern Gregor und Gizmo, die so lange hier im Heim warten mussten. Mit einem Video wurden wir erfreut, welches zeigt, wie innig sich die Brüder gegenseitig putzen und sich anschmiegen. Das war absolut rührend. Außerdem schrieb uns Nick, ehemals Nike. Nach der Rückgabe hat er einen viel besseren Platz im Vogtland gefunden, wo er prima mit den Enkeln der Familie harmoniert und sich auch sonst toll entwickelt hat. Post bekamen wir ebenfalls von Lennox. Seine neue Familie ist absolut happy mit ihm und seinem tadellosen Benehmen. Die bereits vorhandene Hündin Ella lernt sogar noch von Lennox, beide sind ein Traumpaar. Dann gab es z.B. noch Post von Mathilda, Petulia und Melina, auch von Kimba, Bu sowie Zarina, die durchweg positiv war und herrliche Fotos enthielt.  Unsere Freude darüber ist riesig.

 

24.08.2018

Andrew, der ja neuerdings einen Kurzhaarschnitt trägt, wurde übel von Juckreiz geplagt. Da er aber wegen des Hotspots einen Halskragen trägt, kann er sich nicht kratzen, weshalb er furchtbar unruhig war. Wir bekamen aus der Tierarztpraxis ein medizinisches Shampoo, welches ihm Abhilfe verschaffen sollte. Das schwarze Bärchen hat sonst nicht so viel für solche Maßnahmen übrig, aber heute gefiel ihm das einmassieren des Shampoos sichtlich. Welch Erleichterung es bringen muss, können wir nur erahnen. Das abspülen des Shampoos gefiel ihm dann nicht mehr so sehr. Dafür war er beim abrubbeln mit dem Handtuch wieder wie in Ekstase. Nun hoffen wir, dass er es bald überstanden hat und die Medikamente ihm helfen.

Im Übrigen ist der Umbau unseres Nagerhauses in ein Chinchillahaus in den letzten Zügen. Alles wurde ausbruchs- und nagezahnsicher gestaltet. Fehlt nur noch das Mobiliar und die possierlichen Tierchen können ihre neues Refugium zur Gänze nutzen.

 

23.08.2018

Im schönen Dresden-Bühlau, dort wo es wirklich viel Grün gibt, darf Edy künftig wohnen. Von dem kleinen Häuschen und dem großen Grundstück war der Rüde genau so beeindruckt, wie unser Mario. Edy wurde schon sehnsüchtig erwartet, der eine Sohn der Familie kam Mario sogar mit dem Fahrrad entgegen, um den Weg zu zeigen. Edy freute sich sehr, sein künftiges Frauchen und die Jungs wieder zu treffen, die er bereits von den Ausflügen am Tierheim kannte. Gemeinsam wurde erst das Gelände inspiziert und anschließend das hübsche Haus. Überall sind gemütliche Plätze für Edy eingerichtet, außerdem ist er fast nie allein, denn  Frauchen arbeitet von zu Hause aus. Die Familie ist zudem viel in der Natur unterwegs und wird Edy gut beschäftigen. Auch Hundeschule ist vorgesehen. Wir sind hoffnungsvoll, dass Zwei- und Vierbeiner miteinander glücklich werden.

 

22.08.2018

Als wir am morgen ins Tierheim kamen, bemerkten wir sofort, dass der Wuschelhund Andrew sich über Nacht eine Stelle an der Flanke aufgeknabbert hat. Ohjemine, ein Hotspot. Es half nichts: der Senior wurde ins Auto geladen und nach kurzer Voranmeldung in die Tierarztpraxis gefahren. Andrew, der sich Fremden gegenüber immer sehr schrullig verhält, war wie ausgewechselt und gab keinen Mucks von sich. Als die Ärztin mit dem Schergerät anrückte, um das Fell um die Wunde zu kürzen, wurden Andrews Beine ganz schwer und er rührte sich sicherheitshalber gar nicht mehr. Da wir ohnehin vor hatten Andrew einmal komplett scheren zu lassen, um ihn von seiner dicken Wolle zu befreien, bot sich hier eine einmalige Gelegenheit, die wir auch ergriffen. Jetzt ist der schwarze Wuschel, gar kein Wuschel mehr, muss einen Halskragen tragen und bekommt bittere Tabletten. Also diesen Tag hatte sich unser Andrew wirklich ganz anders vorgestellt.

Eine andere Vorstellung vom Tagesgeschehen hatte auch eine kleine schwarze Fundkatze aus Hauswalde. Dass gut 10 Wochen alte Jungtier lebte mit ihrer Mutter in der Nähe einer Wohnsiedlung. Die Mutterkatze wurde von den Anwohnern als äußerst scheu und wild beschrieben, sodass das zuständige Ordnungsamt entschied, die Katze nach erfolgreicher Kastration wieder an ihren angestammten Platz auszusetzen und ihr ein Leben in Gefangenschaft zu ersparen. Für das schwarze Jungtier hatte man aber die Hoffnung, sie mit etwas Geduld zahm zu bekommen, und ihr so die Chance auf ein sorgenfreies Leben in einer Familie zu ermöglichen. Von diesem Glück ahnte das kleine schwarze Samtpfötchen aber nichts und zog sich erst einmal fauchend, in die hinterste Ecke des Quarantänekäfigs zurück. Wir werden daran arbeiten, ihm zu zeigen, wie toll menschliche Zuwendung sein kann.

 

21.08.2018

"Zuhause im Glück" ist nun auch die agile Margareta. Gerade einmal 30 Minuten dauerte die Fahrt, bis der schwarze Lockenkopf aussteigen durfte. Kaum hatte Margareta ihr neues Frauchen entdeckt, war die Wiedersehensfreude riesig und die Hündin kaum zu bremsen. Natürlich musste sie sich im Anschluss ihr neues Domizil ganz genau anschauen und alles erschnuppern. Mit der ebenfalls im Haus lebenden Mieze verlief alles friedlich, wobei Margareta zur Sicherheit eine Schleppleine verpasst bekam, da sie bei unserem Katzentest doch sehr stark an den Samtpfoten interessiert war. Das schreckte jedoch das neue Frauchen nicht ab, denn das Herz war bereits an Margareta verloren. Wir freuen uns, Hund und Halter in solcher Harmonie vereint zu sehen und wünschen beiden viele glückliche Jahre miteinander.

 

20.08.2018

Am Vormittag hatte Dame einen Termin beim Tierarzt. In der letzten Woche waren ihr die Drähte und Nägel aus dem erfolgreich operierten rechten Bein entfernt worden, nun hieß es Nachkontrolle. Das Pflaster wurde entfernt, die Naht sieht gut aus. Dame verhielt sich sowohl im Auto als auch in der Klinik vorbildlich, sie ist schon ein richtiger Profi auf diesen Gebieten. Zur Belohnung kam am Nachmittag ihre Interessenten-Familie ins Heim und ging mit Dame eine schöne Runde. Anschließend verbrachten sie noch etwas Zeit auf unserem Hof, wobei das "Bild der Woche" entstand. Vom kleinen René, dem Sohn der Familie, war Fulga absolut angetan. Sie legte sich ihm an die Seite, so nah es ging und ließ sich genüsslich streicheln. Das war richtig rührend.

 

18./19.08.2018

Nach der misslungenen Aufnahme von rumänischen Hunden aus Valcea trat eine Mitarbeiterin an uns ran und zeigte uns einen Hilferuf aus einem anderen Tierheim in Rumänien. Auch von dort hatten wir bereits einige Male Hunde aufgenommen, immer nur 2-3, aber die waren soweit in Ordnung. Es geht in Braila wirklich um Leben und Tod, wer dort raus kommt, ist tatsächlich gerettet. Oder wenige Tage später ermordet...Wir sagten also zu und nun kamen 5 kleinere Hunde an. Es dauerte etwas bis zu deren Ausreise, weil erst verschiedene gesundheitliche Checks gemacht worden, was ja nicht verkehrt ist. Nun ja, diese Hunde sind eine ziemlich quirlige Bande, welche offenbar noch nicht viel von der Zivilisation kennt. Echt niedliche Kerlchen, aber am Benehmen muss noch Einiges verbessert werden. Leider auch am optischen Zustand, doch wer will es diesen Geschöpfen verdenken, die solch furchtbare Erfahrung wie das Dasein in einer Tötungsstation hinter sich haben. Wir werden schon nette Hunde aus ihnen machen, die dann bestimmt Interessenten finden.

 

17.08.2018

Großreinemachen bei den Meerschweinchen stand heute auf der Tagesordnung. Leider entpuppten sich, die drei zuletzt abgegeben Schweinchen, als doch nicht so gut gepflegt, wie es zuerst den Anschein hatte. Auf die Spur brachte uns der kahle Bauch von Koko. Rasch wurde der tierärztliche Rat eingeholt und eine Behandlung gegen Milben verordnet. Das bedeutete im Klartext, die Meerschweine mit einem Spezialmittel zu baden und auch den Käfiginhalt zu reinigen und zu desinfizieren. Unsere neue Auszubildende Selina packte tatkräftig mit an und konnte so, ihr Wissen erweitern. In ungefähr zwei Wochen werden wir das Prozedere wiederholen, in der Hoffnung, dass die fiesen Krabbeltierchen dann in die Flucht geschlagen sind.

 

16.08.2018

Zur Tierarztvisite gab es diesmal ausnahmsweise gar nicht so viel zu tun. Lediglich ein Hund bekam wegen einer Augenentzündung Tropfen verordnet und bei einem anderen schauten wir im Gebiss nach dem rechten. Außerdem werteten wir gemeinsam die angefertigten Blutbilder von Kater Müffchen und der Hündin Ophelia aus. Bei beiden wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Einen leicht erniedrigten Wert hatte Müffchen, was die Ärztin aber auf den Stress zurück führte. Außerdem empfahl sie, dem Senior Schabefleisch anzubieten. Über diesen ärztlichen Rat freut sich Müffchen sicher sehr. Im Anschluss wurde noch Bürokater Markus untersucht, der die zusätzliche Aufmerksamkeit sichtlich genoss. Auch hier war die Tierärztin verzückt, wie klasse Markus aussieht und welche tollen Fortschritte wir bei seiner Behandlung machen.

 

15.08.2018

Im Oberland zieht in Zukunft unser stattlicher Kater Filou seine Kreise. Oh, da werden die Katzen der Nachbarschaft sich wappnen müssen... Bereits bei der Ankunft im neuen Revier zeigte sich Filou sehr selbstbewusst. Einer kurzen Inspektion des Hauses folgte eine Schmuserunde mit den Menschen, aber dann wurde es auch schon Zeit, sich zu präsentieren. Auf der Fensterbank ließ sich Filou nieder wie ein Pascha und beäugte voller Jagdlust die Außenwelt. Dabei ging der Schwanz schon heftig und der Blick sagte alles: hier bin ich jetzt König. Es war einfach total amüsant, sowohl wir als auch Filous neue Familie kamen aus dem Staunen nicht raus. Erst als der Futternapf gefüllt wurde, verlies König Filou seinen Thron und schritt zur Mahlzeit. Anschließend besuchte er brav die Katzentoilette, strich allen nochmal um die Beine und nahm dann wieder seinen Aussichtspunkt ein. Was er dort sieht, ist übrigens ein wahres Katzenparadies mit Teich und Grün und Wald und Feld - erstklassig. Wir durften uns davon schon beim Besuch der Familie im Tierheim durch mitgebrachte Fotos einen Eindruck verschaffen. Filou hat wirklich genau den Platz gefunden, den wir uns für ihn gewünscht haben. Genieße es, Großer und melde dich mal.

 

14.08.2018

Und schon wieder gibt es einen Bewohner mehr im Tierheim. Eine winzige Babykatze wurde durch aufmerksame Bürger zu uns gebracht. Der grau getigerte Winzling wurde in einem Schuppen geboren, was die Nachbarn glücklicherweise mitbekommen haben. Nach einer kühlen Nacht macht sich die Mutterkatze jedoch rar und wurde nicht mehr bei ihrem Nest gesehen. Als die Nachbarn eingriffen, war eines der beiden Babys schon verstorben. Rasch wurde das kleine Würmchen eingepackt, gefüttert und im Anschluss in unsere fachkundigen Hände übergeben. Wie zu erwarten hat das Baby Untergewicht, zeigt sich aber sonst agil und mit gutem Appetit. Tierpfleger Mario übernahm freiwillig das päppeln des Babys, da diese natürlich auch nachts alle 2 Stunden versorgt werden wollen.

 

13.08.2018

Die Stadtverwaltung eines Ortes aus der Umgebung rief vor einer Woche an und fragte, ob wir zwei Hunde aus einer Zwangsversteigerung aufnehmen können. Es handele sich um zwei Rüden, welche in einem Zwinger auf einem verlassenen Grundstück leben, welches den Eigentümer gewechselt hat und nun beräumt werden muss. Um über die Aufnahme entscheiden zu können (vorallem in punkto Verträglichkeit) schauten wir uns die Hunde gemeinsam mit der Anruferin vor Ort an. Oh je, eine fürchterliche Behausung aus Bauzaun war das, nur eine Hütte drin, der zweite Hund schlief in einem Erdloch. Die Hunde verhielten sich freundlich, mochten sich aber gegenseitig überhaupt nicht. Sie knurrten sich an und mussten doch auf so engem Raum zusammen ausharren. Wir sagten die Aufnahme zu, denn es war augenscheinlich, dass diesen armen Tieren geholfen werden musste. Heute nun wurden sie zu uns gebracht. Sie kennen quasi nichts außer diesen Zwinger, in dem sie vom Welpenalter an eingepfercht waren. Manchmal gelang es den Beiden, sich dort heraus zu befreien, dann liefen sie eine Nacht rum und saßen früh brav wieder drin. Das berichtete uns ein Nachbar. Wir sind wirklich gespannt, wie die Zwei sich entwickeln. Auf alle Fälle haben wir sie erstmal getrennt.

An alle Fans von "Mischlingswelpen zu verschenken": Genau das kommt dabei raus! Eine Haltung ohne Liebe und Verantwortung, schnelle Anschaffung, dann jahrelange Qual. Einer der Hunde wurde für einen Kasten Bier erworben, der andere stammt von einer Annonce aus der Zeitung. Niemand hat je wieder danach gefragt oder geschaut...

 

11./12.08.2018

Ein langjähriges Mitglied unseres Vereins hatte sich in einen unserer Hunde verliebt und war zum Kennenlernen extra aus der Gegend von Hannover für zwei Tage hier angereist. Die Begegnung mit Lennox, die Spaziergänge hier in der Umgebung und das wunderbare Zusammenspiel mit der eigenen Hündin verstärkten den Wunsch, Lennox zu adoptieren. Und nun war Umzugstermin. Am besten, wir lassen die neue Besitzerin selbst zu Wort kommen:

Guten Morgen liebes Tierhoffnung Team,

wir hoffen Herr Domsch ist nach der langen Fahrt wieder gut zu Hause angekommen. Viele Grüße an ihn. Hier ein kurzer Bericht zu den ersten Stunden/ der ersten Nacht mit Lennox:

Es läuft bis jetzt alles super und wir sind sehr zuversichtlich, dass es so bleibt. Lennox und Ella spielen zusammen, wobei sie ihn gestern wohl etwas überfordert hat. Sie hat sich halt so gefreut über ihren Hundekumpel. Wir haben dann das Spielzeug ( Bälle und Zerrseile) weggepackt damit Beide zur Ruhe kamen. Die Nacht verlief ohne Probleme. Lennox hat im großen Hundebett im Schlafzimmer meines Sohnes geschlafen. Ella - wie immer - mit im großen Bett meines Sohnes.

Unsere Katzen hat Lennox auch schon kennen gelernt. Bis jetzt ohne Probleme. Er ist ihnen nicht nachgelaufen, hat nur geguckt.

 Lennox frisst das Barffutter. Natürlich bekommt er Gemüse, Reis oder Nudeln und Löwenzahn-/Brennnesselpulver sowie eine Vitamin D-Tablette und Muschelpulver (für die Gelenke) und etwas Omegaöl dazu genau wie Ella. Er hat großen Hunger und denkt alles was knistert enthält Futter. Der neue Napf ist wie gemacht für ihn. (Mario Domsch hat ihn gesehen). Lennox ist wirklich lieb und sehr entspannt. Spaziergänge (zur Zeit erst einmal kleine Runden) sind kein Problem. Radfahrer ignoriert er wirklich (hatten wir bis jetzt noch nicht). Hunden sind wir noch nicht begegnet. Heute morgen ist auch unsere Ella schon ruhiger. Zur Zeit schlafen beide. Wir melden uns dann in ca. einer Woche wieder mit einem kurzen Bericht. Viele Grüße.

 

10.08.2018

Gegen Mittag haben wir uns in der Tierarztpraxis angekündigt. Mitgefahren sind die Hündin Ophelia und Kater Müffchen. Für den weißen Kater, der weder das Verladen, noch die Transportbox und erst recht nicht die Tierärztin mochte, wurde es ein harter Tag. Wir wollte von dem Senioren Blut nehmen lassen, um herauszufinden, ob seine Organe einwandfrei funktionieren. Außerdem stand die zweite Impfung auf dem Plan. Wir waren beeindruckt, wie geschickt, ruhig und professionell die Tierarzthelferin und die Ärztin mit Müffchen umgingen, obwohl der weiße Kater sich nach Kräften zur Wehr setzte. Am Ende landete das Blut im Röhrchen, die Spritze in der Katze und niemand wurde verletzt.

Als nächste war Ophelia an der Reihe. Wir wollten wissen, welche Ursache es hat, dass sie so lichtes Fell hat. Ophelia war von der Fahrt und der neuen Umgebung so beeindruckt, dass sie gar nicht laufen wollte. Wo sie war, legte sie sich sofort hin und war nicht mehr zum Aufstehen zu bewegen. Die Tierärztin nahm es mit Humor und untersuchte Ophelia eben im Liegen. Ein paar Ursachen kamen in Frage, aber eine klare Diagnose war nicht zu stellen. Um ein hormonelles oder organisches Problem auszuschließen, bekam auch Ophelia ein wenig Blut abgezapft. Auch das klappte im Liegen ganz wunderbar. Nachdem wir alles weitere besprochen hatten und uns auf dem Heimweg machen wollten, fanden wir Ophelia friedlich schlummernd auf der Hundewaage liegend. Bei so viel Aufregung hat sie wohl einfach ein kleines Nickerchen einlegen müssen. Wir haben herzlich gelacht.

 

09.08.2018

Erneut war unsere Hilfe gefragt. Diesmal bat man uns, um die Aufnahme von drei Meerschweinchen. Die Besitzer sind vor ein paar Monaten frischgebackene Eltern von Zwillingen geworden und so blieb wenig Zeit für die süßen Nager. Kurzerhand zogen sie beim Schwiegervater ein. Den Pflegeaufwand hat dieser jedoch unterschätzt, sodass gemeinschaftlich die Entscheidung gefällt wurde, die possierlichen Tierchen in unsere Obhut zu übergeben. Nun wohnen die drei Teddy-Mix Meerschweinchen Koko, Lotta und Candy im Tierheim und warten hier auf eine neue Familie. Positiv hierbei zu erwähnen sei, dass die Tiere absolut top gepflegt und echt zutraulich sind.

 

08.08.2018

Auf den wunderbaren Platz in einer Gärtnerei in Dresden, auf dem schon drei Hunde aus unserem Tierheim alt werden durften und nun zwei Hunde von uns glücklich sind (Donny und Luna), zog gestern ein weiterer Glückspilz ein. Beim Besuch hier in der Einrichtung hatten sich die liebe Familie für Luna interessiert, aber Finchen ging ihnen nicht von der Seite. Die ganze Zeit schaute sie bittend, stupste an, ließ sich genussvoll streicheln. Das ging bis ins Herz. Kaum zu Hause angekommen rief Herr H. bei uns an und sagte, dass neben Luna bitte auch Finchen bei ihnen einziehen soll. Es wäre doch genug Platz und reichlich Hände zum Streicheln da und die Hündin geht seiner Frau nicht mehr aus dem Kopf. Der Umzug hat sich etwas verzögert, denn bei Finchen musste erst noch die komplette tumoröse Milchleiste entfernt werden. Dummerweise kam dann noch ein Hämatom im Schenkelspalt hinzu, das hieß weitere Verzögerung. Nun war es aber endlich soweit und Finchen konnte stolz in den großen Jeep steigen und neben Luna und Donny Platz nehmen. Sie wurde vorbildlich angeschnallt, alles läuft sehr verantwortungsbewusst. Wir sind so unbeschreiblich dankbar dafür, dass das liebe Finchen dort nun Zuhause sein darf. So ein älterer, großer, schwarzer Hund hat erfahrungsgemäß verdammt wenig Aussicht darauf, einen guten Platz zu finden. Wir wünschen ein harmonisches Miteinander und viele glückliche Jahre. Und: DANKE!

 

07.08.2018

Nach einiger Wartezeit durfte uns heute die kleine Mathilda verlassen. Nach einer ausgiebigen Verabschiedung von Azubine Sarah bei einer letzten Gassirunde wurde Mathilda behutsam in unser klimatisiertes Tierheimauto gehoben. Die Fahrt ging Richtung Jena, wo Mathildas Frauchen schon wartete. Da die kleine Hündin durchaus zu den schüchternen Exemplaren gehört, war Frauchen auf alles gefasst. Doch die kleine Madame überraschte uns alle. Ganz selbstverständlich erkundete sie den Wohnbereich. Auch die Treppe vom Obergeschoss machte ihr keine Angst. Sie benahm sich über die Maße gut, was natürlich auch ihr Frauchen beruhigte. Den beiden steht nun eine spannende gemeinsame Zeit bevor und wir wünschen nur das Beste.

 

06.08.2018

Sechs kleine Tiger zogen bei uns ein. Eine Familie aus der Umgebung gab die Mutterkatze mit ihren fünf winzigen Babys in unserem Tierheim ab, da diese herrenlos scheinen. Die trächtige zahme Mutti war seit Längerem in der Straße unterwegs, alles Fragen half nichts, sie gehörte offenbar niemandem. Vor wenigen Tagen kamen die Kleinen auf die Welt und bevor diese verwildern, was bei einer Aufzucht ohne Zuhause nahezu Programm ist, fassten sich die Tierfreunde ein Herz und gaben die Katzenfamilie in unsere Obhut. Sie übernahmen sogar die Abgabekosten, da sich die Gemeinde mal wieder nicht zuständig fühlte. Wir sind optimistisch, dass sich die Kitten gut entwickeln, ihre Mutti ist sehr fürsorglich. Lediglich die Frage, wie wir sie je auseinander halten können, stellt sich. Aber das ist wohl das Geringste.

 

04./05.08.2018

Ole, der Sennenhund-Mischling, hatte einen wahrhaft kurzen Tierheim-Aufenthalt. Am 27.6. wurde er bei uns abgegeben und nun zog er schon wieder aus. Nicht mal bis auf die Homepage hat es der Große geschafft :-)

Seine neue Familie sah Ole direkt hier in der Einrichtung und verliebte sich in den Charmeur. Kein Wunder, er brachte wirklich Herzen zum Schmelzen. Nach mehreren Spaziergängen stand fest, Ole darf den Platz des verstorbenen Ridgeback der Familie einnehmen. Bei großer Hitze mussten wir nur bis Pulsnitz fahren. Dort warteten schon Oles neue Zweibeiner im Garten und nahmen ihn freudig in Empfang. Aber mit Ole kam auch Arbeit auf sie zu. Der Hund kam mit Halskragen an, da er sich nach dem Fäden ziehen an der Kastrationsnaht geleckt hatte. Diese musste nun täglich mit einem Spezialshampoo gewaschen werden, außerdem bekommt Ole noch ein Weilchen Antibiotika. Und einen Kontrolltermin beim Tierarzt galt es auch wahrzunehmen. Selbstverständlich hatten wir das alles vor der Fahrt abgeklärt und sind dankbar, dass Oles Familie so viel Verständnis zeigte. Wir wünschen allen zusammen eine wunderbare gemeinsame Zeit.

 

03.08.2018

Die vier kurzfristig auserwählten Hunde aus dem rumänischen Tierheim Smeura (siehe Neues vom 01.08.) kamen am Vormittag zuverlässig und in guter Verfassung bei uns an. Der Fahrer war extra schon 4:00 Uhr in Stuttgart losgefahren, damit er der größten Hitze aus dem Weg geht. 9.30 Uhr konnten wir die gutgelaunten, netten und hübschen Hunde bei uns auf dem Hof begrüßen. So muss es laufen, dann sind alle Seiten glücklich. Die Sahnehaube, nämlich ein richtiges Zuhause, wird für diese bezaubernden Wesen vermutlich nicht lange auf sich warten lassen.

Eine nächste Fahrt zum Tierarzt stand auch an, Finchen musste zur nächsten Nachkontrolle. Der Doc war begeistert vom Heilungsverlauf, die Fäden der großen OP-Narbe konnten gezogen werden und Finchen ist den Schutzbody sowie den Halskragen endlich los. Für die liebe Hündin sowas wie eine Befreiung bei der Hitze. In den nächsten Tagen wird sie wahrscheinlich zu ihrer neuen Familie umziehen, die sich ganz schön lange gedulden musste.

 

02.08.2018

Bei all dem Vermittlungsglück der letzten Wochen, war der nächste Rückschlag nur eine Frage der Zeit. Erneut verlor der schlanke Rüde Paolo sein Zuhause. Nachdem der Rüde auf einer Gartenparty einem Gast ins Bein zwickte, kriselte es in der Beziehung von Paolo und seinem Frauchen. Sie konnte ihm einfach nicht mehr das Vertrauen entgegenbringen, wie sie es sich wünschte. Schade für Paolo, der sich jetzt wieder mit der Tierheimsituation arrangieren muss.

In den letzten Wochen leiden Mensch und Tier zunehmend unter der brüllenden Hitze. Heute stand auf der Agenda, unserem Schwein Marius das volle Wellnessprogramm angedeihen zu lassen. Als kleinen Starter fand Marius eine Auswahl an süßen Früchten vor. Besonders gefielen ihm die Honigmelonen und Bananen, was an seinem genussvollem Schmatzen deutlich erkennbar war. Danach erhielt seine Lieblingsliegemulde einen neuen Schliff und wurde in ein großes kühlendes Schlammbad verwandelt. Natürlich schrubbten wir Marius auch ordentlich den Rücken, wofür er sich grunzend erkenntlich zeigte und sich am Anschluss in seinen "Schweinepool" legte.

 

01.08.2018

Unser lieben Mitglieder Anja und Ilona, welche gerade Urlaub mit ihren Hunden (unter ihnen auch Alma) machen, schickten uns ein tolles Foto von einem OBI-Markt. Dort steht ein großer Aufsteller vorm Eingang, auf dem ein Hund aus dem Autofenster schaut. Darunter ist fett geschrieben: Nimm mich mit! Raus aus dem Auto - rein in den Markt. Und weiter: Liebe Kunden, gerade bei den derzeitigen Temperaturen ist es für Hunde im Auto, auch bei teilweise geöffneten Fenstern, unerträglich und sogar lebensgefährlich. Daher sind Hunde in unserem Markt willkommen. Eine sehr lobenswerte Initiative, meinen wir.

Selina Sommerfeld ist nun Teil unseres Teams. Sie konnte heute ihre ersehnte Ausbildung zur Tierpflegerin Fachrichtung Tierheim/Tierpension beginnen, worüber sie und wir gleichermaßen erfreut sind. Unser Dank geht an all die Azubi-Paten, die dies möglich machten.

31.07.2018

Das sommerliche Wetter bot uns die grandiose Möglichkeit die liebe Hündin Lara zu baden. Der olle rumänische Dreck musste einfach einmal runter. Wirklich genossen hat Lara die Maßnahme nicht aber sie nahm es, wie sie es immer tut, mit Gelassenheit hin. Beim ordentlichen abschrubben entdeckten wir einige hartnäckige Verfärbungen. Vielleicht waren es alte Flohnester oder Grind, welches noch im Fell hing. Kurz entschlossen holten wir die Schermaschine und befreiten Lara auch von dieser "Alt Last". Auch hier benahm sie sich wirklich vorbildlich, stand einfach nur da und ließ uns gewähren. Nun erstrahlt Lara wieder in hellem leuchtenden Weiß. So ein absolut liebenswerter Hund.

Am Nachmittag haben wir die beiden Border Collies Jana und Charly in eines unserer Rudel integriert. Nachdem sie die Kastration gut überstanden hatte, wurde es Zeit dafür. Es dauerte nicht lange, da sah man Charly mit der großen Bonny über das Gelände toben, während Jana unter dem strengen Blick von Margareta ein Loch buddelte. Wie wunderbar, wenn man bedenkt, dass die Hunde die letzten drei Jahre in einem kleinen, verdreckten Zwinger ohne Nähe und Ansprache leben mussten.

 

30.07.2018

Mit Finchen ging es zum Tierarzt. Die Hündin meisterte die Autofahrt ohne Probleme und auch im Wartezimmer zeigte Finchen tadelloses Verhalten. Da könnten sich manche Privathunde eine Scheibe abschneiden! Das Hämatom am rechten Schenkelspalt ist etwas zurück gegangen und vorallem, es ist trocken. Keine Stelle mehr, an der Flüssigkeit austritt. Der große Schnitt von der Entfernung der Milchleiste ist wunderbar verheilt, dennoch bleiben die Fäden vorerst drin. Sie sollen einfach noch Stabilität verleihen, denn durch das Hämatom liegt doch eine große Belastung auf der Narbe. Eigentlich soll sich Finchen viel bewegen, aber bei dieser Hitze und dann noch im schwarzen Haarkleid, mag sie gar nicht laufen. Nur im Schatten ihres Geheges sieht man sie spazieren gehen. Wir hoffen, dass das neben den Gassi-Runden früh und abends genügt. Finchens Interessenten werden sich noch ein bisschen gedulden müssen, bevor die Gute umziehen kann. Nächster Kontrolltermin beim Tierarzt ist am Freitag.

 

28./29.07.2018

Es nimmt kein Ende. Während andere Tierheime mit Katzenbabys überschüttet werden, kommen bei uns die Senioren an. Die nächste, der dieses Schicksal nicht erspart blieb, heißt Josie und ist 12 Jahre alt. Ihr Frauchen musste sich einer Rücken-OP unterziehen und ist dementsprechend eingeschränkt im Bewegungsablauf. Sie kann nicht ständig zur Tür laufen, um Josie, eine bekennende Freigängerin, rein oder raus zu lassen. Einen Menschen, der dies für Sie übernimmt, gibt es offenbar nicht, so dass nur die Trennung der beiden langjährigen Lebensgefährten blieb. Schlimm für Beide, zweifellos. Josie hockt nun im Käfig und ihr Frauchen wird bestimmt auch nicht schneller gesund, wenn sie ihre liebe Katze im Tierheim weiß. Uns bleibt nur, Josie zu neuer Lebensfreude zu verhelfen und ihrem Frauchen alles Gute zu wünschen.

 

27.07.2018

Das Euter von Schaf Leonie war merklich abgeschwollen. Das Schaf war nun über eine Woche allein auf einer Weide und es wurde Zeit, eine kleine Familien Zusammenführung zu machen. Kaum war das Gatter offen, setzte sich die Herde in Bewegung, um auf die neue Grünfläche zu laufen. Als wäre es nie anders gewesen, wurde Leonie in die Mitte genommen und sie begannen gemeinsam zu grasen. Leider war das aber nur ein kurzes Vergnügen. Aufgrund der andauernden Hitze sind alle vier Schafsweiden nahezu kahle gefressen. Nachwachsendes Gras? Fehlanzeige. Uns bleibt also nichts anderes übrig als die Schafe im Sommer mit Heu zu versorgen. Auch wenn das mit zusätzlichen Kosten und Mehrarbeit verbunden ist, werden wir dafür sorgen, dass keines unser Tiere einen leeren Magen hat.

 

26.07.2018

Und auch Luna's Kameradin Bobita hat dem Tierheim Lebewohl gesagt. Schon vor der Abreise war es, als wüsste Bobita, welche Stunde geschlagen hat. Voller freudiger Aufregung hopste sie in die Transportbox des Tierheimautos, als könnte sie es gar nicht erwarten. Die Fahrt verlief reibungslos und im neuen Zuhause erkannte sie ihr Frauchen auch sofort wieder. Neugierig erkundete sie den sicher eingezäunten Garten, ohne sich weit zu entfernen. Nicht das ihre heißgeliebten Menschen plötzlich wieder verschwinden. Ganz intensiv untersuchte Bobita eine Stelle auf dem Rasen. Dort in der Nähe hätten die Vögel wohl ihren Futterplatz, von wo aus das ein oder andere Samenkörnchen ungesehen herabfiel. Doch Bobitas Nase entgeht nichts. Als alles Vertragliche geklärt war und wir uns verabschieden wollte, würdigte uns Bobita keines Blickes mehr. Wir nahmen es ihr nicht übel. Nun hat die Prinzessin endlich ein eigenes Reich und ist kein Hund von vielen mehr.

 

25.07.2018

Frohe kunde gibt es aus dem Tierheim. Die liebe Hündin Luna hat endlich ein eigenes Zuhause gefunden. Nach mehreren Besuchen im Tierheim stand fest, Luna soll es werden. Damit tritt die hübsche Hündin in große Fußstapfen, denn sie ist bereits der fünfte Hund aus unserem Tierheim, den die nette Familie bei sich aufnimmt. Darunter waren die unterschiedlichsten Tiere, in Erscheinung und Charakter. Und alle sind sie alt und glücklich gegangen. Nun soll es also Luna sein, die künftig die Mitarbeiter und Stammkunden der großen familieneigenen Gärtnerei begrüßt. Und das wird sie bestimmt. Wir freuen uns, dass uns Familie H. uns schon so viele Jahre die Treue hält und Luna diese wundervolle Chance eingeräumt hat.

 

24.07.2018

Und wieder ging es zum Tierarzt. Mit an Bord war der große, liebe Rüde Ole, dessen Kastration anstand. Ganz artig hopste er allein ins Auto. Was für ein Glück. Einen 45kg schweren Hund in das Auto zu heben, wäre ein wahrer Kraftakt gewesen. Im Auto benahm sich Ole wie ein alter Profi und auch in der Tierklinik gewann er rasch neue Freude unter dem Personal. Am Abend konnten wir Ole gesund und munter, aber mit Halskragen abholen.

Ganz außer der Reihe musste Finchen wieder mit in die Tierklinik. Über Nacht hatte sich ein großes Hämatom gebildet und ihr Hinterbein war angeschwollen. Der Tierarzt war gar nicht glücklich mit dieser Entwicklung und verordnete strengste Bettruhe. Viel mehr als das und immerzu kühlen, könnte man nicht tun. Wir haben uns nun homöopathisches Schmerzgel besorgt und werden alle 2 Stunde mit Kühlpad bewaffnet Finchen versorgen, bis die Schwellung abklingt. So ein armes Ömchen.

 

23.07.2018

Nachdem die liebe Hundeomi Finchen sich so wunderbar bei uns eingelebt hatte, war es Zeit die Veränderungen an der Milchleiste operieren zu lassen. So tuckerte unser Tierheimauto am Vormittag in die Tierklinik, wo Finchen schon erwartet wurde. Noch während der Operation erhielten wir einen Anruf, dass Finchen auch eine Veränderung an der anderen Milchleiste hat. In Absprache wurde dies punktiert und stellte sich als harmlose Zyste heraus. Neben der Entfernung der Milchleiste wurden bei Finchen auch gleich die Zähne saniert. All die Jahre in Rumänien haben ihre Spuren hinterlassen. Am Abend durften wir Finchen wieder abholen. Noch etwas neben der Spur trottete sie, mit modischem Body bekleidet, tapfer in ihr Gehege, wo sie sich sogleich wieder niederlegte. Es war ein anstrengender Tag für Finchen, den sie sichtlich müde auf einer weichen Liegematte ausklingen lies.

 

21./22.07.2018

Die Geschichte wiederholt sich immer wieder. Erneut mussten wir eine alte Katze aufnehmen. Grund dafür war, dass die Besitzerin pflegebedürftig wurde und sich mehr schlecht als recht um das Tier kümmerte. Den Ausschlag für die Abgabe im Tierheim lieferte jedoch angeblich der Pflegedienst. Dieser hätte sich geweigert die alte Dame weiter zu betreuen, da die Katze Flöhe hätte. Es wurde, so hieß es, sogar verlangt, einen Kammerjäger zu engagieren. In all den Jahren, die wir uns schon solcher Fälle annehmen, haben wir noch nie so etwas gehört. Im Gegenteil: Meist sind es die Pflegekräfte, die sich rührend um die vierbeinigen Kameraden kümmern und falls notwendig auch die Abgabe im Tierheim abstimmen und übernehmen. Sei es, wie es sei. Nun ist die 17(!) jährige Katze in unserer Obhut und versteht die Welt nicht mehr. Mit großen Kulleraugen sitzt sie da und faucht. Viele Zähnchen sieht man nicht mehr. Es macht uns ehrlich betroffen die alte Mieze so entwurzelt zu sehen.

 

20.07.2018

Elsas Einsamkeit hat ein Ende. Darüber sind wir unsagbar froh. Nach einer ruhigen Fahrt stoppte das Tierheimauto bei einem geschmackvoll sanierten Vierseitenhof. Elsa wurde samt Box ins Haus getragen und von ihrem neuen "Personal" begrüßt. Bevor sich die Tür der Box öffnete, mussten allerdings noch ein paar Dinge korrigiert werden. Zum Beispiel waren einige Fenster angekippt, was bekanntlich ein massives Risiko für Katzen darstellt. Insbesondere für Freigänger in der Eingewöhnungsphase, in der sie im Haus bleiben müssen. Und ein paar andere Kleinigkeiten, die Elsas neuen Besitzern in dieser Tragweite nicht bewusst waren. Es zeigte sich ein weiteres Mal, wie wichtig es ist, dass wir die Tier selbst ins neue Zuhause bringen. Dann durfte Elsa endlich raus und machte einen kurzen Inspektionsrundgang. Anschließend verkrümelte sie sich, wie es bei Katzen meistens nach der Ankunft der Fall ist. Sie brauchen erstmal etwas Ruhe. Bis zur Verabschiedung war von Elsa nichts mehr zu sehen. Bestimmt wird sich das rasch ändern und Elsa wird besonders für die Omi des Hauses eine schmusebedürftige Gefährtin sein. Wir drücken die Daumen.

 

19.07.2018

Die überaus liebe Hündin Ela marschierte ein letztes Mal durch das große Tierheimtor. Sie war voller Freude, als würde sie ahnen, dass nun etwas ganz Besonderes folgt. Mit dem klimatisierten Tierheim-Auto ging die Fahrt nach Cossebaude, wo Ela sehnlichst von zwei jungen Menschen erwartet wurde, die sich so richtig in die Hündin verliebt hatten. Nach einer kurzen Runde im Hof ging es ohne Probleme ein paar Stufen hoch in die Wohnung. Wow - was für ein herrschaftliches Domizil ! Eine 130 qm- Wohnung ist Elas neuer Wohnsitz, alle Türen stehen offen, alles war für die Ankunft der Hündin vorbereitet. Vom Haus aus ist es nur ein Katzensprung bis an die Elbwiesen, einfach perfekt. Ela verhielt sich vorsichtig neugierig und brav wie immer. Am Abend telefonierten wir kurz mit ihren neuen Besitzern. Sie erzählten, dass Ela nun jeden Raum besichtigt hätte, sich entspannt zeige und gut gefressen habe. Da bleibt uns nur noch, allen Dreien eine schöne gemeinsame Zeit zu wünschen.

 

18.07.2018

Zur Tierarztrunde gab es diesmal nicht viel zu tun. Spannend war es trotzdem und auch die Tierärztin musste ihr sportliches Können unter Beweis stellen. Aber von Anfang an: Der erste Patient war Lennox. Nach seinem Unwohlsein vergangene Woche wurde er gründlich untersucht. Natürlich zeigte er sich von seiner besten Seite, verteilte Küsschen und erhielt auch gleich ein Lob, weil er so wunderbar saubere, gesunde Ohren hat. Im Anschluss konnte er geimpft werden. Als nächstes widmeten wir uns Kater Müffchen. Der 14jährige Kater hatte sich in den vergangenen Woche etwas beruhigt und es war Zeit ihn tierärztlich zu untersuchen. Doch Müffchen hat den Braten gerochen und zeigte sich von seiner kratzbürstigen Seite. Nur unter starkem Protest ließ er sich abhören. Wenn wir ihm doch nur klar machen könnten, dass wir ihm nichts Böses wollen.

 Der nächste Gang führte uns auf die Schafweide. Grund dafür war, dass seit ein paar Tagen eines unserer Schafe ein stark geschwollenes Euter hat. Wir waren in Sorge, dass auch unsere armen Schäfchen vom Krebs heimgesucht werden. Nun sind unsere lieben Wolltiere nicht handzahm und wir legten uns einen Plan zu recht, wie wir Schafdame Leonie habhaft werden. Leider fruchtete auch dieses Manöver nicht - die Schafen wollte partout nicht in den abgesperrten Bereich laufen. Also sah man für eine ganze Weile Tierpfleger und Tierarzt über die Wiese flitzen, bis es endlich klappte. Bei der Untersuchung stellte sich dann, zu unserer Verwunderung heraus, dass Leonie im linken Euter nur Milch hat. Wie ist das sein? Unsere Böcke sind kastriert, Lämmer gibt es bei uns nicht. Die Tierärztin vermutete, dass ein anderes Schaf bei Leonie an der "Bar" trinken geht und so den Milcheinschuss gefördert hat. Hat man so etwas schon mal gehört? Wir "melkten" Leonies Euter leer, um zu ertasten ob sich darunter nicht eine böse Überraschung wartet - aber zum Glück Fehlanzeige. Nun bekommt Leonie erst einmal eine Weide für sich allein. Wir wollen feststellen, ob sich das Euter zurückbildet, wenn es keine lästigen Mittrinker gibt.

 

17.07.2018

Gegen Mittag stand Frau Dr. Romanazzi vorm Tor, hielt ein großes Sparschwein in der einen Hand und in der anderen einen dicken Umschlag. Darin befand sich eine Spende für unser Tierheim! Frau Dr.Romanazzi verlässt Sachsen und gibt damit auch ihren Betrieb, einen großen Pferde-Offenstall auf. Am vergangenen Wochenende wurde dort Abschied gefeiert. Frau Dr.Romanazzi hatte alle Gäste gebeten, statt eines Geschenkes lieber eine Spende für unser Tierheim in das große Sparschwein zu stecken. Die sagenhafte Summe von 852,10 € kam dabei zusammen und diese wurde uns gestern überreicht. Wir waren sprachlos vor Glück. Herzlichen Dank an alle, die das Schwein "gefüttert" haben und vorallem an die Initiatorin dieser Aktion. Wir wünschen Frau Dr.Romanazzi und ihrer Familie alles erdenkliche Gute für die Zukunft.

 

Ein neuer Lebensabschnitt begann auch für Hündin Cora, welche zwar in Sachsen bleibt, aber dennoch umzog. Sie wohnt nun in der Landeshauptstadt in einer geräumigen Erdgeschoss-Wohnung mit lieben Zweibeinern. Bei ihr ist außerdem eine gut erzogene Shiba-Hündin, von der Cora in punkto Selbstbewusstsein viel lernen kann. Die Kleine freute sich sehr, Cora zu sehen und versuchte gleich ihr zu zeigen, dass es nicht schlimm ist, eine kurze Treppe zu laufen. So ganz überzeugend war sie aber noch nicht :-) Wir sind uns sicher, dass Cora behutsam an alles Neue rangeführt wird und sie gewiss ein ganz und gar glücklicher Hund wird. Danke für diesen tollen Platz!

 

16.07.2018

Ein weiterer Kater wurde bei uns abgegeben. Leider ist es fast immer der selbe Grund: der oder die Besitzer müssen ins Pflegeheim umziehen. So war es auch bei Charly, einem stattlichen roten Kater. Wenn die Käufer des Hauses seiner alten Leutchen ihn mit übernommen hätten, wäre Charly der Weg ins Tierheim erspart geblieben. Aber nein, das wollten diese Leute nicht. Nun ist der 7-Jährige hier und muss erstmal verdauen, was ihm angetan wurde. Wir werden unseren Teil zur Wiederfindung der Lebensfreude beitragen.

Die Hunde Jana und Charly hatten an diesem Tag ihren Termin zur Kastration. Wurde auch höchste Zeit, denn der ehemalige Besitzer, welcher mit den Hunden züchtete, rief bei Abgabe der Tiere noch hinterher, dass die Hündin bald "heiß" wird. Vermutlich hatte er schon das Geld im Sinne, welches mit den Welpen zu verdienen sei...

 

14./15.07.2018

Einer unserer kleinsten Bewohner machte sich auf eine recht lange Fahrt. Bis nach Chemnitz ging die Reise für das Chinchilla Hugo. Es ist ein nächster Versuch, ihn in einem geräumigen, abwechslungsreichen Zuhause mit einer Partnerin glücklich zu machen. Wir hoffen alle, dass es diesmal klappt, nachdem der vorige Versuch trotz aller Bemühungen scheiterte. Frau Kroll, welche die Fahrt übernommen hatte, verbrachte viel Zeit gemeinsam mit den Besitzerin der Chinchi-Dame bei den beiden Plüschis. Es war nicht wirklich erkennbar, ob sie sich nun mögen oder unsympathisch finden. Wir warten ab und sind vorsichtig optimistisch.

 

13.07.2018

Freitag, der 13. wurde zum wohl schönsten Tag für die Katze Garfield. Endlich hatte ihre Odyssee ein Ende, sie wurde freudig willkommen geheißen bei einem Ehepaar in Bautzen, welches Katzen wirklich sehr liebt. Und irgendwie auch eine magische Wirkung auf die Samtpfoten zu haben scheint. Bereits bei deren Besuch im Tierheim kam Garfield aus ihrem Dauerversteck unter dem Sofa vor, strich den Leuten um die Beine, ließ sich von dem Mann auf den Arm nehmen und schnurrte sogar. Wir trauten unseren Augen und Ohren kaum. Da auch sonst alles optimal für Garfield zu passen schien, vom Nie-Allein-Sein bis zum eingenetzten Balkon, machten wir zeitnah einen Umzugstermin. Und nun war es soweit. Die Fahrt verlief ruhig, in der Wohnung angekommen rechneten wir mit einem Rückzug Garfields in eine ruhige Ecke, wie es bei den meisten Katzen erstmal der Fall ist. Aber nichts dergleichen. Garfield kam von selbst aus der Box, marschierte selbstbewusst durch die Wohnung und hopste dann zwischen uns aufs Sofa. Auch das Schnurren war wieder zu hören - sie war angekommen. Es ist so fantastisch, diese umhergeschupste ebay-Kleinanzeigen-Katze so entspannt und glücklich zu sehen. Vielen Dank für dieses Happy End an alle Beteiligten.

 

12.07.2018

Ein spannender Tag, da für Dame die zweite Nachkontrolle im Terminkalender stand. Wir sind sehr zufrieden mit der Beweglichkeit und dem Gangbild der Hündin, aber was meint der Chefarzt? Dieser schaute sich Dame zuerst draußen an, wir mussten wieder "Schaulaufen" auf dem Weg vor der Klinik. Anschließend ging es in ein Sprechzimmer, dort lief Dame selbständig umher. Es zeigten sich keine Sorgenfalten auf der Stirn von Dr.Dziwok :-)

Anschließend machte er mit Dame Beweglichkeitsübungen, besonders mit dem rechten Bein, bei dem er in der ersten OP die Kniescheibe versetzen und neu befestigen musste. Das Ergebnis heißt: lahmfrei, Patella im Sulcus, Knie frei beweglich, Außenrotation ca. 25 %. Dazu ein zufriedenes Nicken. Nun war das rechte Bein an der Reihe, bei dem die alte Fraktur korrigiert worden war und eine Streckung des Beines erfolgen musste. Ergebnis: belastet gut und bei allen Schritten, Außenrotation ca. 45 %. Und da waren sie dann, die Sorgenfalten. Das Bein ist etwas nach außen gedreht, Dame hat keinerlei Probleme damit, aber die Langzeitprognose ist etwas fragwürdig. Dr. Dziwok berät sich dazu noch mit den Experten in Hofheim (Hessen). Eventuell wird eine weitere Korrektur am linken Bein vorgenommen, wenn in ca. 4 Wochen die Drähte aus der rechten Kniescheibe entfernt werden können.

Und das Beste zum Schluss: es gibt bereits eine Familie, welche Dame bei sich aufnehmen möchte. Dreimal waren diese lieben Menschen bereits im Tierheim und haben geduldig versucht, das Vertrauen der Hündin zu gewinnen. Die Fortschritte sind famos und alle sind fest entschlossen, mit Dame diesen Weg weiter zu gehen. Es wird noch ein paar Wochen dauern, aber es winkt eine tolle Zukunft.

 

11.07.2018

Bei manchen Tieren kann man wirklich sagen: dass sie bei uns im Tierheim gelandet sind, ist viel mehr eine positive Wendung als ein Schicksalsschlag. Sicher ist Ihnen die Katze Marlies noch im Gedächtnis, die uns ALS GESUND abgegeben wurde, obwohl sie beidseitig mit Rolllid zu kämpfen hatte. Fachkundig hat unser Doktor dieser Katze das Sehen wieder ermöglicht und ihr damit wohl unendliche Schmerzen genommen. Somit war der Grundstein gelegt für ein neues lebenswertes Leben. Heute nun begann ihre Zukunft in den eigenen vier Wänden. Widerstandslos ließ sich Marlies in die Transportbox setzen und ertrug beinahe lautlos die Ungewissheit. Nach 140 Kilometern kamen wir in Schneeberg an und erst im Treppenhaus wagte Marlies einen Blick in die Umgebung. In der Wohnung angekommen, suchte sie schließlich ihr Versteck im hinteren Ende des langen Flurs. Auf der anderen Seite des Flurs war das Wohnzimmer, worin sich ein etwa gleichaltriger Kater befand. Dem scheuen Tier - er stammt ebenfalls aus dem Tierschutz - missfiel die Störung seiner gewohnten Ruhe, was sich ebenfalls im Verstecken äußerte. Da waren wir nun. Drei Menschen mit zwei Katzen, die sich weit weg voneinander in sicherer Entfernung zurückgezogen hatten. Wir schmunzelten. Da wir aber wussten, den Weg zu Marlies` Herzen findet man durchs Streicheln, war dies die Rettung dieser verzwickten Situation. Schließlich sollte das erste Kennenlernen der beiden Stubentiger schon in unserem Beisein stattfinden. Marlies ist eine wahre Genießerin, wenn es ums Streicheln geht. Sie fordert es nicht ein, da ist sie viel zu bescheiden dafür, aber mit Kraulen konnte sie schließlich ein wenig aus der Ecke gelockt werden und ihr Schnurren tönte durch die ganze Wohnung. Dies rief nun den Kater aus seiner Ecke hervor und er kam endlich einmal schauen, was da los war. Mit einem unsicheren Gang eierte er langsam auf Marlies zu und beschnupperte sie. Diese senkte den Kopf und schloss die Augen, als wolle sie damit sagen "keine Angst, ich mache dir deinen Platz nicht streitig". Der Kater befand, dass keine Gefahr droht und zog sich für ein Schläfchen zurück. Wir hoffen, die beiden erkennen schnell, was sie aneinander haben und ergänzen sich. Wünschen wir den Zwei-und Vierbeinern einen wunderbaren gemeinsamen Neuanfang.

 

10.07.2018

Sein Köfferchen gepackt hat der liebe Rüde Nike. Endlich hat er seine Menschen gefunden. Das nette Ehepaar hatte bereits vor vielen Jahren einen Hund von uns übernommen, der nun leider über die Regenbogenbrücke gegangen war. Einer ersten Rückmeldung zufolge hat Nike den Garten ausgiebig erschnuppert und fleißig markiert. Der schlaue Bursche hat auch gleich seine Duftnote am Gartentor gesetzt, sodass er nach dem ersten Spaziergang sofort erkannt hat, wo er hingehört. Auch im Haus klappt alles wunderbar und das Beinchen blieb unten. Wir sind guter Dinge, dass Nike nun sein Für-Immer-Zuhause gefunden hat und dort noch viele glückliche Jahre verleben wird.

 

09.07.2018

Bereits vor einiger Zeit erhielten wir einen sehr nachdrücklichen Hinweis, dass es zwei Hunden in einem Dorf bei Kamenz nicht gut geht. Sie werden getrennt voneinander in stark verunreinigten Zwingern gehalten, kommen dort nie raus und erhalten Futter/Wasser nur sporadisch. Die Anruferin berichtete, dass sie bei der großen Hitze fast täglich zu den Hunden fährt und durch die Gitterstäbe Wasser zum Trinken reicht, welches gierig aufgeschlappert wird. Die Zwinger waren im öffentlichen Raum gebaut, Beistand für die Tiere war dadurch zum Glück möglich. Das Veterinäramt war über diese Zustände bereits Ende März unterrichtet worden, sah aber (wiedermal) keinen Handlungsbedarf. Uns erschütterten die zugesendeten Fotos total und es war klar, wir versuchen was in unseren Kräften steht, um die Hunde aus diesem Dasein zu befreien. Zwei Mitglieder unseres Vereins machten sich also auf den Weg, um sich die Lage vor Ort anzusehen. Alles war wie auf den Bildern dokumentiert. Den Besitzer der Hunde trafen sie dann bei ihrem zweiten Besuch gestern an. Es bedurfte einiger Redekunst, ihn zur Abgabe seiner Zuchthunde (!) zu bewegen, aber es gelang! Die Tatsache, dass ihm das Grundstück gekündigt worden war, kam unseren Mitgliedern dabei sehr entgegen. Freudestrahlend kamen die zwei Tierretter mit den Hunden im Heim an. Wir alle waren überwältigt von diesem Anblick. Charly und Jana heißen die Hunde, sind ca. 3 Jahre alt und absolut freundlich. Man kann immer wieder nur staunen, wie die Tiere die lange Zeit unter solch widrigen Bedingungen wegstecken und sich ihr gutmütiges Wesen bewahren.

 

07./08.07.2018

Am Samstag war wieder Einiges los hier im Heim. So meldete sich zum Beispiel  eine Frau telefonisch, die meinte, es sei ihre Katze, welche man zwei Tage vorher gefunden und zu uns gebracht hatte. Da es durchaus Übereinstimmungen in der Beschreibung gab, stand die Frau eine halbe Stunde später vorm Tor bezüglich Abholung. Naja, ein gutes Gefühl kam bei uns nicht auf. Die Dame meinte, Paula (so heißt die Katze also mit richtigem Namen) hätte bei ihnen nichts gefressen und sie dachte, sie wäre zum Sterben ihrer Wege gegangen. Als wir sie auf die schlechten Nierenwerte ansprachen und dass sie doch bitte Nierendiät füttern soll statt Wurst(!!), hörte sie diesen Begriff wohl zum ersten Mal. Was, Nierendiät für Katzen?? Ja, das gibt es und auch noch andere Mittelchen, die der lieben Mieze das Dasein erleichtern und für bessere Lebensqualität sorgen würden. Vermutlich kam davon wenig an und eine Freude, die Katze wieder im Arm zu halten, war auch nicht zu spüren. Dennoch wollte die Frau Paula unbedingt mitnehmen, wir hätten sie eigentlich lieber behalten. Da wüssten wir, dass alles für ihre Gesundheit getan wird.

Kaum war dieser Platz leer, brachte eine Frau zwei ältere Kater in unser Heim. Ihr Sohn sei leider auf die Haare allergisch, man hätte ihm schon alle möglichen Medikamente gegeben, aber das sei bei einem Kleinkind keine Lösung. Da kann man nur zustimmen. Mit Tränen in den Augen füllte die Frau die Formulare aus und trennte sich von Max & Moritz, welche sie 11 bzw. 13 Jahre bei sich hatte. Nun hoffen wir, für diese Senioren noch einen neuen Wohnsitz zu finden, denn das Tierheim-Dasein bedeutet mit Sicherheit einen tiefen Einschnitt in ihr bisher gutes Leben.

 

06.07.2018

Auch an diesem Tag gab es einen Glückspilz. Hündin Ina war diejenige, die Winke-Winke machte, ins Tierheimauto hopste und sich zu einem lieben älteren Herrn nach Großharthau chauffieren ließ. Dieser Mann hatte bereits in der Anfangszeit unseres Tierheimes eine Hündin adoptiert und kam nun, nachdem auch ihre Nachfolgerin verstorben war, wieder auf uns zurück. Er hatte sich unsterblich in Ina verliebt und konnte ihre Ankunft kaum erwarten. Zumal die täglichen großen Runden mit dem Hund (mindestens 3 Stunden) ihm sehr fehlten. Ina tat sich kurz schwer, das fremde Haus zu betreten, aber als sie drin war, schien alles gut. Sie nahm Futter aus der Hand, ging neugierig durch die Räume. Als wir die Formalitäten erledigten, sprang Ina auf die Couch, lief zu ihrem neuen Herrchen, der dort saß und schleckte ihm das Gesicht. Wir waren total gerührt. Die Beiden werden bestimmt ein tolles Team.

Positives gibt es auch von Lennox zu berichten. Wir konnten den Rüden am Nachmittag aus der Klinik abholen, da es ihm glücklicherweise wieder gut geht und keine Ursache für die Übelkeit gefunden werden konnte.  

 

05.07.2018

Am Vormittag klingelte das Telefon. Am anderen Ende war eine tierliebe Dame, die eine sehr dünne, kläglich jammernde Katze gefunden hatte. Natürlich war sie in großer Sorge und brachte die Mieze sogleich zum Tierarzt, wo sie gründlich untersucht wurde. Da sie vergrößerte Nieren hatte und allgemein sehr schlapp wirkte, entschloss sich der Tierarzt zusätzlich zu einer Blutuntersuchung. Im Ergebnis sah man erhöhte Nieren- und Leberwerte. Wirklich ungewöhnlich für eine Katze, die schätzungsweise erst 4-6 Jahre alt sein soll. Wir sagten zu, der ausgemergelten Katze, die wir Franzi nannten, eine Bleibe zu geben. Natürlich boten wir ihr ein Schälchen Nierendiätnassfutter mit einem homöopathischen Mittel an, was sie dankbar und gierig verschlang. Ein gutes Zeichen, welches ihren Lebenswillen widerspigelt. Nun hoffen wir das Beste für diese arme Miez.

Einen großen Glücksmoment gab es an diesem Tag aber auch: Katze Svetlana zog aus und bewohnt nun eine richtige Katzenwohnung in Bautzen. Dort gibt es wirklich Wohlfühlklima für Samtpfoten. Alles ist für ihre Bedürfnisse eingerichtet bis hin zum eingenetzten Balkon. Wenn sich Svetlana nun noch mit der bereits vorhandenen Katze verträgt, ist sie aus der Hölle ins Paradies gekommen. Svetlana stammt ja wie Selena (ohne Augen) oder Severin (mit Diabolo im Kopf) aus dem Besitz dieser geistig verwirrten Frau, die die Katzen fast verhungern und verdursten ließ. Nun wird Svetlana für alles entschädigt und das ist ihr absolut zu gönnen.

 

04.07.2018

Die Tierarztvisite stand ins Haus. Doch am Vormittag drehten sich unsere Gedanken um einen ganz anderen Patienten. Der coole Lennox machte keinen guten Eindruck. Am Morgen hatte er sein Frühstück in gewohnter Manier verspeist, doch dann hing er irgendwie durch, guckte traurig, sabberte. Er freute sich nicht mehr über Ansprache und schlurfte bedröppelt umher. Als er dann auch noch erbrach, war klar, dass er rasch zum Tierarzt musste. Dort wird Lennox jetzt gründlich untersucht, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Er wurde erstmal stationär aufgenommen.

Bei der Tierarztrunde im Heim wurden diesmal vier Hunde und drei Katzen geimpft. Ohne große Vorkommnisse waren wir in Handumdrehen fertig, da sich alle Tiere absolut vorbildhaft untersuchen und pieksen ließen. Auch mit Florels Genesung war die Tierärztin äußerst zufrieden und der wuschelige Rüde staubte sich ein paar zusätzliche Streicheleinheiten von der Veterinärin ab.

 

03.07.2018

Das war der große Tag für Teddy.

Der struppelige Rüde hat genau solch ein Zuhause gefunden, wie wir es uns für ihn gewünscht haben. Dort wird man seinem Temperament gerecht und kann gemeinsam bei Sport und Spiel das Leben genießen. Viele Male war Teddys neues Frauchen mit dem Fahrrad ins Tierheim gekommen, eine Strecke von 31 Kilometern mit einer Fahrzeit von mehr als einer Stunde und dann folgten noch lange Spaziergänge mit Teddy. So sportlich geht es dort zu. Die Fahrt ins Glück erfolgte natürlich mit dem klimatisierten Auto, Teddys Verhalten dabei war vorbildlich. In Dresden-Neustadt angekommen, stand als erstes die Parkplatzfrage. Oh je. Aber den Extra-Spaziergang bis zu seiner zukünftigen Wohnung nahm Teddy mit Freude an. Es gab ja auch sooo viel zu schnuppern. In sein neues Domizil flitzte der Rüde dann, als wäre er nie woanders gewesen. Da schauten wir nicht schlecht. Keine Spur von Vorsicht oder Zurückhaltung. Eben der lebenslustige Teddy. Er schaute sich selbstbewusst alle Räume an und legte sich anschließend mit einem Kauknochen unter den Küchentisch. Als wir uns verabschiedeten, schien ihn das nicht zu interessieren. Er war glücklich und signalisierte deutlich, dass er dort zu Hause ist. Wir sind überaus erfreut, dass Teddy nach seiner schlimmen Vergangenheit nun so ein Glückspilz ist. Herzlichen Dank an seine neue Familie!

 

02.07.2018

Der leere Platz im Büro, den unser geliebter Mausi-Kater hinterlassen hatte, wurde wieder gefüllt. Kater Markus zog aus seinem Käfig aus und nahm dieses Domizil gern in Beschlag. Der Arme leidet an einer chronischen Entzündung des Darmes, benötigt dadurch Spezialfutter und Medikamente und kann somit nicht mehr ins Katzenhaus. Markus ist ein ganz lieber Bursche, aber sehr neugierig. Er trampelt gleich mal über die Tastatur, räumt einen Schreibtisch "aus Versehen" ab und macht es sich im Schrank zwischen den Ordnern bequem. Böse sein kann man ihm nicht, er ist ein unwiderstehlicher Charmeur!

Ebenfalls in ein größeres Territorium umziehen duften die vier älteren rumänischen Hunde Lara, Gabriel, Finchen und Florel. Ihr Kumpel Edy hielt sich schon seit einigen Tagen im oberen Rudel auf und spielte begeistert mit all den jungen Hundedamen dort. Nun ist die Generation ü10 auch vergesellschaftet und verstärkt unser Hofrudel. Alles ging, wie erwartet, vollkommen unkompliziert über die Bühne.

 

30.06./01.07.2018

Am Samstag Vormittag wurde ein Kater in unsere Obhut übergeben. Der mittlerweile 14jährige Kater musste nach dem Tod seiner geliebten Omi ins Tierheim umziehen. Wie uns der Enkel berichtete, lief der Kater als Jungtier vor das Auto einer Pflegekraft, die ihn dann zu seinem neuen Frauchen mitnahm. Warum der Kater vor das Auto lief, wurde rasch klar. Er ist taub, vermutlich von Geburt an. 14 Tage sollte der Knirps bleiben. Daraus wurden 14 Jahre, in denen der weiße Kater seine Omi heiß und innig liebte, alles mit sich machen ließ. Nun verlor Müffchen nicht nur seine Omi, sondern auch sein Zuhause. Er hat große Angst, zitterte, fauchte, trauert ungemein und will von uns nichts wissen. Rasch aktivierten wir einen Feliwaystecker, verabreichten Notfallbachblüten und werden ihm jetzt erst ein mal ein paar Tage Zeit geben, sich zu mit der neuen Situation zu arrangieren. Den putzigen Namen bekam Müffchen übrigens, weil er seinen weißen Vorderbeinchen immer so niedlich einklappte, als wolle er einen Muff tragen.

 

29.06.2018

Wuschelhund Florel hatte einen Nachsorge Termin bei der Tierärztin und so fuhren wir gegen Mittag im Tierheim los. Während der Fahrt hörte man nur ein leises Jammern aus der Transportbox. Unglücklicherweise befand sich auf der Brücke direkt vor der Tierarztpraxis eine große Baustelle. Nur eine behelfsmäßige Brücke aus Brettern war für Fußgänger angelegt. Uns wurde bange, ob Florel diese Hürde nehmen würde. Doch der alte Knabe überraschte uns alle, wie er ohne mit der Wimper zu zucken schnurstracks über die wackelige Konstruktion lief. Manch anderer Hund, der schon Jahre in einer Familie lebt, hätte sich hier sicher gesträubt, doch nicht unser Florel. Wir sind so stolz auf ihn! Ebenso stolz war die Tierärztin, denn Florels Mäulchen war schon nahezu verheilt. Dank der liebevollen Art der Tierärztin empfand Florel die Untersuchung auch als gar nicht schlimm. Genau das wünschen wir uns für unsere Schützlinge, die in ihrem bisherigen Leben sicher nicht viele freundlichen Worte hören durften.

 

28.06.2018

Ganz sehr freuen wir uns über die Vermittlung unserer lieben Hündin Bu. In den letzten Wochen hat Bu fleißig abgespeckt und eine sehr sportliche Figur bekommen. Das war aber sicher nicht der einzige Grund, wieso sich die Interessenten letztlich für Bu entschieden, aber bestimmt ein Pluspunkt. Um Bu das Treppensteigen zu ersparen, plant ihr neues Frauchen nämlich die nette Seniorin zu tragen. Was für ein Service! 

Die Fahrt nach Magdeburg fand Bu allerdings gar nicht toll, denn das Geschaukel schlug ihr auf den Magen. Im neuen Zuhause angekommen waren aber alle Sorgen vergessen. Mensch und Tier strahlten um die Wette. So wollen wir es sehen. Da konnte Mario den langen Stau, in dem er auf der Heimreise stand, mit gutem Gewissen ertragen.

 

27.06.2018

Das Tierheim zählt einen Bewohner mehr. Abgegeben wurde der Sennenhundmischlings Rüde Ole. Mit gut 65cm Schulterhöhe zählt er wohl zu den wahrhaft imposanten Hunden. Und genau das wurde ihm zu Verhängnis. Ole lebte in einer Familie mit zwei weiteren Hunden, Katzen und Kindern zusammen. Bedauerlicherweise war nur der Familienvater in der Lage Oles 45kg beim Spaziergang zu bändigen. Leider war der Vater jedoch berufsbedingt nur am Wochenende zuhause. Es fiel die Entscheidung Ole im Tierheim abzugeben. Der vierjährige, derzeit noch unkastrierte, Rüde zeigte sich uns und unseren Hunden gegenüber durchweg freundlich und aufgeschlossen, lies sich auch gleich zum spielen animieren. Wir hoffen, dass dieses Goldstück bald ein neues Zuhause findet.

Außerdem hatte Senior Florel seinen Termin zur Zahnsanierung. Fast alle Zähne mussten gezogen werden, in solch schlechter Verfassung war das Gebiss. Zum Glück überstand Florel den Eingriff sehr gut, sodass wir ihn noch am Abend wieder zu uns holen durften. Ein bisschen beschäftigt ihn es aber doch, dass seine Zunge jetzt keinen Widerstand mehr hat, aber auch daran wird er sich bald gewöhnt haben.

 

26.06.2018

Wie bereits vermutet hat sich Mausi auf die letzte Reise gemacht. Ein halbes Jahr nachdem Mausis Retter, ein tierlieber alter Herr, von dieser Welt ging, folgte ihm Mausi auf leisen Pfötchen. Am Nachmittag rappelte sich Mausi noch einmal auf, signalisierte uns, dass er raus wollte. Wir gönnten ihm seinen bescheidenen Wunsch, trugen ihn hinaus und betteten ihn auf ein Kissen in die Sonne, wo er selig döste. Mausi war ein Herzenstier, ein ganz besonderer, ein harter Kerl mit einem sensiblen Seelenleben. Nun ist es einsam in unserem Büro, so leise und leer. Wir vermissen Mausi. Er wird immer in unseren Herzen sein.

 

25.06.2018

Die Ergebnisse der Blutuntersuchungen von Florel, Gabriel und Finchen sind da. Es wurden sogenannte geriatrische Profile angefertigt, die eine umfangreiche Aussage zu jedem Organ zulassen. Zu unserer großen Freude sind bei allen drei Hunden die Werte im normalen Bereich. Es gibt winzige, altersbedingte Abweichungen bei dem ein oder anderen Wert, aber keiner der Hunde benötigt Medikamente oder Spezialnahrung, keiner hat organische Schäden oder Defizite. Das ist absolut klasse. Wir können somit auch zeitnah einen Termin zur dringend nötigen Zahnsanierung für Florel machen.

Aber unsere Freude wurde getrübt. Mausi, der liebe Bürokater, liegt im Sterben. Seine Nieren versagen den Dienst, Maust rührt keine Nahrung mehr an, er will nur noch schlafen. Eingerollt in seinem gemütlichen Plüschkörbchen wird er in den nächsten Stunden vermutlich über die Regenbogenbrücke gehen. Wir werden ihm beistehen, wenn es soweit ist. Er hat sein Lager direkt bei uns auf dem großen Schreibtisch.

 

23./24.06.2018

Drei nette Männer, welche unseren Hilferuf bezüglich Fliesen des Chinchilla-Hauses erhört hatten, standen am Samstag früh vorm Tor. Wir hatten das nötige Material besorgt und bereits die Wände mit Einlassgrund vorgestrichen. Somit konnten die Helfer gleich mit dem fliesen beginnen. Es werden noch einige "Einsätze" nötig sein, ehe das Haus so hergerichtet ist, dass wir alle Chinchis aus den Käfigen lassen können. Der Anfang ist gemacht. Sollte es weitere ambitionierte Unterstützer auf diesem Gebiet geben, würden wir uns sehr freuen. Umso schneller ist dieses wichtige Projekt fertig.

 

22.06.2018

Gegen 9:00 Uhr stand die Tierärztin vorm Tor und fragte, ob sie gleich Blut nehmen könne bei den drei Kandidaten aus Rumänien. Sie wäre gerade in der Nähe gewesen und so würde uns und den Hunden der Weg in die Praxis erspart. Dieses Angebot nahmen wir dankend an. Finchen, Gabriel und Florel verhielten sich ausgesprochen tapfer. Nun sind wir gespannt auf die Ergebnisse. Es geht darum zu schauen, ob Spezialfutter oder Medikamente benötigt werden und ob es riskant ist, die anstehenden OP´s durchzuführen. Bei Finchen wäre das die Milchleiste und bei Florel sind es die Zähne. Gabriel hat nach jetzigem Stand zum Glück keinen Eingriff vor sich.

 

21.06.2018

Die Sache mit unseren "neuen" Katzen in der Scheune bereitet uns ziemliches Kopfzerbrechen. Offenbar war es nicht nur Formina, die anderen Samtpfoten das Leben in diesem Terrain schwer gemacht hat. Mario und Sarah, die im Tierheimgebäude wohnen, hören des Nachts oft Geschrei in der Scheune, welches deutlich nach Streit zwischen Katzen klingt. Friedrich hat sich mittlerweile im Keller verschanzt, wir werden versuchen, ihn hoch zu locken und den Zugang zu versperren. Dort unten ist es wirklich nicht schön. Evi sitzt oft unter den großen Futterbehältern, auch das ist kein gemütlicher Platz. Und von Arielle kriegen wir leider gar nichts zu sehen. Alles in allem kein befriedigendes Ergebnis. Wir werden an der Verbesserung arbeiten, um zu erreichen, dass die Katzen miteinander klar kommen und erkennen, dass dort in der Scheune genug Platz für alle ist. Wir haben es gut gemeint und wollten diesen drei  scheuen Katzen ein Leben in Freiheit gönnen. Es ist bitter, dass dies so daneben ging.

 

20.06.2018

Tierarztrunde im Heim. Und ein großer Zettel, den es abzuarbeiten galt. Als erstes wurden die Katzen Minni und Kenny geimpft, Beide sind somit grundimmunisiert und können in den nächsten Tagen die Quarantäne verlassen. Einmal bei den Katzen wurde gleich noch nach Markus geschaut, der leider weiter abgenommen hat. Auch Garfields Ohren wurden kontrolliert, die Krabbeltiere sind weg, alles i.O. Schlechter sieht es bei Katze Svetlana aus, deren Augen wieder dauerhaft tränen. Die Arme hat auf beiden Augen eine Umfangsvermehrung unbekannter Art, von der voraussichtlich eine Probe genommen werden muss. Einstweilen bekommt Svetlana wieder 3x täglich Augensalbe. Der nächste Patient hieß Mausi. Auch sein Zustand hatte sich verschlechtert, er zeigt erneut offen Hautstellen und muss nun wieder Prednisolon schlucken. Die homöopathische Schiene reicht offenbar nicht aus, um sein Juckreiz-Problem in den Griff zu gekommen. Jetzt waren die Hunde an der Reihe. Zunächst bekam Pria ihre Jahresimpfung. Anschließend wurden die fünf Neuankömmlinge in Augenschein genommen, abgehört, Zähne/Ohren/Augen kontrolliert. Ergebnis: Florel muss zur Zahnsanierung (wussten wir schon) und hat außerdem einen kleinen Lidrandtumor. Bei Gabriel zeigt sich auch starker Zahnstein, dazu noch eine Rotationseinschränkung der Hüfte. Diese wird erstmal nur beobachtet, ist vermutlich eine alte Geschichte. Bei Lara und Edy war zum Glück alles i.O. Und Finchens Gesäugegewächs soll nun in absehbarer Zeit doch entfernt werden. Nach fast 3 Stunden waren wir fertig.

 

19.06.2018

Wieder stand der Tierarzt im Mittelpunkt. Katze Garfield hatte ihren Kastrationstermin. Mit im Auto saß der Rüde Lennox, der nun bereits mit Fäden ziehen dran war. Leider sah die Naht nicht so famos aus. Sie war ziemlich entzündet und auch etwas geschwollen. Nichts Bedenkliches, aber vorsorglich bekommt Lennox einige Tage Antibiotika. Desweiteren nahmen wir eine nächste Urinprobe von Hündin Bobita mit zum Tierarzt. Wir sind optimistisch, dass das Labor eine deutliche Verbesserung der Werte feststellt. Unser Eindruck ist, dass Bobitas Blasenentzündung abgeheilt ist.

 

18.06.2018

Die Tierklinik rief an und sagte uns, dass wir Conchita abholen können. Was für eine Nachricht! Conchita ist wieder genesen, daran hatten nicht viele geglaubt. Zu schlimm stand es um die Kaninchendame. Nun bekommt sie noch weiterhin Antibiotika und darf erstmal nicht raus aufs Gras, sondern muss im "Trockenen" bleiben. Nun ja, wenn sie somit gesund bleibt, wollen wir das gern durchziehen.

Und passend dazu, brachte uns eine Familie zwei große Hänger voll mit Heu. Diese Tierfreunde hatten leider all ihre Kaninchen kürzlich eingebüßt, eine Krankheit hat alle dahingerafft. Nun ist das gute Heu auf dem Boden übrig gewesen und da dachten sie ans Tierheim. In Säcken verpackt wurde das Heu angeliefert, so dass wir es bequem auf unseren Heuboden bringen konnten. Wir sagen vielmals Danke!

 

16./17.06.2018

Am Samstag früh starteten wir 8:00 Uhr am Tierheim in Richtung Großharthau. Ziel war die Verkaufsmesse "LebensArt", welche jährlich im dortigen wunderschönen Schlosspark stattfindet. Unser Auto hatten wir bereits am vorherigen Tag mit allem bestückt, was wir für unseren Projektstand benötigten. Nach viertelstündiger Fahrt kamen wir am Zielort an und bauten alles auf. Ganz vorn an unserem Stand prangte der große Aufsteller mit der Aufschrift Tierheim/Tierschutzverein usw., der viele Besucher anzog. Sarah und Frau Falkenberg-Dziumla hatten den ganzen Tag kräftig zu tun mit dem Verkauf der handgemalten Magnete und Karten, der kleinen Baldriankissen und einiger Bücher. Zahlreiche Gespräche wurden geführt, Infomaterial ausgegeben, Tierfreunde beraten. Ausnahmslos alle Besucher waren nett, das Wetter spielte ebenfalls mit und so wurde es eine rundum gelungene Veranstaltung für uns. Als Sahnehäubchen klapperte es auch nicht selten in der großen Spendendose, welche wir auf dem Tisch werbewirksam angebracht hatten :-)

Sollte es eine Zusage vom Veranstalter geben, sind wir beim nächsten Mal gern wieder dabei.

 

15.06.2018

Obwohl wir überhaupt keine Freunde davon sind, mit einem Neuankömmling gleich zum Tierarzt zu fahren, sahen wir bei Finchen die Notwendigkeit gegeben, sie in der Klinik vorzustellen. Ihre Lahmheit vorn links war zu massiv, als dass wir weiterhin zuschauen konnten. Finchen wurde umfangreich untersucht, geröngt, musste drinnen und draußen "Schaulaufen". Fest stand am Ende, dass die Schmerzen aus der Schulter kommen. Außer einer eher altersbedingten Arthrose konnte aber keine Ursache gefunden werden. Finchens Gelenke und Knochen sehen für ihr Alter top aus, ebenso ist die Lunge o.B. Das waren doch gute Nachrichten. Nun bekommt die Hündin erstmal Schmerzmittel, diese werden ihr Linderung verschaffen. Wenn sie sich gut eingelebt hat, gehen wir die Gewächse am Gesäuge an. Festhalten können wir noch, dass Finchen tip-top im Auto mitfährt und an Gutmütigkeit nicht zu überbieten ist. Nicht ein einziges Mal hat sie die Lefze gehoben oder geknurrt bei all den Untersuchungen. So ein gutes Tier!