Was gestern geschah

 

15.01.2021

Der Winter hat uns fest im Griff. Aufgrund des anhaltenden Schneefalls waren wir von früh bis spät mit Schneeschippen beschäftigt. Kaum war ein Weg beräumt, lag erneut der Schnee so hoch das man wieder von vorn beginnen konnte. Dachlawinen taten ihr übrigens, damit uns nicht langweilig wurde. Dennoch fanden in der Öffnungszeit wieder zahlreiche Interessenten und Spender den Weg ins Tierheim. Drücken Sie die Daumen, dass für den ein oder anderen Schützling der passende Zweibeiner zu Besuch war und die Vierbeiner bald ein Zuhause finden werden.

 

14.01.2021

Ganz mutig tapste Soja in die offene Transportbox hinein. Snorre wollte ebenso mit, aber nein, er muss sich noch ein wenig gedulden. Heute ist Soja erst einmal derjenige, der ausziehen darf.Während der Autofahrt, so das erste Mal ganz allein auf sich gestellt, war Soja dann doch nicht mehr so mutig. Er maunzte, dass wir schon befürchten mussten, dass er in Dresden heiser ankommt. Dem war zum Glück nicht so.
In seinem neuen Reich brauchte er 10 Minuten, bis er nicht mehr geduckt lief. Sehr amüsant war die Begegnung mit dem bodenlangen Spiegel. "Huch, da ist doch wer?" Nochmal zurück, an der Seite schauen: nein, da ist nichts. Also nochmal Frontalkonfrontation, kurzes Zurückzucken und erneutes Betrachten. Aha, es ist dann doch nicht ganz so interessant. Das Katerchen zog weiter. In der Stube erkundete er kurz den Fußboden und die Ecken. Aber dann dachte er sich, "von oben sehe ich besser" und kletterte auf einen der Kratzbäume. Anschließend, nach so viel Aufregung hungrig geworden, musste er erst einmal vom Trockenfutter kosten. Es schien zu schmecken, so dass er gar nicht genug ins Mäulchen bekam und ein wenig das Futter um den Napf herum verteilte. Danach lief Soja stolz erhobenen Schwanzes zum Sofa, sprang hoch und holte sich mega viele Streicheleinheiten ab. Dabei begann er sogar zu schnurren. Nachdem Soja so viel Furchtlosigkeit bewies, durfte er, obwohl dies erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant war, auch die anderen Räume erkunden. Wir nutzen die Chance und verabschiedeten uns, ohne dass Soja davon etwas mitbekam.

 

13.01.2021  

Eine weitere Samtpfote durfte heute unser Katzenhaus gegen die eigenen vier Wände tauschen. In einem riesigen Eigenheim in Schirgiswalde residiert von nun an Katze Lotus. Das sonst aufgeweckte Katzenmädchen war erst einmal irritiert von der Fahrt und dem großen Platzangebot. Dabei wird sie zur Eingewöhnung vorerst „nur“ die geräumige Wohnstube und Küche kennenlernen, bevor sie das gesamte Haus erkunden darf. In zwei verschiedene Richtungen laden große Fenster zum Wildvögel beobachten ein.

Außerdem freuen sich alle drei Familienmitglieder auf gemeinsames Spielen, Spaß haben und natürlich Kuscheln. Noch sichtlich beeindruckt zog sich Lotus allerdings zunächst hinter das Sofa zurück. So wie wir sie bisher erlebt haben, dürfte das Eis aber schnell gebrochen sein.

12.01.2021  

Der heutige Tag war eine Herausforderung für alle. Der ständige Schnee sorgte nicht nur für Verkehrschaos. Unser lieber Hausmeister kam mit Schnee schieben gar nicht hinterher. Die Wildvögel fanden woanders nichts mehr zu futtern und hatten deshalb unsere Vogelhäuschen im Nu geleert, die wir natürlich flugs wieder auffüllten.. Einige Äste unserer Bäume und Büsche bogen sich unter der Last des vielen Schnees. 

Dennoch hielt uns das alles nicht davon ab, Antonias Glück eines eigenen Körbchens zu verwehren. Wir nahmen uns alle Zeit der Welt, fuhren ruhig und besonnen mit der Katze an Bord zum Tor zur Oberlausitz. In einem zweistöckigen Eigenheim hat die neue Besitzerin für Antonia erst einmal liebevoll ein eigenes Zimmer eingerichtet, wo sie sich eingewöhnen kann. Sogar die Gardinen wurden eingekürzt, damit Antonia ungehindert heraus schauen kann.Wie erwartet wollte die hübsche schwarz-weiße Katze anfangs gar nicht aus der Transportbox heraus, dann nach einiger Überredung kam sie heraus und verkroch sich unters Sofa. Den Schriftverkehr erledigten wir derweil in der Küche, damit Antonia etwas Zeit für sich hat. Jedoch nicht, ohne vorher Leckerlis im Raum verteilt zu haben. Schließlich konnten wir im Tierheim auf diese Art auch langsam das Vertrauen von Antonia gewinnen. Als der Vertrag unterzeichnet und alle Fragen geklärt waren, gingen wir wieder ins Zimmer zurück. Nun befand sich Antonia unter dem Schrank, einige der Leckerlis hatte sie schon verspeist. Na, der Anfang ist doch schon gemacht. Die Frau wird sich oft zu Antonia ins Zimmer setzen, lesen, Fernsehen gucken, ihren Mittagsschlaf auf dem Sofa abhalten, aber der Katze auch die nötigen Ruhephasen gönnen, damit sich Antonia nicht gleich überfordert fühlt.  Wir sind guter Hoffnung, dass Katze und Frauchen bald ein Herz und eine Seele sind.

 

11.01.2021  

Zum Tierheimgeschehen gibt es heute ausnahmsweise nichts Außergewöhnliches zu berichten. Solche Tage finden sich eben auch in unserem Alltag. Wir nutzten die Zeit, um die scheue Hündin Ramona etwas mehr in die Nähe von uns Menschen zu holen. Nun ist sie gefordert, ihre Angst zu überwinden und sich an uns zu gewöhnen. Immer wieder schlich sie sich in unsere Nähe und zeigte gelegentlich vorsichtige Züge von Freude an. Die meiste Zeit verkriecht sie sich jedoch. Wir schieben es mal positiv hoffend auf das Wetter. Von den anderen Hunden kann sich Ramona nun abgucken, dass Nähe und Streicheleinheiten schön sind und unsere Anwesenheit sie nicht einschüchtern braucht. Auch wenn Ramona noch einen langen Weg gehen muss, bis sie vertrauen kann, sie wird es schaffen.  

 

09./10.01.2021  

Wir dürfen Ihnen eine freudige Nachricht mitteilen. Sicher erinnern Sie sich an unser kleines schwarzes Sorgenfellchen "Ginkgo". Er hatte am meisten mit den Nachwirkungen des Katzenschnupfens zu kämpfen und ist der kleinste seiner Geschwister. Nun hat gerade er ein wirklich schönes Zuhause gefunden. Eine Familie, die bereits Hunde von uns adoptierte, nahm vor kurzem ein 15 Wochen altes Katerchen auf, für welchen nette Gesellschaft gesucht wurde. Als die Familie Ginkgo besuchen kam, hat sich dieser in den Arm der Frau gekuschelt und wäre fast eingeschlafen. Die Fahrt in der Box fand er dafür weniger toll. Im neuen Revier schaute sich Ginkgo vorsichtig aber neugierig um. Nach einer gewissen Anlaufzeit jagte er sich bereits spielerisch mit dem vorhandenen Kater. Der Hund war anfangs noch etwas geplättet von den beiden "Rabauken" und skeptisch über den Neuling. Doch bereits einige Zeit später kuschelten und spielten Hund und Katzen. Mit so einer rasanten unkomplizierten Eingewöhnung rechnete eigentlich keiner. Aber das wahre Leben überrascht uns immer wieder. Ginkgo ist in allerbester Kuschellaune, ob Frauchen, Kinder oder auch Besucher, alle werden umgarnt. Wir freuen uns riesig über das Happy End.

 

08.01.2021  

Schon heute erhielten wir Rückmeldung aus der Tierklinik. Die am Vortag eingelieferte Fundkatze entpuppte sich als weibliches Tier, welches sehr verschmust ist, aber gern wieder nach draußen will. Ihr Gesundheitszustand ist tadellos und sie ist auch nicht schlecht ernährt. Man könnte also vermuten, es handelt sich um eine ausgesetzte oder entlaufene Mieze. Vielleicht ergibt sich ja noch ein Happy End. Vorerst bleibt sie zur Überwachung in unserer Quarantäne.

Außerdem durfte die hübsche Fundkatze Fussel die Quarantänestation verlassen. Sie darf künftig unser großes Katzenhaus unsicher machen und durch den Freilauf tigern oder sich im beheizten Innenraum auf dem Sofa wälzen. Die zauberhafte Mieze wird hoffentlich schnell ein liebevolles Zuhause finden.

 

07.01.2021  

 Über das Ordnungsamt erfuhren wir von einer herrenlosen Katze. Die Anwohner berichteten, dass die Mieze seit einigen Tagen dort zu sehen war und keine anstalten machte, wieder zu gehen. Sie sei wohl in keinem guten Zustand und so sagten wir unsere Hilfe zu. Das herangeeilte Ordnungsamt fing die Mieze ein und fuhr mit ihr direkt zum Tierarzt. Wir sind gespannt, was die Veterinäre feststellen werden.

Die hübsche Katze Bonsai, die lange an einem fiesen Schnupfen laborierte, hatte sich soweit erholt und stabilisiert, dass wir mit ihr einen Kastrationstermin vereinbart haben. Nach dem erfolgreichen Eingriff durften wir sie wieder zu uns holen. Noch etwas tüddelig verbrachte sie die Nacht im Kuschelkörbchen mit Wärmflasche zum "ausnüchtern".

 

06.01.2021  

 Heute stand wieder Tierarztvisite auf dem Programm. Die hübsche Fundkatze Fussel und auch die moppelige Glückskatze Flop erhielten ihre zweite Impfung und sind somit Grundimmunisiert. Für Fussel kann die Suche nach einem passenden Zuhause nun beginnen. Flop muss sich leider noch ein wenig gedulden, da sie beidseitigen Zahnstein hat, der noch entfernt werden sollte. Auch das Model für unser aktuelles Foto der Woche Rüdi erhielt seine zweite Impfung. Mit der jährlichen Impfung war der große Rüde Yusti dran. Er wartet bereits ein dreiviertel Jahr auf seine Menschen, bisher vergebens. Zum Schluss haben wir uns noch einmal Miraculix angeschaut. Er hatte verfärbten Urin, doch die Tierärztin gab Entwarnung. Dies sei nur das Beta Karotin aus der Nahrung und völlig normal. Da sich der Mümmelmann wegen seinem schiefen Köpfchen nicht richtig putzen kann, sind wir gefragt ihm den Augenausfluss täglich abzutupfen. Das tun wir gern, um Miraculix das Unrecht vergessen zu lassen, welches ihm widerfahren ist, als er reulos ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen wurde.

 

05.01.2021  

In Dresden beheimatet ist ab sofort der liebe Schäferhundrüde Boris. Er lief noch fein mit vors Tor, aber dann stockte er kurz. Als wir zusammen Richtung Auto gingen und er die offene Tür hinten sah, verstand er irgendwie, dass er in die Box sollte. Er machte gleich Anstalten, da hinein hopsen zu wollen. Aber wir konnten ihn noch bremsen. Denn bei seiner Vorschädigung der Gelenke sollte er sich lieber helfen lassen, was er auch brav tat. Die Fahrt dauerte nicht lange, er vertrug das Autofahren gut, aber Aussteigen und Schnuppern war definitiv besser. Auf dem Weg zu seiner neuen Wohnung war er so mit den vielen Gerüchen beschäftigt, dass ihn keine vorbeifahrenden Autos, Busse oder Fahrradfahrer störten. Er nahm diese gar nicht wahr. Mit kurzen Überredungskünsten lief er dann in den Hausflur und sogar von allein in den Fahrstuhl hinein. Als er sein Spiegelbild dort erblickte, beschnupperte er es und fing an, freudig mit seinem Schwanz zu wedeln. Das war lustig anzusehen. Als der Fahrstuhl abbremste, sahen wir ihm sein Unwohlsein an. Daran muss er sich erst noch gewöhnen. Auf dem Weg zur Wohnung und in die Wohnung hinein, war er erst einmal verunsichert. Vorsichtig, leicht geduckt, schaute er sich um. Er ließ sich beim Anblick seines neuen Frauchens aber wieder zu einem zögerlichen Schwanzwedeln hinreißen und genoss es, beknuddelt zu werden. Von der Balkontür aus beobachtete er die Strasse, aber hinaus traute er sich nicht so recht. Das war bei seinem Bettchen anders. Da traute er sich auch erst nicht, aber dann fand er es doch sehr bequem. Wir sind überwältigt, dass er nicht einmal mit zur Tür wollte, als es Zeit war, Abschied zu nehmen. Machs gut, kleines großes Stehohr. Auch wenn es noch einiges neu zu erlernen gibt, wissen wir dich in liebevollen geduldigen Händen. 

 

04.01.2021  

Heute wurden wir um Aufnahme einer 11 jährigen Katze gebeten. Sie vertrug sich wohl leider nicht mehr mit dem Hund und den anderen Katzen im Haushalt. Die Besitzer hatten sie vorbildlich kastrieren und impfen lassen. Eine Möglichkeit, die Katze bei Bekannten unterzubringen, fiel leider ebenso wegen Unverträglichkeit mit Hund und Katze aus. Nun ist die grau-beige Miez namens "Mautzi" hier bei uns und zeigt sofort ihre freundliche Art gegenüber Menschen. Sie kommt sogar schmusen. Wir sind angenehm überrascht von so viel Zutraulichkeit, obwohl ja alles fremd ist für sie. Sie genießt wohl ihren Einzelplatz.

 

02./03.01.2021  

Das neue Jahr fängt gleich unfassbar traurig an. Für uns unvorstellbar und ohne erkennbaren Grund fanden wir Hündin Ophelia plötzlich leblos auf. Dabei war alles wie immer: Sie frass fein, sie spielte, kündigte die Besucher mit ihrem Stimmchen an, sie kuschelte und eine halbe Stunde später lag sie in einer Ecke des Geheges. Eine Rettung nicht mehr möglich. Auch äußerlich waren keinerlei Anzeichen festzustellen. Wir sind zutiefst erschüttert und werden wohl noch eine Weile mit ihrem Verlust zu kämpfen haben.

 

01.01.2021  

Glückspilz des Tages ist Rüde Kanto. Nachdem der liebe Kerl nur wegen eines Zahlendrehers in Rumänien den Weg in unser Tierheim fand, interessierte sich eine nette Familie für ihn. Er ist bereits der dritte Hund aus unserem Tierheim, der dort ein liebevolles Zuhause findet. Mit der noch dort lebenden Hündin verstand er sich beim Spaziergang richtig gut. Besonders beeindruckend war, dass er sich auch gleich am Mann orientiert hat, ihm nicht von der Seite wich. Wow! Das hätten wir von dem zurückhaltenden Kanto nicht erwartet. Die Fahrt verlief unspektakulär. Nach der Ankunft war Kanto erst einmal total geplättet von all den neuen Eindrücken und zog sich zurück. Dabei ignorierte er die Mieze vollkommen, die auch noch neugierig kucken kam, wer da jetzt eingezogen ist. Nach der ersten Nacht erhielten wir bereits Nachricht, dass es sich langsam alles einspielt. Kanto schaut sich den Tagesablauf prima bei seiner Hundefreundin Dora ab und auch die Mieze hat Kanto schon "überfallen" und ihn mit ihrer Zuneigung überschüttet. Toi, toi, toi, dass es weiterhin so gut klappt und Kanto glücklich werden darf.

 

31.12.2020  

Trotz des von der Bundesregierung beschlossenem Verkaufsverbot von Pyrotechnik krachte und knallte es ringsumher. Unsere Hunde waren außer sich, bellten, zitterten, versteckten sich und konnten sich kaum beruhigen. Ablenkung durch streicheln oder Leckerlie half nur kurz. Und auch das zum Einsatz gebrachte Adaptil zur Beruhigung brachte nur mäßig Wirkung, wenn die großen Böller explodierten, dass sogar der Boden vibrierte. Unsere Hoffnung auf einen ruhigen Jahreswechsel lösten sich in Luft auf. Einzig positiv war, dass wir diese schreckliche Nacht hinter uns gebracht haben.

 

30.12.2020

Der neuste Bewohner des Tierheims ist ein vier Monate alter Kater. Der Kater wurde aber nicht gefunden, wie man glauben könnte, sondern abgegeben. Ursprünglich stammte er von einem Bauernhof und ist nach der Entwöhnung von der Mutterkatze in reine Wohnungshaltung zu einer jungen Dame gezogen. Diese befindet sich nun aber für längere Zeit im Krankenhaus, sodass Kater Momo nur alle zwei Tage von den Großeltern versorgt wurde. Das erfuhr auch der Onkel - selbst Katzenbesitzer - der erkrankten jungen Frau, nahm sich Momo an und brachte ihn zu uns. Wie man es von einer Katze vom Bauerhof erwarten würde ist Momo nicht geimpft oder wurde je entfloht oder entwurmt. Seine Besitzerin wollte oder konnte dies wohl auch nicht leisten. Der kleine Kerl versteht das alles nicht und sitzt mit großen Äuglein in seiner Box. Hoffentlich können wir seinem Leben eine positive Wendung geben.

 

29.12.2020  

Unser Weg führte uns heute erneut zum Fressnapf XXl nach Gompitz. Wieder waren wir überwältigt von den umfangreichen Zuwendungen der lieben Tierfreunde. Unser herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Fressnapf für die Möglichkeit der "Weihnachtsbaumaktion" sowie an alle Spender, welche unsere Tiere so eifrig und großherzig unterstützen. 

Unseren Hausmeister plagten inzwischen neuerliche Sorgen: Vom erst kürzlich gedeckten Dach des Hundequarantänehauses tropfte es herein. Kein Wunder, da wir aufgrund des Wetters nicht verschweißen konnten. Also organisierte er eine große Plane und deckte das ganze Dach damit ab. Es gibt eben immer etwas zu tun. Nun sollte es halten, bis im Frühjahr die Arbeiten fortgesetzt werden können.

 

28.12.2020  

Einen Glückstreffer erlebte Hundemann Winny. Nach nicht einmal 8 Wochen bei uns durfte er schon wieder Adieu sagen. Mit Mario fuhr der liebe Rüde bis kurz vor Berlin. Nach einer Stunde und 45 Minuten war Winny froh, wieder das Auto verlassen zu dürfen und "echte Umgebung und echte Menschen" zu erleben. Nobel am See liegt sein neues Reich. Es ist sehr einladend. Zuerst ging es in den Garten zu einer kleinen Kennenlernrunde und der Möglichkeit, sein Revier zu markieren. In die Wohnung folgte Winny ohne zu zögern. Nach einer kurzen Wohnungsbegehung entschied Winny bereits, dass es ihm gefällt und legte sich neben das Sofa. Hier ließ er sich vom neuen Frauchen genüsslich kraulen und wirkte sichtlich zufrieden. Als er dann auch noch nach der ganzen Aufregung einen Happen zu Futtern bekam, war Mario völlig vergessen. Dieser konnte den Rückweg antreten, ohne das Winny sich dafür auch nur ein bißchen interessierte. Was will man mehr? Winny ist nun glücklich, wie er uns bewiesen hat. Dieses Jahr soll es ja zum Glück kaum zu Silvester knallen (wir hoffen es so sehr für alle Tiere, besonders auch die Wildtiere, und die Umwelt!). Aber nächstes Jahr wird Winny dann das Jahr im Ferienhaus im Spreewald -im geschützten Biosphärenreservat - gelassen und ruhig ausklingen lassen können. Wir freuen uns mit ihm und sagen herzlich Danke an seine neue Familie.

 

26./27.12.2020  

In unserer Quarantäne herrscht nun etwas Entspannung. Die Katzen Smilla und Antonia durften "ihre" Boxen verlassen. Smilla zog nach erfolgreicher Kastration ins kleine Katzenhaus zu den Katern Samu und Snorre, welche mit ihr zusammen aufgefunden wurden. Antonia quartierten wir zu drei Katzen unseres Jungvolks um, in der Hoffnung, dass sie den Ortswechsel dort schneller verkraftet. Die jungen Katzen sind vom Gemüt her einfach entspannter Neuem gegenüber und das Hundegebell ertönt in einem der Minihäuser leiser als in den anderen Katzenhäusern. Anfangs verfiel Antonia leider doch wieder in ihre Phase des Verkriechens, aber mit der Zeit besserte sich die Anspannung schon merklich.   

 

25.12.2020  

Trotz der Feiertage macht Tierschutz keine Pause. So wurden wir von einem befreundeten Tierschutzverein um Hilfe gebeten: wie bereits mehrfach zuvor hat das Veterinäramt eine unvorstellbare Menge an Hunden von einer einzigen Stelle beschlagnahmt. Die Tiere wurden in den vergangenen Wochen medizinisch versorgt, kastriert und letztlich vom Veterinäramt zur Vermittlung freigegeben. Um die unglaubliche Anzahl bewältigen zu können, bat man uns um die Aufnahme von drei "Zwergen". Wir sagten zu und heute kamen die Hunde bei uns an. Zwerge sind es wahrlich mit kaum 10kg. Doch die kleinen  Hündchen mit den großen Knopfaugen tragen die schwere Last ihrer Vergangenheit. Fremde Menschen machen ihnen Angst, an der Leine gehen ist ihnen Unbekannt, aber sie haben das Vertrauen in die Menschen noch nicht verloren. Mit Geduld und Ruhe kann man sie locken und dann auch streicheln. Wir haben also jeden Grund zur Hoffnung, dass die richtigen Leute für Kathi, Romy und Diana kommen werden.

 

24.12.2020  

Pünktlich zum Weihnachtsfest gab es auch dieses Jahr für unsere Schützlinge wieder einen leckeren Weihnachtsschmaus. Neben feinem Pferdefleisch gab es auch Rindfleisch mit Kräutern für unsere Hunde. Die Katzen konnten sich an feinem Hühnchenbrustfilet gütlich tun. Schweinemännlein Marius inhalierte sein Menü in Windeseile und die Hühner pickerten gierig ihren Schmaus. Und natürlich landete auch bei unseren vier Schafen etwas im Napf. Kaninchen Miraculix hoppelte aufgeregt im Kreis, als wir seine Mahl vorbereiteten. Wirklich ein gelungener Gaumenschmaus für die lieben Seelen, die Weihnachten im Tierheim verbringen müssen. Danke liebe Frau I., dass Sie uns wieder so ein tolles Festessen für unsere Tiere überbracht haben.

 

23.12.2020  

Eine weitere unglaubliche Beteiligung an unserer Weihnachtsaktion durften wir im Fressnapf in Coswig erfahren. Einen Großteil der von lieben Spendern erfüllten Weihnachtswünsche für unsere Tiere holten wir heute ab, um alles rechtzeitig für das Weihnachtsfest vorbereiten zu können. Ob eine neue Kuscheldecke, Spielzeug, Lieblingssnacks, Wald-Überstreu für Miraculix sein Gehege, an wirklich jeden wurde gedacht. An dieser Stelle möchten wir erneut für Ihr großartiges Entgegenkommen gerade in diesen schwierigen Zeiten ganz herzlich DANKE sagen!!! Mit Hilfe Ihrer wertvollen Unterstützung können wir all den großen und kleinen Pfötchen, dem Schweinemännlein sowie den Woll- und Federkleid tragenden Bewohnern die Zeit bei uns so angenehm wie nur möglich machen.

Außerdem gelang uns ein kleine Wunder: Rüde Lance durfte das Tierheim in sein neues Zuhause verlassen. Der Rüde hat unglaublich lange Zeit in der Smeura gelebt ehe er zu uns kommen durfte. Hier bemerkten wir einen hartnäckigen Husten. Nach langem diagnostischen Prozess stand fest: der Husten wird durch einen inoperablen Tumor ausgelöst. Welch niederschmetternde Diagnose. Doch das hielt seine neue Familie nicht davon an. Sie hatten sich in Lance verliebt, egal ob er nun krank war oder nicht. Ist das nicht rührend? Lance sollte seinen letzten Lebensabschnitt so schön wie möglich haben und so verschwendeten wir keine Zeit und haben ihn noch vor Weihnachten vermittelt. Nun kann er das Fest der Liebe im Kreis der Familie verbringen, von der er sein Leben lang geträumt hat. Wir sagen DANKE!

 

22.12.2020  

Uns ist eine schöne Generationen-Zusammenführung gelungen. Seniorkater Schnuffel darf sich nun bei jungen Studenten heimisch fühlen. Die große WG bietet dem anhänglichen Kater nicht nur viel Platz zum Dösen und Spielen, sondern auch viele Hände zum Streicheln und Schmusen. Die Fahrt verlief nicht ganz so erfreulich für den Kater, er klagte sein Leid in den unterschiedlichsten Tönen. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich glatt denken können, ich hab 2 Katzen an Bord. Schnuffel ließ sich jedoch mit gelegentlichem Streicheln durch die Box hindurch beruhigen. In der Wohnung überraschte er uns mit seinem Verhalten. Neugierig kam er von allein aus der Transportbox heraus und erkundete seine nähere Umgebung. Selbstverständlich, wie wir es inzwischen von Schnuffel gewohnt waren, mit einem Maunzen untermalt. Er demonstrierte uns auch gleich seine Kletterkünste. Später stellte er jedoch fest, dass es noch sooo viel mehr zum Entdecken gab und suchte schließlich doch erst einmal einen Rückzugsort. Unter einem Sofa nahm er sich seine Auszeit, um die ganze aufregende Situation erst einmal zu begreifen. Nach und nach darf er dann alle Zimmer und die Loggia erkunden. Alle 6 Bewohner erwiesen sich als wirklich ausgeglichen, verständnisvoll und aufmerksam. Verbesserungsvorschläge wurden dankend angenommen. Auch dass Schnuffel aufgrund seiner nicht einfachen Vergangenheit einige unschöne Angewohnheiten an den Tag legen könnte, störte keinen einzigen von ihnen. Er wird so akzeptiert, wie er ist. Wir wünschen Dir, lieber Schnuffel, einen guten Start, überwinde Dich und zeige bald allen Deinen wahren Schmusecharakter. Unser großer Dank gilt der WG, die keinem "süßen jungen Tier" sondern ganz speziell Schnuffel die Chance gegeben hat, endlich ein geliebtes Zuhause zu erfahren.

 

21.12.2020  

Heute führte unsere Tierärztin die letzte Visite in diesem Jahr durch. Die Patientenliste war auch wohlwollend kurz. Zwei Katzen aus der Quarantäne ließen sich zur Kontrolle begutachten. Zum einen Fundkater Günter, der sich endlich auf dem Weg der Besserung befindet. Seine Blutwerte erholen sich langsam, Leber und Niere sind in Ordnung. Somit konnte er den ersten Pieks erhalten. Katze Antonia war auch erstaunlich einfach zu händeln. Sie ließ sich auf den Arm nehmen und während der Untersuchung knuddeln. Das lenkte sie prima ab. Die Tierärztin meinte, Antonia hat hübsche Zähne, zwar nur noch wenige, aber in sehr gutem Zustand. Bei ihr entdeckte die Tierärztin einen alten Narbenbruch, welcher jedoch zu unserer Erleichterung nicht behandelt werden muss. Antonia war also bereit, ihre zweite Impfung zu bekommen. Sie nahm uns die Prozedur nicht übel. Als letzter Kandidat hoppelte Miraculix auf den Plan. Von ihm wurde eine erneute Kotprobe genommen, um zu schauen, ob er nun alle seine "ungebetenen Gäste" wieder losgeworden ist. Die Tierärztin und ihre fleißige Helferin verdienen ein großes Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz und die prima Zusammenarbeit. Wir wünschen gute Erholung, entspannte Feiertage und weiterhin viel Elan und Fröhlichkeit im neuen Jahr.  

 

19./20.12.2020  

Fressnapf XXL in Dresden-Gompitz informierte uns, dass die gemeinsame Spendenaktion "Weihnachtsbaum" (siehe auch "Was gestern geschah" vom 16.11.) eine tolle Resonanz erlebte und bat uns, vorab schon einige der Spenden für unsere Tiere abzuholen. Diesem Wunsch kamen wir gerne nach. Zahlreiche Weihnachtsgeschenke und -tüten nahmen wir von vielen netten Spendern in Empfang. Die Aktion läuft noch bis 24.12.2020. Wenn Sie also unseren Schützlingen noch etwas Gutes tun wollen, können Sie sich gern in einem der drei Fressnapfmärkte in Gompitz, Weixdorf oder Coswig beteiligen. Damit unsere Tiere, die nicht das Glück haben, Weihnachten umsorgt in einer eigenen Familie zu verbringen, dennoch etwas besondere Aufmerksamkeit erfahren dürfen. Wir bedanken uns ganz herzlich im Namen der Tiere.

Außerdem erhielten wir viele Weihnachtsgrüße ehemaliger tierischer Mitbewohner und deren Angehörigen. Darüber freuen wir uns wirklich sehr, da wir nach zum Teil mehreren Jahren nicht vergessen wurden und am gemeinsamen Glück teilhaben können.  

 

18.12.2020  

Einen traumhaften Freigängerplatz hat der hübsche schwarze Kater Rommé ergattert. In einem verkehrsberuhigen Bereich in Rammenau hat der Freigängerkater künftig seinen Lebensmittelpunkt. Das große Haus verfügt nicht nur über eine Menge Platz und Versteckmöglichkeiten, sondern auch über mehrere Katzenklappen die dem überaus schönen Kater jederzeit Zugang gewähren. Vorerst muss Rommé jedoch drin bleiben, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Wie erwartet wollte der Kater nicht gleich aus der Transportbox steigen, also ließen wir ihm die Zeit die er braucht und zogen uns für den vertraglichen Teil zurück. Kurz darauf hört man es Rumpeln: Rommé hat wohl auf der Suche nach einem besseren Versteck ,als der Transportkiste, seine Größe unterschätzt und eine Vase zu Fall gebracht. Dank des dicken Teppichs gab es aber keine Scherben. Offenbar war es ihm hinter dem Fernseher nicht angenehm genug und auch das Radio bot ihm nur ungenügend Sicherheit. Seine Tour endete vorerst unter dem Sofa, von woaus er Stück für Stück sein neues Reich erkunden wird ehe er durch die umliegenden Felder streifen kann. Es wird zwar noch etwas dauern ehe sich Rommé vollends eingelebt hat aber wir sind voller Hoffnung, dass er dann sein Leben in vollen Zügen genießen kann.

 

17.12.2020  

Erneut dürfen wir von einer ganz wundervollen Vermittlung berichten. Die kleine Hündin Vampi durfte heute in ihr neues Zuhause ziehen. Ihr neues Frauchen hat wirklich keine Mühe gescheut, um Vampi davon zu überzeugen, dass sie es gut mit ihr meint. Dieser lange Atem machte sich bezahlt. Während Vampi beim Spaziergängen am Tierheim doch öfter ihre störrische Seite zeigte, lief sie bei der Vermittlung artig und gesittet neben Frauchen her. Weder kläffende Hund am Zaun, noch der vorüberfahrende Linienbus brachten die kleine schüchterne Hündin aus der Ruhe. In der Wohnung war noch alles fremd. Wie ein falscher Fünfziger schlich sie auf leisen Pfoten umher, fand dann endlich ruhe auf dem Teppich neben dem Couchtisch. Wir danken Frau F. vielmals, dass Sie Vampi in ihr Herz und in ihr Leben gelassen hat. So eine wundervolle Symbiose.

 

16.12.2020  

Es ist einfach sensationell. Nach unglaublichen 9 Jahren rumänischem Tierheim und weiteren 1,5 Jahren "Zwischenstation" bei uns, freuen wir uns riesig, dass Götterbote Hermes noch vor Weihnachten ein eigenes Kuschelbettchen in einer warmen Stube gefunden hat. Endlich waren ihm die Götter wohlgesinnt. Mit einem kleinen Trick in Form eines Leckerli konnten wir Hermes in die Transportbox locken. Nach fast 3 Stunden Autofahrt, die der liebe Rüde übrigens mit Bravour meisterte, erreichten wir das Ziel in Thüringen. In einem Ort mit dörflichen Charme darf Hermes ab sofort in einem Haus abseits der Straße heimisch sein und nach nur 5 Minuten Fußweg befindet er sich schon mitten im Grünen. Nun war Hermes doch etwas unsicher über all das Neue. Die Treppen musste ihn Mario tragen, da Hermes sich noch nicht traute. In der Wohnung taute der Rumäne jedoch mit jeder Minute mehr auf. Er entdeckte sein Hundekörbchen mit ganz vielen Plüschtieren. Hermes muss sich gefühlt haben wie im Paradies. Er beschnupperte jedes einzelne und konnte noch gar nicht recht glauben, dass sie alle für ihn waren. Schließlich, mit Zureden, fischte er sich einen Plüschhasen heraus und war glücklich. Während wir die schriftlichen Ausarbeitungen regelten, beäugte Hermes seine neues Reich. Es wird noch ein Weilchen dauern, bis er seine Skepsis gänzlich überwunden hat. Wir erhielten heute schon eine Rückmeldung über die erste Nacht. Hermes kam auf die Couch kuscheln, aber um im Schlafzimmer zu übernachten, war er wohl noch zu schüchtern. Als er gegen 4 Uhr von Heimweh geweckt wurde, ging seine Familie mit ihm eine kleine Runde vor die Tür und dann legte sich Herrchen zu ihm auf die Couch. Ein mitgeschicktes Foto zeigt Herrchen, Frauchen UND Hermes, wie sie alle drei mit einem fröhlichen Lächeln in die Kamera schauen. Das hat uns sehr berührt und wieder einmal von einer geglückten Vermittlung überzeugt.

 

15.12.2020  

Und auch heute rollte das Auto wieder zum Tierarzt. Diesmal hatte der Rüde Rüdi einen Termin für die Herzultraschall-Untersuchung. Zum Glück mit positivem Ausgang: es gab nur eine geringgradige Abweichung an der Mitralklappe und es ist keine Medikation notwenig. Gut für den aufgeweckten Kerl. Außerdem dabei war Fundkater Günter. Ihm wurde noch einmal Blut abgenommen, um die Werte zu kontrollieren. Das Ergebnis erwartet uns in ein paar Tagen. Wir sind schon einmal froh, dass er seine Blasenentzündung und den Schnupfen überwunden hat. Nun sollte der Rest doch ein Klacks sein.

 

14.12.2020  

Die "Schwester" der beiden gestrig genannten Kater Snorre und Samu, nämlich Katze Smilla, benötigt noch etwas Quarantänezeit, ehe sie vermittelt werden kann. Heute hatte sie ihren wichtigen Kastrationstermin. Der Eingriff verlief zügig und ohne Probleme, ihr ist nur etwas unwohl geworden. Die Fahrt über war Smilla bis auf kurze Zwischenrufe (sie wollte vielleicht wissen, ob wir noch da sind) ruhig. Nachdem wir sie wieder abgeholt haben, war sie etwas zittrig auf den Beinen. Da hat wohl die Narkose noch ihre kleinen Nachwirkungen hinterlassen. Über Nacht konnte sich Smilla richtig ausschlafen und erholen.

 

12./13.12.2020  

Die Quarantänezeit erfolgreich überstanden und bereit, um neue Welten zu entdecken, sind die beiden Katerchen Snorre und Samu ins kleine Katzenhaus umgezogen. Sie leisten nun Kater Soja Gesellschaft. Dieser war allerdings von den Neulingen in seinem Revier noch nicht sonderlich erfreut und muss sich erst an seine neuen Mitbewohner gewöhnen.

 

11.12.2020  

Zwiebel und Seitan, die beiden Sprößlinge der jüngst vermittelten Mieze Seppel, haben nun auch eine eigene Residenz. Während des Transport waren die beiden recht unruhig und sprangen übereinander. Das eingesperrt sein hat ihnen offenbar nicht gefallen. Als die Kiste aber wieder aufging waren sie völlig überwältigt von dem ganzen Platz und allen Spiel-, Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Die beiden starteten im wilden Galopp durch Flur und Wohnzimmer, ehe sie die besagten Klettermöglichkeiten mutig erklommen. Von dortaus konnte man den Zweibeinern auch prima über die Schulter lunzen, wieso dort so wild mit Papier geraschelt wird. Dem Geschwisterpaar Zwiebel und Seitan steht eine witzige Zeit bevor. Besonders Interessant erschien den beiden Miezen die großen Fenster von woaus man prima all die Leute, Autos und Tiere beobachten kann, die vorbei kommen.

 

10.12.2020  

Nachdem vor einer Woche bereits eines ihrer Kinder erfolgreich vermittelt wurde, konnte heut Mamamiez Seppel in ihr Glück reisen. 
Sie darf von nun an in einem ehemaligen Bahnhofswärterhäusl mit ganz viel Grün drumherum residieren. 
Ganz entsprechend unserer Vermutung war Seppel erst einmal durch den Wind. Sie huschte aus der Box heraus und versteckte sich in der Küche. Der junge Mann hatte vorher noch einmal sehr gewissenhaft kontrolliert, dass auch alle Fluchtmöglichkeiten nach draußen gut verschlossen waren. In die Wohnung gelangt man über einen extra Eingangsbereich, der zusätzlich als Absicherung ins Freie dient. In der großen Wohnküche selbst war in der Küchenzeile eine einzige schmale Lücke, wo eigentlich die Handtücher hängen. Genau das nutzte Seppel als Zufluchtsort. Sie zwängte sich hochkant da hinein und beobachtete von dort aus die Lage. Es sah nicht ganz so gemütlich aus, aber Seppel hat alle Zeit der Welt, sich mit ihrer neuen Situation vertraut zu machen. Ihr Mensch ist jedenfalls sehr verständnisvoll und drängt Seppel zu nichts. Wir sind uns sicher, dass dies ein wunderbarer Platz für die liebe Kätzin ist und wünschen eine schöne gemeinsame Zukunft.

 

09.12.2020

Wieder einmal durften wir unsere Tierärztin bei uns begrüßen. Diesmal hatte sie sich etwas verspätet, weil eine Notoperation dringlicher war, was wir absolut nachvollziehen können. So gingen wir ans Werk. Fünf Katzen in unserer Quarantäne wurden untersucht und im anschluss geimpft. Auch der knuffige Rüde Rüdi wurde gründlich durchgecheckt. Leider hörte die Tierärztin bei dem Rüden ein Herzgeräusch, was genauer diagnostiziert werden muss. Ansonsten gab es keine Beanstandungen, sodass er auch geimpft werden konnte. Fundkatze Günter hat sich von seiner Blasenentzündung und dem Schnupfen gut erholt, was uns sehr beruhigt. Er wird zu einer Kontrolle der Blutwerte allerdings auch noch einmal zum Tierarzt fahren müssen. Im Anschluss hat die Tierärztin dem Katerchen Leonidas ganz tief in die Augen geschaut. Der Jungspund hat wohl im Spiel eine Kralle ins Auge bekommen, worauf hin dieses anschwoll. Zum Glück ist aber nichts schlimm verletzt und nach ein paar Tagen Augentropfen sollte alles wieder im Lot sein. Kaninchenmann Miraculix hat leider Würmer und wurde gleich dagegen behandelt. Er ist so unglaublich tapfer und lieb.

 

08.12.2020

Erneut zählt unser Tierheim einen Bewohner mehr. Nachdem der kleine Rüde Suki einen Monat im neuen Zuhause war, wurde er schweren Herzens zurück gebracht. 

Leider hat es nicht funktioniert. Suki war der Meinung, er müsse den Schutz der Familie übernehmen und war damit allerdings selber überfordert. Obwohl er zwischen Aufnahme und Vermittlung nur etwa 2 Wochen bei uns verweilte, erkannte uns gleich wieder. 

 

07.12.2020

Einen persönlichen Reinfall erlebte Katze "Flop". Weil ihre Besitzerin leider verstorben war, wurde die ca. 9jährige Katze zu uns gebracht. Der Schwager der Besitzerin hatte sie zwischenzeitlich versorgen können, aber diese bei sich aufnehmen ging wegen seiner bereits vorhandene Katze nicht. Flop ist lieb, jedoch noch schüchtern. Die Freigängerin ist immerhin bereits kastriert, aber sie hat noch keinerlei Impfschutz. Nun ist sie erst einmal bei uns in der Quarantäne und wird umsorgt. Vielleicht wartet da draußen ja auf "Flop" zufällig eine Katze namens "Flip". Das wäre zu herrlich.

 

05./06.12.2020

Eine Familie aus Wilsdruff besuchte unser Tierheim mit einem bestimmten Hund im Hinterkopf. Aber wie das Leben so spielt, wurden sie auf ein andere Hündin aufmerksam. Obwohl Nerra einige cm größer war als ursprünglich geplant, konnte sie mit ihrer ruhigen Art und einem entspannten Spaziergang von sich überzeugen. Die Vorfreude war so groß, dass die Familie den Vermittlungstermin gar nicht abwarten konnte und Nerra nochmal zwischendurch besuchte. Nun war der große Tag da und Nerra durfte nach Kesselsdorf in eine Neubausiedlung chauffiert werden. Unruhig war die große Hündin nur die ersten Minuten Autofahrt. Es war großartig anzusehen, wie sie "ihre" Menschen bereits durchs Fenster erkannte. Etwas unsicher über die fremde Gegend benahm sich die große Schöne dennoch tadellos, ging vorsichtig die Treppen hoch, schmuste und ruhte dann fein in ihrem Körbchen. Sie fühlte sich offensichtlich wohl. Die vorhandene Katze beäugte inzwischen den neuen riesigen Mitbewohner aus jedem Blickwinkel. Erst durch die Scheibe, dann lugte sie unter dem Sofa hervor und lunzte schließlich durch die Tür. Da Nerra mit Gelassenheit glänzt, wird sich die Katze hoffentlich schnell in ihre Nähe heran trauen. Und genauso begeistert sein von Nerra wie ihr menschliches Rudel. 

 

04.12.2020

 Anlauf Nummer Zwei. Endlich war es für den Rüden Igor soweit, dass er umziehen durfte. Die Fahrt führte Mario und Igor nach Dresden, wo Igor schon sehnsüchtig erwartet wurde. Die Treppen zur Wohnung in den ersten Stock nahm Igor mit Anlauf. Das wäre gar nicht notwendig gewesen, da auch ein Fahrstuhl vorhanden ist, zeigt uns aber schon das Igor sich dort wohl fühlt. In gewohnter Manier freute sich Igor wie verrückt seine neue Familie wieder zusehen und ließ sich ausgiebig kraulen. Besonders freuen wir uns darüber, dass Igor die offene Holztreppe der Maisonette-Wohnung kontrolliert und selbstständig meisterte. Lediglich ein Blümchen hat Igor mit seiner neugierigen Nase beim erkunden der Wohnung umgerissen, was seine neue Familie aber mit Humor nahm. Wir freuen uns wahnsinnig darüber, dass Igor, der so unscheinbar aussieht, so schnell ein neues Zuhause gefunden hat, wo er so geliebt wird, wie er ist.

 

03.12.2020

 Nun kommt im Tierheimalltag auch langsam weihnachtliche Stimmung auf. Der passende Schnee dazu ist jedenfalls schon mal eingetroffen. Für die Aktion Dachsanierung des Hunde-Quarantänehauses bedeutet das allerdings: Baustopp. Nur gut, dass Herr Kuwan und sein Helfer das meiste schon schaffen konnten. Das Dach ist erst einmal dicht und Wasser (wenn der Schnee wieder taut) kann regulär über die neue Dachrinne abfließen!

Unser Tierheimauto rollte trotz der Straßenverhältnisse zuverlässig zum Tierarzt. Nerra und Winny hatten ihre Zahnsanierung. Während der Fahrt waren beide sehr unruhig. Wahrscheinlich stachelten sie sich gegenseitig mit ihrer Nervosität auf. Dies veranlasste unsere Mitarbeiterin, die Hunde mit Gesang zu beruhigen. Von Kinderliedern über Weihnachtslieder bis "Yesterday" von den Beatles war alles dabei. Zum Glück waren außer den Vierbeinern keine Mithörer und Kritiker anwesend. Hauptsache, es zeigte Wirkung. Die Behandlungen verliefen gut, Nerra mussten 6 kaputte Zähne gezogen werden, Winny brauchte sich nur von einem Eckzahn verabschieden. Die Tierärztin konnte sich bei der Gelegenheit gleich davon überzeugen, dass Nerras Ohren (siehe "Was gestern geschah" vom 11.11.) wieder völlig in Ordnung waren. Noch während der Aufwachphase begann Winny, wieder unruhig zu werden. Die Aufregung legte sich erst mit der Ankunft im Tierheim.

 

02.12.2020

 Eine unserer Gemüsekatzen durfte ihren Platz im Tierheim gegen eine schöne Wohnung mit verglastem Balkon und Katzengesellschaft tauschen. Gegen Mittag hieß es für Radiesel, husch in die Box und auf nach Neustadt. Die meiste Zeit über war er so ruhig, dass wir uns fragten, ob Radiesel überhaupt noch an Bord war. Mit leisem Maunzen antwortete er uns aber auf das Rufen seines Namens. Als das Auto still stand, fing er an zu schnurren. In der Wohnung folgte dann ein vorsichtiges Ertasten und Erschnuppern der Umgebung und aller  Einrichtungsgegenstände. Anfangs in geduckter Haltung mit langem Giraffenhals, dann immer mutiger werdend. Schließlich holte er sich Streicheleinheiten von uns und seinem neuen Frauchen ab. Im Schlafzimmer wartete die Überraschung in Form von Katzendame Lola, die den Einzug von Radiesel verschlafen hatte und nun ganz ungläubig mit riesengroßen Augen schaute. Noch war sie wenig begeistert von dem fremden Jüngling. Er zeigte sich aber nicht sonderlich beeindruckt davon und setzte seine Erkundungstour mit reichlich Sicherheitsabstand zu ihr fort. Da beide noch jung sind und Katzengesellschaft kennen, sind wir uns sicher, dass die Zwei bald Freundschaft schließen.

 

01.12.2020

 Bis in den äußersten Zipfel von Pirna ging es heute für die aufgeweckte Hündin Senta. Dort wohnt sie ab heute mit ihrem Frauchen, die gerade erst dort eingezogen war. Mit Senta zieht nun auch die pure Lebensfreude auf vier Pfoten in die neue Wohnung. Senta konnnte es kaum erwarten, alles zu erkunden. Ganz besonders hatte es ihr das Sofa angetan. Immer wieder wälzte sie sich ausgiebig und voller Wonne. Sentas neuem Frauchen ist wohl bewusst, dass die junge Hündin noch Erziehung benötigt. Sicher wird die hübsche Hündin mit liebevoller Konsequenz eine angenehme Alltagsbegleitung, die jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Die besten Voraussetzungen dafür hat Senta jedenfalls mitgebracht.

 

30.11.2020

 Sicher können Sie es kaum erwarten, was die Neuigkeiten über Lance betreffen: Sein Tierarzttermin war an der Reihe. Etwas unruhig bewegte sich der Rüde während der Fahrt in der Box und sein Stimmchen ertönte leise. Bevor Lance in Narkose versetzt wurde, kontrollierte die Praxis noch einmal die Blutwerte, alles war in Ordnung. Also wurde ein CT von seinem Brustraum gemacht und seine Schultern geröntgt. Beidseitig ergab sich eine Schulterarthrose, aber schlimmer war die unbekannte große Masse nahe seines Herzens. Diese wurde punktiert und in ein Labor geschickt. Es deutet alles auf einen Tumor hin, aber ob dieser gutartig ist und wie die weitere Vorgehensweise sein wird, erfahren wir erst nach der Auswertung. Auf die Ergebnisse müssen wir allerdings noch eine Woche warten. So lange werden wir uns in Geduld üben müssen und auf einen guten Ausgang hoffen. Lance war nach der Prozedur froh, wieder zurück im Tierheim zu sein. Er konnte es kaum erwarten, dass wir sein Geschirr auszogen und stiefelte sofort mit wedelnder Rute über den Hof. So ein kleiner Sonnenschein!

 

28./29.11.2020

 Weil ein Vermieter erst der Tierhaltung zustimmte, diese jedoch kurzfristig widerrief, fragte eine Familie bei uns um Aufnahme eines Hundes an. "Rüdiger, kurz "Rüdi"  ist ein 9 Jahre alter cremefarbener Hirtenhund- Mix. Rüdi ist lieb und freundlich. Leider mag er gar nicht gern allein bleiben, was er auch in seiner Hundesprache kundtut. Da er keinen aktuellen Impfschutz besitzt, muss er erst einmal in unserer Quarantäne verweilen.

 

27.11.2020

 Eigentlich sollte heute Igors großer Tag werden. Das Mäppchen war gemacht, das Köfferchen gepackt, Igor war bereit für den Umzug. Doch es kam anders. Am morgen verhielt sich Igor seltsam, er lief ganz steif, setzte sich oft hin, war nicht so lustig wie sonst. Wir hatten ohnehin einen Termin beim Tierarzt und haben Igor einfach mitgenommen. Dort wurde festgestellt, dass Igor eine Impfreaktion hat. Offenbar wurde Igor von schlimmen Muskelkater geplagt. Er bekam zwei Tage Schmerzmittel und Ruhe verordnet. Die Vermittlung wurde deshalb verschoben. Beim bereits genannten Tierarzt Termin ging es dem Rüden Boris nicht an den Kragen, sondern an die Zähne. Seine massive Ohrenentzündung war vollständig abgeklungen und bald wird er auch nicht mehr von Zahnschmerzen geplagt. Nur seine Hüfte macht uns weiterhin Sorgen. Das Röntgenbild zeigt eine hochgradige Hüftgelenksdysplasie auf der rechten Seite. Nun müssen wir überlegen, wie wir ihm helfen können.

 

26.11.2020

 Wieder einmal rollte das Tierheimauto vollbesetzt zum Tierarzt. Mit an Board war Horatiu, der eine Zahnsanierung erhielt. Ein böser Backenzahn und ein abgebrochener Eckzahn mussten gezogen werden. Zum Glück hat er den Eingriff gut überstanden und konnte bereits zwei Stunden später wieder mit uns zurück ins Tierheim fahren. Außerdem war Lance noch vorstellig. Wir wollten der Ursache seines Hustens auf den Grund gehen, da alle bereits probierten Maßnahmen keine Linderung verschafften. Im Röntgen fand die Tierärztin eine faustgroße Umfangsvermehrung in der Nähe des Herzens. Zur genaueren Diagnostik wurde Lance nun in eine andere Klinik überwiesen, wo ein CT angefertigt wird. Was für ein Schock, denn man merkt ihm - abgesehen vom husten - nichts an. Er ist super fröhlich, genießt es mit uns zu spielen und zu kuscheln, ist mega freundlich und einfach nur dankbar. Und jetzt wird er gesundheitlich so gebeutelt. Drücken wir gemeinsam die Daumen, dass es Linderung gibt.

 

25.11.2020

 Zwei Wochen sind schon wieder vergangen, somit hatten wir erneut einen Termin zur Tierarztvisite. Drei Katzen warteten auf ihren ersten Pieks. Die Tierärztin startete mit unseren ehemaligen "Sorgenfellchen" Ginkgo und Bonsai. Sie war entzückt, dass die Zwei tapfer gekämpft haben und inzwischen ihr Immunsystem hierfür ausreichend stärken konnten. Nun wird es sich beweisen müssen, dass es auch dieser Schutzimpfung standhält. Die nächste Untersuchung gestaltete sich schwieriger, da Katze Antonia ("was gestern geschah" vom 07./08.11.) bei weitem nicht so zutraulich ist. Sie versuchte sich, im Kratzbaum zu verstecken, aber es half nichts. Sie erhielt auch ihre - über die Jahre leider vernachlässigte - Immunisierung, die nun leider von vorn beginnen muss. Das heißt, in einem Monat ist dieses bemitleidenswerte Geschöpf erneut Impfpatientin. Weiter ging es zu den großen Vierbeinern. Igor wurde geimpft, auch Dora bekam ihren Pieks. Hier stand unsere Sarah der Tierärztin hilfreich zur Seite, da sie unter den Mitarbeitern den engsten Draht zu der noch unsicheren Hündin hat. Die Allgemeinuntersuchung war ohne besonderen Befund, ihr Alter konnte die Tierärztin auf 10 Jahre korrigieren. Zum Schluss war Lance an der Reihe. Sein Husten wollte nicht abklingen. Deshalb bekommt er noch einmal für weitere 6 Tage Hustensaft und einen Termin zum Lungeröntgen. Wir möchten natürlich auf Nummer sicher gehen, und ausschließen, dass nicht mehr dahinter steckt.

 

24.11.2020

 Heute hatte Rüde Argus einen Termin bei unserer Tierärztin. Die Fahrt verlief ruhig, Argus war entspannt. Das Hauptanliegen war eine Zahnsanierung. Zuerst die guten Nachrichten: Seine Zähne sind soweit in Ordnung, nur 2 mussten gezogen werden. Sein Kehlkopf, der aufgrund seines alten Traumas (siehe "was gestern geschah" vom 11.11.) und einem leichten Husten vorsichtshalber geröntgt wurde, gab keinen Anlass zu irgendeiner Beanstandung. Seine Lunge ist auch in gutem Zustand. Allerdings - und nun das Schlimme - wurde ein Diabolo- Geschoss in seinem Körper gefunden! Ist das nicht schrecklich?! Was muss der Rüde wohl alles erlebt haben und ist dabei die Freundlichkeit in Person! Das Gute daran: es besteht kein Handlungsbedarf.

 

   Da wir sowieso einen Termin hatten, nahmen wir gleich noch die Fundkatze vom 17.11.20 zur Allgemeinuntersuchung mit. Wir bemerkten, dass die Katze sehr dünn war und auffallend viel trank. Mit Sorge betrachteten wir auch die  Hauterscheinungen. Diese stellte sich glücklicherweise nicht als Pilzinfektion heraus, sondern als eine abheilende Bissverletzung. Leider waren die Befunde ansonsten nicht so überwältigend. Der Kater, wir tauften ihn "Günter", hat gleich mehrere Baustellen. 

Ein Katzenschnupfen legte sich bei ihm auf die Zunge. Er hat außerdem vereiterte Zahnreste. Die Blutuntersuchung stellte zwar fest, dass Leber und Niere gesund sind. Dafür leidet Günter an einer Blasenentzündung, die er anhand der Symptome (beißender Gestank seines Urins mit Blutbeimengung) schon länger mit sich herumschleppte. Ein Glück, dass er gefunden und zu uns gebracht wurde! Nun bekommt er Antibiotika und Schmerzmittel, welche hoffentlich schnell anschlagen, damit sich der liebe Kater zügig erholen kann.

 

23.11.2020

 Nach nur 6 Wochen Aufenthalt bei uns, durften wir heute die 12jährige Hündin Zinovia in ihre spannende Zukunft begleiten. Sie darf nun ca. 20 min entfernt vom Tierheim, in Bischofswerda, residieren. Autofahren war ihr unbehaglich, zu allem Übel mussten wir auch noch eine kurvenreiche Umleitung über die Dörfer fahren. Zum Glück hatte sie vorsorglich kein Frühstück erhalten. 

Nachdem im Sommer die ehemalige Gefährtin auf vier Pfoten, auch ein Schützling von uns, diese Welt für immer verlassen hat, suchte das Ehepaar wieder einen treuen Vierbeiner. In Zinovia fanden sie eine liebe ausgeglichene Hündin, die sich prima in die Familienidylle einfügte. Die Treppen nahm Zinovia noch zögerlich, sie machte kurz eine Bewegung, als wolle sie umdrehen. Aber da war nur die verschlossene Haustür zu sehen. Also was soll's. Brav lief sie die 4 Stufen hoch, um sich dann aufgeregt in der Wohnung umzuschauen. In der warmen Wohnküche verweilten wir dann zum vertraglichen Abschluss. Währenddessen entdeckte Zinovia die kleinen Hundeknabbereien und ließ es sich schmecken. Sie folgte Herrchen in die Vorratskammer, nun weiß sie schon mal, wo das leckere Futter versteckt ist. Aber weitaus größeres Interesse hatte Zinovia daran, gekrault zu werden. Frauchen wurde mit der Pfote angestupst, dann legte sich die Große auf den Rücken und holte sich viele Streicheleinheiten ab. Mit einem Leckerli wurde Zinovia abgelenkt, damit sie unseren Rückzug nicht bemerkte. Wir freuen uns sehr, dass die bescheidene Hündin endlich einmal im Mittelpunkt stehen darf und rundum verwöhnt wird. Wir wünschen Zinovia und ihrer Familie noch viele schöne gemeinsame Jahre. 

 

21./22.11.2020

Vor geraumer Zeit wurde uns durch liebe Unterstützer unseres Tierschutzvereins eine herrenlose Katze in einem Kleingartenverein gemeldet. Die Finder unternahmen alles erdenklich mögliche, um einen Besitzer ausfindig zu machen. Leider ergebnislos. Jetzt, da die Nächte kälter werden und sich in der Gartensparte kaum noch ein Mensch aufhält, brachten sie die umher irrende Katze, die sie "Fussel" tauften, deshalb in unser Tierheim. Was den lieben Tierfreunden beim Einfangen auffiel, lässt uns aufhorchen: der Bauch soll etwas dicker geworden sein. Es werden doch wohl nicht etwa noch kleine Überraschungen zum Vorschein kommen?! Aufgrund der immer noch mangelhaften Katzenkastration bzw. dem Desinteresse an der Notwendigkeit einer Kastration freilaufender Katzen hatten wir dieses Jahr schon wieder viel ungeplanten Nachwuchs. 

 

20.11.2020

Wir starten in Kürze mit einem neuen Bauprojekt. Das Dach unserer Hundequarantäne muss saniert und neu gedeckt werden. Hierfür hat sich Herr P. angeboten, unserem Hausmeister Herr Kuwan tatkräftig unter die Arme zu greifen - danke im voraus! Wir begannen heute mit den Vorbereitungen: Aufstellen eines Gerüst, reinigen der Dachrinne, alte Dachpappe entfernen, die Äste die über das Dach ragen zu verschneiden und so weiter. Das Material ist größtenteils bestellt und eingetroffen. Wir sind gespannt ob das Wetter mitspielt, wenn die Sanierung in die heiße Phase geht.

 

19.11.2020

Heute können wir von einer besonderen Vermittlung berichten. Verlassen hat uns Hündin Majda, die gemeinsam mit den Tierpflegern Mario und Sarah Richtung Leipzig aufbrach. Bereits mehrere Hunde mit einem Angstproblem lebten im Rudel der Familie. Die Fahr verlief ruhig, Majda sagte keinen Ton. Als das Auto dann anhielt und sich die Box öffnete, schoß Majda heraus. Keine Panik, natürlich war sie gesichert aber Mario hatte sie dennoch im im Flug gefangen. Auf dem Boden abgesetzt, musste sie sich kurz orientieren und dann dackelte trotz Verkehrslärm artig hinterher. Als würde sie den Weg kennen, ist Majda ins Haus und dann sofort in die Wohnung. Keine Spur von Scheu. Die Familie begrüßte den Neuankömmling überglücklich. Majda griff derweile auf altbekannte Verhaltensmuster zurück, erspähte ein Körbchen und legte sich hinein, ehe sie mit den Kulleraugen die fremde Umgebung beschaute. Nach einer Weile streckte sie sich ausgiebig und schloß dann die Äuglein. Uns ist bewusst, dass die Vermittlung denoch mit Sorgen behaftet ist, da Majda doch sehr speziell ist aber wir haben die Hoffnung, dass sie lernt wie gut eine eigene Familie ist und sich dort wohlfühlt. Familie W. wünschen wir, dass sie einen Draht zu Majda finden und das die Liebe halten wird. In guten, wie in schlechten Zeiten.

 

18.11.2020

Die beiden beigefarbenen Rüden Argus und Lance, die wir am 05.11. aus der Smeura übernahmen, komplettieren ab heute unser Hofrudel. Sie haben sich prima eingefügt und wir wünschen uns so sehr, dass die zwei nun den Besuchern "ins Auge fallen".

Außerdem bezogen unsere vier Schafe, wie bereits bei "was gestern geschah" vom 12.11. angekündigt, ihr Winterquartier. Zügig verlief ihr Marsch in die wettergeschützte Scheune. Umgeben von viel Stroh unter den Füßen kosteten sie gleich, ob das Heu hier drinnen anders schmeckt als draußen.

 

17.11.2020

Am Nachmittag standen zwei Herren vor unserem Tor. Im Gepäck hatten sie eine Fundkatze. Wir nahmen die abgemagerte schwarz-weiße Katze in unsere Obhut. Die Mieze fremdelte überhaupt nicht mit uns, stand da, miaute und wollte gleich etwas fressen. Die Suche nach dem Chip blieb erfolglos, doch wir hatten noch Hoffnung. In einem Nachbarort wurde eine schwarz-weiße Katze als vermisst gemeldet und so kontaktierten wir die Leute. In Windeseile waren sie da. Leider handelte es sich bei dem Fundtier jedoch nicht um ihre Katze. Schade!

 

16.11.2020

Wie bereits im vergangenen Jahr, wurden wir wieder von drei Fressnapfmärkten für ihre Weihnachtsbaumaktion ausgewählt. Dabei stehen in den Märkten größte Weihnachtsbäume, an denen kleine Wunschzettel unserer Schützlinge hängen. Die Kunden der Tierbedarfsläden können also bei ihrem Einkauf einem Tier, welches in unserem Tierheim auf ein neue Zuhause wartet, das Weihnachtsfest etwas versüßen. Eine grandiose Aktion, wie wir finden. Und so machten wir Fotos und arbeiteten die Wunschzettel für die Fellnasen aus. Es wäre wunderbar, wenn die Aktion wieder ein Erfolg wird.

 

14./15.11.2020

Am Wochenende durften Lotus, Leonidas und Kleomenes gemeinsam in ein Katzenhaus einziehen. Am Anfang waren alle drei dort auf Erkundungstour und lernten sich sowie die neue Umgebung kennen. Leonidas "plusterte" sein Schwänzchen auf und tollte durch sein neues Territorium, während Lotus und Kleomenes ganz entspannt auf dem Kratzbaum lagen. Lange brauchten die drei aber nicht zur Eingewöhnung, denn schon einen Tag später war der Umzug vergessen. Nun warten sie auf Besucher, deren Herz sie im Sturm erbobern können.

 

13.11.2020

Nach einigen vorangegangenen Besuch war heute der Tag des Abschieds von dem lustigen Kobold Mikel. Er durfte gemeinsam mit Mario nach Dresden fahren, wo er schon von seiner neuen Familie erwartet wurde. Wie es sich für einen richtigen Rüden gehört, hat er vor dem Haus erst einmal die Büsche markiert, damit auch alle wissen, dass jetzt der Neue da ist. Dies beobachtete auch ein Beagle, der vom Balkon des selben Wohnhauses die Ankunft von Mikel überwachte. Selbstbewusst und zielsicher steuerte Mikel ins Haus, die Treppen hoch und in die Wohnung hinein. Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten groß. Während wir den "Papierkram" erledigten schaute sich Mikel überall genau um und stellte dabei fest, dass er perfekt unter den Tisch passt. Das sah witzig aus. Erstaunt war er dann, als Mario sich verabschiedete. Offenbar dachte Mikel, dass Mario nun auch dort einzieht. Wir drücken die Daumen, dass sich der liebe Rüde gut einlebt und seine Familie jeden Tag zum lachen bringt, so wie er es bei uns getan hat.

 

12.11.2020

Ein letztes mal in diesem Jahr wollte unser Hausmeister, Herr Kuwan, den Rasen im gesamten Grundstück mähen. Er holte also den großen Mäher aus der Scheune und wollte loslegen. Doch der Motor blieb stumm. Da der große Rasenmäher noch ziemlich neu ist, waren wir verwundert, luden ihn ins Auto und fuhren in die "Werkstatt". Dort fand man den Fehler schnell: die Zündkerze war defekt. Also rasch gewechselt und wieder zurück ins Tierheim, damit die Mäharbeiten begonnen werden konnten. Im Anschluss wurde er gesäubert und geölt in den Winterschlaf geschickt.

Zwar nicht in den Winterschlaf, aber ins Winterquartier sollen auch bald unsere verbleibenden vier Schäfchen. Hierfür liefen die Vorbereitungen in der Scheune an.

 

11.11.2020

Unseren Karnevalsauftakt am 11.11. begannen die drolligen Katzen Kleo und Leonidas. Den beiden zuzuschauen, bereitet uns, sowie auch der Tierärztin, immer sehr viel gute Laune. Selbst wenn (oder gerade weil) sie sich tapsig anstellen und alles spielerisch erkunden, haben wir genau wie die zwei jede Menge Spaß. Die Tierarztvisite begann also mit einer "feierlichen Eröffnung". Die zwei haben sich, mit unserere Beihilfe, so prächtig entwickelt, dass ihre Grundimmunisierung abgeschlossen werden konnte. Wenn das nicht ein Anlass zum Jubeln ist! Bei Kleo mussten wir eine kleine Namenskorrektur vornehmen: Das graugetigerte Katzenkind entpuppte sich nämlich inzwischen als Katerchen, den wir kurzerhand auf den Namen Kleomenes tauften.  Die drei Katzen vom befreundeten Tierschutz Jena erhielten ihren ersten Pieks und bekommen noch eine Woche Ohrentropfen, damit die Unreinheiten verschwinden. Alle sieben neuen Hunde aus der Smeura waren ebenfalls an der Reihe, sich von unserer Tierärztin untersuchen zu lassen. Die scheue Ramona war am schnellsten fertig, bei ihr war alles in Ordnung. Lance plagt ein Hustenreiz, der behandelt wird, sowie eine Ohrenentzündung. Alle anderen fünf Rumänen müssen demnächst zur Zahnsanierung. Bei Argus wird in dem Zusammenhang gleich Ultraschall gemacht, da seine rechte Gesichtshälfte durch ein Trauma, vermutlich Autounfall, deformiert ist. Winny erhält noch ein paar Tage Augentropfen. Nerra machte uns Sorgen, da in der Zwischenzeit ihre Ohren angeschwollen sind. Wir befürchten fast, dass das Vogelfutter, was sie vielleicht gefressen haben könnte, der Auslöser hierfür ist. Wir gehen der Sache nach und haben sie vorsichtshalber erst einmal aus der möglichen "Gefahrenzone" umquartiert. Rüde Boris hat eine schmerzhafte Hüfte, die geröntgt werden muss. Auch er bekommt noch Ohrentropfen.

Da wir nicht alle Medikamente vorrätig haben, holten wir diese später in der Praxis ab. Wie so oft, wenn es unsere Zeit erlaubt, nutzten wir die Gelegenheit, um einem unserer ehemaligen Schützlinge einen Besuch abzustatten. Das Zuhause lag zufällig auf dem Weg, also klingelten wir. Kurze Zeit später trafen wir einen gutaussehenden aber völlig verschlafenen "Hunter" an, der seine Menschen ungläubig anschaute, seine Streicheleinheiten einforderte und am liebsten sofort seinen Mittagsschlaf fortzusetzen wünschte. Kein Problem, lieber Hunter, wir wollen auch nicht lange stören. Überzeugt und glücklich, dass es den Rüden gut geht, konnten wir wieder zurück ins Tierheim fahren.

 

10.11.2020

Katze Lotus ist in der Entwicklung ihren Geschwistern mittlerweile schon etwas voraus, sie hatte den Schnupfen wesentlich besser weggesteckt als Bonsai und Ginkgo. Deshalb fuhr das Tierheimauto heute mit ihr zum Tierarzt zur Kastration. Sie hat den Eingriff prima überstanden, war nur bei der Abholung noch etwas wackelig auf den Beinen. Dafür durfte sie sich bei uns im warmen Körbchen in aller Ruhe richtig ausschlafen.

Der zweite Weg, den das Tierheimauto gewohnt zuverlässig bewältigte, führte uns in den ländlichen Stadtrand Dresdens nach Rockau. Die Familie war sogar noch aufgeregter als Hündin Lilli, welche nach kurzer Zeit Trauer (siehe "Was gestern geschah" vom 30.10.) ihr neues und diesmal hoffentlich endgültiges Zuhause fand. Geplant war eigentlich, mit der Hündin erst einmal eine Gartenbegehung zu absolvieren, aber die forsche Hündin hatte ihre eigene Vorstellung. Sie wollte viel lieber die gemütliche Wohnung erkunden. Neugierig schaute sie sich jeden Winkel an, selbst die Treppen ins Obergeschoß nahm sie mit links. Sie war Freude pur. Während es einiges zu besprechen gab, lag Lilli zwischen dem Pärchen und ließ sich bekrabbeln. Die sonst so aufgeweckte Lilli, die auch gern ihren Kommentar abgibt, war ausnahmsweise komplett still und genoss es sichtlich. Als sie dann eine Spieleaufforderung in Richtung Herrchens Füße machte, schlich sich Josi, nur lautlos aus der Ferne winkend, davon. Nicht einmal das neue Frauchen bekam etwas davon mit. Und Lilli? Selbst wenn sie etwas von dem heimlichen Abgang bemerkt hätte, hätte sie garantiert nicht mehr mit Josi mitgewollt. Sie wirkte so zufrieden mit der neuen Situation. Das freut uns riesig.

 

09.11.2020

Ein nettes Ehepaar hatte sich vor Ort in den kleinen Suki verguckt. Der Rüde würde sich gut in den Alltag der Camping- Liebhaber und Naturfreunde integrieren. Suki machte sich deshalb auf die Reise nach Radebeul. Die zukünftige Wohngegend ist sehr anschaulich und der Wald ist schnell erreichbar. Autobahn fahren war für Suki kein Problem, er legte sich artig in der Box ab. Nur als auf der Landstrasse ein Crossmotorrad aufheulte, musste Suki aus seiner Box heraus schimpfen. Vor Ort angekommen, war Suki sichtlich nervös. Als er dann auch noch sein Spiegelbild in der Eingangstür erblickte, sagte er dem Gegenüber aber gehörig seine Meinung. Komisch nur, dass der "fremde" Hund verschwand, während sich die Tür öffnete?!? Drinnen siegte dann die Neugier und es machte den Eindruck, dass Suki alles für gut befand. Vor allem der Läufer vor der Terasse hatte es ihm angetan. Er wälzte sich genüsslich darauf. Auch sein Hundebett fand er gemütlich. In der großen ruhigen Wohnung fühlte sich Suki trotz anfänglicher Nervosität schnell heimisch. Auf Arbeit dürfte der kleine Kerl ohne Probleme mit, dort gibt es sogar einen eigenen eingezäunten Garten. Wir sind begeistert und würden uns wünschen, dass mehr Arbeitgeber, sofern möglich, diese klasse Idee aufgreifen würden. Eins können wir schon jetzt mit Bestimmtheit sagen: Suki wird garantiert der Liebling und der heimliche Star auf Arbeit werden ;)

 

07./08.11.2020

Wir hatten einen außergewöhnlichen Einsatz außerhalb des Tierheims. Der Besitzer von Katze Antonia (von uns 2014 vermittelt) ist leider schwer krank geworden. Sein Sohn konnte immerhin kurz zum Füttern vorbeikommen, bekam sie aber nicht eingefangen. Wir fuhren demzufolge mit Transportbox und für den Fall der Fälle mit Kescher bewappnet in die Wohnung, wo uns Antonia schon miauend begrüßte. Schnell merkte sie allerdings, dass hier irgend etwas im Schilde geführt wird und versteckte sich. Der Kescher kam nicht wirklich zum Einsatz, da die schlaue Miez sich in die verwinkeltesten Ecken verkroch. Kurzes Innehalten, damit die Katze sich von dem Schreck erholen kann. Dann wagte Antonia einen kurzen Blick hervor, um festzustellen "Oh nein, die sind ja immer noch da..." Sie wollte wieder wegflitzen, aber da war die Transportbox plötzlich im Weg. Antonia schwuppste also hinein. Alles gut gegangen. Noch sitzt sie in der Quarantäne und verschanzt sich im Kratzbaum. Sie muss das alles erst einmal verarbeiten.

 

06.11.2020

Endlich war es soweit: der große Transporter der Tierhilfe Hoffnung(Smeura) bog in die Einfahrt ein. Diesmal waren wir der letzte Stop auf der Route. Beim öffnen des Wagens herrschte Ruhe. Wo waren die Sieben nur gelandet? Einer nach dem anderen verließ zügig die Transportbox, um dann ohne Umschweife erst einmal auszutreten. Boris, Winny, Horatiu, Nerra und Argus "spielten" prima mit, begrüßten uns freundlich und erkundeten dann das Gehege. Lance, der seit sieben Jahren in der Smeura wartete, traute sich erst nicht und zitterte am ganzen Körper. Das hatten wir zuletzt bei Fabio gesehen, weswegen wir guter Dinge sind, dass er seine Furcht bald ablegt. Er versteckte sich zitternd unter einem Klettergerüst und wir ließen ihm seinen Freiraum. Ramona war auch ziemlich durch den Wind von der Fahrt. Sie zog als erstes, nach dem aussteigen aus der Box, zielsicher in ihr Schlafhäusschen. Wir entschlossen uns ihr ein Geschirr anzulegen und sie dann ihren "Landsleuten" vorzustellen. Menschliche Nähe ist ihr noch unangenehm und sie blieb auf Abstand. Immerhin lebte die sechsjährige Hündin die vergangenen fünf Jahre in der Smeura. Hoffentlich merkt sie auch bald, dass wir nur ihr Bestes wollen.

 

05.11.2020

Heute haben wir uns von Schafdame Shirley verabschiedet. Unsere Bemühungen der letzten Wochen zeigten nur kurzfristig Verbesserung ihres gesundheitlichen Zustands. Immer öfter grenzte sich Shirley von ihrer Herde ab, lag auf der Wiese, kam nur selten zur Fütterungszeit an den Napf. Wir hatten ernstlich Sorgen das sie verhungert, oder einmal nicht schnell genug hoch kommt und von den anderen überrannt wird. Also trafen wir die schwere Entscheidung Shirley für immer gehen zu lassen. Als Kleinste in der Herde, war sie immer "wehrhaft" und hat sich nicht unterbuttern lassen. Von dieser resoluten Shirley war nichts mehr zu spüren. Die Schafdame hatte die letzten 12 Jahre bei uns glücklich gelebt und wir werden uns noch lange an sie erinnern.

 

04.11.2020

Abgabekatze Weißchen (siehe "Was gestern geschah" vom 29.09.20) hat ihr Glück gefunden. Wir konnten sie vermitteln, noch bevor sie auf unserer Homepage erschien. Die kleine Stubentigerin begeisterte mit ihrer offenen Art. Auch im neuen Terrain wirkte Weißchen aufgeschlossen. Sie stiefelte umher, redete viel dabei und erkundete ihre zukünftigen Wohnräume. Dann gesellte sich die Katze zu ihrem Frauchen auf die Sitzecke und entpuppte sich als "Kampfschmuserin". Unablässig schmiegte sie sich an die Frau, strich von vorne nach hinten und zurück. Sogar durch die Armbeuge hindurch schmierte sie entlang. Kein Zweifel, wir haben wieder alles richtig gemacht. Hier gehörte Weißchen hin. Es war eindeutig IHR Mensch und ihr Zuhause.

 

03.11.2020

Man muss es nicht an die große Glocke hängen, dass Tierschützer sich gegenseitig unterstützen, wo immer es möglich ist. Und so boten wir befreundeten Tierrettern unsere Hilfe an. Jetzt, da unsere Katzenkinder nicht mehr herumkränkeln, konnten wir es wagen, einige Samtpfötchen in unsere Obhut zu nehmen. Also stimmten wir der Unterbringung von 3 jungen Katzen aus Jena zu, die aus der Not heraus gerade in einem privaten Haushalt im Badezimmer betreut wurden. Wir erwarteten also, wie ausgemacht, nichtsahnend die Ankunft der Miezen, als uns telefonisch ein Notruf ereilte. Mitten auf der Autobahn ging doch tatsächlich deren Pkw kaputt. Das war ein Schreck. Vor allem der Gedanke, dass die 3 Katzen an Bord so lange ausharren. Eine Lösung musste her. Aber zu allem Unglück war auch noch Stau auf der Autobahn. Der Freund einer Mitarbeiterin, der sich gerade etwas näher an der Pannenstelle befand, wurde informiert und um Abholung der Katzen gebeten. Allerdings war dies auch nicht so einfach. Den Gedanken, den Stau zu umfahren, hatten natürlich auch alle anderen Autofahrer. So zog sich die Aktion hin. Alles in allem waren die zwei Katerchen und ein Katzenmädel nach über einer Stunde endlich bei uns im Tierheim angekommen. Die 3 hatten trotz Stress ordentlich Hunger. Ein gutes Zeichen! Die Tierschützer wurden abgeschleppt und erhielten von der Werkstatt ein Ersatzauto. Nicht gerade schön, aber irgendwie muss es ja weitergehen. Wir drücken so sehr die Daumen, dass die Reparaturkosten noch im bezahlbaren Rahmen bleiben. Wie wir hörten, wurde der freigewordene Platz im Badezimmer übrigens schon wieder mit neuen (kranken) Fundkatzen besetzt. Ein Jammer, wieviel Elend es da draußen gibt!    

 

02.11.2020

Mitten im Spielen mussten wir leider Katze Zwiebel stören. Die einzige kleine Dame unter Seppels Kindern hatte nämlich heute ihren Kastrationstermin. Ganz so begeistert war sie weder von der zwingenden Nulldiät vorher noch vom Transport. Aber was sein muss, muss sein. Schließlich wollen wir der Kleinen das Leid, das ihrer Mutter durch ständigen ungewollten Nachwuchs widerfahren ist, ersparen. Zwiebel ist somit nach erfolgreicher Heilung bereit, in eine eigene Wohnung umzuziehen. Den Rückweg vom Tierarzt und auch die halbe Nacht war das kleine Gemüse noch ganz schön schläfrig.

 

31.10./01.11.2020

Trotz Wochenende und Feiertag wollten wir Katze Lieschen nicht länger ihr zukünftiges Revier vorenthalten. Deshalb fuhren wir mit ihr nach Ullersdorf. Schön im Grünen gelegen, wurden wir zuerst von glücklichen Hühnern begrüßt, die ihren Freigang auf der großen Wiese genossen. Diesen angenehmen Eindruck überbot dann das riesige Haus. Auf 3 Etagen hat Lieschen jede Menge zu tun, alles in Ruhe zu erkunden. Einen interessanten Anblick boten die Balken, welche die bisherigen Katzen laut Berichten der Frau des Hauses immer gern nutzten. Nachdem Lieschen sich aus dem Keller heraustraute, und langsam die erste Etage auskundschaftete, lud einer der Balken sie ebenso zum Klettern ein. Oder war es der Geruch nach Kater, der sie animierte? Es wohnt noch ein 10 jähriger lieber entspannter Kater mit im Haus, der allerdings die ganze Aufregung irgendwo verschlief. Bisher hatte die Familie immer Katzen aus dem Tierschutz und mit Vergesellschaftung bereits gute Erfahrungen. Falls es doch nicht gleich die Liebe auf den ersten Blick werden sollte zwischen den beiden, bietet das Haus genügend Platz zum Ausweichen. Nach einer entsprechenden Eingewöhnungszeit darf Lieschen sich auch im Freien nach Lust und Laune bewegen. So beschaulich die Umgebung und die ausgewogene familiäre Atmosphäre auf uns wirkt, können wir uns wirklich nichts schöneres für Lieschen vorstellen. Mit einem positiven Gefühl verabschiedeten wir uns und sagen noch einmal herzlich Danke!  

 

30.10.2020

Bei dem anhaltendem Regenwetter war es einer Hündin heute besonders zum heulen zumute: Hündin Lilli ist zurück im Tierheim. Obwohl sich Lilli nach Aussage ihrer Kurzzeitfamilie vorbildlich benahm und alles wunderbar klappte, trennte man sich dennoch von ihr. Zu sehr hingen die Gedanken noch an der kürzlich verstorbenen Hündin. Diesen hohen Erwartungen konnte Lilli nicht standhalten, sie ist eben ein anderer Hund. Nun ist Lilli wieder da, sitzt im Regen, statt in der warmen Stube, und weint. Es bricht einem das Herz.

 

29.10.2020

Größter Tagesordnungspunkt heute war die Tierarztvisite. Fünf Samtpfötchen, die alle propper und gesund sind, konnten die notwendige zweite Impfung bekommen und sind somit beinahe bereit für ihr neues Zuhause. Außerdem haben die lieben Hunde Elli, Tomis und Figaro ihr jährliche Impfung erhalten. Keiner der drei Hunde war begeistert die Tierärztin so schnell wieder zu sehen, aber nach der Untersuchung und dem kleinen Pieks, war die Aufregung rasch verflogen. Dann kamen wir zu unserem Fundkaninchen mit der massiven Kopfschiefhaltung. Der freundliche, zutrauliche Widder ließ sich ganz artig untersuchen. Der Grund für die Kopfschiefhaltung war schnell gefunden: eine eitrige Ohrenentzündung. Leider ist die Prognose für vollständige Heilung schlecht, da dies bei Widderkaninchen immer wiederkehrt. Durch die Kopfschiefhaltung kann der unkastrierte Widder sich auch nicht richtig putzen und benötigt dabei unterstützung. Mümmelmann Miraculix, wie wir ihn genannt haben, bekommt nun erst einmal eine Rundumbehandlung mit Antibiotika, Vitaminen, Augentropfen und einer Darmaufbaukur. Und natürlich Futter satt, damit er nicht weiter abnimmt. So ein armer Drops.

 

28.10.2020

Es freut uns, Ihnen erneut von einer glücklichen Vermittlung zu berichten. Die jungen Katzen Boo und Felix wurden unabhängig voneinander aufgefunden, lernten sich aber hier in unserer "Kinderstube" kennen. Wie schön, dass sie auch gemeinsam ein Zuhause gefunden haben. Die neuen Dosenöffner kamen aus Leipzig sogar zweimal zu uns ins Tierheim, um Bekanntschaft mit unseren Katzenkindern zu schließen und das weitere Vorgehen zu besprechen. Das ist leider bei weitem nicht selbstverständlich. Obwohl sie noch keine Zusage von uns erhielten, hatten sie die Fenster bereits katzensicher gestaltet. Beste Voraussetzungen also, um die Kleinen zu vermitteln, da auch sonst alles passte. Auf der Fahrt teilten sich Katerchen Felix und Katzenmädchen Boo eine Box, lagen nebeneinander und schauten heraus. In der Wohnung angekommen, zeigte sich, dass es wirklich absolut richtig war, die beiden zusammen zu vermitteln. Boo orientierte sich nämlich sehr stark an Felix. Der kleine schlanke Kater lief 3 Schritte - Boo hinterher. Er rannte erst einmal zurück ins "sichere" Bad - Boo folgte. Dann wurde Felix mutiger, kam auf die Couch und fing an mit Schnurren. Boo lugte inzwischen vorsichtig um die Tür, mit großen Augen, um Felix zu suchen. Sie stellte sich auf die Hinterbeine, erspähte ihn und schlich eine Runde um das Sofa. Sie fasste all ihren Mut zusammen und rannte plötzlich über das selbige hinweg, um im nächsten Moment abermals zu verschwinden. An dieser Begebenheit wird uns wieder deutlich, wie unterschiedlich doch die Charaktere sind und wie vorteilhaft eine Vermittlung im Doppelpack sein kann.

 

27.10.2020

Pia hat heute den Hauptgewinn. Die kleine agile Hündin durfte schon nach dem dreiwöchigen Zwischenstopp bei uns zu einer kleinen Familie in die Radeberger Innenstadt ziehen. Wir erleben selten, dass ein Hund so viel Spaß an allem Neuen hat, wie die junge Pia. Ihr gefällt der Trubel, sie begegnete allem aufgeschlossen und völlig angstfrei. Der Sohn kam uns schon ein Stück entgegen und die freudige Aufregung war auf beiden Seiten zu spüren. Während des vertraglichen Teils waren der Sohn und Pia ein Herz und eine Seele und genossen das gemeinsame Herumalbern. Besonders entzückt war Pia von dem Quietschebällchen. Als sie versuchte, auch andere Gegenstände anzuknabbern, bekam sie gleich Grenzen gesetzt, die die schlaue Hündin sofort verstand. Zu sehen, was die Hündin während der ganzen Zeit für einen Riesenspaß hatte, machte diese Vermittlung zu einem besonders einprägsamen Ereignis.

 

26.10.2020

Nach den zwei Neuankömmlingen vom Wochenende hatten heute zwei unserer "Kurzzeitinsassen" ihren großen Tag und durften bei uns ausziehen. 

Wir freuen uns sehr, dass der liebe Seniorrüde Fabio nicht lange in unserer Einrichtung verweilen brauchte. Er fand sein neues Zuhause bei lieben Menschen, welche bereits einem größeren Hund von uns ein schönes Leben voller Liebe und tollen gemeinsamen Erlebnissen schenkte. Nun ist Fabio der Glückliche, der im Vogtland ein gemütliches Eigenheim mit Garten sein eigen nennen darf. Die Autofahrt verlief mit etwas Aufregung, aber Fabio meisterte in seiner geruhsamen Art alle neuen Endrücke und Situationen problemlos. Im Garten drehte er erst einmal eine kleine Willkommensrunde und die Katzen wurden begrüßt, was von beiden Seiten her friedlich ablief. Dann schaute er, ob er vielleicht etwas vom menschlichen Essen abbekommen würde, was aber (selbstverständlich) nicht geschah und legte sich entspannt in sein Hundebett. Ein Traumhund, der sein neues Leben genießt und seine Menschen glücklich macht.

Kater Mau-Mau war der andere Umzugskandidat. Auch er war eher ruhig. Er darf nun in einer Dresdner Wohnung mit Balkon residieren. Das tollste ist, dass er ab heute Teil einer großen Familie ist, wo Spaß und Aktion als auch viele Schmuseeinheiten auf der Tagesordnung stehen. Mau-Mau muss den Ortswechsel jedoch noch verkraften, fürs erste verkroch er sich ins Kinderzimmer. So wie wir ihn bisher erlebt haben, wird er nicht lange in seinem Versteck bleiben und den Kontakt suchen. Danke an die junge Familie, die Mau-Mau, trotz seiner Herzproblemchen, so liebevoll und vorurteilsfrei aufnahm.

 

24./25.10.2020

Am Wochenende fanden gleich zwei neue Bewohner bei uns ein Übergangszuhause. Zum einen kam Rüde "Suki" (unter Aufnahmepaten als "Rüde 2" benannt) aus Rumänien gut erholt zu uns (siehe "Was gestern geschah" vom 03./04.10.). Auf dem Foto sieht er größer aus als er tatsächlich ist. Er war noch etwas unsicher, aber einfach absolut lieb und dankbar.

Der zweite Neuzugang füllt wieder unseren Nagerbestand. Das aufgefundene Kaninchen wirkte sehr schlapp und krank. Aus seinem Fell mussten wir erst einmal Reste von Brombeersträuchern herausschneiden. Wer weiß, wie lange das arme Tier schon umher streifte. Auffällig ist seine schiefe Kopfhaltung. Wir vermuten eine Kaninchenkrankheit, Näheres werden wir in Kürze vom Tierarzt erfahren. Uns war erst einmal wichtig, dass die Vitalfunktionen funktionieren. Das Kaninchen bewegt sich, hat einen gesunden Appetit, kann selbstständig fressen und die Verdauung klappt. Also bedarf es zum Glück keiner dringenden Tierarztvisite.

 

23.10.2020

Der wuschelige schwarze Rüde Lenny, den wir erst vor 3 Wochen von Georgiana aus Rumänien übernahmen, ließ nicht nur unsere Herzen höher schlagen. Eine Familie mit 3 Kindern fand in ihm den idealen Partner fürs gemeinsam Toben und Kuscheln. Dass er sich völlig lieb und unkompliziert verhält, bestätigte sich auch bei der Vermittlung. Angstfrei erkundete er alle Räume, nahm die Stufen gelassen und zeigte Interesse vor allem am Garten und am Trockenfutter. Ständig wedelte seine Rute und er suchte immer wieder den Kontakt, besonders zur großen Tochter. Sie hat Lenny auch schon ein Plätzchen in ihrem Zimmer hergerichtet, mit Schnuffelteppich zum Beschäftigen und Nasentraining. In Zukunft steht auch gemeinsame Agility auf dem Plan. Lenny hat sein optimales Zuhause gefunden. Seine Freude und Begeisterung war ihm regelrecht anzusehen. Für Streicheleinheiten sind auf jeden Fall stets genügend Hände vorhanden. Wir wünschen allen eine fröhliche und erlebnisreiche Zukunft.

 

22.10.2020

Heute durften wir unserem lieben Freund Dinu "Adieu" sagen. Gemeinsam mit Mario macht er sich auf die Reise nach Brandenburg, wo er bereits sehnsüchtig erwartet wurde. Vor kurzem musste sich die Familie von ihrer lieben Hündin für immer verabschieden, die Trauer darüber sahs noch tief. Doch von all dem wusste Dinu nichts, als er in sein Tempo mit wackelndem Stummelschwänzchen die Wohnung und den Garten erschnüffelte. Doch erst, als er sich im Garten gelöst hatte, konnte er sich wirklich auf die neuen Eindrücke einlassen. Der noch im Haushalt lebende kleine andere Rüde war ziemlich skeptisch und ängstlich wegen dem "großen neuen Typ". Dinu schien das zu spüren und hielt gebührenden Abstand. Besonders gut schien es Dinu im Wintergarten zu gefallen, wo er sich mit seinem kräftigen Körper an den Blumentöpfen vorbei schob und dann aus dem Fenster blickte. Dinu machte es sich dann im großen orthopädischen Bett gemütlich und zeigte keine Tendenzen Mario auch nur eine Träne nach zu weinen. Das ist wohl auch ein Zeichen, dass er seine neue Heimat echt klasse findet. Wir freuen uns unglaublich sehr, dass Dinu, der fast ein Jahr bei uns verbracht hat, nochmal so ein schönes Zuhause findet.

 

21.10.2020

Eine langjährige Freundin des Tierheims bekam heute ihren neuen vierbeinigen Lebensabschnittsgefährten direkt ins Wohnzimmer "geliefert". Vor etlichen Jahren durfte bereits eine reizende Hündin aus unserem kleinen Tierheim dort einziehen. Nach ihrem Tod war die Familie nun auf der Suche nach einem Vierbeiner, der diesen leer gewordenen Platz füllt. Gemeinsam mit der kleinen Hündin Lilli fuhren wir nach Dresden. Die vorangegangenen Besuche verliefen von mal zu mal positiver. Und so hatte Lilli das Glück, dass Sie nach gerade einmal drei Wochen im Tierheim schon eine neue Familie gefunden hat. Man kann es sich kaum vorstellen, denn in Rumänien lebte Lilli im städtischen Shelter mit hunderten Artgenossen unter unwürdigen Bedinungen. Bis Georgiana sie entdeckte. Für Lilli(und ihren Leidensgenossen) war Georgiana wirklich ein Licht in der Dunkelheit. Was für eine tolle Erfolgsgeschichte.

 

20.10.2020

Heute durfte der schwarze Kater Tammy sein Köfferchen packen und dem Tierheim Lebewohl sagen. Er hat sein neues Zuhause in Kamenz gefunden, bei einer lieben Rentnerin, die ihn gut verwöhnen wird. Nach einer sicheren Eingewöhnungszeit darf er dann, wie es ihm beliebt, Freigang genießen. Zunächst einmal erkundete er die Wohnung und stürzte sich gleich auf das Trockenfutter. Er genoss es sichtlich, nicht mehr mit anderen teilen zu müssen, sondern im Rampenlicht zu stehen. Die Frau kümmert sich liebevoll auch um andere Tiere, wie sie berichtete. Sie hilft, Pferde und Hühner zu versorgen, und das ganz ohne Auto. Bei Wind und Wetter nimmt sie zuverlässig jeden Nachmittag einen Fahrradweg von rund 5 km pro Strecke auf sich. Respekt. Mal sehen, ob Tammy dann auch wie sein Vorgänger unter der Birke wartet, bis Frauchen wieder heim kommt. 

 

19.10.2020

Wie Sie bereits bei "Foto der Woche" vor 3 Wochen sehen konnten, haben Igel unser Grundstück zum Nestbau und Wohnplatz auserkoren. Einerseits freuen wir uns selbstverständlich riesig darüber. Es gibt wohl kaum einen besseren Beweis, wie naturnah und ökologisch unser Gelände doch ist. Auf der anderen Seite können wir auf Dauer nicht für die Sicherheit der kleinen stacheligen Tiere garantieren. Zu viele Gefahren lauern hier durch Hunde, Katzen oder Rasenmäher. Wenn nachts die Igel aktiv sind, schreckt das natürlich auch unsere Hunde auf. Was wiederum die Nachbarn nicht so erfreulich finden. Obwohl die Hunde die Nächte in den Häusern verbringen, ist das Gebell ja dennoch zu hören. Zum Wohle aller haben wir uns also dazu entschlossen, die Igel mit Lebendfallen einzufangen und umzusiedeln. Sie wohnen jetzt bei Mario in ruhiger ländlicher Gegend in einem igelfreundlichen Garten. 

 

17./18.10.2020

Hurra: Unser Schaf Shirley ist endlich auf dem Weg der Besserung! Wir brauchen wohl nicht extra erwähnen, wie erleichtert wir darüber sind. Anfang nächster Woche werden wir sie wieder zusammen mit den anderen Schafen laufen lassen können. In der Hoffnung, dass die Schafsdame es noch sehr lange genießen kann. Sie ist ja leider auch nicht mehr die Jüngste. Aber wir geben, wie jedem Tier, unser Bestes. 

Aufgrund der zahlreichen Spenden, die uns auch am Wochenende noch gebracht wurden, konnten wir einiges an Katzenfutter an liebe Tierfreunde weitergeben, die sich selbstlos um die verlassenen und leider meist ungeliebten Streunerkatzen auf den Straßen und Hinterhöfen in der Gegend kümmern. Unser Dank gilt sowohl den vielen netten Spendern als auch jenen, die nicht wegschauen, sondern aufopfernd versuchen, diesen Tieren ein wenig Würde und Beistand zu geben und ein volles Bäuchlein zu ermöglichen.

 

16.10.2020

Heute geschah Ausnahmsweise nichts besonderes. Die Tiere zogen sich bei dem Regenwetter in ihre Körbchen zurück, die Hühner hockten unter der überdachten Stange, um dem schlechten Wetter zu entrinnen und Marius hielt auch nur Siesta im Strohbett. Wir sortierten derweil unser Lager, packten Pakete aus und kümmerten uns um all die Dinge die sonst so liegen geblieben sind. Aber auch solche regnerischen Herbsttage gehen irgendwann vorrüber.

 

15.10.2020

In unserer Öffnungszeit wurden wir mit lauter tollen Spenden bedacht. Dieses Engagement ehrt uns sehr und lässt uns positiv zurück, dass es da draußen noch mehr Menschen gibt, die gern bereit sind, etwas für die heimat- und herrenlosen Tiere zu tun. Danke!

Abgesehen davon haben wir einen ganz bitteren Verlust zu beklagen. Katze Jenny ist leider über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie hatte einen Pneumothorax, einen Lungenriss. Selbst die Ärzte haben so etwas noch nie erlebt, da weder äußerlich noch innerlich ein Grund zusehen war, wieso die Lunge gerissen ist. Noch bevor eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden konnte, verstarb die arme Miez. Es erfüllt uns mit tiefer Trauer, dass wir Jenny nicht mehr helfen konnten. Ihr langjähriger Kamerad Schnuffel bekommt nun eine Extraportion Aufmerksamkeit von uns, um diesen Verlust zu verkraften.

 

14.10.2020

Erneut fuhr unser Tierheimauto zum Tierarzt. Rüde Mikel war bestellt zum Zahnstein entfernen. Während der ganzen Fahrt über merkten wir gar nicht, dass er überhaupt an Bord war. Mikels Gebiss war ansonsten tadellos. Das hören wir gern. Hündin Senta begleitete ihn auf der Fahrt, denn sie plagte seit einigen Tagen ein leicher Husten. Nun bekam die kleine mit den lustigen wuscheligen Ohren erst einmal Hustensaft verordnet. Dieser sollte schnell Linderung bringen. Der Tierarztbesuch war zügig vorbei, sehr zur Erleichterung von Senta, die ängstlich alles über sich ergehen ließ.

 

13.10.2020

Bei zum Glück noch trockenem Wetter erhielten wir endlich unsere lang ersehnte Lieferung frischen Strohs. In knapp 40 km Entfernung fanden wir einen Hof, der uns mit 38 Ballen beliefern konnte. Der kleine LKW fuhr vorsichtig und voll beladen auf unser Grundstück. Obwohl wir nur zu dritt waren, ging das Abladen und Verstauen auf dem Scheunenboden fix. Wir sind eben schon geübt darin ;)

Am meisten freute sich Marius. Ein Ballen fand gleich in seinem Häuschen Verwendung. Nun kann er sich bei dieser herbstlichen Witterung schön in sein neu ausgekleidetes Bettchen einkuscheln.

 

12.10.2020

Mit knapp einem Monat Zeitverzug durfte der schwarzbraune Rüde Igor aus der Smeura nachreisen. Sie erinnern sich, statt ihn hatten wir durch eine Verwechslung Rüde Kanto in unsere Obhut genommen (siehe "Was gestern geschah" vom 11.09.20). Mit Igor reisten noch zwei ältere Hündinnen mit, die schon seit Jahren in der Smeura warteten. Beide sind schätzungsweise 12 Jahre und sehr unterschiedlich. Hündin Zinovia ist aufgeschlossen und sucht den Kontakt zu uns, genaus wie Igor es tut, während Dora noch mit sich hadert, ob sie uns trauen kann. Die schlanke Omi wird wohl noch etwas Zeit brauchen. 

 Zeit brauchte auch die Tierärztin, da heute gleich drei Patienten einen Termin hatten. Jungkatze Boo wurde kastriert, die Hunde Rigo und Lilli waren zur Zahnsanierung bestellt. Wie dringend das war, stellte sich im Nachhinein heraus: Rigo musste sich von 12 Zähnen verabschieden, die teils gammelig im Kiefer verankert waren, Lilli verlor 11 Zähne. Nun geht es ihnen definitiv besser und der Keimherd im Maul ist gebannt. Von Lilli wurde noch eine Blutprobe entnommen, die zum Glück keinerlei Auffälligkeiten ergaben. Alles bestens. Bereits am frühen Nachmittag konnte das Trio wieder abgeholt werden.

 

10./11.10.2020

Schaf Shirley nimmt den Brei aus Pansenstarter und Wasser gut an. Ihr scheint es zu schmecken oder sie merkt, dass es ihr gut tut. Dankbar hat sie sich schnell daran gewöhnt und hält artig still. Nur leider ist ihr Allgemeinbefinden deshalb nicht besser geworden, was uns Sorgen bereitet. Auch Katzendame Jenny zeigt trotz Medikamenten keine Anzeichen von Genesung. Da sie kaum Luft bekommt, blieb ihr leider der Weg in die Praxis nicht erspart. Drücken wir ganz dolle die Daumen, dass ihr dort schnell geholfen werden kann. 

  Derweil hat Seppel alle Maßnahmen von Impfung und Kastration erfolgreich bewältigt und durfte in unser großes Katzenhaus umziehen. Nun kann sie sich in ihrer schmusigen Art den Besuchern präsentieren. In Kürze wird sie auch auf unserer Homepage erscheinen.

 

09.10.2020

Mit Figaro an Bord fuhr unser Tierheimauto zum Tierarzt. Anders als sein Name vermuten lässt, ließ Figaro jedoch keinen Operngesang erklingen. Er benahm sich eher wie der sprichwörtliche sture Esel. Eben noch tänzelte er, auf sich aufmerksam machend, über den Hof, um zu zeigen, "hey, ihr habt mich beim Frühstück vergessen!" Doch als es Richtung Auto ging und später in das Behandlungszimmer der Tierarztpraxis, mussten wir den großen Kerl schieben. Bereits nach einer Stunde war der wuschelige Rüde jedoch schon wieder fit und munter und wir durften ihn wieder abholen. Seine Zähne sind noch prima, nur ein einziger Zahn musste ihm gezogen werden. Seine kleine Umfangsvermehrung, die unsere Tierärztin bei seinem Brustbereich entdeckte, stellte sich als harmloses Lipom heraus. Keine weitere Behandlung und keinerlei Medizin vonnöten, besser könnte es Figaro nicht treffen. Er ist gut in Form. Das freut uns riesig für den großen Rumänen. 

 

08.10.2020

Ein kleines Quietschkonzert im Auto veranstaltete Hündin Gala, als sie endlich zu ihrem hündischen Gefährten und dessen Dosenöffnern fahren durfte. Ein absolut tierliebes Pärchen hatte bei ihrem ängstlichen Tierschutzrüden festgestellt, dass Hündinnen einen positiven Einfluss auf ihn haben. Er orientiert sich nämlich weniger an den Menschen. Deshalb waren sie bei uns im Tierheim, um für ihren "Wall-E" die passende "EVE" zu finden. In Hündin Gala wurden sie fündig, um nicht zu sagen, es funkte auf Anhieb zwischen den beiden Hunden. Heute nun durfte sie umziehen. Hündin Gala war aufgeregt, aber freute sich enorm über Menschen und Hund. Wall-E präsentierte ihr stolz das von nun an gemeinschaftliche Reich. Zusammen wurde geschnuppert, gerannt, auf der Wiese gewälzt. Als Mario sich verabschiedete, kam Galas Aufregung wieder zum Vorschein und sie begann erneut zu quietschen. Menschlich hinein interpretiert könnte man meinen, Gala ging davon aus, dass Mario nun mit ihr dort bleiben würde. Ihr Blick verriet "Was, Du gehst? Schaaade..." Dennoch machte sie keine Anzeichen, mitzugehen. Wieso auch, wenn sie dort ihre Liebe und Zugehörigkeit gefunden hat. Wir freuen uns mit Dir, liebe Gala.

 

07.10.2020

Zur turnusmäßigen Visite stand diesmal einiges auf der Agenda. Neben sechs Samtpfötchen, erhielten auch drei Hunde ihre notwendige Impfung. Außerdem wurden unsere fünf Neuankömmlinge aus Rumänien von der Ärztin genau unter die Lupe genommen. Bei Pia, Lenny und Senta hatte sie keinen Grund zur Klage. Rüden Mikel muss in Kürze zur Zahnsanierung. Außerdem hat er eine krumme Zehe an der Hinterpfote, was ihn aber nicht stört. Und auch Lilli muss zur Zahnsanierung, wo auch gleich ein Blutbild angefertigt wird. Alle fünf Hunde nahmen sich super aufgeschlossen und freundlich bei der Untersuchung. Leider gab es auch nicht so erfreuliches. Katze Jenny, die vor kurzem abgegeben wurde, hat sich einen fiesen Katzenschnupfen eingefangen. Sie bekam sofort ein Breitbandantibiotikum verabschreicht. Sollte die Therapie nicht wirken, müssen wir noch einmal mit ihr in die Klinik. Zum Schluss kamen wir zu einem speziellen Patienten: Schafdame Shirley. Am morgen kam unser Hausmeister Herr Kuwan aufgeregt zu uns. Shirley benimmt sich eigenartig. Da hatte er recht. Sie stellte die Hinterbeine auseinander, stand mit den Vorderbeinen tief und knirschte mit den Zähnen. Aber sie lief normal mit den anderen mit. Auf die Entfernung konnten wir keine offensichtliche Ursache ausmachen, also haben wir mit geschickter Hand ein Stück Weide abgetrennt und die Schafe dort einquartiert. Später konnte dann auch die Tierärztin keinen Grund für das seltsame Verhalten feststellen, aber wir waren uns einig, dass Shirley ein Problem hat. Sie besorgte uns zwei Tüten Pansenstarter, was die Aktivität des Verdauungstrakts in Gang bringen soll. Zwei mal täglich soll die Gute das bekommen. Wir hoffen, dass sich Shirley noch einmal berappelt.

 

06.10.2020

Lacky heißt der heutige Glückspilz, der sich mit Josi auf dem Weg zu "seinen" Menschen machte. Der Rüde, der ohnehin schon groß ist, hat im Auto gestanden, um besser zu beobachten, wohin die Reise geht. Mit seiner angenehmen ruhigen Art, mit der er auch bei seiner neuen Familie punktete, genoss er die Autofahrt. In einem ebenso angenehm ruhigen ostsächsischen Dorf bei Neschwitz wurde er schon sehnlichst erwartet. Als erstes wurde er von den Katzen begrüßt, besser gesagt, erschrocken angeschaut, er ließ sie jedoch links liegen. Herrchen drehte mit Lacky sogleich eine Gartenrunde, damit er sein zukünftiges Revier kennenlernt. Die Samtpfötchen beobachteten alles derweil aus der sicheren Baumkrone heraus. Kaum das Thema angesprochen, dass Lacky wohl nicht aufs Blumenbeet gehen wird, schon war eine Blume abgeknickt. Naja, das ist doch kein Beinbruch. Der Rüde muss sich eben erst noch an die Gegebenheiten gewöhnen. Er wohnt nun super idyllisch in Alleinlage mitten auf einem Feld, von Bäumen umgeben. Kommt Ihnen die Beschreibung bekannt vor? Die Schilderung könnte glatt von uns sein, oder? Da wird er sich auf jeden Fall wohlfühlen. Lacky hat Josie auch keine einzige Träne nachgeweint. Alles Gute für Dich, Großer und Danke an Deine neue Familie!

 

05.10.2020

Die rumänische Hündin Tomis hatte heute Arzttermin. Das Autofahren behagte ihr schon mal nicht, aber es führte kein Weg daran vorbei. Sagenhafte 7 Zähne mussten bei der Seniorin gezogen werden. Dabei wurde eine kleine Wucherung im Maul entdeckt und entfernt. Alles lief "wie am Schnürchen" und der Eingriff war schnell und gut überstanden. Wie angekündigt ("Was gestern geschah" vom 23.09.) wurde die Hüfte von Tomis geröntgt. Die Bilder ergaben eine Hüftdysplasie. Gemeinsam mit der Tierärztin fassten wir den Entschluß, nicht daran "herumzudoktorn". Tomis kommt im Alltag gut damit zurecht, sie hat in all den Jahren gelernt, damit umzugehen, kann ohne Probleme aufstehen, laufen, was will man mehr? Eine eventuelle OP mit wochenlanger Schonung und nachfolgender Reha kann nicht im Sinne der freudigen Hündin sein. Hier würden wir ihr durch die vielen Einschränkungen mehr Sorgen als Nutzen bringen. Sie soll so lebensfroh wie jetzt bleiben und nach all den Entbehrungen in Rumänien endlich die Chance haben, einfach nur glücklich zu sein. 

 

03./04.10.2020

Trotz Feiertag fand der rumänische Transporter den Weg zu unserer Einrichtung. An Bord waren wirklich viele Hunde. Fünf davon durften wir auf unserem Gelände begrüßen. Alle fünf Hunde waren gleich super nett und aufgeschlossen. Sie ließen sich problemlos tragen. Die ganze "Prozedur" mit messen, wiegen, Chip auslesen, all dies stellte kein Problem für sie dar. Wir waren der erste Stopp der Tour, demzufolge hatten die Fahrer bedauerlicherweise wenig Platz für all die Spenden, die wir mitgeben wollten. Wichtige Futterspenden konnten aber glücklicherweise ihre Reise zu Georgiana antreten. Das war unser Hauptanliegen. Einer der kleinen Rüden (Rüde 2) wird wohl erst in zwei Wochen zu uns nachreisen können. Nach der Kastration war er noch etwas schwach und da ist es wenig förderlich, ihn noch dem ganzen Stress der Fahrerei und Umgebungswechsel auszusetzen. Eine weise Entscheidung, die wir sehr begrüßen. Wenigstens haben wir dann die Chance, die restlichen Spenden für Georgiana mitzugeben. Die mutige aufopferungsvolle Frau hat jede Unterstützung mehr als verdient. Ein riesengroßes Dankeschön auch an Sie alle, die mit ihrem Beitrag ein kleines bißchen Hoffnung in den doch sehr entbehrungsreichen Alltag von Georgiana bringen konnten.

 

02.10.2020

Schlag auf Schlag ging es zur Sache. Was war geschehen? Drei Tage vor dem angekündigten Besuchstermin kam eine Interessentin spontan ins Tierheim um unsere Daggi kennenzulernen. Das erste beschnuppern, der erste Spaziergang verlief hervorragend. Am Abend schwärmte die liebe Frau zuhause so sehr vor Daggi, dass sie bereits am nächsten Tag gemeinsam mit ihrem Mann ins Tierheim kam. Wieder war die Liebe auf beiden Seiten überwältigend. Daggis Handicap, ihre Besonderheiten waren überhaupt kein Problem für die Familie, so sehr haben sie Daggi ins Herz geschlossen. Also haben wir eine Termin zur Vermittlung vereinbart. Und nun war es soweit. Unter unablässigen schwanzwedeln zogen wir Daggi ihr Geschirr an, halfen ihr ins Auto und fuhren Richtung Brandenburg in ihr neues Zuhause. Wie immer benahm sie sich tadellos. Sie erkannte ihre neuen Zweibeiner sofort wieder und wedelte ihren Weg durch die neue Wohnung. In der Stube ließ sie sich dann auf dem Teppich nieder und hielt erstmal ein Nickerchen. Herrlich! Wir freuen uns so sehr für Daggi und wünschen ihr für die Zukunft nur das Beste!

 

01.10.2020

Am ersten des Monats ging es für den zauberhaften Hundeopi Fabio zum Tierarzt. Seine Zähne mussten dringend auf Vordermann gebracht werden. Die langen Jahre in Rumänien haben ihre Spuren hinterlassen. Glücklicherweise gab es bei seinem Blutbild keine besorgniserregenden Entdeckungen, sodass die Tierärztin sofort mit der Behandlung starten konnte. Nach gut 1,5 Stunden kam der Anruf, dass Fabio abgeholt werden möchte. Zu unserer Überraschung war Fabio putzmunter und ging interessiert durchs Behandlungszimmer spazieren. Insgesamt 11 Zähne wurden ihm gezogen, darunter auch ein Backenzahn mit 4 Wurzeln (normalerweise sind es nur 3) und Fabio schaute uns an, wedelte fröhlich und wollte jetzt wieder nachhause fahren. Ganz so, als wäre nie etwas gewesen. Keine Spur von Müdigkeit oder davon das er taumelig wäre. Fabio überrascht uns eben immer wieder. Ein toller Kerl!

 

30.09.2020

Vielleicht haben Sie schon aufmerksam verfolgt, dass Kater Bubble Interessenten hat und warteten, genau wie wir, gespannt auf den großen Tag seiens Umzugs. Wir sind wirklich fasziniert, dass der schwarze Notfall-Senior nun seinen Für-Immer-Wohnsitz gefunden hat. Ganz seinem Wesen entsprechend, begleitete er schon die Fahrt nach Dresden mit seinen herrlichen Kommentaren. In der Wohnung schaute er sich dann gleich interessiert um und holte sich zwischendurch seine Streicheleinheiten ab. Wie es sich für einen stattlichen Kater wie ihn gebührt, musste er erst einmal das Buffet testen. Mit vollem Bäuchlein ging die Erkundungstour weiter. Es war total niedlich, wie bei einer Wohnungsbesichtigung wurden ihm nach und nach alle Räume erklärt und gezeigt. Der Balkon war nur kurz interessant, aber schließlich war das Wetter zu diesem Zeitpunkt auch nicht gerade einladend. Die Höhle vom Kratzbaum entpuppte sich leider für den proppeligen Bubble als etwas zu klein, aber keine Sorge, ein neuer ist schon in Aussicht. Nachdem alles geklärt war, kam Bubble nochmal und schaute uns an, als würde er Lebewohl sagen. Dann ist er seinem Frauchen und ihrer Tochter - die im Notfall die Betreuung übernehmen würde - hinterhergelaufen, als wären sie schon immer ein eingespieltes Team. Wir haben Bubble und seinem Frauchen angesehen, dass wir mit dieser tollen Vermittlung zwei Herzen glücklich gemacht haben.

 

29.09.2020

Nach Diva durfte nun auch ihr ehemaliger Mitbewohner "Lucky" seine eigenen vier Wände beziehen. Als kleine Erinnerung hinterließ der Kater einen Kratzer an Marios Arm, denn kaum drin in der Transportbox, wollte Lucky plötzlich wieder ausbrechen. Viele Katzenbesitzer werden jetzt schmunzelnd nicken, weil sie das nur zu gut kennen. Bei seiner neuen Familie in Pirna war es dann soweit, und Lucky konnte aus der Box heraus. Das ließ er sich nicht zweimal sagen und verschwand fluchtartig unter dem Sofa. Manchmal ist es so vorhersehbar! Wir alle, besonders auch seine neuen Dosenöffner, waren darauf vorbereitet. Für sie stellte dies jedoch erfreulicherweise kein Hindernis dar. Im Gegenteil, gerade weil der Kater besonderen Zuspruch zu benötigen schien, haben sie sich für ihn entschieden. Uns freut das ungemein. Überall findet der Kater in der Wohnung Ruhe- und Versteckmöglichkeiten. Um ihn nicht gleich zu überfordern, wird er den Balkon und damit frischen Wind um sein Näschen, erst später kennen lernen. Heute erhielten wir schon eine fantastische Rückmeldung: Lucky hat die Nacht mit im Bett verbracht. Wir sind überrascht von dieser schnellen positiven Wendung. Lucky beweist damit, dass er nun endlich wirklich glücklich ist.

 

Noch überfordert mit ihrer neuen Situation hier im Tierheim ist Abgabekatze "Schneeweißchen" bzw kurz "Weißchen" genannt. Das als lieb und verschmust beschriebene, einjährige Katzenmädchen vertrug sich plötzlich nicht mehr mit den anderen Katzen des Haushalts. Uns schaut sie noch etwas zweifelnd an. Wir geben uns alle Mühe, dass sie bald auftaut.

 

28.09.2020

Wie die Göttin auf Erden darf sich die hübsche schwarze Kätzin Diva nun in ihrem eigenen Reich in Dresden fühlen. Sie erhält die alleinige Aufmerksamkeit, die sie sich immer wünschte, und wird dies hoffentlich zum Anlass nehmen, recht bald ihr übertriebenes Leckverhalten (siehe "Was gestern geschah" vom 30.06.2020) abzulegen. Wie es sich für eine Diva gehört, wurde jeder Winkel im neuen Zuhause gründlich untersucht. Selbst Waschbecken sowie die Mikrowelle von außen und innen nahm sie unter die Lupe. Dann gönnte sich die Katze ein Häppchen des angebotenen Futters, also schien sie von ihrer zukünftigen Bleibe überzeugt zu sein. Überall holte sie sich zwischendurch Streicheleinheiten ab. Nur am Balkon hatte Diva an diesem Tag noch kein Interesse. Dabei haben sich ihre Menschen so ins Zeug gelegt: Sie netzten den Balkon katzensicher ein und bauten dort noch eine Luke ein, damit sie  - und wirklich nur die Zweibeiner selbst- ans Vogelhäuschen gelangen können. Denn schließlich waren die gefiederten Freunde gewohnt, dass sie an dieser Stelle zuverlässig ihr Futter finden. Falls sich die Vögel nicht abgeschreckt fühlen, bekommt Diva ihr eigenes Naturschauspiel dargeboten. Besser hätte sie es nicht treffen können. 

 

26./27.09.2020

 Endlich dürfen wir wieder ein sehr freudiges Ereignis kundtun. Hündin Bina hat, passend zum Wetterwechsel, ihr Körbchen im Hunderudel gegen ein kuscheliges warmes Bettchen im eigenen Heim getauscht. Wir freuen uns riesig, dass die Seniorhündin ihren Alterswohnsitz bei einer lieben Familie gefunden hat, die mit ihr nun schon den dritten Hund aus unserer Einrichtung adoptiert haben. Wir wünschen noch lange Freude aneinander und senden viele Grüße nach Bonn.

 

25.09.2020

 Uns erreichte ein Anruf eines Betreuers, der im Namen seines Betreuten einen Platz für dessen beiden Katzen suchte. Uns schwant nichts Gutes. Bei der Abgabe der Tiere erfuhren wir, dass der Besitzer die Tiere selbst erst 3 Monate hat. Vorher lebten sie ebenfalls bei einer Betreuten. Diese gab die Tiere aus ähnlichen Gründen an ihren Bekannten weiter. Wir versuchten als herauszubekommen, wieso die Tiere nicht mehr gewollt waren. Als Grund wurde uns genannt, dass der Kater nachtaktiv sei und der Besitzer nicht schlafen könne. In der Konsequenz verschloss er die Schlafstube in der Nacht, öffnete sie aber am Tage. Die Katzen quittierten dies mit Unsauberkeit. Es entwickelte sich soweit, dass die Katzen nun immer öfter unsauber wurden, wenn sie allein waren. Auf die Frage, wie lange sie denn allein waren, bekamen wir zu hören 2-3 Tage. Uff... da mussten wir erst einmal schlucken. Derweile lagen Kater Schnuffel (11 Jahre) und Katze Jenny(3 Jahre) mit weit aufgerissenen Augen regungslos in der Transportbox. Schon wieder wurden sie entwurzelt und fühlten sich verloren. Nun ist es an uns, den beiden klar zu machen, dass wir sie nicht im Stich lassen werden.

 

24.09.2020

 Heute wurden wir mit einer wirklich großen Spende bedacht. Hündin Duffy, welche vor 11 Jahren von uns vermittelt wurde, kam zusammen mit Frauchen und einem großen Transporter voller toller Geschenke zu uns ins Tierheim. Gemeinsam luden wir die gesammelten Werke aus. Zusammengekommen war die unfassbare Menge an Leinen, Halsbändern, Spielzeug, Futter usw. durch einen Facebookaufruf von TopDog24, einem Hundegassiservice in Dresden. Besonders ein Gummihuhn, was ausversehen herausgeplumpst war, erregte die Aufmerksamkeit unserer Hunde und sorgte für den ein oder anderen Lacher. An dieser Stelle also noch einmal DANKE an alle Gönner für die tollen Sachen. Fast wie an Weihnachten.

 

23.09.2020

Heute wurden die Katzenkinder von Seppel und Katze Lieschen geimpft. Außerdem durften sich unsere neun neuen Rumänenhunde der Tierärztin zur Visite vorstellen. Alle bekamen ihre Eingangsuntersuchung, bei den zwei älteren Hunden Fabio und Tomis wurde gleich noch Blut abgenommen. Wie wir bereits heute erfuhren, waren bei beiden die Werte in Ordnung. Das ist spitze! Bei einigen Patienten stellte die Tierärztin, wie so oft, Probleme an den Beißerchen fest. Zeitnah vereinbarten wir daher Termine zur Zahnsanierung. Bei Fabio müssen wir noch eine Woche Ohrentropfen verabreichen, Figaro hat eine kleine Beule, die im Zuge der Zahnsanierung gleich mit begutachtet wird. Auch Tomis - einmal in Narkose - wird noch geröntgt werden müssen. Der Tierärztin fiel auf, dass sie ihre rechte Hüfte entlastet. Wir werden uns wieder in Geduld üben und abwarten, was dabei herauskommt. Für uns zählt erst einmal, dass Tomis keinerlei Schmerzen zeigt und weiterhin mit den anderen über die Wiese schlendern kann.

 

22.09.2020

Ein schwarzer Tag für uns, der uns sehr betrübt macht. Von der Tierarztpraxis kamen bittere Neuigkeiten. Legends Röntgenuntersuchung ergab, dass er einen schon faustgroßen Hirntumor hatte. Der große Kerl wollte aus der Narkose auch gar nicht mehr aufwachen. Es war an der Zeit, ihn gehen zu lassen. Schweren Herzens fuhren zwei Kolleginnen in die Praxis, um Legend in seinem letzten Moment noch einmal mit aller Liebe zur Seite zu stehen. Gerade, als wir uns mit unserer Trauer zurück ziehen wollten, die nächste niederschmetternde Diagnose: Auch Kater Hans konnte nicht mehr geholfen werden. Die Infusion schlug nicht mehr an, seine Nieren versagten. Wir begleiteten auch ihn auf seiner letzten Reise. Es war uns ein Bedürfnis, die beiden - die wohl nie in den Genuss gekommen sind, in einem eigenen Zuhause geliebt und umsorgt zu werden - nicht allein an einem für sie fremden Ort von dieser Welt gehen zu lassen. Danke, Hans und Legend, dass wir euch kennen lernen durften.

 

21.09.2020

Der Alltag mit seinen Höhen und Tiefen hatte uns gleich Montag früh wieder voll im Griff. Legend konnte sich nicht auf seinen Hinterbeinen halten und auch Kater Hans schwächelte enorm. Beide übergaben wir daher in die Obhut unserer guten Tierarztpraxis. Gleichzeitig konnte Seppel ihren Termin zur Kastration wahrnehmen. Nachdem die Spuren ihrer Zahn-OP komplikationslos abgeheilt waren (siehe auch "Was gestern geschah" vom 01.09.20), stand dem nun nichts mehr im Wege. Noch vor vereinbarter Abholzeit war Seppel schon wieder aus der Narkose erwacht und konnte zurück ins Tierheim. Nicht so die anderen beiden Patienten. Die Untersuchungen dauern noch an. Wir hoffen das Beste für unsere beiden Schützlinge, deren Wohl uns natürlich sehr am Herzen liegt. 

 

19./20.09.2020

Das Wochenende nutzten wir zur Umquartierung einiger Samtpfötchen. Da unser großes Katzenhaus mit nur vier Bewohnern nicht sinnentsprechend belegt ist, entschieden wir uns, den 5  rumänischen "Spiele"katzen Mau-Mau, Mahjong, Rommè, Domino und Halma dieses große Platzangebot ebenfalls zur Verfügung zu stellen. Am ersten Tag verkrochen sich alle bis auf Mau-Mau noch unter dem Sofa und dem Kratzbaum. Am darauffolgenden Tag entdeckten sie schon das gesicherte Freilaufgelände für sich. Nun erhoffen wir uns davon natürlich auch, dass sie mehr Blicke der Besucher auf sich ziehen werden. Ebenso durften Seppels Kids ins kleine Katzenhaus umziehen. Die "jungen Wilden" schrien geradezu nach mehr Abenteuer und Spieleangebot. Bis sie gut gerüstet für eine Vermittlung bereit sind, sollen sie sich schließlich bestens aufgehoben fühlen bei uns. Das gibt unsere Quarantäne einfach nicht her.

 

18.09.2020

Das Daumen- und Pfotendrücken für Kater Hans hat gefruchtet. Der liebe Kerl wurde aus der Tierklinik entlassen und von uns abgeholt. Wie wir bereits vermutet hatten, war seine Niere übersäuert, weswegen ihm übel war und er nichts fressen mochte. Eine mehrtägige Behandlung über Infusion brachte Besserung und der Appetit kam zurück. Eine tolle Neuigkeit. Hans ist noch nicht bereit zu gehen! Wir haben uns auch sehr über die Nachricht gefreut, dass Hans Schilddrüsenmedikation optimal eingestellt ist. Zumindest an dieser Baustelle hat Hans erst einmal Ruhe.

 

17.09.2020

Heute gibt es keine herausragende Neuigkeit, obgleich wir dennoch viel getan haben. Neben dem Fotos-knipsen der neuen Hunde, haben wir uns auch Zeit zum bürsten unserer vierbeinigen Kameraden genommen. Besonders Dinu kam in den intensiven Genuss, was seinem Fell zu neuer Fluffigkeit verhalf. Katze Lieschen schnurrte unentwegt bei dieser Zuwendung. Unterdessen beschäftigte sich unser Hausmeister Herr Kuwan mit einem plötzlich aufgetretenem Problem. Beim betätigen des Lichtschalters blieb das erwartete Licht, in einem Hundehaus, aus. Die Lampe war leider völlig hinüber und so besorgte er ein neues Model. Da er einmal dabei war, wollte er auch gleich einen neuen, größeren Heizkörper installieren und verkleiden. Außerdem wurde der Hühnerstall  einer gründlichen Reinigung unterzogen und die wachsamen Hühner derweile mit einer Wassermelone verköstigt. Dies und noch viele andere Aktivitäten sorgten dafür, dass uns auch an diesem Tage nicht langweilig geworden ist.

 

16.09.2020

Dieses Mal durften wir gleich zwei schöne Vermittlungen erleben. Doch der Reihe nach:

Zuerst war Benny der Glückspilz. Der in sich ruhende Rüde hat sich erfolgreich in die Herzen eines jungen Paares geschlichen und darf nun ein großes Haus mit riesigem Garten sein eigen nennen. Der Seniorwuschel hat sich vorbildlich benommen. Nur zweimal äußerte er ein "Wuff Wuff", als Nachbarskatze die ganze Zeit vor seiner Nase herum tänzelte. Daraufhin hatte die Katze ihre Lust verloren und zog von dannen. Wirksam sein Revier und sein Ruhebedürfnis verteidigt, ohne große Töne zu spucken. Das hat Benny prima gemeistert. Treppen laufen, auch wenn es nur 4 Stufen sind, ist nicht sein Ding. Seine neue Familie hatte ihm extra eine Rampe gebaut, aber er ignoriert sie bisher. Wer weiß, vielleicht treibt ihn ja irgendwann die Neugier oder das Bedürfnis, immer nahe bei seinen Leuten zu sein, dazu. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm, er darf selbst entscheiden, wo er es sich bequem machen möchte. Die neuen Dosenöffner jedenfalls sind begeistert von dem knuffigen Typ, sie bereuen ihre Entscheidung keine Sekunde. Wir und Benny auch nicht!

Die anderen, die bei uns ausziehen durften, waren Makkaroni und Fusilli. Somit ist unser Tierheim komplett nudelfrei geworden.

Sie werden jetzt sicher, genauso wie wir in diesem Moment, schmunzeln: fast hätten wir nämlich einen blinden Passagier mit an Bord gehabt. Kater Felix, der rein optisch zu den beiden Nudelkids passt, stiefelte wie selbstverständlich zu den beiden in die Transportbox. Unser erster Gedanke war "Na, ob das auffällt?!" Aber nützt ja nichts, er musste wieder aussteigen und wartet im Tierheim noch geduldig auf seine Chance. Währenddessen hatten die beiden Nudeln etwas Stress. Die Fahrt über vernahmen wir ein leises Maunzen von den Beiden. In der Wohnung war es Makkaroni, die als erstes aus der Box stieg. Fusilli folgte und beide liefen wie geplättet von den Eindrücken geduckt umher. Sie konnten gar nicht fassen, wie viel Platz ihnen ab sofort zur Verfügung steht. Langsam mutiger werdend, beäugten die beiden sämtliche Räume. Der weiche Wuschelteppich hatte es beiden besonders angetan. Er war Ausgangs- und Zielpunkt jeder kurzen Erkundungsrunde. Fusilli war zuerst im Wohnzimmer, aber Makkaroni erklomm eher den Kratzbaum und ließ ihre Blicke vom Fensterbrett aus schweifen. Fusilli zeigte auch gleich, wie anständig er die Katzentoilette benutzen kann. Dann ließ er sich ein wenig Katzengras munden. Zwischendurch rief das Katerchen immer mal wieder nach seiner Schwester und die beiden spielten und flitzten umher, bis sie zur nächsten Besichtigungstour aufbrachen. Wie wir inzwischen berichtet bekamen, war nach 2 Stunden die erste Aufregung vorbei. Als Schlafplatz haben sie die Couch auserwählt, sie schmusen gern und beobachten Frauchen, ob sie auch ihr Homeoffice ordentlich erledigt. Wir bedanken uns und wünschen eine spannende und fröhliche Zeit mit den zwei aufgeweckten Schmusetigern.   

 

15.09.2020

Etwas bockig reagierte Pixi auf dem Weg zum Tierheimauto. Wie können wir sie auch in ihrer gewohnten Mittagsruhe stören?! Die Reise führte uns in die Innere Altstadt von Dresden, Parkplätze sind da leider Mangelware. Und so musste die Hündin wohl oder übel mitten an einer belebten Straße aussteigen. Völlig entgeistert schaute sie uns an, wohin hatten wir sie denn da entführt? Sie reagierte sichtlich überfordert von der totalen Reizüberflutung, aber es war auch gerade wirklich alles, was es an Fortbewegungsmitteln im Straßenverkehr gibt, unterwegs, von Straßenbahn über Fahrrad bis hin zu einem Skateboard. Sie wusste nicht so recht, wie sie sich verhalten sollte und blieb einfach gemäß dem typischen Bild eines „sturen Esels“ hartnäckig stehen. Mit viel Überredungskunst gelangten wir schließlich ans Ziel. Als die Haustür aufging, lief sie problemlos und zügig die paar Stufen hinauf, Hauptsache weg von der lauten Straße. In der Wohnung kam bei Pixi sichtlich Freude auf: Freude über die Ruhe aber genauso über das Wiedersehen mit ihrem neuen Frauchen. Die junge Frau hatte sich mehrere Male zuvor mit ihr beschäftigt und eine erste gemeinsame Bindung aufgebaut. Pixi begann förmlich zu strahlen, als sie den ruhigen, kleinen Garten entdeckte. Keine Frage: Hier gefiel es ihr. Frauchen bekam gleich ein Küsschen als Bestätigung. Die Gassirunden werden erst einmal so geplant, dass sie dem größten Trubel aus dem Wege gehen. Der Plan ging auf, heut erhielten wir schon erste Eindrücke und Fotos von Pixis Abendspaziergang und Pixi morgens an der Elbe. Wir freuen uns sehr über die gelungene Vermittlung.

 

14.09.2020

Unser neues "Sorgenkind" Hans, der rote Kater, der in Bautzen herum irrte, siehe auch "Was gestern geschah" vom 31.08.2020, machte einen schlappen Eindruck. Sein spezielles Nierendiätfutter mochte er nicht, also boten wir ihm alle möglichen Sorten an Nassfutter an. Übers Wochenende hatte er dann auch noch das Fressen ganz aufgegeben und wir fütterten ihn mit der Spritze zu. Wie man sich denken kann, nahm er rapide ab. Ein Jammer. Gleich Montag früh fuhren wir deshalb mit ihm zur Tierarztpraxis, damit sie ihn stationär aufnehmen, ihn bestmöglich versorgen und seine kritischen Nieren- und Schilddrüsenwerte immer im Blick behalten. Nun heißt es "Daumen und Pfötchen drücken"!

 

12./13.09.2020

Begleitet von der Sonne fuhren wir mit Tscheppino zur Sonnenseite des Lebens: in seinen eigenen "Herrschaftsbereich". In Dresden gelegen, in einer WG, wo immer eine Hand frei ist zum Streicheln, darf der stattliche cremefarbene Persermix von nun an sein Stimmchen erheben. Hier hat er endlich alle Aufmerksamkeit für sich, auch wenn ihm das am Anfang zu viel erschien. Er fühlte sich, noch völlig durcheinander wegen dem Ortswechsel, einfach zu sehr beobachtet. Neugierig tastete er sich vorwärts, immer von leisen Rufen begleitet. Während wir uns ins Wohnzimmer zurückzogen, um offene Fragen zu klären, wurde es verdächtig still. Was macht Tscheppino gerade? Ein vorsichtiger Blick um die Ecke verriet uns, dass er es sich zwischenzeitlich im Küchenregal gemütlich gemacht hatte. Dies war allerdings nur ein kurzes Probeliegen, denn er fühlte sich einerseits angezogen von seiner Neugier und andererseits etwas alleingelassen und so kam er schließlich zu uns ins Wohnzimmer geschlichen. Unter dem Sofa fand er einen weiteren sicheren Ort, den er zum Erkunden verließ, sich aber schnell wieder dahin zurück zog. Ach, Tscheppino, du kannst wohl deinem Glück noch gar nicht trauen? Nach und nach wird er alle Räume erobern dürfen und die Aussicht vom (natürlich eingenetzten) Balkon genießen, so wie er es kennt und gern hat.

 

11.09.2020

Endlich war es soweit! Am späten Nachmittag, noch während unserer Öffnungszeit kamen die neun Hund aus der Smeura bei uns an. Das ausladen ging recht zügig von der Hand und einer nach dem anderen erkundete das Gehege. Natürlich musste sich alle erst einmal die Beine vertreten und den Durst am bereitgestellten Wasser stillen. Recht zügig fiel uns auf, dass der schwarze Rüde Igor fehlt, aber neuen Hunde bei uns eingetroffen sind. Die Fehlersuche ergab, dass Igor und der bei uns eingetroffene Rüde Kanto sich einen Auslauf in Rumänien geteilt haben, es wohl vor Ort ein Missverständnis gab und so der braun-schwarze Rüde so den Weg zu uns fand. Wer weiß, wozu diese schicksalhafte Fügung gut war? Und noch ein kleiner Dokumentationsfehler tat sich auf: Hündin Ritta ist ein Rüde. Wir tauften ihn spontan Rigo. Abgesehen davon ist er ein wahrer gute Launespender. Ebenso wie der große Lacky der mit seinen 45kg wie ein Welpe über die Wiese flitzte als hätte er noch nie Gras gesehen. Er steckte sogleich Daria an, die ihm mit ihren 40kg in nichts nachstand. Jeder der neun Hund ist auf seine Weise liebenswürdig und wir sind dankbar, ihnen hier die Hoffnung auf ein neues, besseres Leben bieten zu können.

 

10.09.2020

Bei der Tierarztrunde widmeten wir uns voll und ganz den Samtpfötchen. Die Nachkontrollen bei Seppel(ihr mussten bis auf 2, alle Zähne gezogen werden) und Lieschen(ebenfalls schwerwiegende Zahnfleischentzündungen inkl. Zähneziehen) verliefen zufriedenstellend. Bei beiden war es super abgeheilt und roch auch nicht mehr schlimm. Seppels Kids hingegen kämpften aktuell mit Durchfall und bekamen eine Spritze. Außerdem wurden fünf Miezen geimpft. Kater Ginkgo laborieren leider noch immer an einer Erkältung und konnte nicht geimpft werden, allerdings scheint er sich langsam nicht mehr so elend zu fühlen, frisst und spielt auch mit seinen beiden Schwestern. Daumen drücken, dass er es bald überwunden hat.

 

09.09.2020

Unsere zwei kleinen Weltentdecker, Kolumbus und Vespucci, machten ihren Namen nun alle Ehre. Die beiden Meerschweinböckchen durften mit Josi Richtung Elsterwerda fahren. Dort wartete nicht nur ein großes, komfortables Gehege auf sie, sondern auch gleich drei Meerschweindamen. Die beiden Jungs nahmen den Umzug gelassen, um nicht zu sagen, sogar ausgelassen. Sie turnten fröhlich und in bester Entdeckerlaune in und auf jede Einrichtung und jeder der Herren suchte gleich Anschluss an eine der Damen. Josi meinte, so eine unbeschwerte schnelle Vergesellschaftung hatte sie noch nicht erlebt. Alle harmonisierten sofort miteinander und es wird ihnen an nichts fehlen. Sogar Bewegungsmelder und Videoüberwachung ist vorhanden, damit auch absolut nichts passieren kann und kein Eindringling stören kommt. Einfach genial. Wir erhielten schon Fotos, die den Eindruck erwecken, als wären alle schon seit Ewigkeiten ein eingespieltes Team ;) 

 

Doch nicht nur die zwei Kleinen durften uns verlassen, sondern auch ein ganz Großer. Rüde Tino war zwar nicht halb so mutig wie die Meerlis, aber für seinen Charkater meisterte er den Umzug erstaunlich gelungen. Er war ruhig während der Fahrt, folgte uns die Treppen hinauf und schaute sich in seiner neuen Bleibe am Rande von Großröhrsdorf vorsichtig um. So richtig traute er dem Frieden noch nicht, und im ersten Moment ergriff ihn sein typischer Fluchtreflex. Er sah die Balkontür und rannte los. Der Arme hatte nicht wahrgenommen, dass die Tür verschlossen war und er gegen die Scheiben stieß. In aller Ruhe zeigten wir ihm sein Körbchen, in das er sich auch hinein stellte. Schließlich bemerkte er das Fenster oben drüber und guckte wie ein Eichhörnchen auf die "Großröhrsdorfer Toskana" mit Feld und Wald im Hintergrund. Der Ausblick beruhigte Tino schnell und bei Vertragsabschluß lag er schon wesentlich entspannter unter dem Tisch. Zum Abschied zeigte Tinos neues Frauchen dem Rüden den Garten hinter dem Haus, so dass er von Josis Abfahrt nicht viel mitbekam. Alles Gute, Großer und toi toi toi.

 

08.09.2020

Schon am Morgen war unser lieber Zeus in freudiger Aufregung, denn heute ging es für ihn auf große Fahrt bis nach Nord Hessen. Dort wartete Hündin Rösi, die ebenfalls aus Rumänien stammt, einige Samtpfötchen und natürlich Zeusis aufgeregtes neues Frauchen. Der Senior war nach der Fahrt froh, die Box endlich verlassen zu dürfen und nahm die paar Stufen bis ins Haus ohne Probleme. Nach einem ausgedehnten Probeschnüffeln im Garten, wurde das Haus unter die Lupe genommen, wo überall Körbchen und Liegeplätze bereit standen. Für sein Mittagsschläfchen legte er sich dann aber auf die Terrasse, wachte pünktlich zur Fütterungszeit wieder auf und verputzte seine leckere Mahlzeit. Sicher wird er sich erst einmal an einige Dinge gewöhnen müssen, aber das wird mit etwas Zeit, Geduld und Liebe sicher gelingen.

Gar nicht so weit musste Katerchen Twister fahren. Im nahen Radeberg bewohnt er nun eine Doppelhaushälfte mit vielen freien Händen, die ihn liebevoll streicheln. Während Twister bei der Fahrt kläglich maunzte, hörte man ihn nach dem Verlassen der Box unablässig schnurren. Seine neue Bleibe scheint ihm wohl zu gefallen. Wir freuen uns für den hübschen Sonnenschein.

 

07.09.2020

Hündin Andrea streifte sich ihre beste Ausgehkleidung über und sagte uns Lebewohl. Sie verhielt sich vorbildlich, auf der Fahrt nach Dresden war sie ein erstaunlich ruhiger Mitfahrer. Als der Hund Strolch seine zukünftige Gefährtin wieder sah, freute er sich riesig und Andrea freute sich im Gegenzug ebenso über das erneute Beisammensein. Sie war nicht besonders aufgeregt und inspizierte gleich die ganze Wohnung. Sie bewohnt nun eine ruhiges Fleckchen am Rand von Dresden und hat viele schöne Möglichkeiten für Spiel, Spaß, Spaziergänge und gute Laune. Wir bedanken uns bei den beiden Herrchen und natürlich bei Strolch für die liebvolle Aufnahme in ihrem Rudel. Andrea nahm von Mario kaum mehr Notiz, also deuten wir es als ein Zeichen, dass sie sich dort ganz wohlfühlt.

 

05./06.09.2020

Eine fürsorgliche Frau erkundigte sich bei uns vor geraumer Zeit, ob wir ältere, besonders pflegebedürftige Katzen zur Vermittlung hätten. Es käme allerdings nur Wohnungskatze in Frage. Ihr Herzblut und ihr Engagement ließ und lässt sie besonders solchen Katzen zuteil werden, die es nicht so leicht haben, ein neues Zuhause zu finden. Wir sind begeistert von der Einstellung der jungen Frau. Wer würde da besser passen, als unsere ältere blinde Fundkatze, die wir "Uhu" tauften. Die Miez hatte inzwischen alle notwendigen Untersuchungen absolviert, die gegenseitige Sympathie und die zukünftigen Lebensumstände passten perfekt zueinander, somit stand einem Umzug nichts mehr im Wege. An diesem Wochenende nun konnten wir Uhu aus der Quarantäne direkt in ihr neues Zuhause vermitteln. Wie wir es von Uhu gewohnt waren, redete sie unablässig während der Fahrt. Und auch auf dem Weg zur Wohnung musste sie der ganzen Nachbarschaft von ihrer Ankunft berichten. In der Wohnung verhielt sich die blinde Katze sehr souverän und tastete sich mit den Schnurrhaaren an der Wand entlang. Sie folgte den Stimmen, sprang sogar aufs Sofa und stieg auch sehr langsam und elegant wieder vom selbigen herab. Einfach genial, wie diese tolle liebe Katze das alles meisterte. Während wir das Schriftliche erledigten, fand Uhu sogar eigenständig den Weg zur Toilette. Es ist faszinierend, die Katze so geschickt und galant zu erleben. Mensch und Tier schienen sehr glücklich. Vielen Dank noch einmal und eine lange harmonische Zukunft. 

 

04.09.2020

Von gleich drei Schützlingen haben wir uns heute verabschieden dürfen. Hündin Venus brach in ihr neues Zuhause auf bzw. in das Sommerquartier in einer Gartensparte. Im Auto verhielt sie sich tadellos und auch vor Ort glänzte sie mit traumhaften Betragen. Beim erste Rundgang durch den Garten entdeckte sie sofort die Liegeplätze ihrer Vorgänger unter den Koniferen und nutzte diese auch gleich. Familie T. rief uns auch gleich am Tag darauf an und berichtete, dass Venus sich auch den Gartennachbarn gegenüber total friedlich beträgt und sich zu einem "Mamakind" entwickelt. In der Wohnung, dem Winterwohnsitz war sie auch schon und hat sich dort mit allem vertraut gemacht. Anders hätten wir es von der zauberhaften Hündin auch nicht erwartet.

Außerdem verließen uns die beiden Miezen Inge und Ravioli, die gemeinsam in einer Transportbox auf große Fahrt gingen. Ravioli war das geschaukel sehr gruselig, doch Inge war tiefenentspannt, was sich positiv auf die hübsche Ravioli auswirkte. Angekommen im neuen Zuhause wurde ohne Umschweife mit der Erkundung und dem Spielen begonnen. Die großzügige und offen geschnittene Wohnung lud förmlich zum umherflitzen ein. Am spannensten war aber, wie so oft, das Katzenkino auf dem Fensterbrett. Wir wünschen den beiden alles erdenklich Gute.

 

03.09.2020

Und wieder verabschiedeten wir einen unserer Schützlinge in sein neues Leben. Diesmal war es Tortelloni der in "seine" Transportbox stieg. Die Box wurde in Vorbereitung auf die Vermittlung von seiner neuen Katzenmama mit ins Tierheim gebracht und hier stehen gelassen, damit der Kater ein paar vertraute Gerüche mit in sein neues Zuhause nehmen kann. Dort angekommen verließ er mit stolz geschwollener Brust und erhobenen Schwänzchen die Box, und versuchte so zu verheimlichen, dass ihm die Fahrt wohl auf den Magen geschlagen war. Ungeachtet dessen startete er seine Erkundungstour, entdeckte die Katzentoilette und zeigte seinem Frauchen das er weiß wie man so ein Ding richtig benutzt. Tortellonis Frauchen war überglücklich (nicht nur über seine Hinterlassenschaft) weil sie endlich wieder einen Vierbeiner an ihrer Seite hat, den sie nach Strich und Faden verwöhnen kann. Wenn das mal kein gelungener Start in seinem neuen Zuhause war.

 

02.09.2020

Heute begann für die hübsche Greta ihr neues Leben im Luxus. Im schönen Dresden steht ihr eine äußerst geschmackvoll katzengerecht eingerichtete große Wohnung zur Verfügung in der es Greta an nichts mangeln wird. Während sie die ganze Autofahrt mit lauten miauen kommentierte, verstummte sie völlig als das Türchen der Transportbox endlich auf ging. In jedem Raum konnte man nicht nur Liegeplätze und Trinkmöglichkeiten finden, sondern auch Katzengras, welches Greta natürlich kosten musste. Außerdem hat Greta einen eigenen "Catwalk" auf und über den Schrank mit Kratzgelegenheiten bekommen. Bei so vielen interessanten Dingen zum entdecken, fielen Greta nicht einmal die ungefähr 200 Spielzeuge auf, die eigens für sie angeschafft wurden. Natürlich hat sich die Familie auch über die rassespezifischen Eigenschaften belesen und konnten diese auch gleich praktisch anwenden. Greta wird es dort an nichts fehlen, da sind wir uns sicher.

 

01.09.2020

Die braungetigerte Mieze Seppel hatte heute einen Termin zur Kastration und Zahnsanierung. Hungrig und gar nicht glücklich über den Tapetenwechsel wurde Seppel in Narkose gelegt. Leider war ihr Mäulchen so schlimm vereitert, dass ihr beinahe alle Zähne gezogen werden mussten. Durch entschied sich die Tierärztin die Kastration erst einmal zu verschieben. Jetzt kann sich Seppel erst einmal von dem Eingriff zu erholen.