Whisky
 

Rasse: Mischling
Geschlecht: männlich
Geboren: ca. 2012
Kastriert: ja

Im Tierheim seit: 30.08.2018
Schulterhöhe: 42 cm

Gewicht: 14,6 kg

 


 Es war Anfang August 2018 als die Stadtverwaltung eines Ortes aus der Umgebung anrief und fragte, ob wir zwei Hunde aus einer Zwangsversteigerung aufnehmen können. Es handele sich um zwei Rüden, die in einem Zwinger auf einem verlassenen Grundstück leben, welches den Eigentümer gewechselt hat und nun beräumt werden muss. Oh je, eine fürchterliche Behausung aus Bauzaun war das, nur eine Hütte drin, der zweite Hund schlief in einem Erdloch siehe Fotos unten). Wir sagten die Aufnahme zu, denn es war augenscheinlich, dass diesen armen Tieren geholfen werden muss. 

Whisky wartet seit dem in unserem Tierheim, während sein "Kumpel" Balou bereits vermittelt werden konnte. Whisky zeigt leider ab und an ( bisher ca. 1x im Monat) neurologische Auffälligkeiten, daher haben wir mit einer Präsentation auf unserer Homepage noch gewartet. In diesen Momenten wird der Rüde ganz steif, verdreht die Augen, bewegt die Vorderbeine wie ein Soldat. Dazu knurrte er, lässt sich jedoch beruhigen. Von diesen „Anfällen“ wissen die ehemaligen Besitzer angeblich nichts, klar, die Hunde waren ja sich selbst überlassen.

Es war also an uns, die aufwändige und teure Diagnostik durchführen zu lassen. Bei CT und MRT war das Ergebnis gleich, nämlich alles in Ordnung. Es gibt keine krankhaften Veränderungen im Kopf von Whisky. Nun werden wir ein Mittel gegen Epilepsie einsetzen. Wir möchten einfach, dass es für den süßen Whisky eine lebenswerte Zukunft gibt. Er kann sich so freuen, wenn man sich ihm zuwendet oder wenn man mit ihm spazieren geht. Er ist auch tadellos stubenrein. Derzeit lebt Whisky mit Runner zusammen, was gut funktioniert. Wer Whisky aufnehmen möchte, sollte über ein große Portion Hundeerfahrung und über ein eingezäuntes Grundstück verfügen. Der Rüde möchte nicht in einer Wohnung "eingesperrt" sein, er benötigt ein großes Maß an Freiheit. Und er zeigt deutlich, was er mag und was er ablehnt. Diese Zeichen sollte man erkennen, deuten und beherzigen. Dann verläuft das Zusammensein mit Whisky in vernünftigen Bahnen. Der Rüde hätte es sich wirklich verdient, dass er verstanden und entschädigt wird.

 Whiskey ist erst 5 Jahre alt, er hat noch viel Leben vor sich. Eigentlich beginnt dieses jetzt erst und es sollte ein schönes Leben werden, was die furchtbare Zwingerhaft vergessen macht.

So musste Whisky all die Jahre hausen, bevor wir ihn aufnahmen: