Was gestern geschah

 

05.08.2020

Überraschend kurz vor Feierabend bekamen wir einen Anruf, ob wir Hundefutter und diverse andere Sachen gebrauchen könnten. Selbstverständlich sind wir bei so vielen Schützlingen, die alle versorgt werden wollen, daher nicht abgeneigt. Wenige Minuten später stand ein vollbeladenes Auto vor unserem Tor. Wir sind überwältigt, wie viele Schubkarren voller Hundenass- und Trockenfutter, Knabbereien sowie Vogelfutter und weiterer Vogelbedarf wir in Empfang nehmen durften. Wir sagen der Firma BAUHAUS noch einmal herzlichen Dank für diese überaus tolle, hilfreiche Spende.

 

04.08.2020

Wer vor dem Leid der Tiere nicht die Augen verschließen möchte, braucht gar nicht in die Ferne schweifen, sondern nur vor die Haustür zu gehen. Bereits zwei Orte weiter hatte eine aufmerksame Frau in dem Haus, wo sie zur Miete wohnt, immer wieder Diskussionen und Streitigkeiten mit dem Herrn des Hauses, weil er der unkontrollierten Vermehrung der Katzen nicht entgegen wirkte. Statt Kastration wurde der ältere Mann der Tiere "lästig". Von dem ständigen Nachwuchs, den er beklagte, wurde verdächtigerweise nie mehr ein Junges gesehen. Man wagt es sich nicht einmal, in seinen schlimmsten Vorstellungen auszumalen, was da geschehen sein mag. Die Situation eskalierte, als der Bauer auch seine erwachsenen Hofkatzen nach vielen Jahren des Beherbergens und Fütterns am liebsten ohne Kosten und Mühe loswerden wollte. Er hatte aufgehört, sie zu füttern und verjagte sie. Die Frau suchte unseren Rat. Wir baten sie inständig, erneut ein ernstes Gespräch mit dem Mann zu suchen und ihm die Sachlage der mutwilligen Tierqual klar zu machen. Wie mutig und verbissen sich die Frau für die Katzen, die nicht ihre eigenen waren, einsetzte, verdient unsere wahre Anerkennung. Sie drohte dem Besitzer sogar mit Strafanzeige und berichtete uns von dem Erfolg. Denn siehe da, die Hofkatzen ließ der Mann nun auf seine Kosten kastrieren und sie dürfen weiter dort bleiben. Plötzlich, wie es der Zufall wollte, bemerkte die Frau, wie sie von zwei kleine Katzenäuglein angeblinzelt wird. Tatsächlich hatte sich eins der Katzenkinder irgendwie durchgekämpft. Kaum zu glauben. Die Frau gab sich alle Mühe mit dem Kitten, fütterte es und näherte sich vorsichtig. Nach Rücksprache mit uns, vertraute sie uns schließlich das kleine Wesen an. Trotz immer noch vorherrschendem Platzmangel fanden wir selbstverständlich ein Quartier für die ca 8-9 wöchige Jungkatze. Ohne zu überlegen zahlte die Frau für Aufnahme und zukünftige Kosten eine Gebühr, die sie, wie sie entschlossen meinte, dem Vermieter in Rechnung stellt, in dem sie einfach weniger Miete überweist. Das wird den Mann sicher nochmal an seine Gräueltaten erinnern und hoffentlich eine Lehre sein. 

 

Gleichzeitig durfte am Nachmittag eine Samtpfote bei uns ausziehen, so dass sich wieder einmal die Anzahl der Katzen in unserer Obhut ausgleicht. Mikado, der getigerte Rumäne, war der Glückspilz, der nun zukünftig dort wohnen kann, wo andere Urlaub machen. In Kleingießhübel, einem ruhigen Sackgassendorf in der Sächsischen Schweiz, hat der umgängliche und feinfühlige Kater nicht nur ganz viel herrliche Natur und frische Luft (nach einer Eingewöhnungszeit), sondern auch einen katzenfreundlichen Hund und eine kätzische Dame als Gesellschaft. Weiterhin wohnen in der Idylle noch Hühner, Pferde,Schafe, Ziegen. Nicht zu vergessen, die Frau des Hauses und die vielen Urlaubsgäste der Ferienwohnung, die ihn beschmusen können, sofern er dies möchte. Ihm wird also garantiert nie langweilig. Wir wünschen dem vielfältigem Haushalt ein harmonisches Miteinander und viele Jahre des gemeinsamen Genießens und großer Freude aneinander. 

 

03.08.2020

Unser blindes " Uhu"- Kätzchen hatte heute einen Kontrolltermin beim Tierarzt. Ihr Schilddrüsenwert musste kontrolliert werden. Auf der Hinfahrt machte uns Uhu verbal deutlich, dass sie von der Fahrt ins Ungewisse nicht viel hielt. Wir können nur erahnen, wie sich die Miez ohne räumliche Orientierung gefühlt haben muss. Beim Tierarzt angekommen, wurde sie erst einmal mit viel Streicheleinheiten entschädigt. Sie genoss die zärtliche Fellpflege schnurrend. Doch es nützte nichts, der Pieks zur Blutentnahme musste sein. Danach huschte Uhu selbständig in ihre Transportbox und sagte bis zur Hälfte des Rückwegs gar nichts mehr. Danach verebbte ihre Anspannung und der Stress und Uhu maunzte wieder. Zurück im Tierheim war sie uns gar nicht mehr böse und genoss wieder die Schmuseeinheiten. Ehrensache, dass Uhu ein Leckerli als kleine Wiedergutmachung bekam. 

 

01./02.08.2020

Bei Bina wurden heute die Fäden gezogen. Die vergnügte Hündin verhielt sich dabei ganz artig. Bei Zeus wurden am Lidrand verständlicherweise selbstlösende Fäden vernäht. Die Nähte bei Beiden sahen sehr gut aus. Wie angekündigt (29.07.20) war es für Zeus und Bina nun an der Zeit, ihre modischen "Lampenschirme" abzustreifen. Was für eine Wohltat. Und wir sind echt sehr beeindruckt von Binas Verhalten. Als wäre nie etwas gewesen, sprang sie fröhlich und munter umher. Zur Erinnerung: ein faustgroßer Milztumor wurde erst am 22.07.entfernt. Bina, diese "Gute-Laune-Versprüherin", ist so eine tolle Kämpferin, Optimistin und Frohnatur, die uns immer wieder vor Augen führt, dass auch wir wirklich jeden Moment des Lebens geniessen sollten. 

 

31.07.2020

Glückspilz des Tages ist heute die liebe Nora. Sie durfte zu einer sehr netten Familie ins schöne Altenberg ziehen. Während der Fahrt verhielt sich Nora wie er wartet ruhig und entspannt. Erst die Serpentinenstraßen in Altenberg schlugen der hübsch Nora auf den Magen. Zum Glück konnte sie schon kurz danach das Auto verlassen und sich die Beine vertreten. Das machten wir gemeinsam mit der Familie, als wir den vollkommen eingezäunten 5000m² großen Garten inklusive Wäldchen und zwei Teichen abschritten. Im schattigen Haus legte sich Nora wie eine feine Dame (mit überschlagenen Vorderbeinchen) auf den Boden und beobachtete uns entspannt. Wir freuen uns für die liebenswerte Hündin und wünschen ihr und Ihrer Familie eine lange und glückliche Zeit miteinander.

 

30.07.2020

Heute, am 31.Juli, ist der Tag des Mischlingshundes! Diesen feiert die kleine zierliche Hündin Wella in ihrem neuen Zuhause. Vor gerade einmal zwei Wochen zog der kleine Sonnenschein in unserem Tierheim ein und zog das Interesse der Besucher nachhaltig auf sich. Die Fahrt ins neue Zuhause verlief ohne besondere Vorkommnisse. Wella war artig und ganz tapfer. Das Wiedersehen mit ihrem neuen Herrchen war ein einziger Freudentaumel, welcher erst gebremst wurde, als Wella mit uns das Treppenhaus betreten sollte. "Viel zu gruselig" befand die zarte Hündin. Mit etwas Hilfe ihres neuen Herrchens konnte sich Wella dann doch überwinden. In der Wohnung fühlt sich Wella sofort wohl. Sie wanderte entspannt von Zimmer zu Zimmer, beobachtete uns beim Schreibkram und probierte dann ihr neues Bettchen aus. Künftig wird Wella wohl die nahe Dresdner Heide mit ihren vielen grünen Wanderwegen unsicher machen. Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles gute für die Zukunft!

 

29.07.2020

Zuverlässig zur regelmäßigen Visite empfingen wir unseren lieben Tierarzt. Kaum zu glauben, dass schon wieder zwei Wochen vergangen waren. Dafür war die Patientenliste auch umfangreich. 7 Katzen wurden geimpft, die neuen Hunde in Augenschein genommen und einige Problemchen geklärt: Eine Wölbung bei Nora entpuppte sich glücklicherweise als harmloses Lipom. Die Nähte von Zeus und Bina waren prima verheilt, die beiden dürfen uns in Kürze wieder ohne ihre Trichter anschauen. Nur unsere kleinen Pflanzensprösslinge Lotus, Ginkgo und Bonsai schienen irgendetwas "auszubrüten". Sie bekamen eine Aufbaukur und Antibiotika, so dass sie bald wieder richtig fit sein dürften.

 

28.07.2020

Heute dreht sich das erwähnenswerte Geschehen mal nicht um Hunde oder Katzen. Es gibt ausnahmsweise nichts Besonderes von ihnen zu berichten. Darum widmeten wir uns intensiv unserem Schwein Marius. Die Hitze und die wenigen Regentropfen, die hier landen, tragen nicht gerade zu einem optimalen Schweinewohlfühlparadies bei. Deshalb halfen wir nach. Unser lieber Hausmeister senste das Gras in dem Schweinegehege, die Platten wurden gekehrt und seine Schlafhäuschen wurden mit viel frischem Stroh ausgekleidet. Das wichtigste, was auf keinen Fall fehlen darf, ist eine schöne Suhle. Dafür mussten wir zwar eine Menge Wasser fließen lassen, aber unser Marius fühlte sich gleich "sauwohl". Er konnte gar nicht abwarten, bis wir fertig waren, sondern weihte seinen persönlichen Pool sofort ein. Nun hat er seinen natürlichen Sonnen- und Insektenschutz wieder perfekt aufgefrischt. Ja, so ein Schlammbad muss etwas Herrliches sein. Sogar so toll, dass Marius unser extra für ihn gekochtes Mahl aus Kartoffel, Kürbis und Zucchini fürs erste links liegen ließ.

 

27.07.2020

Die weiblichen Nudelkinder hatten heute einen Termin in der Tierarztpraxis. Die beiden Mädels hätten wohl lieber mit ihren Geschwistern weitergespielt, statt in so einer komischen Transportbox herumchauffiert zu werden. Jedenfalls klagten sie einander ihr Leid. Sie miauten erbärmlich und laut, wobei sie sich gegenseitig aufstachelten und sich in ihren Klängen überboten. Selbst beim Verlassen der Praxis, durch die geschlossenen Türen hindurch, waren Ravioli und Makkaroni noch zu hören. Nach überstandener Kastration wurde es ruhiger um die beiden Sprösslinge. Auf der Heimfahrt klangen ihre Töne noch etwas erschöpft und im Tierheim angekommen, schliefen die zwei nudeligen Stubentiger Makkaroni und Ravioli erst einmal wohl behütet ihren Rausch aus. 

 

25./26.07.2020

Um unsere Katzenquarantäne ein wenig zu entlasten und den kleinen aufgefundenen Miezen (siehe "Was gestern geschah" vom 26.06.) mehr Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen, bot eine liebe Mitstreiterin an, das Katzenpärchen zu sich in Pflege zu nehmen. Nichts lieber als das. Die beiden hübschen Fellnasen schauten sie zwar noch mit scheuen ungläubigen Blicken an, aber wir sind "siegessicher". Marion schafft es mit ihrer geduldigen, freundlichen und liebevollen Art gewiss bald, dass die beiden merken, die Menschenhand ist nichts, wovor man sich zu fürchten braucht. Bestes Futter, sanftes Zureden und ganz viele Streicheleinheiten sind bei Bonnie und Clyde ab heute so oft wie nur möglich an der Tagesordnung.

 

24.07.2020

Vor ungefähr drei Monaten haben wir die kleine Hündin Siri vermittelt. Heute wurde sie uns zurück ins Tierheim gebracht. Als Grund dafür wurde uns genannt, dass Sie aus Protest täglich ihren Schlafplatz vollkotet. Wir erkundigten uns, wo der Schlafplatz gewesen ist, sagte man uns in der Küche in einer Box. Ein Tierarzt hat attestiert, dass Siri "aufgrund einer psychischen Störung nicht allein bleiben kann, da dann immer Durchfall einsetzt". Uns fiel natürlich auf, dass Siri ganz anders aussah als noch im April. Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass sie bereits zwei mal beim Hundefrisör gewesen sei. Unserer Ansicht nach, hing der Haussegen beim ersten auftreten von "Problemen" bei der Eingewöhnung einfach schief und die Frau musste sich entscheiden. Vielleicht ist es in diesem Fall einfach besser, Siri wieder in unserer Obhut zu wissen, anstatt in einem negativ gestimmten Umfeld. Wir werden ihren Kotabsatz genau beobachten. Bisher hat sie ihr Geschäft nur artig an der Leine verrichtet und zeigt sich stubenrein.

 

23.07.2020

Gegen Mittag ging es für die hübsche Kim zum Tierarzt. Kim ließ sich auf dem Hinweg dank ihrer Mithilfe einfach in die Box heben. Während der Fahrt war sie zwar mucksmäuschenstill, trotzdem waren Geräusche wahrzunehmen... Sie muss in der Box getanzt haben. Beim Doc war sie eine liebe unauffällige Patientin. Dann kam der Anruf, eine Stunde vor geplanter Abholung, dass Kim bitte "nach Hause" möchte. Sie war unruhig, konnte oder wollte sich nicht hinlegen und jammerte. Erst im Tierheim war sie erleichterte und konnte zusehends abschalten. 3 Zähne mussten ihr gezogen waren, wovon einer schon abgebrochen und ein anderer locker war. Die gute Kim hat den Eingriff prima überstanden. 

Am frühen Nachmittag brachte eine Dame zwei junge Katzen zu uns. Diese würden wohl seit Tagen ohne Mutter am Waldrand umherstreifen. Ein weiteres Jungtier lag tot in der Nähe. Da unsere Katzenquarantäne bis auf den letzten Platz ausgereizt ist, haben wir die beiden kurzerhand neben den Meerschweinchen einquartiert. Die beiden sind vermutlich kleine Kater und schauen noch ziemlich ängstlich in die Welt. Ihre erste Nassfutterportion haben sie aber gierig vertilgt.

 

22.07.2020

Gleich drei Termine beim Tierarzt haben wir heute mit unseren Schützlingen wahrgenommen. Als erster an der Reihe war Kater Mau-Mau. Bei ihm wurde bei der Untersuchung ein Herzgeräusch festgestellt, welches sich im heute durchgeführten Herzultraschall bestätigte. Mau-Mau selbst war die Ruhe in "Person", sowohl auf dem Transport als auch bei der Untersuchung hatte man nicht den Eindruck, dass es ihm irgendwie unbehagen bereitet was dort geschieht. Der tiefenentspannte Kater bekommt nun einmal täglich eine viertel Tablette zur Unterstützung seines Herzes.

Außerdem mitgefahren war Bina und Zeus. Beide zur notwendigen Zahnsanierung. Als erstes war Zeusi an der Reihe. Die Fahrt hatte den Senior schon ziemlich mitgenommen. Insgesamt fünf Zähne musste die Tierärztin ziehen und es wurde noch ein kleiner Lidrandtumor entfernt, der für Zeus tränendes Auge verantwortlich war. Doch wirklich dramatisch wurde es erst bei Bina. Bei der Voruntersuchung wurde eine kleine Umfangsvermehrung ertaste, die später in Narkose punktiert werden sollte. Da es vorrangig aber um die Beißerchen gehen sollte, begann die Tierärztin damit. 8 Zähne waren nicht mehr zu retten und mussten gezogen werden. Bei der Prozedur fand die Ärztin einen Fremdkörper, ähnlich eines Knochens, der sich im Kiefer verkeilt hatte und dort schon in den Oberkiefer hinein stach. Vermutlich hatte sie früher einmal Müll gefressen und trug diesen Fremdkörper schon ewig mit sich herum. Nun sollte die Umfangsvermehrung punktiert werden (es stellte ich später als harmloses Lipom heraus). Beim abtasten des Bauches die nächste Horrormeldung: Die Tierärztin tastete einen faustgroßen Milztumor bei Bina, der mit unserer Zustimmung sofort entfernt wurde. Mit solchen schlimmen Dingen hatte hier niemand gerechnet, da man der lieben Bina absolut nichts anmerkte. Sie frass zuverlässig ihr Näpfchen leer und nahm aktiv am Tierheimalltag teil. Und auch am späten Nachmittag, als Zeus und Bina wieder im Tierheim waren, merkte man Bina nicht an, dass irgendetwas anders ist. Wie immer tippelte sie fröhlich über den Hof, obwohl sie mit einem großen Halskragen bestückt wurde. Zeusi schlief derweile noch seinen "Rausch" aus.

 

21.07.2020

Unsere abgegebene gefiederte Mitbewohnerin "Hühnchen" (siehe "Was gestern geschah" vom 17.07.2020) schien sich gut eingelebt zu haben. Tagsüber lief es mit den anderen kurz im Gras, oder saß auf der Stange, meistens jedoch gluckte das Huhn. Es war kein Gezeter zu hören, auch am nächsten Tag war alles in Ordnung. Auf einmal, für uns unverständlich und unvorhersehbar, fanden wir es am Morgen mit einem verletzten Kamm vor. Der Weg führte also sofort zum Tierarzt. Die Wunde war kein Drama, wie es hieß. Es kann gut vernäht werden, ohne die Henne groß zu stören. Doch dann meldete sich bei uns die Tierärztin, dass sie eine ältere Verletzung auffand, die sie mit versorgen wollte. Es stellte sich schließlich als eine Perforation heraus, die vermutlich von einem größeren Tier stammte. Gesagt wurde uns bei Abgabe jedenfalls nichts dergleichen. Nicht auszumalen, wie die Henne drunter gelitten haben muss und dabei so tapfer war. Aufgrund der Schwere dieser alten Kopfverletzung und den obendrein darin aufgefundenenen Resten eines alten Futterbreis riet uns der Veterinär zur Erlösung der Leiden. Schweren Herzens mussten wir Hühnchen gehen lassen. Auch wenn Du nicht lange unter uns weiltest, Du warst etwas besonderes mit Deinem nackten Hals und wir werden Dich nie vergessen.

 

20.07.2020

Heute wurden wir wieder um vier Pfoten "reicher". Bereits letzte Woche fragte uns das Ordnungsamt um Aufnahme einer streunenden Katze an. Da wir jedoch völlig überfüllt waren (bzw.noch immer sind) und außerdem kein dringender Handlungsbedarf für die Katze bestand, einigten wir uns auf diese Woche. Die Katze könne man ohne Falle einfangen, sie sei zutraulich, wurde uns gesagt. Das ist freilich eher selten, aber für uns ein kleiner Grund zur Freude, da sich eventuell doch noch ihr Besitzer findet. Und falls nicht, hat die Katze zumindest bessere Chancen, schnell ein neues Zuhause zu finden, als leider so manch andere scheuere Fundkatze. Aus der Transportbox wollte das Tierchen eigentlich gar nicht so wirklich raus, aber nun liegt sie ruhig auf dem für sie bereit gestellten Kratzbaum und schaut uns friedlich an.

 

18./19.07.2020

Am Samstag Mittag erreichte uns der Transporter mit den sechs neuen Hunden aus Rumänien. Aufmerksame Leser werden sich jetzt wundern, da es doch sieben sein sollten. Nein, aus den sieben Zwergen ist leider nichts geworden, denn einer der Rüden bekam bedauerlicherweise außerhalb seines gewohnten Umfelds derartige Panikattacken mit Krampfanfällen, dass man ihn sinnvollerweise nicht noch mehr belasten wollte. Sofort positiv aufgefallen ist uns die sehr angenehme Hygiene im Auto, es befand sich zudem ein Helfer mehr an Bord, das alles machte einen guten Eindruck. Die Hunde waren auch guter Stimmung und freuten sich gleich über die Wiese unter ihren Pfötchen. Allesamt sind echt liebe und freundliche Frohnaturen. Vampi ist noch etwas reserviert, jedoch ebenso gutmütig. Die uns als "Hündin 2" angekündigte schmächtige Wella wird bei uns noch einige Gramm zunehmen müssen, das wird ja wohl kein Problem sein. Ansonsten wirken der charmante "Herr" und seine fünf "Damen" fit und sind bereit, in eine neue Zukunft zu blicken.

 

17.07.2020

Und wieder ging ein ereignisreicher Tag vorüber. Hundeopi Benny hatte einen Termin zum CT in der Tierklinik. Sein Ohr hatte sich erneut verschlechtert und schien ihm sehr zu schmerzen. Nein, Schmerzen hat das süße Knautschgesicht wirklich nicht verdient. Als erstes Maßnahme wurde sein Futter nun umgestellt und er bekommt nur noch Hypoallergenes in den Napf. Die bakteriologische Untersuchung dauert noch ein paar Tage und dann wird neu beraten, was wir Benny tun können.

Neben zahlreichen Besuchern am Nachmittag, wurde auch ein einsames Huhn namens Hühnchen abgegeben. Das seltsamaussehende Federtier gehört zur Rasse der Nackthalshühner. Doch nicht nur wir fanden den Anblick etwas befremdlich: auch Hahn Gisbert fühlte sich vom Erscheinungsbild bedroht, sodass wir eine ganze Weile im Hühnergehege verbracht und Futter verstreut haben, bis sich die Situation beruhigt hatte.

 

16.07.2020

Am Morgen ging es für die hübsche dreifarbige Katze Lydia auf in die Tierklinik zur Kastration. Dies war aber nicht der einzige Berührungspunkt mit Tierärzten an diesem Tag. Gegen Mittag war dann Visite im Tierheim. Neben einigen positiv verlaufenen Nachkontrollen wurden insgesamt sieben Miezen  und drei Hunde gepiekst. Bei den drei schüchternen Fundkatzen gibt es leider Handlungsbedarf. Das schwarze Katerchen, welches wir auf den Namen Ginkgo getauft haben, hat fiesen Dreck und Eiter in den Ohren und muss nun mit Ohrentropfen versorgt werden. Seine Schwester namens Bonsai hat beidseitig Augenentzündung und wird nun dagegen behandelt. Bei dem charmanten Kater Mau-Mau wurde leider ein Herzgeräusch festgestellt, weswegen er bald einen Termin zum Herzultraschall hat. Mit so vielen Schützlingen hat man eben auch viele Sorgen.

 

15.07.2020

Der frei gewordene Platz von Struppi blieb nicht lange unbesetzt. Aus Altersgründen wurde ein kleiner kinderlieber Mischlingsrüde bei uns abgegeben. Der kleine Mann heißt Charli und guckt noch recht ungläubig am Tor bzw Empfangshaus, wann er denn wieder abgeholt wird. Nur unserem Mario, der mit ihm den Rudeltest machte und ihn hier herzlich in Empfang nahm, folgt er auf Schritt und Tritt. Wir hoffen, dass der unkomplizierte Rüde schnell seine Trauer überwindet und nicht lange hier verweilen muss.

 

14.07.2020

Hündin Struppi hat endlich ihren menschlichen Anschluss gefunden. Die Familie, welche uns schon sehr viele Jahre unterstützt und selbst auch schon zwei Hunde unseres Tierheims aufgenommen und äußerst liebevoll umsorgt hat, verliebte sich in die kleine aufgeweckte Hündin. Als der Umzug nahte, lief Struppi wie gewohnt voller Vorfreude durchs Tor und zeigte keinerlei Unsicherheit. Die Terriermischlingsdame findet eben alles spannend und freut sich einfach, dazu zu gehören. Im neuen Zuhause erweckte alles ihr Interesse, vor allem aber das Sofa. Wie ein jugendliches Reh hopste sie hoch, um näher an ihren Zweibeinern zu sein. Davon waren auch ihre Menschen begeistert. So kommt jeder in den Genuß von der Nähe des anderen und es darf ausgiebig gekuschelt werden. Wir erhielten schon eine Nachricht, dass Struppi die erste Nacht gut in ihrem Körbchen geschlafen hat, um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten.

 

13.07.2020

Heute haben wir uns in ein besonderes "Abenteuer" gewagt: Da Hündin Bella bevorzugt draußen schlafen möchte (was uns auch der vorige Besitzer bestätigte) und dies bei uns einfach nicht zu verwirklichen geht, suchten wir eine Möglichkeit, der Hündin einen besseren Platz zu organisieren. Wir fanden tatsächlich einen großartigen Tierschutzverein, wo sich Bella künftig entsprechend ihren Bedürfnissen wohlfühlen kann. Mittag ging die Fahrt los, Bella war freudig aufgeregt, wohin die Reise geht, aber verhielt sich dennoch ruhig. Angekommen, zeigte sie sich aufgeschlossen und interessiert, die vielen anderen fremden Hunde und die ungewohnte Umgebung störten sie keineswegs. Im Gegenzug baten wir unsere Hilfe an und übernahmen dafür aus dem zahlreich belegten Tierheim zwei miteinander bekannte Hunde. Sie brauchen noch einen Moment, um den Platzwechsel zu verarbeiten und sich umzugewöhnen. Lieb sind sie jedenfalls und zugänglich. Einen riesigen Dank nochmal für das wunderbare Entgegenkommen des Vereins und für Dich, Bella, alles Gute. Dich hier traurig zu sehen, weil wir Dir nicht das bieten konnten, was Du dir wünschst, hat uns auch traurig gestimmt. Nun hast Du freiere Entfaltungsmöglichkeiten. Machs gut, große Wuscheline. 

 

11./12.07.2020

Wir sind sehr gerührt von Ihren spontanen wertvollen Unterstützungen! Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns aufgrund unseres Hilferufs bezüglich Hundefutter sofort unter die Arme gegriffen haben. Sei es mit zahlreichen Paketen, überbrachten Futterspenden oder tollen Geldspenden für den Kauf von Hundefutter. Wir sind beinahe sprachlos und können nur unseren unendlichen Dank aussprechen. Sie haben dafür gesorgt, dass die vielen Hundemägen weiterhin sorgenfrei gefüllt werden können. 

 

10.07.2020

Die Abgabeflut der Katzen nimmt kein Ende. Heute nahmen wir eine Mieze mit 4 neugeborenen Jungtieren auf. Katze Seppel lebte die letzten zwei Jahre ihres Lebens bei einem älteren Herrn als Freigängerin. Nun starb der Mann sehr plötzlich und seine Tochter bat uns in ihrer Not um Hilfe. Unter Tränen gab sie die kleine Familie bei uns ab und berichtete uns, dass Seppel wohl schon mehrmals Junge hatte. An Kastration dachte niemand. Jetzt darf Seppel ihre Zwerge erst einmal großziehen, bevor wir der unkontrollieren Vermehrung ein Ende setzten.

 

09.07.2020

Am Nachmittag herrschte Aufregung und Gebell im Tierheim. Grund dafür war eine ganze Kompanie Bauarbeiter die samt Bagger, Ramme, Säge und Spaten bewaffnet ins Tierheim einzogen. In Sachsen schreitet der Ausbau des Breitbandinternet stetig voran und nun waren auch wir an der Reihe. Fast fünf Stunden lang wurde gebuddelt - diesmal nur nicht von Vierbeiner. ;-) Unsere Hofhunde durften derweil den Garten vor dem Büro unsicher machen und waren ganz erheitert von der Abwechslung. So sah man Hundeopi Dinu unter einer großen Tanne in einem Loch buddeln. Hündin Nora untersuchte jeden Grashalm ganz genau und die liebe Bina hielt unter einer schattigen Hecke Siesta. Dies war sicher nicht der letzte Besuch der Bauarbeiter im Tierheim. 

Noch während draußen gebaggert wurde, übergab uns eine Frau ihre Mieze. Die Dame gab aus gesundheitlichen Gründen die Katzenhaltung auf und brachte Greta von Mützel, eine Begalkatze, in unsere Obhut. Ganz aufgeschlossen miaute sie uns an und freute sich über unsere Aufmerksamkeit. Sicher wird sie nicht lange brauchen, um ein liebevolles neues Zuhause zu finden.

 

08.07.2020

Das Ordnungsamt Großröhrsdorf bat uns um die Aufnahme von drei Fundkatzen. Die kleinen Miezen wurden in der Nähe vom Bahnhof herrenlos aufgefunden und sollten nun bei uns unterkommen. Da unsere Katzenquarantäne nun schon der Belastungsgrenze nahe ist, haben wir kurzerhand eine Hundequarantäne umfunktioniert, um die drei Kleinen aufnehmen zu können. Noch schauen sie uns ängstlich mit großen Augen an, doch wir möchten den Würmchen die Hoffnung auf ein neues Zuhause schenken.

Außerdem waren wir am Nachmittag unterwegs zu einer Nachkontrolle. Bei einer Hündin, die 2014 von uns vermittelt wurde, gab es gravierende familiäre Änderungen und wir wollten uns vom wohlergehen von Tereza überzeugen. Wir fuhren also nach Chemnitz und fanden einen zufriedenen Hund vor. Nach einem langen Gespräch waren wir dann vollkommen überzeugt, dass Tereza glücklich ist. Und so fuhren wir mit einem guten Bauchgefühl wieder Richtung Heimat.

 

07.07.2020

Ab sofort kann uns Elsa mit ihrem niedlichen Knickohr aus dem Nachbarort zuwinken. Die erst Mitte Juni bei uns eingetroffene Hündin hat mit ihrem aufgeschlossenen Charakter sofort eine Familie bezirzt, welche vorher einem lieben Hundeopi, ebenfalls aus unserem Tierheim, bis zuletzt einen tollen Lebensabend schenkte. Trotz aller Trauer war es nun an der Zeit, nach vorn zu blicken und einem weiteren bedürftigen Hund die schönen Seiten des Lebens zu zeigen. Also durfte Elsa nach Großröhrsdorf umziehen. Tiefenentspannt erlebte sie die Fahrt dorthin, in der Wohnung reagierte sie dann doch unruhig. Schuld waren die vielen neuen Eindrücke, so dass sich Elsa gar nicht entscheiden konnte, wo sie zuerst gucken sollte. Als sie die Terassentür entdeckte, hieß es anleinen und alles erkunden, was noch da draußen auf sie wartete. Sehr zur Freude der kleinen Wasserratte fliesst ein Bach direkt durch den Garten, den Elsa gleich ausprobieren musste. Wie im Paradies muss sie sich vorgekommen sein. Elsa inspizierte die Grundstücksgrenze und begrüßte gleich einen Nachbarn freundlich. Dann hieß es für uns auch schon Abschied nehmen, wobei die vierbeinige Frohnatur deutlich singnalisierte, dass sie da bleiben möchte. Das darfst Du auch, liebe Elsa. Habt viel Freude mit- und aneinander.

 

06.07.2020

Nach nicht einmal einer Woche Vermittlung brachte man uns unter Tränen Hündin Jana zurück. Allem Anschein nach konnte sie sich mit der neuen Situation nicht arrangieren und war apathisch. Sie verweigerte sowohl das Fressen als auch Spaziergänge oder sonstige Bemühungen. Selbst bei uns im Empfangshaus lag die Hündin nur da, war nicht ansprechbar und schien teilnahmslos. Ihr Interesse und ihre Bewegungslust fand Jana erst in ihrem alten Rudel wieder. Es sollte eben nicht sein. Wir gehen davon aus, dass sie lieber einen Zweithund an ihrer Seite hätte.

 

04./05.07.2020

Da sich die drei neuen Senior-Hunde aus der Smeura ("Was gestern geschah" vom 25.06.20) super schnell eingelebt haben und sich bester Gesundheit erfreuen, durften sie nun unser Hofrudel komplettieren. Und was sollen wir sagen: Von wegen alles Senioren! Kim wirkt bei näherer Betrachtung deutlich jünger und über Bina freuen wir uns besonders: Die Hundedame springt tänzelnd und ausgelassen um uns herum. Sie bringt mit ihrer fröhlichen Art jugendliche Frische in das Rudel. Dabei wurde sie uns als ruhig und zurückhaltend beschrieben. Wir sind glücklich und dankbar, dass sie sich augenscheinlich hier so wohl fühlt und uns ihr wahres Ich schenkt. 

 

Bei Katzenmama Cannelloni war die Kastrationsnaht gut verheilt und wir konnten ihr die Fäden ziehen. Dies geschah völlig problemlos im Handumdrehen, während sie absolut gelassen im Arm lag und sich streicheln ließ. Daran könnte sich manche Katze ein Beispiel nehmen. Cannelloni hatte sich definitiv ein extra Leckerli verdient, was sie dann auch dankbar verspeiste.

 

03.07.2020

Heute haben wir einen besonders bitteren Verlust zu beklagen. Kaninchenmännlein Bello war zur Kastration in der Tierarztpraxis. Trotz ausgezeichneter Narkose und sorgfältig durchgeführer Kastration ist der Mümmelmann im Anschluss nicht mehr aufgewacht. Reanimationsversuche vom Praxisteam blieben erfolglos. Bello kam nicht mehr zurück. Den Tränen nahe informierte uns die Tierärztin telefonisch. Besonders hart traf die Nachricht auch Bellos Interessenten, zu deren Kaninchendame er in einigen Wochen umziehen sollte. Dieser unerwartete Tod hat uns zutiefst erschüttert. Wir werden den lieben Bello immer in unserem Herzen behalten.

 

02.07.2020

Zur turnusmäßigen Tierarztvisite wurden diesmal fünf Samtpfötchen geimpft. Bei der Untersuchung der kleinen Inge, wurden Ohrmilben festgestellt wogegen sie nun mit Ohrentropfen behandelt wird. Desweiteren wurde der Heilungsverlauf des Abszess der schwarzen, blinden Fundkatze (wir tauften sie Uhu) abgeschaut und für gut befunden. Leider zeigten ihre Blutwerte eine Erhöhung der Schilddrüsenwerte, sodass sie nun täglich eine Tablette nehmen muss. Der Rüde Tino hatte eine Bissverletzung ab Bauch. Er bekommt ab sofort Antibiotika, Schmerzmittel und muss einen Trichter tragen, um ein lecken daran zu verhindern. Ebenso Medikamente bekommt Elsa. Sie kam bereits mit einer Wunde im Gesicht zu uns, die aber nicht wirklich abheilt. Unsere neuen Rumänen Bina, Zeus und Kim wurden auch untersucht. Alle haben leider einen schlechten Zahnstatus und müssen demnächst diesbezüglich behandelt werden. Bei Zeus wurde zusätzlich ein Lidrandtumor festgestellt, der am Auge reibt und Probleme macht. Wir haben bei dem lieben Opi Blut abgenommen. 

 

01.07.2020

Nicht nur der Monat startete neu, auch für Hündin Jana begann ein neuer Lebensabschnitt. Eigentlich hätten wir vermutet, dass sie mit ihrer scheuen Art ein bisschen länger bei uns verweilen würde, aber die Wirklichkeit überrascht uns doch hin und wieder auf die angenehme Art. Gerade weil die Hündin nicht so aufdringlich ist und ein zartes aber neugieriges Gemüt besitzt, fiel sie einem Pärchen auf, welches eigentlich einen anderen Hund besuchen kam. Auf dem Papier (oder digital) ist es eben doch etwas ganz anderes als ein persönliches Kennenlernen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Interessenten, egal wie weit entfernt sie wohnen, sich hier vor Ort ein Bild von ihren zukünftigen Mitbewohnern machen und die gegenseitige Sympathie erkunden können.

 

Die neuen Herrchen (und Frauchen) von Jana hatten nicht so einen weiten Anfahrtsweg, weshalb Jana bei diesen heißen Temperaturen zum Glück nicht lange Auto fahren musste. Erstaunlicherweise verhielt sich die Hündin trotz ihrer Angst vor dem Ungewissen schön ruhig. In Radeberg im zukünftigen Wohnhaus wurde Jana von Geräuschen irritiert, die aus dem Keller kamen. Offensichtlich hantierte jemand dort unten herum, dennoch konnte Josi die Hündin davon überzeugen, fein die Stufen hinauf zu steigen. In der Wohnung benahm sich die Hündin nach einem kurzen Rundumblick, als wäre dies ihr gewohntes Zuhause. Während der Vertragsabwicklung lag Jana unter dem Tisch, die Vorderbeine übereinander gekreuzt und die Augen geschlossen. Eine entspannte Hündin, die uns zeigte, dass sie ihre passende Bleibe gefunden hatte. Wir sind sehr glücklich darüber und wünschen allen eine spannende und harmonische Zukunft. 

 

30.06.2020

Der letzte Tag des Monats gab noch einmal alles. Unabhängig voneinander standen zeitgleich zwei Familien mit Transportboxen vor unserem Tor. In der einen Box befand sich ein kleiner niedlicher schwarz-weißer Findelkater, der den Abgebern Zuhause zulief und noch sehr jung war. Keine Frage, süß war der "Fratz", den sie aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Kater aus der Werbung "Felix" nannten. Wir müssen ihn nur erst einmal mächtig aufpäppeln. Unseren ersten Schätzungen zufolge ist er erst zarte 4 - 6 Wochen! 

Die anderen Abgeber hatten größere Sorgenfellchen bei sich: Aufgrund des Nachwuchses wurde der 5 Jahre alte Kater "Lucky" entgegen seinem Namen rein gar nicht mehr glücklich, reagierte sehr ängstlich, versteckte sich und konnte auch schon mal "zuhauen". Die 9 Jahre alte Katzendame "Diva" bekam nicht mehr ihre gewünschte volle Aufmerksamkeit, wurde unsauber und begann, sich das Fell heraus zu reißen. Das Zusammenleben bedeutete also nur noch Stress und deshalb erkundigten sich die Besitzer schweren Herzens nach einem geeigneten Tierheim und wurden bei uns fündig. Nun ist unsere Katzenquarantäne wirklich rappelvoll. 

 

29.06.2020

Als ein Arbeiter früh auf den Parkplatz eines Firmengeländes fuhr, kam ein völlig durchnässtes Katzenkind bettelnd auf ihn zu. Verwundert informierte er sofort seine Frau, die das kleine Kätzchen erst einmal versorgte. Das nette Ehepaar hatte bereits eine Katze, daher waren Katzenstreu und Futter vorhanden. Weil das Samtpfötchen insgesamt einen gepflegten Eindruck machte, zutraulich war und artig die Katzentoilette benutzte, haben sie einen Eintrag auf Facebook verfasst, falls jemand diese kleine Miez vermisst. Bisher meldete sich niemand und die vorhandene Katze mit ihren stolzen 19 Jahren war nicht so amüsiert über das "junge aufgeweckte Krümel". Dies war der Grund für die Familie, sich gegen Mittag beim zuständigen Ordnungsamt zu melden und anschließend nach Absprache das Tier in unsere Obhut zu übergeben. Da die Katze dreifarbig ist, was fast immer nur bei weiblichen Katzen zutrifft, tauften sie die kleine "Inge". 

 

27./28.06.2020

Für die liebe Hündin Nora hieß es: Fäden ziehen und endlich Body und Trichter "los werden". Die Naht von der OP der Mammaleiste war sehr gut verheilt und so holten wir Nora zu unserem Seniorrudel auf den Hof. Die zarte sanftmütige Hündin fügte sich problemlos ein und genießt nun unser Beisein und die ein oder andere Streicheleinheit zwischendurch. 

 

Unser Tierheimauto nahm unterdessen Fahrt auf zum Tierarzt. Die schwarze Fundkatze mit der dicken Backe ("was gestern geschah" vom 17.06.) war der erste Patient. Wie unsere Tierärztin feststellte, war der Grund dafür ein Abszess, welcher entfernt wurde. Die Augenuntersuchung ergab außerdem, dass sie Zysten hat. Wir warten nun gespannt auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung. Für Mutterkatze Cannelloni stand die Kastration auf dem Plan. Ihre kleinen Nudelkinder sind inzwischen schon selbständig und die hübsche Miez muss in Zukunft keine weitere ungewollte Schwangerschaft mehr erdulden. Es gibt leider noch viel zu viele Einzelschicksale da draußen, die nicht so viel Glück haben und von uns Menschen weitgehend unbemerkt tagtäglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Darum zählt jede Hilfe.

 

26.06.2020

Es gibt Zuwachs in der Katzenquarantäne zu vermelden. Zwei Jungtiere wurden durch ein Mitglied des Vereins eingefangen und in unsere Obhut übergeben, in der Hoffnung, dass wir die Beiden an menschliche Zuwendung gewöhnen und dann hoffentlich in ein liebevolles Zuhause vermitteln können. Noch finden es die beiden schwarz-weißen Hübschen hier ziemlich doof, sie verstecken sich in einander gekuschelt und schauen uns mit großen Augen an. Voller Zuversicht hoffen wir, dass der Knoten doch noch platzt und beide zutraulich werden, wenn sie in der Sicherheit des Tierheims ohne Hunger und Sorgen aufwachsen können.

 

25.06.2020

In routinierter Art fuhr der große weiße Transporter der Smeura auf unseren Hof. An Board waren unsere drei neuen Hunde. Im Handumdrehen waren die freundlichen drei Nasen aus ihren Transportboxen entlassen und konnten ihr Gehege gemeinsam erkunden. Kim strahlte einen förmlich an, während sie unablässig mit dem Stummelschwänzchen wedeltet. Und auch Zeus kam immer wieder schnuppern und kurze Streicheleinheiten abholen. Nur Bina hielt noch Abstand. Woher sollte sie auch wissen, dass wir es nur gut mit ihr meinen. Doch schon am Abend begrüßte Bina uns schwanzwedelnd. Warscheinlich waren es wirklich nur die Strapazen der Fahrt, die Bina verunsichert haben.

Doch die drei Hunde waren nicht die einzigen, die diesmal im Transporter auf uns gewartet haben. Erstmalig haben wir auch 8 Katzen aus der Smeura in unsere Obhut übernommen. Die Miezen waren verständlicherweise ziemlich durch den Wind und waren nach dem Ausladen erst einmal "unsichtbar". Bis auf einen hübschen rot-weißen Kater. Der junge Bursche hat die Liebe zu den Menschen wohl mit einem ganz großen Löffel gegessen. Er wich uns nicht von der Seite, schmierte, butzte und schnurrte als gäbe es kein morgen mehr. Dies lenkte doch nur wenig von der Tatsache ab, wie spindeldürr all die Miezen waren. Mit etwas Futter konnten wir sie dann aus ihren Verstecken locken. Wir werden noch einige Zeit brauchen, die Samtpfötchen kennenzulernen und natürlich auch umgedreht.

 

24.06.2020

Lange Zeit blieben wir verschont doch nun haben wir wieder einen Rückkehrer zu vermelden. Kater Tscheppino wurde zu uns zurückgebracht. Er und Kater Solus, die gemeinsam im Januar vermittelt wurden, verstanden sich nicht mehr. Der schwarze, schüchterne Solus entwickelte solche Angst vor Tscheppino, dass er sein Geschäft nur noch auf den Küchenschränken verrichtete, da Tscheppino dort nicht hin kam. Höchste Zeit die Notbremse zu ziehen, wenn die Beziehung der Kater so angespannt ist. Tscheppino fand den neuerlichen Umzug natürlich nicht schön und würdigte uns keines Blickes. Sicher finden wir für den hübschen cremefarbenen Persermix ein passenderes Zuhause, wo er seine überragende Persönlichkeit voll entfalten kann.

 

23.06.2020

Ob Spendenboxen leeren, Tierarztfahrten oder Vermittlungen, selbst Kurzstrecken zum Pappcontainer oder wichtige Besorgungen machen, unser Tierheimauto ist einfach tagtäglich im Einsatz und unentbehrlich. Darum muss es auch immer vollkommen betriebsfähig  sein. Auf den letzen Touren merkten wir jedoch, dass die Klimaanlage nicht funktioniert. Und das ausgerechnet in dieser warmen Jahreszeit, wo sie besonders, wenn Tiere an Bord sind, unverzichtbar ist. Ohne Klimaanlage bei Hitze zu fahren ist unverantwortlich. Also brachten wir das Auto in die Werkstatt. Es entstehen zwar wieder Kosten, aber was sein muss, muss schließlich sein.

 

Nachdem die erneute Blutkontrolle von Legend erfreulicherweise keinen Grund zur Beanstandung lieferte, durfte er nun sein Körbchen in unserem Besucherrudel beziehen. Wir sind umso begeisterter, dass Legend sich gut eingefügt hat. Bei dem Opi, den wir meist nur liegend sahen, hat der Platzwechsel Wunder vollbracht. Er bewegt sich jetzt mehr, er lässt sich auch einmal zu einer Streicheleinheit überreden und genießt dies dann so sehr, dass er sogar sein Köpfchen in unseren Schoß legt. Es ist einfach rührend. 

 

22.06.2020

Mit einer Woche Verspätung durfte endlich auch die vierte der Hündinnen aus Butimanu/ Rumänien (siehe "was gestern geschah" vom 15.06.2020), die braun-schwarze Andrea, zu uns reisen. Bei ihrer Ankunft war sie noch etwas zurückhaltend, aber das legte sich sehr schnell. Auf den Bildern wirkte sie nur ein wenig größer, aber sie ist perfekt so, wie sie ist.  Nun darf sie zusammen mit den anderen Dreien im Gehege auf der Wiese rennen und mit ihrem niedlichen Blick nach einem passenden Familienanschluss Ausschau halten.

 

20./21.06.2020

Der Morgen begann für Bin noch vor dem eigentlichen Aufstehen. Trotzdem kam er Mario freudestrahlend entgegen. Als hätte er gewusst, was ihm bevorstand. Tage zuvor hatte sich eine Familie aus Oberfranken in die Beschreibung und Fotos von Bin verliebt. Sie mussten den in sich ruhenden und freundlichen Rüden einfach kennen lernen. Da die Mutter noch ein wenig Respekt vor Hunden hat, fand sie in ihm den idealen "Therapiehund". Vor Ort konnten alle Seiten dies nur bestätigen:  Bin schaffte es mit seiner zauberhaften gemütlichen Art, dass die Frau kaum noch "die Finger von ihm lassen" konnte. Da alles wunderbar passte, durfte Bin nach etwas über einem Monat Aufenthalt bei uns schon umziehen. Er legte sich in die Transportbox, war ruhig und für ihn hätte die Fahrt sonst wie weit gehen können, er war einfach gelassen. Drei Stunden später war der lange Weg geschafft, Bin durfte aussteigen und beschnupperte fröhlich sein zukünftiges Zuhause. Ein Dörflein im Grünen, angrenzender Wald und alles ebenerdig. Was für ein Traum. Dennoch blieb Bin lieber in der Nähe seiner neuen Familie und zog es vor, alles gemeinsam zu erkunden, um nebenbei weiter gestreichelt zu werden. Kaum zu glauben, dass er unter Tausenden von Hunden 6 Jahre in der Smeura fristen musste. Die verlorene Zeit wird er nun intensiv aufholen dürfen. Wir freuen uns so sehr.

 

19.06.2020

Bereits Anfang der Woche erkundigte sich bei uns eine Frau aus dem Umland nach Hilfe. Eine Katze wäre spontan auf ihrem Grundstück zugelaufen und wolle dort nicht mehr weg. Die Frau besitzt aber selber schon Katzen und wollte nicht riskieren, dass entweder die fremde Katze verscheucht werden würde und ihrem Schicksal überlassen, noch dass sich ihre Katzen nicht mehr heim trauen wegen dem fremden Besuch. Also borgte sie sich bei uns eine Lebendfalle aus. Ende der Woche konnte sie uns die hübsche aber scheue dreifarbige Katze dann übergeben. Da sich der Neuankömmling noch verkriecht, haben wir noch kein Geschlecht bestimmen können. Einen Chip fanden wir - wie so oft - leider nicht, also ist uns die Vorgeschichte wieder einmal unbekannt. Zeitnah werden wir die Samtpfote näher beäugen und untersuchen lassen. In der Zwischenzeit kann sie erst einmal in Ruhe ankommen. 

 

18.06.2020

In unserem Nagerhaus herrscht seit heute absolute Ruhe. Nach über 2 Jahren Aufenthalt bei uns durften die Chinchillas Miss Marple und Muffin endlich ihr endgültiges Domizil beziehen. Nachdem die vorhergehenden Chinchillas der Familie nach und nach ein stolzes Alter erreicht hatten und von dieser Welt gegangen sind, stellte die Familie fest, dass ohne Chinchillas etwas fehle. Also wollten sie gern unser Pärchen bei sich aufnehmen. Nun war der Tag gekommen, nur die Chinchies wollten nicht so, wie wir wollten. Das Einfangen in unserem großen Nagerhaus gestaltete sich etwas amüsant, da Miss Marple anderer Meinung war und sich der Angelegenheit am liebsten entziehen wollte. Ja, Chinchillas können flink sein, aber lassen sich wunderbar mit getrocknetem Obst locken... Ausgetrickst ;)

Angekommen in Dresden, wurden alle erst einmal von den Familienmitgliedern begrüßt, allen voran der West Highland Terrier. Er war mit Chinchillas aufgewachsen und sichtlich erfreut über den Neuzugang. Miss Marple und Muffin hingegen erfreuten sich ihrerseits auch an ihrem neuen Zuhause. Sie hopsten begeistert umher, nahmen ein Sandbad, kosteten vom Futter und waren rundum zufrieden. Vom Hund haben sie sich überhaupt nicht beirren lassen. Wirklich top. Diese Vermittlung ist eine Bereicherung für alle und somit ein voller Erfolg. Wir danken sehr und wünschen noch viele Jahre so ein schwungvolles Zusammenleben.

 

17.06.2020

Die dieswöchige Tierarztvisite ging rasch von der Hand. Noras Operationsnaht heilt wie gewünscht zu, obgleich sie mit ihrem langen Trichter nicht ganz glücklich aussieht. Daggi bekam Augensalbe verschrieben und wurde geimpft. Ebenso geimpft wurde die komplette Nudelfamilie. Bei Cannellonis Babys Ravioli und bei Fusilli wurde ein kleiner Nabelbruch festgestellt, der zu gegebener Zeit mit der Kastration operiert werden kann. Auch unsere schwarze womöglich blinde Fundkatze sollte untersucht werden. Dies gestaltete sich schwieriger als gedacht, da sie sich trotz Einschränkung nach Leibeskräften wehrte. Auch das legte nahe, dass sie diese Prozedur kennt und nicht besonders schätzt; sprich sie hatte schonmal ein Zuhause und wurde ausgesetzt. Leider hat die Mieze in den letzten Tagen eine dicke Backe bekommen, sodass eine genauere Untersuchung unerlässlich ist und sie in die Tierarztpraxis muss. Im Anschluss bekam Kaninchen Bello noch seine notwendige Schutzimpfung und von dem Rüden Legend wurde zur Kontrolle eines Wertes noch einmal Blut abgenommen.

 

16.06.2020

Heute stand Hündin Nora schwanzwedelnd im Mittelpunkt. Leider nur beim Tierarzt, denn sie war zu ihrer Mammaleisten Operation geladen. Erstaulich gut fuhr sie mit im Auto und meisterte auch den Weg in die Praxis. Bei der Voruntersuchung wurde festgestellt, dass Nora Blut und Protein im Urin hat. Da sie aber durch die Operation Antibiotika verabreicht bekommt, hoffen wir, dass sich das Blasenproblem von selbst löst. Schon ein paar Stunden später durften wir die freundliche Hündin wieder wohlbehalten im Tierheim empfangen. Sie war noch recht tüddelig auf den Beinen und hat den Rest des Tages verschlafen. Drücken Sie die Daumen, dass die Heilung nun rasch und Komplikationslos von statten geht.

 

15.06.2020

Für drei der Hündinnen aus Butimanu/ Rumänien startete ein neues Leben hier in Deutschland. Wir durften die Hündinnen Elsa, Majda und Marni in Empfang nehmen. Jeder Charakter ist unterschiedlich und einzigartig. Während Elsa sofort Kontakt suchte und freundlich ihre Streicheleinheiten abholte, hielt sich Marni in Elsas "Schatten" auf. Als die kleine Marni uns ans Herz gelegt wurde, hieß es ja, dass sie bei einer Hündin, mit der sie bis vor kurzem zusammen war, Sicherheit suchte. Bloß gut, dass sie schnell einen lieben Ersatz in Elsa finden konnte. Marnis Neugier ist zwar groß, aber die Unsicherheit siegt (noch?!?). Ihr ein Hundegeschirr anzulegen, bedurfte noch etwas Überredungskunst. Und die dritte im Bunde, Majda, war einfach nur zurückhaltend und erstarrte bei Berührung. Mit großen Augen schaute sie sich um und wäre wohl am liebsten unsichtbar geworden. Geschirr und Leine anlegen klappte bei ihr bestens, weil sie einfach der Situation ergab. In der Ferne legte sie sich ab, dort fühlte sie sich sichtlich wohler. Wir sind gespannt, wie sich unsere neuen Schützlinge eingewöhnen werden. Für Andrea, die noch in Rumänien wartet, drücken wir ganz dolle die Daumen, dass ihre Papiere zügig in Ordnung gebracht werden und sie auch bald nachreisen kann.

 

13./14.06.2020

Die für das Wochenende angekündigten Gewitter blieben unserem Tierheim zum Glück fern. Vorsichtshalber nahmen wir Telefon, Router und PC aus der Steckdose und trauten uns auch gar nicht, Wäsche zu waschen. Dabei gab es nur einen kurzen "Rungs" und ansonsten Regen, den die Natur dringend braucht. Aber Vorsicht ist bekanntlich besser...

Da Kater Tammy seine letzte Impfung erhalten hatte, durfte er endlich aus der Quarantäne entlassen werden und zog in unser großes Katzenhaus zu den anderen Freigängern um. Seine Beschreibung geht in Kürze online. Damit steht seiner Vermittlung also nichts mehr im Wege. 

Neues gibt es auch von Cannelloni und ihren vier kleinen "Rabauken". Die Katzenkinder entwickeln sich sehr gut und sind schon so aktiv, dass wir ihnen einen extra großen Raum mit verschiedenen Klettermöglichkeiten, Tunnel und Pappkartons hergerichtet haben. Das war eine Aufregung, die die kleinen Samtpfötchen (und freilich auch die Mutti) dankbar angenommen haben. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die "Wirbelwinde" wachsen und wie flink sie sein können. Cannelloni freut sich unterdess über die Entlastung, da sich ihre Kinder nun schön verausgaben können und die "Vollzeit-Mutti" gelegentlich auch wieder durchatmen kann.

 

12.06.2020

Das sommerlich heiße Wetter veranlasste nicht nur unsere Hunde in ihren Häusern zu bleiben, auch Besucher blieben uns fern. Natürlich nutzen wir die unverhoffte zusätzliche Zeit produktiv. Bei Schweinemännlein Marius starteten wir eine Therapie gegen Hautparasiten. Gerade in der warmen Jahreszeit wird er arg von Fliegen belagert und wir wolltem ihm so etwas Gutes tun. Für Marius war die Prozedur eher angenehm, da das Medikament mit Wasser vermischt auf die Haut gesprüht wird. Diese zusätzliche Abkühlung schien ihm willkommen zu sein. Natürlich wurde auch sein Schlafhaus gründlich ausgemistet und ein neues Strohbettchen hergerichtet.

Danach widmeten wir uns dem Hühnerstall der auch zum Zweck der Parasitenbehandlung ausgemistet und im Anschluss mit reichlich Kalkpulver eingepudert wurde. Die Hühner bekamen unterdessen einen aufgeschnittenen Kürbis den sie gierig ausgepickt haben.

Alles in allem ein schweißtreibender aber erfolgreicher Tag.

 

11.06.2020

Eine Bürgerin einer benachbarten Gemeinde rief uns an und informierte uns, dass ihr eine orientierungslose Katze zugelaufen sei. Das schwarze Tier wäre mit Zecken übersäht und ziemlich durch den Wind von dem Verkehrslärm bei ihr vor dem Haus. Mit Hilfe der zuständigen Gemeinde konnte die Mieze in unsere Obhut übergeben werden. Unserer erste Einschätzung nach, scheint das Tier blind zu sein. Und so war es nicht verwunderlich, dass sie uns erst einmal kräftig anfauchte. Wir brachten ihr dann eine Portion Nassfutter, welche sie glücklicherweiße auch fand und gierig verputzte. Neben den Zecke hat sie scheinbar auch noch Umfangsvermehrungen am Auge. Die Auffindesituation lässt uns vermuten, dass das hilflose Tier ausgesetzt wurde - vielleicht sogar, um die Tierarztkosten zu sparen. Bei uns wird das arme Ding erst einmal aufgepäppelt.

 

10.06.2020

Der hübsche Wuschelhund Benny hatte heute seinen Termin zur Zahnsanierung. Die Fahrt im Auto war ihm nicht ganz geheuer, wusste er doch nicht, wohin die Fahrt geht. In der Klinik angekommen, hatte er womöglich "den Braten gerochen" und weigerte sich partout aus dem Wagen auszusteigen. Nur mit vereinten Kräften konnten wir ihn überreden. Den Eingriff selbst hat er gut überstanden. In Narkose wurde auch gleich eine kleine Umfangsvermehrung in seinem Ohr begutachtet. Das Gewächs störte ihn sichtlich und wurde deshalb biopsiert. Zurück im Tierheim nahm er alles viel entspannter hin und konnte schon am späten Nachmittag wieder mit seinen Hundekumpels am Zaun stänkern gehen. So ein niedliches Knautschgesicht!

 

09.06.2020

Viel zu schnell war dieser Tag gekommen. Völlig entkräftet signalisierte Semolina uns, dass es für sie Zeit wird, ihren Weg über die Regenbogenbrücke anzutreten. Zuletzt nahm sie keine nennenswerten Futtermengen mehr auf und brachte das Wenige auch immer öfter hervor. Die Diagnose stand, wir wusste, worauf wir uns einstellen müssen und doch wollte es keiner von uns wahrhaben, dass der Abschied so schnell bevor stand. So viel Glück und so viel Sorge haben wir mit Semolina in den letzten sieben Monaten durchlebt. Und auch wenn sie nur so kurz Teil unseres Lebens war, werden wir Semolina nicht vergessen.

 

08.06.2020

Für Hunters Kameradin Lola ging es auch auf große Fahrt. Liebe Menschen entdeckten die Hündin in unserem Tierheim und waren gleich ganz hin und weg von ihrer charmanten Art. Während der Fahrt war Lola ganz brav und hat keinen Ton gesagt. Wir wurden bereits sehnsüchtig erwartet. Für Lola war das alles sehr überwältigend, all die neuen Gerüche, die Wiedersehensfreude über Ihre neue Familie und das fremde Umfeld. Erstaunlicherweiße ging die hübsche Lola völlig angstfrei die Treppen hinauf und beschnupperte in der Wohnung alle Räume. Um nichts zu verpassen, setzte sie sich dann mit uns an den Esstisch, obwohl dort nur langweilige Papiere und gar nichts zu essen stand. Nachdem wir alles besprochen hatten, ging es noch zu einem gemeinsamen "Inspektion" in den Garten. Der Nachbarshund, welcher auch im Haus lebt, brach gerade zum Spaziergang auf und wurde von Lola freundlich und nett begrüßt. Alles in allem hat Lola ein super liebes neues Zuhause gefunden.

06./07.06.2020

Für Hunter war heute ein aufregender Tag. Der Rüde stieg ins unser Tierheimauto und durfte mit Mario nach Oberlichtenau fahren. Dort wurde er nämlich von seinen zukünftigen Besitzern erwartet. Kurz vor der Vermittlung bekamen wir den Anruf, dass ausgerechnet an diesem Tage Bauarbeiten begonnen haben und somit die Zufahrtsstrasse blockiert ist. Also wurde ein kleiner Spaziergang unternommen. Hunter fand dies alles sehr interessant, außer als es ihm zu laut wurde, versteckte er sich ein wenig hinter Mario. Beide mussten einen Berg hinauf laufen, das zukünftige Revier von Hunter ist ein Haus am Hang, dahinter gelangt man sofort ins Grüne. Wirklich ideal und ruhig gelegen. Die Pflegehündin begrüßte Hunter bellend, er fand das zu laut und ignorierte ihr Getue. Sehr gelassen und vorbildlich reagiert, lieber Hunter! In der Wohnung war alles gemütlich eingerichtet, am tollsten fand Hunter aber das Sofa. Klar, neben den Menschen kuschelt es sich besonders gut. Als dann noch unangemeldet Besuch vorbei kam, war Hunter glücklich: oh, noch zwei Hände mehr zum Streicheln ;) Der Genießer hat es bei seiner jungen dynamischen Familie sehr gut und wir sind besonders angetan, dass sie Hunter trotz seiner vermutlich seit Welpenalter missgebildeten Hinterläufe so viel Liebe und Fürsorge entgegenbringen.

 

05.06.2020

Gute Nachrichten vorab: die Fundhündin wurde von Ihren Besitzern wieder abgeholt! Hund und Halter konnten erfolgreich wieder vereint werden. 

Nicht so gute Neuigkeiten überbrachte unsere Tierärztin. Die zarte Semolina wurde vorstellig, weil sie in den letzen Wochen kontinuierlich abgenommen hatte. Nun steht die Diagnose: FIP. Wir sind am Boden zerstört: so kurz nach Trixie ist nun auch Semolina erkrankt. Wir wollen nun versuchen, Semolina ihre letzten Wochen noch so angenehm wie möglich zu gestalten und sie vor Schmerzen zu bewahren. Das sind wir unserer Semo einfach schuldig.

 

04.06.2020

Ein besorgter Bürger bat um unsere Unterstützung. In seinem Grundstück tauchte eine ältere blonde Labradorhündin auf. Er befragte die Nachbar zu der Hündin und erfuhr, dass der Hund schon am vergangenen Wochenende dort gesehen wurde. Nun stand sie pitschnass vor seiner Tür und wollte ins Haus zu seinem Rüden. Der tierliebe Mann nahm sie mit ins Haus und gab ihr etwas zu trinken. Wir erklärten uns bereit die Fundhündin bei uns aufzunehmen. Einen Chip konnten wir leider nicht finden. Nun bleibt nur zu hoffen, dass sich der Besitzer recht bald meldet und seine nette Hündin bei uns abholt.

 

03.06.2020

Unser Gisbert fühlt sich nun wie der absolute Hahn im Korb. Sagenhafte 12! Hennen konnten wir heute buchstäblich vorm Schlachter retten. Einzig aus wirtschaftlichem Grund, weil sie nicht mehr so legefreudig wie frische junge Hennen wären, wollte man sie nicht mehr behalten. Die Chance für uns, den bisher wie Ware behandelten Tieren Gutes zuteil werden zu lassen. Neugierig erkundeten die 12 Damen bei uns das grüne Etwas, genannt Wiese, und Gisbert hat alle "Hände" voll zu tun, seine neue Hühnerschar in Schach zu halten. Sie haben doch so viel nachzuholen! Bilder von der Ankunft dieser 12 Hühner zeigen wir Ihnen gerne unter "Neues".

 

02.06.2020

Der wuschelige Seniorrüde Bin wurde in unser Hofrudel integriert. Inmitten all den anderen älteren Vierbeinern und natürlich nahe an uns Zweibeinern fühlte sich Bin gleich gut aufgehoben.

Ebenso gut fühlten sich unsere beiden Meerschweinböckchen Kolumbus und Vespucci. Endlich war ihr Gehege im A-Raum komplett neu gestaltet und frisch eingerichtet. Voll Freude über die Abwechslung und das Platzangebot flitzten die zwei freudig muckernd umher.

 

01.06.2020

Auch an Pfingsten steht das Tierheimgeschehen nicht still. Zuerst möchten wir voller Freude von Hündin Sumy berichten. Die liebe treue Hündin mit dem sanften Blick hat ihre neue Familie verzaubert und so durfte die Kleine nach Dresden umziehen. Im Auto fuhr Sumy ruhig mit, selbst im Stadtgetöse lief sie souverän und sicher. Am Fahrstuhl warten, einsteigen, mitfahren- alles kein Problem für die rumänische Hündin. Wir sind begeistert von solcher Unkompliziertheit und Anpassungsfähigkeit. Sumy ist eben ein Traumhund, der alles richtig machen will und sich freut, wenn sie einfach mit dabei sein darf. Nun hat sie ihren Platz gefunden und wir wünschen allen eine faszinierende Zukunft.

 

Eine Feiertagsüberraschung der anderen Art gab es für Semolina. Wir holten die Wohnungskatze, die keine Sonnenstrahlen auf ihre Öhrchen bekommen darf, näher an uns Menschen. Sie wohnt nun im Büro und erhält von uns Aufmerksamkeit, so oft es geht und sie es wünscht. Auch wenn sie nur auf dem Kratzbaum liegt und döst, es macht in Gesellschaft einfach mehr Spaß. Hoffen wir, dass wir ihr so das Warten bis zu ihrer hoffentlich baldigen Vermittlung ein wenig "versüßen" können.