Was gestern geschah

 

24./25.10.2020

Am Wochenende fanden gleich zwei neue Bewohner bei uns ein Übergangszuhause. Zum einen kam Rüde "Suki" (unter Aufnahmepaten als "Rüde 2" benannt) aus Rumänien gut erholt zu uns (siehe "Was gestern geschah" vom 03./04.10.). Auf dem Foto sieht er größer aus als er tatsächlich ist. Er war noch etwas unsicher, aber einfach absolut lieb und dankbar.

Der zweite Neuzugang füllt wieder unseren Nagerbestand. Das aufgefundene Kaninchen wirkte sehr schlapp und krank. Aus seinem Fell mussten wir erst einmal Reste von Brombeersträuchern herausschneiden. Wer weiß, wie lange das arme Tier schon umher streifte. Auffällig ist seine schiefe Kopfhaltung. Wir vermuten eine Kaninchenkrankheit, Näheres werden wir in Kürze vom Tierarzt erfahren. Uns war erst einmal wichtig, dass die Vitalfunktionen funktionieren. Das Kaninchen bewegt sich, hat einen gesunden Appetit, kann selbstständig fressen und die Verdauung klappt. Also bedarf es zum Glück keiner dringenden Tierarztvisite.

 

23.10.2020

Der wuschelige schwarze Rüde Lenny, den wir erst vor 3 Wochen von Georgiana aus Rumänien übernahmen, ließ nicht nur unsere Herzen höher schlagen. Eine Familie mit 3 Kindern fand in ihm den idealen Partner fürs gemeinsam Toben und Kuscheln. Dass er sich völlig lieb und unkompliziert verhält, bestätigte sich auch bei der Vermittlung. Angstfrei erkundete er alle Räume, nahm die Stufen gelassen und zeigte Interesse vor allem am Garten und am Trockenfutter. Ständig wedelte seine Rute und er suchte immer wieder den Kontakt, besonders zur großen Tochter. Sie hat Lenny auch schon ein Plätzchen in ihrem Zimmer hergerichtet, mit Schnuffelteppich zum Beschäftigen und Nasentraining. In Zukunft steht auch gemeinsame Agility auf dem Plan. Lenny hat sein optimales Zuhause gefunden. Seine Freude und Begeisterung war ihm regelrecht anzusehen. Für Streicheleinheiten sind auf jeden Fall stets genügend Hände vorhanden. Wir wünschen allen eine fröhliche und erlebnisreiche Zukunft.

 

22.10.2020

Heute durften wir unserem lieben Freund Dinu "Adieu" sagen. Gemeinsam mit Mario macht er sich auf die Reise nach Brandenburg, wo er bereits sehnsüchtig erwartet wurde. Vor kurzem musste sich die Familie von ihrer lieben Hündin für immer verabschieden, die Trauer darüber sahs noch tief. Doch von all dem wusste Dinu nichts, als er in sein Tempo mit wackelndem Stummelschwänzchen die Wohnung und den Garten erschnüffelte. Doch erst, als er sich im Garten gelöst hatte, konnte er sich wirklich auf die neuen Eindrücke einlassen. Der noch im Haushalt lebende kleine andere Rüde war ziemlich skeptisch und ängstlich wegen dem "großen neuen Typ". Dinu schien das zu spüren und hielt gebührenden Abstand. Besonders gut schien es Dinu im Wintergarten zu gefallen, wo er sich mit seinem kräftigen Körper an den Blumentöpfen vorbei schob und dann aus dem Fenster blickte. Dinu machte es sich dann im großen orthopädischen Bett gemütlich und zeigte keine Tendenzen Mario auch nur eine Träne nach zu weinen. Das ist wohl auch ein Zeichen, dass er seine neue Heimat echt klasse findet. Wir freuen uns unglaublich sehr, dass Dinu, der fast ein Jahr bei uns verbracht hat, nochmal so ein schönes Zuhause findet.

 

21.10.2020

Eine langjährige Freundin des Tierheims bekam heute ihren neuen vierbeinigen Lebensabschnittsgefährten direkt ins Wohnzimmer "geliefert". Vor etlichen Jahren durfte bereits eine reizende Hündin aus unserem kleinen Tierheim dort einziehen. Nach ihrem Tod war die Familie nun auf der Suche nach einem Vierbeiner, der diesen leer gewordenen Platz füllt. Gemeinsam mit der kleinen Hündin Lilli fuhren wir nach Dresden. Die vorangegangenen Besuche verliefen von mal zu mal positiver. Und so hatte Lilli das Glück, dass Sie nach gerade einmal drei Wochen im Tierheim schon eine neue Familie gefunden hat. Man kann es sich kaum vorstellen, denn in Rumänien lebte Lilli im städtischen Shelter mit hunderten Artgenossen unter unwürdigen Bedinungen. Bis Georgiana sie entdeckte. Für Lilli(und ihren Leidensgenossen) war Georgiana wirklich ein Licht in der Dunkelheit. Was für eine tolle Erfolgsgeschichte.

 

20.10.2020

Heute durfte der schwarze Kater Tammy sein Köfferchen packen und dem Tierheim Lebewohl sagen. Er hat sein neues Zuhause in Kamenz gefunden, bei einer lieben Rentnerin, die ihn gut verwöhnen wird. Nach einer sicheren Eingewöhnungszeit darf er dann, wie es ihm beliebt, Freigang genießen. Zunächst einmal erkundete er die Wohnung und stürzte sich gleich auf das Trockenfutter. Er genoss es sichtlich, nicht mehr mit anderen teilen zu müssen, sondern im Rampenlicht zu stehen. Die Frau kümmert sich liebevoll auch um andere Tiere, wie sie berichtete. Sie hilft, Pferde und Hühner zu versorgen, und das ganz ohne Auto. Bei Wind und Wetter nimmt sie zuverlässig jeden Nachmittag einen Fahrradweg von rund 5 km pro Strecke auf sich. Respekt. Mal sehen, ob Tammy dann auch wie sein Vorgänger unter der Birke wartet, bis Frauchen wieder heim kommt. 

 

19.10.2020

Wie Sie bereits bei "Foto der Woche" vor 3 Wochen sehen konnten, haben Igel unser Grundstück zum Nestbau und Wohnplatz auserkoren. Einerseits freuen wir uns selbstverständlich riesig darüber. Es gibt wohl kaum einen besseren Beweis, wie naturnah und ökologisch unser Gelände doch ist. Auf der anderen Seite können wir auf Dauer nicht für die Sicherheit der kleinen stacheligen Tiere garantieren. Zu viele Gefahren lauern hier durch Hunde, Katzen oder Rasenmäher. Wenn nachts die Igel aktiv sind, schreckt das natürlich auch unsere Hunde auf. Was wiederum die Nachbarn nicht so erfreulich finden. Obwohl die Hunde die Nächte in den Häusern verbringen, ist das Gebell ja dennoch zu hören. Zum Wohle aller haben wir uns also dazu entschlossen, die Igel mit Lebendfallen einzufangen und umzusiedeln. Sie wohnen jetzt bei Mario in ruhiger ländlicher Gegend in einem igelfreundlichen Garten. 

 

17./18.10.2020

Hurra: Unser Schaf Shirley ist endlich auf dem Weg der Besserung! Wir brauchen wohl nicht extra erwähnen, wie erleichtert wir darüber sind. Anfang nächster Woche werden wir sie wieder zusammen mit den anderen Schafen laufen lassen können. In der Hoffnung, dass die Schafsdame es noch sehr lange genießen kann. Sie ist ja leider auch nicht mehr die Jüngste. Aber wir geben, wie jedem Tier, unser Bestes. 

Aufgrund der zahlreichen Spenden, die uns auch am Wochenende noch gebracht wurden, konnten wir einiges an Katzenfutter an liebe Tierfreunde weitergeben, die sich selbstlos um die verlassenen und leider meist ungeliebten Streunerkatzen auf den Straßen und Hinterhöfen in der Gegend kümmern. Unser Dank gilt sowohl den vielen netten Spendern als auch jenen, die nicht wegschauen, sondern aufopfernd versuchen, diesen Tieren ein wenig Würde und Beistand zu geben und ein volles Bäuchlein zu ermöglichen.

 

16.10.2020

Heute geschah Ausnahmsweise nichts besonderes. Die Tiere zogen sich bei dem Regenwetter in ihre Körbchen zurück, die Hühner hockten unter der überdachten Stange, um dem schlechten Wetter zu entrinnen und Marius hielt auch nur Siesta im Strohbett. Wir sortierten derweil unser Lager, packten Pakete aus und kümmerten uns um all die Dinge die sonst so liegen geblieben sind. Aber auch solche regnerischen Herbsttage gehen irgendwann vorrüber.

 

15.10.2020

In unserer Öffnungszeit wurden wir mit lauter tollen Spenden bedacht. Dieses Engagement ehrt uns sehr und lässt uns positiv zurück, dass es da draußen noch mehr Menschen gibt, die gern bereit sind, etwas für die heimat- und herrenlosen Tiere zu tun. Danke!

Abgesehen davon haben wir einen ganz bitteren Verlust zu beklagen. Katze Jenny ist leider über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie hatte einen Pneumothorax, einen Lungenriss. Selbst die Ärzte haben so etwas noch nie erlebt, da weder äußerlich noch innerlich ein Grund zusehen war, wieso die Lunge gerissen ist. Noch bevor eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden konnte, verstarb die arme Miez. Es erfüllt uns mit tiefer Trauer, dass wir Jenny nicht mehr helfen konnten. Ihr langjähriger Kamerad Schnuffel bekommt nun eine Extraportion Aufmerksamkeit von uns, um diesen Verlust zu verkraften.

 

14.10.2020

Erneut fuhr unser Tierheimauto zum Tierarzt. Rüde Mikel war bestellt zum Zahnstein entfernen. Während der ganzen Fahrt über merkten wir gar nicht, dass er überhaupt an Bord war. Mikels Gebiss war ansonsten tadellos. Das hören wir gern. Hündin Senta begleitete ihn auf der Fahrt, denn sie plagte seit einigen Tagen ein leicher Husten. Nun bekam die kleine mit den lustigen wuscheligen Ohren erst einmal Hustensaft verordnet. Dieser sollte schnell Linderung bringen. Der Tierarztbesuch war zügig vorbei, sehr zur Erleichterung von Senta, die ängstlich alles über sich ergehen ließ.

 

13.10.2020

Bei zum Glück noch trockenem Wetter erhielten wir endlich unsere lang ersehnte Lieferung frischen Strohs. In knapp 40 km Entfernung fanden wir einen Hof, der uns mit 38 Ballen beliefern konnte. Der kleine LKW fuhr vorsichtig und voll beladen auf unser Grundstück. Obwohl wir nur zu dritt waren, ging das Abladen und Verstauen auf dem Scheunenboden fix. Wir sind eben schon geübt darin ;)

Am meisten freute sich Marius. Ein Ballen fand gleich in seinem Häuschen Verwendung. Nun kann er sich bei dieser herbstlichen Witterung schön in sein neu ausgekleidetes Bettchen einkuscheln.

 

12.10.2020

Mit knapp einem Monat Zeitverzug durfte der schwarzbraune Rüde Igor aus der Smeura nachreisen. Sie erinnern sich, statt ihn hatten wir durch eine Verwechslung Rüde Kanto in unsere Obhut genommen (siehe "Was gestern geschah" vom 11.09.20). Mit Igor reisten noch zwei ältere Hündinnen mit, die schon seit Jahren in der Smeura warteten. Beide sind schätzungsweise 12 Jahre und sehr unterschiedlich. Hündin Zinovia ist aufgeschlossen und sucht den Kontakt zu uns, genaus wie Igor es tut, während Dora noch mit sich hadert, ob sie uns trauen kann. Die schlanke Omi wird wohl noch etwas Zeit brauchen. 

 Zeit brauchte auch die Tierärztin, da heute gleich drei Patienten einen Termin hatten. Jungkatze Boo wurde kastriert, die Hunde Rigo und Lilli waren zur Zahnsanierung bestellt. Wie dringend das war, stellte sich im Nachhinein heraus: Rigo musste sich von 12 Zähnen verabschieden, die teils gammelig im Kiefer verankert waren, Lilli verlor 11 Zähne. Nun geht es ihnen definitiv besser und der Keimherd im Maul ist gebannt. Von Lilli wurde noch eine Blutprobe entnommen, die zum Glück keinerlei Auffälligkeiten ergaben. Alles bestens. Bereits am frühen Nachmittag konnte das Trio wieder abgeholt werden.

 

10./11.10.2020

Schaf Shirley nimmt den Brei aus Pansenstarter und Wasser gut an. Ihr scheint es zu schmecken oder sie merkt, dass es ihr gut tut. Dankbar hat sie sich schnell daran gewöhnt und hält artig still. Nur leider ist ihr Allgemeinbefinden deshalb nicht besser geworden, was uns Sorgen bereitet. Auch Katzendame Jenny zeigt trotz Medikamenten keine Anzeichen von Genesung. Da sie kaum Luft bekommt, blieb ihr leider der Weg in die Praxis nicht erspart. Drücken wir ganz dolle die Daumen, dass ihr dort schnell geholfen werden kann. 

  Derweil hat Seppel alle Maßnahmen von Impfung und Kastration erfolgreich bewältigt und durfte in unser großes Katzenhaus umziehen. Nun kann sie sich in ihrer schmusigen Art den Besuchern präsentieren. In Kürze wird sie auch auf unserer Homepage erscheinen.

 

09.10.2020

Mit Figaro an Bord fuhr unser Tierheimauto zum Tierarzt. Anders als sein Name vermuten lässt, ließ Figaro jedoch keinen Operngesang erklingen. Er benahm sich eher wie der sprichwörtliche sture Esel. Eben noch tänzelte er, auf sich aufmerksam machend, über den Hof, um zu zeigen, "hey, ihr habt mich beim Frühstück vergessen!" Doch als es Richtung Auto ging und später in das Behandlungszimmer der Tierarztpraxis, mussten wir den großen Kerl schieben. Bereits nach einer Stunde war der wuschelige Rüde jedoch schon wieder fit und munter und wir durften ihn wieder abholen. Seine Zähne sind noch prima, nur ein einziger Zahn musste ihm gezogen werden. Seine kleine Umfangsvermehrung, die unsere Tierärztin bei seinem Brustbereich entdeckte, stellte sich als harmloses Lipom heraus. Keine weitere Behandlung und keinerlei Medizin vonnöten, besser könnte es Figaro nicht treffen. Er ist gut in Form. Das freut uns riesig für den großen Rumänen. 

 

08.10.2020

Ein kleines Quietschkonzert im Auto veranstaltete Hündin Gala, als sie endlich zu ihrem hündischen Gefährten und dessen Dosenöffnern fahren durfte. Ein absolut tierliebes Pärchen hatte bei ihrem ängstlichen Tierschutzrüden festgestellt, dass Hündinnen einen positiven Einfluss auf ihn haben. Er orientiert sich nämlich weniger an den Menschen. Deshalb waren sie bei uns im Tierheim, um für ihren "Wall-E" die passende "EVE" zu finden. In Hündin Gala wurden sie fündig, um nicht zu sagen, es funkte auf Anhieb zwischen den beiden Hunden. Heute nun durfte sie umziehen. Hündin Gala war aufgeregt, aber freute sich enorm über Menschen und Hund. Wall-E präsentierte ihr stolz das von nun an gemeinschaftliche Reich. Zusammen wurde geschnuppert, gerannt, auf der Wiese gewälzt. Als Mario sich verabschiedete, kam Galas Aufregung wieder zum Vorschein und sie begann erneut zu quietschen. Menschlich hinein interpretiert könnte man meinen, Gala ging davon aus, dass Mario nun mit ihr dort bleiben würde. Ihr Blick verriet "Was, Du gehst? Schaaade..." Dennoch machte sie keine Anzeichen, mitzugehen. Wieso auch, wenn sie dort ihre Liebe und Zugehörigkeit gefunden hat. Wir freuen uns mit Dir, liebe Gala.

 

07.10.2020

Zur turnusmäßigen Visite stand diesmal einiges auf der Agenda. Neben sechs Samtpfötchen, erhielten auch drei Hunde ihre notwendige Impfung. Außerdem wurden unsere fünf Neuankömmlinge aus Rumänien von der Ärztin genau unter die Lupe genommen. Bei Pia, Lenny und Senta hatte sie keinen Grund zur Klage. Rüden Mikel muss in Kürze zur Zahnsanierung. Außerdem hat er eine krumme Zehe an der Hinterpfote, was ihn aber nicht stört. Und auch Lilli muss zur Zahnsanierung, wo auch gleich ein Blutbild angefertigt wird. Alle fünf Hunde nahmen sich super aufgeschlossen und freundlich bei der Untersuchung. Leider gab es auch nicht so erfreuliches. Katze Jenny, die vor kurzem abgegeben wurde, hat sich einen fiesen Katzenschnupfen eingefangen. Sie bekam sofort ein Breitbandantibiotikum verabschreicht. Sollte die Therapie nicht wirken, müssen wir noch einmal mit ihr in die Klinik. Zum Schluss kamen wir zu einem speziellen Patienten: Schafdame Shirley. Am morgen kam unser Hausmeister Herr Kuwan aufgeregt zu uns. Shirley benimmt sich eigenartig. Da hatte er recht. Sie stellte die Hinterbeine auseinander, stand mit den Vorderbeinen tief und knirschte mit den Zähnen. Aber sie lief normal mit den anderen mit. Auf die Entfernung konnten wir keine offensichtliche Ursache ausmachen, also haben wir mit geschickter Hand ein Stück Weide abgetrennt und die Schafe dort einquartiert. Später konnte dann auch die Tierärztin keinen Grund für das seltsame Verhalten feststellen, aber wir waren uns einig, dass Shirley ein Problem hat. Sie besorgte uns zwei Tüten Pansenstarter, was die Aktivität des Verdauungstrakts in Gang bringen soll. Zwei mal täglich soll die Gute das bekommen. Wir hoffen, dass sich Shirley noch einmal berappelt.

 

06.10.2020

Lacky heißt der heutige Glückspilz, der sich mit Josi auf dem Weg zu "seinen" Menschen machte. Der Rüde, der ohnehin schon groß ist, hat im Auto gestanden, um besser zu beobachten, wohin die Reise geht. Mit seiner angenehmen ruhigen Art, mit der er auch bei seiner neuen Familie punktete, genoss er die Autofahrt. In einem ebenso angenehm ruhigen ostsächsischen Dorf bei Neschwitz wurde er schon sehnlichst erwartet. Als erstes wurde er von den Katzen begrüßt, besser gesagt, erschrocken angeschaut, er ließ sie jedoch links liegen. Herrchen drehte mit Lacky sogleich eine Gartenrunde, damit er sein zukünftiges Revier kennenlernt. Die Samtpfötchen beobachteten alles derweil aus der sicheren Baumkrone heraus. Kaum das Thema angesprochen, dass Lacky wohl nicht aufs Blumenbeet gehen wird, schon war eine Blume abgeknickt. Naja, das ist doch kein Beinbruch. Der Rüde muss sich eben erst noch an die Gegebenheiten gewöhnen. Er wohnt nun super idyllisch in Alleinlage mitten auf einem Feld, von Bäumen umgeben. Kommt Ihnen die Beschreibung bekannt vor? Die Schilderung könnte glatt von uns sein, oder? Da wird er sich auf jeden Fall wohlfühlen. Lacky hat Josie auch keine einzige Träne nachgeweint. Alles Gute für Dich, Großer und Danke an Deine neue Familie!

 

05.10.2020

Die rumänische Hündin Tomis hatte heute Arzttermin. Das Autofahren behagte ihr schon mal nicht, aber es führte kein Weg daran vorbei. Sagenhafte 7 Zähne mussten bei der Seniorin gezogen werden. Dabei wurde eine kleine Wucherung im Maul entdeckt und entfernt. Alles lief "wie am Schnürchen" und der Eingriff war schnell und gut überstanden. Wie angekündigt ("Was gestern geschah" vom 23.09.) wurde die Hüfte von Tomis geröntgt. Die Bilder ergaben eine Hüftdysplasie. Gemeinsam mit der Tierärztin fassten wir den Entschluß, nicht daran "herumzudoktorn". Tomis kommt im Alltag gut damit zurecht, sie hat in all den Jahren gelernt, damit umzugehen, kann ohne Probleme aufstehen, laufen, was will man mehr? Eine eventuelle OP mit wochenlanger Schonung und nachfolgender Reha kann nicht im Sinne der freudigen Hündin sein. Hier würden wir ihr durch die vielen Einschränkungen mehr Sorgen als Nutzen bringen. Sie soll so lebensfroh wie jetzt bleiben und nach all den Entbehrungen in Rumänien endlich die Chance haben, einfach nur glücklich zu sein. 

 

03./04.10.2020

Trotz Feiertag fand der rumänische Transporter den Weg zu unserer Einrichtung. An Bord waren wirklich viele Hunde. Fünf davon durften wir auf unserem Gelände begrüßen. Alle fünf Hunde waren gleich super nett und aufgeschlossen. Sie ließen sich problemlos tragen. Die ganze "Prozedur" mit messen, wiegen, Chip auslesen, all dies stellte kein Problem für sie dar. Wir waren der erste Stopp der Tour, demzufolge hatten die Fahrer bedauerlicherweise wenig Platz für all die Spenden, die wir mitgeben wollten. Wichtige Futterspenden konnten aber glücklicherweise ihre Reise zu Georgiana antreten. Das war unser Hauptanliegen. Einer der kleinen Rüden (Rüde 2) wird wohl erst in zwei Wochen zu uns nachreisen können. Nach der Kastration war er noch etwas schwach und da ist es wenig förderlich, ihn noch dem ganzen Stress der Fahrerei und Umgebungswechsel auszusetzen. Eine weise Entscheidung, die wir sehr begrüßen. Wenigstens haben wir dann die Chance, die restlichen Spenden für Georgiana mitzugeben. Die mutige aufopferungsvolle Frau hat jede Unterstützung mehr als verdient. Ein riesengroßes Dankeschön auch an Sie alle, die mit ihrem Beitrag ein kleines bißchen Hoffnung in den doch sehr entbehrungsreichen Alltag von Georgiana bringen konnten.

 

02.10.2020

Schlag auf Schlag ging es zur Sache. Was war geschehen? Drei Tage vor dem angekündigten Besuchstermin kam eine Interessentin spontan ins Tierheim um unsere Daggi kennenzulernen. Das erste beschnuppern, der erste Spaziergang verlief hervorragend. Am Abend schwärmte die liebe Frau zuhause so sehr vor Daggi, dass sie bereits am nächsten Tag gemeinsam mit ihrem Mann ins Tierheim kam. Wieder war die Liebe auf beiden Seiten überwältigend. Daggis Handicap, ihre Besonderheiten waren überhaupt kein Problem für die Familie, so sehr haben sie Daggi ins Herz geschlossen. Also haben wir eine Termin zur Vermittlung vereinbart. Und nun war es soweit. Unter unablässigen schwanzwedeln zogen wir Daggi ihr Geschirr an, halfen ihr ins Auto und fuhren Richtung Brandenburg in ihr neues Zuhause. Wie immer benahm sie sich tadellos. Sie erkannte ihre neuen Zweibeiner sofort wieder und wedelte ihren Weg durch die neue Wohnung. In der Stube ließ sie sich dann auf dem Teppich nieder und hielt erstmal ein Nickerchen. Herrlich! Wir freuen uns so sehr für Daggi und wünschen ihr für die Zukunft nur das Beste!

 

01.10.2020

Am ersten des Monats ging es für den zauberhaften Hundeopi Fabio zum Tierarzt. Seine Zähne mussten dringend auf Vordermann gebracht werden. Die langen Jahre in Rumänien haben ihre Spuren hinterlassen. Glücklicherweise gab es bei seinem Blutbild keine besorgniserregenden Entdeckungen, sodass die Tierärztin sofort mit der Behandlung starten konnte. Nach gut 1,5 Stunden kam der Anruf, dass Fabio abgeholt werden möchte. Zu unserer Überraschung war Fabio putzmunter und ging interessiert durchs Behandlungszimmer spazieren. Insgesamt 11 Zähne wurden ihm gezogen, darunter auch ein Backenzahn mit 4 Wurzeln (normalerweise sind es nur 3) und Fabio schaute uns an, wedelte fröhlich und wollte jetzt wieder nachhause fahren. Ganz so, als wäre nie etwas gewesen. Keine Spur von Müdigkeit oder davon das er taumelig wäre. Fabio überrascht uns eben immer wieder. Ein toller Kerl!

 

30.09.2020

Vielleicht haben Sie schon aufmerksam verfolgt, dass Kater Bubble Interessenten hat und warteten, genau wie wir, gespannt auf den großen Tag seiens Umzugs. Wir sind wirklich fasziniert, dass der schwarze Notfall-Senior nun seinen Für-Immer-Wohnsitz gefunden hat. Ganz seinem Wesen entsprechend, begleitete er schon die Fahrt nach Dresden mit seinen herrlichen Kommentaren. In der Wohnung schaute er sich dann gleich interessiert um und holte sich zwischendurch seine Streicheleinheiten ab. Wie es sich für einen stattlichen Kater wie ihn gebührt, musste er erst einmal das Buffet testen. Mit vollem Bäuchlein ging die Erkundungstour weiter. Es war total niedlich, wie bei einer Wohnungsbesichtigung wurden ihm nach und nach alle Räume erklärt und gezeigt. Der Balkon war nur kurz interessant, aber schließlich war das Wetter zu diesem Zeitpunkt auch nicht gerade einladend. Die Höhle vom Kratzbaum entpuppte sich leider für den proppeligen Bubble als etwas zu klein, aber keine Sorge, ein neuer ist schon in Aussicht. Nachdem alles geklärt war, kam Bubble nochmal und schaute uns an, als würde er Lebewohl sagen. Dann ist er seinem Frauchen und ihrer Tochter - die im Notfall die Betreuung übernehmen würde - hinterhergelaufen, als wären sie schon immer ein eingespieltes Team. Wir haben Bubble und seinem Frauchen angesehen, dass wir mit dieser tollen Vermittlung zwei Herzen glücklich gemacht haben.

 

29.09.2020

Nach Diva durfte nun auch ihr ehemaliger Mitbewohner "Lucky" seine eigenen vier Wände beziehen. Als kleine Erinnerung hinterließ der Kater einen Kratzer an Marios Arm, denn kaum drin in der Transportbox, wollte Lucky plötzlich wieder ausbrechen. Viele Katzenbesitzer werden jetzt schmunzelnd nicken, weil sie das nur zu gut kennen. Bei seiner neuen Familie in Pirna war es dann soweit, und Lucky konnte aus der Box heraus. Das ließ er sich nicht zweimal sagen und verschwand fluchtartig unter dem Sofa. Manchmal ist es so vorhersehbar! Wir alle, besonders auch seine neuen Dosenöffner, waren darauf vorbereitet. Für sie stellte dies jedoch erfreulicherweise kein Hindernis dar. Im Gegenteil, gerade weil der Kater besonderen Zuspruch zu benötigen schien, haben sie sich für ihn entschieden. Uns freut das ungemein. Überall findet der Kater in der Wohnung Ruhe- und Versteckmöglichkeiten. Um ihn nicht gleich zu überfordern, wird er den Balkon und damit frischen Wind um sein Näschen, erst später kennen lernen. Heute erhielten wir schon eine fantastische Rückmeldung: Lucky hat die Nacht mit im Bett verbracht. Wir sind überrascht von dieser schnellen positiven Wendung. Lucky beweist damit, dass er nun endlich wirklich glücklich ist.

 

Noch überfordert mit ihrer neuen Situation hier im Tierheim ist Abgabekatze "Schneeweißchen" bzw kurz "Weißchen" genannt. Das als lieb und verschmust beschriebene, einjährige Katzenmädchen vertrug sich plötzlich nicht mehr mit den anderen Katzen des Haushalts. Uns schaut sie noch etwas zweifelnd an. Wir geben uns alle Mühe, dass sie bald auftaut.

 

28.09.2020

Wie die Göttin auf Erden darf sich die hübsche schwarze Kätzin Diva nun in ihrem eigenen Reich in Dresden fühlen. Sie erhält die alleinige Aufmerksamkeit, die sie sich immer wünschte, und wird dies hoffentlich zum Anlass nehmen, recht bald ihr übertriebenes Leckverhalten (siehe "Was gestern geschah" vom 30.06.2020) abzulegen. Wie es sich für eine Diva gehört, wurde jeder Winkel im neuen Zuhause gründlich untersucht. Selbst Waschbecken sowie die Mikrowelle von außen und innen nahm sie unter die Lupe. Dann gönnte sich die Katze ein Häppchen des angebotenen Futters, also schien sie von ihrer zukünftigen Bleibe überzeugt zu sein. Überall holte sie sich zwischendurch Streicheleinheiten ab. Nur am Balkon hatte Diva an diesem Tag noch kein Interesse. Dabei haben sich ihre Menschen so ins Zeug gelegt: Sie netzten den Balkon katzensicher ein und bauten dort noch eine Luke ein, damit sie  - und wirklich nur die Zweibeiner selbst- ans Vogelhäuschen gelangen können. Denn schließlich waren die gefiederten Freunde gewohnt, dass sie an dieser Stelle zuverlässig ihr Futter finden. Falls sich die Vögel nicht abgeschreckt fühlen, bekommt Diva ihr eigenes Naturschauspiel dargeboten. Besser hätte sie es nicht treffen können. 

 

26./27.09.2020

 Endlich dürfen wir wieder ein sehr freudiges Ereignis kundtun. Hündin Bina hat, passend zum Wetterwechsel, ihr Körbchen im Hunderudel gegen ein kuscheliges warmes Bettchen im eigenen Heim getauscht. Wir freuen uns riesig, dass die Seniorhündin ihren Alterswohnsitz bei einer lieben Familie gefunden hat, die mit ihr nun schon den dritten Hund aus unserer Einrichtung adoptiert haben. Wir wünschen noch lange Freude aneinander und senden viele Grüße nach Bonn.

 

25.09.2020

 Uns erreichte ein Anruf eines Betreuers, der im Namen seines Betreuten einen Platz für dessen beiden Katzen suchte. Uns schwant nichts Gutes. Bei der Abgabe der Tiere erfuhren wir, dass der Besitzer die Tiere selbst erst 3 Monate hat. Vorher lebten sie ebenfalls bei einer Betreuten. Diese gab die Tiere aus ähnlichen Gründen an ihren Bekannten weiter. Wir versuchten als herauszubekommen, wieso die Tiere nicht mehr gewollt waren. Als Grund wurde uns genannt, dass der Kater nachtaktiv sei und der Besitzer nicht schlafen könne. In der Konsequenz verschloss er die Schlafstube in der Nacht, öffnete sie aber am Tage. Die Katzen quittierten dies mit Unsauberkeit. Es entwickelte sich soweit, dass die Katzen nun immer öfter unsauber wurden, wenn sie allein waren. Auf die Frage, wie lange sie denn allein waren, bekamen wir zu hören 2-3 Tage. Uff... da mussten wir erst einmal schlucken. Derweile lagen Kater Schnuffel (11 Jahre) und Katze Jenny(3 Jahre) mit weit aufgerissenen Augen regungslos in der Transportbox. Schon wieder wurden sie entwurzelt und fühlten sich verloren. Nun ist es an uns, den beiden klar zu machen, dass wir sie nicht im Stich lassen werden.

 

24.09.2020

 Heute wurden wir mit einer wirklich großen Spende bedacht. Hündin Duffy, welche vor 11 Jahren von uns vermittelt wurde, kam zusammen mit Frauchen und einem großen Transporter voller toller Geschenke zu uns ins Tierheim. Gemeinsam luden wir die gesammelten Werke aus. Zusammengekommen war die unfassbare Menge an Leinen, Halsbändern, Spielzeug, Futter usw. durch einen Facebookaufruf von TopDog24, einem Hundegassiservice in Dresden. Besonders ein Gummihuhn, was ausversehen herausgeplumpst war, erregte die Aufmerksamkeit unserer Hunde und sorgte für den ein oder anderen Lacher. An dieser Stelle also noch einmal DANKE an alle Gönner für die tollen Sachen. Fast wie an Weihnachten.

 

23.09.2020

Heute wurden die Katzenkinder von Seppel und Katze Lieschen geimpft. Außerdem durften sich unsere neun neuen Rumänenhunde der Tierärztin zur Visite vorstellen. Alle bekamen ihre Eingangsuntersuchung, bei den zwei älteren Hunden Fabio und Tomis wurde gleich noch Blut abgenommen. Wie wir bereits heute erfuhren, waren bei beiden die Werte in Ordnung. Das ist spitze! Bei einigen Patienten stellte die Tierärztin, wie so oft, Probleme an den Beißerchen fest. Zeitnah vereinbarten wir daher Termine zur Zahnsanierung. Bei Fabio müssen wir noch eine Woche Ohrentropfen verabreichen, Figaro hat eine kleine Beule, die im Zuge der Zahnsanierung gleich mit begutachtet wird. Auch Tomis - einmal in Narkose - wird noch geröntgt werden müssen. Der Tierärztin fiel auf, dass sie ihre rechte Hüfte entlastet. Wir werden uns wieder in Geduld üben und abwarten, was dabei herauskommt. Für uns zählt erst einmal, dass Tomis keinerlei Schmerzen zeigt und weiterhin mit den anderen über die Wiese schlendern kann.

 

22.09.2020

Ein schwarzer Tag für uns, der uns sehr betrübt macht. Von der Tierarztpraxis kamen bittere Neuigkeiten. Legends Röntgenuntersuchung ergab, dass er einen schon faustgroßen Hirntumor hatte. Der große Kerl wollte aus der Narkose auch gar nicht mehr aufwachen. Es war an der Zeit, ihn gehen zu lassen. Schweren Herzens fuhren zwei Kolleginnen in die Praxis, um Legend in seinem letzten Moment noch einmal mit aller Liebe zur Seite zu stehen. Gerade, als wir uns mit unserer Trauer zurück ziehen wollten, die nächste niederschmetternde Diagnose: Auch Kater Hans konnte nicht mehr geholfen werden. Die Infusion schlug nicht mehr an, seine Nieren versagten. Wir begleiteten auch ihn auf seiner letzten Reise. Es war uns ein Bedürfnis, die beiden - die wohl nie in den Genuss gekommen sind, in einem eigenen Zuhause geliebt und umsorgt zu werden - nicht allein an einem für sie fremden Ort von dieser Welt gehen zu lassen. Danke, Hans und Legend, dass wir euch kennen lernen durften.

 

21.09.2020

Der Alltag mit seinen Höhen und Tiefen hatte uns gleich Montag früh wieder voll im Griff. Legend konnte sich nicht auf seinen Hinterbeinen halten und auch Kater Hans schwächelte enorm. Beide übergaben wir daher in die Obhut unserer guten Tierarztpraxis. Gleichzeitig konnte Seppel ihren Termin zur Kastration wahrnehmen. Nachdem die Spuren ihrer Zahn-OP komplikationslos abgeheilt waren (siehe auch "Was gestern geschah" vom 01.09.20), stand dem nun nichts mehr im Wege. Noch vor vereinbarter Abholzeit war Seppel schon wieder aus der Narkose erwacht und konnte zurück ins Tierheim. Nicht so die anderen beiden Patienten. Die Untersuchungen dauern noch an. Wir hoffen das Beste für unsere beiden Schützlinge, deren Wohl uns natürlich sehr am Herzen liegt. 

 

19./20.09.2020

Das Wochenende nutzten wir zur Umquartierung einiger Samtpfötchen. Da unser großes Katzenhaus mit nur vier Bewohnern nicht sinnentsprechend belegt ist, entschieden wir uns, den 5  rumänischen "Spiele"katzen Mau-Mau, Mahjong, Rommè, Domino und Halma dieses große Platzangebot ebenfalls zur Verfügung zu stellen. Am ersten Tag verkrochen sich alle bis auf Mau-Mau noch unter dem Sofa und dem Kratzbaum. Am darauffolgenden Tag entdeckten sie schon das gesicherte Freilaufgelände für sich. Nun erhoffen wir uns davon natürlich auch, dass sie mehr Blicke der Besucher auf sich ziehen werden. Ebenso durften Seppels Kids ins kleine Katzenhaus umziehen. Die "jungen Wilden" schrien geradezu nach mehr Abenteuer und Spieleangebot. Bis sie gut gerüstet für eine Vermittlung bereit sind, sollen sie sich schließlich bestens aufgehoben fühlen bei uns. Das gibt unsere Quarantäne einfach nicht her.

 

18.09.2020

Das Daumen- und Pfotendrücken für Kater Hans hat gefruchtet. Der liebe Kerl wurde aus der Tierklinik entlassen und von uns abgeholt. Wie wir bereits vermutet hatten, war seine Niere übersäuert, weswegen ihm übel war und er nichts fressen mochte. Eine mehrtägige Behandlung über Infusion brachte Besserung und der Appetit kam zurück. Eine tolle Neuigkeit. Hans ist noch nicht bereit zu gehen! Wir haben uns auch sehr über die Nachricht gefreut, dass Hans Schilddrüsenmedikation optimal eingestellt ist. Zumindest an dieser Baustelle hat Hans erst einmal Ruhe.

 

17.09.2020

Heute gibt es keine herausragende Neuigkeit, obgleich wir dennoch viel getan haben. Neben dem Fotos-knipsen der neuen Hunde, haben wir uns auch Zeit zum bürsten unserer vierbeinigen Kameraden genommen. Besonders Dinu kam in den intensiven Genuss, was seinem Fell zu neuer Fluffigkeit verhalf. Katze Lieschen schnurrte unentwegt bei dieser Zuwendung. Unterdessen beschäftigte sich unser Hausmeister Herr Kuwan mit einem plötzlich aufgetretenem Problem. Beim betätigen des Lichtschalters blieb das erwartete Licht, in einem Hundehaus, aus. Die Lampe war leider völlig hinüber und so besorgte er ein neues Model. Da er einmal dabei war, wollte er auch gleich einen neuen, größeren Heizkörper installieren und verkleiden. Außerdem wurde der Hühnerstall  einer gründlichen Reinigung unterzogen und die wachsamen Hühner derweile mit einer Wassermelone verköstigt. Dies und noch viele andere Aktivitäten sorgten dafür, dass uns auch an diesem Tage nicht langweilig geworden ist.

 

16.09.2020

Dieses Mal durften wir gleich zwei schöne Vermittlungen erleben. Doch der Reihe nach:

Zuerst war Benny der Glückspilz. Der in sich ruhende Rüde hat sich erfolgreich in die Herzen eines jungen Paares geschlichen und darf nun ein großes Haus mit riesigem Garten sein eigen nennen. Der Seniorwuschel hat sich vorbildlich benommen. Nur zweimal äußerte er ein "Wuff Wuff", als Nachbarskatze die ganze Zeit vor seiner Nase herum tänzelte. Daraufhin hatte die Katze ihre Lust verloren und zog von dannen. Wirksam sein Revier und sein Ruhebedürfnis verteidigt, ohne große Töne zu spucken. Das hat Benny prima gemeistert. Treppen laufen, auch wenn es nur 4 Stufen sind, ist nicht sein Ding. Seine neue Familie hatte ihm extra eine Rampe gebaut, aber er ignoriert sie bisher. Wer weiß, vielleicht treibt ihn ja irgendwann die Neugier oder das Bedürfnis, immer nahe bei seinen Leuten zu sein, dazu. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm, er darf selbst entscheiden, wo er es sich bequem machen möchte. Die neuen Dosenöffner jedenfalls sind begeistert von dem knuffigen Typ, sie bereuen ihre Entscheidung keine Sekunde. Wir und Benny auch nicht!

Die anderen, die bei uns ausziehen durften, waren Makkaroni und Fusilli. Somit ist unser Tierheim komplett nudelfrei geworden.

Sie werden jetzt sicher, genauso wie wir in diesem Moment, schmunzeln: fast hätten wir nämlich einen blinden Passagier mit an Bord gehabt. Kater Felix, der rein optisch zu den beiden Nudelkids passt, stiefelte wie selbstverständlich zu den beiden in die Transportbox. Unser erster Gedanke war "Na, ob das auffällt?!" Aber nützt ja nichts, er musste wieder aussteigen und wartet im Tierheim noch geduldig auf seine Chance. Währenddessen hatten die beiden Nudeln etwas Stress. Die Fahrt über vernahmen wir ein leises Maunzen von den Beiden. In der Wohnung war es Makkaroni, die als erstes aus der Box stieg. Fusilli folgte und beide liefen wie geplättet von den Eindrücken geduckt umher. Sie konnten gar nicht fassen, wie viel Platz ihnen ab sofort zur Verfügung steht. Langsam mutiger werdend, beäugten die beiden sämtliche Räume. Der weiche Wuschelteppich hatte es beiden besonders angetan. Er war Ausgangs- und Zielpunkt jeder kurzen Erkundungsrunde. Fusilli war zuerst im Wohnzimmer, aber Makkaroni erklomm eher den Kratzbaum und ließ ihre Blicke vom Fensterbrett aus schweifen. Fusilli zeigte auch gleich, wie anständig er die Katzentoilette benutzen kann. Dann ließ er sich ein wenig Katzengras munden. Zwischendurch rief das Katerchen immer mal wieder nach seiner Schwester und die beiden spielten und flitzten umher, bis sie zur nächsten Besichtigungstour aufbrachen. Wie wir inzwischen berichtet bekamen, war nach 2 Stunden die erste Aufregung vorbei. Als Schlafplatz haben sie die Couch auserwählt, sie schmusen gern und beobachten Frauchen, ob sie auch ihr Homeoffice ordentlich erledigt. Wir bedanken uns und wünschen eine spannende und fröhliche Zeit mit den zwei aufgeweckten Schmusetigern.   

 

15.09.2020

Etwas bockig reagierte Pixi auf dem Weg zum Tierheimauto. Wie können wir sie auch in ihrer gewohnten Mittagsruhe stören?! Die Reise führte uns in die Innere Altstadt von Dresden, Parkplätze sind da leider Mangelware. Und so musste die Hündin wohl oder übel mitten an einer belebten Straße aussteigen. Völlig entgeistert schaute sie uns an, wohin hatten wir sie denn da entführt? Sie reagierte sichtlich überfordert von der totalen Reizüberflutung, aber es war auch gerade wirklich alles, was es an Fortbewegungsmitteln im Straßenverkehr gibt, unterwegs, von Straßenbahn über Fahrrad bis hin zu einem Skateboard. Sie wusste nicht so recht, wie sie sich verhalten sollte und blieb einfach gemäß dem typischen Bild eines „sturen Esels“ hartnäckig stehen. Mit viel Überredungskunst gelangten wir schließlich ans Ziel. Als die Haustür aufging, lief sie problemlos und zügig die paar Stufen hinauf, Hauptsache weg von der lauten Straße. In der Wohnung kam bei Pixi sichtlich Freude auf: Freude über die Ruhe aber genauso über das Wiedersehen mit ihrem neuen Frauchen. Die junge Frau hatte sich mehrere Male zuvor mit ihr beschäftigt und eine erste gemeinsame Bindung aufgebaut. Pixi begann förmlich zu strahlen, als sie den ruhigen, kleinen Garten entdeckte. Keine Frage: Hier gefiel es ihr. Frauchen bekam gleich ein Küsschen als Bestätigung. Die Gassirunden werden erst einmal so geplant, dass sie dem größten Trubel aus dem Wege gehen. Der Plan ging auf, heut erhielten wir schon erste Eindrücke und Fotos von Pixis Abendspaziergang und Pixi morgens an der Elbe. Wir freuen uns sehr über die gelungene Vermittlung.

 

14.09.2020

Unser neues "Sorgenkind" Hans, der rote Kater, der in Bautzen herum irrte, siehe auch "Was gestern geschah" vom 31.08.2020, machte einen schlappen Eindruck. Sein spezielles Nierendiätfutter mochte er nicht, also boten wir ihm alle möglichen Sorten an Nassfutter an. Übers Wochenende hatte er dann auch noch das Fressen ganz aufgegeben und wir fütterten ihn mit der Spritze zu. Wie man sich denken kann, nahm er rapide ab. Ein Jammer. Gleich Montag früh fuhren wir deshalb mit ihm zur Tierarztpraxis, damit sie ihn stationär aufnehmen, ihn bestmöglich versorgen und seine kritischen Nieren- und Schilddrüsenwerte immer im Blick behalten. Nun heißt es "Daumen und Pfötchen drücken"!

 

12./13.09.2020

Begleitet von der Sonne fuhren wir mit Tscheppino zur Sonnenseite des Lebens: in seinen eigenen "Herrschaftsbereich". In Dresden gelegen, in einer WG, wo immer eine Hand frei ist zum Streicheln, darf der stattliche cremefarbene Persermix von nun an sein Stimmchen erheben. Hier hat er endlich alle Aufmerksamkeit für sich, auch wenn ihm das am Anfang zu viel erschien. Er fühlte sich, noch völlig durcheinander wegen dem Ortswechsel, einfach zu sehr beobachtet. Neugierig tastete er sich vorwärts, immer von leisen Rufen begleitet. Während wir uns ins Wohnzimmer zurückzogen, um offene Fragen zu klären, wurde es verdächtig still. Was macht Tscheppino gerade? Ein vorsichtiger Blick um die Ecke verriet uns, dass er es sich zwischenzeitlich im Küchenregal gemütlich gemacht hatte. Dies war allerdings nur ein kurzes Probeliegen, denn er fühlte sich einerseits angezogen von seiner Neugier und andererseits etwas alleingelassen und so kam er schließlich zu uns ins Wohnzimmer geschlichen. Unter dem Sofa fand er einen weiteren sicheren Ort, den er zum Erkunden verließ, sich aber schnell wieder dahin zurück zog. Ach, Tscheppino, du kannst wohl deinem Glück noch gar nicht trauen? Nach und nach wird er alle Räume erobern dürfen und die Aussicht vom (natürlich eingenetzten) Balkon genießen, so wie er es kennt und gern hat.

 

11.09.2020

Endlich war es soweit! Am späten Nachmittag, noch während unserer Öffnungszeit kamen die neun Hund aus der Smeura bei uns an. Das ausladen ging recht zügig von der Hand und einer nach dem anderen erkundete das Gehege. Natürlich musste sich alle erst einmal die Beine vertreten und den Durst am bereitgestellten Wasser stillen. Recht zügig fiel uns auf, dass der schwarze Rüde Igor fehlt, aber neuen Hunde bei uns eingetroffen sind. Die Fehlersuche ergab, dass Igor und der bei uns eingetroffene Rüde Kanto sich einen Auslauf in Rumänien geteilt haben, es wohl vor Ort ein Missverständnis gab und so der braun-schwarze Rüde so den Weg zu uns fand. Wer weiß, wozu diese schicksalhafte Fügung gut war? Und noch ein kleiner Dokumentationsfehler tat sich auf: Hündin Ritta ist ein Rüde. Wir tauften ihn spontan Rigo. Abgesehen davon ist er ein wahrer gute Launespender. Ebenso wie der große Lacky der mit seinen 45kg wie ein Welpe über die Wiese flitzte als hätte er noch nie Gras gesehen. Er steckte sogleich Daria an, die ihm mit ihren 40kg in nichts nachstand. Jeder der neun Hund ist auf seine Weise liebenswürdig und wir sind dankbar, ihnen hier die Hoffnung auf ein neues, besseres Leben bieten zu können.

 

10.09.2020

Bei der Tierarztrunde widmeten wir uns voll und ganz den Samtpfötchen. Die Nachkontrollen bei Seppel(ihr mussten bis auf 2, alle Zähne gezogen werden) und Lieschen(ebenfalls schwerwiegende Zahnfleischentzündungen inkl. Zähneziehen) verliefen zufriedenstellend. Bei beiden war es super abgeheilt und roch auch nicht mehr schlimm. Seppels Kids hingegen kämpften aktuell mit Durchfall und bekamen eine Spritze. Außerdem wurden fünf Miezen geimpft. Kater Ginkgo laborieren leider noch immer an einer Erkältung und konnte nicht geimpft werden, allerdings scheint er sich langsam nicht mehr so elend zu fühlen, frisst und spielt auch mit seinen beiden Schwestern. Daumen drücken, dass er es bald überwunden hat.

 

09.09.2020

Unsere zwei kleinen Weltentdecker, Kolumbus und Vespucci, machten ihren Namen nun alle Ehre. Die beiden Meerschweinböckchen durften mit Josi Richtung Elsterwerda fahren. Dort wartete nicht nur ein großes, komfortables Gehege auf sie, sondern auch gleich drei Meerschweindamen. Die beiden Jungs nahmen den Umzug gelassen, um nicht zu sagen, sogar ausgelassen. Sie turnten fröhlich und in bester Entdeckerlaune in und auf jede Einrichtung und jeder der Herren suchte gleich Anschluss an eine der Damen. Josi meinte, so eine unbeschwerte schnelle Vergesellschaftung hatte sie noch nicht erlebt. Alle harmonisierten sofort miteinander und es wird ihnen an nichts fehlen. Sogar Bewegungsmelder und Videoüberwachung ist vorhanden, damit auch absolut nichts passieren kann und kein Eindringling stören kommt. Einfach genial. Wir erhielten schon Fotos, die den Eindruck erwecken, als wären alle schon seit Ewigkeiten ein eingespieltes Team ;) 

 

Doch nicht nur die zwei Kleinen durften uns verlassen, sondern auch ein ganz Großer. Rüde Tino war zwar nicht halb so mutig wie die Meerlis, aber für seinen Charkater meisterte er den Umzug erstaunlich gelungen. Er war ruhig während der Fahrt, folgte uns die Treppen hinauf und schaute sich in seiner neuen Bleibe am Rande von Großröhrsdorf vorsichtig um. So richtig traute er dem Frieden noch nicht, und im ersten Moment ergriff ihn sein typischer Fluchtreflex. Er sah die Balkontür und rannte los. Der Arme hatte nicht wahrgenommen, dass die Tür verschlossen war und er gegen die Scheiben stieß. In aller Ruhe zeigten wir ihm sein Körbchen, in das er sich auch hinein stellte. Schließlich bemerkte er das Fenster oben drüber und guckte wie ein Eichhörnchen auf die "Großröhrsdorfer Toskana" mit Feld und Wald im Hintergrund. Der Ausblick beruhigte Tino schnell und bei Vertragsabschluß lag er schon wesentlich entspannter unter dem Tisch. Zum Abschied zeigte Tinos neues Frauchen dem Rüden den Garten hinter dem Haus, so dass er von Josis Abfahrt nicht viel mitbekam. Alles Gute, Großer und toi toi toi.

 

08.09.2020

Schon am Morgen war unser lieber Zeus in freudiger Aufregung, denn heute ging es für ihn auf große Fahrt bis nach Nord Hessen. Dort wartete Hündin Rösi, die ebenfalls aus Rumänien stammt, einige Samtpfötchen und natürlich Zeusis aufgeregtes neues Frauchen. Der Senior war nach der Fahrt froh, die Box endlich verlassen zu dürfen und nahm die paar Stufen bis ins Haus ohne Probleme. Nach einem ausgedehnten Probeschnüffeln im Garten, wurde das Haus unter die Lupe genommen, wo überall Körbchen und Liegeplätze bereit standen. Für sein Mittagsschläfchen legte er sich dann aber auf die Terrasse, wachte pünktlich zur Fütterungszeit wieder auf und verputzte seine leckere Mahlzeit. Sicher wird er sich erst einmal an einige Dinge gewöhnen müssen, aber das wird mit etwas Zeit, Geduld und Liebe sicher gelingen.

Gar nicht so weit musste Katerchen Twister fahren. Im nahen Radeberg bewohnt er nun eine Doppelhaushälfte mit vielen freien Händen, die ihn liebevoll streicheln. Während Twister bei der Fahrt kläglich maunzte, hörte man ihn nach dem Verlassen der Box unablässig schnurren. Seine neue Bleibe scheint ihm wohl zu gefallen. Wir freuen uns für den hübschen Sonnenschein.

 

07.09.2020

Hündin Andrea streifte sich ihre beste Ausgehkleidung über und sagte uns Lebewohl. Sie verhielt sich vorbildlich, auf der Fahrt nach Dresden war sie ein erstaunlich ruhiger Mitfahrer. Als der Hund Strolch seine zukünftige Gefährtin wieder sah, freute er sich riesig und Andrea freute sich im Gegenzug ebenso über das erneute Beisammensein. Sie war nicht besonders aufgeregt und inspizierte gleich die ganze Wohnung. Sie bewohnt nun eine ruhiges Fleckchen am Rand von Dresden und hat viele schöne Möglichkeiten für Spiel, Spaß, Spaziergänge und gute Laune. Wir bedanken uns bei den beiden Herrchen und natürlich bei Strolch für die liebvolle Aufnahme in ihrem Rudel. Andrea nahm von Mario kaum mehr Notiz, also deuten wir es als ein Zeichen, dass sie sich dort ganz wohlfühlt.

 

05./06.09.2020

Eine fürsorgliche Frau erkundigte sich bei uns vor geraumer Zeit, ob wir ältere, besonders pflegebedürftige Katzen zur Vermittlung hätten. Es käme allerdings nur Wohnungskatze in Frage. Ihr Herzblut und ihr Engagement ließ und lässt sie besonders solchen Katzen zuteil werden, die es nicht so leicht haben, ein neues Zuhause zu finden. Wir sind begeistert von der Einstellung der jungen Frau. Wer würde da besser passen, als unsere ältere blinde Fundkatze, die wir "Uhu" tauften. Die Miez hatte inzwischen alle notwendigen Untersuchungen absolviert, die gegenseitige Sympathie und die zukünftigen Lebensumstände passten perfekt zueinander, somit stand einem Umzug nichts mehr im Wege. An diesem Wochenende nun konnten wir Uhu aus der Quarantäne direkt in ihr neues Zuhause vermitteln. Wie wir es von Uhu gewohnt waren, redete sie unablässig während der Fahrt. Und auch auf dem Weg zur Wohnung musste sie der ganzen Nachbarschaft von ihrer Ankunft berichten. In der Wohnung verhielt sich die blinde Katze sehr souverän und tastete sich mit den Schnurrhaaren an der Wand entlang. Sie folgte den Stimmen, sprang sogar aufs Sofa und stieg auch sehr langsam und elegant wieder vom selbigen herab. Einfach genial, wie diese tolle liebe Katze das alles meisterte. Während wir das Schriftliche erledigten, fand Uhu sogar eigenständig den Weg zur Toilette. Es ist faszinierend, die Katze so geschickt und galant zu erleben. Mensch und Tier schienen sehr glücklich. Vielen Dank noch einmal und eine lange harmonische Zukunft. 

 

04.09.2020

Von gleich drei Schützlingen haben wir uns heute verabschieden dürfen. Hündin Venus brach in ihr neues Zuhause auf bzw. in das Sommerquartier in einer Gartensparte. Im Auto verhielt sie sich tadellos und auch vor Ort glänzte sie mit traumhaften Betragen. Beim erste Rundgang durch den Garten entdeckte sie sofort die Liegeplätze ihrer Vorgänger unter den Koniferen und nutzte diese auch gleich. Familie T. rief uns auch gleich am Tag darauf an und berichtete, dass Venus sich auch den Gartennachbarn gegenüber total friedlich beträgt und sich zu einem "Mamakind" entwickelt. In der Wohnung, dem Winterwohnsitz war sie auch schon und hat sich dort mit allem vertraut gemacht. Anders hätten wir es von der zauberhaften Hündin auch nicht erwartet.

Außerdem verließen uns die beiden Miezen Inge und Ravioli, die gemeinsam in einer Transportbox auf große Fahrt gingen. Ravioli war das geschaukel sehr gruselig, doch Inge war tiefenentspannt, was sich positiv auf die hübsche Ravioli auswirkte. Angekommen im neuen Zuhause wurde ohne Umschweife mit der Erkundung und dem Spielen begonnen. Die großzügige und offen geschnittene Wohnung lud förmlich zum umherflitzen ein. Am spannensten war aber, wie so oft, das Katzenkino auf dem Fensterbrett. Wir wünschen den beiden alles erdenklich Gute.

 

03.09.2020

Und wieder verabschiedeten wir einen unserer Schützlinge in sein neues Leben. Diesmal war es Tortelloni der in "seine" Transportbox stieg. Die Box wurde in Vorbereitung auf die Vermittlung von seiner neuen Katzenmama mit ins Tierheim gebracht und hier stehen gelassen, damit der Kater ein paar vertraute Gerüche mit in sein neues Zuhause nehmen kann. Dort angekommen verließ er mit stolz geschwollener Brust und erhobenen Schwänzchen die Box, und versuchte so zu verheimlichen, dass ihm die Fahrt wohl auf den Magen geschlagen war. Ungeachtet dessen startete er seine Erkundungstour, entdeckte die Katzentoilette und zeigte seinem Frauchen das er weiß wie man so ein Ding richtig benutzt. Tortellonis Frauchen war überglücklich (nicht nur über seine Hinterlassenschaft) weil sie endlich wieder einen Vierbeiner an ihrer Seite hat, den sie nach Strich und Faden verwöhnen kann. Wenn das mal kein gelungener Start in seinem neuen Zuhause war.

 

02.09.2020

Heute begann für die hübsche Greta ihr neues Leben im Luxus. Im schönen Dresden steht ihr eine äußerst geschmackvoll katzengerecht eingerichtete große Wohnung zur Verfügung in der es Greta an nichts mangeln wird. Während sie die ganze Autofahrt mit lauten miauen kommentierte, verstummte sie völlig als das Türchen der Transportbox endlich auf ging. In jedem Raum konnte man nicht nur Liegeplätze und Trinkmöglichkeiten finden, sondern auch Katzengras, welches Greta natürlich kosten musste. Außerdem hat Greta einen eigenen "Catwalk" auf und über den Schrank mit Kratzgelegenheiten bekommen. Bei so vielen interessanten Dingen zum entdecken, fielen Greta nicht einmal die ungefähr 200 Spielzeuge auf, die eigens für sie angeschafft wurden. Natürlich hat sich die Familie auch über die rassespezifischen Eigenschaften belesen und konnten diese auch gleich praktisch anwenden. Greta wird es dort an nichts fehlen, da sind wir uns sicher.

 

01.09.2020

Die braungetigerte Mieze Seppel hatte heute einen Termin zur Kastration und Zahnsanierung. Hungrig und gar nicht glücklich über den Tapetenwechsel wurde Seppel in Narkose gelegt. Leider war ihr Mäulchen so schlimm vereitert, dass ihr beinahe alle Zähne gezogen werden mussten. Durch entschied sich die Tierärztin die Kastration erst einmal zu verschieben. Jetzt kann sich Seppel erst einmal von dem Eingriff zu erholen.

 

31.08.2020

Der rot-weiße Kater, der den Namen Hans bekommen hat, war zum Blutabnehmen in der Tierarztpraxis. Leider kam dort zu Tage, dass er einen Nierenschaden hat und nun Nierendiätfutter fressen muss. Auch der Test seiner Schilddrüsenfunktion zeigte Auffälligkeiten, sodass er nun auch dafür Tabletten nehmen muss. So ein armer Kerl.

 

 

29./30.08.2020

Von den fünf Katzenbabys, welche vor 9 Tagen durch die Polizei bei uns im Heim abgegeben worden (siehe "Was gestern geschah vom 21.08.), sind leider nur noch Zwei am Leben. Den Winzlingen fehlte es einfach an Kraft, um dem Infektionsdruck, der in einem Tierheim herrscht, trotzen zu können. Während die Katzenmutter sicher vollkommen verzweifelt ihre Kinderchen suchte, kämpften die Babys ums Überleben. Ein Infekt machte ihnen das Atmen schwer. Mehmals erhielten die Kleinen antibiothische Spritzen und alles, was dem Tierarzt möglich ist. Josi kämpfte wie eine Löwin um das Leben der Süßen, an Nachtschlaf war kaum zu denken. Dennoch starben drei Kitten in ihren Händen. Es ist unfassbar traurig. Welches Verbrechen haben diese Menschen begangen, indem sie die Katzenkinder ihrer treusorgenden Mutter entrissen und in einem Karton an einer Tankstelle abstellten...Wir hoffen innigst, dass es irgendwie bestraft wird. Die zwei Kleinen, die noch leben, heißen übrigens Leonidas und Kleo. Noch sind auch sie nicht über den Berg, aber wir sind voller Hoffnung, dass sie es schaffen. Josi´s Hündin Hexe legt sich übrigens auch mächtig ins Zeug als Ersatzmutter. Da muss es doch klappen!

Und: Kastration hätte auch diese Tragödie verhindert.

 

28.08.2020

Boris durfte heute "Mittagskind" sein. Punkt 12 stieg er in unser Tierheimauto und fuhr mit Mario nach Dresden. Unglaublich, trotz Anspannung ertrug Boris die Fahrt so tapfer und ließ keinen Mucks verlauten. Er speichelte lediglich etwas. Als es Zeit war, auszusteigen und zur Wohnung zu laufen, war kaum ein Vorwärtskommen. Jeder Laternenpfahl, jede Hauswand wurde von dem Rüden gründlich untersucht. Direkt vor der Haustür befand sich zu der Zeit eine große Baustelle. Boris schaute dem großen, sich bewegenden Spielzeug (=Radlader) begeistert zu. Von Angst keine Spur. Nur das laute nervige Geräusch vom Aufflexen des Kanaldeckels war Boris unangenehm und er lief in Marios Windschatten schnell weiter. Im Hausflur stieg Boris 1a die Treppen hoch. Die ersten Schritte in die neue Wohnung inklusive Wiedersehensfreude beschrieb Mario so "Ich habe selten gesehen, dass ein Hund sofort so dermaßen happy ist". Das sagt eigentlich alles ;) Nicht zuletzt lag es an Boris seiner neuen Hundefreundin. Er war total vergnügt, wälzte sich in ihrem Körbchen und legte sich sogar auf dem Sofa auf den Rücken. Nach so viel Entbehrung während seiner traurigen Messie-Vergangenheit eine erbauende begeisternde Wendung, finden Sie nicht auch?

 

Kaum zurück von der geglückten Vermittlung wartete das nächste Erfolgshäppchen auf Erfüllung. Es klingt fast unglaublich, aber unser Notfall - Katzenomi Patty - durfte zusammen mit der ebenso scheuen Lydia in einen Haushalt ziehen. Das hat wahrlich Gänsehautcharakter. In Großnaundorf hat sich eine außergewöhnlich großherzige Familie den Notfallkatzen verschrieben und verfügt über jahrelange Erfahrungen besonders mit scheuen Miezen. Alle Samtpfötchen dürfen eigenständig bleiben. Es gibt Katzenklappen, in ausnahmslos JEDEM Zimmer Katzenrückzugsmöglichkeiten, Liegeflächen und Wandregale, Katzentoiletten. Ein richtiges Katzenhaus eben. Selbst manche Tierpension ist nicht so luxuriös ausgestattet. Auch außerhalb finden die Katzen dann viele Häuschen mit Stroh vor. Eine erste Rückmeldung von der Familie MIT BILDERN!!! bekamen wir auch schon. Darin heißt es:

"hier der erste Patty - Vorstoß. Vögel zwitschern verlockend... da schaut sie schon mal am Fenster ob es in die Freiheit gehen könnte... Ansonsten sind beide noch extrem schüchtern. Wir haben eine Kamera in der Nacht an und da sind beide auch mal auf Erkundungstour durch die Küche und das Wohnzimmer gegangen."

Wir sind noch immer fast sprachlos über dieses unermessliche Glück, was Patty und Lydia zuteil wurde.

Herzlichen Dank an dieser Stelle für alle, die gerade ängstlichen oder misstrauischen Tieren eine Chance geben, Liebe und Fürsorge in einer eigenen Familie ohne jegliche Bedrängis zu erfahren.

 

27.08.2020

Zehn Katzen und ein Hund waren heute zur Tierarztvisite vorstellig. Ein rot-weißer Kater, der uns kurz zuvor von der Polizei Bautzen abgegeben wurde, weil er mitten in Bautzen herumstromerte, profitierte gleich vomTierarzt vor Ort und erhielt seine Eingangsuntersuchung. Bei dem umgänglichen Kater "Hans" stehen Blutcheck, Kontrolle seiner Schilddrüsenwerte und Beprobung einer Zyste über seinem Auge auf der Agenda. Seppel wird demnächst kastriert und gleich die Zähne mit saniert. Erbse und Möhre sowie Lotus, Gingko und Bonsai werden von uns noch etwas aufgepäppelt, bevor sie ihre Erstimpfung bekommen können. Dafür erhielten Katerchen Felix, Katze Lieschen und die junge Abgabekatze vom 04.08., getauft auf den Namen "Boo", ihren Pieks. Als letzter im Bunde bekam Rüde Zeus Antibiotika verordnet wegen einer kleinen Verletzung an seinem Ohr.

 

Hündin Jana bekam von all der Aufregung gar nichts mit, denn sie war zwischenzeitlich schon mit Mario unterwegs in ihre neuen vier Wände. Am liebsten wollte sie zwar anfangs wieder zurück, aber als sie ihr neues Herrchen wiedererkannte, war der "Ausflug" für sie schon weniger gruslig. Der junge Mann hatte sich im Vorfeld bei vielen aufeinanderfolgenden Besuchen sehr geduldig mit Hündin Jana angefreundet. Mitten in der Wohnung entschloss sich die Hündin dazu, sich erst einmal hinzusetzen und abzuwarten, was passiert. Sie kann frei entscheiden, wird zu nichts gedrängt, und als sie merkte, dass nichts mega aufregendes oder gar schreckliches geschah, fasste sie den Mut und lief ein bißchen umher. Schließlich legte sie sich zu den beiden zwischen die Stühle und blieb auch dort, als Mario wieder zur Heimfahrt aufbrach. Wir hoffen, dass Jana, nicht zuletzt durch die malerische Landschaft des Seifersdorfer Tals vor der Haustür und dem Feingefühl des neuen Herrchens, schnell aus sich heraus kommt und ihre Unsicherheit überwindet. Wir sind zuversichtlich und wünschen alles Gute.

 

26.08.2020

Die zurückhaltende Siri darf nun Einzelprinzessin bei einer sehr verständnisvollen und geduldigen Frau sein. Wie es so Siris verschüchterte Art ist, war die Hündin sowohl beim Einsteigen (bzw Hineinheben) und Aussteigen aus dem Tierheimauto erst einmal perplex. Ihre Rute trug sie eingeklemmt und am liebsten hätte sie sich wieder im Tierheimauto verkrochen. Obwohl in einem grünen Teil Dresdens gelegen mit ruhigem Hinterhof, verstand Siri noch nichts von ihrem Glück. Mit etwas Überredungskünsten und dem Komfort des Treppen-hochgetragen-werdens kamen wir schließlich in der Wohnung an. Oh, wie unruhig Siri ihre Kreise zog. Trotzdem siegte ihre Neugierde, sie schaute sich alles an, entspannte ein wenig (sogar der Schwanz ward nun zu sehen) und eroberte sogar von alleine den Balkon. Während des schriftlichen Teils der Vermittlung lag die kleine Schüchternheit sogar neben dem Sessel der Frau und hatte ihre Äuglein zu. Nun waren wir diejenigen, die perplex reagierten. Allerdings war durch eine kleine Bewegung alles wieder vorbei, Siri schien aufgewühlt und suchte die Nähe ihrer bekannten Bezugsperson aus dem Tierheim. Am liebsten wollte sie "am Rockzipfel kleben" bleiben und wieder mit zurück. Wir glauben jedoch fest daran, dass Siri bald erkennt, dass sie dort ihren Traumplatz hat. Die Pläne zur langsamen Eingewöhnung sind jedenfalls gut durchdacht und schlüssig. Jetzt muss sich Siri nur noch überzeugen lassen. 

 

25.08.2020

Ein ganz spannender Tag für uns alle, besonders aber für unsere Sarah. Die Azubine hatte an diesem Tag ihre Abschlussprüfung im praktischen Bereich. Diese fand, wie immer, im Tierheim Berlin statt. Sarah war gut vorbereitet und stellte dies auch unter Beweis. Nach 3 Stunden und 40 Minuten war sie "fertig" und nahm wenig später das Ergebnis in Empfang: BESTANDEN - und zwar mit sehr guten 73 Punkten. Wir gratulieren Sarah ganz herzlich und freuen uns mit ihr über diesen Erfolg. Selbstverständlich wird sie weiterhin Teil des Tierheimteams sein, sie ist überhaupt nicht wegzudenken.

 

24.08.2020

Die Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach zählt ab heute einen Einwohner mehr. Die schwarz-weiße Hündin Jotty fuhr so unbemerkt im Auto mit, dass sich Josi schon fragte, ob sie sie  überhaupt an Bord hat ;) Sogleich nach dem Eintreffen eilte Jotty freudig durch den Vorgarten ins Haus. Wir dachten schon, nichts kann die Hündin einbremsen in ihrer aufgeschlossenen Art. Aber der Spiegel im Flur und der große tiefere Fußboden ließen die junge Dame doch erst einmal skeptisch um sich blicken. Da die Familie allerdings sehr viel Einfühlungsvermögen bewies, löste sich Jottys Unbehagen schnell in Luft auf. Während des vertraglichen Teils lag Jotty unter dem Tisch und hörte genau zu. Zum Abschied rannte die große Tochter dann mit Jotty an der langen Feldleine durch den Garten. Die Grundstücksgrenzen wurden genau inspiziert, für Josi zeigte die Hündin keinerlei Interesse mehr. Zeit für uns, Lebewohl zu sagen. Wir wünschen allen eine spannende, glückliche und lange Zukunft. 

 

22./23.08.2020

Auf eine etwas weitere Reise machte sich Rüde Adolfo. Wohlgelaunt und frohen Mutes spazierte er durch unser Tor. Als wir allerdings mit ihm Richtung Tierheimauto abbogen, ahnte er, dass dies kein gewöhlicher Spaziergang werden würde. Er hätte diesen garantiert der folgenden zweistündigen Autofahrt vorgezogen. Während wir unterwegs waren, winselte er nämlich, gab Laute des Unwohlseins von sich und speite. Der Arme tat uns ganz leid. Wir konnten ihm ja nicht erklären, dass wir mit ihm in sein "Für-immer-Zuhause" fahren. Insgesamt legten wir also 3 Zwischenstopps ein, um ihn aufzufrischen und ein wenig abzulenken. Bei seiner Familie nahe Wurzen angekommen, wurde Adolfo erst einmal sauber geputzt und schließlich neu eingekleidet. Dabei war seine Rute noch ein wenig eingezogen und er guckte etwas "bedröppelt". Als er sein neues (wirklich schönes grünes und großes) Grundstück in ländlicher Idylle erkundete und markierte, wich seine Anspannung. Adolfo hat so viele Möglichkeiten, sich überall, wo er möchte, aufzuhalten. Als wir uns auf die Terasse setzten, um den nötigen Schriftverkehr abzuwickeln, schaute "Adi" kurz zu. Jedoch merkte das schlaue Bürschen schnell, dass wir nichts Interessantes in der Hand haben (und vor allem nichts Essbares). Also streifte er lieber mit dem Sohn in seinem neuen Revier umher. Und entdeckte auch fix die Dose mit den Übungs-Leckerli. Tja, diese müssen nun woanders und sicher vor der vierpfötigen Naschkatze versteckt werden. Den Nachbarshund wollte Adolfo auch gleich neugierig und freudig kennen lernen, aber dieser zeigte sich leider nicht am Gartenzaun. Adolfo hatte ihn nur erschnuppern können. Die Gelegenheit der Bekanntschaft wird sich schon noch in Kürze bieten. Es war für uns erfreulich, anzusehen, dass Adolfo uns kaum mehr Beachtung schenkte. Da war er nun und wollte auch da bleiben. Wir fuhren mit einem guten Gefühl und vielen guten Wünschen für die Zukunft wieder zurück.

 

Auf dem Heimweg erhielten wir noch einen Anruf unserer Tierarztpraxis, dass die kleine Katze Inge inzwischen kastriert und wieder putzmunter ist. Also rollte das Tierheimauto gleich zum Tierarzt weiter und wir holten Inge ab. Sie war ganz sprachlos, erst als wir vor dem Tierheimtor anhielten und ausstiegen, piepste sie leise. Sie hatte wohl die Befürchtung, wir könnten sie vergessen. Ach wie niedlich. Schließlich schnurrte sie, stieg alleine aus der Box aus und stiefelte zu den anderen, als wäre nichts gewesen.  

 

21.08.2020

Beunruhigung machte sich bei uns breit, als sich Polizeibeamte meldeten. Denn das ist für gewöhnlich kein gutes Zeichen. Ein lautes Maunzen rief uns schließlich schon vom Tor entgegen. In einer Box brachten die Polizisten nämlich 5 ausgesetzte Katzenkinder im Alter von etwa 4 Wochen. Als wir die Box öffneten, sprangen uns die Kitten förmlich entgegen. Notdürftig brachten wir sie flugs in unserem alten Chinchilla-Stall unter. Not macht eben erfinderisch. Das Rufen der 5 Kleinen ließ uns vermuten, dass sie ganz ausgehungert sein müssen. Dem war auch so: die Näpfchen standen noch gar nicht richtig, da waren sie auch schon wieder ausgeschleckert. Tja, und wie weiter? Chinchilla-Stall ist schließlich keine Dauerlösung. Nun, in Josi fanden die Fellzwerge ihre aufopferungsvolle Ersatzmama. Sie nahm die 5 mit nach Hause, damit sie bestmöglich aufgepäppelt werden können.

Die Polizei geht indes der Straftat nach und sucht Hinweise zu den Tätern, die die Katzenkinder aussetzten: http://www.oberlausitztv.de/mediathek/14938/Trucker_rettet_Katzenbabys.html

 

20.08.2020

Unsere Hunderudel mussten umquartiert werden. Was war passiert? Die spontanen heftigen Regengüsse der letzten Tage brachten zum Vorschein, dass die Hundehäuser nunmal nicht mehr die jüngsten waren und schon einigen Witterungen standhalten mussten. Das Dach unseres sogenannten "Steinhauses" wurde undicht. Als hätte unser lieber Hausmeister nicht schon genug zu tun, wird er demnächst die Sanierung in Angriff nehmen müssen. Wir können nur von Glück reden, dass uns in letzter Zeit viele gute Vermittlungen geglückt sind und sich die Zahl unserer Hunde auf einem niedrigen Stand bewegt. Somit können wir gut improvisieren und die Hunde rücken ein Stück näher zusammen. Das Vorhaben der Dacherneuerung wird eine Weile in Anspruch nehmen. Wollen wir hoffen, dass das Wetter inzwischen gut mitspielt.

 

19.08.2020

Die drei kleinen rumänischen Hunde Majda, Marni und Andrea, die wir am 22.06.20 zusammen mit der bereits vermittelten Hündin Elsa in unserer Einrichtung aufgenommen haben, sollten endlich mehr an die Menschen gewöhnt werden. Wie auf den Bildern eindeutig zu erkennen ist, finden vor allem die beiden blonden Hündinnen noch immer nicht den Draht und das Vertrauen zu uns. Deshalb holten wir Majda und Andrea zu uns auf den Hof. Hier können Sie sich in aller Ruhe an den anderen Hofhunden orientieren und hoffentlich schnell merken, dass wir Zweibeiner in Wirklichkeit gar nicht solche Schreckgespenster sind. Nur Marni verursachte uns einige Sorgenfalten. Ihre Angst vor uns war riesig und sie zerbiss ständig ihre Schleppleinen. Ohne Leine können wir sie auf unserem Grundstück aber ganz schwer einfangen und zu den Ruhezeiten in die geschützten Häuser einquartieren. Ganz hoffnungslos ist die Kleine mit dem zarten Gemüt allerdings nicht, immerhin sucht sie neugierig unsere Nähe. Um dann allerdings wieder panisch vor uns wegzurennen. Da ist guter Rat teuer. Kurzerhand erklärte sich liebenswürdigerweise eine langjährige Freundin und Unterstützerin unseres Tierheims bereit, Marni zu sich in Pflege zu nehmen. Wir finden, das ist für Marni garantiert das Beste, weil die Helferin sich schon in der Vergangenheit prima bewährt hat. Sie betreute bereits Pflegehunde von uns liebevoll, einfühlsam und mit einer Engelsgeduld. Genau das braucht Marni, um aufzutauen. Wir sind sehr zuversichtlich.

 

18.08.2020

Sie werden staunen, wir dürfen heute wundervollerweise wieder einmal von einer Katzenvermittlung berichten. Für gewöhnlich stagnieren die Anfragen im Sommer. Umso mehr freuen wir uns, dass eine unserer lieben Samtpfoten nun ihr eigenes Reich erobern kann.

Obwohl der Weg nicht weit war, für die ehemalige ausgesetzte Katzenmama Cannelloni war die Fahrt eine Strapaze, die sie sabbernd aber glücklich überstand. "Endlich wieder aus der Box raus!", muss sie wohl gedacht haben, als die Tür aufging. Mit gefühlten 70 km/h raste sie hinaus und stürzte sich gleich auf das Futter. Oje, Cannelloni, was sollen denn die Leute denken... Als ob es bei uns nichts zu fressen gab! Nach einem kurzen und für gut befundenen Snack düste unser Wirbelwind umher, hoppste überall drauf und drüber, weihte brav die Katzentoilette ein und gesellte sich mit uns auf die Sitzecke. Leider fing die aufgedrehte Miez an, auf der Sitzfläche zu kratzen. Ja, ein bißchen Erziehung wird der Katze wohl nicht schaden. Es ist im neuen Zuhause immer jemand für Cannelloni da und nach einer Eingewöhnungszeit darf sie auch die Gegend erkunden und ihrem geliebten Freigang nachgehen.

 

17.08.2020

Erneut rollte unser Tierheimauto einige Kilometer, um die nächste vierbeinige Fellnase in sein neues Zuhause zu bringen. Seit dem Zeitpunkt, als junge aktive Zweibeiner Wilda kennen lernten, wartete die Hündin sehnsüchtig auf das nächste Wiedersehen. Jeden Tag machte sie auf sich aufmerksam, sobald sie nur eine Leine sah. Heute nun wurde ihr Traum vom eigenen Heim Wirklichkeit. Die freudige Erregung der aufgeweckten Hündin war kaum zu überhören. Mitten in Leipzig gelegen und trotzdem ruhig und grün, bewohnt Wilda künftig Haus mit Grundstück in einem umgebauten ehemaligen Industriegelände. Doch Wilda hatte dafür keinen Blick übrig. Es zählte nur Frauchen, zu der sie eilig hinstürmte. Gerade solche Momente gehen uns sehr nahe. Als wir uns auf eine Terasse setzten, legte sich Wilda entspannt und zufrieden dazu. Momentan ist der Bau eines Klettergerüsts in Arbeit. Alles nur, damit sich Wilda hundewohl fühlt. Aber wir haben ihr angesehen, das tut sie bereits jetzt. Machs gut, wilde Wilda, auf dich wartet ein aktives, herzliches und spannendes Hundeleben. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle an "Deine" Menschen.

 

15./16.08.2020

Unser "Fledermaus-Öhrchen" Charli hat uns Adieu gesagt und eine weite Reise zu seinen neuen eigenen vier Wänden angetreten. Nach zweimaliger Pause ist der stille Mitfahrer, Rüde Charli, gut gelaunt in Hamburg angekommen. Er hat neugierig sein Umfeld erschnuffelt. In der Wohnung verhielt er sich dann doch kurz skeptisch und orientierte sich an unseren Mitarbeiterinnen Annett und Josi. Als sie sich auf die Couch setzten, setzte sich Charli dazwischen. Er entdeckte aber dann den Wassernapf, was ihn dazu veranlasste, doch eine Erkundungstour vorzunehmen. Natürlich hat er auch gleich die für ihn vorbereiteten Spielzeuge entdeckt. Mit einem Spielzeugstrick bewappnet, legte sich Charli auf die Couch und kaute genüßlich darauf herum. Als die Formalitäten erledigt waren und wir wieder aufbrachen, um gen Heimat zu fahren, hat Charlis neues Herrchen den Rüden mit Spiel und Spaß abgelenkt. Dies klappte wunderbar, Charli bemerkte unsere Abreise nämlich gar nicht. Wir sagen Danke für die Adoption und wünschen den beiden eine tolle gemeinsame Zeit.

 

14.08.2020

Über Nacht landete ein großer Ast des Apfelbaums genau auf dem Dach eines unserer Hundehäuser. Unter der Last seiner eigenen Äpfel hatte der alte Baum wohl nachgegeben. Zum Glück hielt das Haus stand und kein Hund wurde verletzt, doch wir musste zeitnah mit den Aufräumarbeiten beginnen. Unser Hausmeister Herr Kuwan rückte mit der Kettensäge an, um den dicken Ast in handlichere Stücke zu zersägen und abzutransportieren. Die dabei herabgefallenen Äpfel werden in nächster Zeit wohl bei Schwein Marius den Speiseplan ergänzen.

Am anderen Ende des Grundstücks, genau genommen in der Auffahrt, herrschte auch buntes treiben. Hier rückte schweres Gerät an, um den Ausbau des Breitbandinternets in unserer Region voranzutreiben. Zwei Tage lang wurde gebaggert, gebohrt und gebaut - immer begleitet vom Gebell unserer wachsamen Hunde. Doch auch unsere Besucher und Mitarbeiter wurden dadurch eingeschränkt. Zeitweise waren alle Parkplätze versperrt und die Durchfahrt komplett blockiert. Nun sind die Bauarbeiter aber abgerückt und unsere Hunde klopfen sich gegenseitig auf die Schulter, diese "Eindringlinge" vertrieben zu haben. ;-)

 

13.08.2020

Heute Mittag ging es für unser Tierheimauto nicht dahin, wo der Pfeffer wächst, sondern wo der Senf herkommt. Frisch herausgeputzt in ihrem eigenen türkisfarbenen Outfit samt Leine begab sich Hündin Lora auf dem Weg, eine Bewohnerin von Bautzen zu werden. Als es hieß, in die Box einsteigen, war ihr Selbstbewusstsein kurz gebremst. Sie ließ sich aber problemlos hineinheben. Am Rande von Bautzen im grünen Umfeld angekommen, war sie wieder ganz die alte. Selbsbewusst erkundete sie alles, begab sich zum kleinen Teich, um daraus zu trinken und die Pfötchen zu kühlen. 
Wie lustig, den extra dafür hingestellten Hundepool ignorierte Lora gekonnt, genau so wie der Berner Senne Oskar, der dort noch mit wohnt. Teichwasser mit Fischgeschmack ist anscheinend für Hundegaumen leckerer. Nach erster alleiniger Ortsbegehung durfte endlich Oskar dazu. Welch eine riesen Wiedersehensfreude. Die zwei beleckten sich, spielten, flitzen in alle Winkel des Gartens, jagten sich und gaben sich immer wieder Küsschen. In der Wohnung folgte dasselbe harmonische Treiben. Nach einem kurzen Probeliegen auf den Decken animierte die Hündin Oskar immer zum Spielen. Die zwei so herrlich vergnügt zu sehen, ganz ohne Futter - oder gar Revierneid macht uns ebenso glücklich wie die neuen Herrchen.

 

12.08.2020

Bereits wenige Kilometer Distanz können Welten entfernt bedeuten. Für Hündin Senta galt das offensichtlich. Ihr Weg zum eigenen Zuhause führte sie "nur" bis in den Nachbarort. Gewohnt vorsichtig, wie sie die neue Welt seit ihrer Rerttung aus einem Messiehaushalt erkundet, stieg Senta Pfote für Pfote in die Transportbox ein. Minuten später, als wir die Tür wieder öffneten, sprang sie freiwillig schnell wieder hinaus. Und war freilich erst einmal verblüfft. Alles neu. Na gut, nicht alles: die Frau und ihre Tochter erkannte Senta sehr zu ihrer Freude wieder. Im Haus, wo es schön kühl war, erkundete die junge Hündin alles cm für cm, leise, vorsichtig, aber dennoch neugierig.  Nur an den Katzen mochte sie nicht so recht vorbei. Wie gut, dass Senta bestechlich ist...mit Leckerli ließ sie sich kurz überreden. Die Katzen aus der Entfernung zu beobachten, war ihr dennoch viel lieber. Als sie anschließend das Grundstück erkundete, wurde sie sichtlich entspannter. Die Tochter führte sie sehr gewissenhaft und erfreut an der Leine umher, bis Senta freiwillig wieder hinein wollte. Diese Gelegenheit nutzten wir gleich zum Verabschieden, so dass die Hündin gar nichts davon mitbekam. Wir wünschen allen die nötige Ruhe und Geduld, viel Zärtlichkeiten, da hat Senta ganz viel Nachholebedarf, sowie ein erfolgreiches Zusammenwachsen. Danke an die Familie, dass sie der sensiblen Hündin die tolle Chance gegeben haben.

 

11.08.2020

Ein Überrraschungsbesuch erwartete uns heute vor dem Tierheimtor. Hündin Struppi wollte sich nach ihrer erfolgreichen OP der zweiten Mammaleiste gut und sichtlich erholt präsentieren. Wir sind wie ihre neue Familie überglücklich, dass die ältere Hundedame alles so gut verkraftet hat und ihr absolut nichts anzumerken ist. Freudig begrüßte sie uns. Anders als zuvor Hündin Alma, die uns besuchte, sich auch kurz streicheln ließ, aber deutlich zeigte, dass sie bitte schnell wieder nach Hause möchte, war Struppi begeistert. Möchten Sie wissen, was uns am meisten beeindruckte und auch ein kleines Freudentränchen entlockte? - Struppi ließ sich problemlos hochnehmen und bekuscheln, sie genoss es sichtlich. Dies war hier in der kurzen Zeit bei uns nie möglich. Für uns ist das jedenfalls der beste Beweis, dass die kleine Hündin ihren perfekten Platz gefunden hat. Als die Frau scherzhafterweise fragte, ob Struppi vielleicht doch hier bleiben möchte, kam die Hündin sofort zu ihren Menschen hingelaufen, als hätte sie jedes Wort verstanden und wollte damit sagen: "nein, ich gehöre doch zu euch, ich komme natürlich wieder mit". Doch nicht nur Struppi war in dem Auto mitgekommen. Ihre Besitzer waren nämlich so lieb und haben uns freundlicherweise die Futterspenden vom Fressnapf gleich mit überbracht. Der Kofferraum war voll gefüllt mit vielen unterschiedlichen tollen Sachen. Ein riesengroßes Dankeschön für die beiden tollen Überraschungen an diesem Tag, die Sie uns gemacht haben, mit Ihrer Hilfsbereitschaft bezüglich der Spenden und der kleinen Wiedersehensfreude.

 

10.08.2020

Dank der fleißigen Helfer und unserem unentbehrlichen Hausmeister ist der Kompost bereits um die Hälfte geschrumpft. Die Zeit wird knapp, aber das letzte bißchen werden wir auch noch schaffen (müssen). Eventuell kann von Ihnen noch jemand ein paar Stunden seiner Freizeit opfern, um uns tatkräftig zu unterstützen. Sie wissen ja, viele Hände, schnelles Ende. Arbeitsgeräte sind vorhanden. Es wäre wirklich großartig. 

 

Eine Frau, die unserem Tierschutzverein sehr verbunden ist, brachte uns Gurken und Zucchini aus eigenem Anbau vorbei. Wir sind entzückt. Auch eine weitere langjährige Freundin des Tierheims, welche uns immer helfend zur Seite steht, hatte Zucchini aus ihrem Garten mitgebracht. Somit können unser Schwein Marius und die Nager eine zusätzliche, abwechslungsreiche und garantiert gesunde Gaumenfreude genießen. 

 

08./09.08.2020

Die schwarz-glänzende Hündin Kim mit ihrem kleinen Stummelschwänzchen war gerade mal einen Monat bei uns, als sie mit ihrer sanften Art eine Familie um ihre Pfötchen wickelte. Doch die Sympathie beruhte gleich auf Gegenseitigkeit. Die Trennung fiel Kim so schwer, dass sie kaum mehr Appetit verspürte, nur noch am Tor stand und auf den nächsten Besuch ihrer Familie wartete, welcher prompt folgte. Doch mit ihm folgte auch wieder das Trauerspiel danach. Keine Frage, hier war die Verbindung vom ersten Moment an sehr innig.

  Umso mehr freuten sich alle, als der große Tag des Einzugs endlich nahte. Kim war während der Fahrt sehr aufgeregt und nervös. Sie hat jedoch tapfer durchgehalten, da sie wohl schon zu wissen schien, wohin es geht. Bei Sohland /Spree angekommen, wurde die Hündin von der gesamten Familie empfangen, was ihr sehr gefiel. Die Wärme schien ihr nichts auszumachen, denn sie wollte erst einmal ganz genau ihr neues Reich erkunden. Dabei traf sie auf die Katze des Hauses, welche erst einmal völlig überwältigt von dem neuen Mitbewohner und deshalb auch noch etwas skeptisch war. Kim war ihrerseits jedenfalls sehr fasziniert und wollte sie gern genauer beschnuppern. Na, das war dann für die erste Begegnung doch zu viel, die Katze zog sich zurück auf einen entfernten Beobachtungsposten. Auch für Kim bietet das Grundstück mehrere Rückzugs- und Ruheplätze, ebenso im Haus. Kim nutzte diese aber heute absolut nicht, sie war die ganze Zeit sehr neugierig und weder zurückhaltend noch zögerlich. Unser Mario wurde gar nicht mehr beachtet. Für ihn ein gutes Zeichen, dass er sich getrost und erfreut über diese Vermittlung zurück ziehen konnte. Kim wohnt jetzt in einer ruhigen Dorflage mit jeder Menge Wander- und Erkundungsmöglichkeiten, langweilig wird es also garantiert nicht werden.

 

07.08.2020

Die zutrauliche Fundkatze (siehe Was-gestern-geschah 20.07) musste heute zum Tierarzt. Uns fiel schon sehr zeitig auf, dass die Mieze ab und an speichelt. Der geübte Blick des Tierarztes offenbarte dann die Ursache. Das komplette Mäulchen war hochgradig entzündet. Vermutlich hat sich dieser Zustand über Jahre virusbedingt entwickelt, mit dem Ergebnis, dass der Körper der Mieze die eigenen Zähne als Fremdkörper identifizierte und angriff. Sie bekam sofort ein Antibiotikum gespritzt und wurde zeitnah in die Praxis bestellt. Dort wurden Lieschen - wie sie von der netten Tiermedizinischen Fachangestellten getauft wurde - die verbleibenden Zähne und die Wurzelreste entfernt. Man stelle sich diese Schmerzen über Jahre hinweg bei sich selbst vor. Aber Lieschen hat nicht gejammert, nicht nur Nass- sondern sogar Trockenfutter verputzt, als wäre nichts. Einfach unglaublich. Wir durften Lieschen am späten Nachmittag wieder zu uns holen, wo sie sich in den nächsten Wochen erst einmal erholen darf.

 

06.08.2020

Heute möchten wir von unserem Kurzzeitbewohner Atlantis-Manu berichten. Nicht einmal ganze 3 Wochen verweilte der mittelgroße Rüde hier und hat dank seiner Kontaktfreudigkeit sofort seine neue Familie begeistert. Also durfte der Rüde heute bei herrlichem Sonnenschein mit uns nach Dresden fahren (zum Glück mit Klimaanlage). Völlig interessiert und neugierig stiefelte der Rumäne mit uns los. Nur die Transportbox ist nicht seine bevorzugte Art zu reisen. Bei jedem Ampelstopp machte er einen langen Hals, weil er hinausgucken wollte und dabei jedes Mal dachte, wir wären schon am Ziel. Endlich angekommen, sprang er zügig aus der Box. Freundlich begrüßte der Rüde seine Menschen und erkundete gespannt seine neue Gegend. Diese bewohnt er allerdings nur als "Winterquartier". Die meiste Zeit des Jahres darf er fortan auf einem Grundstück mit Garten am Schwielochsee (Ost- Brandenburg) verbringen. Dahin darf er komfortabler als bei uns mitfahren. Er wird auf dem Rücksitz angegurtet, sein Frauchen sitzt neben ihm. Das wird er sicher sehr genießen. Alles Gute, Atlantis- Manu, da hast Du wirklich ein tolles Plätzchen gefunden, gerade jetzt bei der Hitze. Ein bisschen beneiden wir Dich. Bleib so offen und neugierig, wie Du bist. Sag Deiner Familie noch einmal vielen Dank von uns für Deine Aufnahme. Auf ein langes harmonisches Miteinander. 

 

05.08.2020

Überraschend kurz vor Feierabend bekamen wir einen Anruf, ob wir Hundefutter und diverse andere Sachen gebrauchen könnten. Selbstverständlich sind wir bei so vielen Schützlingen, die alle versorgt werden wollen, daher nicht abgeneigt. Wenige Minuten später stand ein vollbeladenes Auto vor unserem Tor. Wir sind überwältigt, wie viele Schubkarren voller Hundenass- und Trockenfutter, Knabbereien sowie Vogelfutter und weiterer Vogelbedarf wir in Empfang nehmen durften. Wir sagen der Firma BAUHAUS noch einmal herzlichen Dank für diese überaus tolle, hilfreiche Spende.

 

04.08.2020

Wer vor dem Leid der Tiere nicht die Augen verschließen möchte, braucht gar nicht in die Ferne schweifen, sondern nur vor die Haustür zu gehen. Bereits zwei Orte weiter hatte eine aufmerksame Frau in dem Haus, wo sie zur Miete wohnt, immer wieder Diskussionen und Streitigkeiten mit dem Herrn des Hauses, weil er der unkontrollierten Vermehrung der Katzen nicht entgegen wirkte. Statt Kastration wurde der ältere Mann der Tiere "lästig". Von dem ständigen Nachwuchs, den er beklagte, wurde verdächtigerweise nie mehr ein Junges gesehen. Man wagt es sich nicht einmal, in seinen schlimmsten Vorstellungen auszumalen, was da geschehen sein mag. Die Situation eskalierte, als der Bauer auch seine erwachsenen Hofkatzen nach vielen Jahren des Beherbergens und Fütterns am liebsten ohne Kosten und Mühe loswerden wollte. Er hatte aufgehört, sie zu füttern und verjagte sie. Die Frau suchte unseren Rat. Wir baten sie inständig, erneut ein ernstes Gespräch mit dem Mann zu suchen und ihm die Sachlage der mutwilligen Tierqual klar zu machen. Wie mutig und verbissen sich die Frau für die Katzen, die nicht ihre eigenen waren, einsetzte, verdient unsere wahre Anerkennung. Sie drohte dem Besitzer sogar mit Strafanzeige und berichtete uns von dem Erfolg. Denn siehe da, die Hofkatzen ließ der Mann nun auf seine Kosten kastrieren und sie dürfen weiter dort bleiben. Plötzlich, wie es der Zufall wollte, bemerkte die Frau, wie sie von zwei kleine Katzenäuglein angeblinzelt wird. Tatsächlich hatte sich eins der Katzenkinder irgendwie durchgekämpft. Kaum zu glauben. Die Frau gab sich alle Mühe mit dem Kitten, fütterte es und näherte sich vorsichtig. Nach Rücksprache mit uns, vertraute sie uns schließlich das kleine Wesen an. Trotz immer noch vorherrschendem Platzmangel fanden wir selbstverständlich ein Quartier für die ca 8-9 wöchige Jungkatze. Ohne zu überlegen zahlte die Frau für Aufnahme und zukünftige Kosten eine Gebühr, die sie, wie sie entschlossen meinte, dem Vermieter in Rechnung stellt, in dem sie einfach weniger Miete überweist. Das wird den Mann sicher nochmal an seine Gräueltaten erinnern und hoffentlich eine Lehre sein. 

 

Gleichzeitig durfte am Nachmittag eine Samtpfote bei uns ausziehen, so dass sich wieder einmal die Anzahl der Katzen in unserer Obhut ausgleicht. Mikado, der getigerte Rumäne, war der Glückspilz, der nun zukünftig dort wohnen kann, wo andere Urlaub machen. In Kleingießhübel, einem ruhigen Sackgassendorf in der Sächsischen Schweiz, hat der umgängliche und feinfühlige Kater nicht nur ganz viel herrliche Natur und frische Luft (nach einer Eingewöhnungszeit), sondern auch einen katzenfreundlichen Hund und eine kätzische Dame als Gesellschaft. Weiterhin wohnen in der Idylle noch Hühner, Pferde,Schafe, Ziegen. Nicht zu vergessen, die Frau des Hauses und die vielen Urlaubsgäste der Ferienwohnung, die ihn beschmusen können, sofern er dies möchte. Ihm wird also garantiert nie langweilig. Wir wünschen dem vielfältigem Haushalt ein harmonisches Miteinander und viele Jahre des gemeinsamen Genießens und großer Freude aneinander. 

 

03.08.2020

Unser blindes " Uhu"- Kätzchen hatte heute einen Kontrolltermin beim Tierarzt. Ihr Schilddrüsenwert musste kontrolliert werden. Auf der Hinfahrt machte uns Uhu verbal deutlich, dass sie von der Fahrt ins Ungewisse nicht viel hielt. Wir können nur erahnen, wie sich die Miez ohne räumliche Orientierung gefühlt haben muss. Beim Tierarzt angekommen, wurde sie erst einmal mit viel Streicheleinheiten entschädigt. Sie genoss die zärtliche Fellpflege schnurrend. Doch es nützte nichts, der Pieks zur Blutentnahme musste sein. Danach huschte Uhu selbständig in ihre Transportbox und sagte bis zur Hälfte des Rückwegs gar nichts mehr. Danach verebbte ihre Anspannung und der Stress und Uhu maunzte wieder. Zurück im Tierheim war sie uns gar nicht mehr böse und genoss wieder die Schmuseeinheiten. Ehrensache, dass Uhu ein Leckerli als kleine Wiedergutmachung bekam. 

 

01./02.08.2020

Bei Bina wurden heute die Fäden gezogen. Die vergnügte Hündin verhielt sich dabei ganz artig. Bei Zeus wurden am Lidrand verständlicherweise selbstlösende Fäden vernäht. Die Nähte bei Beiden sahen sehr gut aus. Wie angekündigt (29.07.20) war es für Zeus und Bina nun an der Zeit, ihre modischen "Lampenschirme" abzustreifen. Was für eine Wohltat. Und wir sind echt sehr beeindruckt von Binas Verhalten. Als wäre nie etwas gewesen, sprang sie fröhlich und munter umher. Zur Erinnerung: ein faustgroßer Milztumor wurde erst am 22.07.entfernt. Bina, diese "Gute-Laune-Versprüherin", ist so eine tolle Kämpferin, Optimistin und Frohnatur, die uns immer wieder vor Augen führt, dass auch wir wirklich jeden Moment des Lebens geniessen sollten. 

 

31.07.2020

Glückspilz des Tages ist heute die liebe Nora. Sie durfte zu einer sehr netten Familie ins schöne Altenberg ziehen. Während der Fahrt verhielt sich Nora wie er wartet ruhig und entspannt. Erst die Serpentinenstraßen in Altenberg schlugen der hübschen Nora auf den Magen. Zum Glück konnte sie schon kurz danach das Auto verlassen und sich die Beine vertreten. Das machten wir gemeinsam mit der Familie, als wir den vollkommen eingezäunten 5000m² großen Garten inklusive Wäldchen und zwei Teichen abschritten. Im schattigen Haus legte sich Nora wie eine feine Dame (mit überschlagenen Vorderbeinchen) auf den Boden und beobachtete uns entspannt. Wir freuen uns für die liebenswerte Hündin und wünschen ihr und Ihrer Familie eine lange und glückliche Zeit miteinander.

 

30.07.2020

Heute, am 31.Juli, ist der Tag des Mischlingshundes! Diesen feiert die kleine zierliche Hündin Wella in ihrem neuen Zuhause. Vor gerade einmal zwei Wochen zog der kleine Sonnenschein in unserem Tierheim ein und zog das Interesse der Besucher nachhaltig auf sich. Die Fahrt ins neue Zuhause verlief ohne besondere Vorkommnisse. Wella war artig und ganz tapfer. Das Wiedersehen mit ihrem neuen Herrchen war ein einziger Freudentaumel, welcher erst gebremst wurde, als Wella mit uns das Treppenhaus betreten sollte. "Viel zu gruselig" befand die zarte Hündin. Mit etwas Hilfe ihres neuen Herrchens konnte sich Wella dann doch überwinden. In der Wohnung fühlt sich Wella sofort wohl. Sie wanderte entspannt von Zimmer zu Zimmer, beobachtete uns beim Schreibkram und probierte dann ihr neues Bettchen aus. Künftig wird Wella wohl die nahe Dresdner Heide mit ihren vielen grünen Wanderwegen unsicher machen. Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles gute für die Zukunft!

 

29.07.2020

Zuverlässig zur regelmäßigen Visite empfingen wir unseren lieben Tierarzt. Kaum zu glauben, dass schon wieder zwei Wochen vergangen waren. Dafür war die Patientenliste auch umfangreich. 7 Katzen wurden geimpft, die neuen Hunde in Augenschein genommen und einige Problemchen geklärt: Eine Wölbung bei Nora entpuppte sich glücklicherweise als harmloses Lipom. Die Nähte von Zeus und Bina waren prima verheilt, die beiden dürfen uns in Kürze wieder ohne ihre Trichter anschauen. Nur unsere kleinen Pflanzensprösslinge Lotus, Ginkgo und Bonsai schienen irgendetwas "auszubrüten". Sie bekamen eine Aufbaukur und Antibiotika, so dass sie bald wieder richtig fit sein dürften.

 

28.07.2020

Heute dreht sich das erwähnenswerte Geschehen mal nicht um Hunde oder Katzen. Es gibt ausnahmsweise nichts Besonderes von ihnen zu berichten. Darum widmeten wir uns intensiv unserem Schwein Marius. Die Hitze und die wenigen Regentropfen, die hier landen, tragen nicht gerade zu einem optimalen Schweinewohlfühlparadies bei. Deshalb halfen wir nach. Unser lieber Hausmeister senste das Gras in dem Schweinegehege, die Platten wurden gekehrt und seine Schlafhäuschen wurden mit viel frischem Stroh ausgekleidet. Das wichtigste, was auf keinen Fall fehlen darf, ist eine schöne Suhle. Dafür mussten wir zwar eine Menge Wasser fließen lassen, aber unser Marius fühlte sich gleich "sauwohl". Er konnte gar nicht abwarten, bis wir fertig waren, sondern weihte seinen persönlichen Pool sofort ein. Nun hat er seinen natürlichen Sonnen- und Insektenschutz wieder perfekt aufgefrischt. Ja, so ein Schlammbad muss etwas Herrliches sein. Sogar so toll, dass Marius unser extra für ihn gekochtes Mahl aus Kartoffel, Kürbis und Zucchini fürs erste links liegen ließ.

 

27.07.2020

Die weiblichen Nudelkinder hatten heute einen Termin in der Tierarztpraxis. Die beiden Mädels hätten wohl lieber mit ihren Geschwistern weitergespielt, statt in so einer komischen Transportbox herumchauffiert zu werden. Jedenfalls klagten sie einander ihr Leid. Sie miauten erbärmlich und laut, wobei sie sich gegenseitig aufstachelten und sich in ihren Klängen überboten. Selbst beim Verlassen der Praxis, durch die geschlossenen Türen hindurch, waren Ravioli und Makkaroni noch zu hören. Nach überstandener Kastration wurde es ruhiger um die beiden Sprösslinge. Auf der Heimfahrt klangen ihre Töne noch etwas erschöpft und im Tierheim angekommen, schliefen die zwei nudeligen Stubentiger Makkaroni und Ravioli erst einmal wohl behütet ihren Rausch aus. 

 

25./26.07.2020

Um unsere Katzenquarantäne ein wenig zu entlasten und den kleinen aufgefundenen Miezen (siehe "Was gestern geschah" vom 26.06.) mehr Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen, bot eine liebe Mitstreiterin an, das Katzenpärchen zu sich in Pflege zu nehmen. Nichts lieber als das. Die beiden hübschen Fellnasen schauten sie zwar noch mit scheuen ungläubigen Blicken an, aber wir sind "siegessicher". Marion schafft es mit ihrer geduldigen, freundlichen und liebevollen Art gewiss bald, dass die beiden merken, die Menschenhand ist nichts, wovor man sich zu fürchten braucht. Bestes Futter, sanftes Zureden und ganz viele Streicheleinheiten sind bei Bonnie und Clyde ab heute so oft wie nur möglich an der Tagesordnung.

 

24.07.2020

Vor ungefähr drei Monaten haben wir die kleine Hündin Siri vermittelt. Heute wurde sie uns zurück ins Tierheim gebracht. Als Grund dafür wurde uns genannt, dass Sie aus Protest täglich ihren Schlafplatz vollkotet. Wir erkundigten uns, wo der Schlafplatz gewesen ist, sagte man uns in der Küche in einer Box. Ein Tierarzt hat attestiert, dass Siri "aufgrund einer psychischen Störung nicht allein bleiben kann, da dann immer Durchfall einsetzt". Uns fiel natürlich auf, dass Siri ganz anders aussah als noch im April. Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass sie bereits zwei mal beim Hundefrisör gewesen sei. Unserer Ansicht nach, hing der Haussegen beim ersten auftreten von "Problemen" bei der Eingewöhnung einfach schief und die Frau musste sich entscheiden. Vielleicht ist es in diesem Fall einfach besser, Siri wieder in unserer Obhut zu wissen, anstatt in einem negativ gestimmten Umfeld. Wir werden ihren Kotabsatz genau beobachten. Bisher hat sie ihr Geschäft nur artig an der Leine verrichtet und zeigt sich stubenrein.

 

23.07.2020

Gegen Mittag ging es für die hübsche Kim zum Tierarzt. Kim ließ sich auf dem Hinweg dank ihrer Mithilfe einfach in die Box heben. Während der Fahrt war sie zwar mucksmäuschenstill, trotzdem waren Geräusche wahrzunehmen... Sie muss in der Box getanzt haben. Beim Doc war sie eine liebe unauffällige Patientin. Dann kam der Anruf, eine Stunde vor geplanter Abholung, dass Kim bitte "nach Hause" möchte. Sie war unruhig, konnte oder wollte sich nicht hinlegen und jammerte. Erst im Tierheim war sie erleichterte und konnte zusehends abschalten. 3 Zähne mussten ihr gezogen waren, wovon einer schon abgebrochen und ein anderer locker war. Die gute Kim hat den Eingriff prima überstanden. 

Am frühen Nachmittag brachte eine Dame zwei junge Katzen zu uns. Diese würden wohl seit Tagen ohne Mutter am Waldrand umherstreifen. Ein weiteres Jungtier lag tot in der Nähe. Da unsere Katzenquarantäne bis auf den letzten Platz ausgereizt ist, haben wir die beiden kurzerhand neben den Meerschweinchen einquartiert. Die beiden sind vermutlich kleine Kater und schauen noch ziemlich ängstlich in die Welt. Ihre erste Nassfutterportion haben sie aber gierig vertilgt.

 

22.07.2020

Gleich drei Termine beim Tierarzt haben wir heute mit unseren Schützlingen wahrgenommen. Als erster an der Reihe war Kater Mau-Mau. Bei ihm wurde bei der Untersuchung ein Herzgeräusch festgestellt, welches sich im heute durchgeführten Herzultraschall bestätigte. Mau-Mau selbst war die Ruhe in "Person", sowohl auf dem Transport als auch bei der Untersuchung hatte man nicht den Eindruck, dass es ihm irgendwie unbehagen bereitet was dort geschieht. Der tiefenentspannte Kater bekommt nun einmal täglich eine viertel Tablette zur Unterstützung seines Herzes.

Außerdem mitgefahren war Bina und Zeus. Beide zur notwendigen Zahnsanierung. Als erstes war Zeusi an der Reihe. Die Fahrt hatte den Senior schon ziemlich mitgenommen. Insgesamt fünf Zähne musste die Tierärztin ziehen und es wurde noch ein kleiner Lidrandtumor entfernt, der für Zeus tränendes Auge verantwortlich war. Doch wirklich dramatisch wurde es erst bei Bina. Bei der Voruntersuchung wurde eine kleine Umfangsvermehrung ertaste, die später in Narkose punktiert werden sollte. Da es vorrangig aber um die Beißerchen gehen sollte, begann die Tierärztin damit. 8 Zähne waren nicht mehr zu retten und mussten gezogen werden. Bei der Prozedur fand die Ärztin einen Fremdkörper, ähnlich eines Knochens, der sich im Kiefer verkeilt hatte und dort schon in den Oberkiefer hinein stach. Vermutlich hatte sie früher einmal Müll gefressen und trug diesen Fremdkörper schon ewig mit sich herum. Nun sollte die Umfangsvermehrung punktiert werden (es stellte ich später als harmloses Lipom heraus). Beim abtasten des Bauches die nächste Horrormeldung: Die Tierärztin tastete einen faustgroßen Milztumor bei Bina, der mit unserer Zustimmung sofort entfernt wurde. Mit solchen schlimmen Dingen hatte hier niemand gerechnet, da man der lieben Bina absolut nichts anmerkte. Sie frass zuverlässig ihr Näpfchen leer und nahm aktiv am Tierheimalltag teil. Und auch am späten Nachmittag, als Zeus und Bina wieder im Tierheim waren, merkte man Bina nicht an, dass irgendetwas anders ist. Wie immer tippelte sie fröhlich über den Hof, obwohl sie mit einem großen Halskragen bestückt wurde. Zeusi schlief derweile noch seinen "Rausch" aus.

 

21.07.2020

Unsere abgegebene gefiederte Mitbewohnerin "Hühnchen" (siehe "Was gestern geschah" vom 17.07.2020) schien sich gut eingelebt zu haben. Tagsüber lief es mit den anderen kurz im Gras, oder saß auf der Stange, meistens jedoch gluckte das Huhn. Es war kein Gezeter zu hören, auch am nächsten Tag war alles in Ordnung. Auf einmal, für uns unverständlich und unvorhersehbar, fanden wir es am Morgen mit einem verletzten Kamm vor. Der Weg führte also sofort zum Tierarzt. Die Wunde war kein Drama, wie es hieß. Es kann gut vernäht werden, ohne die Henne groß zu stören. Doch dann meldete sich bei uns die Tierärztin, dass sie eine ältere Verletzung auffand, die sie mit versorgen wollte. Es stellte sich schließlich als eine Perforation heraus, die vermutlich von einem größeren Tier stammte. Gesagt wurde uns bei Abgabe jedenfalls nichts dergleichen. Nicht auszumalen, wie die Henne drunter gelitten haben muss und dabei so tapfer war. Aufgrund der Schwere dieser alten Kopfverletzung und den obendrein darin aufgefundenenen Resten eines alten Futterbreis riet uns der Veterinär zur Erlösung der Leiden. Schweren Herzens mussten wir Hühnchen gehen lassen. Auch wenn Du nicht lange unter uns weiltest, Du warst etwas besonderes mit Deinem nackten Hals und wir werden Dich nie vergessen.

 

20.07.2020

Heute wurden wir wieder um vier Pfoten "reicher". Bereits letzte Woche fragte uns das Ordnungsamt um Aufnahme einer streunenden Katze an. Da wir jedoch völlig überfüllt waren (bzw.noch immer sind) und außerdem kein dringender Handlungsbedarf für die Katze bestand, einigten wir uns auf diese Woche. Die Katze könne man ohne Falle einfangen, sie sei zutraulich, wurde uns gesagt. Das ist freilich eher selten, aber für uns ein kleiner Grund zur Freude, da sich eventuell doch noch ihr Besitzer findet. Und falls nicht, hat die Katze zumindest bessere Chancen, schnell ein neues Zuhause zu finden, als leider so manch andere scheuere Fundkatze. Aus der Transportbox wollte das Tierchen eigentlich gar nicht so wirklich raus, aber nun liegt sie ruhig auf dem für sie bereit gestellten Kratzbaum und schaut uns friedlich an.

 

18./19.07.2020

Am Samstag Mittag erreichte uns der Transporter mit den sechs neuen Hunden aus Rumänien. Aufmerksame Leser werden sich jetzt wundern, da es doch sieben sein sollten. Nein, aus den sieben Zwergen ist leider nichts geworden, denn einer der Rüden bekam bedauerlicherweise außerhalb seines gewohnten Umfelds derartige Panikattacken mit Krampfanfällen, dass man ihn sinnvollerweise nicht noch mehr belasten wollte. Sofort positiv aufgefallen ist uns die sehr angenehme Hygiene im Auto, es befand sich zudem ein Helfer mehr an Bord, das alles machte einen guten Eindruck. Die Hunde waren auch guter Stimmung und freuten sich gleich über die Wiese unter ihren Pfötchen. Allesamt sind echt liebe und freundliche Frohnaturen. Vampi ist noch etwas reserviert, jedoch ebenso gutmütig. Die uns als "Hündin 2" angekündigte schmächtige Wella wird bei uns noch einige Gramm zunehmen müssen, das wird ja wohl kein Problem sein. Ansonsten wirken der charmante "Herr" und seine fünf "Damen" fit und sind bereit, in eine neue Zukunft zu blicken.

 

17.07.2020

Und wieder ging ein ereignisreicher Tag vorüber. Hundeopi Benny hatte einen Termin zum CT in der Tierklinik. Sein Ohr hatte sich erneut verschlechtert und schien ihm sehr zu schmerzen. Nein, Schmerzen hat das süße Knautschgesicht wirklich nicht verdient. Als erstes Maßnahme wurde sein Futter nun umgestellt und er bekommt nur noch Hypoallergenes in den Napf. Die bakteriologische Untersuchung dauert noch ein paar Tage und dann wird neu beraten, was wir Benny tun können.

Neben zahlreichen Besuchern am Nachmittag, wurde auch ein einsames Huhn namens Hühnchen abgegeben. Das seltsamaussehende Federtier gehört zur Rasse der Nackthalshühner. Doch nicht nur wir fanden den Anblick etwas befremdlich: auch Hahn Gisbert fühlte sich vom Erscheinungsbild bedroht, sodass wir eine ganze Weile im Hühnergehege verbracht und Futter verstreut haben, bis sich die Situation beruhigt hatte.

 

16.07.2020

Am Morgen ging es für die hübsche dreifarbige Katze Lydia auf in die Tierklinik zur Kastration. Dies war aber nicht der einzige Berührungspunkt mit Tierärzten an diesem Tag. Gegen Mittag war dann Visite im Tierheim. Neben einigen positiv verlaufenen Nachkontrollen wurden insgesamt sieben Miezen  und drei Hunde gepiekst. Bei den drei schüchternen Fundkatzen gibt es leider Handlungsbedarf. Das schwarze Katerchen, welches wir auf den Namen Ginkgo getauft haben, hat fiesen Dreck und Eiter in den Ohren und muss nun mit Ohrentropfen versorgt werden. Seine Schwester namens Bonsai hat beidseitig Augenentzündung und wird nun dagegen behandelt. Bei dem charmanten Kater Mau-Mau wurde leider ein Herzgeräusch festgestellt, weswegen er bald einen Termin zum Herzultraschall hat. Mit so vielen Schützlingen hat man eben auch viele Sorgen.

 

15.07.2020

Der frei gewordene Platz von Struppi blieb nicht lange unbesetzt. Aus Altersgründen wurde ein kleiner kinderlieber Mischlingsrüde bei uns abgegeben. Der kleine Mann heißt Charli und guckt noch recht ungläubig am Tor bzw Empfangshaus, wann er denn wieder abgeholt wird. Nur unserem Mario, der mit ihm den Rudeltest machte und ihn hier herzlich in Empfang nahm, folgt er auf Schritt und Tritt. Wir hoffen, dass der unkomplizierte Rüde schnell seine Trauer überwindet und nicht lange hier verweilen muss.

 

14.07.2020

Hündin Struppi hat endlich ihren menschlichen Anschluss gefunden. Die Familie, welche uns schon sehr viele Jahre unterstützt und selbst auch schon zwei Hunde unseres Tierheims aufgenommen und äußerst liebevoll umsorgt hat, verliebte sich in die kleine aufgeweckte Hündin. Als der Umzug nahte, lief Struppi wie gewohnt voller Vorfreude durchs Tor und zeigte keinerlei Unsicherheit. Die Terriermischlingsdame findet eben alles spannend und freut sich einfach, dazu zu gehören. Im neuen Zuhause erweckte alles ihr Interesse, vor allem aber das Sofa. Wie ein jugendliches Reh hopste sie hoch, um näher an ihren Zweibeinern zu sein. Davon waren auch ihre Menschen begeistert. So kommt jeder in den Genuß von der Nähe des anderen und es darf ausgiebig gekuschelt werden. Wir erhielten schon eine Nachricht, dass Struppi die erste Nacht gut in ihrem Körbchen geschlafen hat, um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten.

 

13.07.2020

Heute haben wir uns in ein besonderes "Abenteuer" gewagt: Da Hündin Bella bevorzugt draußen schlafen möchte (was uns auch der vorige Besitzer bestätigte) und dies bei uns einfach nicht zu verwirklichen geht, suchten wir eine Möglichkeit, der Hündin einen besseren Platz zu organisieren. Wir fanden tatsächlich einen großartigen Tierschutzverein, wo sich Bella künftig entsprechend ihren Bedürfnissen wohlfühlen kann. Mittag ging die Fahrt los, Bella war freudig aufgeregt, wohin die Reise geht, aber verhielt sich dennoch ruhig. Angekommen, zeigte sie sich aufgeschlossen und interessiert, die vielen anderen fremden Hunde und die ungewohnte Umgebung störten sie keineswegs. Im Gegenzug baten wir unsere Hilfe an und übernahmen dafür aus dem zahlreich belegten Tierheim zwei miteinander bekannte Hunde. Sie brauchen noch einen Moment, um den Platzwechsel zu verarbeiten und sich umzugewöhnen. Lieb sind sie jedenfalls und zugänglich. Einen riesigen Dank nochmal für das wunderbare Entgegenkommen des Vereins und für Dich, Bella, alles Gute. Dich hier traurig zu sehen, weil wir Dir nicht das bieten konnten, was Du dir wünschst, hat uns auch traurig gestimmt. Nun hast Du freiere Entfaltungsmöglichkeiten. Machs gut, große Wuscheline. 

 

11./12.07.2020

Wir sind sehr gerührt von Ihren spontanen wertvollen Unterstützungen! Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns aufgrund unseres Hilferufs bezüglich Hundefutter sofort unter die Arme gegriffen haben. Sei es mit zahlreichen Paketen, überbrachten Futterspenden oder tollen Geldspenden für den Kauf von Hundefutter. Wir sind beinahe sprachlos und können nur unseren unendlichen Dank aussprechen. Sie haben dafür gesorgt, dass die vielen Hundemägen weiterhin sorgenfrei gefüllt werden können. 

 

10.07.2020

Die Abgabeflut der Katzen nimmt kein Ende. Heute nahmen wir eine Mieze mit 4 neugeborenen Jungtieren auf. Katze Seppel lebte die letzten zwei Jahre ihres Lebens bei einem älteren Herrn als Freigängerin. Nun starb der Mann sehr plötzlich und seine Tochter bat uns in ihrer Not um Hilfe. Unter Tränen gab sie die kleine Familie bei uns ab und berichtete uns, dass Seppel wohl schon mehrmals Junge hatte. An Kastration dachte niemand. Jetzt darf Seppel ihre Zwerge erst einmal großziehen, bevor wir der unkontrollieren Vermehrung ein Ende setzten.

 

09.07.2020

Am Nachmittag herrschte Aufregung und Gebell im Tierheim. Grund dafür war eine ganze Kompanie Bauarbeiter die samt Bagger, Ramme, Säge und Spaten bewaffnet ins Tierheim einzogen. In Sachsen schreitet der Ausbau des Breitbandinternet stetig voran und nun waren auch wir an der Reihe. Fast fünf Stunden lang wurde gebuddelt - diesmal nur nicht von Vierbeiner. ;-) Unsere Hofhunde durften derweil den Garten vor dem Büro unsicher machen und waren ganz erheitert von der Abwechslung. So sah man Hundeopi Dinu unter einer großen Tanne in einem Loch buddeln. Hündin Nora untersuchte jeden Grashalm ganz genau und die liebe Bina hielt unter einer schattigen Hecke Siesta. Dies war sicher nicht der letzte Besuch der Bauarbeiter im Tierheim. 

Noch während draußen gebaggert wurde, übergab uns eine Frau ihre Mieze. Die Dame gab aus gesundheitlichen Gründen die Katzenhaltung auf und brachte Greta von Mützel, eine Begalkatze, in unsere Obhut. Ganz aufgeschlossen miaute sie uns an und freute sich über unsere Aufmerksamkeit. Sicher wird sie nicht lange brauchen, um ein liebevolles neues Zuhause zu finden.

 

08.07.2020

Das Ordnungsamt Großröhrsdorf bat uns um die Aufnahme von drei Fundkatzen. Die kleinen Miezen wurden in der Nähe vom Bahnhof herrenlos aufgefunden und sollten nun bei uns unterkommen. Da unsere Katzenquarantäne nun schon der Belastungsgrenze nahe ist, haben wir kurzerhand eine Hundequarantäne umfunktioniert, um die drei Kleinen aufnehmen zu können. Noch schauen sie uns ängstlich mit großen Augen an, doch wir möchten den Würmchen die Hoffnung auf ein neues Zuhause schenken.

Außerdem waren wir am Nachmittag unterwegs zu einer Nachkontrolle. Bei einer Hündin, die 2014 von uns vermittelt wurde, gab es gravierende familiäre Änderungen und wir wollten uns vom wohlergehen von Tereza überzeugen. Wir fuhren also nach Chemnitz und fanden einen zufriedenen Hund vor. Nach einem langen Gespräch waren wir dann vollkommen überzeugt, dass Tereza glücklich ist. Und so fuhren wir mit einem guten Bauchgefühl wieder Richtung Heimat.

 

07.07.2020

Ab sofort kann uns Elsa mit ihrem niedlichen Knickohr aus dem Nachbarort zuwinken. Die erst Mitte Juni bei uns eingetroffene Hündin hat mit ihrem aufgeschlossenen Charakter sofort eine Familie bezirzt, welche vorher einem lieben Hundeopi, ebenfalls aus unserem Tierheim, bis zuletzt einen tollen Lebensabend schenkte. Trotz aller Trauer war es nun an der Zeit, nach vorn zu blicken und einem weiteren bedürftigen Hund die schönen Seiten des Lebens zu zeigen. Also durfte Elsa nach Großröhrsdorf umziehen. Tiefenentspannt erlebte sie die Fahrt dorthin, in der Wohnung reagierte sie dann doch unruhig. Schuld waren die vielen neuen Eindrücke, so dass sich Elsa gar nicht entscheiden konnte, wo sie zuerst gucken sollte. Als sie die Terassentür entdeckte, hieß es anleinen und alles erkunden, was noch da draußen auf sie wartete. Sehr zur Freude der kleinen Wasserratte fliesst ein Bach direkt durch den Garten, den Elsa gleich ausprobieren musste. Wie im Paradies muss sie sich vorgekommen sein. Elsa inspizierte die Grundstücksgrenze und begrüßte gleich einen Nachbarn freundlich. Dann hieß es für uns auch schon Abschied nehmen, wobei die vierbeinige Frohnatur deutlich singnalisierte, dass sie da bleiben möchte. Das darfst Du auch, liebe Elsa. Habt viel Freude mit- und aneinander.

 

06.07.2020

Nach nicht einmal einer Woche Vermittlung brachte man uns unter Tränen Hündin Jana zurück. Allem Anschein nach konnte sie sich mit der neuen Situation nicht arrangieren und war apathisch. Sie verweigerte sowohl das Fressen als auch Spaziergänge oder sonstige Bemühungen. Selbst bei uns im Empfangshaus lag die Hündin nur da, war nicht ansprechbar und schien teilnahmslos. Ihr Interesse und ihre Bewegungslust fand Jana erst in ihrem alten Rudel wieder. Es sollte eben nicht sein. Wir gehen davon aus, dass sie lieber einen Zweithund an ihrer Seite hätte.

 

04./05.07.2020

Da sich die drei neuen Senior-Hunde aus der Smeura ("Was gestern geschah" vom 25.06.20) super schnell eingelebt haben und sich bester Gesundheit erfreuen, durften sie nun unser Hofrudel komplettieren. Und was sollen wir sagen: Von wegen alles Senioren! Kim wirkt bei näherer Betrachtung deutlich jünger und über Bina freuen wir uns besonders: Die Hundedame springt tänzelnd und ausgelassen um uns herum. Sie bringt mit ihrer fröhlichen Art jugendliche Frische in das Rudel. Dabei wurde sie uns als ruhig und zurückhaltend beschrieben. Wir sind glücklich und dankbar, dass sie sich augenscheinlich hier so wohl fühlt und uns ihr wahres Ich schenkt. 

 

Bei Katzenmama Cannelloni war die Kastrationsnaht gut verheilt und wir konnten ihr die Fäden ziehen. Dies geschah völlig problemlos im Handumdrehen, während sie absolut gelassen im Arm lag und sich streicheln ließ. Daran könnte sich manche Katze ein Beispiel nehmen. Cannelloni hatte sich definitiv ein extra Leckerli verdient, was sie dann auch dankbar verspeiste.

 

03.07.2020

Heute haben wir einen besonders bitteren Verlust zu beklagen. Kaninchenmännlein Bello war zur Kastration in der Tierarztpraxis. Trotz ausgezeichneter Narkose und sorgfältig durchgeführer Kastration ist der Mümmelmann im Anschluss nicht mehr aufgewacht. Reanimationsversuche vom Praxisteam blieben erfolglos. Bello kam nicht mehr zurück. Den Tränen nahe informierte uns die Tierärztin telefonisch. Besonders hart traf die Nachricht auch Bellos Interessenten, zu deren Kaninchendame er in einigen Wochen umziehen sollte. Dieser unerwartete Tod hat uns zutiefst erschüttert. Wir werden den lieben Bello immer in unserem Herzen behalten.

 

02.07.2020

Zur turnusmäßigen Tierarztvisite wurden diesmal fünf Samtpfötchen geimpft. Bei der Untersuchung der kleinen Inge, wurden Ohrmilben festgestellt wogegen sie nun mit Ohrentropfen behandelt wird. Desweiteren wurde der Heilungsverlauf des Abszess der schwarzen, blinden Fundkatze (wir tauften sie Uhu) abgeschaut und für gut befunden. Leider zeigten ihre Blutwerte eine Erhöhung der Schilddrüsenwerte, sodass sie nun täglich eine Tablette nehmen muss. Der Rüde Tino hatte eine Bissverletzung ab Bauch. Er bekommt ab sofort Antibiotika, Schmerzmittel und muss einen Trichter tragen, um ein lecken daran zu verhindern. Ebenso Medikamente bekommt Elsa. Sie kam bereits mit einer Wunde im Gesicht zu uns, die aber nicht wirklich abheilt. Unsere neuen Rumänen Bina, Zeus und Kim wurden auch untersucht. Alle haben leider einen schlechten Zahnstatus und müssen demnächst diesbezüglich behandelt werden. Bei Zeus wurde zusätzlich ein Lidrandtumor festgestellt, der am Auge reibt und Probleme macht. Wir haben bei dem lieben Opi Blut abgenommen. 

 

01.07.2020

Nicht nur der Monat startete neu, auch für Hündin Jana begann ein neuer Lebensabschnitt. Eigentlich hätten wir vermutet, dass sie mit ihrer scheuen Art ein bisschen länger bei uns verweilen würde, aber die Wirklichkeit überrascht uns doch hin und wieder auf die angenehme Art. Gerade weil die Hündin nicht so aufdringlich ist und ein zartes aber neugieriges Gemüt besitzt, fiel sie einem Pärchen auf, welches eigentlich einen anderen Hund besuchen kam. Auf dem Papier (oder digital) ist es eben doch etwas ganz anderes als ein persönliches Kennenlernen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Interessenten, egal wie weit entfernt sie wohnen, sich hier vor Ort ein Bild von ihren zukünftigen Mitbewohnern machen und die gegenseitige Sympathie erkunden können.

 

Die neuen Herrchen (und Frauchen) von Jana hatten nicht so einen weiten Anfahrtsweg, weshalb Jana bei diesen heißen Temperaturen zum Glück nicht lange Auto fahren musste. Erstaunlicherweise verhielt sich die Hündin trotz ihrer Angst vor dem Ungewissen schön ruhig. In Radeberg im zukünftigen Wohnhaus wurde Jana von Geräuschen irritiert, die aus dem Keller kamen. Offensichtlich hantierte jemand dort unten herum, dennoch konnte Josi die Hündin davon überzeugen, fein die Stufen hinauf zu steigen. In der Wohnung benahm sich die Hündin nach einem kurzen Rundumblick, als wäre dies ihr gewohntes Zuhause. Während der Vertragsabwicklung lag Jana unter dem Tisch, die Vorderbeine übereinander gekreuzt und die Augen geschlossen. Eine entspannte Hündin, die uns zeigte, dass sie ihre passende Bleibe gefunden hatte. Wir sind sehr glücklich darüber und wünschen allen eine spannende und harmonische Zukunft. 

 

30.06.2020

Der letzte Tag des Monats gab noch einmal alles. Unabhängig voneinander standen zeitgleich zwei Familien mit Transportboxen vor unserem Tor. In der einen Box befand sich ein kleiner niedlicher schwarz-weißer Findelkater, der den Abgebern Zuhause zulief und noch sehr jung war. Keine Frage, süß war der "Fratz", den sie aufgrund der Ähnlichkeit mit dem Kater aus der Werbung "Felix" nannten. Wir müssen ihn nur erst einmal mächtig aufpäppeln. Unseren ersten Schätzungen zufolge ist er erst zarte 4 - 6 Wochen! 

Die anderen Abgeber hatten größere Sorgenfellchen bei sich: Aufgrund des Nachwuchses wurde der 5 Jahre alte Kater "Lucky" entgegen seinem Namen rein gar nicht mehr glücklich, reagierte sehr ängstlich, versteckte sich und konnte auch schon mal "zuhauen". Die 9 Jahre alte Katzendame "Diva" bekam nicht mehr ihre gewünschte volle Aufmerksamkeit, wurde unsauber und begann, sich das Fell heraus zu reißen. Das Zusammenleben bedeutete also nur noch Stress und deshalb erkundigten sich die Besitzer schweren Herzens nach einem geeigneten Tierheim und wurden bei uns fündig. Nun ist unsere Katzenquarantäne wirklich rappelvoll. 

 

29.06.2020

Als ein Arbeiter früh auf den Parkplatz eines Firmengeländes fuhr, kam ein völlig durchnässtes Katzenkind bettelnd auf ihn zu. Verwundert informierte er sofort seine Frau, die das kleine Kätzchen erst einmal versorgte. Das nette Ehepaar hatte bereits eine Katze, daher waren Katzenstreu und Futter vorhanden. Weil das Samtpfötchen insgesamt einen gepflegten Eindruck machte, zutraulich war und artig die Katzentoilette benutzte, haben sie einen Eintrag auf Facebook verfasst, falls jemand diese kleine Miez vermisst. Bisher meldete sich niemand und die vorhandene Katze mit ihren stolzen 19 Jahren war nicht so amüsiert über das "junge aufgeweckte Krümel". Dies war der Grund für die Familie, sich gegen Mittag beim zuständigen Ordnungsamt zu melden und anschließend nach Absprache das Tier in unsere Obhut zu übergeben. Da die Katze dreifarbig ist, was fast immer nur bei weiblichen Katzen zutrifft, tauften sie die kleine "Inge". 

 

27./28.06.2020

Für die liebe Hündin Nora hieß es: Fäden ziehen und endlich Body und Trichter "los werden". Die Naht von der OP der Mammaleiste war sehr gut verheilt und so holten wir Nora zu unserem Seniorrudel auf den Hof. Die zarte sanftmütige Hündin fügte sich problemlos ein und genießt nun unser Beisein und die ein oder andere Streicheleinheit zwischendurch. 

 

Unser Tierheimauto nahm unterdessen Fahrt auf zum Tierarzt. Die schwarze Fundkatze mit der dicken Backe ("was gestern geschah" vom 17.06.) war der erste Patient. Wie unsere Tierärztin feststellte, war der Grund dafür ein Abszess, welcher entfernt wurde. Die Augenuntersuchung ergab außerdem, dass sie Zysten hat. Wir warten nun gespannt auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung. Für Mutterkatze Cannelloni stand die Kastration auf dem Plan. Ihre kleinen Nudelkinder sind inzwischen schon selbständig und die hübsche Miez muss in Zukunft keine weitere ungewollte Schwangerschaft mehr erdulden. Es gibt leider noch viel zu viele Einzelschicksale da draußen, die nicht so viel Glück haben und von uns Menschen weitgehend unbemerkt tagtäglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Darum zählt jede Hilfe.

 

26.06.2020

Es gibt Zuwachs in der Katzenquarantäne zu vermelden. Zwei Jungtiere wurden durch ein Mitglied des Vereins eingefangen und in unsere Obhut übergeben, in der Hoffnung, dass wir die Beiden an menschliche Zuwendung gewöhnen und dann hoffentlich in ein liebevolles Zuhause vermitteln können. Noch finden es die beiden schwarz-weißen Hübschen hier ziemlich doof, sie verstecken sich in einander gekuschelt und schauen uns mit großen Augen an. Voller Zuversicht hoffen wir, dass der Knoten doch noch platzt und beide zutraulich werden, wenn sie in der Sicherheit des Tierheims ohne Hunger und Sorgen aufwachsen können.

 

25.06.2020

In routinierter Art fuhr der große weiße Transporter der Smeura auf unseren Hof. An Board waren unsere drei neuen Hunde. Im Handumdrehen waren die freundlichen drei Nasen aus ihren Transportboxen entlassen und konnten ihr Gehege gemeinsam erkunden. Kim strahlte einen förmlich an, während sie unablässig mit dem Stummelschwänzchen wedeltet. Und auch Zeus kam immer wieder schnuppern und kurze Streicheleinheiten abholen. Nur Bina hielt noch Abstand. Woher sollte sie auch wissen, dass wir es nur gut mit ihr meinen. Doch schon am Abend begrüßte Bina uns schwanzwedelnd. Warscheinlich waren es wirklich nur die Strapazen der Fahrt, die Bina verunsichert haben.

Doch die drei Hunde waren nicht die einzigen, die diesmal im Transporter auf uns gewartet haben. Erstmalig haben wir auch 8 Katzen aus der Smeura in unsere Obhut übernommen. Die Miezen waren verständlicherweise ziemlich durch den Wind und waren nach dem Ausladen erst einmal "unsichtbar". Bis auf einen hübschen rot-weißen Kater. Der junge Bursche hat die Liebe zu den Menschen wohl mit einem ganz großen Löffel gegessen. Er wich uns nicht von der Seite, schmierte, butzte und schnurrte als gäbe es kein morgen mehr. Dies lenkte doch nur wenig von der Tatsache ab, wie spindeldürr all die Miezen waren. Mit etwas Futter konnten wir sie dann aus ihren Verstecken locken. Wir werden noch einige Zeit brauchen, die Samtpfötchen kennenzulernen und natürlich auch umgedreht.

 

24.06.2020

Lange Zeit blieben wir verschont doch nun haben wir wieder einen Rückkehrer zu vermelden. Kater Tscheppino wurde zu uns zurückgebracht. Er und Kater Solus, die gemeinsam im Januar vermittelt wurden, verstanden sich nicht mehr. Der schwarze, schüchterne Solus entwickelte solche Angst vor Tscheppino, dass er sein Geschäft nur noch auf den Küchenschränken verrichtete, da Tscheppino dort nicht hin kam. Höchste Zeit die Notbremse zu ziehen, wenn die Beziehung der Kater so angespannt ist. Tscheppino fand den neuerlichen Umzug natürlich nicht schön und würdigte uns keines Blickes. Sicher finden wir für den hübschen cremefarbenen Persermix ein passenderes Zuhause, wo er seine überragende Persönlichkeit voll entfalten kann.

 

23.06.2020

Ob Spendenboxen leeren, Tierarztfahrten oder Vermittlungen, selbst Kurzstrecken zum Pappcontainer oder wichtige Besorgungen machen, unser Tierheimauto ist einfach tagtäglich im Einsatz und unentbehrlich. Darum muss es auch immer vollkommen betriebsfähig  sein. Auf den letzen Touren merkten wir jedoch, dass die Klimaanlage nicht funktioniert. Und das ausgerechnet in dieser warmen Jahreszeit, wo sie besonders, wenn Tiere an Bord sind, unverzichtbar ist. Ohne Klimaanlage bei Hitze zu fahren ist unverantwortlich. Also brachten wir das Auto in die Werkstatt. Es entstehen zwar wieder Kosten, aber was sein muss, muss schließlich sein.

 

Nachdem die erneute Blutkontrolle von Legend erfreulicherweise keinen Grund zur Beanstandung lieferte, durfte er nun sein Körbchen in unserem Besucherrudel beziehen. Wir sind umso begeisterter, dass Legend sich gut eingefügt hat. Bei dem Opi, den wir meist nur liegend sahen, hat der Platzwechsel Wunder vollbracht. Er bewegt sich jetzt mehr, er lässt sich auch einmal zu einer Streicheleinheit überreden und genießt dies dann so sehr, dass er sogar sein Köpfchen in unseren Schoß legt. Es ist einfach rührend. 

 

22.06.2020

Mit einer Woche Verspätung durfte endlich auch die vierte der Hündinnen aus Butimanu/ Rumänien (siehe "was gestern geschah" vom 15.06.2020), die braun-schwarze Andrea, zu uns reisen. Bei ihrer Ankunft war sie noch etwas zurückhaltend, aber das legte sich sehr schnell. Auf den Bildern wirkte sie nur ein wenig größer, aber sie ist perfekt so, wie sie ist.  Nun darf sie zusammen mit den anderen Dreien im Gehege auf der Wiese rennen und mit ihrem niedlichen Blick nach einem passenden Familienanschluss Ausschau halten.

 

20./21.06.2020

Der Morgen begann für Bin noch vor dem eigentlichen Aufstehen. Trotzdem kam er Mario freudestrahlend entgegen. Als hätte er gewusst, was ihm bevorstand. Tage zuvor hatte sich eine Familie aus Oberfranken in die Beschreibung und Fotos von Bin verliebt. Sie mussten den in sich ruhenden und freundlichen Rüden einfach kennen lernen. Da die Mutter noch ein wenig Respekt vor Hunden hat, fand sie in ihm den idealen "Therapiehund". Vor Ort konnten alle Seiten dies nur bestätigen:  Bin schaffte es mit seiner zauberhaften gemütlichen Art, dass die Frau kaum noch "die Finger von ihm lassen" konnte. Da alles wunderbar passte, durfte Bin nach etwas über einem Monat Aufenthalt bei uns schon umziehen. Er legte sich in die Transportbox, war ruhig und für ihn hätte die Fahrt sonst wie weit gehen können, er war einfach gelassen. Drei Stunden später war der lange Weg geschafft, Bin durfte aussteigen und beschnupperte fröhlich sein zukünftiges Zuhause. Ein Dörflein im Grünen, angrenzender Wald und alles ebenerdig. Was für ein Traum. Dennoch blieb Bin lieber in der Nähe seiner neuen Familie und zog es vor, alles gemeinsam zu erkunden, um nebenbei weiter gestreichelt zu werden. Kaum zu glauben, dass er unter Tausenden von Hunden 6 Jahre in der Smeura fristen musste. Die verlorene Zeit wird er nun intensiv aufholen dürfen. Wir freuen uns so sehr.

 

19.06.2020

Bereits Anfang der Woche erkundigte sich bei uns eine Frau aus dem Umland nach Hilfe. Eine Katze wäre spontan auf ihrem Grundstück zugelaufen und wolle dort nicht mehr weg. Die Frau besitzt aber selber schon Katzen und wollte nicht riskieren, dass entweder die fremde Katze verscheucht werden würde und ihrem Schicksal überlassen, noch dass sich ihre Katzen nicht mehr heim trauen wegen dem fremden Besuch. Also borgte sie sich bei uns eine Lebendfalle aus. Ende der Woche konnte sie uns die hübsche aber scheue dreifarbige Katze dann übergeben. Da sich der Neuankömmling noch verkriecht, haben wir noch kein Geschlecht bestimmen können. Einen Chip fanden wir - wie so oft - leider nicht, also ist uns die Vorgeschichte wieder einmal unbekannt. Zeitnah werden wir die Samtpfote näher beäugen und untersuchen lassen. In der Zwischenzeit kann sie erst einmal in Ruhe ankommen. 

 

18.06.2020

In unserem Nagerhaus herrscht seit heute absolute Ruhe. Nach über 2 Jahren Aufenthalt bei uns durften die Chinchillas Miss Marple und Muffin endlich ihr endgültiges Domizil beziehen. Nachdem die vorhergehenden Chinchillas der Familie nach und nach ein stolzes Alter erreicht hatten und von dieser Welt gegangen sind, stellte die Familie fest, dass ohne Chinchillas etwas fehle. Also wollten sie gern unser Pärchen bei sich aufnehmen. Nun war der Tag gekommen, nur die Chinchies wollten nicht so, wie wir wollten. Das Einfangen in unserem großen Nagerhaus gestaltete sich etwas amüsant, da Miss Marple anderer Meinung war und sich der Angelegenheit am liebsten entziehen wollte. Ja, Chinchillas können flink sein, aber lassen sich wunderbar mit getrocknetem Obst locken... Ausgetrickst ;)

Angekommen in Dresden, wurden alle erst einmal von den Familienmitgliedern begrüßt, allen voran der West Highland Terrier. Er war mit Chinchillas aufgewachsen und sichtlich erfreut über den Neuzugang. Miss Marple und Muffin hingegen erfreuten sich ihrerseits auch an ihrem neuen Zuhause. Sie hopsten begeistert umher, nahmen ein Sandbad, kosteten vom Futter und waren rundum zufrieden. Vom Hund haben sie sich überhaupt nicht beirren lassen. Wirklich top. Diese Vermittlung ist eine Bereicherung für alle und somit ein voller Erfolg. Wir danken sehr und wünschen noch viele Jahre so ein schwungvolles Zusammenleben.

 

17.06.2020

Die dieswöchige Tierarztvisite ging rasch von der Hand. Noras Operationsnaht heilt wie gewünscht zu, obgleich sie mit ihrem langen Trichter nicht ganz glücklich aussieht. Daggi bekam Augensalbe verschrieben und wurde geimpft. Ebenso geimpft wurde die komplette Nudelfamilie. Bei Cannellonis Babys Ravioli und bei Fusilli wurde ein kleiner Nabelbruch festgestellt, der zu gegebener Zeit mit der Kastration operiert werden kann. Auch unsere schwarze womöglich blinde Fundkatze sollte untersucht werden. Dies gestaltete sich schwieriger als gedacht, da sie sich trotz Einschränkung nach Leibeskräften wehrte. Auch das legte nahe, dass sie diese Prozedur kennt und nicht besonders schätzt; sprich sie hatte schonmal ein Zuhause und wurde ausgesetzt. Leider hat die Mieze in den letzten Tagen eine dicke Backe bekommen, sodass eine genauere Untersuchung unerlässlich ist und sie in die Tierarztpraxis muss. Im Anschluss bekam Kaninchen Bello noch seine notwendige Schutzimpfung und von dem Rüden Legend wurde zur Kontrolle eines Wertes noch einmal Blut abgenommen.

 

16.06.2020

Heute stand Hündin Nora schwanzwedelnd im Mittelpunkt. Leider nur beim Tierarzt, denn sie war zu ihrer Mammaleisten Operation geladen. Erstaulich gut fuhr sie mit im Auto und meisterte auch den Weg in die Praxis. Bei der Voruntersuchung wurde festgestellt, dass Nora Blut und Protein im Urin hat. Da sie aber durch die Operation Antibiotika verabreicht bekommt, hoffen wir, dass sich das Blasenproblem von selbst löst. Schon ein paar Stunden später durften wir die freundliche Hündin wieder wohlbehalten im Tierheim empfangen. Sie war noch recht tüddelig auf den Beinen und hat den Rest des Tages verschlafen. Drücken Sie die Daumen, dass die Heilung nun rasch und Komplikationslos von statten geht.

 

15.06.2020

Für drei der Hündinnen aus Butimanu/ Rumänien startete ein neues Leben hier in Deutschland. Wir durften die Hündinnen Elsa, Majda und Marni in Empfang nehmen. Jeder Charakter ist unterschiedlich und einzigartig. Während Elsa sofort Kontakt suchte und freundlich ihre Streicheleinheiten abholte, hielt sich Marni in Elsas "Schatten" auf. Als die kleine Marni uns ans Herz gelegt wurde, hieß es ja, dass sie bei einer Hündin, mit der sie bis vor kurzem zusammen war, Sicherheit suchte. Bloß gut, dass sie schnell einen lieben Ersatz in Elsa finden konnte. Marnis Neugier ist zwar groß, aber die Unsicherheit siegt (noch?!?). Ihr ein Hundegeschirr anzulegen, bedurfte noch etwas Überredungskunst. Und die dritte im Bunde, Majda, war einfach nur zurückhaltend und erstarrte bei Berührung. Mit großen Augen schaute sie sich um und wäre wohl am liebsten unsichtbar geworden. Geschirr und Leine anlegen klappte bei ihr bestens, weil sie einfach der Situation ergab. In der Ferne legte sie sich ab, dort fühlte sie sich sichtlich wohler. Wir sind gespannt, wie sich unsere neuen Schützlinge eingewöhnen werden. Für Andrea, die noch in Rumänien wartet, drücken wir ganz dolle die Daumen, dass ihre Papiere zügig in Ordnung gebracht werden und sie auch bald nachreisen kann.

 

13./14.06.2020

Die für das Wochenende angekündigten Gewitter blieben unserem Tierheim zum Glück fern. Vorsichtshalber nahmen wir Telefon, Router und PC aus der Steckdose und trauten uns auch gar nicht, Wäsche zu waschen. Dabei gab es nur einen kurzen "Rungs" und ansonsten Regen, den die Natur dringend braucht. Aber Vorsicht ist bekanntlich besser...

Da Kater Tammy seine letzte Impfung erhalten hatte, durfte er endlich aus der Quarantäne entlassen werden und zog in unser großes Katzenhaus zu den anderen Freigängern um. Seine Beschreibung geht in Kürze online. Damit steht seiner Vermittlung also nichts mehr im Wege. 

Neues gibt es auch von Cannelloni und ihren vier kleinen "Rabauken". Die Katzenkinder entwickeln sich sehr gut und sind schon so aktiv, dass wir ihnen einen extra großen Raum mit verschiedenen Klettermöglichkeiten, Tunnel und Pappkartons hergerichtet haben. Das war eine Aufregung, die die kleinen Samtpfötchen (und freilich auch die Mutti) dankbar angenommen haben. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die "Wirbelwinde" wachsen und wie flink sie sein können. Cannelloni freut sich unterdess über die Entlastung, da sich ihre Kinder nun schön verausgaben können und die "Vollzeit-Mutti" gelegentlich auch wieder durchatmen kann.

 

12.06.2020

Das sommerlich heiße Wetter veranlasste nicht nur unsere Hunde in ihren Häusern zu bleiben, auch Besucher blieben uns fern. Natürlich nutzen wir die unverhoffte zusätzliche Zeit produktiv. Bei Schweinemännlein Marius starteten wir eine Therapie gegen Hautparasiten. Gerade in der warmen Jahreszeit wird er arg von Fliegen belagert und wir wolltem ihm so etwas Gutes tun. Für Marius war die Prozedur eher angenehm, da das Medikament mit Wasser vermischt auf die Haut gesprüht wird. Diese zusätzliche Abkühlung schien ihm willkommen zu sein. Natürlich wurde auch sein Schlafhaus gründlich ausgemistet und ein neues Strohbettchen hergerichtet.

Danach widmeten wir uns dem Hühnerstall der auch zum Zweck der Parasitenbehandlung ausgemistet und im Anschluss mit reichlich Kalkpulver eingepudert wurde. Die Hühner bekamen unterdessen einen aufgeschnittenen Kürbis den sie gierig ausgepickt haben.

Alles in allem ein schweißtreibender aber erfolgreicher Tag.

 

11.06.2020

Eine Bürgerin einer benachbarten Gemeinde rief uns an und informierte uns, dass ihr eine orientierungslose Katze zugelaufen sei. Das schwarze Tier wäre mit Zecken übersäht und ziemlich durch den Wind von dem Verkehrslärm bei ihr vor dem Haus. Mit Hilfe der zuständigen Gemeinde konnte die Mieze in unsere Obhut übergeben werden. Unserer erste Einschätzung nach, scheint das Tier blind zu sein. Und so war es nicht verwunderlich, dass sie uns erst einmal kräftig anfauchte. Wir brachten ihr dann eine Portion Nassfutter, welche sie glücklicherweiße auch fand und gierig verputzte. Neben den Zecke hat sie scheinbar auch noch Umfangsvermehrungen am Auge. Die Auffindesituation lässt uns vermuten, dass das hilflose Tier ausgesetzt wurde - vielleicht sogar, um die Tierarztkosten zu sparen. Bei uns wird das arme Ding erst einmal aufgepäppelt.

 

10.06.2020

Der hübsche Wuschelhund Benny hatte heute seinen Termin zur Zahnsanierung. Die Fahrt im Auto war ihm nicht ganz geheuer, wusste er doch nicht, wohin die Fahrt geht. In der Klinik angekommen, hatte er womöglich "den Braten gerochen" und weigerte sich partout aus dem Wagen auszusteigen. Nur mit vereinten Kräften konnten wir ihn überreden. Den Eingriff selbst hat er gut überstanden. In Narkose wurde auch gleich eine kleine Umfangsvermehrung in seinem Ohr begutachtet. Das Gewächs störte ihn sichtlich und wurde deshalb biopsiert. Zurück im Tierheim nahm er alles viel entspannter hin und konnte schon am späten Nachmittag wieder mit seinen Hundekumpels am Zaun stänkern gehen. So ein niedliches Knautschgesicht!

 

09.06.2020

Viel zu schnell war dieser Tag gekommen. Völlig entkräftet signalisierte Semolina uns, dass es für sie Zeit wird, ihren Weg über die Regenbogenbrücke anzutreten. Zuletzt nahm sie keine nennenswerten Futtermengen mehr auf und brachte das Wenige auch immer öfter hervor. Die Diagnose stand, wir wusste, worauf wir uns einstellen müssen und doch wollte es keiner von uns wahrhaben, dass der Abschied so schnell bevor stand. So viel Glück und so viel Sorge haben wir mit Semolina in den letzten sieben Monaten durchlebt. Und auch wenn sie nur so kurz Teil unseres Lebens war, werden wir Semolina nicht vergessen.

 

08.06.2020

Für Hunters Kameradin Lola ging es auch auf große Fahrt. Liebe Menschen entdeckten die Hündin in unserem Tierheim und waren gleich ganz hin und weg von ihrer charmanten Art. Während der Fahrt war Lola ganz brav und hat keinen Ton gesagt. Wir wurden bereits sehnsüchtig erwartet. Für Lola war das alles sehr überwältigend, all die neuen Gerüche, die Wiedersehensfreude über Ihre neue Familie und das fremde Umfeld. Erstaunlicherweiße ging die hübsche Lola völlig angstfrei die Treppen hinauf und beschnupperte in der Wohnung alle Räume. Um nichts zu verpassen, setzte sie sich dann mit uns an den Esstisch, obwohl dort nur langweilige Papiere und gar nichts zu essen stand. Nachdem wir alles besprochen hatten, ging es noch zu einem gemeinsamen "Inspektion" in den Garten. Der Nachbarshund, welcher auch im Haus lebt, brach gerade zum Spaziergang auf und wurde von Lola freundlich und nett begrüßt. Alles in allem hat Lola ein super liebes neues Zuhause gefunden.

06./07.06.2020

Für Hunter war heute ein aufregender Tag. Der Rüde stieg ins unser Tierheimauto und durfte mit Mario nach Oberlichtenau fahren. Dort wurde er nämlich von seinen zukünftigen Besitzern erwartet. Kurz vor der Vermittlung bekamen wir den Anruf, dass ausgerechnet an diesem Tage Bauarbeiten begonnen haben und somit die Zufahrtsstrasse blockiert ist. Also wurde ein kleiner Spaziergang unternommen. Hunter fand dies alles sehr interessant, außer als es ihm zu laut wurde, versteckte er sich ein wenig hinter Mario. Beide mussten einen Berg hinauf laufen, das zukünftige Revier von Hunter ist ein Haus am Hang, dahinter gelangt man sofort ins Grüne. Wirklich ideal und ruhig gelegen. Die Pflegehündin begrüßte Hunter bellend, er fand das zu laut und ignorierte ihr Getue. Sehr gelassen und vorbildlich reagiert, lieber Hunter! In der Wohnung war alles gemütlich eingerichtet, am tollsten fand Hunter aber das Sofa. Klar, neben den Menschen kuschelt es sich besonders gut. Als dann noch unangemeldet Besuch vorbei kam, war Hunter glücklich: oh, noch zwei Hände mehr zum Streicheln ;) Der Genießer hat es bei seiner jungen dynamischen Familie sehr gut und wir sind besonders angetan, dass sie Hunter trotz seiner vermutlich seit Welpenalter missgebildeten Hinterläufe so viel Liebe und Fürsorge entgegenbringen.

 

05.06.2020

Gute Nachrichten vorab: die Fundhündin wurde von Ihren Besitzern wieder abgeholt! Hund und Halter konnten erfolgreich wieder vereint werden. 

Nicht so gute Neuigkeiten überbrachte unsere Tierärztin. Die zarte Semolina wurde vorstellig, weil sie in den letzen Wochen kontinuierlich abgenommen hatte. Nun steht die Diagnose: FIP. Wir sind am Boden zerstört: so kurz nach Trixie ist nun auch Semolina erkrankt. Wir wollen nun versuchen, Semolina ihre letzten Wochen noch so angenehm wie möglich zu gestalten und sie vor Schmerzen zu bewahren. Das sind wir unserer Semo einfach schuldig.

 

04.06.2020

Ein besorgter Bürger bat um unsere Unterstützung. In seinem Grundstück tauchte eine ältere blonde Labradorhündin auf. Er befragte die Nachbar zu der Hündin und erfuhr, dass der Hund schon am vergangenen Wochenende dort gesehen wurde. Nun stand sie pitschnass vor seiner Tür und wollte ins Haus zu seinem Rüden. Der tierliebe Mann nahm sie mit ins Haus und gab ihr etwas zu trinken. Wir erklärten uns bereit die Fundhündin bei uns aufzunehmen. Einen Chip konnten wir leider nicht finden. Nun bleibt nur zu hoffen, dass sich der Besitzer recht bald meldet und seine nette Hündin bei uns abholt.

 

03.06.2020

Unser Gisbert fühlt sich nun wie der absolute Hahn im Korb. Sagenhafte 12! Hennen konnten wir heute buchstäblich vorm Schlachter retten. Einzig aus wirtschaftlichem Grund, weil sie nicht mehr so legefreudig wie frische junge Hennen wären, wollte man sie nicht mehr behalten. Die Chance für uns, den bisher wie Ware behandelten Tieren Gutes zuteil werden zu lassen. Neugierig erkundeten die 12 Damen bei uns das grüne Etwas, genannt Wiese, und Gisbert hat alle "Hände" voll zu tun, seine neue Hühnerschar in Schach zu halten. Sie haben doch so viel nachzuholen! Bilder von der Ankunft dieser 12 Hühner zeigen wir Ihnen gerne unter "Neues".

 

02.06.2020

Der wuschelige Seniorrüde Bin wurde in unser Hofrudel integriert. Inmitten all den anderen älteren Vierbeinern und natürlich nahe an uns Zweibeinern fühlte sich Bin gleich gut aufgehoben.

Ebenso gut fühlten sich unsere beiden Meerschweinböckchen Kolumbus und Vespucci. Endlich war ihr Gehege im A-Raum komplett neu gestaltet und frisch eingerichtet. Voll Freude über die Abwechslung und das Platzangebot flitzten die zwei freudig muckernd umher.

 

01.06.2020

Auch an Pfingsten steht das Tierheimgeschehen nicht still. Zuerst möchten wir voller Freude von Hündin Sumy berichten. Die liebe treue Hündin mit dem sanften Blick hat ihre neue Familie verzaubert und so durfte die Kleine nach Dresden umziehen. Im Auto fuhr Sumy ruhig mit, selbst im Stadtgetöse lief sie souverän und sicher. Am Fahrstuhl warten, einsteigen, mitfahren- alles kein Problem für die rumänische Hündin. Wir sind begeistert von solcher Unkompliziertheit und Anpassungsfähigkeit. Sumy ist eben ein Traumhund, der alles richtig machen will und sich freut, wenn sie einfach mit dabei sein darf. Nun hat sie ihren Platz gefunden und wir wünschen allen eine faszinierende Zukunft.

 

Eine Feiertagsüberraschung der anderen Art gab es für Semolina. Wir holten die Wohnungskatze, die keine Sonnenstrahlen auf ihre Öhrchen bekommen darf, näher an uns Menschen. Sie wohnt nun im Büro und erhält von uns Aufmerksamkeit, so oft es geht und sie es wünscht. Auch wenn sie nur auf dem Kratzbaum liegt und döst, es macht in Gesellschaft einfach mehr Spaß. Hoffen wir, dass wir ihr so das Warten bis zu ihrer hoffentlich baldigen Vermittlung ein wenig "versüßen" können.