Was gestern geschah

 

11.06.2021

 Erneut wurde unsere Laune getrübt. Der weiße Wuschelhund Chappi ist wieder zurück im Tierheim. Er hatte Haus und Familie so sehr ins Herz geschlossen, dass er sie zunehmend gegen alle vorging, die nicht zu seinem inneren Kreis gehören. Diese Tendenz hatten wir bereits im Tierheim bemerkt und die Interessenten darüber in Kenntnis gesetzt. Dies schien aber kein Problem zu sein. Nun war die Familie aber zusehend überfordert mit Chappis verhalten. Sie warfen das Handtuch und brachten ihn zu uns zurück. Schade für den lieben Rüden, der in der Familie selbst ein wahrer Engel war. Zumindest freute sich Chappi über uns. Dennoch ist es ein Rückschlag für uns und unsere Vermittlungsarbeit.

 

10.06.2021

 Eine Frau erfuhr über Bekannte von uns und suchte nun hier vor Ort eine passende Zweitkatze. Nachdem der jetzige, noch vorhandene Kater wieder alleine war, veränderte sich sein Verhalten und sie wünschte einen ruhigen Ausgleich für ihn. Suse schien da genau die Richtige zu sein. Heute war nun der Tag von Suses Umzugs gekommen. Kater Josef begleitete sie ein Stück, denn wie Sie unter "was gestern geschah" lesen können, sollte er in die Tierarztpraxis zur genaueren Diagnostik. Auch heute, beim Einfangen, kooperierte er wenig. Die Fahrt über wurden wir von den beiden Katzen unterhalten. Suse maunzte und Josef antwortete. Als würden sich die beiden gegenseitig Mut zusprechen. Als wir Josef in der Praxis übergaben, muss sich ein blinder Passagier an Bord geschlichen haben. Denn plötzlich tippelte ein Marienkäfer die Scheibe entlang. Na, das ist doch ein gutes Omen! Bis wir die kleine Ortschaft bei Elstra erreichten, war er unser treuer Begleiter. Dort trennten sich unsere Wege. Suse wurde schon sehnsüchtig erwartet. Frauchen hatte extra Heu in zwei Pappkartons getan, damit diese schön duften, wenn sich Suse darin verstecken möchte. Was sie auch liebend gern annahm. Zur Eingewöhnung bewohnt sie zunächst zwei Zimmer des Bauernhauses, welche sonst selten benutzt werden. Da kann sie erst einmal in Ruhe ankommen und langsam heimisch werden. Sie erwartet zukünftig nicht nur ein großes Haus, sondern auch ein gigantisches Grundstück. Wiesen, Enten, und jede Menge Schuppen und Scheunen, wo sie alles erkunden kann. Der Kater "Fips" ließ sich nur kurz blicken, er wird Suse wohl später kennenlernen und hoffentlich symphatisch finden. Als wir uns gerade den Außenbereich ansahen, kam plötzlich ein Gewitter auf. Während wir vorher die Klimaanlage im Auto einschalteten, weil es so hitzig war, mussten wir nun die Heizung anmachen, damit wir trocknen. Schon kurios. Auf dem Heimweg holten wir Josef vom Tierarzt ab, die Untersuchung war abgeschlossen, es gab keine erkennbaren Hinweise. Nun warten wir auf das Ergebnis der Blutanalyse. Als wir ein Stück fuhren, mussten wir schon wieder bremsen: ein abgebrochener Ast befand sich auf der Straße. Zum Glück war es kein Baumstamm, so dass wir uns selbst behelfen konnten. Nun hieß es aber zurück ins Tierheim. Josef durfte wieder in "sein" großes Katzenhaus, munter und scheinbar überhaupt nicht nachtragend stieg er aus und fragte schon nach Futter. Er bekam einen getrockneten Snack als Belohnung.

 

09.06.2021

 Nachdem sich Opal, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, von ihrer Milchleistenoperation prima erholt hat, konnten wir zur heutigen Tierarztvisite die Fäden ziehen. Oh was war sie froh endlich den ollen Trichter abzubekommen. Im Anschluss bekamen Mamma Miez und Kater Max ihre zweite Impfung. Wenn sie die gut vertragen dürfen sie in den kommenden Tagen den Quarantänekäfig gegen ein geräumiges Katzenvermittlungshaus tauschen. Dank der lieben Impfpaten, konnten auch die drei Abgabekatzen Alani, Luna und Sunny durch unsere Tierärztin geimpft werden. Leider müssen Sunny und Luna in nächster Zeit dringend zur Zahnsanierung. Dort gibt es reichlich Handlungsbedarf. Im Anschluss widmeten wir uns Hündin Tomis. Leider hat sie noch immer Augenausfluss und von Zeit zu Zeit übergibt sie sich. Aufgrund ihres Alters entschlossen wir uns erst einmal ein Blutbild anzufertigen, um vielleicht so zu erfahren was ihr fehlt. Außerdem bekam sie noch einmal Augentropfen verordnet. Nicht ganz glücklich waren wir auch mit Kater Josefs Zustand. Der Senior hatte optisch abgenommen und seine Schleimhäute erschienen uns recht blass. Da Josef aber eine recht kurze Zündschnur hat, beschränkte sich die Untersuchung im Tierheim auf ein Minimum. Wir vereinbarten einen Termin in der Tierarztpraxis wo er, wenn es nicht anders geht, in Kurznarkose gründlich untersucht wird und ein bisschen Blut abgeben muss.

 

08.06.2021

Unter Tränen rief uns eine Frau an und bat um Hilfe. Die Familie hatte schon immer Katzen, doch ihr Sohn entwickelte plötzlich eine heftige Allergie. Es war leider nichts zu machen. Die allergischen Reaktionen wurden immer schlimmer, der Sohn stand schon eine Weile unter Cortison, dies war doch kein Dauerzustand. Ein Versuch, die beiden hübschen jungen Katzenmädchen privat weiterzuvermitteln, brachten nicht den gewünschten Erfolg. Nachdem wir also telefonisch alles abgesprochen hatten, brachten sie die zwei Samtpfötchen schweren Herzens zu uns. Mit großen Augen und "Flaschenbürste" versteckten sich "Kaspar" und "Babsi", wie sie von ihren Besitzern benannt wurden, in ihren Körbchen. Noch sind sie zurückhaltend und skeptisch, was das alles soll. 

 

07.06.2021

Unsere Spendenboxen in Kaufland und Rewe wurden durch unsere lieben Mitstreiter, Familie S., wieder zuverlässig geleert und sie brachten all die vielen Spenden zu uns. Danke an dieser Stelle an alle, die uns helfen! Gerade jetzt, wo mehr Katzen unsere Aufmerksamkeit, Pflege und Fütterung bedürfen, kommt die Spende wie gerufen. 

Die Hitze brachte auch unseren Marius beinahe zum Schmelzen. Kurzerhand "beregneten" wir ihn ein wenig und sorgten für eine schöne große Schlammsuhle in seinem Gehege. Er hatte noch etwas mit Buddeln und Wühlen zu tun, bis sie seinen Wünschen entsprach und er sich genüsslich hineinlegte. So lässt es sich aushalten!

 

05./06.06.2021

Wer hätte gedacht, dass dies so plötzlich hintereinander geht. Auch am Wochenende erhielt unser Katzenbestand nämlich Zuwachs.

Eine Familie erwarb ein Wochenend- Grundstück, dass sich, nennen wir es treffend, die Natur bereits zurück erobert hatte. Nach und nach begannen die Aufräumarbeiten. Als sie nun eine alte Dämmstoffplatte anhoben, blickten sie 2 Kätzchen und 4 Mäuse an. Die Mäuslein suchten allesamt schnell das Weite, die Katzen konnten das (zum Glück) nicht. Sie hatten wohl gerade erst die Augen geöffnet, so winzig und unbeholfen waren sie noch. Aber schon niedlich, dass sie ausgerechnet Mäuse als Gesellschafter hatten. Das Komische an der Sache ist nur, dass den Grundstücksbesitzern noch nie eine Katze dort begegnet ist. Die Muttimiez muss also klammheimlich die Kleinen in ein sicheres Versteck gebracht haben. Schnell fanden die "Würmchen" ihren Weg zu uns. Gerade einmal 180 und 200 Gramm wogen die getigerten Katzenbabys. Und sie hatten einen riesen Durst. Unser Vorrat an Katzenaufzuchtsmilch fand also schneller als gedacht seine Verwendung. Wir schätzen sie auf etwa 2 Wochen. Eine unserer Mitarbeiterinnen nahm die Winzlinge mit nach Hause, damit sie rund um die Uhr versorgt werden können. Die erprobte Katzenmutti (sie hatte in den vergangenen Jahren schon mehrere Katzenkinder aufgepäppelt) wird alles tun, damit aus den Babys kleine gesunde "Speckmaden" werden.

 

04.06.2021

Gleich drei Miezen wurden heute in unserem Tierheim abgegeben. Coronabedingt musste sich die Familie räumlich so sehr verkleinern, dass es nicht mehr möglich war, die Katzen artgerecht zu halten. Dazu kam das Problem, dass einer ihrer Hunde die Katzen auch nach der langen Zeit des Zusammenlebens immernoch jagen möchte. Dies war kein akzeptabler Zustand, sodass die Familie diesen Schritt gehen musste. Die drei Miezen im Alter von 14, 12 und 8Jahren sind noch recht verschüchtert. Aber wer kann es ihnen verübeln.

 

03.06.2021

Rüde Bob war erfreut, dass ein neuer Tag anbrach. Er erwartete schließlich seinen mittlerweile gewohnten Ablauf: die Tür geht auf, er kann raus, begrüßt uns und bekommt sein Frühstück. Oh je, wie er gewinselt hat, als er mit uns ein Stück spazieren ging und dann vor dem Tor stand. "Hey, ihr, es war zwar nett, aber dort drin gibt's doch mein Essen!" schien er sagen zu wollen. Statt dessen hoben wir ihn mit seinen stattlichen 40 Kilo ins Auto. Wie zu erwarten, begann seine Unruhe. Er hechelte und wollte sich gar nicht hinsetzen oder legen. Erst später, als er merkte, dass es eine längere Reise wird, konnte er sich auch mal ablegen. Wir fuhren über 2 Stunden. Einer von uns setzte sich auf die Rücksitzbank, um dem Rüden näher zu sein und etwas zu kraulen, soweit es die Gegebenheiten zuließen. Bob lenkte sich damit ab, unsere Hände abzuschleckern. OK, wenn ihn das etwas beruhigt, dann gerne. Als wir in Berlin am ehemaligen Grenzstreifen ankamen, galt für Bob nur eins: endlich raus. Wir gingen in den Garten, wo für ihn schon die große Wasserschüssel bereit stand. Dieses Angebot nutzte er bei all der Aufregung und der Wärme sehr gerne. Daneben, auf den Terrassensteinen ließ er sich nieder, als hätte er den ganzen Weg laufen müssen. Wir beredeten derweil alles Wichtige und sahen uns sowohl Bobs neuen Wohnbereich als auch Bilder von seinem künftigen (Zweit)wohnsitz an. Es war alles sehr durchdacht und schön Grün. Inzwischen hatte sich Bob soweit ausgeruht, dass er ein paar Schritte im Garten umherwanderte. Wir nutzten die Gelegenheit und probierten gleich sein neues Hundegeschirr an. Da sich Bob augenscheinlich wohl fühlte und auch liegen blieb, als wir uns verabschiedeten, waren wir überzeugt, dass er endlich sein für-immer-Zuhause gefunden hat. Wir freuen uns schon sehr auf die ersten Rückmeldungen.

 

02.06.2021

Am späten Vormittag hopste Rigo aus dem Tierheimauto und fand sich direkt am Heiderand wieder. Dort wartete bereits seine neue Familie auf den Rüden. Schon beim Anblick des Rüden verfielen alle Familienmitglieder in freudiges gequietsche. Rigo war natürlich aufgeregt aber stapfte munter mit seinen Menschen mit. In der Wohnung wurde interessiert geschnuppert. Und wieder quietschten die Leute um die Wette, was Rigos Schwänzchen in Wallung brachte. Was für ein niedliches Bild. Bei den vorangegangenen Besuchen im Tierheim überzeugte Rigo trotz seiner vornehmen Zurückhaltung. Es ist einfach wunderbar, dass Rigo trotz seines unscheinbaren Äußeren diese einzigartige Chance bekommen hat und wünschen uns, dass er noch lange un glücklich mit seiner neuen Familie leben darf.

 

01.06.2021

Zum heutigen internationalen Kindertag hatten nicht nur Kinder Grund zum Jubeln. Auch Erwachsene und ein Vierbeiner hatten einen besonderen Freudentag. Rüde Kail darf nämlich ab heute eine Familie bereichern. Da wir vom Tierarztbesuch wussten, dass der Rüde nicht so gerne Auto fährt, waren wir auf lautes Wimmern und schlimmstenfalls Erbrechen vorbereitet. Der liebe Kerl überraschte uns dann aber mit gutem Verhalten. Er klagte nur kurz am Anfang leise sein Leid, dann war er erstaunlich ruhig. Als wir den Rand von Dresden, ja fast schon Freital erreichten und die Transportbox öffneten, trat uns ein kleiner Feuchtraum entgegen: durch den Stress hatte Kail wahnsinnig doll gesabbert. Aber ihm ging es gut, wir sind heil angekommen und der Rüde schien interessiert. Ein gutes Zeichen. Frauchen stand inzwischen schon am Auto, um den freundlichen Gesellen willkommen zu heißen. Zwar war Kail noch angespannt, aber artig lief er mit und blickte sich um. Im Grundstück begrüßte er die Söhne und ließ sich an der Leine etwas umher führen. Anschließend schauten wir, wo sein zukünftiger Schlafplatz sein könnte. Natürlich steht es dem neuen Familienmitglied frei, sich seinen Wunschplatz selber auszusuchen. An Ausruhen war im Moment aber wirklich nicht zu denken. Kail wollte wieder hinaus, in die Sonne und den schönen Rasen unter seinen Pfötchen genießen. Das Wasser, was er auf der Fahrt verlor, nahm er nach und nach aus der bereitgestellten Wasserschüssel wieder auf. Kurze Zeit später traf auch Herrchen ein, sagte Kail Hallo und nahm ihn gleich mit zu den Hühnern in den Auslauf. Wie wir uns bereits überzeugen konnten (siehe "was gestern geschah" vom vergangenen Wochenende) ist Kail tadellos umgänglich. Das neue Herrchen konnte sogar die Leine los lassen und die Hühner im Beisein des Rüden füttern, alles kein Problem. Auch die spielenden Kinder störten Kail in keinster Weise. Das war auch der Grund, warum es zwischen der Familie und ihm funkte: Kail ist der ausgleichende Ruhepol. Während wir uns um das Schriftliche kümmerten, fiel von Kail zusehends die Anspannung ab und er hob seine Rute. Als schien er sich bei uns zu bedanken, kam er noch ein letztes Mal zu uns schmusen, bevor es für ihn auf einen kleinen Spaziergang und für uns auf die Heimreise ging.

 

31.05.2021

Die Bauarbeiten an unserer alten Futterküche, in der ein Hundebad eingebaut werden soll, gehen den Umständen entsprechend zügig voran. Während der Arbeiten ergaben sich noch einige weitere Brennpunkte, die ausgebessert werden mussten. Es stellte sich heraus, dass der Fußboden nicht gerade verläuft. Die Wände mussten alle neu verputzt werden. Einige waren naß und durften erst einmal trocknen. Nun wird demnächst der Abfluss des Hundebades eingebaut, bevor die Fliesen verlegt werden können. Unsere Hunde beziehen also weiterhin ihre Ausweich- Unterkunft und laufen während der Bauarbeiten extra. Sie haben sich damit arrangiert und wir auch.

Wie Sie auf unseren Seiten bestimmt verfolgt haben, engagiert sich eine überaus freundliche junge Fotografin sehr für unser Tierheim. Sie bot ein Benefiz- Fotoshooting in Dresden an, dessen Einnahmen unserer Einrichtung zugute kommen. Doch was wäre ein derartige Veranstaltung ohne die tollen Gäste, die dieses Angebot auch annehmen. Vergangenen Samstag war es soweit. Der Kalender war gut gefüllt, es machte allen Beteiligten großen Spaß und es standen sogar ehemalige Tierheimbewohner Model. Unser riesen Dank gilt Frau Lohr sowie allen, die uns mit dieser Aktion unterstützten. Es kamen knapp über 200 EUR für unsere Tiere zusammen. Ist das nicht fantastisch? Wir finden, das ist einen mega Applaus wert! Danke, danke, danke!

 

29./30.05.2021

Am Wochenende hat sich nicht viel Außergewöhnliches ereignet. Mit Rüde Kail machten wir einen besonderen "Ausflug". Er wunderte sich, als wir statt zum Tor hinaus zu spazieren, zur Scheune abbogen. Denn Kail durfte heute unsere Hühnerschar aus der Nähe kennen lernen. Da seine Interessenten selber Hühner besitzen, mussten wir erst einmal testen, wie sich der Rüde mit ihnen verträgt. Eine echte Glanzleistung, wie wir sie so nicht von Kail erwartet hätten: Er war 1 a artig, blieb ruhig, startete keinerlei Jagdanläufe. Ein toller Bursche. Demnach sollte seinem baldigen Umzug nichts mehr im Wege stehen.

 

28.05.2021

Für Hündin Smeura brach ein aufregender Tag an. Gegen Mittag hatte sie einen Termin in der Tierarztpraxis um die ollen, gammeligen Zähne loszuwerden. Die Fahrt verlief ohne Vorkomnisse, doch in der Praxis angekommen stellten sich die Stufen als Hinderniss für Smeura dar. Wir gingen mit ihr einfach außen herum über die Wiese, doch es folgte ein weiterer kleiner Treppenabsatz. Mit etwas locken und gut zureden trat sie auf die erste, dann auf die zweite Stufe und stellte fest "Moment, das ist ja gar nicht schlimm" und seppelte einfach hinterher. In der Praxis war bereits alles vorbereitet und es ging daran Smeura in Narkose zu legen. Eine Narkose besteht aus mehreren Teilen und die Hündin schlief schon bei dem Mittel für die Muskelentspannung tief und fest. Wir scherzten kurz, dass die Seniorin wohl ihren Mittagsschlaf sehr ernst nimmt, waren uns aber auch im klaren, dass es sich um ein ernstzunehmendes Problem handeln könnte. Wir vereinbarten, dass Smeura Blut abgenommen bekommt, um vielleicht die Ursache herauszubekommen. Gleichzeitig bekam Smeura nur eine sehr geringe Dosis an Narkosemittel. Insgesamt 17 Zähne mussten Smeura gezogen werden. Durch die flache Narkose war sie allerdings auch ganz zügig wieder auf den Beinen und schaffte auch die Treppen problemlos. Schon ein paar Stunden später schäkerte sie bereits wieder mit Micutsu. Man kann eigentlich nur ehrfürchtig den Hut ziehen vor dieser alten lieben Hündin.

 

27.05.2021

Heute sagte uns die schwarze hübsche Hündin Zera adieu. Mit etwas Hilfe stieg Zera ins Tierheimauto und verhielt sich während der gesamten Fahrt brav und artig. Aufgeregt winkend wurden wir empfangen und so ging das aussteigen bei Zera auch ganz schnell. Schon der kurze Weg ins Haus entpuppte sich als unglaublich spannender Schnupperparkour. Gerade als wir ins Haus gehen wollten begann der Hausmeister lautstark im Keller zu hantieren und mit Türen zu knallen. Doch Zera fasst sich ein Herz und ging mit uns und ihrer neuen Familie in das Mehrfamilienhaus. Mit Schwung nahm Zera jeden Treppenabsatz bravourös, doch in der Wohnung angekommen suchte sie doch erst einmal Schutz unter dem Esstisch. Das war dann doch etwas zu viel für sie. Noch während wir mit dem vertraglichen Teil zu gange waren, entdeckte Zera ihre zweibeinige Schwester die auf dem Sofa lümmelte und dem Gespräch lauschte. Gepackt von Freude und Neugierde kam die Hündin aus ihrem Versteck, tippelte zum Sofa, hopste hoch und legte sich hin. So schnell war das Verbot "kein Hund auf dem Sofa" noch nie gestorben. Ganz niedlich war auch, als Zera begann mit dem Pfötchen Streicheleinheiten zu fordern und diese auch bekam. Schon nach einer Stunde bewegte sich Zera wesentlich entspannter und selbstsicherer in der Wohnung. Mit einem guten Gefühl verabschiedeten wir uns und hoffen, dass Zera ihre Unsicherheiten bald gänzlich überwinden kann und mit ihrer neuen Familie in Harmonie leben darf.

 

26.05.2021

Da gestern Mahjong schon mit beim Tierarzt war, um ihre Impfung abzuholen und kein anderer Kandidat vorstellig werden musste, brauchte unsere Tierärztin nicht zur Visite zu uns kommen. Durch den freigewordenen Termin konnten wir gleich Opals erste Milchleistenoperation vorziehen. Die OP an sich verlief gut, Opal blutete zwar noch etwas nach, was nicht ungewöhnlich war. Als dies abgeklungen ist, war die Hündin soweit, dass wir sie abholen konnten. Hier angekommen, zog sie sich erst einmal den Trichter vom Kopf. Das komische Ding war für sie ein Graus. Opal war völlig unzufrieden damit. Gleichzeitig entdeckten wir die ersten Blutstropfen. Au weia. Durch den Pflaster und den Body blutete es durch. Schnell riefen wir die Tierärztin an, schilderten alles und schickten Fotos, damit sie sich ein deutliches Bild davon machen konnte. Die Tierärztin milderte unseren ersten Schreck, das stärkere Nachbluten geschah durch die Aufregung und den Stress der Hundedame. Das wichtigste war aber, dass die Wunde an sich heil wäre. Dennoch, zur Beobachtung blieb Opal die Nacht über in der Praxis. Sie bekam noch ein bluthemmendes Mittelchen und etwas zur Beruhigung. Wir konnten uns auch beruhigen, denn wir wussten Opal in dieser Situation bestens aufgehoben und fachmännisch überwacht.

 

25.05.2021

Am Morgen machten einige unserer Vierbeiner ziemlich lange Gesichter, es gab kein Futter. "Huch, was ist da los im Tierheim?" denken Sie jetzt sicher. Doch keine Sorge, dass war alles geplant. Heute fuhr der liebe Rüde Kail, der schwarze Kater Max (der Vierte) und Mamma Mietz zum Tierarzt. Alle drei sollten eine Zahnsanierung bekommen und hierfür sollten sie auf nüchternen Magen antreten. Kurz vor dem Mittag waren wir da, lieferten unsere Tierchen ab. Da wir bei Kail ein seltsames Verhalten beobachtet hatten, schilderten wir dies der Ärztin, die sofort wusste woher der Wind weht. Eine Urinprobe später wussten wir, dass Kail auch noch unter eine Blasenentzündung leidet, was aber keinen Einfluss auf die Zahnsanierung hat. Schon zwei Stunden später war alles erledigt und wir konnten unsere drei Schützlinge schmerzfrei wieder abholen. Zusätzlich hatten wir noch Mahjong mitgebracht, die ihre jährliche Impfung bekommen sollte. Auf dem Weg zurück ins Tierheim sangen uns die Miezen ein schönes Ständchen. Ja selbst der sonst so in sich gekehrte alte Kater Max, schaute neugierig und quäkte immer, wenn man ihn anschaute. Dennoch waren alle Vier froh, wieder in gewohnter Umgebung zu sein.

 

24.05.2021

Auch der Pfingstmontag präsentierte sich eher geruhsam. Durch den Wind befanden sich viele Blätter, Blüten und Pollen auf den Wegen, der Regen tat sein Übriges, so dass wir heute den Kärcher schwangen. Nun sind die Betonplatten wieder sauber und rutschfrei begehbar. Die Hunde schauten aus einiger Entfernung zu, waren aber erstaunlich gelassen. Selbst die etwas schreckhafte Zera lag ruhig im Gras. Außerdem waren einige unserer Schützlinge so nett, sich für aktuelle Fotos zur Verfügung zu stellen. Diese werden wir selbstverständlich in den nächsten Tagen auf unsere Homepage stellen.

 

22./23.05.2021

Das Pfingstwochenende verlief weitestgehend ruhig. Wir nutzten die besuchsfreie Zeit unter anderem damit, um unsere Hunde zu bürsten. Micutsu verlor einiges an Fell, dass sich Packo wiederum aus dem Mülleimer stibitzte und sich fröhlich darin wälzte. Hach, war das ein lustiges Bild: der kleine dunkle Hund in dem großen Berg aus heller Unterwolle ;) Ausgerechnet da war leider gerade nichts zum Foto schießen griffbereit. 

Der Abgabekater Max taut langsam auf. Er lässt sich streicheln, schnurrt und nimmt Leckerlies aus der Hand. Wir quartierten ihn in einen größeren Quarantänekäfig um und verteilten ein paar der Katzenknabbereien. Und sieh an, er traute sich tatsächlich aus seiner "Kuschelhöhle" heraus, bewegte sich ein wenig und kletterte dann in die neue Kratztonne. Es schien ihm zu gefallen.

 

21.05.2021

Die vor kurzem stattgefundene turnusmäßige Wartung der Klärgrube ergab, dass wir die Grube von Klärschlamm befreien müssen. Das von uns beauftragte Unternehmen kam heute mit großem Spülwagen, um die Klärgrube abzupumpen. Zauser, der sich gerade im Auslauf des Katzenhauses die Sonne auf dem Pelz scheinen ließ, beobachtete das geschehen interessiert und völlig angstfrei. Nach nichtmal einer halben Stunde war die Arbeit verrichtet und die Klärgrube wieder top in Schuss.

Da sich für den Nachmittag keine Besucher angekündigt hatten, verbrachten wir die Zeit mit Grundstückspflege und den inbegriffenen Spieleinheiten mit unseren Hunden. Roxy und Omega lieferten sich immer wieder Wettrennen, wenn ein Spielzeug flog. Zera beschäftigte sich lieber allein, schleuderte den Ball herum und lief dann neugierig hinterher wenn er wegkullerte. Und auch Kail überraschte uns als er wie von der Biene gestochen los sauste, um sich den Ball zu schnappen. Bei solchen Gelegenheiten üben wir immer wieder Grundkomandos, und auch Schmuseeinheiten wurden reichlich verteilt.

 

20.05.2021

Wie es der Zufall so will, fuhren wir fast genau ein Jahr nach Katze Minkes Vermittlung an fast genau dieselbe Stelle, um einer weiteren Samtpfote den schönen Ausblick auf Wiesen, Felder und Störche zu gönnen. Pittiplatsch zog in einen Ortsteil von Großröhrsdorf ans Ende einer Sackgasse, nur ein paar Häuser weiter von der roten Mieze Minke. Genau wie Pumuckl gestern, kommentierte auch Pittiplatsch seine Meinung über die Reise in der Transportbox mit einem Maunzen. Im Haus wird Pitti erst einmal nur ein Zimmer bewohnen und nach und nach alle Räumlichkeiten kennen lernen, bis er dann den Freigang genießen darf. Da wir die Vermittlung zur Mittagszeit anberaumt haben, eilten die Kinder flugs von der Schule heim. Die Tochter ließ sogar das Mittagessen stehen, um ja die Ankunft des schwarzen Katers nicht zu verpassen. Anders als Pumuckl war Pittiplatsch der Liebe gleich aufgeschlossen und holte sich seine Streicheleinheiten ab. Sein Schnurrmotor legte ebenfalls sofort lautstark los. Er erkundete sein kleines Reich, holte sich etwas zu Knuspern ab und schmierte wieder. Alle waren erstaunt, wie lang sich Pittiplatsch machen konnte. Ach du meine Nase. Das Telefon, sagte die neue Katzenmama, wird wohl besser nicht auf dem Beistellschränkchen stehen bleiben. Auch das Fensterbrett wird katzenfreundlicher gestaltet. Manche Sachen ergeben sich eben einfach erst im Miteinander. Während wir alles Schriftliche erledigten, schien Pitti geplättet von den ganzen Eindrücken und verkroch sich in die Kratzbaumhöhle. Er bleibt dort gewiss nicht lange. Wir verabschiedeten uns mit einem guten Gefühl, fast alle Katzen der älteren Frau glücklich vermittelt zu haben. Fehlt nur noch Suse. Hoffentlich findet sie auch bald ein schönes Plätzchen!

 

19.05.2021

Gretels ehemaliger Mitbewohner Pumuckl war nur einen Tag später der Glückliche, der ebenfalls umziehen durfte.

Er verhielt sich auf der Fahrt genau entgegegesetzt zu Gretel. Pumuckl gab ein leises Miauen von sich, bis wir in Wilsdruff in der Wohnung ankamen und seine Transportbox öffneten. Plötzlich war er still und "quetschte" sich unter den Badschrank. Der bereits vorhandene Kater "Happy" ist auch aus dem Tierschutz. Er sieht sogar ähnlich aus, nur er hätte nicht darunter gepasst. Wir scherzten, dass Pumuckl das schlanke Spiegelbild von Happy sei ;)

Während wir das Balkonnetz in Augenschein nahmen, kam Happy aus dem Bad heraus. Da hatte er wohl inzwischen schon mal etwas Tuchfühlung aufgenommen. Noch grummelte Happy ein wenig über den Neuling. Die Beiden können sich in der großen Wohnung jedoch auch gut aus dem Weg gehen, es gibt genug Möglichkeiten zum Klettern, Toben oder einfach nur Dösen.

Noch hat Pumuckl kein Auge dafür. Die neuen Dosenöffner werden den Kater selbstverständlich zunächst in Ruhe lassen und nichts erzwingen. Die Frau ist den ganzen Tag Zuhause und kann ihm ruhig und besänftigend Mut zureden. Hier zeigt sich wieder, dass Corona - zumindest für die Tiere - von Vorteil ist. Das Geschäft, wo die Frau arbeitet, ist nämlich noch geschlossen. So schlimm es für die Ladenbesitzer und Angestellten ist, die Tiere haben nun immer jemanden um sich.

 

18.05.2021

Ein weiterer Kurzzeitbewohner unseres Tierheims durfte heute sein neues Reich beziehen. Die Rede ist von Katze Gretel. Die Fahrt über war die kleine Maus ganz still. In der Wohnung in Dresden wollte sie dann auch überhaupt nicht aus der Transportbox heraus. Alles war ihr zu ungewohnt. Also halfen wir kurzerhand nach und hoben den Deckel der Box ab. Hach, das war zuviel für ihr empfindsames Gemüt. Ein kurzer Blick und hops, war sie einen Satz weiter in der geschlossenen Katzentoilette verschwunden. Dies gab ihr vorerst Sicherheit. Wir ließen sie gewähren, schließlich soll Gretel ja nicht allzu überfordert werden. Sie wird schon wissen, wann sie sich zutrauen möchte, langsam ihre neue Umgebung zu erkunden. Das neue Herrchen ist jedenfalls bereit, ihr den Freiraum und das nötige Vertrauen entgegenzubringen. Er hatte privat einige Schwierigkeiten verkraften müssen und Tiere gaben ihm den nötigen Halt und Optimismus zurück. Nach dem Verlust seines Katers aufgrund schwerer Krankheit, wurde der Platz auf seinem Sofa wieder frei. Vor Ort in unserem Katzenhaus bewies der Herr gleich einen guten Draht zu Gretel. Wir hoffen, dass dies im neuen Zuhause weiterhin so gut funktioniert und dass Gretel den Umzugsstress schnell überwinden kann. 

 

17.05.2021

Die kleine Wuscheline Zoya, der in Rumänien aus mysteriösen Gründen die Ohren abgeschnitten wurden, konnte eine Familie mit ihrer sanften Art überzeugen. Es ist unbeschreiblich erbauend, dass es immer noch viele Menschen gibt, die den Wert nicht auf äußere Perfektion legen, sondern die innere Schönheit erkennen. Schließlich kann Zoya nichts dafür, was ihr andere Menschen angetan haben. Dennoch ist sie zart und angenehm freundlich geblieben und bringt den Menschen ihr Vertrauen entgegen. Auch die kleinen Haut- und Ohrenproblemchen, welche auf eine Futtermittelallergie hindeuten, stellten erfreulicherweise kein Hindernis für Zoyas Vermittlung dar. Darum hieß es heut für Zoya, Abschied nehmen von ihrem Körbchen und ihren Kumpanen. Nach einer kurzen Fahrt waren wir bereits angekommen. Das Wohnhaus, ländlich im Vordergrund von Feld und Wiesen gelegen, befindet sich im Außenbereich noch im Bau. Der Zugang erfolgte daher zur Zeit über Paletten, was Zoya aber nicht abschreckte. Sie hielt sich an Josi und meisterte alles super. Die Kinder freuten sich ausgelassen, eines tanzte umher, auch das brachte Zoya überhaupt nicht aus der Ruhe. Sie ist wirklich eine Perle. Das wird die Katze des Hauses sicher auch bald erkennen. Noch verzog sich diese mit großen Augen auf eine Bank, von der aus sie die Lage sondierte. Das einzige, was Zoya zu bemängeln hatte, war ihr Hunger. Damit sie die Autofahrt besser verträgt, hatten wir sie nüchtern gelassen. Nun zerrte sie an dem mitgebrachten Sack Spezialfutter, so dass sie selbstverständlich erst einmal etwas in ihren Napf bekam, bevor der schriftliche Teil erledigt werden konnte. Zufrieden, satt, aber noch etwas angespannt wegen all den frischen Eindrücken, saß die Hündin neben dem Tisch und ließ sich die ganze Zeit kraulen. Es gibt doch nichts Schöneres, als dabei die Zufriedenheit in ihrem Blick und ihrer Körpersprache zu betrachten.

 

15./16.05.2021

Samstag Mittag traf endlich der ersehnte Klempner ein. Nach seiner erfolgreichen Rohrreinigung präsentierte er uns die Rechnung- mit sagenhaften 50 % Samstagszuschlag! Auf der Stelle wurden wir mehrere hundert Euro los. Am Nachmittag, beim Wäschewaschen, wurde durch den Druck erst der Rest gelöst. Nun funktioniert endlich wieder alles so, wie es sein soll.

Die restliche Zeit des Wochenendes nutzten wir, neben dem normalen Tagesablauf, um Fenster zu putzen, bißchen Grundstückspflege zu betreiben (besonders Unkrautjäten) und die Terrasse vorm Büro zu kärchern. 

 

14.05.2021

Heute hatten wir mit einem Problem der anderen Art zu kämpfen. Das Abwaschwasser in der Spüle lief nicht ab und auch der Pömpel brachte keine Abhilfe. Kurze Zeit später bemerkten wir, dass das Spülwasser auch noch aus einem Rohr in der Toilette tropfte. Ein Blick in die Klärgrube verriet, dass die Grube nicht zu voll ist und das Rohr dorthin frei. Die Versuche unseres Hausmeisters, das Problem selbst zu lösen, blieb erfolglos. Also schwangen wir uns ans Telefon. Hier wurden wir schmerzlich daran erinnert, dass die meisten Betriebe heute Brückentag haben. Bei einer Notfallhotline wurde uns dann Hilfe zugesichert, doch als sich 4 Stunden später noch immer keiner blicken ließ, riefen wir erneut an, um zu erfahren, dass gerade kein Kollege in unserer Nähe wäre. Uff... Nach einer Odysee an weiteren Telefonaten erhielten wir dann die Zusage, dass am folgenden Tag ein Klempner zu uns kommt und die Havarie beenden würde. Bis dahin behelfen wir uns, um den Betrieb irgendwie aufrecht zu erhalten.

 

13.05.2021

Der vergangene Feiertag trieb ganze Männerscharen trotz Regenwetter nach draußen. Die johlenden feierwilligen Horden blieben unseren Hunden nicht verborgen. Erst recht nicht, als sie begannen Böller und andere Knallkörper zu zünden. Erst vor zwei Wochen wurden mit dem Abbrennen der Brauchtumsfeuer reichlich Knaller in die Luft gejagt. Wir wunderten uns sehr, wann es Brauch wurde, jedes Fest und jeden Feiertag so laut zu begehen, während wir alle Hände voll zu tun haben, unsere Hunde zu beruhigen. Unsere Tiere können immerhin darauf bauen, dass wir für sie da sind, wenn sie Angst haben und dass der Spuk bald ein Ende hat, aber was tun die Wildtiere? Mitten in der Brut- und Setzzeit werden sie durch das beinahe wöchentliche Geknalle völlig verängstigt und verschreckt. Auch das erlebten wir im Tierheim live, denn um unsere brütende immer tschilpende Spatzenkolonie wurde es ganz still. Kein Star erhob die Stimme und die Tauben bewegten sich nicht mehr von ihren Bäumen. Über diese Entwicklung der mangelnden Rücksichtnahme sind wir wirklich betrübt. Um mit einem Zitat von Kant zu schließen: Die Freiheit des einzelnen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt.

 

12.05.2021

Und schon waren wieder zwei Wochen vergangen: es war Zeit für die Tierarztvisite. Rasch machten wir uns ans Werk. "Mamma Mietz" wurde untersucht und geimpft. Leider stellte die Tierärztin fest, dass ihre Zähne gar nicht in Ordnung sind und die Katze zur Zahnsanierung muss. Dieses Schicksal teilt auch der alte schwarze Abgabekater Max. Der eine Eckzahn eitert massiv und auch der Rest vom Gebiss macht keinen guten Eindruck. Max war bei der Untersuchung sehr tapfer, obwohl er ziemlich Angst hatte. Im Anschluss ging es zu den Hunden. Tomis hat leider eine Bindehautentzündung und bekommt nun eine Woche lang Augentropfen. Auch bei unseren neuen Hunden gab es Erkenntnisse. Die niedliche Zoya hat eine beidseitige Ohrenentzündung. Zusammen mit der Tatsache, dass ihre Haut und ihr Fell in keinem guten Zustand ist, legt das den Verdacht nahe, dass sie unter einer Futtermittelallergie leidet. Opal hat Knoten in beiden Milchleisten. Sie muss also demnächst auch operiert werden. Der Zahnstatus von Kail ist leider auch unbefriedigend, weswegen der auch dringend zur Zahnsanierung muss. Nicht ganz so schlimm, aber auch sehr gruselig sah es bei der alten Hündin Smeura aus. Unsere Tierärztin schätzt Smeura übrigens 14-16 Jahre. Dafür gab es bei Celentano, Packo und Micutsu keine Beanstandungen. Was für ein Glück für die drei Rüden. Alle heutigen Patienten verhielten sich übrigens sehr artig. Das freut nicht nur uns, sondern auch den Tierarzt.

 

11.05.2021

Heute war uns die Sonne noch einmal gut gesinnt und wir nutzten dies, um die Schafe auf die Weide zu lassen. Unsere "alteingesessenen" Schafe kannten das Prozedere und den Weg schon, Paula schloss sich ihnen zum Glück ohne zu zögern an. Nur Wilma hatte kleine Startschwierigkeiten. Mit unserer Hilfe fand auch sie den Weg auf die Weide, unterstützt von Paulas blökenden Lockrufen. Kurze Zeit später standen alle einträchtig beisammen im Gras und ließen es sich genüsslich schmecken.

Auf dem Hof konnten wir nur maschinell den Rasen kürzen. Unser lieber Hausmeister hatte alle Hände voll zu tun, bis die Spule vom Rasentrimmer erneuert werden musste.

 

10.05.2021

Da die Krötenwanderung vorbei ist, war es endlich an der Zeit, den Krötenzaun wieder abzubauen. Alles wurde wieder verschnürt, beschriftet und in unserer Scheune eingelagert. 

Die Bilanz ist übrigens verheerend. Reichlich 100 Frösche /Kröten in fast 7 Wochen. Welch ein Rückgang innerhalb von 4 Jahren von 500 Amphibien auf nur noch gerade mal 100. Das stimmt uns sehr traurig.

 

08./09.05.2021

Nach der überwältigenden Nachricht gestern folgt wieder ein herber Rückschlag. Rüde Bob wurde uns wieder zurück gebracht. Trotz aufmunterndem Rat und der Bitte um Geduld, hatten die neuen Besitzer nach 2 Wochen den Entschluss gefasst, dass sie keine weitere Zeit mehr in die Eingewöhnung des kuschelbedürftigen "Bären" investieren wollen. Als Hauptabgabegrund nannten sie, dass Bob bei ihnen nicht im Auto mitfahren wolle. Bob ist natürlich ein mitfühlendes Wesen, für den erst einmal alles neu und fremd war und der nicht gleich "auf Knopfdruck" funktioniert! So wie die Tiere sich bei uns zeigen, sind sie allerdings - bis auf seltene Ausnahmen -in der für sie ungewohnten Umgebung bei noch relativ unbekannten Menschen nicht gleich auf Anhieb, aber das ist wohl leider nicht für jeden nachvollziehbar. Schade für Bob, der sich eifrig ins Zeug legt, um von uns oder den Besuchern jede noch so kleine Aufmerksamkeit zu erhaschen.

 

07.05.2021

Ungewöhnlich früh, gegen halb 7, wurde Woolfy geweckt, um sich die Beinchen zu vertreten. Dann brachen wir mit ihm auf eine weite Reise quer durch Deutschland auf. Der 16 jährige Rüde verstand sich beim Besuch einer Eurasierhündin und ihrem Frauchen mit beiden prima und so durfte er nun umziehen. Die lange Fahrt bewältigte Woolfy meisterhaft, ohne einen Funken Unsicherheit oder Ungeduld. In einem Vorort von Hamburg befindet sich das Einfamilienhaus mit großem malerischen Garten. Ein Ort wie zum Urlaub machen. Woolfy ist zu beneiden. Der Rüde freute sich über Frauchen und die Hunde freuten sich auch übereinander. Wie sehr ihm alles gefiel, bewies er uns, in dem er ausgelassen umher rannte und sogar die Treppen hinauf sauste. In der Wohnung drinnen fand er zwar alles interessant, aber- auch dank der Sonne - lockte es ihn in den Garten. Es war einfach zu herrlich, die beiden Hunde im Doppelpack umher flitzen zu sehen. Wo der eine war, war er andere auch sogleich. Als ein plötzlicher Regenguss kam, suchte Woolfy erst unter einem der Büsche Schutz. Dann kam er im Eiltempo zur Terrasse geflitzt, dicht gefolgt von seiner neuen Kumpeline Mai-Lin. Beide bekamen etwas zu Knabbern. Woolfy durfte sogar die Krümel von Mai-Lin aufessen. Nun weiß der kleine verfressene Rüde ganz genau, wo die Leckereien versteckt sind. Aber Frauchen achtet auf seine Figur. Für genug Bewegung ist auf alle Fälle ausreichend gesorgt. Gestärkt mit Kaffee und zahlreichen Glückshormonen traten wir die Heimreise an. Wir sind überaus dankbar, zufrieden und erleichtert, dass der deutlich jünger wirkende Senior nach nicht ganz 3 Monaten Aufenthalt bei uns sein Glück gefunden hat. Trotz seines Alters und seiner Vorgeschichte (Hernien-OP), die ihm noch ein wenig am kurzen Fell anzusehen ist. Riesen Dank und noch viele schöne gemeinsame Jahre wünschen wir Woolfy, Mai-Lin und Frauchen.

 

06.05.2021

In unserer Katzenquarantäne gibt es einen Neuzugang zu verzeichnen. Der schwarze Kater Max verlor nach dem Tod seines Frauchens sein Zuhause. Eine Verwandte kümmerte sich darum, dass Max bei uns gut unterkommt, jedoch wusste sie auch nicht viel über den Kater. Bei uns eingetroffen, konnten wir nur am Gewicht erahnen, dass es sich um einen großen kräftigen Kater handeln musste, zu sehen war nämlich nicht viel. Max hatte große Angst, duckte ab, versteckte sich. Ein großes schwarzes Bündel mit riesen Augen. Von den Verwandten erfuhren wir, dass Max sich sonst sehr anhänglich und verschmust zeigte. Bestimmt wird Max bald verstehen, dass wir es auch nur gut mit ihm meinen. Seine Zimmernachbarin "Mamma Mietz", die zuletzt bei uns angekommen ist, macht jedenfalls große Fortschritte, nimmt Leckerlie, lässt sich streicheln und miaut sogar schon. Vielleicht hilft die positive Energie Max ein wenig über seine Trauer hinweg.

 

05.05.2021

Im Tierheim begannen die Renovierungsarbeiten der sogenannten "Alten Futterküche". Hierfür hatten wir vorab den Raum komplett leer geräumt und heute begannen die Abbrucharbeiten. Natürlich haben wir uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie wir den Raum künftig nutzen wollen und wir waren uns einig, dass eine Hundedusche eine wirkliche Bereicherung für uns und unsere Tiere wäre. Die Fertigstellung liegt natürlich noch in ferner Zukunft doch wir fiebern dem ersten Einsatz schon entgegen.

Außerdem kam es zum Havariefall. Der alte Wasserhahn hatte ein Loch im Schlauch und tropfte. Rasch war ein Neuer besorgt und unser Hausmeister machte sich ans austauschen. Jedoch schloss das Eckventil nicht richtig, Wasser lief heraus. Nun war guter Rat teuer und wir schwangen uns ans Telefon. In unserer Not war es Firma Senf aus Großröhrsdorf die uns sofort einen kompetenten Mitarbeiter vorbei schickten und den Wasserhahn fachgerecht angeschlossen hat. Danke!

Und natürlich waren wir auch wieder für unsere Schützlinge im Einsatz. Dem ehemaligen Kettenhund Micutsu, der zuletzt aus der Smeura bei uns eingetroffen war, wurde noch in Rumänien die eingewachsene Kette aus dem Hals operiert. Die Fäden der Operation waren deutlich zu sehen und wir fuhren mit dem Rüden zum Tierarzt, um uns zu vergewissern, dass alles gut abheilt. Die Tierärztin hatte natürlich ebenso Mitleid mit dem großen Schnuffel wie wir, attestierte aber eine gute Heilung und zog im Anschluss gleich die Fäden. Für den Zappelphillip war das Stillhalten gar nicht leicht, weil er so gern wissen wollte, was da unter seinem Kopf passierte, doch gemeinsam konnten wir ihn doch von seiner sichtbaren Vergangenheit befreien.

 

04.05.2021

Knapp eine Woche, nachdem ihre Schwester Lisa umziehen durfte, war auch Hündin Mona an der Reihe. Am Vormittag stellten wir die Hundedame noch einmal unserem Tierarzt vor, da sie sich öfter am Ohr kratzte. Und tatsächlich: die Hündin scheint etwas anfälliger mit ihren Ohren zu sein. Sie bekam Ohrentropfen verordnet, die wir bei der Vermittlung gleich mit aushändigten. Die Reise in Monas neuen Lebensabschnitt führte uns nach Dresden, in die selbe Gegend, wo vor etwa 8 Wochen bereits der Rüde Figaro ein Zuhause fand. Die Suche nach einem Parkplatz war nicht sofort von Erfolg gekrönt, und so mussten wir ein paar Straßen weiter parken. Somit verlief Monas erste Begegnung mit ihrem zukünftigen Revier ein wenig turbulent. In der Kindertagesstätte herrschte gerade reger Betrieb, einige Container wurden just in dem Moment geleert, Schulkinder hatten Schulschluss. Aber Mona meisterte das alles für ihre Verhältnisse mega tapfer. Zwar blieb sie ab und zu stehen, schaute sich um, aber ließ sich souverän an der Leine zum Weiterlaufen bewegen. Auch die Treppen waren für sie gar nicht so schlimm, wie wir es erwartet hätten. Im Flur erkannte sie dann schon den jungen Mann wieder und ihr Schwänzlein wedelte vorsichtig. Neugierig schaute sie sich um und dann überkam sie ein riesen Durst. Oder versuchte sie damit, ihrer Aufregung Herr zu werden? Dann holte sie sich Schmuseeinheiten ab. Als wir ihr ihre Hundematratze zeigen, legte sie sich darauf und schien schon wesentlich entspannter. Nur als es für uns an der Zeit war, wieder Richtung Tierheim aufzubrechen, wurde Mona erneut unruhiger, kam schmusen und wollte im ersten Moment wieder mit. Herrchen lenkte sie mit ausgiebigem Streicheln ab. Zum Abschluß konnten wir noch einen guten Ratschlag weitergeben, den wir von Figaros Frauchen erhielten: Da Vierbeiner auf dem benachbarten Friedhof erlaubt waren, empfiehlt sich gerade für unsichere Hunde das Gassi in diesem verkehrsberuhigten, geräuscharmen Grün. Wer weiß, vielleicht treffen sich die beiden rumänischen Schönheiten mal und plaudern über uns und ihr neues Familienleben.

 

03.05.2021

Diesen traurigen Tag hätten wir allen, aber ganz besonders Yusti, gern erspart. Seit seiner Vermittlung sind erst sechs Tage vergangen und schon ereilte uns der Hilferuf: die neuen Besitzer kamen nicht mit dem Rüden zurecht. Die Lage spitzte sich immer mehr zu, die Spaziergänge wurden zu einer Belastung, die neuen Besitzer trauten ihm nicht mehr. Also wurde Yusti heute wieder an uns zurückgegeben. Es ist vor allem schade, dass Yusti der Leidtragende ist, der die Situation natürlich nicht versteht. Man hätte ihm einfach mehr Zeit geben und mit ihm arbeiten können. Nun suchen wir weiter nach einem geeigneten Zuhause für ihn, am besten mit Grundstück und weniger Straßenverkehr.

 

01./02.05.2021

Wir haben wieder einen neuen Bewohner in unserer Katzenquarantäne. Nachdem die fertig geimpften Samtpfoten Zauser, Gretel und Suse in unsere Katzenhäuser umziehen durften, war die Quarantäne für einen kurzen Moment leer. Allerdings brachte man uns am Nachmittag wieder einen neuen Notfall. Diese lief den Abgebern als Katzenkind im Herbst 2019 zu und durfte draußen auf dem Hof ihr Leben leben. Sie bekam Futter und hatte viele Unterschlupfmöglichkeiten. Allerdings wurde sie immer zutraulicher und wollte Menschenanschluß. Der Hund des Hauses ist jedoch auf Katzen nicht gut zu sprechen und empfand die Katze nun als forschen Eindringling. Um die Situation nicht länger anzuspannen, wurde uns die Katze übereignet. Nun ist sie bei uns, zwar etwas schüchtern, doch lieb. 

 

30.04.2021

Einer spannenden Zukunft darf unser lieber Chappi entgegenblicken. Sein neues Zuhause liegt in Görlitz nahe eines wunderschönen Wandergebiets. Die Fahrt bis dahin verschlief der weiße Wuschel einfach. Doch als das Auto aufging war er putzmunter und freute sich unglaublich darüber, seine neue Familie wiederzusehen. Wir hatten kaum unsere Mappe aus dem Auto genommen, da waren die Kinder schon mit Chappi ins Haus verschwunden um ihm alles zu zeigen. Bei leckerem selbstgebackenem Kuchen besprachen wir das Vertragliche. Chappi schaute sich derweile um, blieb dann an der Tür zum Garten stehen und bat ganz höflich mit seinen Augen darum, dort auch kucken zu dürfen. Wir erfüllten ihm den Wunsch. Vorerst noch an der Leine, erkundete er sein neues Revier und verteilte seine Duftnote. Neben den regelmäßigen Ausflügen ins Wandergebiet, soll der Rüde künftig auch mit zum Campingausflügen. Und wenn er es möchte, darf er sogar mit Segeln fahren. Chappi schien glücklich zu sein und so waren wir es auch. Mit gutem Gefühl, traten wir die Heimreise an.

 

29.04.2021

Zu unserer Freude und Überraschung, kamen am Nachmittag die sieben Hunde aus der Smeura bei uns an. Irgendwo gab es einen Fehler in der Kommunikation und wir erhielten keine Nachricht, wann die Hunde tatsächlich eintreffen. Nun waren sie also da und wir gingen ans Werk. Mit vereinten Kräften hoben wir die Boxen aus dem Auto, holten die Hunde einzeln heraus und brauchten sie in ein leeres Gehege. Dort konnten sie sich erstmal erleichtern, Wasser trinken und sich gegenseitig kennenlernen. So verschieden der "Schwung" diesmal auch ist ging es absolut friedlich und freundlich zu. "Offen und zugänglich" war die Beschreibung und es trifft absolut zu. Nur Hund Smeura war schüchtern, wollte lieber für sich sein. Kein Wunder nach 11 Jahren in der Smeura. Doch sie wird sicher irgendwann verstehen, dass wir ihr nichts böses wollen.

 

28.04.2021

Zuverlässig wie immer fuhr gegen Mittag unsere Tierärztin vor, um die regelmäßige Visite in unserer Einrichtung vorzunehmen. Heute standen ausnahmsweise nur wenige Patienten auf der Tagesordnung. Die Katzen Zauser und Suse bekamen ihren zweiten Pieks, so dass sie auch bald in eines unserer Katzenhäuser umziehen dürfen, um dort die Besucher von sich zu überzeugen. Bei Chappi erblickten wir eher zufällig beim Bürsten eine kleine Beule an seinem linken Sprunggelenk und ließen diese tierärztlich abklären. Wir waren dahingehend etwas sensibilisiert und aufgewühlt, da unlängst bei Paula ebenfalls an einer ähnlichen Stelle ein Tumor entdeckt wurde. Zum Glück stellte sich Chappis Schwellung als gutartiges Artherom, also umgangssprachlich als Grützbeutel, heraus. Wir waren erleichtert und können nun entspannt seinem Vermittlungstermin entgegensehen. Letzte Kandidatin für die Tierarztrunde war Hündin Tigra. Da in letzter Zeit viele Hunde vermittelt werden konnten, entwickelten sich leider Unstimmigkeiten im Rudel. Tigra hatte eine Bissverletzung abbekommen, die sie unvorteilhafterweise  ständig beleckte und beknabberte. Es gab kein Drumherum: Die Ärmste muss nun einen Trichter aufsetzen. Außerdem bekommt sie Schmerzmittel und Antibiotika und die betroffene Stelle wird täglich gewaschen. Tigra verkraftet das alles tapfer, weil sie merkt, dass ihr nichts anderes übrig bleibt. 

Am Nachmittag fuhren wir zu einem besonderen Einsatz: ein aufmerksamer Bürger teilte uns mit, dass sich eine scheinbar geschwächte Taube bei ihm im Kaninchenstall verirrt hat. Bewappnet mit Kescher und Transportbox fuhren wir los, um sie einzufangen. Gleichzeitig telefonierten wir herum, wer sich um das Tier artgerecht kümmern könnte. Bei der Stadttauben-Initiative Dresden e.V. wurden wir fündig. Also durfte das Täubchen noch mit uns nach Dresden weiterfahren, wo sie sich erst einmal von den ganzen Strapazen erholen kann und fachmännisch umsorgt wird.

 

27.04.2021

Wir sind erfreut, dass "unser" Yusti nach all dem langen Warten nun seine Menschen gefunden hat. Voller Freude ist er sogar ins Tierheimauto gehoppst. Nach dem Aussteigen in Bischofswerda beschnupperte er jeden Winkel auf dem Weg zur Wohnung. Vor dem richtigen Eingang blieb er stehen. Ein schlaues Kerlchen. Die Treppen fand er erst einmal als große Herausforderung. Den selbstbewussten Rüden auf einmal so verschüchtert und beinahe hilflos zu sehen, rührte uns sehr. Mit freundlichem Zureden klappte es schließlich, Stufe für Stufe. Hier kann nur ständiges Üben weiterhelfen. An der Wonungstür begrüßte Yusti seine neue Familie, sah sich drinnen alles an und ließ sich abwechselnd streicheln. Er war noch sehr unruhig und jedes Rascheln weckte seine Aufmerksamkeit. Seine Liegemöglichkeiten ignorierte Yusti zu diesem Zeitpunkt noch. Es war ja alles so neu und aufregend und er hatte wohl Angst, etwas zu verpassen. Der große Blonde drängelte sich auch gerne zwischen Sofa und Tisch, so daß er von jedem bekrabbelt werden konnte. Immer wieder verschwand er zwischendurch im Esszimmer. Wir orakelten, was seine Motivation war. Unsere Vermutung ist, da dies der kühlste Raum der Wohnung ist, suchte er ihn immer wieder auf, um sich wahrscheinlich selber ein bißchen zu beruhigen. Yusti ließ sich neu einkleiden, dann trank er endlich etwas und verfiel wieder in seine Unruhe. Herrchen ging mit Yusti daraufhin sofort vor die Tür, ohne auf uns zu warten. Es sah so aus, als hätten beide nur auf diesen Zeitpunkt gewartet. Die zwei "Männer" waren nun unter sich und wir Frauen klärten noch offene Fragen zu Futter, Fellpflege usw. Da Yusti leider die schlechte Angewohnheit zeigt, Autos anzubellen, wird seine Familie auf jeden Fall dran bleiben und ihm zeigen, dass von vorbeifahrenden Autos wirklich keine Gefahr ausgeht. Hier ist nicht Rumänien, sondern hier bei seiner Familie ist er sicher und wohl behütet. 

 

26.04.2021

Die gestrige Fundkatze konnte dank Verbreitung im Internet schnell wieder von ihrem Besitzer abgeholt werden. Dieser staunte nicht schlecht, dass seine Miez doch einen weiteren Weg zurückzulegen schien, als er bisher annahm. Wir gaben ihm den guten Rat mit auf den Weg, seine Katze am besten chippen und registrieren zu lassen. Wenigstens wissen wir nun, für den Fall der Fälle, sie würde wieder jemandem Fremden um die Füße streifen, wo sie hingehört.

Noch ein Tier durfte heute unser Tierheim verlassen. Die Rede ist von Hündin Lisa. Die schüchterne Zarte aus Rumänien hatte ihre erneute - und diesmal richtig vorgenommene - Kastration prima überstanden, die Fäden wurden gezogen und der Halskragen durfte ab. Derart "befreit" brach sie mit Josi auf in ihren neuen Lebensabschnitt. Die Familie hatte früher bereits einem Hund aus unserem Tierschutz ein schönes langes Leben geschenkt und nun durfte Lisa die Familie wieder komplettieren. Die Fahrt war für die Hündin kein Problem, sie nahm es einfach an und harrte der Dinge, die da kommen. Sobald sie dann das Grundstück betreten hatte, kostete sie, ob ihr das Gras auch mundete. Der eine legt eben wert auf ein kuscheliges Hundebett, der andere auf Spielsachen und Lisa zeigte ihre Vorliebe für den Rasen. Es schien ihr sehr gut zu schmecken, das hieß, ihr neues Terrain wurde also bestens angenommen. Mit Leckerli konnte Lisa schließlich überzeugt werden, auch in das Haus hinein zu gehen. Sie folgte in die Stube, drehte eine Runde um den Sessel, erblickte ihren Platz, auf dem auch Leckerlis verteilt waren und legte sich hin. Die ganze Anspannung fiel von ihr ab und sie wirkte, als wäre sie schon immer dort. Verträumt ließ sie sich das Geschirr wechseln und dann fiel Lisa wieder um und schnarchte. Selbst Josis Aufbruch bemerkte die Hündin nur im Halbschlaf. Sie fühlte sich offensichtlich wohl, sicher und geborgen. Wir freuen uns mit Dir, liebe kleine Lisa, dass Du so schnell Deinen Platz gefunden hast. Deiner Schwester Mona wird hoffentlich bald dasselbe Glück zuteil.

 

24./25.04.2021

Da aufgrund der aktuellen Corona- Verordnung ab Montag die Baumärkte wieder schließen müssen, haben wir den Samstag noch schnell genutzt, um Baumaterial für die dringende Sanierung unserer Hundegerüste einzukaufen. Von Farben über Pinsel bis hin zu Terrassendielen wurde alles wichtige eingekauft. Unser Tierheimauto musste die Strecke sogar zweimal fahren, damit wir alles transportieren konnten. 

Am Sonntag wurde uns eine Fundkatze gebracht, die jemandem in der Nähe vom Bahnhof in Großröhrsdorf zugelaufen war. Sie hatte leider keinen Chip, allerdings haben die Finder Bilder von ihr in den sozialen Netzwerken veröffentlicht. Da die Katze weder scheu noch verwildert war, gehen wir davon aus, dass sich vielleicht doch noch der oder die Besitzer ausfindig machen lassen.

 

23.04.2021

In eine ruhige Gegend nach Dresden konnte heute der liebe Rüde Bob vermittelt werden. Die Fahrt verlief ruhig, Bob schaute neugierig aus dem Fenster. Am Ende einer Sackgasse wurde das Schwergewicht von Mario aus dem Auto gehoben. Mimose Bob jammerte dabei so laut, dass Passanten sich schon umgeschaut haben, ob dem armen Hund auch kein Unheil wiederfährt. Bob war natürlich ziemlich aufgeregt, wollte zu jedem hingehen und ihn gleich freundlich begrüßen, wie es eben seine Natur ist. Die Eingangsstufen zum Haus erschienen für Bob erst einmal sehr gruselig, sodass Mario sich nochmals als Gewichtheber übte. Im Haus selbst war es dann kein Hindernis für Bob und er lief zielsicher in "seine" Wohnung. Natürlich musste auch hier alles unter unablässigem Wedeln beschnuppert werden, ehe er sich mitten im Raum niederließ und langsam zur Ruhe kam. Als wir den "Papierkram" besprachen, hörte man ihn umher wandern. Sein orthopädisches Bett ließ er vorerst links liegen. Er wollte in der Zimmermitte liegen, von wo aus er den besten Überblick hat. Bob schien sehr zufrieden zu sein mit seinem neuen Umfeld. Wir hoffen natürlich, dass das noch lange so bleibt und Bob gemeinsam mit seinen neuen Leuten ganz viele wundervolle Dinge erlebt.

 

22.04.2021

Unsere große Hündin Paula war heute endlich zum Abmarsch in ihr neues Leben bereit. Ins Auto wurde sie gehoben und los ging unsere Fahrt ins Grüne. Ein Dorf, sehr abgelegen, und umgeben von Feldern und Wald, ist nun die neue Heimat von Paula. Fast können wir neidisch sein über die idyllische Umgebung. Sie dürfen es sich so vorstellen: es ist ein Dreiseitenhof mit angrenzendem großen Garten und nebenan noch eine große Pferdekoppel, dahinter beginnt schon der Wald. Genügend Natur zum Genießen. Paula war erst einmal sehr verhalten. Ihr Schwänzlein bewegte sich ein wenig unsicher wedelnd. Sie sagte kurz ihrer neuen Familie "Hallo", begrüßte auch den vorhandenen großen Rüden Balou und schaute sich ihr zukünftiges Revier an. Der Rüde war so aufgeregt und überschwänglich vor Freude, Paula endlich als neue Partnerin an seiner Seite willkommen zu heißen. Kurz ging sie auf seine Avancen ein, zeigte dann aber, dass sie genug hat und setzte ihre Erkundungen fort. Wir ließen ihr viel Zeit dazu. Paula ist schließlich eine sensible Persönlichkeit. Zunächst waren wir nur auf dem großen Hof, mit Zugang zu den Räumen, welche die Hündin aber noch wenig interessierte. Klar, das Wetter war schön, also warum irgendwo hineingehen? Immer wieder suchte sie zwischendurch auch die Nähe von uns Menschen und ihrem neuen Gefährten. Als Paula während ihrer x-ten Runde das riesige Scheunentor erblickte und daran kratzte, zeigte sie uns, dass die Zeit reif war, ihr nun den dahinter befindlichen großen Garten zu zeigen. Hach, wie herrlich, sie rannte und wälzte sich ausgiebig auf der Wiese. Währenddessen machten wir Bekanntschaft mit den Pferden und den zugelaufenen Stallkatzen. Allesamt waren ein super Team, das erkannten wir sofort. Und als wir dann den Erzählungen lauschten, wie die Familie zusammen mit den Pferden und den Hunden immer bis zum Sonnenuntergang spazieren ging, konnten wir es uns fast bildlich vorstellen. Wir freuen uns, dass "unserer" Paula in Zukunft auch solche wunderbar schönen Erlebnisse bevorstehen. 

 

21.04.2021

 Was die Vermittlungen anbelangt haben wir derzeit einen guten Lauf. Heute ist die schwarze Hündin Renee in ihr neues Zuhause umgezogen. Die Fahrt verlief ruhig, nur hatten wir einige Schwierigkeiten einen Parkplatz zu finden. Renee fand den kleinen Spaziergang aber gar nicht so übel, beschnuffelte jede Hecke, jeden Halm und löste sich noch einmal. Vorbeifahrende Auto, spielende Kinder und kläffende Hunde ließen die Hündin völlig kalt. Als wir dann an einer Bäckerei vorbei gingen, wollte Renee natürlich unbedingt hinein, so lecker hat es da geschnuppert. Aber wir mussten noch ein kleines Stück weiter. Rasch war der Eingang gefunden und die Treppen problemlos bezwungen. In der Wohnung war die Freude dann natürlich auf beiden Seiten rießig. Nach kurzer Zeit entschloss sich Renee erst einmal Siesta zu halten, doch bereits kurz danach schreckte sie hoch und lief ins Arbeitszimmer. Oh, was war dort los? Wir schlichen hinterher und sahen, dass Renee noch recht unbeholfen auf das Sofa stieg, um von dort aus dem Fenster zu sehen. Sie beobachtet die Passanten die dort ihre Wege erledigten. Dabei sah sie fast aus, wie so eine Omi die aus dem Fenster schaut. Wir konnten herzlich lachen. Renee schien sich jedenfalls sehr wohl zu fühlen und so verabschiedeten wir uns mit einem guten Gefühl.

 

20.04.2021

 Es brach ein spannender Tag für unsere Hündin Tiriona an. Nachdem das Ergebnis aus der Pathologie vorlag und der Tierarzt ihr bescheinigte, dass sie wieder ganz gesund wird, konnten wir einen Termin zur Vermittlung für die nette Hündin vereinbaren. In gewohnt fröhlicher Manier ließ sie sich das Geschirr anziehen, tapste zum Auto und stieg, mit etwas Unterstützung, ein. Nach kurzer Fahrt, mussten wir ein kleines Stück gehen, um das Häuschen zu erreichen, wo die liebe Hündin künftig leben darf. Nach der Schnupperrunde durch das Haus, ließ sie sich neben dem Sofa nieder und beobachtete uns. Als Frauchen nach getaner Homeofficearbeit zu uns stieß, freute sich Tiriona unglaublich und genoß die Streicheleinheiten, die ihr zuteil wurden. So bemerkte sie auch kaum, dass wir uns verabschiedeten. Wir hoffen, dass Tiriona diesmal ein Für-Immer-Zuhause gefunden hat und lange Zeit mit ihrer Familie glücklich werden kann.

 

19.04.2021

 Auf die Reise ging heute der hette Rüde Caspian. Dass er Autofahren nicht besonders mag, wussten wir ja schon. So waren wir nicht überrascht, dass er die 20minütige Fahrt mit "Singen" und Jammern untermalt hat. Angekommen in seiner neuen Heimat, wurden wir höflich um das Haus geleitet, wo der Terasseneingang ebenerdig war. Inbrünstig beschnüffelte Caspian nicht nur den Garten, sondern auch die Zimmer. Im Arbeitszimmer fand Caspian dann ein XXL Plüschbettchen vor. Doch der Rüde war gar nicht müde und erkundete weiter den Wohnbereich. Doch irgendwie zog es ihn immer wieder zur Terasse, wo er durch die bodentiefen Fenster ganz weltentrückt in den grünen Garten blicken konnte. Nachdem wir alle wichtigen Dokumente ausgefüllt und besprochen hatten, probierten wir noch sein neues Geschirr an, was wunderbar passte. Und da er einmal das Geschirr anhatte, wurde er angeleint und zum Erkunden des Gartens nach draußen geführt. Wir nutzten die Gunst der Stunde und verabschiedeten uns zur Vordertür hinaus, damit Caspian gar nicht auf den Gedanken kommt, uns zu vermissen. Pass auf dich auf, lieber Freund!

 

17./18.04.2021

 Den trockenen Samstag nutzten wir, um den Hühnerstall wieder zu kalken. Dies sollte mehrmals im Jahr geschehen, denn die desinfizierende Wirkung hilft, Milben fernzuhalten. Vorbeugen ist ja bekanntlich die beste Lösung. Die Hühner kennen das Prozedere schon und wurden wie immer mit etwas Futter abgelenkt. Heut durften sie sich grünen Salat und Gurkenscheibchen schmecken lassen.

Auch die Sitzecke bei unseren Hofhunden, dem ehemaligen uralten Zwinger, gestalteten wir endlich um. Seit 07.04. (siehe "was gestern geschah" an diesem Tag) warteten wir auf gutes Wetter dafür. Die schöne große Eckcouch fand nun ihren neuen Platz. Die Katzen bekamen Weidenkörbchen in ihr Häuschen. Alles war erst einmal neu und interessant und wurde von den Vierbeinern ausgiebig beschnuppert.

Sonntag war für Paula ein besonders toller Tag. Sie durfte ihren Halskragen ablegen. Nun ist ihre Vermittlung greifbar nah.

 

16.04.2021

Erneut rollte das Tierheimauto Richtung Tierarzt. Mit an Board waren die beiden Hündinen Lisa und Renee. Bei der aufgeweckten Renee wurde ein abgebrochener gammeliger Zahn gezogen und auch gleich Zahnstein entfernt. Danach wurde noch das Carpalgelenkt geröngt, da es verdickt war. Zu sehen war eine schlimme Arthrose im Gelenk, die vermutlich durch ein Trauma verursacht wurde. Da Renee jedoch lahmfrei geht und nur ab und zu das Beinchen entlastet, sehen wir keinen akuten Handlungsbedarf.

Hündin Lisa war aus einem anderen Grund mitgefahren. Wir hatten öfters im Schlafhaus der Hündin Blutstropfen gefunden, ohne eine Verletzung feststellen zu können. Bei genauerer Betrachtung stellten wir fest, dass Lisas Scheide geschwollen war. Die Tierärztin nahm einen Tupfer und untersuchte die Flüssigkeit, die sich tatsächlich als Läufigkeitsblutung herausstellte. Für Lisa bedeutete das Narkose und erneute Operation. Dabei wurde auch gleich die Gelegenheit genutzt und die Zähne auf Vordermann gebracht. Die arme Maus überstand den Eingriff gut, hatte jedoch ganz schön mit dem Halskragen zu kämpfen, den sie nun tragen muss.

 

15.04.2021

Statt sich wie gewohnt zur Mittagsruhe in sein Körbchen zu legen, hieß es für den jungen Rüden Lari, in unserem Auto Platz zu nehmen. Etwas aufgeregt und neugierig war er, der große Blonde, aber er hielt die Fahrt bis Pirna ohne weiteres durch. Nachdem uns sein neues Frauchen schon an der Haustür erwartete, war alles andere unwichtig. Er erkundete die Wohnung, Stück für Stück, schnupperte an den Pflanzen, am Sessel und an seinem neuen Körbchen. Dann holte er sich erst einmal ein paar Leckereien ab. Ein neues eigenes Halsband wurde angezogen, somit legte er bildlich seine Vergangenheit ab. Nach einer Weile und einigen Streicheleinheiten später, legte sich Lari neben Frauchen und neben seinem Körbchen auf den Teppich. Die Müdigkeit überkam ihn und er holte seinen Mittagsschlaf nach. Vielleicht träumte er schon von seiner Zukunft mit Spiel, Spaß, Agility und einem Sommergarten. Als die Menschen alles geregelt und geklärt hatten, hieß es für uns Abschied nehmen. Sogleich war auch der aufgeweckt Rüde wieder zur Stelle. Aber er musste sich noch ein Weilchen gedulden. Erst sollten wir fahren und damit sich Lari voll auf seine neue Familie und sein zukünftiges Revier konzentrieren kann. 

 

14.04.2021

Pünktlich auf die Minute stand am Nachmittag die Tierärztin zur Visite vor dem Tor. Diesmal sollten Pittiplatsch, Pumuckel, Gretel und Suse ihre zweite Impfung bekommen. Bei den Kater hat dies auch problemlos geklappt, doch bei den Miezen kamen wir ins stocken. Da Suse über Nacht Durchfall bekommen hat und sich erbrach, entschieden wir uns die Impfung zu verschieben. Sie soll sich erst einmal erholen. Gretel konnte geimpft werden, doch sie zeigte Zeichen einer Rolligkeit. Wir vereinbarten einen Termin wo Gretel kommende Woche in der Praxis vorgestellt wird, um festzustellen ob sie tatsächlich noch nicht kastriert ist. Auf die sonst so selbstbewusste Hündin Roxy war plötzlich ganz schüchtern als es um die Untersuchung und Jahresimpfung ging. Chappis eitrig entzündeter Hoden war wunderbar abgeheilt und auch Monas Augen und Ohren sehen wieder richtig schön aus. Außerdem wurde Paulas Operationsnaht noch einmal begutachtet und im Anschluss die Fäden gezogen. Die kommenden Tage soll sie sich noch einmal schonen, ehe sie vermittelt werden kann.

 

13.04.2021

Für Kater Theo hatte das Leben bisher nicht viel Gutes übrig. Bis zu seinem Glück eine tierliebe Mitarbeiterin einer Fabrik den Streuner entdeckte, versorgte und zu uns brachte. Uns bot sich das Bild eines kranken, leidenden und argwöhnisch gegenüber Menschen befindlichen Katers. Ein Auge musste leider entfernt werden, was er jedoch bestens überstand. Und damit besserte sich auch merklich sein Verhalten. Theo wurde mit der Zeit eine dankbare Fellnase und fing an mit Schmusen. Doch das Glück wollte ihn anscheindend herausfordern, denn es stellte sich heraus, dass Theo Leukose positiv ist. Wegen der Ansteckungsgefahr darf der Kater nicht zu anderen (gesunden) Katzen und darf nie mehr draußen umherschlendern. Ob wir ihn mit diesem schweren Gepäck überhaupt bald vermitteln können? Wir hatten unsere Zweifel und wurden eines besseren belehrt: Es freut uns ganz besonders, dass Kater Theo heute sein eigenes Zuhause beziehen durfte. Die Interessentin hatte unseren Notfall entdeckt und wandte sich an uns. Sie hat bereits genügend Erfahrungn mit Leukosekatzen gesammelt und weiß, worauf sie sich einlässt. Im Auto war Theo gestresst und hechelte, bloß gut, dass die Fahrt nur 20 Minuten dauerte. Angekommen, stiefelte der Kater von ganz alleine aus der Box heraus und erkundete unternehmungslustig die Wohnung. Wirklich jedes der Zimmer ist voll auf Katze eingestellt: hier und da Regale, Schlafplätze, Spielangeln, Kratzbretter, ein wahres Paradies. Als wir uns in die Stube begaben, um den vertraglichen Teil zu regeln, folgte Theo. Er verlangte Aufmerksamkeit, wollte gekrault und bekrabbelt werden. Es schien, als ob er nie woanders gewesen wäre. Das macht uns überglücklich. Tausend Dank, das Theo nun endlich ganz viel Liebe und Fürsorge als Teil einer Familie erfahren darf.

 

12.04.2021

Mit großen Augen schaute Kater Felix aus seiner Transportbox, wohin die Reise geht. Er war ganz aufgeregt, ebenso wie seine neue Familie. Der anfänglich schüchterne schwarze Kater wurde ganz sanft von Josi aus der Box gehoben, um seinem Glück nachzuhelfen. Mit Knuddeln wurde er überredet, war von den neuen Eindrücken dennoch verunsichert. Da half auch kein Huscheln. In der großen Wohnung entdeckte Felix die Bastelecke, in die er sich erst einmal zurück zog. Die Familie hatte Kartons aufgestellt und die bekannte Decke aus dem Tierheim sorgte ebenfalls dafür, dass das Katerchen genug sichere Versteckmöglichkeiten hat. Er darf sich nun in seinem Tempo eingewöhnen. Im Tierheim hatten die neuen Dosenöffner bereits erlebt, wie Felix sabbernd schnurren kann, wenn er Vertrauen gefasst hat. Sie waren dankbar für weitere Tipps und freuten sich, dass wir ihnen den tierischen Mitbewohner anvertrauten. Nun liegt es an Felix, wie schnell er versteht, dass er dort umsorgt und geliebt wird.

 

10./11.04.2021

Trotz der weiterhin angespannten Allgemeinsituation ist die Spendenbereitschaft für die Tiere erfreulich groß. Aus unseren Spendenboxen von Rewe und Edeka wurde uns jede Menge Futter für Hunde, Katzen, Vögel, aber auch diverses Spielzeug vorbeigebracht. Dies gibt uns Hoffnung und unseren Schützlingen ein volles Bäuchlein. Herzlichen Dank an alle.

 

09.04.2021

Heute hat die hübsche Buta ihre Köfferchen gepackt und sagte uns "Adieu". Nach kurzer Fahrt durfte Buta erst einmal den Garten erkunden. Als wir uns dann in die Wohnung begeben haben, setzte sie dort ihre Schnüffeltour fort. Nach einer Weile kam Buta dann zur Ruhe und bekam ihr wohlverdientes Abendbrot, welches sie dankbar verputzte. Das erste Zusammentreffen mit der Miez verlief positiv, Buta war neugierig und interessiert. Doch schon ein paar Stunden später war Buta der Meinung, dass "Papa" nur ihr gehört und Mieze Fee da stört. Nun heißt es Fronten klären und Buta ihren Platz in der Familie klar machen. Die nette Familie ist jedenfalls entschlossen, dass das klappen wird.

 

08.04.2021

Wieder trieb uns die Sorge um Tiriona aus dem Haus. Gemeinsam mit der Hündin fuhren wir in die Tierklinik. Sie schien einen Rückfall der Blasenentzündung zu haben, muss oft austreten und wirkte dadurch sehr unruhig, was wir von ihr so gar nicht kennen. In der Klinik war leider eine Menge los, sodass wir mit Tiriona im Wartezimmer Platz nehmen mussten. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sie sich zum Liebling aller anwesenden Zwei-und Vierbeiner. Mit ihrer charmanten Art entlockte sie einem ebenfalls wartenden Jack Russel Terrier eine neckische Spielaufforderung. So viel Spaß haben wohl nur wenige Hunde beim Tierarzt. Ja, selbst der Doktor hatte Freude an Tiriona bei der Untersuchung, weil sie so lieb und artig war. Es wurde eine Röntgenaufnahme, ein Ultraschall und dann eine Urinuntersuchung gemacht. Genaueres erfahren wir, wenn der Befund der Pathologie da ist. Mit Antibiotika und Schmerzmitteln im Gepäck verließ Tiriona nach zwei Stunden fröhlich die Klinik. Diese Lebensfreude ist einfach ansteckend!

 

07.04.2021

Unterstützer unseres Tierheims erfuhren aus ihrem Umkreis, dass einige Möbel einen neuen Besitzer suchen, da sie ansonsten auf dem Sperrmüll landen würden. Weil wir diese Wegwerfgesellschaft ebenso traurig und nicht unterstützenswert finden, sagten wir gerne zu, Sofas, Sessel und co für die Ausstattung unserer Tierunterkünfte zu übernehmen. Am Nachmittag kamen liebe Helfer mit Anhänger und brachten uns die guten Stücke. Die Sitzgelegenheiten sind wirklich alle noch sehr gut erhalten. Wir hatten Glück, beim Abladen kam gerade kein Tropfen vom Himmel. Wir werden nun warten, bis sich das typische Aprilwetter verabschiedet, um die Katzenhäuser und Hunde- Liegeplätze in aller Ruhe im Trockenen umzugestalten. 

 

06.04.2021

Heute rollte unser Tierheimauto erfreulicherweise wieder, um eines unserer Schützlinge in sein neues Zuhause zu bringen. Die Glückliche heute war die dreifarbige Katze Bibi. Sie erschien noch nicht einmal auf unserer Homepage, da hatte sie schon eine Familie um ihren Finger gewickelt. Deren ausgeglichene Art und die ruhige Ausstrahlung hatten es Bibi sichtlich angetan und sie fühlte sich gleich zu ihnen hingezogen. Was hundertprozentig auf Gegenseitigkeit beruhte. Nun durfte die Miez, die ursprünglich als wildgeborene Katze in einem Grundstück umherstreifte, endlich ein warmes Körbchen beziehen. Weder auf der Fahrt noch bei der Ankunft in Stolpen war von Bibi ein Laut zu vernehmen. Einzig ihre großen Augen zeugten von ihrer Verunsicherung. Als sie die bekannte, und offensichtlich wohltuende Stimme vom neuen Frauchen hörte und gestreichelt wurde, fing Bibi, noch im Unterteil der Transportbox kauernd, an mit Schnurren. Schließlich kam sie heraus, suchte allerdings, wie vermutet, Zuflucht in der Katzentoilette. Die Familie gewährte Bibi den Freiraum zur Selbstentscheidung. Nachdem wir alles Vertragliche geregelt hatten und wieder im Tierheim angekommen waren, wurde uns berichtet, dass Bibi aus der Toilette heraus kam, sich anfangs unter der Kommode versteckte und schließlich im Wohnzimmer ihr Katzentipi entdeckte. Sie nahm ihre neuen Behausung bestens an. Schmusen genießt Bibi, sie hält sich allerdings immer noch etwas zurück. Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Die Familie ist jedenfalls glücklich und Bibi scheint es auch.

 

05.04.2021

Wir starteten heute beizeiten mit dem Einräumen unseres kleinen Katzenhauses. Als dieses wieder für Samtpfötchen kuschelig bewohnbar hergerichtet wurde, durfte am Mittag der schwarze Kater Felix dort einziehen. Er ist der erste der fünf Abgabekatzen vom 11.03., der nun die Quarantänezeit hinter sich lassen konnte und im Katzenhaus auf seine Vermittlung wartet.  

Passend zum plötzlichen Wintereinbruch gab die Rotlichtlampe bei den Hühnern ihren Geist auf. Aber, wie es so schön heisst, in einem geordneten Haushalt findet sich alles. Mit einer passenden Ersatzbirne konnten wir schnell Abhilfe schaffen. Für das tierische Wohl ist also weiterhin bestens gesorgt.

 

03./04.04.2021

Das Osterwochenende nutzten viele Herrchen und Frauchen ehemaliger Schützlinge, uns einen kleinen Gruß in Wort und Bild zu übermitteln. Wir sind entzückt, wie sich die kleinen und großen Fellnasen entwickelt haben, wie sie die Zuneigung und Fürsorge genießen, die neuen Herausforderungen meistern und sich gegenseitig Glück und Freude schenken. Wir nehmen gern an den Abenteuern aber auch den Schwierigkeiten teil, geben Ratschläge und spenden da, wo es gebraucht wird, Hoffnung.

Um Chappi auch ein wenig Hoffnung in seiner Heilungsphase zu spenden, durfte er einen längeren Spaziergang unternehmen. Unter unserer Aufsicht konnte er endlich wieder seinen Halskragen ausziehen, was er sichtlich genoss. Chappi läuft übrigens gut an der Leine. Er benimmt sich und lässt sich nicht von fremden Menschen in der Ferne stören.

 

02.04.2021

Zum Feiertag ging es ruhig zu im Tierheim. Nicht nur, weil nicht viel aufregendes passiert ist, sondern auch, weil wir am stillen Feiertag keine lauten Tätigkeiten verrichten durften. Am Vormittag bellte Roxy ganz aufgeregt, während Omega wie wild an einem Erdloch kratzte. Bei genauerer Betrachtung stellten wir fest, dass sich dort ein dicker Igel verschanzt hatte. Dieser wurde natürlich sofort evakuiert und in die Freiheit entlassen. Unser Schweinemännlein Marius bekam eine große Feiertags-Extra-Portion Futter. Einen Mix aus eingeweichtem Brot, Äpfel, Birnen, Mais-Schrot und anderen Kleinigkeiten. Und auch unsere Hunde bekamen alle ein feines Leckerli als Ostermenü serviert. Selbst Bob, der eigentlich abnehmen muss, hat sich einen Keks verdient, weil er heute ganz tapfer 1,5 Stunden spazieren war, um Muskeln und Kondition aufzubauen.

Kater Frosti hat seine Grundimmunisierung erfolgreich hinter sich gebracht und konnte in unser großes Katzenhaus umziehen.

 

01.04.2021

Nachdem unsere Schäfchen von ihrer Wolle befreit wurden, war es an der Zeit, sie mit den beiden "neuen" Schafen Paula und Wilma zu vergesellschaften. Ein spannendes Unterfangen, da die beiden Schafdamen ihre enorme Sprungkraft schon mehrfach unter Beweis gestellt haben und wir nicht wussten, wie sie reagieren werden. Glücklicherweise lief aber alles sehr friedlich ab. Irritiert von unserer Nähe wurde wir mehr beäugt als ihre Artgenossen, die sie nun lang genug durch den Zaun beschnuppern durften. Richtig aufregend wird es dann erst wieder, wenn es auf die Weide geht. Hoffentlich probieren die sprungkräftigen Kamerunschafe nicht einen neuen Weg beim Umtrieb aus.

Übrigens beträgt die Bilanz am Krötenzaun 47 Amphibien in 6 Tagen. Vorher war es den Tierchen einfach zu kalt.